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Full text of "Verhandlungen des naturforschenden Vereines in Brünn"

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Verhandlungen 



des 



nalnrforschenden Vereines 



in Brtlnn. 




LI. Band. 

1912. 



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Brünn, 1913. 

Verlag de» Vereines. 




I 



Verhandlungen 

des 

naturforschenden Vereines 



in Brünn. 



XjI. Band. 

1912. 




Brünn, 1913. 

Druck von W. Burkart. — Im Verlage des Vereinos 



Inhalts -Verzeichnis des LI. Bandes 1912. 

Seite 

Vereinsleitung V 



A. Sitzungsberichte. 

(Die mit * bezeichneten Vorträge sind ohne Auszug.) 
Sitzung am 17. Jänner 1912. 

Mitteilungen des Vorsitzenden VII 

Vortrag des Herrn Universitätsprofessors Dr. Karl Sternberg über 

„Bakterienvergiftung durch Lebensmittel" (mit Lichtbildern)* . VII 

Bericht über die Revision der Kassagebarung VII 

Sitzung am 14. Februar 1912. 

Mitteilungen des 1. Sekretärs VIII 

Vortrag des Herrn Prof. Dr. H. Iltis über „Moderne Anschauungen 
über Pflanzenbastarde und deren künstliche Erzeugung durch 

Pfropfung" * IX 

Ernennung des Herrn Geh. Rats Univ.-Prof. Dr. W. Roux in Halle a. S. 

zum Ehrenmitgliede IX 

Aufnahme neuer Mitglieder IX 

Ueberlassung von Lehrmitteln an die Volksschule in Maiwald bei Hof IX 

Sitzung am 13. März 1912. 

Mitteilungen des 1. Sekretärs , . . . IX 

Vortrag des Herrn Fachlehrers F. Zdobnitzky über eine „Invasion 

von Kreuzschnabel und Tannenhäher in Mähren" * IX 

Prof. A. Rzehak: Demonstration der Phosphoreszenz an Mineralien . IX 

Prof. Dr. H. Iltis: Vorlage einiger Manuskripte Gregor Mendels . . X 

Sitzung am 17. April 1912. 

Mitteilungen des Vorsitzenden Herrn Präsidenten Dr. Stephan Frei- 
herrn von Haupt-Buchenrode über die Zuerkennung der Medaille 
für 40jährige treue Dienste an den Vereinsdiener Herrn Jon. 
Reichel X 

Mitteilungen des 1. Sekretärs X 

Vortrag (mit Demonstrationen) des Herrn Prof. Dr. A. Mader über 

„Die Bahnen der Himmelskörper" * X 

Ueberlassung von Lehrmitteln an das Naturalienkabinett des k. k. 

1. deutschen Gymnasiums in Biünn X 

* 



Seite 

Sitzung am 8. Mai 1912. 

Mitteilung des Vorsitzenden XI 

Mitteilung des 1. Sekretärs XI 

Prof. A. Rzehak: „Mineralogische Mitteilungen" (mit Demonstrationen) XI 

Sitzung am 18. September 1912. 

Mitteilung des Vorsitzenden XI 

Vortrag des Herrn Med. & Phil. -Dr. E. Löwenstein über „Giftige 

Tiere"* XI 

Demonstration lebender exotischer Reptilien (mit Bericht) XII 

Aufnahme neuer Mitglieder XV 

Sitzung am 16. Oktober 1912. 

Mitteilungen des Vorsitzenden XV 

Vortrag des Herrn Universitätsprofessors Dr. K. Sternberg über „Was 

wissen wir von den Funktionen der Blutkörperchen?" *..".. XV 

Dr. E. Löwenstein: Demonstration lebender Reptilien und Nager . . XV 

Aufnahme neuer Mitglieder '. XVI 

Sitzung am 13. November 1912. 

Vortrag des Herrn Dr. E. Strecker über: „Symbiose im Pflanzen- 
reich" * XVI 

Außerordentliche Sitzung am 22. November 1912. 
Vortrag (mit Lichtbildern und Demonstrationen) des Herrn Hofrats 
Univers.-Prof. Dr. R. v. Wettstein über: „Neues aus dem Pflanzen- 
leben Afrikas" XVI 

Sitzung am 11. Dezember 1912. 

Mitteilungen des Vorsitzenden . XVIII 

Tätigkeitsbericht für das Jahr 1912 XVIII 

Bericht über die Kassagebarung im Jahre 1912 XX 

Wahl der Rechnungsprüfer XXII 

Prof. Dr. L. Schmeichler: Demonstration und Besprechung von 

Trachompräparaten * XXII 

Prof. A. Rzehak: Demonstration neu aufgefundener Mammutreste. . XXII 

Neuwahl des Präsidiums und der Vereinsleitung XXIII 

Voranschlag für das Jahr 1913 XXIII 



B. Abhandlungen. 

Edmund Reitter, Paskau (Mähren): Bestimmungsschlüssel der mir 
bekannten europäischen Gattungen der Curculionidae, mit Ein- 
schluß der mir bekannten Gattungen aus dem palaearktischen 
Gebiete 1 

Dr. Hugo Iltis, Brünn: Ueber abnorme (heteromorphe) Blüten und 

Blütenstände (I. Teil). Mit 1 Tafel und 3 Textfiguren 91 

Hugo Skala, Fulnek: Die Lepidopterenfauna Mährens (II. Teil) . . 115 



Vereinsleitung. 



Präsident: 

Dr. Stephan Freiherr von Haupt-Buchenrode, Landtagsabgeordneter, Herr- 
schaftsbesitzer etc. 

Vize -Präsidenten: 

(Für 1912). (Für 1913). 

Herr Dr. 0. Leneczek, Direktor der Herr Julius Warhanik, k. k. Landes- 
Handelsakademie. gerichtsrat. 
„ Franz Zdobnitzky, Fachlehrer. „ Karl Czizek, Fachlehrer. 

Sekretäre : 

Herr A. Rzehak, k. k. o. ö. Hochschul- Herr A. Rzehak, k. k. o. ö. Hochschul- 
professor, professor. 
„ Dr. H. Iltis, k. k. Gymnasialpro- „ Dr. H. Iltis, k. k. Gymnasialpro- 
fessor, fessor. 

Rechnungsführer: 

Herr E. Steidler, k. k. Finanzrat. Herr E. Rehwinkel, k. k. Finanz- 

sekretär. 

Bibliothekar : 

Herr Karl Schirmeisen, Fachlehrer. 

Ausschuss - Mitglieder : 

Herr Dr. E. Burkart, Buchdruckerei- Herr Dr. E. Burkart, Buchdruckerei- 
besitzer, besitzer. 

„ K. Czizek, Fachlehrer. „ E. Donath, Hofrat, k. k. o. ö. 

„ E. Donath, Hofrat, k. k. o. ö. Hochschulprofessor. 

Hochschulprofessor. „ G. Heinke, Wasserwerksdirektor. 

„ Dr. J. Habermann, Hofrat, k. k. „ Dr. 0. Leneczek, Professor an 

Hochschulprofessor i. R. der Handelsakademie. 

„ G. Heinke, Wasserwerksdirektor. „ Karl Landrock, Fachlehrer. 

„ Dr. K. Mikosch, k. k. o. ö. Hoch- „ Dr. K. Mikosch, k. k. o. ö. 

schulprofessor. Hochschulprofessor. 

„ Dr. L. Schmeichler, k. k. a. ö. A Med.-Dr. L. Schmeichler, k. k. 

Hochschulprofessor. a. ö. Hochschulprofessor. 

„ Dr. Bruno Seilner. „ Dr. Bruno Sellner: 

„ Dr. A. Szarvassi, k. k. a. ö. „ Dr. A. Szarvassi, k. k. a. ö. Hoch- 
Hochschulprofessor, schulprofessor. 

„ Julius Warhanik, k. k. Landes- „ Med.-Dr. D. Weili. 

gerichtsrat. „ A. Wildt, Bergingenieur i. R. 

„ Med.-Dr. D. Weiß. „ F. Zdobnitzky, Fachlehrer. 

„ A. Wildt, Bergingenieur i. R, 



Sitzungs-Berichte 



1. Sitzung am 17. Jänner 1912. 

Vorsitzender: Herr Vizepräsident Direktor 
br. O. LeneczeK- 



Die „Societe royale de Botanique" in Brüssel 
macht Mitteilung von dem Ableben des Direktors des botanischen 
Gartens in Brüssel, Herrn Th. Durand. Durch den 1. Sekretär 
wurde ein Kondolenzschreiben an die genannte Gesellschaft bereits 
abgesandt. 

Herr Universitätsprofessor Dr. Karl Sternberg hält einen 
von Lichtbildern begleiteten Vortrag über „Bakterienvergiftung 
durch Lebensmittel". 

Die mit der Prüfung der Kassagebarung betrauten Herren 
Direktor G. Heinke und Med. -Dr. D. Weiß erstatten nach- 
stehenden Bericht : 

Die unterzeichneten, zur Prüfung des vom Rechnungsführer 
Herrn Emmerich S t e i d 1 e r für das Jahr 1911 verfaßten Kassa- 
berichtes gewählten Rechnungsprüfer haben sich dieser Aufgabe 
am 9. d. M. unterzogen. 

Bei dieser Untersuchung wurden die Eintragungen des 
Journals mit den beigebrachten Dokumenten verglichen, die Ein- 
stellungen der Jahresrechnung richtig befunden und schließlich 
ermittelt, daß im Entgegenhalte der gesamten Einnahmen des 



der im Kassaberichte angeführte Rest von . . . 2594 K 48 h 
verblieb. 

Dieser Kassarest wurde mit dem Teilbetrage von 1333 K 
70 h in barem und jenem von 1260 K 78 h als Postsparkassa- 
guthaben vom 31. Dezember 1911 vorgefunden. 

Weiters befanden sich in der Verwahrung des Herrn Rech- 
nungsführers folgende Wertpapiere ; 



Jahres 1911 von . . 
und der Ausgaben von 



11008 K 54 h 
8414 „ 06 



VIII 



Sieben Stück Obligationen der österreichischen Kronenrente, 
und zwar: 

Nr. 44547 und 365239 zu 2000 K 4000 K 

Nr. 57456 zu 1000 „ 

Nr. 23014, 23015, 23016 und 23017 zu 200 K . . . . 800 „ 

zusammen 5800 K 

endlich das italienische „Rote Kreuz-Los" Serie 2902 

Nr. 4 über Lire nom 25 

Da sich mithin die Rechnungs- und Kassagebarung des 
naturforschenden Vereines in Brünn für das Jahr 1911 als eine 
vollständig richtige erwiesen hat, so stellen die gefertigten Rech- 
nungsprüfer den Antrag : „Die geehrte Versammlung wolle dem 
Rechnungsführer Herrn Emmerich St ei dl er das Absolutorium 
erteilen". 

In Voraussicht der Annahme dieses Antrages und nachdem 
Herr Emmerich St eidler auch für das Vereinsjahr 1912 als Rech- 
nungsführer wiedergewählt ist, so wurden die vorgefundenen 
Kassabestände, Werteffekten, Bücher und Dokumente in seiner 
Verwahrung belassen. 

Brünn, am 9. Jänner 1912. 

Die Rechnungsprüfer: 

Dr. D. Weiss. Gustav Heinke. 

Dem Antrage der Herren Rechnungsprüfer entsprechend 
erteilt die Versammlung dem Rechnungsführer, Herrn Finanzrat 
E. S t e i d 1 e r, das Absolutorium und spricht ihm gleichzeitig für 
seine Mühewaltung den herzlichsten Dank aus. 

2. Sitzung am 14. Februar 1912. 

Vorsitzender : Herr Vizepräsident Direktor 
br. O. LeneczeK- 

Der 1. Sekretär, Herr Hochschulprofessor A. Rzehak, teilt 
mit, daß die k. k. Akademie der Wissenschaften in Wien dem 
„Naturforschenden Verein" als Ergänzung des Czermak'schen 
Legats den Betrag von 2000 K gespendet hat. 

Weiters legt derselbe eine Einladung zu- der in der Zeit 
vom 19. — 21. März in Philadelphia stattfindenden Zentennarfeier 
der „Academy of Natural Sciences" vor. Es wird 



IX 



beschlossen, an die genannte Akademie ein Glückwunschschreiben 
abzusenden. 

Herr Gymnasialprofessor Privatdozent Dr. H. Iltis hält 
einen Vortrag über: „Moderne Anschauungen über Pflanzen- 
bastarde und deren künstliche Erzeugung durch Pfropfung". 

Ueber Antrag des Ausschusses wird Herr Geheimer Rat 
Universitätsprofessor Dr. Wilhelm Roux in Halle a. d. Saale 
zum Ehrenmitgliede des „Naturforschenden Vereines" gewählt. 

Der Ausschuß gibt bekannt, daß Frl. Elisabeth Kuhn, 
sowie folgende Herren als Mitglieder des „Naturforschenden Ver- 
eines" aufgenommen wurden: Dr. Heinrich T i e t z e, k. k. Hoch- 
schulprofessor, Dr. Franz Tölg, k. k. Professor (Wien), Adolf 
Cerny ; k. k. Professor und Eduard Striz, k. k. Professor. 

Der Volksschule in Maiwald bei Hof wurden naturwissen- 
schaftliche Lehrmittel nach Ausmaß der vorhandenen Vorräte 
bewilligt. 

3. Sitzung am 13. März 1912. 

Vorsitzender: Herr Vizepräsident F. Zdobnitzky. 

Der 1. Sekretär, Herr Hochschulprofessor A. R z e h a k, legt 
eine Einladung zu der am 20. März 1912 abzuhaltenden Feier 
des 75jährigen Bestehens des „Naturwissenschaftlichen Vereines" 
(Naturwissenschaftliche Abteilung der Deutschen Gesellschaft für 
Kunst und Wissenschaft) in Posen vor. Es wird beschlossen, ein 
Glückwunschschreiben an den genannten Verein zu richten. 

Weiters legt der 1. Sekretär eine Einladung zu dem in der 
Zeit vom 5. — 10. August 1912 in Oxford abzuhaltenden zweiten 
internationalen entomologischen Kongreß vor. 

Herr Fachlehrer F. Zdobnitzky hält einen Vortrag über 
„Invasion von Kreuzschnabel und Tannenhäher in Mähren" und 
legt mehrere Bälge dieser Vogelarten zur Ansicht vor. 

Herr Hochschulprofessor A. Rzeha k demonstriert die Phos- 
phoreszenz an Mineralien. Er zeigt, daß es bei der Verwendung 
von Fluorit zweckmäßiger ist, statt des vielfach üblichen Pulvers 
etwa erbsengroße Stücke zu wählen, weil an diesen die Erschei- 



X 



nung sichtbar bleibt, auch nachdem man das Gefäß (der Vor- 
tragende benützt eine Kugelröhre oder eine kleine Vorlage aus 
schwer schmelzbarem Glas) von der Flamme entfernt hat. 



Herr Prof. Dr. H. Iltis legt einige Manuskripte Gregor 
Mendels aus der Zeit seiner lehramtlichen Prüfungen zur Ansicht 
vor und macht nähere Mitteilungen über die bezügliche Periode 
in dem Leben des großen Naturforschers. 

4. Sitzung am 17. April 1912. 

Vorsitzender: Herr Präsident Dr. Stephan Freiherr 
v. Haupt-Buchenrode. 

Der Vorsitzende teilt mit, daß Se. Exzellenz der Herr Statt" 
kalter dem Vereinsdiener Herrn Jokann Reickel die Medaille 
für 40jäkrige treue Dienste zuerkannt hat. Er hält hierauf an 
Herrn Reichel eine längere Ansprache, in welcher er die stets 
musterhafte Dienstleistung desselben während mehr als vier Jahr- 
zehnten rühmend hervorhebt und heftet ihm unter dem lebkaften 
Beifalle der Anwesenden das Ekrenzeicken an die Brust. Mit 
bewegter Stimme dankt Herr Reickel unter neuerlicken Sym- 
patkiekundgebungen der Anwesenden für die ikm zuteil gewordene 
Auszeicknung. 

Der 1. Sekretär Herr Hocksckulprofessor A. Rzekak teilt 
mit, daß von der „Naturwissensckaftlicken Abteilung" der „Deutscken 
Gesellsckaft für Kunst und Wissensckaft in Posen" eine Dank- 
sagung für die anläßlick der 75jäkrigen Gedenkfeier übersandten 
Glückwünscke und von Herrn Gekeimen Rat Universitätsprofessor 
Dr. W. R oux in Halle a. S. ein Danksekreiben für die Ernennung 
zum Ebrenmitglied eingelangt ist. 



Herr Prof. Dr. August M a d e r kält einen von sekr instruk- 
tiven Demonstrationen begleiteten Vortrag über: „Die Baknen 
der Himmelskörper". 

Ueber Antrag des Aussckusses wird dem Naturalienkabinett 
des k. k. I. deutseben Gimnasiums in Brünn eine Insekten- 
sammlung und der Gypsabguß eines Pterodactylus gesekenk- 
weise überlassen. 



XI 



5. Sitzung am 8. Mai 1912. 

Vorsitzender: Herr Vizepräsident Direktor 
Dr. O. LeneczeK- 

Der Vorsitzende teilt mit, daß über Beschluß des Aus- 
schusses die Vereins Versammlungen bereits vom nächsten Monate 
(Juni) an sistiert und erst nach den Ferien wieder aufgenommen 
werden. 

Der 1. Sekretär berichtet, daß Herr Josef Kafka für die 
Insektensammlung des Vereines 300 3 Stück Käfer gespendet hat 
und daß ihm hiefür der gebührende Dank bereits ausgesprochen 
wurde. 

Von der Direktion des k. k. I. deutschen Gymnasiums ist 
ein Dankschreiben für die gespendeten Lehrmittel eingelaufen. 

Herr Hochschulprofessor A. Rzehak macht hierauf unter 
Vorlage der entsprechenden Belegstücke eine Reihe von „Mine- 
ralogischen Mitteilungen". Er bespricht zunächst die ver- 
schiedenartigen Ausbildungsformen des Kalksinters im Brünner 
Höhlengebiet und macht insbesondere auf eine Suite monströser 
Stalaktiten aufmerksam. Er demonstriert hierauf blaues Stein- 
salz und bespricht die verschiedenen Versuche, die Ursache der 
Blaufärbung zu ermitteln. Endlich erläutert er die den neueren 
Untersuchungen entsprechende systematische Stellung des N e- 
phrits, der künftighin als Gestein zu betrachten und an den 
Amphibolit anzureihen ist. 

6. Sitzung am 18. September 1912. 

Vorsitzender: Herr Vizepräsident Direktor 
br. O. LeneczeK- 

Der Vorsitzende macht Mitteilung von dem Ableben des 
Herrn Prof. Jose Archavaleta, Direktors des naturhistorischen 
Museums in Montevideo. Weiters teilt derselbe mit, daß von der 
Akademie der Wissenschaften in Philadelphia ein Dankschreiben 
für die Beglückwünschung anläßlich der Zentennarfeier einge- 
laufen ist. 



Herr Med. 
über „Giftige 



u. Phil. Dr. E. 
Tiere". 



Löwenstein hält einen Vortrag 



XII 



Hierauf demonstriert derselbe eine Anzahl lebender exotischer 
Reptilien, darunter auch junge, in Brünn zur Welt gekommene 
Chamaeleone. Zu diesem Gegenstande erstattet Herr Dr. Löwen- 
stein den nachstehenden Bericht: 

In den ersten Tagen des August dieses Jahres bezog ich 
aus Hamburg unter anderen Reptilien auch ein Chamaeleon dilepis 
und ein Chamaeleon pumilus (Zwergchamaeleon). Beide Tiere waren 
von schöner Färbung, namentlich fielen beim Pumilus die an 
den Körperseiten befindlichen großen, runden, abwechselnd rot 
und türkisblau gefärbten Plattenschuppen in die Augen. Die Tiere 
gingen trotz der weiten Reise, sofort nachdem sie ausgepackt 
waren, ans Futter. Daß der Leibesumfang eines der beiden 
Chamaeleone irgendwie auffallend wäre, oder mit der Zeit zunahm, 
konnte ich nicht bemerken. Am Abende des 25. August fiel es 
mir auf, daß Chamaeleon dilepis am Boden saß und den Körper 
eigentümlich verkrümmte. Das Tier war aufgeblasen und machte 
den Eindruck, als ob es infolge einer Indigestion an Kolik leide. Dieser 
Zustand dauerte mehrere Stunden. Umso erstaunter war ich, als 
ich gegen Mitternacht das Terrarium inspizierte, daß Chamaeleon 
dilepis ruhig, aber beträchtlich schlanker auf einem Zweige saß, 
der Pumilus jedoch saß am Boden und unter ihm lagen 5 in 
eine weiße, schleimige Masse gehüllte, spiralig eingerollte, junge 
Chamaeleone. Im Verlaufe von etwa 2 Stunden verließen die 
Tierchen die schleimige Hülle und krochen auffallend rasch auf 
die Zweige hinauf. Dann erst bemerkte ich, daß bereits 9 andere 
junge Chamaeleone zwischen Blättern im Gezweige verkrochen 
saßen. Der Geburtsvorgang ging ähnlich dem der Lacerta vivipara 
von statten. Auch bei dieser sind die neugeborenen Echschen 
von einer fabelhaften Munterkeit und Geschwindigkeit. Nur sind 
Eihülle und Fötus dunkel, so daß man das neugeborene Tier 
kaum in den Hüllen sieht, während bei den Chamaeleonen das Tier 
deutlich durch die Hüllen durchscheint. Vom Pumilus wußte ich, 
daß er lebend gebärend ist, vom Chamaeleon dilepis war mir 
derartiges bisher unbekannt. Ich entfernte die jungen Tierchen 
sofort aus dem Terrarium, damit sie nicht irgend einen Schaden 
litten. Sie waren für Chamaeleone ausserordentlich lebhaft und 
beweglich, samt Schwanz etwa 2 cm lang, von weissgrauer Farbe 
und so gracil gebaut, dass ich mich kaum traute, sie anzufassen. 
Am Morgen hatten sie bereits gewaltigen Durst, tranken Wasser- 
tröpfchen und schössen mit ihren zwirndünnen Zünglein eifrig 



XIII 



und sicher nach den ihnen gebotenen Mücken und kleinen Fliegen. 
Eine Differenzierung der Tiere, welche junge Pumilus, welche 
junge Dilepis wären, war nicht möglich. Die Köpfe waren im 
Verhältnis zum übrigen Körper auffallend gross und nicht platt 
gedrückt. Der Kopf des Pumilus ist nämlich schmal zusammen- 
gedrückt und mit Leisten versehen. Nach Verlauf von 14 Tagen 
konnte ich bei einigen Exemplaren mit starker Lupenvergrößerung 
Plattenschuppen an den Körperseiten sehen. Letztere erschienen 
deutlich kleiner und schwächer als die Tierchen ohne Platten- 
schuppen. Die Färbung aller wechselte zwischen lichtgrau und 
schwärzlichbraun, des Nachts waren alle wesentlich lichter; „sie 
zogen ihr Nachthemd an." Leider gingen trotz sorgsamer Pflege 
und trotz des gut geheizten Terrarium eine beträchtliche Anzahl, 
wahrscheinlich wegen der sonnenlosen, durch Wochen hindurch 
anhaltenden trüben und kühlen Witterung, die heuer herrschte, 
zugrunde. Die kranken Tierchen erklommen nicht mehr die 
Zweige, sondern zogen es vor, am Boden, der anfangs mit Sand, 
später mit Moos bedeckt war, umherzukriechen. In einem späteren 
Stadium hielten sie die Augen kramphaft geschlossen, als ob sie 
lichtscheu wären. Mit Wasser besprengt tranken sie zwar, konnten 
aber wegen der geschlossenen Augen keine Nahrung zu sich nehmen 
und verhungerten augenscheinlich. Ich schlitzte bei einem verendeten 
Exemplar die Augenlider und sah bei Lupenvergrößerung starke 
Injektion (Blutüberfüllung) des etwa hirsekorngrossen Auges. Die 
Größenzunahme betrug innerhalb 4 Wochen etwa 1 i-2 cm. Nur 
6 Tierchen leben und sind munter. Die Köpfe sind noch immer 
nicht different. Bei den jungen Pumili kann man mit bewaffnetem 
Auge jetzt schon deutlich Plattenschuppen, die aber von der 
übrigen Körperfärbung nicht abstehen, konstatieren. Auch die 
Schwanzhaltung während der Ruhe ist bei allen Tieren nicht gleich- 
förmig. Die stärkeren Exemplare, also wahrscheinlich junge Dilepis 
halten während der Nachtruhe den Sclrvvanz schneckenförmig ein ge- 
rin gelt, während die jungen Pumili den Schwanz ausgestreckt haben 
und nur das untere Ende um den Zweig schlingen ; genau dieselbe 
Stellung nehmen die Mütter während des Schlafes ein. 

Ich wandte mich aus Anlaß dieses Familienzuwachses in 
der Familie Chamaeleon auf Anraten des Herrn Doz. Dr. Iltis 
an den Vorstand der biologischen Versuchsanstalt in Wien Herrn 
Doz. Dr. Paul Kammer er mit dem Ersuchen mir mitzuteilen, 
ob es bekannt wäre, daß Chamaeleon dilepis lebend gebärend sei 



XIV 



und ob bisher diesbezügliche Züchtungen in der Literatur 
bekannt sind. 

Darauf erhielt ich folgenden Bescheid: 

„Besten Dank für Ihren sehr interessanten Brief. Chamaeleon 
pumilus ist von Ingenieur Tatzelt (Blätter für Aquarien- und 
Terrarienkunde XXIII, Nr. 1, 3 Photos, 1912) gezüchtet worden. 
Ob Chamaeleon dilepis ebenfalls lebendgebärend ist, vermag ich 
ganz sicher nicht zu sagen. Mir bekannt ist nur das Lebendgebären 
von Chamaeleon pumilus, bitaeniatus, jacksoni, fuelleborni und 
werneri. Doch sollen alle echt südafrikanischen Chamaeleons aus 
der Verwandschaft des Chamaeleon pumilus vivipar sein, — diese 
allgemeinere Angabe findet sich bei Werner, „Amphibien und 
Reptilien II" (Anpassung der Organe an die Lebensweise), Natur- 
wissenschaftlicher Wegweiser von Strecker & Schröder, Stuttgart 
1912, Seite 70 — und dann wäre Chamaeleon dilepis mit ein- 
geschlossen. 

Woran ich beim Lesen des Anfangs Ihres Briefes vor allem 
dachte, ist die Möglichkeit einer Bastardierung. Auf der 2. Seite 
Ihres Briefes wurde diese momentane Eingebung noch bestärkt, 
weil Sie angeben, daß zwar dilepis die Geburtswehen hatte, die 
Jungen aber Pumilus gleichen. Man könnte dem nachspüren 
1. durch Feststellung, ob Ihre beiden Exemplare verschiedenen 
Geschlechtes; 2. ob sie schon lange genug beisammen sind; 
3. ob sie, wie wohl vorauszusetzen, beim Händler zusammen 
gehalten waren; 4. man wird ja sehen, ob die heranwachsenden 
Jungen ganz den pumilus-Charakter oder Mischcharakter zeigen. 
Endlich mußte sich doch 5. sicher sagen lassen, welches von 
beiden ^Tieren geboren hat. 

Ist meine natürlich ganz vage Vermutung richtig, so würde es 
mich garnicht wundern, wenn der Vater die Eigenschaft seiner Art, 
lebendig zu gebären, auch auf eine sonst eierlegende Form, und 
zwar schon durch die Zeugung selbst, nicht erst in weiterer 
Generation übertragen hätte, da der Zeitpunkt des Abstoßens 
der Keimprodukte wesentlich von diesen selbst und nur nebenher 
von Reflexen im Uterus des mütterlichen Tieres u. dgl. abzu- 
hängen scheint." 

Hiezu muß ich bemerken, daß sowohl Dilepis als auch 
Pumilus Weibchen sind, also eine Befruchtung in meinem Terrarium 
nicht erfolgen konnte. Es ist aber die Möglichkeit einer früher 
erfolgten Befruchtung nicht ausgeschlossen, weil verschiedene 



XV 



Chamaeleonarten beim Händler, von dem ich meine Exemplare 
bezog, in einem Behältnis zusammen gehalten wurden. Für eine 
Bastardierung sprächen 1. die verschiedenen Größenverhältnisse 
der frischgeborenen Tierchen; 2. die eigentümliche Kopfform 
und Schwanzhaltung einiger Exemplare. Von Dr. Kammerer 
erhielt ich nachträglich die Mitteilung, daß Dilepisarten eier- 
legend sind. 

Der Ausschuß gibt bekannt, daß Herr Wenzel Zdobnitzky, 
Fachlehrer in Brünn, als ordentliches Mitglied des „Naturfor- 
schenden Vereines" aufgenommen wurde. 

7. Sitzung am 16. Oktober 1912. 

Vorsitzender: Herr Vizepräsident Direktor 
Dr. O. Leneczek- 

Der Vorsitzende teilt mit, daß der bisherige Rechnungs- 
führer des Vereines, Herr Finanzrat Emmerich Steidler, nach 
Olmütz versetzt wurde und sich infolge dessen veranlaßt sah, das von 
ihm bekleidete Ehrenamt niederzulegen. Den ihm für seine mehr- 
jährige, musterhafte Amtsführung vom Ausschusse ausgesprochenen 
Dank bringt der Vorsitzende auch in der Vollversammlung noch- 
mals zum Ausdruck und teilt weiters mit, daß sich Herr Finanz- 
sekretär Erich Rehwinkel bereit erklärt hat, die Rechnungs- 
führung des „Naturforschenden Vereines" zu übernehmen. 

Von Seite des Herrn Grafen Wlad. Mittrowsky ist dem 
Vereine eine außerordentliche Spende im Betrage von 100 K 
zugekommen, was die Versammlung mit dem Ausdrucke des 
wärmsten Dankes zur Kenntnis nimmt. 

Herr Universitätsprofessor Dr. K. Sternberg hält einen 
von Lichtbildern begleiteten Vortrag über das Thema : „Was 
wissen wir von den Funktionen der Blutkörperchen ?" 

Herr Dr. E. Löwenstein demonstriert lebende Reptilien 
(Iguana tuber culata und andere Arten) sowie einige kleine 
Nager (My oxus glis, My oxus dry as, Muscar dinus a vella- 
narius) und macht Mitteilungen über die Lebensweise dieser 
Tiere. 



XVI 



Als Mitglieder wurden vom Ausschüsse neu aufgenommen 
die Herren: Professor Dr. Hans Andesner, Professor Hans 
Brunmayer und Stadtgärtner Hans Meißner, sämtlich in 
Brünn. 

8. Sitzung am 13. November 1912. 

Vorsitzender : Herr Vizepräsident Direktor 
Dr. O. LeneczeK- 

Herr Hochschulassistent Dr. E. Strecker hält einen von 
Demonstrationen begleiteten Vortrag über: „Symbiose im 
Pflanzenreic h". 

9. Außerordentliche Sitzung am 22. November 1912. 

Vorsitzender : Herr Vizepräsident Direktor 

br. O. LeneczeK- 

Herr Hofrat Universitätsprofessor Dr. R. Ritter v. Wett- 
stein hält über Einladung des „Naturforschenden Vereines" im 
großen Hörsaal für Mathematik (Neubau der k. k. deutschen 
technischen Hochschule), welcher für diesen Zweck vom löblichen 
Rektorate freundlichst zur Verfügung gestellt wurde, einen allge- 
mein — gegen ein mäßiges Eintrittsgeld — zugänglichen, von zahl- 
reichen prachtvollen Lichtbildern, sowie von Demonstrationen 
sehr seltener lebender Pflanzen begleiteten Vortrag über „Neues 
aus dem Pflanzenleben Afrikas". 

Ausgehend vom Vergleiche der früheren beschreibenden mit 
der heutigen biologischen Botanik bemerkte der Vortragende, daß 
die äquatorialen Gebiete Asiens und Amerikas viel früher in 
pflanzenbiologischer Hinsicht durchforscht wurden als die afri- 
kanischen. Und doch bietet die afrikanische Flora sehr viel des 
Interessanten, besonders die Trockengebiete Sahara, Karroo, Kala- 
hari. Da waren es nun fast ausschließlich österreichische Forscher, 
welche Stationen zur Beobachtung der Pflanzenwelt jener Gegen- 
den nach Muster solcher in Asien und Amerika errichteten und 
Pflanzenformen fanden, die in ihrer Zweckmäßigkeit geradezu ans 
Wunderbare grenzen. Bekanntlich braucht eine Pflanze Licht und 
Wasser, um leben zu können. Da in den Tropen das Licht 
mit viel Wärmeentwicklung verbunden ist, die wiederum eine 
große Wasserverdunstung von Seite der Pflanze bedingt, anderer- 
seits in den Trockengebieten Mangel an dem Leben spendenden 



XVII 



Elemente herrscht, so muß das Gewächs so eingerichtet sein, 
daß der Wasserverbrauch auf das geringste Maß beschränkt bleibt. 
Dies kann nun auf mehrfache Weise geschehen : entweder durch 
feste, lederartige Blätter, die ihre Kante der Sonne zuwenden, 
wie bei den Drachenblutbäumen, oder durch wasseraufspeichernde 
Stämme mit wenig Blättern, wie beim Affenbrotbaum oder auch 
durch blattlose fleischige Stengel wie bei den Wolfsmilchgewächsen, 
welch letztere in den Kakteen Amerikas ihr äußerliches Analogon 
finden. Während in unseren Gegenden die Laubbäume ihre Be- 
laubung im Winter verlieren, findet der Laubfall von einigen 
Bäumen in afrikanischen Gebieten in der regenlosen, heißesten 
Zeit statt. Eine eigentümliche Anpassung zeigen die Dattelpalmen, 
deren eigentliche Heimat Flußufer sind und die doch in den 
Oasen der Wüste gedeihen. Die Anwesenheit der Dattelpalme 
deutet immer auf Grundwasser hin; doch während an den Fluß- 
läufen zur Zeit der Ueberschwemmungen fast der ganze Stamm 
bis unterhalb der Krone im Wasser steht, besorgt dies in Wüsten- 
gebieten oft der Flugsand, ohne daß es der Palme viel schadet, 
wenn nur genügend Grundwasser vorhanden ist. Der schlanke 
hohe Stamm ist also Lebensbedingung. Absonderliche Formen 
finden sich aber in der Karroo und in der Kalahari. Da trifft 
man eine Pflanze, eine Verwandte unserer Nadelbäume, die Wel- 
witschia, welche zwei Blätter von besonderer Länge erzeugt, die 
eigentlich nur an den Anwachsstellen lebend, im übrigen aber 
dürr und trocken sind; ferner Pflanzen, welche ganze Rasen 
bilden und die geringe Feuchtigkeit des Bodens dadurch erhalten, 
daß sie ihn eben ganz bedecken. Andere Pflanzen, namentlich 
aus der Familie der Mesembryanthemaceen, ziehen den Stamm in den 
Boden und bilden mit ihren zwei oder mehreren Blättern ein 
kugeliges Gebilde, das zum Schutze gegen Tierfraß entweder 
Stacheln oder ein Gift besitzt oder — und das ist das merk- 
würdigste — durch Einlagerung von Kristallen in die Oberhaut 
die Farbe der umliegenden Steine annimmt, also eine Art 
Maskenschutz besitzt, welche Einrichtung man früher nur in der 
Tierwelt beobachtet hat. Besonderes Interesse weckte aber die 
Vorführung einer kleinen, kugeligen Pflanze, welche bis auf eine 
kleine Kugelkappe ganz im Boden versenkt ist, das zur Assimi- 
lation notwendige Chlorophyll aber nicht an dem zutage liegenden 
Teile besizt, sondern an den Teilen unter der Erde angespeichert 
hat. Um assimilieren zu können, ist die Kugel kappe glashell und 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 11 



XVIII 



linsenartig, so daß das Licht durch die durchsichtige Oberschicht 
zu den grünen, im Boden befindlichen Teilen gelangen kann. — 
Zum Schlüsse des interessanten Vortrages zeigte der Vortragende 
noch einige Lichtbilder der reichen Pflanzenwelt des afrikanischen 
Hochgebirges, besonders des Ruvenzori. Daß reicher Beifall dem 
Gelehrten gezollt wurde, ist wohl selbstverständlich. 

10. Sitzung am 11. Dezember 1912. 

Vorsitzender: Herr Vizepräsident F. Zdobnitzl^y. 

Der Vorsitzende gibt Kenntnis von dem Ableben der lang- 
jährigen Mitglieder August Burg haus er, k. k. Obergeometer 
i. R., und Ignaz Deabis, Volksschuldirektor. Ersterer gehörte 
durch mehrere Jahre auch dem Ausschusse an und betätigte sich 
sehr eifrig an der Zusammenstellung von -Insektensammlungen 
für Schulen. 

Die Anwesenden geben ihrer Teilnahme durch Erheben von 
den Sitzen Ausdruck. 

Der 1. Sektretär, Prof. A. Rzehak, erstattet den nach- 
stehenden Bericht über die Tätigkeit des Vereines im Jahre 1912. 

Tätigkeitsbericht 

des „Naturforschenden Vereines" für das Jahr 1912. 

Auch in dem zur Neige gehenden 51. Jahre seines Bestaudes 
war die Tätigkeit des „Naturforschenden Vereines" eine recht rege. 
Es wurden 9 ordentliche Vollversammlungen abgehalten, die 
sich durchwegs — da Vortragsthemata von allgemeinem Interesse 
gewählt worden waren — eines sehr zahlreichen Besuches erfreuten. 
Als Vortragende beteiligten sich die Herren: Universitätsprofessor 
Dr. K. Sternberg, Gymnasialprofessor Privatdozent Dr. H. Iltis, 
Fachlehrer F. Zdobnitzky, Hochschulprofessor A. Rzehak, 
Gymnasialprofessor Dr. A. Mader, Med.- u. Phil. -Dr. E. Lö Wer- 
ste in, Hochschulassistent Dr. E. Strecker und Hochschul- 
professor Med. -Dr. L. Schmeichler. Am 22. November 1912 
wurde überdies eine außerordentliche Vollversammlung abgehalten, 
in welcher Herr k. k. Universitätsprofessor Hofrat Dr. R. Ritter 
v. Wettstein zu Gunsten des „Naturforschenden Vereines" 
einen allgemein zugänglichen, durch Demonstrationen von zahl- 
reichen Lichtbildern und von lebenden Pflanzen äußerst lehrreichen 



XIX 



Vortrag über die Pflanzenwelt Afrikas hielt, wobei insbesondere eine 
Fülle neuer Erfahrungen dem sehr zahlreich anwesendem Publikum 
geboten wurde. 

Der im Berichtsjahre ausgegebene 50. Band der „Verhand- 
lungen" wurde gewissermaßen als „Jubelband" in einem etwas 
erweiterten Umfange herausgegeben. Er enthält außer mehreren 
wertvollen Abhandlungen vornehmlich entomologischen und bota- 
nischen Inhalts auch noch einen von Herrn Hofrat Professor 
Ed. Donath verfaßten, sehr interessanten Rückblick auf die 
Entwickelung der Naturwissenschaften in den letzten fünfzig 
Jahren, sowie eine kurzgefaßte „Geschichte des Naturforschenden 
Vereines (von 1862 — 1912)" aus der Feder des Herrn Professor 
Dr. H. Iltis. Das von demselben Herrn zusammengestellte, sehr 
dankenswerte Verzeichnis der in den bisher erschienenen fünfzig 
Bänden unserer „Verhandlungen" enthaltenen „Abhandlungen" 
gibt uns ein deutliches Bild von der überaus regen wissenschaft- 
lichen Tätigkeit des „Natur forschenden Vereines". Es wäre nur 
zu wünschen, daß das lebhafte Interesse, welches den Veran- 
staltungen und Publikationen desselben allseits entgegengebracht 
wird, auch in einer rascheren Steigerung der Mitgliederzahl zum 
Ausdruck käme. Im Berichtsjahre wurden 12 neue Mitglieder 
aufgenommen, nämlich Frl. Elisabeth Kuhn und die Herren: 
Prof. Dr. Hans A n d e s n e r, Prof. Hans Brunmayer, Prof. 
Adolf Cerny, o. ö. Hochschulprofessor Rektor Dr. Gustav J a u- 
m a n n, Stadtgärtner Hans M e i s sn e r, Med. -Dr. Alois Schindler 
(Zuckmantel) Prof. Eduard St Hz, Hochschulprofessor Dr. Heinrich 
Tietze, Prof. Dr. Franz Tölg (Wien), Advokat Dr. Leopold 
Weinberger und Fachlehrer Wenzel Zdobnitzky. 

Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt die Herren: Geh. Rat 
Universitätsprofessor Dr. Wilhelm Roux in Halle an der Saale, 
Direktor Gustav H e i n k e und Dr. Paul Kammerer in Wien, 
zu korrespondierenden Mitgliedern die Herren: Regierungsrat 
Direktor Wilhelm Lauche und Prof. Hugo Zimmermann, 
beide in Eisgrub. 

Durch den Tod verloren wir im Berichtsjahre die langjährigen 
Mitglieder August Burg h aus er, k. k. Obergeometer und Ignaz 
Deabis, Volksschuldirektor; der Erstgenannte war durch viele 
Jahre auch im Ausschuße des Vereines tätig und erwarb sich 
namentlich durch die Zusammenstellung von Insektensammlungen 

II* 



XX 



für Schulen große Verdienste. Wir werden das Andenken der 
Dahingeschiedenen stets in Ehren halten! . 

In der Vereinsleitung ergaben sich insoferne Veränderungen, 
als durch die Versetzung des Herrn k. k. Finanzrates Emmerich 
St eidler nach Olmütz das wichtige Ehrenamt eines Rechnungs- 
führers zu besetzen war. An Stelle des genannten Herrn, welchem 
für seine mehrjährige, musterhafte, uneigennützige Dienstleitung 
der wärmste Dank des Vereines ausgesprochen wurde, übernahm 
Herr Finanzsekretär Erich Rehwinkel bereitwilligst die Füh- 
rung der Kassageschäfte. In die Besorgung der Bibliotheksange- 
legenheiten und des Zeitschriftentausches mit fremden natur- 
wissenschaftlichen Korporationen teilten sich in dankenswerter 
Weise die Herren Dr. Eduard Burkart und Fachlehrer Karl 
Schirmeisen, während Herr Fachlehrer Karl C z i z e k das 
Amt eines Kustos verwaltete, für welche zeitraubende Bemühung 
ihm ebenfalls der herzlichste Dank gebührt. 

Mit Naturalien wurden beschenkt: das k. k. I. deutsche 
Gymnasium in Brünn und die Volksschule in Maiwald bei Hof. 

Es sei endlich bemerkt, daß sich die Vereinsleitung bemüht, 
die für unseren Verein auch in finanzieller Beziehung höchst 
wichtige Frage der Vereinslokalitäten einer befriedigenden Lösung 
zuzuführen. Es ist Aussicht vorhanden, daß die bezüglichen Be- 
strebungen im Laufe des nächsten Jahres zu dem schon lange 
ersehnten Ziele führen werden. 

Der Bericht wird ohne Debatte genehmigt. 



Herr Rechnungsführer Finanzsekretär E. Rehwinkel 
erstattet nachstehenden Kassabericht. 

über die Kassagebarung des naturforschenden Vereines 
in Brünn im Jahre 1912. 

Bargeld 

I^mpfang. und P. A. Wertpapiere 

Guthaben 

1. Rest mit Ende des Jahres 1911 . K 2594"48 K 580O — 
nebst Lire nom — " — 25* — 

2. Mitgliedsbeiträge „ 1044 1 — 

Fürtrag , , . K 3638*48 K 5825*— 



XXI 



Bargeld 
und P. A. Wertpapiere 
Guthaben 

Uebertrag . . . K 3638'48 K 5825.— 

3. Subventionen: 

a) vom k. k. Ministerium des 

Innern K 1100 

h) vom mähr. Landtage . „ 300 

c) von der Gemeinde Brünn „ 600 

d) von der k. k. Akademie 
derWissenschaften in Wien,, 2000 „ 4000*— 

4. Effektenzinsen „ 252. — 

5. Erlös für verkaufte Druckschriften „ 457 "52 

6. Ankauf 4 % ger österr. Kronenrente „ — * — „ 1000' — 

7. Verschiedene Einnahmen . . . „ 555*17 



Summe . . . K 8903*17 K 6800*— 

Lire nom. ... — ' — 25. — 

Ausgaben. 

1. Restzahlung für den XLIX. Band 
und Kosten des L. Bandes der 
Verhandlungen K 3676*91 

2. Wissenschaftliche Bibliothekswerke 

und Zeitschriften „ 150*46 

3. Für das Einbinden derselben . . „ 23*50 

4. Dem Vereinsdiener an Entlohnung 

(300 K) und Remuneration (140 K) „ 440*— 

5. Mietzins „ 1683* — 

6. Für Ankauf einer 4°/ () gen österr. 
Kronenrente „ 903*82 

7. Beheizung Und Beleuchtung . . . „ 31*44 

8. Sekretariats-Auslagen „ 333*38 

9. Verschiedene Auslagen . . . . „ 249*28 



Summe K 7491*79 

Verglichen mit den Einnahmen 

per .-....„ 8903*17 K 6800*- 

nebst Lire nom „ — • — 25*- 



ergibt sich mit heutigem Tage ein 

Kassarest von K 1411*38 K 6800* 

Lire nom ?7 — * — 25* 



XXII 



Nachweisung des Aktivums. 



1. 


An Barschaft 


K 362 53 




2, 


Guthaben bei der Postsparkassa . . 


„ 1048-85 




3. 


4% ige Kronenrente Nr. 44547 und 








365239 a 2000 K 


•n 


K 4000 - 




4 % ige Kronenrente Nr. 7655 und 57456 








a 1000 K 




„ 2000-— 




4% ige Kronenrente Nr. 23014, 23015 ; 








23016 und 23017 a 200 K . . . . 




„ 800-— 


4. 


Das italienische Rote Kreuz-Los Serie 






2902 Nr. 4 Lire nom 




25- 




Zusammen obige . 


^1411-38 


K 68Q0-— 




Lire . . 




25-— 



Ueberzahlungen haben geleistet: a 20 K die P. T. Herren: 
Dr. Eduard Burk art, Direktor Gustav Heinke ; Hofrat Gustav 
von Nießl und Dr. Friedrich Edler v. Teuber; k 10 K 
die P. T. Herren: Hofrat Karl Hellmer ; Professor Alfred 
Hetschko, Professor Dr. Hugo Iltis, Josef Kafka, Direktor 
Adolf O b o r n y, Professor Anton R z e h a k ; Professor Dr. Ludwig 
Schmeichler und Med. -Dr. David Weiß. 

Unter den verschiedenen Einnahmen sind zwei Spenden des 
Herrn Grafen Wladimir Mittrowsky v. Nemyssl per 200 K 
und 100 K, dann das Reinerträgnis des von Herrn Hofrat Pro- 
fessor Dr. Ritter von Wettstein abgehaltenen Vortrages im 
Betrage von 327 K 70 h inbegriffen. 

Brünn, am 31. Dezember 1912. Erich Rehwinkel, 

Rechnungsführer. 

Der Bericht wird ohne Debatte genehmigt, Zu Rechnungs- 
prüfern werden einstimmig die Herren Direktor G. Heinke und 
Med.-Dr. D. Weiß gewählt. 

Prof. Med.-Dr. L. Schmeichler demonstriert ausgezeichnete 
mikroskopische Trachom-Präparate und verspricht ; in der nächsten 
Monatsversammlung einen Vortrag über das Trachom und seine 
Bekämpfung ; mit besonderer Rücksicht auf Mähren, zu halten. 

Prof. A. Rzehak demonstriert einige neu aufgefundene 
Skelettreste des Mammuts, darunter einen bis zur Spitze erhaltenen 
2*5 m langen Stoßzahn. 



XXIII 



Die hierauf vorgenommene Neuwahl des Präsidiums und 
der Vereinsleitung ergab folgendes Resultat: 

Präsident: Herr Stefan Freiherr von Haupt- Buchenrode. 

Vizepräsidenten: Herr Julius Warhanik, k. k. Landes- 
gerichtsrat und Karl Czizek, Fachlehrer. 

Sekretäre: Herr A. Bzehak, k. k. Hochschulprofessor und 
Dr. H. Iltis, k. k. Gymnasialprofessor. 

Rechnungsführer: Herr Finanzsekretär E. Rekwinkel. 

Bibliothekar: Herr Fachlehrer Karl Schirmeisen. 

Ausschußmitglieder: Die Herren: Dr. Ed. Burkart, 
Buchdruckereibesitzer, Ed. Donath, k. k. Hofrat und Hochschule 
professor, Gustav Heinke, Wasserwerksdirektor, Dr. 0. Leneczek, 
Direktor der Handelsakademie, Karl Landrock, Fachlehrer, Dr. K. 
Mikosch, k. k. Hochschulprofessor, Dr. L. Schmeichler, a. o. Hoch- 
schulprofessor, Dr. Bruno Seltner, Dr. A. Szarvassi, a. o. Hoch- 
schulprofessor, Dr. D. Weiss, A Wildt, Bergingenieur a. D. und 
F. Zdobnitzky, Fachlehrer. 



Voranschlag 

des naturf. Vereines in Brünn für das Jahr 1913. 











Voranschlag 


Antrag 




M 
"u 


Gegenstand 




für das Jahr 




-Q 




1912 ) 


1913 










K 


K 






A. Einnahmen. 










1. 






1400 


1600 




2. 


Subventionen, u. zw.: 












a) vom k. k. Ministerium des Innern K 


1100 










b) vom mährischen Landtage „ 


300 










c) von der Stadtgemeinde Brünn . . . „ 


600 


2300 


2000 




3. 


Zinsen von Wertpapieren 




232 


272 




4. 


Erlös für verkaufte Druckschriften .... 




250 


100 




5. 


Verschiedene Einnahmen, wie: Spenden, 


Er- 














300 


300 






Summe der Einnahmen . . 


4482 


4272 



XXIV 







Voranschlag 


Antrag 


M 
'u 


Gegenstand 


für das Jahr 


x> 




1912 


1913 




K 


K 




B. Ausgaben. 






1. 

2. 

3. 
4. 

5. 
6. 
7. 

8. 


Kosten des LI. Bandes der Verhandlungen . . . 

Für wissenschaftliche Bibliothekswerke und Zeit- 
schriften 

Für das Einbinden derselben 

Dem Vereinsdiener an Entlohnung, Remuneration 
und Mietzinsbeitrag 

Mietzins und eventuelle Uebersiedlungskosten . 

Beheizung und Beleuchtung 

Sekretariatsauslagen (Porti, Frachtspesen, Schreib- 
Verschiedene Auslagen 


3200 
100 

oU 

440 
1612 

50 

280 
100 


2500 
150 

800 
1600 
60 

OAA 

d00 
250 




Summe der Ausgaben . . 


5862 


5740 




Das Mehrerfordernis von 1518 K findet in dem 
mit Ende 1912 verbliebenen Kassareste seine 
Deckung. 







Erich Rehwinkel, 

Rechnungsführer. 



Abhandlungen. 



(Für den Inhalt der in dieser Abteilung enthaltenen wissenschaftlichen 
Mitteilungen sind die Verfasser allein verantwortlich.) 



Bestimmungs-Schlüssel 

der mir bekannten 

europäischen Gattungen der Curculionidae, 

mit Einschluß der mir bekanntendattungen aus dem 
p alaearctischen Gebiete. 

Von Edmund Rcittcr in Paskau (Mähren). 

Die Curculionidae sind die artenreichste Familie der Bhyn- 
chophora aus der Familienreihe der Phytophagen. Sie sind Pflanzen- 
und Holzfresser 5 ihre Larven sind nahezu fußlos, madenförmig. 

Im Gegensatze zu den verwandten drei Familien, den 
Anthribiden, Brenthiden und den Ipiden stimmen sie 
in nachfolgenden Punkten überein: 

Der Kehlausschnitt ist auf den vorderen Teil der Unterseite 
des Rüssels beschränkt, eine Kehlplatte ist vorhanden, der Rüssel 
ausgebildet, in der Länge variabel, aber stets mehr weniger 
verlängert; die Oberlippe ist fast immer unsichtbar (nur bei den 
NemonycMni und der Gattung Dichotrachelus sehr klein, aber 
sichtbar), die Fühler gewöhnlich gekörnt, mit längerem Basal- 
gliede (Schafte), viel seltener einfach mit normalem Wurzelgliede, 
die Schienen am Innenrande oft, am Außenrande nicht gezähnt. *) 

Bei der Zusammenstellung der nachfolgenden Bestimmungs- 
Tabelle war ich zunächst bestrebt, leichter faßliche und leicht 
sichtbare Merkmale zu deren Unterscheidung heranzuziehen, weil 
ich die außerordentlichen Schwierigkeiten, womit man bisher bei 
Bestimmung der Gattungen zu kämpfen hatte, vermindern 
wollte. 

Sie macht also keinen Anspruch darauf besondere syste- 
matische Wichtigkeit zu besitzen, weil zu einer solchen Arbeit 
die exotischen, außerordentlich zahlreichen Formen mit berück- 
sichtiget werden müßten, die mir gar nicht vorliegen. Trotzdem 
enthält sie eine größere Zahl ausgezeichneter, neuer Merkmale, 

*) Nur bei wenigen außereuropäischen Gattungen gehöckert. 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 1 



2 



die für die systematischen Studien in dieser Familie von fort- 
schrittlichem Werte bleiben dürften. 

Curculionidae. 

Uebersicht der Unterfamilien. 

1" Rüssel dick und meist kurz und gerade, niemals stielrund, 
oben abgeflacht oder mit seitlichen Kanten, die Fühler in 
der Nähe der Spitze oder zwischen Mitte und Spitze ein- 
gefügt, der Schaft meistens den Vorderrand der Augen und 
oft den Vorderrand des Halsschildes überragend. Vorderrand 
des Rüssels gewöhnlich mit dreieckigem oder halbrundem 
Ausschnitte. Augen stets rundlich, am ober enSeiten- 
teile stehend, stets viel schmäler als der Rüssel 
hoch. Der Kehlausschnitt einfach, rund oder viereckig und 
vom Kinn mehr weniger ausgefüllt, die robusten Ober- 
kiefer haben an ihrem äußernWinkel eine Narbe 
(rauhe flache Bruchstelle) von einem (oft erhaltenen) 
horn- oder sichelförmigen Anhange, einem Larven- 
organ, das beim vollendeten Insekte in der Regel abbricht '), 
die Vorderhüften umfangreich, in oder in der Nähe der Mitte 
der Vorderbrust befindlich, dem Vorderrande der letzteren 
oft stark genähert; in der Regel vom Vorderrande soweit 
entfernt wie vom Hinterrande. (Formen, bei denen die 
Fühlergruben ganz auf der Oberseite des Rüssels liegen, 
gehören zu dieser Abteilung : 2 ) 

(Curmliones adelog nathi) 

2" Rüssel seitlich nicht zusammengedrückt und fast gerade, die 
Augen stehen an den Seiten des Kopfes und sind von ein- 
ander breit getrennt. 

x ) Bei einiger Uebung ist die Bruchstelle dieser Anhänge auch an 
kleineren Formen leicht wahrzunehmen. Diese Anhänge sind dünn und an 
ihrer Basis verjüngt, stehen dem fertigen Insekte im Wege und werden 
leicht abgebrochen. Nur bei wenigen Gattungen haben diese Anhänge eine 
breitere Basis und bleiben in diesem Falle erhalten. Für alle Fälle dürfen 
diese Anhänge nicht zur Aufstellung von Gattungen benützt werden, be- 
sonders in Gruppen, wo die Anhänge dünn sind und in der Regel abbrechen 
müssen; geschieht dies dennoch, so müssen wir auf Unkenntnis dieser 
biologischen Verhältnisse schließen und solche Gattungen einziehen. 

2 ) Eine Ausnahme bildet Metacinops mit stark verlängertem Kopfe,, 
auf die übrigens auch in dieser Abteilung Rücksicht genommen wird. 



3 



3" Der Vorderrand des Halsschildes ist gerade abgeschnitten, an 
den Seiten, hinter den Augen nicht gebuchtet. (Ohne Augen- 
lappen.) 

4" Halsschild an den Seiten des Vorderrarides hinter den Augen 
ohne lange Haarfransen, höchstens überall gleichmäßig mit 
äußerst feinen und kurzen Härchen bewimpert. 

5" Die Fühlerrinnen sind grubig vertieft, kurz oder länglich, 
aber am oder nahe am Vorderrande des Rüssels und zwar 
stets auf der Oberseite des letzteren, also ganz dorsal 
gelegen, die Fühlereinlenkung ist von oben ganz zu sehen, 
der "Außenrand der Fühlergruben ist oft in einen flügei- 
förmigen Wulst erweitert (Pterygien), oder die Fühlergruben 
verflachen sich auf die Außenseite, ohne sich aber scharf 
rinnenförmig nach abwärts zu biegen. Der Fühlerschaft über- 
ragt stets stark die Augen. I. Otiorrhynchinae 

5' Die Fühlerrinnen sind meist länger und schmäler und mehr 
an die Seiten des Rüssels gerückt, ihr Außen- 
rand biegt mehr weniger scharf und schräg nach 
abwärts ab, nur bei wenigen Formen laufen sie gerade zu 
den Augen, oft ist nur ein schmaler Teil der Fühlerfurche 
von oben sichtbar. Der Fühlerschaft überragt manchmal 
nicht die Augen. 2. Brachyderinae. 

4' Halsschild an den Seiten des Vorderrandes hinter den Augen 
mit einer Gruppe längerer Haarfransen besetzt. 

3. Tanymecinae, 

3' Vorderrand des Halsschildes hinter den Augen gebuchtet 
und dahinter mehr weniger stark lappig vorgezogen. (Mit 
Augenlappen.) Augen am Unterrande ein wenig gewinkelt, 
von da mit einer Rinne nach unten zur Rüsselab schnür ang. 

6" Fühler gekniet, die Keule oval, oft geringelt, einfach. 

4. Eremninae. 

6' Fühler auffallend kurz und nicht gekniet, die 
Keule konisch, hornig, solid, eingliederig, am Ende unregel- 
mäßig abgestutzt und die Ringeln in der Abstutzungsfläche 
angedeutet, Körper kurz und plump, oben stark gebuckelt. 

5. Brachycerinae. 
2' Rüssel stark zusammengedrückt, an der Fühlereinlenkungs- 
stelle etwas geknickt, die Augen ganz auf die Oberseite des 

1* 



4 



Rüssels gerückt, seitlich nicht vorstehend, einander fast be- 
rührend. Körper Sciaphüus - ähnlich. (Myorrhininae. 1 ) 

V Rüssel seltener kurz und dick, meistens lang, dünn und ge- 
bogen, gewöhnlich stielrund, die Fühler meistens in der Nähe 
der Mitte oder hinter derselben eingefügt, der Schaft meistens 
nur bei sehr kurzrüsseligen Formen den Vorderrand der 
Augen überragend. Augen größer, meistens quer, und 
fast so breit als der Rüssel an seiner schmälsten Stelle, die 
Sehfläche nach außen und vorn gerichtet. Bei kleinen Augen 
sind dieselben der Unterseite mehr als der Oberseite genähert. 
Mandibeln einfach, außen ohne Narbe, die Imagines 
stets ohne Anhänge, manchmal aber am Außenrande gezähnt. 
Rüssel am Vorderrande abgestutzt oder sehr flach dreibuchtig, 
nur bei einigen großen Formen mit einem dreieckigen 
Ausschnitte. 

(Arten mit an die Brust einlegbarem Rüssel, oder mit an der 
Basis gezähnten Klauen, oder mit feinen Fühlern, deren 
Schaft nur bis zu dem Vorderrand der Augen reicht, gehören 
in diese Abteilung :) 

(Curculiones phanerognathi.) 

7" Die Fühlerfurche ist sehr schräg nach abwärts gebogen und 
nicht zu den Augen gerichtet, sie mündet unten vor 
den Augen, ihr vorderster Teil ist manchmal zum Teile 
von oben sichtbar. Rüssel dick, mit 1 — 3 Längskielen, oder 
lang und stielrund. Vorderhüften mehr dem Hinterrande als 
dem Vorderrande genähert. Große Formen, mit an der 
Schienenspitze nach innen gerichtetem Dorn und mit abge- 
stampfter Rüsselspitze, letztere manchmal flach dreibuchtig, 
oft mit kahler, dreieckiger, leicht vertiefter Spitzenfläche; 
Flügeldecken oft spitzig ausgezogen, Klauen meist an 
der Basis verwachsen, ausnahmsweise bei einer Gattung, 
gezähnt. 6. Cleoninae. 

7' Die Fühlerfurchen sind mehr gerade und zu den Augen 
oder wenigstens zum unteren Augen r and gerichtet, 
selten wie bei 7", dann sind aber die Fühler nahe den Augen 



x ) Diese gehören in die IL Abteilung, den phanerognathen 
Curcilioniden und erscheinen auch dort, an ihrem richtigeren Platze, 
ausgewiesen. 



5 



eingefügt und der lange, stielrunde Rüssel über dieser Stelle 
deutlich verbreitert. 

8" Die Trochanteren groß, alle Schenkel an der Spitze derselben 
angefügt, Rüssel mehr weniger lang, stielrund, Pygidium 
meistens von den Flügeldecken bedeckt, Klauen in der Regel 
fein gezähnt. Vorderhüften groß, dem Vorder- und 
Hinterrande der Vorderb rust genähert. — Kleine 
Formen, Blütenstecher. 12. Apioninae. 

8' Die Trochanteren sehr klein, schräg an der Schenkelbasis 
aufsitzend und oft schwer zu sehen. 

9" Die Fühler gekniet, an der Wurzel mit längerem Schaftgliede, 
die Keule eiförmig oder oval, ihre Glieder nur als Nähte 
von einander geschieden (geringelt). 
10" Die Augen belinden sich auf der Oberseite des bis zum 
Hinterrande der Augen stark verschmälerten Kopfes, sie sind 
flach, berühren fast einander und stehen an den Seiten nicht 
vor, die Fühlerfurche liegt ebenfalls dorsal und ist von oben 
ganz sichtbar, die Fühler in der Nähe der Rüsselmitte ein- 
gefügt, die Oberseite des Rüssels an dieser Stelle gebuckelt. 
Die Rüsselspitze lang, abgeflacht, etwas geglättet und gefurcht- 
Schienensporne nicht deutlich. Körper beschuppt, selten kahl, 
Sciaphilus - ähnlich. 9. Myorrhininae. x ) 

10' Die Augen stehen lateral, selten dorsal und genähert, die 
Fühlerfurche befindet sich an den Seiten des Rüssels, nur 
bei einer Gattung (Metacinops), ganz auf der Oberfläche 
desselben, im letzteren Falle ist der Kopf in einen langen 
Konus verlängert ; der Rüssel ist an der Spitze anders ge- 
bildet, meist einfach. 
11" Die Fühlerfurchen sind ganz auf der Oberseite des Rüssels 
gelegen und dieselben sowie die vor der Mitte des langen, 
an der Spitze etwas verbreiterten Rüssels gelegene Fühler- 
einlenkung von oben vollständig sichtbar, der Kopf lang, 
konisch verlängert, die großen Augen stehen lateral, die 
Schienen ohne deutliche Enddorne, die Klauen an der Basis 
verwachsen. Körper (meist metallisch) behaart, Polydrosus 

l ) Die Myorrhininae, Metacinopinae und Auchmeresthinae haben die 
Lage der Vorderhüften wie die Gattungen der Curculiones adelognathi ; sie 
sind groß, dem Vorder- und Hinterrande fast gleich genähert. Aehnliche 
Vorderhüften haben auch die Hyperini und Anthonomini. 



6 



— ähnlich, auch mit ähnlicher Form und Lage der Vorder- 
hüften. 8. Metacinopinae. *) 

11' Die Fühlerfurchen sind lateral und von oben höchstens vorne 
ein Teil der Basis sichtbar, der Kopf ist selten verlängert, 
dann aber haben die Schienen kräftige Enddorne. 
* 12" Die Fühler sind an oder nahe der Spitze des dicken, kräf- 
tigen Rüssels eingefügt, der Rüssel an der Spitze schwach 
erweitert und die Basis der Fühlerfurche ist am 
seitlichen Teile der Oberseite gelegen und da- 
selbst ein Teil von oben sichtbar. Schienen meistens 
am inneren Spitzenrande mit einem nach innen gerichteten 
Hornhaken, niemals mit einem solchen an der äußeren Ecke. 

13" Klauen an der Basis verwachsen, Kopf etwas verlängert, 
konisch, die Schläfen viel länger als der Durchmesser der 
Augen, Schienen ohne deutliche Enddorne, Körper behaart; 
Po lyärosus - ähnlich ; auch mit ähnlichen und ähnlicher Lage 
der Vorderhüften. 7. Auchmeresthinae. 2 ) 

) V Klauen frei, der Kopf nicht verlängert, die Schienen meistens 
innen mit einem Enddörnchen oder einem Hornhaken, Körper 
beschuppt oder behaart. — Hieher meist große Formen. 

IO. Curculioninae. 

12' Die Fühler sind ganz an den Seiten des meist dünnen und 
gewöhnlich stielrunden Rüssels eingefügt und die Basis der 
Fühlerfurchen ist von oben nicht sichtbar. Rüssel oft an die 
Vorderbrust einlegbar. II. Calandrinae. 

9' Die Fühler sind einfach, nicht gekniet, ihr erstes Glied ist 
nicht verlängert, kaum länger als das dritte, die 3 — 4gliede- 
rige Keule mit vollkommen gesonderten Gliedern, Rüssel 
stets vorgestreckt, Mandibeln am Außenrande meistens gezähnt, 

J ) F au st stellt die Gattung Metacinops, einzig wegen dem verlängerten 
Kopfe, mit AucJimeresthes zu den exotischen Eugnomiden; aber der mehr 
weniger verlängerte Kopf findet sich auch bei anderen Gattungen und die 
Unterscheidungsmerkmale obiger zwei Genera sind solche, welche wir zur 
Unterscheidung verschiedener anderen Unterfamilien der phanerognathen 
Curculionen benützen, also hier nicht angewendet werden können, um ihre 
ohnehin wenig scharfe Begrenzung nicht völlig zu verwischen. 

2 ) Faust befürwortet die Gattung Auchmerethes zu den Eugnomiden 
zu stellen, welche aber freie Krallen besitzen und da ich, wie Lacordaire 
und andere Autoren, im Gegensatze zu Faust, darauf Gewicht lege, so 
bringe ich sie lieber unter besonderem Subfamiliennamen, nach den Meta- 
cinopinae unter. 



7 



Mittelhüften etwas schräg gestellt, Körper oft metallisch 
gefärbt. 14. Rhynchitinae. 

Die Curculiones phanerognathi könnten auch, wenn man 
mehr Gewicht auf die Lage der Vorderhüften legen wollte, in 
nachfolgender Weise in Subfamilien geteilt werden: 

1" Trochanteren groß, alle Schenkel an der Spitze derselben 
eingefügt. Vorderhüften groß, dem Vorderrande der Vorder- 
brust stark genähert. Apioninae. 

V Trochanteren klein, normal, schräg an der Basis der Schenkel 
aufsitzend, oft schwer zu sehen. 

2" Die Fühler gekniet, sehr selten undeutlich gekniet, die Keule 
oval, ihre vier Glieder nur durch feine Nähte gesondert. 

3" Vorderhüften groß, in der Mitte der Vorderbrust befindlich, 
dem Vorder- und Hinterrande in gleicher Weise genähert. 

4" Kopf verlängert, Mittel- und Hinterschienen ohne Enddorne. 
(Hieher dann auch Auchmeresthes Kr.) Metacinopinae. 

4' Kopf nicht verlängert. 

5" Fühlerfurchen und Augen ganz dorsalwärts gelegen, einander 
genähert. Myorrhininae. 

5' Fühlerfurchen und Augen seitenständig. 

6" Fühler an oder in der Nähe der Spitze des dicken Rüssels 
eingefügt; Augen nicht vorgewölbt. Hyperinae. 

6' Fühler weit vor der Spitze des langen, stielrunden Rüssels 
eingefügt, Augen stark vorgewölbt. Anthonominae. 

3' Vorderhüften dem Hinterrande der Vorderbrust genähert; vom 
Vorderrande viel weiter entfernt stehend. 

Curculioninae, Calandrinae. 

2' Die Fühler nicht gekniet, die Keule dreigliederig und die 
Glieder vollständig von einander gesondert, Trochanteren 
kurz. Rhynchitinae. 

Unterfamilie : Otiorrhynchinae. 

(Die Fühlergruben befinden sich auf der Oberseite des 
Rüsseis und sind nach hinten verflacht und von oben vollständig- 
sichtbar; die Fühlerfurche setzt sich nicht rinnenförmig schräg 
nach abwärts fort. Mandibeln am Außenrande mit einer Narbe 
(rauhe Fläche von einem oft noch vorhandenen sichelförmigen 
Anhange). 



8 



Ueberslcbt der Tribus. 

1" Klauen einfach, frei, an der Basis nicht verwachsen. 

2" Fühler neungliederig, die Keule nur eingliederig ; nicht ge- 
ringelt, undeutlich abgesetzt; Vorder- und Mittelschienen 
außen sehr stark doppelbuchtig, innen fast gerade, flach 
gedrückt, mit messerscharfem Außenrande, vor der Spitze 
eingeschnürt. Der ganze Körper mit glasartigen, verwachsenen 
Schuppen bedeckt. I. Mesostylini. 

2" Fühler llgliederig, die Keule 3 — 4gliederig x ), eiförmig oder 
oval, die Glieder der letzteren durch ringelartige, feine 
Nähte markiert. Die Schienen außen nicht doppelbuchtig, 
aber an der Spitze manchmal auch nach außen erweitert und 
die Außenrandkante selten messerscharf. 

3" Körper kahl, behaart oder beschuppt und beborstet, die 
Schuppen einfach, frei, ohne Zentralpunkt. Stirn selten 
bis zum oft vorhandenen Punktgrübchen zwischen den 
Augen gefurcht. Rüssel verschieden gebildet. 

4" Glied 1 der Fühlerkeule deutlich länger als 2, Hinterhüften 
von einander meist abgerückt, dem Seitenrande der Hinter- 
brust stark genähert, Episternen der Hinterbrust in der 
Regel nicht gesondert, Rüssel meist mit vorragenden Ptery- 
gien. 2. Otiorrhynchini. 

4' Glied 1 der meist geschwärzten Fühlerkeule nicht länger 
als 2, die Fühlergruben sind rundlich, an der Oberseite der 
Rüsselspitze gelegen, meist schräg und kurz grubig zu den 
Vorderwinkeln gestellt; Rüssel mit paralleler, oder gerader 
von der Fühlereinlenkungsstelle nach hinten divergierender 
Unterrandkante, Vorderrand meist mit großem dreieckigen, 
lang bewimperten Ausschnitte. Hinterhüften von einander 
wenig mehr entfernt als vom Seitenrande der Hinterbrust; 
die Episternen der letzteren in der Regel durch eine feine 
Längslinie begrenzt. Oberseite beschuppt und oft beborstet, 
selten kahl oder nur behaart. 5. Ptochini. 

3' Körper und besonders die Oberseite mit verwachsenen, 
glasigen und oft körnchenartigen oder durchscheinenden 

x ) Die Fühler der meisten Curculioniden (mit Ausnahme der 
Tribus Calandrini und zum Teile der Mhyncliitinae) sind eigentlich zwölf- 
gliederig, da die Keule drei Ringe besitzt, die vier Teile erkennen läßt, 
wovon der letzte allerdings klein, oft aber wenig kleiner als die 
übrigen ist. 



9 



Schuppen bedeckt und beborstet, die Schuppen stets 
mit einem Zentralpunkte. Rüssel kurz und breit, 
parallel oder schwach konisch, an der Wurzel so breit als 
der Vorderkopf, ohne Pterygien, die Mitte nicht eingeengt, 
mit einer das Niveau des Hinterrandes der Augen erreichen- 
den, vorn frei auslaufenden Längsfurche, Glied 1 der Fühler- 
keule fast so lang als die restlichen Glieder zusammen. 

3. Cathormiocerini. 

V Klauen an der Basis verwachsen. 

5" Flügeldecken oval oder kugelig, die Schultern stehen nach 
außen nicht winkelig vor. 

6" Rüssel von der Stirne vor den Augen durch eine gebogene, 
eingeritzte Querfurche abgesetzt. 7. Holcorrhinini. 

6' Rüssel von der Stirne durch keine eingeritzte Querlinie ab- 
gesetzt, manchmal aber mit flachem und seichtem Quer- 
eindruck. 

7" Hinterhüften weit auseinander gerückt, die Basis der Hinter- 
schenkel nahe am Seitenrande der Hinterbrust stehend, 
Episternen der Hinterbrust nicht deutlich geschieden. Körper 
dicht beschuppt und meist auch beborstet, Schenkel schwach 
gekeult und ungezähnt. 4. Peritelini. 

7' Hinterhüften weniger auseinander gerückt, die Basis der 
Schenkel vom Seitenrande der Hinterbrust entfernt, Episternen 
der Hinterbrust durch eine feine Längslinie geschieden. 

8" Die Fühlergruben sind kurz, lochartig, stark vertieft, schräg 
stehend und auch am Hinterrande scharf begrenzt. Körper 
beschuppt, mit langen Fühlern, Schenkel ungezähnt. 

6. Cyclopterini. 

8' Die Fühlergruben sind meist länglicher, seltener kurz, hinten 
stets abgeflacht. 

9" Körper behaart oder kahl. 8, Mylacini. 

9' Körper beschuppt und wenigstens die Hinterschenkel mit 
einem Zahne. 9. Nastini. 

5' Flügeldecken (meistens breiter als der Halsschild) mit nach 
außen vortretenden Schulterwinkeln. Schenkel meistens 
gezähnt. JO. Phyllobiini. 

1. Tribus Mesostylini. 

(Fühler neungliederig, die Keule eingliederig, undeutlich 
abgesetzt. Vorder- und Mittelschienen außen stark doppel- 



10 



buchtig, flach gedrückt und außen messerscharf gekantet. 
Oberseite mit glasartigen, verwachsenen Schuppen bedeckt. 
Mandibelanhänge meistens erhalten.) 

Hieher nur eine sehr ausgezeichnete Gattung aus Trans- 
kaspien und Turkestan. Mesostylus Faust. 

2. Tribus Otiorrhy nchini . 

(Glied 1 der Fühlerkeule länger als 2. Rüssel oft mit 
Pterygien. Hinterhüften sehr weit auseinander gerückt, die 
Episternen der Hinterbrust selten durch eine vollständige Linie 
geschieden, Klauen einfach, an der Basis nicht verwachsen.) 

Gattungen. 

0" Klauen frei, an der Basis nicht verwachsen. 

1" Eüssel zwischen den etwas nach außen erweiterten Pterygien 
und der Basis (auch auf der Unterkante) mehr weniger ein- 
geengt. 

2" Vorderrand des Rüssels mit einem mehr weniger tiefen, oft 
von einer feinen Kiellinie begrenzten, an den Seiten meist 
bewimperten Ausschnitte oder Eindruck. Augen vorhanden 
und gut entwickelt. Otiorrhynchus Germ. 1 ) 

2' Vorderrand des Rüssels ohne Ausschnitt, Augen fehlend oder 
rudimentär, Halsschild länger als breit, Körper gestreckt, 
schmal, gelb- oder rotbraun. Troglorrhynchus Schmidt. 

V Rüssel kurz und dick, bei der Ansicht von oben, an den 
Seiten parallel oder schwach konisch, die Seiten zwischen 
den unentwickelten Pterygien und der Basis gerade, die 
untere Rüsselkante weder eingeengt noch eingeschnürt. 

3" Oberseite fein behaart, nicht beborstet, glänzend, Halsschild 
in der Mitte fast so breit als die Flügeldecken. 

4" Augen klein, rund, und von der Seite betrachtet, dem oberen 
Kopfrande stark genähert. Glied 2 der Fühlergeißel kürzer 
als 1. Flügeldecken mit feinen Punktreihen, Schenkel nicht 
oder sehr schwach gezähnt; Episternen der Hinterbrust un- 
deutlich. Stomodes Schönh. 



*) Eine Uebersicht der Untergattungen und Gattungsgruppen dieser 
außerordentlich umfangreichen palaearctischen Gattung habe ich in der 
Wien. Ent. Ztg. 1912, Heft 2, geliefert. 



11 



4' Augen groß, oval, zweites Geißelglied der Fühler länger als 
das erste, Flügeldecken mit starken Punktstreifen, Episternen 
der Hinterbrust neben den Flügeldecken scharf abgesetzt, 
Schenkel stark gezähnt, Vorderschienen innen mit feinen 
Zähnchen besetzt. 

Hieher Stomodes Schaufussi Mill. Stomodesops nov. g. 

3' Oberseite meist dicht beschuppt und stets beborstet, matt. 
Halsschild schmäler als die Flügeldecken. 

5" Schenkel mit feinem Zähnchen. Die vordere Hälfte des Rüssels 
mit feinem Längskiele. Oberseite nicht deutlich beschuppt, 
mit sehr kleinen spärlichen Börstchen besetzt, dazwischen 
mit längeren, auf den Zwischenräumen der groben Punkt- 
streifen der Flügeldecken, reihig gestellten Borsten geziert. 
Hieher Farameira caucasica Strl. und brevisetis n. sp., beide 
aus dem hohen Kaukasus. Meiranella nov. g. 

5' Schenkel unbewehrt, Rüssel mit einer bis zwischen die 
Augen reichenden, flachen Längsfurche, Oberseite mit kurzen 
Schuppen sehr dicht besetzt und dazwischen mit längeren, 
an der Spitze gekeulten Borsten geziert. Parameira Seidl. 

0' Klauen an der Basis verwachsen. — Hieher würden die 
Gattungen Eptacus Desbr. und Hlavena Reitt. zu stehen 
kommen, die sehr OtiorrhyncJius - ähnlich sind, aber wegen 
den an der Basis verwachsenen Klauen in eine andere Gruppe 
gehören. 

3. Tribus Cathormiocerini. 

(Die Schuppen der Oberseite mit einem Zentralpunkte ver- 
sehen). 

Hieher nur die Gattung Cathormiocerus Schönh. 

(Scoliacerus Woll., Schaumius Bris.), aus dem westlichen 
Mittelmeergebiete. 

4. Tribus Peritelini. 

Gattungen. 

1" Kopf an den Seiten der Schläfen hinter den Augen und auf 
der Unterseite derselben kahl und mit Längsriefen versehen. 
(Cataphorticus Duv.) Caenopsis Bach. 

1' Kopf an den Seiten der Schläfen und deren Unterseite ohne 
Längsriefen. 



12 



2" Körper fast kahl erscheinend, schwarz und etwas glänzend, 
die Schuppen spärlich und äußerst klein, Fühler und Beine 
deutlich beschuppt. Die an der Basis verwachsenen Klauen 
sehr ungleich, die innere nicht halb so lang als die äußere. 
— Hieher Peritelus nigrans Fairm. Gymnomorphus Sdl. 

2' Körper dicht beschuppt, Klauen von gleicher Länge. 

Peritelus Germ. 1 ) 

5. Tribus Ptochini. 

Abteilungen: 

1" Vorderrand des Rüssels mit dreieckigem Ausschnitte, ohne 

geglättete und begrenzte Spitzenfläche (ohne geglättete Nase). 

Körper beschuppt. I. Ptochina. 

1' Vorderrand des Rüssels mit abgeschrägter, glatter, meist 

umrandeter Fläche (Nase), die bis zu der Fühlerbasis reicht. 

Körper behaart. 2. Mylacorrhynchina. 

1. Abteilung. 

1" Flügeldecken mit abgerundeten Schultern, oval oder elliptisch. 
2" Basis der Flügeldecken nicht kielförmig begrenzt, Rüssel 
nicht dreikielig. 

3" Das zweillappige (dritte) Tarsenglied viel breiter als die vor- 
hergehenden, Stirn hinter den Augen nicht quer vertieft. 

Ptochus Schönh. 

3' Das zweilappige Tarsenglied klein und nicht breiter als die 
vorhergehenden Glieder, Stirn hinter den Augen mit einer 
Querfurche. Ptochella Reitt. 

2' Basis der Flügeldecken kielig erhaben begrenzt, Rüssel mit 
drei Längskielen. Lagenolobus Fst. 

1' Flügeldecken mit winkelig vortretenden Schultern, oder sie 
sind schräg abgeschnitten. 

4" Das vorletzte Tarsenglied klein und nicht breiter als die 
vorhergehenden. Vorderrand des Halsschildes an den Seiten 
mit ganz flacher Ausbuchtung. Salbachia Reitt. 

4' Das vorletzte Tarsenglied zweilappig und breiter als das 
vorhergehende. 

5" Basis des Halsschildes stark doppelbuchtig. 



J ) Leptosphaerotus Sdl. aus Algier ist kaum von Peritelus zu unter- 
scheiden. 



13 



6" Halsschild nach vorne nicht konisch verengt, Vorderrand an 
den Seiten ohne Augenlappen, ohne flache Ausbuchtung. 

Myllocerus Schönh. 
6' Halsschild nach vorne stark konisch verengt, Vorderrand an 
den Seiten oft mit einem schwachen Augenlappen und dieser 
mehr weniger mit längeren Haaren bewimpert. 

Corigetus Desbr. 
5' Basis des Halsschildes fast gerade abgeschnitten. 
7" Vorderrand des Halsschildes an den Seiten ohne Augen- 
lappen, gerade abgestutzt, Schenkel mit starkem Zahne. 

Myllocerops Reitt. 
7' Vorderrand des Halsschildes an den Seiten mit schwachen 
Augenlappen. (Ptochidius Mötsch.) Cyphicerus Schönh. 

2. Abteilung. 

Rüssel vorne mit glatter, bis zu der Fühlereinlenkungsstelle 
reichender, nasenförmiger Abflachung. Körper behaart. — 
Hieher Mylacus (Desbrochersella) Beitteri Strl. aus Syrien und 
M. villosus Reitt. aus Kleinasien. Mylacorrhina nov. g. 

6. Tribus Cyclopterini. 

1" Rüsselspitze mit großem, dreieckigen oder halbrunden Aus- 
schnitte, der bis zur Einlenkung der Fühler reicht. 

Argoptochus Wse. 

V Der Rüsselausschnitt ist kurz oder fehlt fast ganz. 

2" Rüssel schmäler als der Kopf, die Augen klein und stark 
gewölbt, sie stehen an den Seiten in der Mitte der Kopf- 
höhe und sind deshalb vom Vorderrande etwas abgerückt ; 
Flügeldecken kurz eiförmig, Oberseite dicht beschuppt. 

3" Rüssel mit glatter, halbkreisförmiger Spitzenfläche, diese am 
Hinterrande zwischen den Fühlern fein kielig umrandet. 

Chiloneonasus n. g. 1 ) 

3' Rüssel ohne glatte, flache, hinten zwischen den Fühlern 
halbkreisförmig umrandete Spitzenfläche, die Fühler über- 
ragen meist den Vorderrand des Halsschildes. 

4" Augen rund, Halsschild quer, der Absturz der Flügeldecken 
einfach. Cyclopterus Seidl. 

*) Chiloneonasus FormaneM n. sp. 

Rostrot, Fühler und Beine heller, Oberseite dicht und sehr fein gelb, 
lieh beschuppt, drei Längsstreifen am Halsschilde und die Seiten der 
Flügeldecken, letztere ungleich, weiß beschuppt; Fühler dünn, der Schaft 



14 



4' Augen stark vorspringend, etwas konisch, Halsschild gerundet, 
fast so lang als breit, die Naht der Flügeldecken am Ab- 
stürze schiffskielartig vorgehoben 5 die Fühlergruben kurz, 
hinten scharf abgesetzt und schwach und kurz nach außen 
geneigt. — Hierher Cyclomias ptochoides Pic. 1 ) 

Cycloptochus nov. 

2' Kopf und Rüssel bilden einen kontinuirlichen, schwachen 
Konus, der Rüssel ist demnach an der Basis so breit als 
der Kopf an dieser Stelle, die Augen größer, normal, aus 
der Kopfwölbung wenig vorragend, der Oberseite des Kopfes 
stark genähert, die Fühlergruben sind hinten etwas ver- 
flacht ; Flügeldecken langoval, in der Mitte am breitesten. — 
Hieher Perüelus tauri Schilsky und eine neue Art P. Schils- 
hyi Reitt., letztere von Mersina. Periteloneus nov. 

7. Tribus Holcorrhiini. 

Die Vertreter dieser Tribus bewohnen den westlichen Teil 
des Mittelmeergebietes und sind besonders in Nordafrika reichlich 
vertreten. 

0" Stirn durch eine deutliche, gebogene oder gewinkelte, ein- 
geritzte Querfurche vom Rüssel abgesetzt. 

1" Körper kahl, tief schwarz, Otiorrhynchus ähnlich, Halsschild 
klein und schmal, Flügeldecken blasenförmig gewölbt, 
Beine dünn und lang. Eptacus Desbr.2) 

V Körper behaart oder beschuppt, oft auch beborstet. 

2" Oberseite beschuppt. 

den Vorderrand des Halsschildes etwas überragend, Glied 1 und 2 der Geißel 
gestreckt, 2 kürzer als 1, 3 — 7 rundlich, die Keule schmal eiförmig. Rüssel 
kaum so lang als breit, sehr schwach konisch, flach, die Fühlergruben 
kurz, der Rüsselrücken zwischen den letzteren viel schmäler als die Stirn 
zwischen den Augen, letztere schwach konisch vortretend. Halsschild 
quer, nach vorne etwas stärker verengt als zur Basis, schmäler als die 
Flügeldecken ; diese kurz oval, bauchig, gewölbt, mit feinen Punktstreifen 
und ebenen Zwischenräumen. Beine dünn, Schienen einfach, das zweite 
Glied der Tarsen schwach quer. Long. 3*3 mm. — Marocco: Santa Cruz. 

J ) L'Echange 1906, pg. 66. aus Adana. Die Gattung Cyclomias Desbr. 
von Kleinasien, hat kürzere Fühler, der Schaft überragt kaum die Augen 

2 ) Ich kenne E. arachnoides Str., ventralis Strl., Jcurdistanus Strl., 
hostilius Reitt. und arachniformis Reitt., aus Syrien, Aegypten und Kur- 
distan. Sie haben die dick aufgetriebenen Flügeldecken mit den Holcor- 
rhinini gemeinsam. 



15 



3" Rüssel länger als breit, Glied 3 der Tarsen nicht quer, die 

Hinterschienen mit geschlossenen Körbchen. 

Holcorrhinus Schönh. 
3' Rüssel nicht länger als breit, Glied 3 der Tarsen quer, die 

Körbchen der Hinterschienen offen. Cyrtolepus Desbr. 1 ) 
2' Oberseite behaart. Die Augen sind entweder etwas konisch, 

mit der Wölbung hinter der Mitte (Cyclobarus), oder rund 

und einfach: Subgenus: Aigelius Desbr. 

Cyclobarus Faust. 
0' Stirne durch keine oder kaum erkennbare Querlinie vom 
Rüssel abgesetzt. Körper beschuppt. — Hierher Cyclomaurus 
Fairm. und Cyclopterus Sdl., die deshalb zu den Cyclop- 
terini gestellt werden. 

8. Tribus IWylacini. 

1" Die Stirne vom Rüssel durch keine Querfurche abgesetzt. 
2" Stirne nicht längsgestrichelt. 

3" Vorderschienen an der Spitze nach außen und innen lappig 
erweitert. 

4" Stirne mit einer auf den Rüssel verlängerten, hier an der 
Spitze gegabelten Längsfurche, Mandibeln gerade und vor- 
gestreckt, blattartig erweitert, Stirne innen neben den Augen 
mit einem kurzen Quereindruck. Körper Arammichnus-ä\m\ich, 
nur sehr spärlich behaart. — Hieher Arammichnus subcon- 
strictus Reitt. aus Russisch Armenien. Hlavcna nov. g. 

4' Stirne und Rüssel ohne Furche, der letztere an der Spitze 
mit langer, geglätteter nasenförmiger Abplattung, die Man- 
dibeln kurz und dick, Kopf und Augen klein, letztere 
schwach vorragend. Körper gedrungen, mit anliegender und 
längerer abstehender Behaarung. — Hieher G-. larinoides 
Reitt. (comosus Daniel). Gyratogaster Daniel. 

3' Vorderschienen an der Spitze nach außen gar nicht er- 
weitert. 2 ) 

x ) Die Desbrochers'schen Genera: Caenopsimorphus, Paracyclo- 
maurus halte ich von Cyrtolepus nicht genügend unterschieden ; die ange- 
gebenen Merkmale reichen kaum zur Bildung kleiner Gruppen aus im 
Rahmen des Genus Cyrtolepus. Einige weitere in neuerer Zeit von Des- 
brochers aus Kleinasien beschriebene Gattungen sind mir unbekannt. 

2 ) Hieher auch die im nordwestlichen Teile Afrikas vertretene Gat- 
tung Cyclomaurus Fairm., die mir nicht vorliegt. 



16 



5" Körper ziemlich groß, Hypera - ähnlich, Beine robust, dicht 
behaart, Schenkel oft gezähnt, Körper dicht und fein, oft 
doppelt behaart. 

6" Halsschild sehr dicht punktiert und fein, an den Seiten 
wolkig, in der Mitte der Länge nach, anliegend behaart, 
Schenkel gezähnt, Hinterschienen am Ende schräg 
abgestutzt, der Außenrand daselbst, von der Seite be- 
trachtet, sehr schräg und gerade abgeschnitten und mit 
Börstehen bewimpert. — Hieher E. biäentatum Stev., Lui- 
gionii Desbr., Chevrolati Rehe, und eine neue Art (Desbr ocliersi 
Reitt.) aus Palästina. Elytrodon Schönh. 

6' Halsschild mit groben, aber oft flachen Punkten wenig dicht 
besetzt, die Zwischenräume derselben oft punktuliert, die 
Behaarung der Länge nach gerichtet und zwar der vordere 
Teil von vorne nach hinten, der hintere von hinten nach 
vorne gelagert. Schenkel selten gezähnt. Schienen normal, 
am Ende schwach gerundet und mit kurzen Börstchen bewim- 
pert, der Außenrand nicht schräg abgeschnitten. 
Hieher Elytrodon giganteus Fairm., dann impressifrons, multi- 
foveolatus Desbr. und lanuginosus Chevrl. ; endlich Hennoni 
und maroccanus Debr., die letzteren 2 mit gezähnten Schenkeln. 

Felicienella nov. g. 

5' Körper viel kleiner, Omms-ähnlich, Beine mit spärlich be- 
haarten, schmäleren Schienen, Schenkel selten gezähnt. 

7" Rüssel mit kahler, abgeplatteter und geglätteter, vorne 
zwischen den Fühlern halbkreisförmig erhaben begrenzter 
Spitze. Desbrochersella Keitt. 

7' Rüsselspitze oft kahl aber ohne halbkreisförmige, geglättete 
Spitzenplatte. 

8" Die Behaarung des Halsschildes quer gelagert, Flügeldecken 
nur in seltenen Fällen mit Börstchenreihen, Schenkel oft 
gezähnt. 

9" Schienen mit stumpfer Außenrandkante. Mylacus Schönh. 

9' Schienen mit messerscharfer Außenrandkante, alle Schenkel 
fein gezähnt. Einem großen Omias ähnlich. — Type: Bary- 
pithes eques Chevrl. Mylacomias nov. g. 

8' Die Behaarung des Halsschildes längs der Mitte breit der 
Länge nach gelagert, Flügeldecken mit Börstchenreihen, 
Schenkel ungezähnt, der Körper oft kahl. Rüssel an der 
Spitze flach der Länge nach gefurcht. 



17 



10" Flügeldeckenbasis rundlich ausgerandet, Kopf mit äußerst 
kurzen Schläfen, bei vorgestrecktem Kopfe bis zu den Augen 
in den Halsschild eingezogen. Körper kurz, kugelig gewölbt, 
ohne prononzierte Behaarung, die Flügeldecken mit kurzen 
Börstchenreihen. Amicromias nov. g. 1 ) 

10' Basis der Flügeldecken gerade, Kopf mit deutlichen, nach 
hinten breiter werdenden Schläfen, Oberseite kahl oder 
behaart. Omias Schönh. 

2' Stirn dicht der Länge nach gestrichelt. Körper klein mit 
kurzen, fast kugelig gewölbten Flügeldecken. 

Urometopus Forman. 
1' Die Stirn ist vom Rüssel durch eine breite Querfurche (dicht 
vor den Augen) abgesetzt. Schenkel ungezähnt. 

11" Der mittlere Teil des Rüssels vor der Querfurche stark 
nasenförmig vorgewölbt, Augen klein, etwas länger als breit, 
Flügeldecken mit Börstchenreihen, Körper klein. 

Rhinomias Eeitt. 

11' Der mittlere Teil des Rüssels vor der Querfurche nicht 
nasenförmig emporgehoben. Augen rund. Oberseite fein 
anliegend behaart. Type : A. pubescens Boh. aus Persien 
und dem Araxestal. Aomus Schönh. 

9. Tribus Nastini. 

Hieher die Gattung Nastus Schönh. 

aus Südrußland und den Kaukasusländern. 

10. Tribus Phyllobüni. 2 ) 

(Flügeldecken mit mehr weniger entwickelter Schulterbeule.) 

1" Kopf nicht verlängert und deutlich breiter als der Rüssel, 
Fühler nahe der Spitze des letzteren eingelenkt. 

Phyllobius Schönh. 

1' Kopf sehr lang und dünn, so lang als der Rüssel, die Augen 
rund und wenig schmäler der Rüssel, die Fühler ziemlich 
weit von der Spitze eingelenkt. Metacinops Kr. 3 ) 

J ) Hieher Brachysomus Formaneki Reitt. i. 1., der aber wohl mit 
Pseudoptochus rumelicus Apfelb. identisch sein dürfte. Wahrscheinlich 
gehört hieher auch Bracliysomus Breiti Form., den ich nicht kenne. 

2 ) Hieher vielleicht noch die mir unbekannte Gattung Alsus Mötsch, 
aus Südrußland und dem Kaukasus. 

3 ) Diese Gattung gehört nicht in die Abteilung der adelog nathen 
Curculionen, sondern zu den phanerognathen Formen. Nur die gewisse 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 2 



18 



Unterfamilie Brachyderinae. 

(Rüssel kräftig, die Fühlerrinnen sind länger und schmäler 
und an die Seiten des Rüssels gerückt, ihr unterer Rand 
biegt mehr weniger scharf und schräg nach abwärts, nur bei 
wenigen Formen läuft die Fühlerfurche gerade zu den Augen, 
oft ist ein ganz schmaler Teil von oben sichtbar. Der Fühler- 
schaft überragt in der Regel die Augen. Halsschild vorne ohne 
Augenlappen und seitlich ohne längere Haarbewimperung.) 

Uebersicht der Tribus. 

1" Die Augen an den Seiten des Kopfes, von der Seite be- 
trachtet, dem Oberrande mehr genähert als dem Unterrande. 
Klauen frei oder an der Basis verwachsen. 

2" Klauen an der Basis verwachsen. 

3'' Hinterschienen am Außenrande der Spitze einfach und nur 
an dieser mit Börstchen bewimpert, ohne beschuppte Schräg- 
fläche vor der Spitze (Körbchen der Hinterschienen also 
offen). 

4" Kopf dicht hinter den Augen nicht mit einer eingesenkten 
glatten Artikulationsfläche, der Vorderrand des Halsschildes 
vom Hinterrande der Augen mehr weniger entfernt. Stirne 
vor den Augen ohne Querrinne. Fühlerschaft die Augen 
gewöhnlich überragend. 

5" Flügeldecken an der Basis meist gerade abgeschnitten und 
hier breiter als der Halsschild, mit vortretender, meist ab- 
geschrägter Schulterecke. Körper meistens geflügelt, Schenkel 
seltener ohne Zähnchen. Polydrosini. 

5' Flügeldecken an der Basis kaum breiter als der Hinterrand 
des Halsschildes, an den Seiten gerundet, ohne vortretende 
Schultern oder sie sind nur schwach angedeutet. Körper 
meist ungeflügelt. Schenkel selten mit einem Zahn. 

Brachyderini. 

Aehnlichkeit mit Phyllobius und Polydrosus hat die bisherige Stellung 
dieser Gattung und Auchmeresthes zu danken. Da man aber durch die 
oberständigen Fühlergruben sehr verleitet wird, sie für einen Otior- 
rhynchiden zu halten, so habe ich oben darauf aufmerksam gemacht. 



19 

Kopf mit stark vorragenden Augen, dicht dahinter mit einer, 
oft nur an den Seiten etwas eingesenkten Artiknlationsfläche 
für den Halsschild, der deshalb bis zu den Augen einge- 
zogen werden kann, vor den Augen mit einer, oft rudimen- 
tären, eingeritzten Querlinie. Der Fühlerschaft die Augen 
nicht oder wenig überragend. Schenkel ungezähnt. 

Strophosomini. 
Hinterschienen an der Spitze des Außenrandes schräg zur 
Tarsalbasis abgeschnitten, beide dadurch gebildete Quer- 
kanten mit starren Börstchen bewimpert, die eingeschlossene 
Schrägfläche meist beschuppt, selten kahl. (Die Körbchen 
der Hinterschienen sind dadurch geschlossen.) Flügeldecken 
mit verrundeten Schultern, Rüssel vor den Augen manchmal 
mit feiner Querfurche. Schenkel ungezähnt. 

Cneorrhinini. 

Klauen frei, an der Basis nicht verwachsen. (Rüssel an der 
„Spitze nur mit kleinem oder fehlendem Ausschnitte ; Schenkel 
ungezähnt.) 

Stirn ohne Querfurche, Schaft der Fühler die Augen selten 
überragend. Vorderschienen meistens einfach, an der Spitze 
nur nach innen gekrümmt, selten auch nach außen winkelig 
erweitert. 

Flügeldecken an der Basis kaum breiter als die Basis des 
Halsschildes, selten mit deutlich vortretenden Schultern. 
Mandibeln oben nur mit einzelnen organischen Wimper- 
haaren besetzt. Schienenspitzen mit deutlichem, nach innen 
gerichteten Enddorne. Körbchen der Hinterschienen ge- 
schlossen. Halsschild und Rüssel meistens mit einer Längs- 
furche. Barynotini. 
Flügeldecken an der Basis gerade und breiter als die Basis 
des Halsschildes, mit deutlichen, seitlich vortretenden Schul- 
tern, Mandibeln oben beschuppt oder dicht behaart. Schienen- 
spitzen ohne deutliche Enddorne. Körbchen der Hinter- 
schienen offen. Sitonini. 
Stirn mit tiefer Querfurche zwischen den Augen, Fühlerschaft 
die Augen weit überragend. Halsschild groß, kugelig, Flügel- 
decken mit abgerundeten Schultern. Vorderschienenspitze auf 
beide Seiten leicht erweitert. Psalidiini. 
Die Augen an den Seiten des Kopfes befinden sich, bei der 
Ansicht von der Seite, in oder etwas unter der Mitte der 

2* 



20 



Kopfhöhe; sie sind vom Vorderrand des Rüssels so weit 
entfernt als vom Unterrande. Klauen frei oder verwachsen; 
Oberseite beschuppt und meist auch beborstet. 

8" Die Fühlerfurche verläuft zu den Augen, die sie fast er- 
reicht, der Fühlerschaft auffallend verdickt, an der Spitze 
dicker als die kurzovale Fühlerkeule, die Augen etwas über- 
ragend. Tarsen kurz, das 3. gelappte Glied wenig breiter 
als die vorhergehenden. Die beschuppte Oberseite meist 
mit einer erdigen Kruste überdeckt und meist beborstet. 

Trachyphloeini. 

8' Die Fühlerfurche vor den Augen schräg nach abwärts ge- 
richtet und gewöhnlich allmählich erloschen, der Fühlerschaft 
normal, die Augen nicht überragend. Tarsen normal, das 
gelappte und unten befilzte 3. Glied viel breiter als die vor- 
hergehenden Glieder. Klauen an der Basis verwachsen. 

Tropiphorini. 

Tribus Polydrosini. 

(Flügeldecken mit mehr weniger vortretenden oder abge- 
schrägten Schultern. Klauen an der Basis verwachsen.) x ) 
1" Körper geflügelt, meist von geringer Größe, die Körbchen 

der Hinterschienen ganz offen. 
2" Rüssel nicht, oder wenig kürzer als breit, ohne glatte um- 
randete Fläche an der Spitze. 
3" Rüssel schmäler als der Kopf, Körper mit sehr kleinen 

Schuppen bedeckt oder behaart. 
4" Halsschild beträchtlich schmäler als die Flügeldecken, Kopf 
einfach punktiert, beschuppt oder behaart, Schenkel einfach 
oder gezähnt, Körper meist beschuppt oder behaart. 

Polydrosus Germ. 
4' Halsschild sehr wenig schmäler als die Flügeldecken, quer, 
Kopf und Rüssel mit dichter längsstrigoser Punktur, Schenkel 
einfach, Körper sehr dünn mit kurzen Schuppchenhaaren 
bekleidet oder fast kahl. (Metallitides Chevrl.) 

Homapterus Fairm. 
3' Rüssel breit, der Länge nach gefurcht, nicht schmäler als 
der Kopf, dieser und der Kopf einen kontinuierlichen, 

!) Hieher auch Nadhernus Reitt., der, aus den Alpes maritimes be- 
schrieben, aus Madagaskar stammen soll. Die Vorderbeine sind länger 
und verdickt, die Augen sehr groß, die Stirn zwischen ihnen schmäler 
als der Rüssel. 



21 



schwachen Konus bildend, Halsschi] d kaum quer, an den 
Seiten gerundet, schmäler als die Flügeldecken, Oberseite 
mit großen , runden, freistehenden, etwas metallischen Schuppen 
besetzt. Körper S^owa-ähnlich. Sitonapterus nov. g. 1 ) 

2' Rüssel sehr kurz, breit und plump, an der Spitze mit großer, 
halbkreisförmig umrandeter, glatter Fläche. Augen klein, 
gewölbt, von der Seite gesehen, vom Oberrande des Kopfes 
etwas abgerückt. Scythropus Schönh. 

1' Körper plump, ungeflügelt oder nur mit kurzen Flügel- 
stummeln, oben grau oder braun, meist fleckig beschuppt, 
Flügeldecken auch nach vorne leicht eingezogen, hinter der 
Mitte etwas erweitert, Schenkel mehr weniger stumpf gezähnt, 
Körbchen der Hinterschienenspitze unvollkommen geschlossen, 
auf der apikalen Abstutzungsfläche außen eine schmale, glän- 
zende Fläche. Liophloeus Germ. 

Tribus Brachyderini. 2 ) 

1" Kussel schmäler als der Kopf, Stirne kaum gewölbt. Meist 
kleine Formen. 

2" Die Schläfen hinter den Augen sind viel kürzer als der 
Halsschild. 

3" Oberseite mehr weniger deutlich beschuppt und dazwischen 

oft mit Börstchen besetzt. 
4" Rüssel an der Spitze mit einer die ganze Breite einnehmenden, 

hinten halbkreisförmig begrenzten, kahlen und glatten Platte, 

*) Sitonapterus sitonoides n. sp. Länglich, schwarzbraun, Fühler und 
Beine braunrot, Oberseite mit bronzefarbigen, runden, großen und flachen 
Schuppen besetzt. Fühlerschaft die Mitte der Augen erreichend, Glied 1 
der Geißel doppelt, 2 nur so lang als breit, die folgenden quer. Eüsse 
dicht beschuppt, gerinnt, so lang als breit, zur Spitze schwach konisch 
verengt, die Augen ziemlich groß, seitenständig, wenig gewölbt. Halsschild 
schmäler als die Flügeldecken, so lang als in der Mitte breit, an den 
Seiten gerundet, oben in den Punkten mit flachen, fast verwachsenen 
Schuppen besetzt. Schildchen, mehr auf der Mittelbrust befindlich, kaum 
zwischen die Flügeldeckennaht geschoben, Flügeldecken oval, mit abge- 
schrägten Schultern, oben mit feinen Punktstreifen, die Zwischenräume 
flach und breit, mit einer kurzen Borstenhaarreihe besetzt, Schenkel ein- 
fach, die Beine beschuppt und behaart, die Klauen am Grunde verwachsen. 
3.3-3.9 mm. 

Persien: Luristan. Von Herrn Hauptmann E. v. Bodemeyer 
in einem Stücke aufgefunden. 

2 ) Unbekannt sind mir die Gattungen Arachnidius Kiesw. (von 
Kreta) und Eusomostroplius Tourn. (Türkei). 



22 



welche hinten die Fühlerbasis erreicht. Fühlerschaft die Augen 
weit überragend, Schenkel oft fein gezähnt, Flügeldecken 
mit oder ohne angedeutete Schulterwinkel. 

Chiloneus Schönb. 
4' Rüssel an der Spitze ohne glatte, kahle, hinten umrandete, 
halbrunde Platte, oft aber mit schmalem dreieckigen glatteren 
Eindruck oder tiefem Ausschnitt. 

5" Augen einfach, oft flach gewölbt, ihre größte Wölbung liegt 
in der Mitte. 

6" Flügeldecken eiförmig oder verkehrt eiförmig, mit schwach 
angedeuteten flachen Schultern, die Basis des Halsschildes 
ein wenig schmäler als die Wurzel der Flügeldecken, der 
Fühlerschaft die Augen kaum überragend, meist nur die 
Mitte der Augen erreichend. 

7" Der Fühlerschaft die Augen ein wenig überragend, Schenkel 
einfach, Unterseite, besonders der Bauch, fein behaart. 

Stasfodis Gozis. 

7' Der Fühlerschaft den Hinterrand der Augen nicht ganz er- 
reichend, Schenkel, besonders die hinteren, meistens fein 
gezähnt. Ober- und Unterseite beschuppt, erstere oft mit 
langen Borstenhaaren besetzt. (Heliophilus Fst.) 

Sciaphobus Daniel. 1 ) 

6' Flügeldecken exact elliptisch oder kurzoval, mit vollständig 
abgerundeten Schultern, an ihrer Basis so breit als die Basis 
des Halsschildes. Fühlerschaft den Hinterrand der Augen 
erreichend oder überragend. Die Vorderhüften dem Vorder- 
rande der Vorderbrust stark genähert. 

8" Flügeldecken lang elliptisch, hinten kahnförmig zugespitzt, 
zwischen den Schuppen mit oder ohne aufstehende Borsten- 
haare, Fühlerfurche kurz, nach hinten und unten undeut- 
lich werdend, Fühler dünn und lang, die Schenkel meistens 
mit feinen dörnchenartigen Zähnen, 1. Glied der Hintertarsen 
so lang als die zwei nächsten zusammen. 

Eusomus Germ. 
8' Flügeldecken hinten einfach verengend abgerundet, die Rüs- 
selfurche vor den Augen scharf nach abwärts gebogen, das 
1. Glied der Hintertarsen etwas kürzer als die zwei näch- 
sten zusammen. 

2 ) Hieher auch Chiloneus Reitteri Strl. aus Bosnien. 



23 



9" Schenkel gezähnt, die dreieckige, vertiefte Ausrandung der 
Rüsselspitze ist fein erhaben umrandet. Flügeldecken zwischen 
der Beschuppung mit Borstenhaaren. Sciaphilus Steph. 

9' Schenkel einfach, der vertiefte Eindruck an der Spitze des 
Rüssels ist nicht scharf umrandet. 

10" Tarsen von normaler Länge, Flügeldecken länglich oval, 
ohne Borstenreihen, Körper mit metallischen Schuppen 
besetzt, Fühler lang und ziemlich schlank, die Geißel fast 
doppelt so lang als der Schaft. Paophilus Fst. 

10' Tarsen auffallend kurz, Flügeldecken oval, meistens hoch 
gewölbt, hinten steil abfallend, zwischen der Beschuppung 
mit mehr weniger deutlichen Börstchenreihen, Fühlerschaft 
so lang als die Geißel oder als Geißel und Keule zusammen, 
letztere kurz eiförmig. 

11" Oberseite nur dünn beschuppt, die Zwischenräume der 
Flügeldecken mit mehr weniger deutlichen Börstchen be- 
setzt, der Kopf samt den Augen etwas schmäler als der 
Halsschild. 

12" Die Schuppen ohne Metallglanz. (Platytarsus Schönh.) 

Brachysomus Steph. 
12' Die Schuppen der Oberseite mit Metallglanz. 

Pseudoptochus Form. 
11' Oberseite am Grunde dicht beschuppt, meist mit Börstchen - 
reihen auf den Flügeldecken, die Schuppen mit oder ohne 
Metallschein, der Kopf sehr kurz und breit, samt den Augen 
breiter als der Vorderrand des Halsschildes. 

Foucartia Duval. 
5' Augen seitenständig, gewölbt, ihre größte Wölbung liegt 
dicht hinter der Mitte. Halsschild wenig breiter als lang, 
seitlich stark gerundet, Flügeldecken kurz eiförmig, hoch 
gewölbt, Körper dicht scheckig beschuppt, die Schuppen 
ohne Metallschein, Fühler und Beine kräftig. — Hieher C. 
mylacoides Desbr. aus Kleinasien. Cyclomias Desbr. 

3' Ober- und Unterseite fein behaart, nicht beschuppt. 
13" Oberseite dicht anliegend behaart. 

14" Rüssel ohne Querfurche vor den Augen, der Fühlerschaft die 
Augen kaum überragend, Schenkel fein, die Hinterschenkel 
deutlicher gezähnt. Pleurodirus Chevrl. 



24 



14' Rüssel von der Stirn durch einen Quereindruck vor den 
Augen abgesetzt, Fühlerschaft lang, den Vorderrand des 
Halsschildes überragend, Schenkel ungezähnt. 

Chilodrosus n. g. h 

13' Oberseite fast kahl, selten spärlich anliegend behaart, meistens 
mit lockeren, abstehenden Haaren besetzt. Fühler und Beine 
gelb, die Vorderschenkel beim cT oft mit kleinen Zähnchen 
(Exomias Bedel). Barypithes Duval. 

2' Kopf sehr groß, lang und dick, samt den Augen breiter als 
der Halsschild, die Schläfen parallel und so lang als der 
quere Halsschild, Beine einfach, Fühler dünn, Oberseite 
beschuppt. Edmundia Faust. 

1' Rüssel auffallend breit und dick, nicht schmäler als der Kopf, 
mit diesem einen schwachen kontinuierlichen Konus bildend, 
die Stirn und der vordere Teil des Rüssels etwas gewölbt, 
die vordere Partie der Fühlerfurche von oben sichtbar, die 
Augen oft länglich oder etwas konisch gewölbt, die Fühler 
dünn, die Augen weit überragend. Größere Formen. 

15" Hinterschienen an der Spitze der Außenseite stark schräg 
und gerade abgestutzt und mit längeren, starren Borsten 
bewimpert, Augen rund. Brachyderes Schönh. 

15' Hinterschienen am äußeren Spitzenrande einfach gerundet 
und der Rand mit starken, kurzen Börstchen bewimpert. 
Augen länglich oder mit konischer Wölbung, selten ein- 
fach rund. 

16" Fühler kahl oder fein behaart, unbeschuppt, der Schaft den 
Vorderrand des Halsschildes erreichend, oder ihn überragend. 

17" Augen klein, wenig vorragend, stumpf konisch, ihre größte 
Wölbung liegt, von oben gesehen, hinter der Mitte. 

Strophomorphus Seidl. 

17' Augen gleichmäßig gewölbt, von oben gesehen, keinen stumpfen 
Konus bildend. 

18" Körper dicht beschuppt, die Schuppen oft mit Metallglanz, 
oft aber die Oberseite nur behaart, Mandibeln kahl, nur die 
Seiten mit längeren Wimperhaaren besetzt. Augen länglich. 

Pholicodes Schönh. 

18' Körper sehr dicht mit grün metallischen Schuppen besetzt, 
auch der Rüssel vollständig gleichartig beschuppt und die 

*) Hieher der als Otiorrhynchus beschriebene phyllobiiformis Reift, 
aus dem Araxestal, der später zu Chiloneus gestellt wurde. 



25 



Seiten der Mandibeln mit grün metallischen Schuppenhaaren 
bekleidet. Augen fast rund. — Hieher eine Art aus Kleinasien. 

Epiphaneus Schönh. 
16' Fühler bis zur Keule dicht beschuppt, auch die Oberseite 
der Tarsen wie der ganze Körper von eng anliegenden 
matten Schuppen bedeckt. Der Fühlerschaft den Hinterrand 
der Augen nicht oder wenig überragend; Augen oval, Flügel- 
decken lang oval, mit abgerundeten Schultern. 

Epiphanops Eeitt. 

Tribus Strophosomini. 

1" Der Fühlerschaft die Augen nicht überragend. 

2" Rüssel nach vorne mehr weniger konisch verengt, die Augen 

meist konisch, oder mit der größten Wölbung hinter der 

Mitte; Gleitfläche hinter den Augen vertieft. 

3" Basis der Flügeldecken einfach herabgewölbt. 

Strophosomus Steph. 

o' Basis der Flügeldecken fein kielig emporgehoben, einen 
Basalrand bildend. Neliocarus Thoms. 

2' Rüssel parallel, die Augen rund, ihre größte Wölbung in der 
Mitte, die Gleitfläche hinter den Augen nicht vertieft. 

4" Vorderschienen einfach, an der Spitze nach außen erweitert. 
Gleitfläche hinter den Augen nicht vertieft, Basis des Hals- 
schildes ungerandet, Körper beschuppt und beborstet. — 
Hieher einige Arten aus Ostsibirien. Blosyrus Schönh. 

4' Vorderschienen an der Spitze nach innen und außen er- 
weitert, Gleitfläche hinter den Augen an den Seiten furchig 
begrenzt, Basis des quergerundeten Halsschildes gerandet, 
Körper behaart oder kahl. — Hieher einige Arten aus 
Zentralasien und Ostsibirien. Dactylotus Schönh. 

1' Fühlerschaft die Augen deutlich überragend, ein gehobener 
Basalrand der Flügeldecken ist mehr weniger ausgebildet. 

Caulostrophus Fairm. 

Tribus Cneorrhinini. 

1" Der Fühlerschaft die Augen weit überragend, gebogen, 
Halsschild doppelt so breit als lang, die Seiten in der Mitte 
stark erweitert, Flügeldecken wenig breiter als der Hals- 
schild. Heydenonymus Desbr. 



26 



V Der Fühlerschaft kurz und gerade, die Augen nicht über- 
ragend. 

2" Der Fühlerschaft erreicht reichlich den Vorderrand der 
Augen. 

3" Vorderschienen nach außen lappenartig erweitert, die Spitze 
auf der Unterseite tellerförmig abgeflacht, ohne börstchen- 
artige Begrenzung der Tarsalartikulationsfläche. Körper kurz 
und hoch gewölbt, dicht beschuppt. {Leptolepyrus Desbr., 
Rhinognathus Fairm.) Philopedon Steph. 

3' Vorderschienen an der Spitze nicht nach außen erweitert, 
die Spitze auf der Unterseite stark abgeschrägt und mit auch 
vorne abgegrenzter undmitBörstchen bewimperter Tarsaffläche. 

Cneorrhinus Schönh. 

2' Der Fühlerschaft sehr kurz den Vorderrand der Augen 
nicht oder kaum erreichend. — Hieher zahlreiche Arten aus 
Zentralasien. Catapionus Schönh. 

Tribus Barynotini. *) 

1" Vorderschienen an der Spitze nur nach innen gekrümmt 
oder erweitert. Halsschild gewöhnlich mit ganzer oder ver- 
kürzter Mittellängsfurche. 

2" Vorderbrust hinter den Vorderhüften, vor dem Hinterrande 
einfach, ohne Höcker. In den starken Punkten der Streifen 
auf den Flügeldecken am Grunde mit einem runden Schüpp- 
chen geziert. Vorderbeine länger und stärker als die anderen. 

Geonemus Schönh. 

2' Hinterbrust hinter den Hüften mit zwei genäherten Höckern, 
welche oft zu einer Querbeule mit einander verschmolzen 
sind. In den Punkten der Streifen auf den Flügeldecken 
befindet sich am Grunde ein mikroskopisch feines und kur- 
zes Härchen. Vorderbeine kaum länger und stärker als die 
anderen. Barynotus Germ. 

1' Vorderschienen an der Spitze nach außen und innen er- 
weitert. Halsschild ohne Mittelfurche. Körper dicht beschuppt. 

3" Fühlerschaft die Augen nicht überragend, Flügeldecken mit 
deutlichen Schulterwinkeln. Thelopius Desbr. 



*) Die Gattungen Pseudobarynotus Desbr. und Docliorrhynclms 
Desbr. aus Südwesteuropa sind mir unbekannt. 



27 



3' Fühlerschaft die Augen ein wenig überragend, Flügeldecken 
eiförmig, hoch gewölbt mit abgerundeten Schultern. — Hie- 
her eine Art aus Algier. Anomanychus Faust. 

Tribus Sitonini. 

1" Halsschild einfach punktiert. (Sitones Schh., Pandeletius 
Schönh.) Sitona Germ. 

1' Halsschild flach gekörnt oder genetzt, die Körner mit einem 
Borstenpunkte, seltener mit runden Schuppen ausgefüllt. 

Mesagroicus Schönh. 

Tribus Psalidiini. 

Hieher nur die Gattung Psalidium Iiiig. 

die in mehrere Subgenera zerfällt. 

Tribus Trachyphloeini. 

1" Die hornartigen Mandibelanhänge des Larvenorganes sind 
nicht erhalten, die Körbchen der Hinterschienen sind offen. 

2" Basis der Flügeldecken nicht fein kielförmig erhaben gerandet. 

Trachyphloeus Germ. 

2' Basis der Flügeldecken fein kielig erhaben und auch die 
Basis des Halsschildes fein gerandet. — Hieher T. saluber 
Fst aus Ostsibirien. Trachyphilus Fst. 

1' Die hornartigen Mandibelanhänge des Larvenorganes sind 
erhalten, Körbchen der Hinterschienen geschlossen. 

Rhinodontus Fst. 1 ) 

Tribus Tropiphorini. 

Hieher nur die Gattung Tropiphorus Schönh. 

aus Mitteleuropa. {Synirmus Bedel.) 

Unterfamilie Tanymecinae. 

Vorderrand des Halsschildes gerade abgeschnitten, an den 
Seiten daselbst, hinter den Augen mit einer Gruppe längerer 
Haarfransen besetzt. 

L ) Faust stellt diese Gattung wegen den geschlossenen Körbchen 
der Hinterschienen (ein oft äußerst schlecht wahrnehmbares Merkmal) zu den 
Synirmini Bedels (Tropiphorinen), mit denen sie wenig Aehnlichkeit 
besitzt; die Stellung der Augen und die Form des Fühlerschaftes sprechen 
mehr für die Trachyphloeini, deren Habitus sie vollständig besitzt. 



28 



Uebersicht der Tribus. 

1" Kopf vom Rüssel durch eine eingerissene Querfurche dicht 
vor den Augen abgesetzt. Klauen frei. Amomphini. 

1' Kopf vom Rüssel durch keine eingeritzte Querfurche abgesetzt 
oder der Quereindruck ist seicht, keine scharfbegrenzte Furche 
bildend. 

2" Klauen an der Basis verwachsen. Piazomiini. 

2' Klauen frei. 

3'' Flügeldecken oval oder elliptisch mit abgerundeten Schultern. 

Thylacitini. 

3' Flügeldeckenbasis breiter als der Halsschild, mit nach außen 
vortretenden stumpfen, meist etwas abgeschrägten Schultern» 

Tanymecini. 

Tribus Amomphini. 

1" Das 7. Glied der Fühlergeißel ist frei, kaum größer als die 
vorhergehenden und nicht mit der Keule verrundet. Hals- 
schild mit einer Längsrinne, vorletztes Fußglied breit, zwei- 
lappig. Oberseite in der Regel metallisch beschuppt. 

Amomphus Schönh. 

1" Das 7. Glied der Fühlergeißel ist quer, breiter und dicht 
an die Fühlerkeule gefügt und mit dieser verrundet. 

2" Vorletztes Glied der Tarsen breit, zweilappig, die Tarsen 
mit vollständiger schwammiger Sohle. Rüssel mit 3 Längs- 
furchen, Halsschild fast länger als breit, punktiert, Flügel- 
decken mit groben Punktstreifen, Schildchen nicht zwischen 
die Naht der Flügeldecken gerückt, Fühler und Beine ziemlich 
dick. Körper länglich, Psalidium - ähnlich und am Grunde 
ähnlich skulptiert; zum Teile beschuppt. 

Psalidimomphus nov. g. 1 ) 

*) P. Breiti n. sp. Gestreckt, oval, gewölbt, schwarz, die Unterseite 
und die Seiten des Körpers mit kleinen runden, etwas kupferigen Schuppen 
besetzt, Oberseite am Grunde mit sehr kleinen rundlichen Chagrin-Zellen 
dicht besetzt. Fühler dick, die äußeren Geißelglieder quer, der Schaft den 
Vorderrand der Augen erreichend, greis behaart, die Keule und das vor- 
letzte Geißelglied schwarz tomentiert. Rüssel dicht punktiert, mit 3 Längs- 
furchen, die mittlere schwächer, Augen rund, seitlich wenig vorstehend, 
Schläfen kurz. Halsschild sehr wenig schmäler als die Flügeldecken, oval, 
merklich länger als breit, gewölbt, vorne und an der Basis abgestutzt, 
zerstreut, flach punktiert. Schildchen nur durch dreieckige Beschuppung 
auf der Oberseite der Mittelbrust angedeutet. Flügeldecken lang eiförmig, 
mit kaum angedeuteten Schultern, die Zwischenräume der groben Punkt- 



29 



2' Vorletztes Glied der Tarsen kaum breiter als die vorher- 
gehenden und nur bis zur Mitte ausgerandet, nicht zwei- 
lappig, die Tarsen unten sehr unvollständig bebürstet. Der 
Fühlerschaft kaum die Augen erreichend. 

3" Rüssel mit 3 Längsfurchen, 4 Längswülste bildend, wovon 
die 2 mittleren oft durch die Querfurche vor den Augen 
nicht unterbrochen werden, Halsschild wurmartig grob ge- 
runzelt, meist mit deutlicher Mittelfurche, die abwechselnden 
Zwischenräume der groben Punktstreifen auf den Flügel- 
decken erhabener als die andern. Oberseite beschuppt. — 
Hieher einige Arten aus Turkestan. 

Taenophthalmus Desbr. 

3' Rüssel bloß mit einer Mittelfurche, konkav, Halsschild quer, 
punktier t, ohne Mittel furche, Flügeldecken lang eiförmig, 
mit groben, quer verrunzelten Punktreihen. Körper fast kahl, 
Unterseite, besonders die Hinterbrust, lang behaart. — Hieher 
eine Art: H. harzyniae Kirsch aus Nordpersien. 

Heterotylus Kirsch. 

Tribus Piazomüni. 

1" Basis der Flügeldecken fein kielförmig gerandet. 

2" Die Vorderbeine sind stark verlängert und verdickt, Hals- 
schild kugelig gerundet. 

3" Die Körbchen der Hinterschienen sind geschlossen. 1 ) — Hieher 
einige Arten aus Ostsibirien und der Mongolei. 

Heteromias Faust. 

3' Die Körbchen der Hinterschienen sind offen. — Zahreiche 
Arten aus Zentral- und Ostasien. Piazomias Schönh. 



streifen gleichmäßig erhaben, kaum breiter als die Streifen, mit einzelnen 
Pünktchen besetzt in deren Grunde ein sehr kleines Schuppenbörstchen 
steht; der Spitzenrand der Flügeldecken ist im weiteren Umfange sehr 
dicht gelbhaarig tomentiert. Die Unterseite zwischen der Beschuppung 
mit geneigten Börstchenhaaren besetzt, Beine plump, Schenkel ungezähnt, 
Schienen dick, Tarsen breit, ihr 2. Glied quer, das 3. etwas breiter und 
zweilappig. Long. 10'5— 11 mm, ohne Rüssel. 

Insel Lagosta in Dalmatien. Von Herrn Obrrrevidenten Jos. 
Breit (Wien) gütigst mitgeteilt. 

x ) Die Außenseite der Schienenspitze hat 2 Querleistchen, welche 
beide mit starren Börstchen bewimpert sind; bei offenen Körbchen ist nur 
der Spitzenrand allein bewimpert. 



30 



2' Die Vorderbeine sind kaum stärker entwickelt als die hinteren, 
Halsschild normal, etwas schmäler als die Flügeldecken. 

Leptomias Faust. 

1' Basis der Flügeldecken einfach, ungerandet und ungekielt. 

4" Vorderschienen an der Spitze nach außen und innen gerundet 
erweitert. Eutinopus Fst. 

4' Vorderschienen an der Spitze nur nach innen, nach außen 
nicht erweitert. Xylinophorus Fst. 



Tribus Thylacitini- 

1" Spitze der Vorderschienen nach außen gar nicht erweitert. 
Körper beschuppt und mehr weniger lang abstehend behaart. 

2" Die Stirn vom Rüssel durch eine flache Querfurche abgesetzt. 
Der FühlersGhaft erreicht den Hinterrand der Augen. Hals- 
schild groß, kugelig, so breit als die Flügeldecken in ihrer 
Mitte, Basis gerandet. Körper beschuppt und beborstet, 
Piajzomias-'ähnlich. — Hieher eine Art: setosus m. i. lit. von 
Kuku-noor. Sablones nov. 

2' Stirn und Rüssel liegen in einer Ebene; der Fühlerschaft 
erreicht nicht den Hinterrand der Augen. Halsschild schmä- 
ler als die Flügeldecken in der Mitte, Körper beschuppt und 
dazwischen behaart, meist mit langen abstehenden Haaren 
dazwischen. {Cycloäeres Bedel.) Thylacites Germ. 

V Spitze der Vorderschienen nach innen und außen etwas 
winkelig erweitert. Körper beschuppt, dazwischen ohne lange 
abstehende Behaarung. 

3" Flügeldecken ohne Punktstreifen, Fühlerfurche unter die 
Augen gebogen, Rüssel breit gefurcht, fast kahl. Oberseite 
behaart, mit eingesprengten Haarschüppchen. — Hieher eine 
Art aus Transkaspien. Hauserella Eeitt. 

3' Flügeldecken mit Punktstreifen, Fühlerfurche nach unten kaum 
geneigt, Rüssel meist sehr fein gekielt, beschuppt und be- 
haart, Körper beschuppt. Diglossotrox Lac. 



Tribus Tanymecini. 

1" Fühler schwach gekniet, der Schaft kaum so lang als die 
ersten drei Geißelglieder, Rüssel ziemlich lang, oben ab- 
geflacht, der Vorderrand mit tiefem, dreieckigen bis auf den 
Grund reichenden Ausschnitte, Halsschild konisch, die Basis 



Ol 



mehr weniger doppelbuch tig 7 Flügeldecken am Ende zuge- 
spitzt. Körper mit grauem oder gelbgrauem Schuppenkleide. 

2" Augen klein, normal, Prosternum hinter den Vorderhüften 
ohne Höcker, Vorderrand desselben beim mit kragenartiger 
Vorragung, Mittelschienen des 9 mit großem, langen End- 
dorne. Chlorophanus Germ. 

2' Augen groß und stark vorragend, Prosternum hinter den 
Hüften mit zwei genäherten, emporstehenden Zapfen, Vorder- 
rand einfach. Hypomecus Schönh. 

1' Fühler stark gekniet, der Schaft länger als die drei ersten 
Glieder der Geißel, Basis des Halsschildes gerade. 

3" Glied 3 der Hintertarsen verbreitert und unten mit schwam- 
miger Sohle. Rüssel bis zur Spitze meistens gleichartig be- 
kleidet. 

4" Kopf samt den Augen mindestens so breit als der Halsschild, 
dieser schmal, zylindrisch, Flügeldecken lang, keilförmig, 
hinten scharf zugespitzt. Innenende der Mittelschienen beim 
9 mit einem langen, hornigen, gerade nach hinten gerich- 
teten Dorn ausgezogen. — Hieher einige Arten aus Aegypten 
und Transkaspien. (Asemus Schönh.) Esamus Chevrl. 

4' Kopf samt den Augen nicht oder kaum so breit als der 
Halsschild, der Dorn am Innenrande der Mittelschienen beim 
9 ist kleiner und wie gewöhnlich gerade nach innen gerichtet. 

5" Vorderhüften dem Vorderrande der Vorderbrust sehr stark 
genähert, sie nahezu berührend. — Große Formen aus Cen- 
traiasien und den Kaukasusländern. IVlegameciis Eeitt. 

5' Vorderhüften vom Vorderrande der Vorderbrust fast so weit 
entfernt als wie vom Hinterrande. Tanymecus Schönh. 

3' Das 3. Glied der Tarsen nicht oder kaum breiter als die 
vorhergehenden ; die Tarsen unten unvollständig besohlt. Rüssel 
mit schräg abfallender, dicht metallisch beschuppter Spitzen- 
fläche. Phacephorus Schönh. 

Unterfamilie Eremninae. 

Halsschild an den Seiten des Vorderrandes, hinter de n 
Augen gebuchtet (mit Augenlappen.) Mandibeln mit einer Narbe 
am Außenrande. Fühler gekniet mit normaler Keule. Körper 
meistens dicht beschuppt. x ) 



*) Unbekannt ist mir Oxyophthalmus Hochh. 



32 



1" Drittes Tarsenglied bis auf den Grund gespalten, zweilappig, 
breiter als die vorhergehenden Glieder. 

2" Flügeldecken mit vorragenden Schultern, Rüssel schmäler 
als der Kopf, die Fühlergruben an der Rüsselspitze gelegen, 
kurz, dorsal. Klauen frei. Oberseite grün oder grau beschuppt. 

Chloebius Schönh. 

2' Flügeldecken mit abgerundeten Schultern. 

3" Flügeldecken elliptisch oder oval, ohne Schulterbeule, der 
Fühlerschaft kaum den Vorderrand der Augen erreichend, 
Halsschild mit gerade abgeschnittenem Hinterrande, Klauen 
frei. Cyriophthalmus Faust. 

3' Flügeldecken verkehrt eiförmig, bauchig aufgetrieben, ohne 
Schulterbeule, beschuppt und aufstehend beborstet, Rüssel 
breit, die Fühlergruben schmal, an den Seiten des Rüssels 
gelegen. Der Schaft der Fühler den Hinterrand der Augen 
erreichend. Klauen an der Basis verwachsen. 

Pseudocneorrhinus Roel. 

V Drittes Tarsenglied nur höchstens bis zur Mitte ausgerandet, 
schmal, nicht breiter als die vorhergehenden Glieder. 
Klauen frei. 

4" Vorder- und Mittelschienen am Außenrande ohne Zähne. 

5" Kopf äußerst kurz, dick, die Augen stehen dorsal, die ganze 
Oberseite ohne Höcker. — Hieher eine Art aus Transkaspien. 

Perieges Schönh. 

5' Kopf so lang als breit, dick, die Augen stehen lateral, Kopf, 
Halsschild und Flügeldecken mit großen Höckern besetzt. 
(Pterothorax Wse.) Herpes Pedel. 

4' Vorder- und Mittelschienen an der Außenseite gegen 
die Spitze zu mit einer Gruppe gestielter Zähne. Halsschild 
an den Seiten mit einem nach hinten gerichteten Dorne, 
oder einfach verrundet: Untergattung Odontocnemus Zubk. 

Deracanthus Schönh. 

Unterfamilie Brachycerinae. 

Fühler kurz, nicht gekniet, das erste Glied nicht schaftförmig 
verlängert, die Keule hornig, lgliedrig, an der flachen Abstutzungs- 
fläche undeutlich geringelt; die Seiten des Halsschildes am Vor- 
derrande mit einem Augenlappen; Körper gehöckert, plump. 

Hieher die im Mittelmeergebiete verbreitete Gattung 

Brachycerus Oliv. 



33 



Unterfamilie Cleoninae. 

Mandibeln ohne Narbe und ohne Anhänge. Die Fühler- 
furche auf den Seiten des dicken Rüssels weit vor den Augen 
herabgebogen. Halsschild gewöhnlich am Hinterrande vor 
dem meist fehlenden Schildchen mit vorspringendem Winkel. 
Die Fühler sind meist kurz und die Keule nicht scharf ab- 
gesetzt. Vorderhüften vom Vorderrande der Vorderbrust 
viel weiter entfernt als vom Hinterrande. — Hieher meist 
große Vertreter der Rüsselkäfer. 

Die Gattungen dieser Unterfamilie sind trotz ihres 
differierenden Aussehens äußerst nahe verwandt und wenig 
scharf begrenzt. 

Uebersicht der Tribus. 

0" Klauen frei, oder an der Basis verwachsen, stets ohne Zahn 
oder Anhänge. Schenkel und Schienen kaum gezähnt. 

1" Rüssel dick, mehr weniger gekantet, oben meist mit 1 — 3 
Längskielen, selten ohne solche, die Fühler furche von der 
Fühlereinlenkungsstelle bis nahe zum Vorderrande reichend 
und meistens auch vorne frei ausmündend. Halsschild mit 
besonderen Sculpturen, selten einfach punktiert. Glied 2 der 
Hintertarsen so lang oder etwas länger als Glied 3. Körper 
beschuppt oder verschieden behaart. Cleonini. 

1' Rüssel länger, dünner und mehr weniger stielrund, oben 
selten, dann aber fein gekielt; manchmal ist der Rüssel kurz 
und dick, oben abgeflacht und die Fühlerfurche senkrecht 
nach unten gerichtet. Die Fühlerfurche ist in der Regel nach 
vorne weit vor der Spitze verkürzt, Halsschild meist mit 
doppelter Punktur. Glied 2 der Hintertarsen kürzer oder 
nur so lang als 3. Körper manchmal gelb oder rötlich 
bestäubt. Lixini. 

0' Klauen an der Basis mit großen, zahnartigen Anhängen. 
Schenkel und meist auch die Schienen innen mit einem 
scharfem Zahne. Die Basis der Flügeldecken jederseits als 
gerundeter Lappen über die Halsschildbasis vorgezogen. 

Mecyslobini. 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 3 



34 



Tribus Cleonini. *) 

1" Klauen frei, auseinandergespreizt; auch au der Basis aus- 
* einandergerückt. 

2" Basis des Halsschildes und der Flügeldecken gerade ab- 
gestutzt. — Hieher L. imjoerialis Zubk. aus Centraiasien. 

Leucochromus Mötsch. 

2' Basis des Halsschildes zweibuchtig, gegen das Schildchen 
eckig vorgezogen. 

3" Unterseite der Rüsselbasis durch eine Querfurche zahnartig 
abgesetzt, die Seitenkanten bis über die Augen hinaus kiel- 
artig fortgesetzt. Koenigius Heyd. 

3' Rüssel unten an der Basis ohne Querfurche, keinen Zahn 
bildend, seine Seitenkanten nicht über die Augen verlängert. 

4" Glied 2 der Fühlergeißel viel länger als 1 ; Glied 2 der Hinter- 
tarsen länger als 3. Chromonotus Mötsch. 

4' Glied 2 der Fühlergeißel kürzer als 1. 

5" Rüssel ohne Kiele, die dicken Schenkel linear, an der Spitze 
am breitesten, vor der letzteren ohne Einschnürung. (Cossi- 
noäerus Chevrl.) — Hieher P. Candidus Oliv, aus Nordafrika. 

Porocleonus Mötsch. 

5' Rüssel gefurcht oder gekielt, die Schenkel oft dick und 
linear, aber die Unterseite vor der Spitze mit einer Aus- 
buchtung oder Einschnürung. 

6" Glied 2 der Hintertarsen kürzer als 1, nicht länger als breit 
und kaum länger als 3, Halsschild zylindrisch. 

7" Körper ohne abstehende Borstenhaare, Hinterbrust kurz, 
zwischen den Mittel- und Hinterhüften nicht länger als die 
Gelenke der ersteren. Klauen ziemlich dick. 
Bodemeyeria n. g. 2 ) 

*) Unbekannt blieb mir JEphimeronotus Fst. aus Spanien. 

2 ) Bodemeyeria plicata n. sp. Zylindrisch, schwarz, dicht weiß 
beschuppt, die Schüppchen klein, viel länger als breit, haarförmig, auf den 
Beinen kürzer und äußerst dicht gestellt. Rüssel dick, von der Stirne durch 
eine grob gerunzelte Abflachung abgesetzt, in der Mitte mit einem vorn 
verkürzten, hinten zur Abflachung undeutlich gegabelten Kiel, die Seiten- 
ränder stumpf gekantet; Stirn zwischen den Augen mit groben Längs- 
runzeln. Halsschild so lang als breit, zylindrisch, der Quere nach gewölbt, 
kaum schmäler als die Basis der Flügeldecken, außerordentlich grob 
runzelig punktiert, die Grubenpunkte in einander verflossen, längs der 
Mitte etwas feiner und daselbst meist mit feinem Kielrudimente, die er- 
habenen Eunzel kahl, die Seiten auf der Unterseite fein punktiert und dicht 
beschuppt. Flügeldecken wenig länger wie doppelt so lang als der Hals- 



35 



7' Der ganze Körper mit langen, abstehenden, weißen Borsten- 
haaren ziemlich dicht besetzt, Hinterbrust viel länger als die 
Mittelhüftgelenke; Klauen dünn. Trichocleonus Mötsch. 

6' Glied 2 der Hintertarsen länglich, etwa so lang als 1 und 
viel länger als 3. Halsschild mehr weniger konisch verengt. 

8" Rüssel mit einem Kiele, Flügeldecken länglich, oval, Bauch 
mit in die Quere gestellten dunklen Makeln, Halsschild an 
den Seiten des Vorderrandes mit deutlichem Augenlappen. — 
Hieher eine Art: M. praeditus Fst. aus Turkestan. 

Monolophus Faust 

8' Rüssel mit zwei Kielen, Flügeldecken kürzer und breiter, fast 
eiförmig, Bauch mit schwarzen Punkten irroriert, Halsschild 
am Vorderrande mit undeutlichen Augenlappen. 

Pleuröcleonus Mötsch. 

1' Klauen an der Basis eine kurze oder längere Strecke ver- 
wachsen oder dicht aneinandergefügt, im letzteren Falle dann 
einen angedeuteten stumpfen Winkel bildend, von dem an 
die Klauen auseinander treten. 

9" Rüssel kurz und dick nach vorne stark verengt, mit dem 
Kopfe einen kurzen, seitlich nicht gekanteten, kontinuierlichen 
Konus bildend, oben gewölbt und nur mit einem stumpfen 
Mittelkiele ; die Augen aus der Kopfwölbung gar nicht vor- 
tretend, ihr Unterrand zugespitzt; Glied 2 der Fühlergeißel 
länger als 1. 

10" Glied 1 und 2 der Hintertarsen gestreckt, 2 viel länger als 
3, Oberseite beschuppt. Conorrhynchus Mötsch. 

schild, ziemlich gleich breit, gewölbt, mit tiefen Punktstreifen, die abwech- 
selnden Zwischenräume (3, 5, 7, 9) etwas breiter und gewölbter als die 
andern, fast rippenförmig ; diese mit schwarzen, gegitterten, kahlen Längs- 
stellen, die Rippen des 7. und 9. Zwischenraumes verbinden sich vor der 
Schulterbeule und münden in die letztere. Bauch und Beine zwischen der 
weißen dichten Beschuppung mit abstehenden, wenig langen, weißen 
Borstenhaareu untermischt. Schenkel fast gleich breit, die Schienen dick, 
gerade, etwas dünner als die Schenkel, die Spitzenränder mit weißen 
Dörnchen bewimpert. Die ersten zwei Bauchsegmente haben jederseits einen 
runden dunkleren Flecken, wovon der am 1. Sternite oft undeutlich ist, 
das 3. und 4. Sternit mit 3 bis 5, das Analsternit mit größerem Kahlflecken 
in der Mitte. Long. 13 — 15 mm, ohne Rüssel. 

Persien: Luristan; von Herrn Hauptmann E. v. Bodemeyer 
(Berlin) gütigst eingesendet. 

3* 



36 

10' Glied 2 der Hintertarsen nicht oder sehr undeutlich länger 
als 3, Oberseite mit spitzigen oder gezjpfelteii Schuppen, oder 
dicht behaart. Temnorrhinus ChevrL 

9' Rüssel gleichbreit oder an der Spitze schwach erweitert, 
selten schwach konisch verengt, im letzteren Falle sind die 
Seiten mehr weniger gekantet und Kopf und Rüssel bilden 
keinen exakt kontinuierlichen Konus. 

11" Der Vorderrand des Halsschildes bildet eine hohe Kante an 
den Seiten der Vorderbrust, welche hinten in einen Zahn aus- 
mündet und eine tiefe Fühler- und Rüsselfurche auf der 
Vorderbrust einschließt, in welche der Rüssel niedergebogen 
und in der Ruhe eingelegt werden kann. Oberseite gehöckert. 

Eumecops Hochli. 

11' Der Vorderrand des Halsschildes bildet keine Kante an den 
Seiten der Vorderbrust, diese ist am Vorderrande einfach 
ausgerandet oder ausgebuchtet; der Kopf nicht an die Vor- 
derbrust anlegbar. 

12" Erstes und zweites Glied der Hintertarsen mehr weniger 
verlängert, Glied 2 stets deutlich länger als 3, die Tarsen 
auf der Unterseite nur unvollständig bebürstet, meist nur mit 
Bürstenflecken oder ganz ohne solche. 

13" Glied 2 der Fühlergeißel nicht länger als 1, in der Regel 
deutlich kürzer als 1. 

14" Kopf und Rüssel liegen in einer Ebene, vor der Stirne be- 
findet sich demnach keine deutliche quere Einsenkung. Hals- 
schildbasis flach gerundet, die Mitte nicht winkelig nach 
hinten gezogen ; Flügeldecken eiförmig, ohne Spur von Schul- 
tern, an der Basis so breit als der Halsschild ; (letzterer mit 
weißbeschuppter Mittelfurche auf dunklem Grunde.) — Hie- 
her M. Panderi Fisch, aus Ostsibirien. 

Microcleonus Faust 
14' Kopf und Rüssel liegen nicht in der gleichen Ebene, zwischen 
beiden befindet sich eine flache breite Querfurche, der Mittel- 
kiel des Rüssels ist aber innerhalb derselben nasenförmig 
vorgewölbt. 

15" Flügeldecken exakt oval, in der Mitte am breitesten, mit 
gleichmäßiger Wölbung und feiner Skulptur, vor der Mitte 
gekörnt, Basis des Halsschildes gerade abgeschnitten, 
der Kiel des Rüssels von der Fühlereinlenkung an in eine 
lange, dreieckige, kahle und ziemlich glatte Fläche aus- 



37 



mündend, welche die Spitze erreicht. — Hieher I. granosus 
Zubk. aus Centraiasien und dem südlichen Uralgebiete. 

Isomerus Zubk. 

15' Flügeldecken langgestreckt oder eiförmig, oft mit grober 
Skulptur, stets ungekörnt, meist mit mehr oder weniger 
angedeuteten Schultern oder einer kleinen Schulterbeule, 
Basis des Halsschildes flach zweibuchtig oder jederseits 
schräg abgeschnitten und die Mitte etwas winkelig zum 
Schildchen vorragend, selten gerade abgeschnitten, dann aber 
mit deutlich entwickeltem Schildchen, Rüssel ohne glatte 
dreieckige Spitzenfläche, oder dieselbe ist kurz, die Fühler- 
einlenkungsstelle lange nicht erreichend. 

16" Der Rüsselkiel setzt sich auf die Stirne fort und ist zwischen 
den Augen gegabelt. Die Seiten des Halsschildes sind vom 
ersten Drittel nach hinten gekantet. Gonocleonus Chevrl. 

16' Der Rüsselkiel ist auf der Stirne gewöhnlich verkürzt, die 
Seiten des Halsschildes ohne scharfe Seitenkanten. 

17" Rüssel mit einer oft stumpfen Seitenrandkante, Flügeldecken 
mit kleinem Schulterwinkel, die Vordertarsen wenigstens 
teilweise bebürstet. 

18" Die Hinterbrust ist länger als die Gelenkgrube der Mittel- 
hüften. Coniocleonus Mötsch. 

18' Die Hinterbrust ist zwischen den Mittel- und Hinterhüften 
schmäler als das Gelenk der Mittelhüften. 

19" Hintertarsenglied 3 ohne oder mit rudimentären Bürstenflecken. 

Stephanocleonus Mötsch. 

19' Hintertarsenglied 3 mit vollständiger Bürste. 

Eucleonus Fst. 

17' Rüssel an den Seiten vollständig verrundet, ohne Spur einer 
Randkante, der Rüsselkiel nach beiden Enden verkürzt und 
wie der Kopf dicht behaart, Halsschi] d schwach konisch, 
einfach, Flügeldecken exakt eiförmig, bauchig erweitert, weit 
vor der Mitte am breitesten, ohne Spur eines Schulterwinkels, 
gewölbt; Tarsen auf der Unterseite ohne Bürstenflecken, 
dünn. — Hieher JB. fronto Fisch, aus Transkaspien und aus 
Samara. Brachycleonus Fst. 

13' Glied 2 der Fühlergeißel länger als 1. 

20" Seiten des kurzen Rüssels verrundet, ohne Spur einer Rand- 
kante, Hinterbrust viel länger als der Durchmesser der Ge- 
lenke der Mittelhüften, Körper lang, zylindrisch, mit gezipfelten 



38 



Schuppen bedeckt und einzeln lang abstehend behaart ; Tarsen 
schmal. — Hieher E. limis Men. aus Transkaspien. 

Eurysternus Faust 

20' Seiten des längeren Rüssels wenigstens in der Mitte durch 
einen oft stumpfen Randkiel begrenzt. Oberseite ohne lange, 
abstehende Behaarung. 

21" Die Hinterschienen haben innen längs der Spitze einen 
schmalen, dichten und längeren Haarkamm, der in den nor- 
malen Haarpinsel ausläuft, der bei den meisten Arten ver- 
treten ist. Seitenrand des Halsschildes hinter den Vorder- 
winkeln mit einer prononzierten Beule. Hinterbrust zwischen 
den Hüften fast doppelt so lang als die Mittelhüften, Flügel- 
decken mit großem Schulterwinkel, Klauenglied von auffälliger 
Länge. — Hieher einige Arten aus Afrika. 

Tetragonothorax Ohevrl. 

21' Die Hinterschienen sind innen gleichmäßig behaart, ohne 
Haarkamm an der Spitze, nur mit dem kleinen Haarpinsel 
über dem Spitzendorne. 

22" Flügeldecken lang elliptisch, ohne Schultern, die Basis sowie 
jene des Halsschildes tief schräg nach innen abgeschnitten, 
wodurch die Halsschildmitte lang eckig nach hinten ver- 
längert ist. Halsschild und Basis der Flügeldecken gekörnt. 
Bauch mit schwarzen Quermakeln. — Hieher Chi. Fischeri 
Fähr, aus Transkaspien. Chromosomus Mötsch. 

23" Flügeldecken nicht elliptisch, mit mehr weniger vorsprin- 
genden Schulterwinkeln, die Basis des Halsschildes schwächer 
abgeschrägt, meist doppelbuchtig. 

24" Halsschildseiten und Deckenbasis mit Körnern besetzt, die 
Körnchen der Flügeldecken oft in Querrunzeln aufgelöst. 

25" Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken, Abdominal- 
sternite 3, 4, 5 an der Basis mit schmaler, dunkler, kahler 
Querbinde. Menecleonus Fst. J ) 

l ) Menecleonus Emiliae n.sp : Klein, schwarz, die Flügeldecken dunkel- 
braun, mit feinen weißen, an der Spitze gegabelten Haarschuppen fleckig 
besetzt, Unterseite weiß behaart, die basalen dunklen Querbinden auf den 
Sterniten sehr schmal. Kussel punktiert, wenig lang, parallel, mit schwachem 
Mittelkiel, an den Seiten nur undeutlich oder gar nicht gerandet, die Seiten 
dunkel, die Oberseite heller, vor und innerhalb der Augen dichter behaart : 
die Au^en sind unten zugespitzt. Halsschild etwas schmäler als die Flügel- 
decken, kaum so lang als breit, an den Seiten parallel, vorn plötzlich ein- 
geschnürt, vor der Basis mit kurzer Längsfurche, die Spitze in der Mitte 



39 



25' Halsschild wenig schmäler als die Flügeldecken, Abdominal- 
sternite ohne dunkle Kahlbinde, sondern mit Makeln oder 
mit Kahlpunkten irroriert. 

26" Halsschildseiten und die Basis der Flügeldecken mit Körnern 
oder erhabenen Querrunzeln besetzt. 

Stephanophorus Chvrl. 

26' Flügeldecken ohne Spur von erhabenen Körnern oder Run- 
zeln, auch die Seiten des Halsschildes nicht ausgesprochen 
gekörnt. Bothynoderes Schönh. 

12' Glied 1 und 2 der Hintertarsen nicht verlängert, Glied 2 
nicht oder sehr wenig, kaum merkbar länger als das gelappte 
dritte in seiner ganzen Ausdehnung. 

27" Die Stirn zwischen den Augen mit einer wenig breiten Quer- 
furche, der Rüssel vor der Stirne ohne Einsenkung und 
ohne deutliche Längskiele, Halsschild und Flügeldeckenbasis 
gekörnt, Tarsen dick, unten nicht deutlich bebürstet, beborstet. 
— Hieher A. taciturnus Fst. vom Alai-Gebirge. 

Anisocleonus Fst. 

27' Die Stirne zwischen den Augen ohne Querfurche, der Rüssel 
vor den Augen oft mit sattelförmiger Einsenkung, Rüssel 
meistens mehr weniger scharf gekielt. 

28" Flügeldecken gerundet eiförmig, stark bauchig erweitert, 
mit verrundeten Schultern, Basis des Halsschildes ganz gerade, 
in der Mitte nicht vorgezogen, Tarsen auf der Unterseite 
ohne kurz geschorene Bürstenflecke, sondern die Ecken sind 
dichter und länger weich behaart, Glied 2 der Fühler etwas 
länger als 1. 

29" Außenrand der Schienen ohne kahle, glänzende Spitzen- 
fläche, Halsschild schmal, grob runzelig punktiert, fast vier- 
vorgezogen, die Augenlappen kräftig entwickelt, oben punktuliert und da- 
zwischen mit spärlicheren größeren Punkten durchsetzt, an den Seiten 
einzeln gekörnt, und mit einer gebuchteten Haarlinie, eine weitere 
schräg nach hinten divergierende, hinter der Mitte verkürzte auf dem 
vorderen Teile der Scheibe und ein Längsstrichel in der Mitte zum Vor- 
derrand, weiß behaart. Die braunen Flügeldecken mit mäßig starken aber 
sehr gleichmäßigen Punktstreifen, dicht fleckig behaart, auf dem vorderen 
Teile der Zwischenräume einzeln gekörnt. Fühlerbasis und Beine dunkel- 
braun, Tarsen mit rudimentären Bürsten auf der Unterseite, Glied 2 der 
Hintertarsen länger als 3. Long. 10 mm, ohne Rüssel. 

Am 24. März 1907 bei Elisabetpol im Transkaukasus von Herrn 
Babadjanides aufgefunden und meiner Kollektion gütigst überlassen. 



40 



eckig ; Flügeldecken an der Basis der Zwischenräume einzeln 
gekörnt ; die Schienen äußerst dicht pelzartig tomentiert. 

Isomerops nov. g. x ) 

29' Außenrand der Mittel- und Hinterschienen an der Spitze im 
weiteren Umfange kahl, Halsschild fein punktiert, dicht 
tomentiert ; Flügeldecken nicht gekörnt, die Beine einförmig 
beschuppt und behaart. — Hieher JE. Lehmanni Men. aus 
Transkaspien. Epexochus nov. g. 

28' Flügeldecken nicht bauchig erweitert, mit mehr weniger 
deutlicher Schulterbeule oder Schulterecke, die selten fehlt, 
Halsschild doppelbuchtig oder schräg abgeschnitten, die Mitte 
nach hinten etwas vorragend, selten gerade, die Tarsen auf 
der Unterseite wenigstens auf dem 3. gelappten Gliede mehr 
weniger dicht braun bebürstet. 

30" Glied 2 der Fühlergeißel beträchtlich länger als 1. 

31" Basis des Halsschildes doppelbuchtig, die Mitte in einen 
breiten, flachen, abgerundeten Lappen vortretend und fein 
gerandet. (Exochus Chevrl.) — Hieher E. gigas Mars, aus 
Algier und Aegypten. Epilectus Chevrl. 

31' Basis des Halsschildes in der Mitte gegen das Schildchen 
mehr weniger eckig vorgezogen, selten gerade abgeschnitten. 

32" Rüsselfurchen auf der Unterseite nicht mit einander verbunden 
und davor keinen Zahn bildend ; Basis des Halsschildes in 
der Mitte mehr weniger eckig vorgezogen. 

33" Rüssel parallel, vor den Augen sattelförmig eingesenkt, Spitze 
der Flügeldecken nicht zipfelförmig ausgezogen. 

34" Rüssel lang, die Seiten und Mitte scharf gekielt, vorn mit 
langem spitz dreieckigem Apikalfelde, Flügeldecken nicht 
gekörnt, die Tarsen auf der Unterseite nur mit bürsteuartigen 
Sohlennecken; Sternite an der Basis mit dunklen Quer- 
bändern. — Hieher einige Arten aus Transkaspien und 
Turkestan, und D. hieroglyphicus Oliv, aus Nordafrika. (Di- 
cranotropis Fst.) Ammocleonus Bedel. 

34' Rüssel kurz und dick, Halsschild und Flügeldeckenbasis 
gekörnt, die Tarsen mit vollständiger bürstenartiger Sohle? 
Bauch ohne dunkle Querbinden. Unterseite weiß, Oberseite 

1) Hieher Isomerus Fausti Petri, Ann. Mus. Hung. 1908. 574, aus 
Central-Persien, den der Autor mit Zwang zu Isomerus stellte und deshalb 
die Gattungsformel von Faust entsprechend zu ändern gesucht hatte. 



41 



weiß fleckig tomentiert. — Hieher L. candidatus Pall., 
tessellatus und albotessellatus Fairm. Leucomigus Mötsch. 

33' Rüssel etwas konisch verengt, vor den Augen nicht sattel- 
förmig eingesenkt, Flügeldecken mit Schräg- oder Querbinden, 
die Spitze etwas deutlicher zipfelförmig ausgezogen als bei 
den vorigen Gattungen, Vorderbrust vor den Hüften mit 
stumpfen Höckerchen, Tarsen auf der Unterseite bürstenartig 
besohlt. Chromoderus Mötsch. 

32' Rüsselfurchen an der Basis des Rüssels auf der Unterseite 
mit einander tief verbunden, davor einen von der Seite gut 
sichtbaren Zahn bildend, Basis des Halsschildes gerade 
abgeschnitten, Oberseite nicht gekörnt, Tarsen auf der Unter- 
seite vollständig bebürstet. Leucosomus Mötsch. 

30' Glied 2 der Fühlergeißel nicht länger als 1, meistens kürzer. 

35" Halsschild und Basis der Flügeldecken nicht gekörnt. 

36" Halsschild außerordentlich grob, dicht grubenartig punktiert 
und stark verrunzelt, Basalrand der Flügeldecken durch einen 
leichten Quereindruck etwas aufgebogen, Tarsen mit äußerst 
reduzierten Bürstenflecken, fast ganz ohneBürstensohle. 

Aplesilus nov. g. *) 

J ) Aplesilus ruginodis n. sp. — Groß, langgestreckt, gewölbt, 
schwarz, oben spärlich und sehr fein, unten etwas länger und dichter be- 
haart, Abdomen mit irrorierten dichten, schlecht begrenzten Kahlpunkten, 
Unterseite der Schenkel und die ganzen Schienen viel dichter, zottig behaart, 
Tarsen dicht hell behaart, unten kurz beborstet, nur mit Spuren von kleinen 
Bürstenflecken auf den Vordertarsen, Rüssel dick, grob rugos punktiert, 
mit* stumpfem, jederseits verkürztem Mittelkiel, daneben mit feinen Längs- 
runzeln, die oft einen Kiel imitieren, der Seitenrand nicht scharf kielig 
begrenzt, Augen nicht vortretend, unten abgerundet. Kopf kurz, bis zu den 
Augen in den Halsscbild eingezogen. Halsschild wenig schmäler als die 
Flügeldecken, mindestens so lang als breit, fast parallel, vorne etwas 
eingeschnürt, Basis schräg abgeschnitten, vor dem nicht sichtbaren Schild- 
chen mit einer feinen Längsgrube, Scheibe dicht grubig gerunzelt, die 
Runzeln mit einzelnen Punkten besetzt. Flügeldecken lang oval, mit ziem- 
lich feinen, vorne deutlicher eingerissenen Punktstreifen, die Zwischen- 
räume flach und breit, überall sehr fein, vorne allmählich gröber gerun- 
zelt, nicht gekörnt, Spitze gemeinschaftlich breit abgerundet; die Schen- 
kel mit irrorierten Kahlflecken dicht besetzt. Long. 16 — 20 mm, ohne 
Rüssel. 

Persien: Suitanabad, Luristan ; von Herrn Hauptmann E. von 
Bodemeyer gütigst eingesendet. 



42 



36' Halsschild mit feiner, oft längsstreifiger Skulptur, Basalrand 
der Flügeldecken nicht aufgebogen, Tarsen auf der Unter- 
seite bebürstet oder mit deutlichen, großen Bürstenflecken. 

37" Rüssel ohne Mittelkiel. 

38" Rüssel ungekielt, aber mit zwei nach hinten konvergierenden, 
vorn und rückwärts verkürzten Längsfurchen, Ober- und 
Unterseite dicht, anliegend, weiß oder gelb tomentiert, den 
ganzen Untergrund verdeckend. — Hieher einige Arten aus 
Algier. Pycnodactylus Chevrl. 

38' Rüssel mit tiefer Mittelfurche, daneben kielartig erhöht, 
Halsschild mit drei weiß tomentierten Längsfurchen, wovon 
die mittlere in der Mitte kurz gekielt ist, Flügeldecken mit 
vortretenden Schultern, parallel, mit großen weiß tomentierten 
Punktgruben, die zum Teil längsstreifig zusammenfließen. 
Scl.warz glänzend, Unterseite weiß, kreideartig tomentiert. 

Liocleonus Mötsch. 

37' Rüssel mit scharfem Mittelkiel, Unter- und Oberseite nicht 
gleichartig tomentiert. 

39" Flügeldecken mit deutlich vorragenden, abgeschrägten Schul- 
tern, etwas breiter als der Halsschild, dieser mit einer nach 
vorn oft verkürzten Mittelfurche, Flügeldecken vor der 
Spitze gewöhnlich mit kleiner Beule am 5. Zwischenräume. 

Mecaspis Schönh. 

39' Flügeldecken ohne abgeschrägte Schultern, Halsschild so breit 
als die Flügeldecken an der Basis und wenigstens am vor- 
deren Teile mit feinem Mittelkiel, Flügeldecken ohne Antea- 
pikalbeule. Pseudocleonus Chevrl. 

35' Halsschild und Basis der Flügeldecken mehr weniger deutlich 
gekörnt. 

40" Fühler kurz und dick, sehr schwach gekniet, der Schaft 
auffallend kurz, die Geißel hat 8 Glieder, das 8. als Bogen- 
rudiment an der Basis der wie gewöhnlich 4gliederigen 
großen Keule sichtbar und durch die spärlichere Punktur 
von den Keulengliedern zu erkennen, Rüssel dick, rugos 
punktiert, mit scharfer Randkante, Halsschild mit starken 
Augenlappen. 

41" Halsschild mit mehr weniger entwickeltem, meist feinem 
Mittelkiel, Flügeldecken keilförmig, an der Basis breit, mit 



43 



vorragenden Schultern, nach hinten stark verengt, mit großen, 
schlecht begrenzten, dunkleren Seitenflecken. 

Pachycerus Schönh. 

41' Halsschild an den Seiten gerundet, mit mehr weniger aus- 
gesprochener Mittelfurche, Flügeldecken lang oval, nicht 
keilförmig, Oberseite mit kleinen weißen, punktförmigen 
Haarflecken. Rhabdorrhynchus Mötsch. 

40' Fühler deutlich gekniet, mit längerem Schaftgliede, die Geißel 
normal, 7gliederig. 

42" Die Tarsen haben auf der Unterseite mehr weniger ent- 
wickelte Bürstenflecken, die hinteren niemals mit vollständiger 
Bürstensohle, Abdominalsternite mit einer Querreihe von 
großen Kahlpunkten. Rüssel gewöhnlich mit einer von einem 
Kiele begrenzten Mittelfurche, Halsschild mit ungleicher 
Skulptur, Flügeldecken mit stark vorragenden Schultern, an 
der Basis des 2. Zwischenraumes mit kleinen, hellen Haar- 
flecken. Xanthochelus Chevrl. 

42' Tarsen meistens mit vollständigen, nur durch die Mittelnaht 
geteilten Bürstensohlen. Abdominalsternite mit oder ohne 
irrorierte Kahlpunkte. 

43" Die durch feine Ringe geteilte 4gliederige, lang ovale Fühler- 
keule ist viel kürzer als die Geißel. 

44" Vorderrand des Halsschildes an den Seiten hinter den Augen 
gerade abgeschnitten, also ohne deutlichen Augenlappen. Rüssel 
mit einem oft dicken und breiten, vorn manchmal gefurchten 
Mittelkiel, daneben 2 tiefe oft verkürzte Längsfurchen, mit 
deutlicher Randkante. Abdominalsternite mit irrorierten Kahl- 
punkten, selten einförmig weiß tomentiert. 

Cyphocleonus Mötsch. 

44' Vorderrand des Halsschildes an den Seiten hinter den Augen 
mehr weniger vorgezogen, nicht gerade abgeschnitten, also 
mit deutlichen Augenlappen. 

45" Rüssel mit einem ganz oder teilweise gefurchten Mittelkiel, 
daher oft dreifurchig erscheinend, mit mehr weniger deutlicher 
Randkante. Cleonus Schönh. 

45' Rüssel rundlich, die Seiten ohne scharfe Randkante, mit oder 
ohne Mittelkiel. 

46" Rüssel dick, stark punktiert, höchstens vorn mit angedeutetem 
stumpfen Mittelkiel, Körper oben mit weißen Tomentflecken. 

Adosomus Faust 



44 



46' Rüssel schlank, mit feinem Mittelkiel, Oberseite ohne weiße 
Tomentmakeln, nur die Augen weißhaarig umrandet. 

Lixomorphus Fst. 
43' Die Fühlerkeule groß und breit oval, nicht kürzer als die 
Geißel der Fühler. Rüssel kurz, mit Mittelkiel, auch die Seiten 
etwas gekantet, Halsschild an der Basis von der Breite der 
Flügeldecken, letztere an der Spitze etwas einzeln abge- 
rundet. Körper gewölbt, Lixus-ähnlich. 

Trachydemus Chevrl. 

Tribus Lixini. 

1" Die Fühlerfurche ist nach hinten schräg unterhalb die 
Augen gerichtet. Rüssel gestreckt, selten nur so lang als 
der Kopf. 

2" Oberseite außer der feinen Grundbehaarung höchstens mit 
wenig längerer, wolliger, fast anliegender Behaarung. Die 
Schienen am Außenrande nicht lang abstehend behaart. Die 
Fühlerkeule ist in der Regel schlecht begrenzt, indem das 
7. Geißelglied sich mit schwellender Breite dicht an das 1. Glied 
der Keule anschließt. 

3" Körper laug zylindrisch, Halsschild selten kürzer als breit, 
Flügeldecken schmal, hinten oft einzeln zugespitzt. 

Lixus Fabr. 

3' Körper kurz eiförmig, gedrungen gebaut, Halsschild quer, 
nach vorne verengt, Flügeldecken kurz eiförmig, niemals 
einzeln in eine Spitze ausgezogen. Larinus Germ. 

2' Die ganze Oberseite und die Beine, auch die Schienen nach 
außen, außer dem anliegenden Haartoment, mit langen ab- 
stehenden Haaren besetzt. Fühlerkeule gut abgesetzt, das 
7. Geißelglied bildet kein deutliches Uebergangsglied zur 
Keule. Körper kurz und gedrungen gebaut, oval. 

4" Rüssel kurz, kaum länger als der Kopf. (Stolatus Muls.) 

Lachnaeus Schönh. 

4' Rüssel lang und dünn, reichlich doppelt so lang als der 
Kopf. Eustenopus Petri. 

1' Die Fühler furche ist fast senkrecht nach unten gerichtet. 
Rüssel kurz und dick, oben abgeflacht und seitlich gekantet. 
Körper schmäleren Larinus- Arten ähnlich. 

5" Rüssel breit, oben flach gefurcht oder etwas ausgehöhlt. Ober- 
seite mit dichter, einfacher, oft einwenig gehobener Behaarung. 



45 



6" Vorderbrust ohne Rüsselfurche, Klauen gleich lang, Behaarung 
einfach, Rüssel tief ausgehöhlt. Rhinocyllus Germ. 

6' Vorderbrust vor den Vorderhüften mit hochrandig begrenzter 
Rüsselfurche, Flügeldecken mit oft bis auf den Grund ge- 
spaltenen Haaren, Klauen manchmal von ungleicher Länge. 
Rüssel mit flacher und breiter Rüsselfurche. (Coelosthetus 
Cap.) Bangasternus Gozis. 

5' Oberseite mit doppelter, anliegender und langer, abstehender 
Behaarung. 

7" Rüssel zur Spitze nicht verengt, Halsschild quer, Körper kurz 
oval, gedrungen gebaut: Siehe Gen. Zachnaeus Schönh. p. 44. 

7' Rüssel zur Spitze verengt, Halsschild so lang als breit, 
Körper schmal und fast gleich breit. Microlarinus Hochh. 

Tribus Mecyslobini. 

Hieher nur die Gattung Mecyslobus Reitt. 

vom Amur. Sehr ausgezeichnet durch innen gezähnte Schenkel 
und Schienen, an der Basis lappig gezähnte Klauen und durch 
die Bildung des Vorderrandes der Flügeldecken. Die Gestalt ist 
ähnlich wie bei Lixus, die sonstigen Eigenschaften erinnern an 
die Erirrhini, aber der Verlauf der Fühlerfurche und die gezähnten 
Klauen entfernen sie weit von den letzteren. 

Unterfamilie Auchmeresthinae. 

Mit den Metacinopsinae verwandt, aber durch die seitlichen 
Fühlerfurchen abweichend. Der Fühlerschaft erreicht den Hinter- 
rand der Augen und die Schenkel sind ungezähnt. Vorderhüften 
dem Vorder- und Hinterrande der Vorderbrust genähert. 

Hieher die Gattung Auchmeresthes Kraatz 

aus Cephalonia. 

Anmerkung. Faust befürwortet die Stellung dieser Gat- 
tung und Metacinops zu den Eugnomiden, welche aber freie Kral- 
len besitzen und da ich, wie Lacordaire und andere Autoren, 
im Gegensatze zu Faust, darauf Gewicht lege, so bringe ich sie 
lieber unter besondere Unterfamilie unter, wodurch deren Be- 
grenzung wesentlich erleichtert wird. 

Unterfamilie Metacinopsinae. 

Ausgezeichnet durch den stark verlängerten Kopf, die auf 
der Oberseite befindlichen Fühlergruben und den einem Phyllobius 



46 



äußerst ähnlich gebauten und ähnlich behaarten Körper ; der Füh- 
lerschaft überragt die Augen, die Schenkel sind fein gezähnt. 
Die Mandibeln sind klein und einfach und haben keine Narbe. 
Vorderhüften dem Vorder- und Hinterrande der Vorderbrust ge- 
nähert. 

Hieher nur die Gattung Metacinops Kraatz 

mit 2 Arten, wovon eine in Griechenland, die andere in Süd- 
italien einheimisch ist. 

Unterfamilie Myorrhsninae. 

Ausgezeichnet durch den ziemlich langen, seitlich zusammen- 
gedrückten Kussel; die Fühler sind hinter der Spitze des Rüs- 
sels eingelenkt, die Fühlerfurche ist von oben sichtbar, die Ober- 
seite desselben hier gebuckelt, die Augen sind klein, dorsal, 
von oben ganz sichtbar und einander fast berührend, nicht vor- 
gewölbt. Halsschild quer gerundet, etwas schmäler als die kurz 
ovalen, hochgewölbten Flügeldecken. Tarsen verbreitert, mit 
schwammiger Sohle, Klauen klein, an der Basis verwachsen. 
Vorderhüften dem Vorder- und Hinterrande der Vorderbrust ge- 
nähert. Körper Sciaphilus-älmlich. 
1" Schenkel mit einem Zahne. Oberseite mit länglichen Haar- 
schuppen dicht, selten spärlich, bekleidet und die Flügel- 
decken mit längeren Haaren dazwischen, Schienen mit ab- 
geplattetem Außenrand. Myorrhinus Schönh. 
1 Schenkel ungezähnt, Oberseite mit rundlichen Schuppen be- 
setzt, Schienen kaum abgeplattet. Haptomerus Faust. 

Unterfamilie CurCUliOninae. 

Ueber sieht der Tribus. 

1" Klauen an der Basis verwachsen: siehe Tropiphorini . 
V Klauen frei. 

2" Halsschild mit 3 Längsfurchen, wovon die seitlichen oft zu 
Gruben aufgelöst sind ; Stirn über den Augen oft höckerartig 
aufgetrieben, oder durch die Behaarung buckelig erscheinend. 
Schienen mit mäßig kleinen Enddornen, der äußere Spitzen- 
rand einfach bewimpert, ohne schmale glatte Randfläche 
zwischen der Bewimperung und dem Spitzenrand (Körbchen 
offen). Tarsen schmal, das 3. Glied nicht oder sehr 
wenig breiter als die vorhergehenden Glieder. 



47 



Vorderhüften vom Vorderrande der Vorderbrust viel weiter 
entfernt als vom Hinterrande. Oberseite uneben. 

Rhytirrhini. 

2' Halsschild einfach oder nur mit einer, selten mit dicht ge- 
stellten, zahlreichen Längsfurchen, oft mit einem Längskiele 
in der Mitte. Stirn über den Augen nicht höckerig aufge- 
trieben, Tarsen selten mit nicht verbreitetem 3. Gliede. 

3" Alle Schienen höchstens am inneren Ende mit einem sehr 
kleinen, oft undeutlichen Dörnchen bewaffnet, der Spitzen- 
rand einfach, nicht glatt in den Enddorn übergehend. 
(Körbchen offen.) 

4" Rüssel stielrund, ungefurcht, an der Spitze mehr weniger 
kahl, Halsschild ohne Mittelkiel oder Mittelfurche. Vorder- 
hüften dem Vorder- und Hinterrande der Vorderbrust in 
gleicher Weise genähert. Hyperim, 

4' Rüssel oben etwas abgeflacht, mit einer Mittelfurche, Hals- 
schild oft mit einer verkürzten Mittelrinne, selten ohne solche, 
oder mit einem Mittelkiel, die Fühlerfurche meistens scharf 
eingeschnitten, zum unteren Teil der Augen reichend, die 
Schienen meistens mit kleinerem gut sichtbaren Enddorne. 
Flügeldecken gewöhnlich mit je 2 (meist schrägen) helleren 
Schuppenflecken. Vorderhüften dem Hinterrande der Vorder- 
brust viel mehr genähert als dem Vorderrande. Alophini. 

3' Alle Schienen am inneren Ende mit einem mehr weniger 
großen, quer nach innen ausmündenden Hornhaken, der 
schmale Spitzenrand außen kahl und in den Hornhaken über- 
gehend, davor mit Wimperhaaren besetzt. (Körbchen mehr 
weniger geschlossen, was bei den ganz kleinen Formen aller- 
dings ziemlich schwer sichtbar ist.) Vorderhüften dem 
Hinterrande der Vorderbrust genähert, vom Vorderrande stärker 
entfernt. 

5" Das 1. Glied der Fühlerkeule ist nicht so lang als die 2 
nächsten zusammen *), das 7. Glied der Geißel ist an die 
Keule angeschlossen und bildet ein Uebergangsglied zu ihr. 
Flügeldecken mit ganz gleichartigen Zwischenräumen der 
Punktstreifen. Hieher große Formen. Hylobiini. 

] ) Die ovale Keule besteht aus 4 durch feine Nähte geschiedene 
Glieder, wovon die Naht zwischen dem 1. und 2. Gliede oft nur ange- 
deutet erscheint, weil sie verwachsen ist; auf der Innenseite sind sie 
deutlicher als auf der äußeren. 



48 



5' Das 1. Glied der Fühlerkeule ist so lang als die 2 nächsten 
zusammen oder länger, das 7. Glied der Geißel ist in der 
Regel kein erweitertes Uebergangsglied zur Keule. Oberseite 
oft rauh skulptiert, Flügeldecken meist mit abwechselnd höher 
erhabenen Zwischenräumen der Punktstreifen. — Hieher große 
und kleine Formen. Plinthini. 

Tribus Rhytirrhini- 1 ) 

1" Außenecke der Vorderschienen in einen Dorn ausgezogen. 

2" Flügeldecken ohne Rippen. Hieher 2 Arten aus Nordafrika. 

Ereminarius Fairm. 
2' Flügeldecken mit Rippen. — Hieher E, sabulicola Raff, aus 

Tunis. Entomoderus Raffr. 

1' Außenecke der Vorderschienen einfach, oder nur gewinkelt. 

3" Die Fühlerfurche ist tief und gerade bis zu den Augen 
reichend und biegt bei den Augen scharfwinkelig und ebenso 
tief nach abwärts, so daß die flachen, dicken Seitenteile des 
Rüssels scharf dreieckig oder rhombisch begrenzt sind. 
Vorderrand des Halsschildes an den Seiten mit großem 
Augenlappen, der in der ruhenden Lage des Rüssels die 
queren Augen zum größten Teile bedeckt. Oberlippe kaum 
sichtbar. Oberseite beschuppt und dazwischen nur mit ganz 
kurzen Börstchen besetzt, oder die Rippen der Flügeldecken 
mit halbanliegenden Schuppenhaaren besetzt. 

4" Nur Glied 1 der Fühlergeißel ist länglich, die andern kurz, 
das 7. von der Keule aufgenommen. Halsschild quadratisch, 
parallel, viel schmäler als die Flügeldecken, letztere mit stark 
eckig nach außen vortretenden Schultern, die Seiten parallel 
oder nach hinten verengt, an der Spitze gemeinschaftlich 
abgerundet, die abwechselnd erhöhten Zwischenräume mit 
längeren, fest anliegenden Schuppenhaaren dünn besetzt. 
Kopf mit großem Stirngrübchen, ohne buckelige Erhöhung 
über den Augen, Rüssel ungefurcht. Gronops Schönh. 

4' Glied 1 und 2 der Fühlergeißel etwas verlängert. Kopf über 
den Augen meistens buckelig erhöht, Rüssel mit einer Längs - 
furche. 



*) Die mir unbekannte Gattung Bradycinetus Schauf. von den 
Balearen scheint ebenfalls in diese Tribus zu gehören. 



49 



5" Fühlergeißel nur aus 6 deutlichen Gliedern bestehend, das 
7. ist groß und vollständig mit der Keule verschmolzen. 
Vorderschienen an der Spitze des Außenrandes mit einer von 
Dornen begrenzten Ausrandung, die bei B. signatipes fehlt: 
Subgen. Borborogronops nov. — 2 Arten aus Transkaspien. 

Borborocoetes Schönh. 

5' Fühlergeißel deutlich 7gliederig, Vorderschienen einfach. 

Rhytirrhinus Schönh. 

3' Die Fühlerfurche ist nach hinten verbreitert und verflacht 
und schließt an den Seiten des Rüssels keinen scharf be- 
grenzten Teil ein, Vorderrand des Halsschildes mit schwä- 
cheren Augenlappen, der die Augen nicht deutlich bedeckt, 
Oberlippe oft deutlich erkennbar, klein, zweilappig. *) 
Halsschild uneben, Flügeldecken mit abwechselnd rippen- 
förmig erhöhten Zwischenräumen, die reihig mit gekeulten 
Borsten besetzt sind. — Hochgebirgsbewohner der Alpen. 

Dichotrachelus Strl. 

Tribus Hyperini. 

(Ausgezeichnet durch Größe und Mittellage der Vorderhüften.) 
1" Flügeldecken mit abgerundeten Schultern. 
2" Der Fühlerschaft die Augen überragend. 

Bubalocephalus Capiom. 
2' Der Fühlerschaft gewöhnlich nur die Augen erreichend und 

dieselben niemals überragend. 
3" Die Tarsen beim 9 ganz, beim <$ die hinteren auf der 
Unterseite mit stacheligen Borsten besetzt. 

Macrotarsus Schönh. 
3' Die Tarsen in beiden Geschlechtern auf der Unterseite 

bürstenartig besohlt. Hypera Germ. 

1' Flügeldecken mit deutlich vortretenden, schräg stehenden 
Schultern. 

4" Augen qaer, Körper ohne metallische Beschuppung. 
5" Fühlergeißel aus 7 Gliedern bestehend. 

Phytonomus Schönh. 
5' Fühlergeißel aus 6 Gliedern bestehend. Limobius Schönh. 
4' Augen groß, rund, Körper mit metallischen Schuppen besetzt. 

Coniatus Germ. 

*) Bisher nicht beobachtet. Durch die freiliegende Oberlippe wird 
die bisherige Unterfamilie der Nemonychidae hinfällig; sie erscheint vor- 
teilhaft bei den Auletini untergebracht. 

Verhandinngen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 4 



50 



Tribus Alophini. 

1" Die Fühlerfurche ist als ein gerader, paralleler, zum vor- 
deren Unterrande der Augen reichender Kanal markiert. 
Augen groß, quer. Vorderrand des Halsschildes an den Sei- 
ten, hinter den Augen, mit deutlichen Augenlappen. 

2" Rüssel mit 3 — 5 Längsfurchen, Halsschild mit zahlreichen, 
geschlängelten Längskielen, dazwischen gefurcht, Flügel- 
decken mit stark nach außen vorragenden Schultern, die 
Scheibe mit 2 helleren, schrägen Schuppenmakeln. 

Rhytidoderes Schönh. 

2' Rüssel nur mit einer, selten fehlenden Längsfurche, Hals- 
schild normal skulptiert, manchmal mit feinem Mittelkiel. 

3" Basis der Flügeldecken ausgerandet, Rüssel mit einer Mittel- 
furche. Oberseite beschuppt und meist auch dazwischen be- 
haart. 

4" Halsschild einfach, weder gefurcht noch gekielt, Flügel- 
decken kurz eiförmig, ohne hellere Schuppenflecken. 

Seidlitzia Desbr. 

4' Halsschild mit einer, meist auf ein Längsgrübchen redu- 
zierten Mittelfurche, am vorderen Teile der Scheibe, Flügel- 
decken meist mit je 2 schrägen, helleren Schuppenflecken. 

Alophus Schönh. 

3' Basis der Flügeldecken fast gerade abgeschnitten, Rüssel oft 
mit einer Mittelfurche, Körper nicht beschuppt sondern fein 
und dicht, oft fleckig behaart. — Hieher der größte Teil der 
asiatischen Alophus- Arten. Trichalophus Leconte 

1' Die Fühlerfurche ist nach hinten stark verbreitert und etwas 
verflacht, der Rüssel nur mit schwacher Längsfurche, Augen 
rund, klein, mehr dem Unter- als dem Oberrande genähert, 
Vorderrand des Halsschildes von den Augen entfernt, an den 
Seiten hinter den Augen nur mit sehr schwachen, undeutlichen 
Augenlappen, Basis gerade, Flügeldecken mit herabgewölbter 
Wurzel, nicht fest an den Halsschild angeschlossen, lang 
oval, etwas breiter als der Halsschild. Körper fleckig behaart. 

Trachelomorphus Seidl. 1 ) 



*) Diese abweichende Gattung erinnert durch die Bildung der Fühler- 

furche und der Augen an Dichotrachelus. 



51 



Tribus Hylobiini. 

1" Oberkiefer normal, kurz ; außen gebogen, mit 2zähniger Spitze. 
Flügeldecken wenigstens mit angedeuteten Schulterwinkeln. 

2" Oberkiefer auf der Oberseite mit langen, von außen nach 
innen gerichteten Haaren besetzt. Vorderrand des Hals- 
schildes fast gerade, seitlich ohne deutliche Augenlappen. 
Scheibe des Halsschildes an den Seiten mit einer schuppig 
behaarten hellen Längslinie. Lepyrus Germ. 

2' Oberkiefer auf der Oberseite ohne lange Haarwimpern, ge- 
wöhnlich stehen nur 1 - 2 ganz am Seitenrande. Vorderrand 
des Halsschildes hinter den Augen mit schwachen Augen- 
lappen. Halsschild auf der Scheibe höchstens mit hellen 
Haarflecken. (Curculio Bedel.) Hylobius Schönh. 

V Mandibeln verflacht und etwas lappig verlängert, abgerundet, 
auch an der inneren Spitze ohne Zahn. Flügeldecken mit 
verrundeten Schultern. 

3" Der Hakenzahn an der Innenseite der Schienenspitze groß 
und spitzig, Außenrand der Vorderschienen' an der Spitze 
abgerundet. Fühler mit gut gegliederter Keule. Flügeldecken 
selten mit ausgebildeten Punktreihen. (Molytes Schh.) 

Liparus Oliv. 

3' Der Hakenzahn an der Innenseite der Schienenspitze breit 
und schief abgestutzt, oder am Ende ausgerandet, zweizinkig, 
äußere Spitze der Vorderschienen gewinkelt. Fühlerkeule 
mit sehr undeutlichen, verwachsenen Nähten, kurz eiförmig. 
Flügeldecken mit Punktreihen oder reihiger, rauher Skulptur, 
die abwechselnden Zwischenräume oft etwas kielig gehoben. 

Anisorrhynchus Schönh. 



Tribus Plinthini. 
Grattungsgr uppen: 

1" Die Fühlerfurche ist ziemlich gerade, etwas schräg zur Mitte 
oder dem unteren Teile der Augen gerichtet und von 
den Seiten vollständig sichtbar, die obere Fühler furchenkante 
mündet in der Regel in der Nähe des oberen Augenrandes. 
— Hieher größere, rauh skulptierte Arten mit meist in der 
Mitte gekieltem Halsschilde und normal entwickelten Klauen. 

Plinthina. 
4* 



52 



V Die Fühlerfurche ist ziemlich gerade, aber nach hinten schräg 
zur Unterseite des Rüssels gerichtet, sie mündet auf der 
Unterseite der Rüsselbasis, oder die obere Furchenkante 
verläuft dicht unter den Augen und ist von der Seite hinten 
nicht ganz sichtbar. Klauen anormal klein, kurz und fein, 
aber frei. Körper klein. Liosomina. 

Gattungsgruppe : PHnthina. 

1" Alle Schienen an der Spitze fast gerade abgeschnitten, besonders 
die Vorderschienen, und alle hier nach außen mehr weniger 
winkelig erweitert. Das 3. Glied der Tarsen nicht, selten 
aber etwas breiter als die vorhergehenden, die Unterseite der 
Tarsen unvollständig bebürstet. 

2" Flügeldecken flach und parallel mit 2 prononzierten Dorsal- 
rippen und rippenförmig begrenztem Seitenrande, die 2. Dorsal- 
rippe mündet vor der Spitze in eine große Beule aus und 
von hier ist die Spitze schnabelförmig verengt. Halsschild 
jederseits vorne eingedrückt. Mandibeln verlängert, lappen- 
förmig, der Spitzenrand abgestumpft. 

Hoplopteridius Daniel 

2' Flügeldecken gewölbt, mit oder ohne flache Rippen, vor der 
Spitze ohne prononzierte Beule. Halsschild oft undeutlich 
gekielt. Mandibeln kurz, außen gebogen, die Spitze zweizähnig. 
Körper kurz oval. Minyops Schönh. 

1' Alle Schienen, besonders die Vorderschienen, am Ende schräg 
abgeschnitten. x ) Drittes Glied der Tarsen breiter als die vor- 
hergehenden, zweilappig, Tarsen auf der Unterseite vollständig 
bebürstet. 

0" Stirne zwischen den Augen so breit als der Rüssel, Halsschild 
meistens mit einem Mittelkiel. 

3" Vorderschienen fast gerade abgeschnitten, alle Schienen mit 
vorgebogener Außenecke. Oberseite fein behaart. — Hieher 
Plinthus Merklii Friv. aus der Türkei. 

Plinthomeleus n. gen. 

3' Alle Schienen am Ende stark schräg abgestutzt, Vorder- 
schienen ohne deutlich vorgebogene Außenecke. 

4" Körper mehr weniger beschuppt oder fein behaart. Die Mittel- 
brust liegt tiefer als die Hinterbrust. 



!) Nur bei Plinthus Merklii fast gerade abgeschnitten. 



53 



5" Körper beschuppt. 

6" Die Vorderhüften stehen ganz beieinander und berühren sich. 
Halsschild nicht länger als breit. (Meleus Lac.) 

Plinthus Germ! 

6' Die Vorderhüften sind durch einen schmalen Fortsatz der 
Vorderbrust von einander etwas getrennt. 

Neoplinthus Bedel 

5' Flügeldecken oder die ganze Oberseite mehr weniger deutlich 
behaart. Halsschild länger als breit. Mitoplinthus Reitt. 

4' Körper fast kahl, schmal und gestreckt. Die Mittelbrust liegt 
mit der Hinterbrust fast in der gleichen Ebene. Halsschild 
meistens länger als breit. Epipolaeus Wse. 

0' Stirne zwischen den Augen beträchtlich schmäler als der 
Rüssel, Halsschild ungekielt, alle Zwischenräume der Flügel- 
decken gleichmäßig gestaltet. (Acrisius Desbr.) 

Hyperomorphus Perr. 

Gattungsgruppe : Liosomina. 

1" Rüssel ungekielt, einzeln punktiert, Oberseite fast kahl. 

Liosoma Steph. 

V Rüssel mit groben Punktreihen, mehr weniger dicht gekielt, 

Oberseite behaart oder beborstet. 
2" Augen vorhanden. 

3" Zwischenräume der groben Punktstreifen auf den Flügel- 
decken mit groben Körnchen besetzt. (Acrodrya Tourn.) 

Aparopion Hampe. 
3' Zwischenräume der groben Punktstreifen auf den Flügel- 
decken ungekörnt. 
4" Flügeldecken kugelig und wie die ganze Oberseite und die 

Beine mit langen Borsten besetzt. Adexius Schönh. 

4t Flügeldecken elliptisch, die Beine nicht lang beborstet. 

Anchonidium Bedel 

2' Augen fehlen. Caulomorphus Faust 

Unterfamilie Calartdrinae. 

Uebersicht der Tribus. 

1" Die Schienen mit feinen Längskielen oder Punktreihen. Rüs- 
sel dünn und stielrund, Fühler nahe der Basis unter einer 
Verdickung des Rüssels eingefügt und der Schaft die Augen 
überragend, die Keule hornig, glatt und glänzend nur an 



54 



der Spitze geringelt oder daselbst schwammig, Vorderbrust 
ohne Rüsselrinne, Halsschild länger als breit, Flügeldecken 
am Spitzenrande mit schmalem, häutigen Saume, Pygidium 
unbedeckt, senkrecht abfallend. Klauen frei. 

11. Calandrini. 

1' Schienen ohne Längskiele oder Punktstreifen, selten mit sol- 
chen, dann hat aber die Vorderbrust eine tiefe Rüsselrinne 
und der Rüssel ist in der Ruhelage untergebogen. Flügel- 
decken am Spitzenrande ohne Hautsaum. 

2" Alle Schienen am äußeren Spitzenrande mit einem dorn- 
förmigen Sporn. Klauen frei, an der Basis nicht verwachsen. 

3" Augen groß, auf der Stirne einander berührend, dorsal, die 
Epimeren der Mittelbrust an den Seiten zwischen Halsschild 
und Flügeldecken von oben sichtbar, Pygidium frei, un- 
bedeckt : = Euryommatus Roger der Coryssomerini. 

3' Augen durch die Stirn breit getrennt, die Epimeren der 
Mittelbrust an den Seiten zwischen Halsschild und Flügel- 
decken von oben nicht sichtbar. Pygidium meistens von den 
Flügeldecken bedeckt. 

4" Vorderbrust ohne tief eingeschnittene Rüsselfurche, der Rüs- 
sel frei vorgestreckt. 

5" Schenkel ungezähnt, selten gezähnt, dann aber die Oberseite 
kahl. 

6" Das Klauenglied das gelappte 3. Glied kaum überragend 
oder ganz fehlend. Schenkel ungezähnt. Schienen nur mit 
sehr feinem äußeren Enddornen. Körper klein. 

7" Das Klauenglied fehlt ganz; Schildchen vorhanden. Oberseite 
ohne Schuppenflecken. 4. Anoplini. 

7' Das Klauenglied ist sehr kurz, aber deutlich; Schildchen 
fehlend. Oberseite mit Schuppenflecken. 

3. Tanysphyrini. 

6' Klauenglied normal vorragend, Schienen mit kräftigem End- 
sporne. 

8" Oberseite mit hellen Schuppenflecken. Vorderhüften von ein- 
ander getrennt; Schenkel ungezähnt. Körper ziemlich groß. 

I. Pissodini. 

8' Oberseite unbeschuppt, selten fein behaart. 

9" Tarsen normal, das 3. Glied breiter zweilappig, das Klauen- 
glied nur um die Länge des 3. Gliedes dieses überragend. 
Halsschildseiten vor den etwas eckigen Hinterwinkeln aus- 



55 



geschweift; Schenkel meistens gezähnt. Oberseite blau, grün, 
rot oder schwarz. 2. Magdalidini. 

9' Tarsen kurz und schmal, das 3. Glied nicht oder wenig 
breiter, das Klauenglied lang und dünn, wenig kürzer als 
die übrigen Glieder zusammen. Oberseite kahl oder fein 
behaart, Rüssel verschieden gebildet, oft in beiden Geschlechtern 
ungleich geformt. Halsschild zu den Hinterwinkeln zugerundet. 
Schenkel ungezähnt. 5. Cossonini. 

5' Alle Schenkel mit großem Zahne. Oberseite beschuppt und 
mit aufstehenden Schuppenborsten besetzt. 

6. Trachodini. 

4' Vorderbrust mit tiefer Rüsselfurche, in welche, in der Ruhe, 
der Rüssel eingezogen ist. 7. Cryptorrhynchini. 

2' Alle Schienen am inneren Spitzenrande mit einem Endsporne 

oder ganz ohne solchen. 
10" Die Epimeren der Mittelbrust sind groß, hoch aufsteigend, an 
den Seiten zwischen Halsschild und Flügeldecken von oben 
etwas sichtbar. 

11" Schienen sehr selten mit deutlichem kleinen Endsporne. 
Augen auf der Stirne einander nicht berührend, oft ihr oberer 
Rand etwas gehoben, rundlich. Halsschild am Vorderrande 
an den Seiten, hinter den Augen mit einem Augenlappen, 
der Vorderrand in der Mitte meistens aufgebogen, die Scheibe 
an den Seiten häufig mit einem Dorsalhöckerchen ; Flügel- 
decken meist kurz und breit gebaut; die Vorderbrust sehr 
oft mit tiefer Rüsselfurehe. Klauen in der Regel innen an 
der Basis mit zahnartigem Anhange. Kleine, gedrungene 
Arten. 8. Ceutorrhynchini. 

11' Schienen mit deutlichem Enddorne. Halsschild am Vorder- 
rande ohne Augenlappen, niemals mit seitlichen Dorsal- 
höckerchen, Vorderbrust ohne Rüsselfurche, Klauen einfach, 
ungezähnt. *) 

12" Augen groß, auf der Stirne einander stark genähert oder 
einander berührend, Rüssel dünn, oben zwischen Stirn und 
Rüssel ohne Querfurche, Schenkel gezähnt. 

9. Coryssomerini. 

') An der Basis gezähnte Klauen haben die Balaninini, wovon einzelne 
Arten ebenfalls etwas von oben sichtbare Epimeren der Mittelbrust auf- 
weisen, worauf Rücksicht zu nehmen ist. 



56 



12' Augen an den Seiten des Kopfes stehend, ihr Unterrand auf 
der Unterseite des Kopfes befindlich, ihr Oberrand die Ober- 
fläche der Stirne nicht erreichend, Rüssel meist kräftig, 
zwischen diesem und der Stirne über den Augen mit einer 
queren Einsattelung 5 Schenkel ungezähnt. Körper länglich, 
meistens kahl. IO. Baridini. 

10' Die Epimeren der Mittelbrust an den Seiten zwischen Hals- 
schild und Flügeldecken von oben nicht sichtbar. 

13" Fühlergeißel (zwischen Schaft und Keule) mit 6 oder 7 Glie- 
dern ; sehr selten mit 5 Gliedern, dann fehlen aber die Augen 
und die 4 Hinterschienen in der Mitte am Außenrande sind 
zahnförmig verbreitert. 

14" Hinterschenkel nicht verdickt, Käfer ohne Sprungvermögen; 
Rüssel in der Ruhe nicht untergebogen. 

15" Rüssel von gleicher Dicke, zur Spitze nicht verschmälert, sehr 
selten etwas verbreitert. Das 2. Sternit gerade abgeschnitten, 
an den Seiten nicht nach hinten vorgezogen. 

16" Flügeldecken fast dreieckig, kurz gebaut, an der Basis breiter 
als der Halsschild, Kopf halbkugelig, mit langem, dünnen, 
gebogenen, beim 9 viel längeren Rüssel; Stirn und Rüssel 
liegen nicht in einer Ebene; die Oberkiefer an der Spitze 
des Rüssels als 2 kleine konische, einfache Zapfen herab- 
hängend, weder gebogen, noch innen gezähnt, stets vorgestreckt. 
Epimeren der Mittelbrust oft groß und aufsteigend, an den 
Seiten zwischen Halsschild und Flügeldecken manchmal von 
oben sichtbar. Schenkel und Klauen gezähnt. 

12. Balaninini. 

16' Flügeldecken länger, oval oder parallel, oft nach hinten 
etwas erweitert (bei den Anthonomini), nicht dreieckig, die 
Mandibeln an der Spitze des Rüssels klein, hakig gebogen, 
innen mit einem stumpfen Zahne, in der Ruhe mehr weniger 
eingezogen und dann nicht deutlich sichtbar, die Epimeren 
der Mittelbrust von oben nicht sichtbar, die Klauen meistens 
einfach, selten gezähnt oder an der Basis verwachsen. 

17" Das Basalglied der Hintertarsen ist nicht hakig gebogen. 
Siehe Arthrostenini. 

17' Das Basalglied der Hintertarsen ist gerade. 
18" Die Augen treten auch am Hinterrande aus der Wölbung 
des Kopfes vor, Schildchen deutlich. 



57 



19" Flügeldecken hinter der Mitte am breitesten, selten lang und 
parallel, Tarsen einfach, ihr erstes Glied an der Basis nicht 
gebogen, Vorderbrust ohne Rüsselfurche. 

20" Seitenrand des Halsschildes verrundet, die Schenkel meis- 
tens gezähnt und die Klauen gewöhnlich mit zahnartigem 
Anhang an der Basis. Vorderhüften groß, in der Mitte der 
Vorderbrust stehend und dem Vorder- sowie dem Hinter- 
rande gleichartig genähert. 13. Anthonomini. 

20' Seitenrand des Halsschildes scharfkantig abgesetzt und die 
Vorderwinkel zähnchenförmig vorragend ; Schenkel ungezähnt, 
Klauen einfach und frei. Vorderhüften wie bei den meisten 
Tribus dem Hinterrande der Vorderbrust genähert, vom 
Vorderrande mehr entfernt. 15. Derolomini. 

19' Flügeldecken normal, Schenkel ungezähnt, Hinterschienen an 
der äußeren Spitze mit plötzlich abgeschrägter Fläche (ge- 
schlossene Körbchen), die Schienen auf der Innenseite ge- 
zähnelt, mit nach innen gerichtetem, kräftigen Enddorne, 
das 1. Glied der Hintertarsen an der Basis gekrümmt, Klauen 
einfach. Vorderbrust mit einer Rüsselfurche. 

14. Arthrostenini. 
18' Die Augen treten aus der Kopfwölbung nicht vor, oder 
fehlen (selten) ganz, Flügeldecken nach hinten nicht ver- 
breitert, Schenkel manchmal gezähnt, Hinterschienen ohne 
abgeschrägte Außenfläche an der Spitze (offene Körbchen), 
die Klauen meistens einfach, ohne Zahn. 

21" Seitenrand des Halsschildes scharfkantig abgesetzt, und die 
Vorderwinkel zähnchenförmig vorragend. 15. Derolomini. 

21' Seitenrand des Halsschildes einfach, verrundet. 

22" Flügeldecken an der Spitze gemeinschaftlich abgerundet und 
das Pygidium ganz oder zum größten Teile bedeckend. 

23" Klauen an der Basis ohne Zahn, Stirn zwischen den Augen 
kaum eingeengt, nicht deutlich schmäler als der Rüssel. 

24" Das 3. Glied der Tarsen gar nicht oder wenig breiter als 
das vorhergehende, an der Spitze höchstens zur Aufnahme 
des Klauengliedes sehr schwach ausgerandet, niemals zwei- 
lappig. Fühlergeißel kahl; Klauen einfach. 

25" Augen vorhanden ; Schienen am Außenrande einfach. Flügel- 
decken parallel, an der Spitze schnabelförmig verengt und 



58 



abgerundet, das Pygidium vollständig bedeckend. Oberseite 
mit einer das Wasser abstoßenden, verwachsenen Beschuppung. 

21. Bagoini. 

25' Augen fehlen. Die 4 hinteren Schienen am Außenrande zahn- 
artig erweitert. Halsschild mindestens so lang als breit, 
Flügeldecken an der Spitze nicht schnabelförmig, einfach 
abgerundet, das Pygidium bedeckend. Körper gelb bis rot- 
braun, oft mit einzelnen Tasthärchen kahl erscheinend. Leben 
subterran. 22. Raymondionymini. 

24' Das 3. Glied der Tarsen oft wenig breiter als die vorher- 
gehenden Glieder, aber stets tief zweilappig, zur Aufnahme 
des Klauengliedes stark ausgeschnitten. 

26" Klauen an der Basis verwachsen. Stirn über den Augen 
mit einer vertieften Querlinie, Augen stark auf die Unter- 
seite gezogen, daselbst einander fast berührend. 

18. Smicronychini. 

26' Klauen frei, einfach. Stirn manchmal mit einer Querfurche. 

27" Der Schaft der Fühler höchstens den Vorderrand der Augen 
erreichend, Rüssel lang und dünn, die Stirn zwischen den 
Augen nicht eingeengt, meistens so breit als der Rüssel, 
Flügeldecken mit deutlichen Punktstreifen. 16. Erirrhini. 

27' Der Schaft der Fühler überragt den Vorderrand der Augen, 
die Fühler in oder hinter der Mitte des dicken, vorn breiteren 
Rüssels eingefügt, die Stirn zwischen den großen Augen 
schmäler als der Rüssel, Flügeldecken zwischen der Be- 
schuppung ohne deutlich sichtbare Punktstreifen. Körper 
klein und dicht hell beschuppt. 17. Itini. 

23' Klauen an der Basis mit einem Zähnchen, die Augen er- 
reichen fast den Oberrand des Kopfes. 19. Elleschini. 

22' Flügeldecken an der Spitze abgestumpft und einzeln breit 
gerundet, das ganze Pygidium unbedeckt lassend. Körper 
T^cftws-ähnlich. 20. Acalyptini. 

15' Rüssel, von der Seite gesehen, von der Basis zur Spitze all- 
mählich verschmälert, sehr selten parallel, des 2. Sternit an 
den Seiten im Bogen nach hinten gezogen. Die Klauen an 
der Basis meistens mit zahnartigem Anhang. 

23. Tychiini. 

14' Hinterschenkel verdickt, Käfer mit Sprungvermögen, Rüssel- 
in der Ruhe an die Vorderbrust gelegt; Augen auf der 
Stirne genähert. 24. Orchestini. 



59 



13' Fühlergeißel (zwischen Schaft und Keule) nur mit 5 oder 4 
Gliedern. 

28" Schenkel mit einfachem oder ganz ohne Zahn. Basalrand 
der Flügeldecken einfach, Schildchen vorhanden, Trochan- 
teren klein, schräg an die Schenkelbasis anschließend, schwer 
sichtbar. 

29" Augen seitenständig, Stirn zwischen den Augen mindestens 
so breit als der Rüssel; alle Sternite gerade abgeschnitten. 

25. Mecinini. 

29' Augen stark auf die Oberseite gerückt, einander mehr ge- 
nähert, die Stirn zwischen denselben schmäler als der Rüs- 
sel, der Hinterrand des 2. — 4. Sternites an den Seiten nach 
hinten vorgezogen. Flügeldecken an der Naht und vor der 
Spitze meistens mit einem gemeinschaftlichen Tomentflecken. 

26. Cionini. 

28' Schenkel auf der Innenseite meistens mit einem Dornzähnchen 
und davor mit 1 — 3 nadelspitzigen, kleinen Dörnchen. Basal- 
rand der Flügeldecken fein und dicht gekerbt; Schildchen 
fehlt. Trochanteren groß, deutlich, die Schenkel an deren 
Spitze angefügt. = Nanophyesini der Apioninae. 

1. Tribus Pissotiini. 

Hieher als einzige Gattung die bekannten Waldverderber. 

Pissodes Germ. 

2. Tribus MagdalidinL 

Hieher als einziges, in mehrere Untergattungen geteiltes 
Genus (Tamnophüus Schönh.) Magdalis Germ. 

3. Tribus Tanysphyrini. 

Das Klauenglied der Tarsen sehr kurz, es ragt nicht aus 
dem gelappten dritten Gliede vor und oft nur an den vorragen- 
den, freien Krallen erkennbar. Körper sehr klein, Bagous- ähnlich. 

Hieher nur die mir bekannte Gattung: 

Tanysphyrus Payk. 

Im Catalogus Col. Eur. werden in diese Tribus noch gezählt : 
Brachypus Schönh. und Glaridorrhinus Kolenati, welche mir nicht 
bekannt sind, ferner Stenopelmus Schön. (Degorsia Bedel). Letztere 
Gattung gehört zu den Bagoinen. 



60 



4. Tribus Anoplini. 

Durch das fehlende Klauenglied der Tarsen sehr aus- 
gezeichnet. Der Körper klein, ähnlich einem gedrungenen 
Orchestes oder einem Bhinoncus. 

Diese Tribus ist auf eine Gattung beschränkt. 

Anoplus Schh. 

5. Tribus Cossonini. 

1" Tarsen kurz, ögliedrig, die Glieder drehrund, das 3. und 
4. nicht ausgerandet und nicht breiter als das erste. Fühler- 
geißel nur 4gliedrig, die Keule solid und breit. Augen nicht 
vorstehend, Halsschild nicht schmäler als die Flügeldecken, 
letztere mit feinen Rippen, die Furchen dazwischen mit 
groben Punkten besetzt, Schienen zur Spitze nicht verbreitert. 

Dryophthorus Schh. 

1' Tarsen 4gliedrig, Fühlergeißel 5 — 7gliederig. 

2" Fühlergeißel 5gliederig. 

3" Flügeldecken mit Punktfurchen und schmalen, fast gekielten, 
oben gekerbten Zwischenräumen. Rüssel kurz und breit, 
Augen vorstehend, Halsschild so breit als die Flügeldecken, 
Schienen kurz, zur Spitze stark erweitert, Fühler dick, die 
Keule schmal, wenig breiter als das vorhergehende Glied 
der Geißel. Oberseite mit mikroskopischen, kurzen Härchen. 

Chaerorrhinus Frm. 

3' Flügeldecken ohne kielig gehobene Zwischenräume, Rüssel 
schmäler, drehrund, Halsschild so breit als die Flügeldecken, 
Schienen zur Spitze kaum oder wenig erweitert, Fühler 
dünn, Körper kahl. 

4" Augen nur punktförmig, flach, schwer erkennbar, Seiten des 
Halsschildes stark erweitert, Flügeldecken auch zu der Basis 
etwas eingezogen. Amaurorrhinus Fairm. 

4' Augen an den Seiten des Kopfes vorstehend, Flügeldecken 
mit kräftigen Punktstreifen, zur Basis nicht eingezogen. 

Pentarthrum Woll. 

2' Fühlergeißel 6 — 7gliederig. 

5" Flügeldecken mit gereihten Borsten besetzt. 

6" Der ganze Körper mit laügen, halbanliegenden Haaren 
bekleidet und dazwischen mit abstehenden Borsten, auf den 
Flügeldecken reihenweise besetzt, Fühlergeißel ögliederig, das 
6. Glied oft an die Keule angeschlossen. (EcMnodes Jaquet, 
Echinomorplius Fauv.) Microcopes Faust 



Gl 



6' Körper fast kahl, nur die Flügeldecken mit Reihen ab- 
stehender Borsten besetzt. Fühlergeißel 7gliederig. 

Cotaster Mötsch. 

5' Flügeldecken kahl oder nur behaart, nicht beborstet. 

7" Halsschild vorne stark abgeschnürt, die Scheibe mit 2 breiten 
und flachen, durch einen Längskiel geschiedenen Längs- 
furchen, Flügeldecken breiter, oval mit verrundeten Schultern, 
Fühlergeißel 7gliederig, Glied 3 der Tarsen zweilappig und 
etwas breiter als die vorhergehenden, Körper kahl. 

Styphloderes Woll. 

7' Halsschild höchstens mit einem Längseindruck vor dem 
Schildchen. 

8" Rüssel an oder vor der Fühlereinlenkungsstelle stark ver- 
breitert. Kopf zwischen den Augen mit tiefem Punktgrübchen. 

9" Rüssel beim cT und $ gleichartig gebildet, an der Spitze 
schaufeiförmig erweitert. Glied 3 der Tarsen nicht breiter 
als 1 oder 2. Cossonus Clairv. 

9' Rüssel beim c? und 9 verschieden geformt, zwischen der 
Fühlereinlenkungsstelle mit feiner Längsfurche; beim c? viel 
dicker und flacher, die Fühler in oder dicht hinter der 
Mitte eingelenkt, Rüssel beim 9 dünn, stielrund, die Fühler- 
nahe der verbreiterten Wurzel eingefügt. Mesites Schönh. 

8' Rüssel an der Fühlereinlenkungsstelle nicht deutlich ver 
breitert, Kopf zwischen den Augen ohne oder nur mit an- 
gedeutetem Punktgrübchen. 
10" Rüssel breit, oben flach, zwischen der Stirne und der Fühler- 
einlenkungsstelle der ganzen Breite nach ausgehöhlt, konkav, 
Schläfen lang und parallel, Halsschild lang und schmal^ 
Seitenrand der Flügeldecken hinter der Mitte zur Spitze 
gemeinschaftlich breit, fast blattförmig, verflacht und auf- 
gebogen, Schienen kurz und zur Spitze verbreitert, Glied 3 
der Tarsen breiter als die vorhergehenden. 

Aphyllura Reitt. 
10' Rüssel nicht ausgehöhlt, Flügeldecken anders gebildet, 

höchstens mit ganz schmal abgesetztem Seitenrande. 
11" Halsschild grob und gleichmäßig granuliert, mit einem 
schwachen Mittelkiel. Rüssel dünn, so lang als Kopf und Hals- 
schild zusammen, runzelig punktiert; Flügeldecken mit grob 
punktierten, streifigen Punktreihen und mit Reihen halbauf- 
gerichteter Haare besetzt. Unterseite an den Seiten weißlich 



62 



beschuppt. Körper sehr klein, rotgelb, nur die Augen schwarz. 
— Mir unbekannt. Phloeophagoides Abeille 

11' Halsschild punktiert, Flügeldecken kahl, selten in Reihen 
behaart. 

12" Flügeldecken elliptisch mit abgerundeten Schultern, Schildchen 
nicht sichtbar, Oberseite fein, etwas abstehend behaart. 

Codiosoma Bedel 
12' Flügeldecken nicht elliptisch, zur Basis nicht eingezogen, 

Oberseite kahl. 
13" Schildchen nicht sichtbar. Körper Codiosoma- ähnlich. 

Caulotrupes Woll. 

13' Schildchen deutlich sichtbar. 

14" Rüssel breit, so breit als der Kopf zwischen dem Vorderrand 
der Augen. Eremotes Woll. 

14' Rüssel zylindrisch, meistens länger, schmäler als die Stirne 
zwischen den Augen. Rhyncolus Steph. 

6. Tribus Trachodini. 

Hieher nur die Gattung (Schevens Mötsch.) 

Trachodes Germ. 

7. Tribus Cryptorrhynchini. 

I" Augen vorhanden. 

2" Rüssel abgeflacht, ganz gerade, oben fein gekielt. Hals- 
schild wenig schmäler als die Flügeldecken, vor der Spitze 
breit und flach eingeschnürt, Flügeldecken an der Basis mit 
großem Höcker, Schildchen ziemlich groß, schwarz tomentiert. 

Gasterocercus Lap. 

2' Rüssel mehr weniger stielrund und gebogen. 

3" Schenkel mit 1-2 kleinen Zähnchen, Schildchen ziemlich groß 
und deutlich, Halsschild schmäler als die Flügeldecken, 
Schienen abgeflacht, mit scharfkantiger Hinterseite. 

4" Schenkel mit einem Zähnchen vor der gekeulten Spitze, 
Halsschild länger als breit, un gekielt, Schildchen weiß tomen- 
tiert, Flügeldecken lang, parallel. Camptorrhinus Schh. 

4' Schenkel nicht gekeult, in der Mitte am breitesten, auf der 
Unterseite mit 2 kleinen, von einander entfernten Zähnchen, 
Halsschild breiter als lang, mit feinem Mittelkiel, Schildchen 
schwarz tomentiert, Flügeldecken kurz, hinten schnabelförmig 
verengt. Cryptorrhynchus Iiiig. 



63 



3' Schenkel ungezähnt; Schildchen sehr klein oder fehlend. 

5" Körper kurz oval, hoch gewölbt, kahl oder nur mit Haar- 
flecken, Halsschild nach vorne konisch verengt, Schenkel und 
Schienen lang, linear, fast parallel, stark zusammengedrückt 
mit scharfen Rändern und Punktreihen und Längslinien auf 
der Außenfläche. Alle Hüften lang und hintereinander stehend. 

Ocladius Schönh. 

5' Körper kurz und gedrungen gebaut, beschuppt und beborstet, 
Halsschild nicht konisch, Schenkel und Schienen oval im 
Querschnitt, letztere ohne scharfe Kanten. 

6" Basis des Halsschildes und der Flügeldecken gerade ab- 
gestutzt, Schulterwinkel nicht nach außen eckig vorstehend, 
Seitenrand des Halsschildes ganz verrundet. 

Acalles Schönh. 

6' Basis des Halsschildes tief ausgerandet, die Hinterwinkel 
nach hinten lappig vorragend und in einen Ausschnitt der 
Flügeldeckenbasis eingefügt oder selbst diesen Ausschnitt 
überragend, die Mitte mit einem scharfen, etwas über die 
ausgerandete Basis vorragenden Längskiele, der das Schild- 
chen übergreift; die Seiten komprimiert, Flügeldecken mit 
groben Punktfurchen, der 3., 5., 7., 8. und 9. Zwischenraum, 
oder wenigstens der 3. Zwischenraum kielförmig erhaben, die 
Schulterwinkel nach außen eckig vorspringend. Stirn zwischen 
den Augen viel schmäler als der Rüssel. — Hieher Acalles 
denticollis Germ. Acallocrates n. gen. 

1' Augen fehlen. Klauen von außerordentlicher Kürze und 
Zartheit. 

7" Halsschild schmäler als die Flügeldecken, unbeschuppt, Flügel- 
decken eiförmig, Vorderschenkel innen mit einem Zähnchen, 
Körper spärlich mit aufgerichteten, die Flügeldecken mit 
gereihten Börstchen besetzt. Acallorneuma Mainardi 

7' Halsschild länglich, nicht oder wenig schmäler als die Flügel- 
decken, am Grunde mit verwachsenen, durchsichtigen Schuppen 
besetzt, Flügeldecken lang, Schenkel ungezähnt, Körper 
gestreckt und parallel, oben mit äußerst kurzen Börstchen 
spärlich besetzt. ( Typlüoporus Hampe, Cry >pharis Fairm.) 

Torncuma Wallaston 



64 



8. Tribus Ceutorrhy nchini. 

Gattungsgruppen. 

1" Rüssel parallel. Wenigstens der hintere Teil des Halsschildes 
liegt mit den Flügeldecken in einer Ebene, oder der vordere 
Teil des Halsschildes ist höher ansteigend gebaut, Halsschild 
vorne meistens eingeschnürt, Schildchen klein oder fehlend, 
die Vorderhüften sind vom Vorderrande der Voderbrust 
deutlich entfernt. Kugelvermögen nicht vorhanden. 

2" Hinterschenkel mehr weniger verdickt, dicker als die 4 vor- 
deren, mit geringem Sprungvermögen. 2. Hypurina. 

2' Hinterschenkel nicht wesentlich dicker, als die 4 vorderen, 
Käfer ohne Sprungvermögen. 

3" Der 7. Zwischenraum der Punktstreifen oder Punktfurchen 
der Flügeldecken ist vorne an der Basis ebenso schmal wie 
die anderen, also nicht ausgeweitet und ohne Schulterbeule, 
Halsschild an den Seiten ohne dorsale Höcker, Vorderrand 
nicht aufgebogen, Flügeldecken jederseits vor der Spitze ohne 
Buckel. Körper schwarz, höchstens mit kleinen Schuppenflecken, 
in der Regel kahl erscheinend, Flügeldecken mit schmalen 
Zwischenräumen der Punktstreifen, diese einreihig gehöckert 
oder spitzig gekörnt, die Erhabenheiten mit einem kurzen 
Härchen oder Börstchen an ihrer Spitze, i. Scleropterina. 

3' Der 7. Zwischenraum der Punktstreifen an den Seiten der 
Flügeldecken ist hinter der Basis ausgeweitet und daselbst 
beulig erhöht, also mit einer mehr minder deutlichen, meist 
auch rauher skulptierten Schulterbeule. 

4" Der Vorderrand des Halsschildes hat eine doppelte Kante 
und ist daher mehr weniger kragenförmig, die obere Kante 
ist mehr weniger aufgebogen, die untere (oft ein wenig mehr 
nach innen gelegene) legt sich dicht an die Oberseite des 
Kopfes an, zwischen beiden befindet sich eine schmale, 
manchmal breitere, senkrechte, oder konkave Fläche Augen- 
lappen am Vorderrande des Halsschildes in der Regel aus- 
gebildet. 3. Ceutorrhynchina. 

4' Der Vorderrand des Halsschildes bildet keine Spur eines 
Kragens, die Vorderkante ist einfach und direkt an den 
Kopf anliegend, ein Augenlappen an den Seiten in der Regel 
fehlend, seltener vorhanden. 

*) Von vorne deutlich sichtbar. 



65 



5" Tarsen mit 2 Klauen. 4. Rhinoncina. 

5' Tarsen mit einer Klaue. Halsschild quer und nach vorne 
stark verengt, der Vorderrand nicht aufgebogen, die Mitte 
der Basis zum Schildchen stark eckig vorgezogen. 

5. Mononychina. 

V Rüssel von der Fühlereinlenkungsstelle nach vorne dünner 
und glatter. Halsschild mit den Flügeldecken in einer Flucht 
stark gewölbt, die höchste Wölbung des Körpers liegt hin- 
ter der Basis der Flügeldecken, Halsschild demnach von 
der Basis zur Spitze herabgebogen. Schildchen groß und 
dicht hell beschuppt. Oberseite fast kahl und geglättet er- 
scheinend, Körper mit beschränktem Kugelvermögen. 

6. Orobitina. 

1. Scleropterina. 

1" Vorderhüften von einander etwas entfernt stehend, der Rüssel 
dazwischen einlegbar. 

2" Fühlergeißel 6gliederig, Hinterrand des Halsschildes gerade. 

3" Halsschild schmäler als die Flügeldecken, vorne stark ein- 
geschnürt, die Seiten stumpf gewinkelt, Flügeldecken länglich 
eiförmig, vorne fast gleich breit, ohne weißbeschuppten 
Schildchenfleck, die Zwischenräume an der Naht sehr schmal 
und nicht wie die anderen erhaben, letztere grob gehöckert, 
Schultern stumpfeckig. Seleropterus Schönh. 

3' Halsschild quer, an der Basis nicht schmäler als die Basis 
der sehr kurzen, kugelig eiförmigen Flügeldecken) vorne 
schwach eingeschnürt, die Seiten nicht gewinkelt, die Flügel- 
decken mit schmalen, feinen, spitzig gekörnelten Zwischen- 
räumen, die Zwischenräume an der Naht kaum anders als 
die übrigen, oben mit hell beschupptem Schildchenfleck. 
(Scleropteridius Otto.) Rhitidosoma Steph. 

2' Fühlergeißel 7gliederig, Hinterrand des Halsschildes zwei- 
buchtig, die Mitte gegen das Schildchen eckig vorgezogen, 
Oberseite braun und weiß scheckig beschuppt. Mir unbekannt 
und zweifelhaft, ob hieher gehörend. 

Oreorrhynchus Otto. 
1' Vorderhüften einander genähert, der Rüssel dazwischen nicht 
einlegbar. Flügeldecken verkehrt eiförmig, ohne beschuppten 
Schildchenfleck. Brachyodontus Schultze 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. * 5 



66 



2. Hypurina. 

1" Körper länglich, Flügeldecken mit einer Schulterbeule, Naht- 
winkel zugespitzt. Hypurus ßey 

1' Körper kurz oval, Flügeldecken kurz eiförmig, ohne Schulter- 
beule und die Spitze gemeinschaftlich abgerundet. 

Pseudophytobius Desbr. 

3. Ceutorrhynchina. 

1" Fühlergeißel mit 7 Gliedern. 

2" Vorderschienen gerade oder leicht gebogen, am Außenrande 
ohne Rinnen zum Einlegen der Tarsen. 

3" Alle Zwischenräume der Punktstreifen auf den Flügeldecken 
mit einer Reihe spitziger Höckerchen, oder spitziger 
Körnchen und einer Reihe abstehender, kurzer Härchen oder 
Börstchen besetzt. *) Halsschild jederseits mit kleinem 
Höckerchen, Basis fast gerade. 

4" Flügeldecken mit weiß beschupptem Schildchenfleck, die 
Börstchen- oder kurze Haarreihe auf den Zwischenräumen 
weiß oder gelblich. 

5" Vorderrand des Halsschildes mäßig aufgebogen, die Scheibe 
desselben grob punktiert, alle Schienen einfach, Hinter- und 
Mittelschenkel fein gezähnt, Körper schwarz, Bhitidosoma- 
ähnlich. (Homoeosoma Schultze.) Homorosoma Friv. 

5' Vorderrand des Halsschildes nicht aufgebogen und dahinter 
undeutlich eingeschnürt, Halsschild fein punktiert, Mittel- 
schienen am Außenrande vor der Spitze mit einem Haar- 
zipfelchen. Oberseite dünn beschuppt. (Rüssel, Fühler und 
Beine rot.) Micrelus Thoms. 

4' Die abstehenden Haarreihen der Zwischenräume auf den 
Flügeldecken sind schwärzlich, ein weiß beschuppter 
Schildchenfleck fehlt, Halsschild fein und dicht punktiert, 
fast kahl, Flügeldecken mit tief und scharf eingeschnittenen 
Streifen und flachen Zwischenräumen, auf denen die spitzigen 
Höcker in einer Reihe stehen, Schienen vor der Spitze des 
Außenrandes mit zahnartiger, behaarter Ecke. Körper schwarz. 
(Allodactylus Wse., vergebener Namen). Zacladus nom. n, 

l ) Manchmal sind die Zwischenräume quer gerunzelt, wodurch kurze, 
aber nicht spitzige Erhabenheiten gebildet werden, die von der obigen 
Skulptur leicht zu unterscheiden ist: z. B. bei Ceutorrhynchus atomus und 
einigen blauen oder grünen Ceutorrhynchus-Arten. 



67 



3' Flügeldecken höchstens auf den äußeren Zwischenräumen 
mit nicht gereihten Dörnchen oder raspelartigen Erhaben- 
heiten vor der Spitze. 

6" Schienen dünn, zur Spitze nicht verbreitert, an der Außen- 
seite, weit von der Spitze mit einem Haarzipfelchen, dahinter 
zur Spitze fein, wenig dicht dunkel bewimpert. Körper ganz 
oder teilweise rot, Fühler, Beine und die Grundfarbe der 
Flügeldecken stets rot. Rüsselfurche auf der Vorderbrust 
tief bis zur Hinterbrust reichend. Vorderrand des Hals- 
schildes kaum aufgebogen, die Seiten desselben meistens ohne 
Höckerchen. Coeliodes Schönh. 

6' Schienen einfach, oder anders gebildet, oft vor der Spitze 
schräg abgeschnitten und dicht behaart, oder an der Spitze 
erweitert und vor der Erweiterung mit einem dicht behaarten 
Zahn. Körper in der Regel dunkel, manchmal metallisch 
gefärbt, selten rot. 

7" Flügeldecken am ersten Zwischenräume an der Naht hinter 
dem Schildchen mit einer gemeinschaftlichen schwarzen 
Sammetmakel auf heller braunem Grunde, an der Spitze 
dieses Zwischenraumes mit kleinem, weiß beschuppten Naht- 
flecken. Rüsselfurche in gleicher, starker Tiefe bis zum 
Vorderrande der Hinterbrust reichend. 

Stenocarus Thoms. 

7' Flügeldecken mit einem weißbeschuppten Schildchenfleck an 
der Naht oder ohne solchen. Die Rüsselfurche auf der Brust 
von verschiedener Ausbildung und Tiefe, meistens nur bis 
an die Mittelbrust reichend. 

8" Alle Schienenspitzen, besonders die Vorderschienen, am gerun- 
deten Apikairande mit einem kräftigen Dornenkranze besetzt. 
Zeichnung und Form wie bei Oxyonyx Fst. 

Platygasteronyx n. gen. l ) 

8' Schienenspitzen ohne Dornenkranz. 

9" Halsschild und Flügeldecken liegen nicht in einer Ebene, 
die letzteren flach mit tuberkulierten Seitenecken vor der 

l ) Platygasteronyx spinitalus n. sp. 

Schwarz, Rüssel, Fühler und Beine rotbraun, Flügeldecken braunrot, 
letztere mit 3 dunklen Querbinden, wovon die basale und subapikale 
etwas unterbrochen ist, auch die gemeinschaftliche Naht längs der Mitte 
dunkel. Der Käfer auf der Unterseite mit weißen, länglichen Schuppen 
mäßig dicht besetzt, Oberseite dunkel, eine Längsbinde an den Seiten des 
Halsschildes, ein Flecken zwischen den Augen, eine Querbinde an der 

5* 



68 



Spitze, oben in der Regel mit 1 oder 2 hellen oder dunklen 
Querbändern, der Halsschild von der Basis zur Spitze mehr 
weniger steil aufsteigend, so daß zwischen ihm und den 
Flügeldecken ein einspringender Wölbungswinkel gebildet 
wird, Scheibe des Halsschildes vor der Mitte oft mit quer 
gestellten Höckern, der Spitzenrand zweizähnig oder platten- 
artig gehoben. Rüsselfurche fast wie bei Coeliodes (Platygaster 
Fst.) x ) Oxyonyx Fst. 

9' Halsschild und Flügeldecken liegen fast oder ganz in gleicher 
Ebene; der erstere ist also nicht vorne allmählig empor- 
gehoben und dessen Scheibe ist meist ganz eben. 

Ceutorrhynchus Germ. 2 ) 
Cidnorrhinus Thoms. 3 ) 

Spitze der Flügeldecken dichter weiß beschuppt, außerdem die rotbraune 
Grundfärbung der letzteren mit weißlichen Längsstrichen besetzt, die aus 
halbaufstehenden Schuppen gebildet werden. 

Rüssel lang, bis zum Metasternum reichend, die Rüsselfurche nach 
hinten allmählig verflacht; Halsschild quer, schmäler als die Flügeldecken 
nach vorne gerundet verengt, Vorderrand aufgebogen, die Scheibe dahinter 
quer vertieft. Schildchen kaum sichtbar. Flügeldecken so lang als zusammen 
breit, von der Mitte zur Spitze gerundet verengt, mit Punktstreifen und 
gleichen, etwas gewölbten Zwischenräumen, die Schultern vorstehend, 
stärker dunkel gefärbt, die Spitze einzeln abgerundet. Das Pygidium frei, 
dunkel, an der Spitze spärlich weiß beschuppt. Die Schenkel sind kaum 
gezähnt, oder es ist bloß durch die Beschuppung ein kleines Zähnchen 
vorgetäuscht, Schienen dünn, an der Spitze ein wenig gerundet erweitert 
und daselbst mit Stacheldörnchen dicht besetzt, Tarsen dünn, Glied 1 und 
2 länglich, 3 kürzer, kaum breiter als 2, an der Spitze ausgerandet, Klauen 
frei. Long. 27 mm. 

Turkestan: Pischpek, von Herrn Matthiessen gütigst einge- 
sendet. 

x ) Platygaster unterscheidet sich von Oxyonyx durch kürzeren Rüssel 
und dadurch bedingte kürzere Rüsselfurche und durch die vor den Augen 
etwas nach abwärts gerichtete Fühlerfurche. Aeußerlich von Oxyonyx kaum 
zu unterscheiden. 

2 ) Hieher auch als Synonyme: Coelogaster Schultze = Ectamnogaster 
Schultze und Bohemanius Schultze, die nur auf verschiedene Länge und 
Tiefe der Rüsselfurche, vom Autor mit Widerstreben, aufgestellt wurden 
und deren Arten mit anderen so ähnlich sind, daß eine davon: uroleucus 
Boh. sogar lange als Synonym bei C. peregrinus stand. 

3 ) Die Bestimmung dieser Gattung ist nach äußeren Merkmalen 
nicht möglich; sie unterscheidet sich von Ceutorrhynchus (wie die ver- 
wandten Gattungen von Coeliodes) durch lange und tiefe Rüsselfurche auf 
der Vorder- und Mittelbrust. 



69 



2' Vorderschienen parallel, außen an der Basis zur Einlenkung 
an die Schenkel winkelig geknickt, der Außenrand mit einer 
fast vollständigen Rinne zum Einlegen der Tarsen, auch die 
Schenkel innen mit einer Rinne zum Anlegen der Schienen. 

Craponius Leconte 

V Fühlergeißel mit 6 Gliedern. 

10" Flügeldecken anliegend beschuppt oder behaart, ohne ein- 
zelne Borstenreihe auf den Zwischenräumen der Panktstreifen. 

11" Flügeldecken mit langen, hellen Schuppenflecken an der 
Naht hinter dem Schildchen und an der Spitze, die Scheibe 
mit Schuppenmakeln, deren Schuppen kurz und dick sind. 
Rüsselfurche tief, die Hinterbrust erreichend. 

Coeliastes Wse. 

11' Flügeldecken außer einem oft vorhandenen, hellen Schuppen- 
flecken hinter dem Schildchen ohne Schuppenmakeln, 
manchmal aber mit Haarflecken. Rüsselfurche seicht und den 
Vorderrand der Hinterbrust nicht erreichend. (Calosirus 
Thoms.) Sirocalus Heyd. 

10' Flügeldecken auf den Zwischenräumen mehr weniger ge- 
höckert oder gekörnt und mit einer einfachen Reihe ab- 
stehender, dicker Borstenhaare besetzt. Körper mehr weniger 
rot oder rostfarbig. Ceutorrhynchidius Duval. 

4. Rhinoncina. 

(Vorderrandkante des Halsschildes einfach, ohne Kragen.) 

1" Rüssel kurz und dick, zwischen die genäherten Vorderhüften 
nicht einlegbar, die Augen treten nicht nur an den Seiten, 
sondern auch nach oben über die Stirnfläche etwas vor. 

2" Fühlergeißel 7gliederig, Klauen gezähnt, Halsschild und 
Zwischenräume der Flügeldecken in der Regel unbewehrt. 

Rhinoncus Steph. 

2' Fühlergeißel mit 6 Gliedern. Klauen selten schwach gezähnt. 
Halsschild wenigstens jederseits hinter der Mitte mit einem 
Höckerchen, oft auch am Vorderrande mit 2 Vorragungen, 
die Zwischenräume der Panktstreifen auf den Flügeldecken 
oft mit kerbartigen Höckerchen. 

3" Tarsen lang, das Klauenglied fast so lang als die vorher- 
gehenden Glieder zusammen, Klauen einfach. Oberseite mit 
dichter, matter, sammetartiger, das Wasser abstoßenden Be- 
schuppung. Litodactylus Kedtb. 



70 



3' Tarsen kürzer, das Klauenglied viel kürzer als die vorher- 
gehenden Glieder zusammen. Oberseite weniger dicht, fleckig 
beschuppt. (Pachyrrhinus Steph., Pelenomus Thoms., Amalus 
Bedel.) Phytobius Schönh. 

1' Rüssel dünner und länger, zwischen die weniger genäherten 
Vorderhüften meistens mehr oder minder einlegbar. Hals- 
schild an den Seiten ohne Höcker chen. 

4" Fühlergeißel aus 6 Gliedern bestehend. 

5" Vorderrand des Halsschildes auch auf der Unterseite nicht 
deutlich ausgerandet, ohne Augenlappen, Rüssel dünn und 
lang. 

6" Vorderhüften einander genähert, der Rüssel dazwischen nicht 
einlegbar. Unterseite dicht weiß beschuppt, Oberseite fast 
kahl, nur undeutlich behaart, die Seiten des Halsschildes 
und die Naht der Flügeldecken hell beschuppt, Fühler und 
Beine rot. Amatus Schönh. 

6' Vorderhüften von einander etwas getrennt, der Rüssel 
dazwischen einlegbar, schwarz, Unterseite und die Seiten der 
Oberseite, dann die Umgebung der Naht mit helleren, sehr 
anliegenden, wenig auffallenden Schuppen bedeckt. — Hieher 
Ceutorrhynchus melanarius Steph., dessen generische Ver- 
schiedenheit bisher nicht erkannt wurde. 

Amalorrhynchus n. gen. 

5' Vorderrand des Halsschildes auf der Unterseite mit tiefem 
Ausschnitte für die Rüsselfurche, die Seiten hinter den Augen 
einen großen winkeligen Augenlappen bildend. Körper ge- 
streckt, Halsschild schmal, so lang als breit, die ersten drei 
Glieder der Fühlergeißel langgestreckt. Oberseite dicht 
beschuppt, Flügeldecken mit dunkler Querbinde auf hell be- 
schupptem Grunde, Klauen gezähnt. Tapinotus Schönh. 

4' Fühlergeißel aus 7 Gliedern bestehend. Vorderrand der 
Vorderbrust mit tiefer Ausrandung für die Unterbringung 
des Rüssels. 

7" Rüssel lang und dünn, Vorderhüften ziemlich genähert, Hals- 
schild viel schmäler als die Flügeldecken und nach vorne 
verengt, mit einer Mittelfurche, Basismitte winkelig vorge- 
zogen, Vorderrand an den Seiten hinter den Augen mit 
schwachem Augenlappen, zweiter Zwischenraum der Flügel- 
decken um die Spitze stark ausgeweitet. 



71 



8" Beine dünn und lang, Schenkel nicht gezähnt, Halsschild 
viereckig, vorne eingeschnürt, Flügeldecken gestreckt, nach 
hinten nicht oder schwach verengt, Oberseite beschuppt, ohne 
Erzschein. (Acnemiscelis Desbr.) Poophagus Schönh. 

8' Beine normal, Schenkel mit einem Zähnchen, Halsschild quer, 
nach vorne konisch verengt, Flügeldecken zur Spitze verjüngt, 
Oberseite beschuppt und fein hell behaart, mit grünem Erz- 
glanz. — Hieher D. nasturtii Germ., der bald zu Ceutor- 
rhynchus, bald zu Poophagus gestellt wurde. 

Drupenatus n. gen. 

7' Rüssel mäßig lang und kräftig, Vorderhüften etwas ausein- 
ander stehend, der Rüssel dazwischen einlegbar, Halsschild 
wenig schmäler als die Flügeldecken, nicht konisch, groß, 
ohne Mittelfurche, nur mit einer Längsimpression vor dem 
Schildchen, Basis gerade, die Seiten am Vorderrande mit 
starkem Augenlappen, zweiter Zwischenraum der Flügel- 
decken um die Spitze nicht ausgeweitet, Schenkel mit einem 
Zahn. Marmaropus Schönh. 

5. Mononychina. 

Hieher nur die auf Liliaceen lebende Gattung 

Mononychus Panzer 

6. Orobitina. 

Hieher nur die Gattung Orobitis Germ. 

9. Tribus Cory ssomerini. 1 1 

1" Schienen am inneren Teile der Spitze mit einem kleinen 
Enddorn, oder dieser befindet sich an der Spitzenmitte der 
Schienen eingelenkt. Halsschild vorne stark abgeschnürt, 
Flügeldecken nach hinten stark verschmälert, fast dreieckig. 
Augen oberständig, durch einen deutlichen Zwischenraum 
von einander getrennt. Coryssomerus Schönh. 

1' Schienen am äußeren Teile der Spitze mit einem wenig 
großen Enddorne. Halsschild vorne kaum eingeschnürt, 
Flügeldecken oval, Augen auf der Oberseite groß und ein- 
ander fast berührend, nicht aus der Kopfwölbung vorragend. 

Euryommatus Roger 

*) Flieher auch die mir unbekannte Gattung Aoenus Kolenati. 



72 



10. Tribus Baridini. 

1" Pygidium zum größten Teile von den Flügeldecken unbedeckt. 
Rüssel von der Stirne durch eine Querfurche abgesetzt. 

2" Vorletztes Glied der Tarsen schmal, nicht breiter als das 
vorhergehende, einfach, am Ende nur ausgerandet. 

3" Die hinteren vier Schienen am Außenrande vor der Spitze 
zahnartig erweitert, von da zur Spitze mit starren Börstchen 
oder Dörnchen bewimpert. Oberseite mikroskopisch fein 
behaart. — Hieher eine Art aus Transkaspien. 

Bartsceiis Reitt. 

3' Schienen am Außenrande einfach, vor der Spitze ohne Zahn. 
Oberseite beschuppt oder kahl. 

4" Körper dicht beschuppt. (Lissotarsus Faust.) *) 

Elasmobaris nom. nov. 

4' Oberseite fast kahl. 

5" Alle Schienen breit und stark abgeflacht, die Vorderschienen 
von gleicher Breite, auf ihrer Innen-, die Vorderschenkel auf 
der Innen- und Außenseite lang greis bewimpert. Flügel- 
decken mit querer schuppiger Skulptur auf den Zwischen- 
räumen. Ulobaris Keitt. 

5' Schienen zur Spitze normal erweitert, Vorderbeine ohne 
Bewimperung. Flügeldecken mit dichter, starker, irregulärer, 
seltener annähernd doppelreihiger Punktur auf den Zwischen- 
räumen. Neobaris Keitt. 

2' Vorletztes Glied der Tarsen zweilappig und breiter als die 
vorhergehenden Glieder. 

6" Rüssel meistens dick, Halsschild nicht breiter als die Flügel- 
decken. Körper länglich, elliptisch oder oval. (Baridius Schh.) 

Baris Germ. 

6' Rüssel sehr lang und dünn, Halsschild fast kugelig und 
breiter als die Flügeldecken. Körper langgestreckt, schlank, 
walzenförmig. Eumycterus Schönh. 

1' Pygidium von den Flügeldecken bedeckt, vorletztes Tarsen- 
glied breit, zweilappig, Stirn vom Rüssel durch keine deut- 
liche Querfurche abgesetzt. Limnobaris Bedel 



x ) Dieser Name ist schon von Chaudoir bei den Coleopteren ver- 
geben. 



73 



11. Tribus Calandrini. 

1" Der Enddorn der Hinterschienen befindet sich am Innenwinkel, 
Rüssel fast glatt, nur mit einzelnen Punkten besetzt. Hals- 
schild schmäler als die Flügeldecken, Schildchen verlängert, 
fast glatt, Flügeldecken an der Basis rundlich ausgerandet, 
Tarsen schlank. Körper von ziemlicher Größe und schlank. 

Sphenophorus Schh. 

1' Der Enddorn der Hinterschienen befindet sich am Außen- 
winkel, der Innenwinkel hat vor der Spitze ein kleines 
Zähnchen. Rüssel mit Punktreihen, Schildchen klein, dreieckig, 
an der Basis mit 2 kleinen Höckerchen, Flügeldecken an der 
Basis fast gerade, Tarsen kurz, Körper klein. (Sitophilus Schh.) 

Calandra Clairv. 

12. Tribus Balaninini. 

1" Körper größer, Unterseite gleichmäßig beschuppt oder 
behaart, um die Episternen der Mittelbrust zwischen Hals- 
schild und Flügeldecken dichter beschuppt, Oberseite scheckig 
beschuppt oder behaart. Balaninus Germ. 

1' Körper klein, die ganzen Seitenstücke der Brust dicht 
kreideweiß beschuppt. Oberseite selten fleckig behaart. 

Balanobius Jekel. 

13. Tribus Anthonomini. 

(Durch die Mittellage der Vorderhüften ausgezeichnet.) 
1" Flügeldecken nach hinten mehr weniger verbreitert, höchstens 
doppelt so lang als zusammen breit ; Stirn und Rüssel liegen 
fast in derselben Ebene, Stirn zwischen den Augen manchmal 
eingedrückt. 

2" Kopf hinter den Augen ringsum sehr tief halsartig abgeschnürt, 
Fühlergeißel 6gliederig, das 6. Glied breiter und an die Keule 
angeschlossen, Klauen frei, an der Basis gezähnt. (Aubeus 
Desbr.) Hieher eine Art aus Algier. 

Sphincticraerus Mars. 

2' Kopf hinter den Augen nicht schmal halsförmig abgeschnürt. 

3" Fühlergeißel 7glieclerig, Klauen frei und an der Basis fast 
immer fein gezähnt. 

4" Rüssel dünn und lang, leicht gebogen, Schildchen normal, 
klein, Schenkel mit einem Zahn, Klauen an der Basis mit 
kleinem Zähnchen. Anthonomus Germ. 



74 



4' Rüssel lang und gerade, Schildchen groß, länglich, aus der 
Wölbung der Flügeldecken tretend, Schenkel mit doppeltem 
Zahne, Klauen geschlitzt, am Grunde mit langem zahn- 
artigem Anhang. Furcipes De3br. 

3' Fühlergeißel 6gliederig, Klauen klein, am Grunde verwachsen, 
Rüssel kürzer, der Fühlerschaft die Mitte der Augen erreichend, 
Schenkel meist schwächer gezähnt; Körper länger, Flügel- 
decken nach hinten wenig erweitert. Bradybates Germ. 

V Flügeldecken lang, schmal und parallel, 3-3V2mal so lang als 
zusammen breit. Stirn und Rüssel liege n nicht in einer Ebene 
(ähnlich wie bei Balaninus), Fühlergeißel 7gliederig, kurz, 
der Schaft die Mitte der Augen fast erreichend. 

Brachonyx Schönh. 

14. Tribus Arthrostenini. 

Ausgezeichnet durch das hakig gebogene Basalglied 5 * der 
Hintertarsen. Die Vorderbrust ist zur Aufnahme des Rüssels tief 
gefurcht. — 

1" Die Augen treten aus der Wölbung des Kopfes vor, letztere 
hinter den Augen leicht quer vertieft, Halsschild kaum quer, 
nach vorne verengt; alle Schienen innen fein gezähnelt. 
Oberseite dicht beschuppt. Arthrostenus Schönh. 

1' Die Augen treten nicht aus der Wölbung des Kopfes vor, 
letzterer ohne Vertiefung hinter den Augen, Stirne zwischen 
den Augen viel breiter als der Rüssel, Halsschild quer, vorne 
eingeschnürt, alle Schienen außen und innen fein gezähnelt. 
Körper dicht beschuppt und dazwischen lang abstehend 
behaart. — Hieher eine Art aus Algier. 

Trichocaulus Desbr. 

15. Tribus Derolomini. 

Hieher nur eine Gattung (Ochrinulus Reitt.) 

Derolomus Schönh. 

16. Tribus Erirrhini. *) 

1" Schenkel gezähnt. 

2" Die Fühler furche hinter der Mitte ganz auf die Unterseite 
gewendet. Halsschild mit Längsrunzeln, Flügeldecken mit 

J ) Unbekannt blieben mir die Gattungen Ochodontus Desbr. aus dem 
Kaukasus, Lostianus Desbr. von Sardinien und Picia Tourn. (Faustia 
Tourn.) aus dem Kaukasus. 



75 



länglichen, tief eingerissenen Punktreihen, Oberseite fast kahl, 
Schildchen und einige Flecken auf den Flügeldecken weiß 
beschuppt. Körper Hylobius-'ähnlich. Hypoglyptus Gerst. 

2' Die Fühlerfurche ist auf den Seiten des Rüssels parallel, oder 
sie neigt sich hinten an den Seiten zum Unterrand der 
Augen. Halsschild fein, seltener stark punktiert, Flügeldecken 
mit meist feinen, einfachen Punktreihen, kahl oder behaart, 
oder mit Haarflecken, ohne grell abstechende Schuppen- 
makeln. Dorytomus Steph. 

V Schenkel ungezähnt, selten die Hinterschenkel allein mit 
einem Zahne. 

3" Schildchen oft klein, aber deutlich sichtbar. 

4" Oberseite ohne metallische Beschuppung. 

5" Die Naht der Flügeldecken ist nicht stärker vorgewölbt, 
Oberseite zwischen der Beschuppung höchstens mit abstehenden 
Haaren oder mikroskopisch kleinen Haarbörstchen. 

6" Die Fühler dünn, ihr Schaft nur mit einzelnen feinen Härchen 
bewimpert. Die Augen auf der Unterseite einander nicht 
genähert, die Vorderbrust nicht ausgehöhlt. 

7" Tarsen normal, das 3. gelappte Glied deutlich breiter als 
die vorhergehenden, auf der Unterseite kurz bebürstet. 
Oberseite gewöhnlich ohne lange Zwischenbehaarung. 

8" Die Fühlerfurche an den Seiten des Rüssels ist tief und 
erreicht, parallel mit dem Ober- und Unterrande des Rüssels, 
die Mitte des Augenvorderrandes, von der Seite bis zu den 
Augen frei sichtbar. 

9" Oberseite fein behaart oder kahl, oft mit feinen länglichen 
Schuppenhärchen dicht besetzt. Fühler weit vor der Rüssel- 
mitte eingelenkt. 
10" Rüssel stielrund, gebogen, oben mit Punktreihen oder fein 
gekielt, Fühler nicht ganz an der Spitze eingefügt. (Erycus 
Tourn.) Notaris Steph. 

10' Rüssel oben etwas abgeflacht und gedrängt grob punktiert, 
matt, an der Fühlereinlenkungsstelle schwach gebogen, die 
Fühler gleich vorne, hinter der Rüsselspitze eingefügt. 

Procas Steph. 

9' Oberseite wenigstens an den Seiten mit runden Schuppen 
des Halsschildes besetzt. Unterseite (meist dicht) beschuppt. 
11" Fühler kurz vor der Mitte des Rüssels eingefügt, Augen 
fast rund. 



76 



12" Flügeldecken kurz und breit, an den Seiten parallel, vor der 
Spitze plötzlich schnabelförmig verengt, Schienen fast gerade, 
innen schwach doppelbuchtig, die Enddorne klein. 

Grypidius Schh. 

12' Flügeldecken fast doppelt so lang als zusammen breit, Schienen 
dünner, die Spitze stark nach innen gebogen, die Enddorne 
derselben kräftig und spitzig nach innen gerichtet. {Thryogenes 
Bedel). Erirrhinus Schh. 

11' Fühler näher der Spitze als der Mitte eingefügt, Augen quer 
oval. Schienen mit kräftigen, hakigen Enddornen. 

13" Die Zwischenräume der Flügeldecken höchstens mit sehr 
kleinen anliegenden Haarbürstchen reihig besetzt. Oberseite 
gleichmäßig dicht beschuppt. (Prionochelus Desbr.) 

Icaris Tourn. ] ) 

13' Die Zwischenräume der Punktreihen auf den Flügeldecken mit 
abstehenden Haarbörstchen reihig besetzt, Oberseite ungleich 
beschuppt, die Beschuppung bildet Längsstreifen auf Hals- 
schild und Flügeldecken. Mascarauxia Desbr. 

8' Die Fühlerfurche an den Seiten des Rüssels biegt nach hinten 
auf die Unterseite der Rüsselbasis, sie ist von der Seite nur 
vorne frei sichtbar. Halsschild in der Regel stark gerundet. 

14" Wenigstens die Vorderschienen an der Innenseite fein ge- 
zähnelt. Rüssel fein beschuppt oder fein behaart. Oberseite 
mit dicht anliegenden, lehmgelben, meist verwachsenen 
Schuppen besetzt, wie bei Bagous. Flügeldecken stets mit 
vortretender Schulterbeule. (Bagoopsis Fst., Colchis Tourn.) 

Echinocnemus Schönh. 

14' Schienen dicht behaart, ungezähnelt. Rüssel kahl, nur an der 
Basis behaart oder beschuppt. Oberseite fein behaart oder 
fein beschuppt, die Schüppchen meist länglich und nicht 
dachziegelartig überlagert und nicht mit dem Grunde ver- 
wachsen. Flügeldecken zu den Schultern oft ebenfalls etwas 
eingezogen. 

15" Flügeldecken oft kurz aber bis zur Apikairundung ziemlich 
von gleicher Breite. Halsschild nicht breiter als die Flügel- 
decken, Schildchen klein aber deutlich; Tarsen von ver- 
schiedener Entwickelung, Hinterschenkel manchmal gezähnt. 
. Pachytychius Jekel 



) Hieher gehören auch viele als Echinocnemus beschriebene Arten. 



77 



15' Flügeldecken kurz und von der Basis an stark eiförmig 
verengt. Halsschild quer- elliptisch, stark kissenartig gewölbt, 
breiter als die Flügeldecken, Schildchen sehr klein, Flügel- 
decken mit fast gerader Basis, Schienen nur mit ganz kleinen 
Endspornen, Tarsen von auffälliger Breite. 

Barytychius Jekel 
7' Tarsen schmal, das gelappte oder ausgerandete dritte Glied 
nicht breiter als die vorhergehenden, unten nicht bebürstet, 
sondern mit längeren halbanliegenden Haaren besetzt. 

16" Rüssel so lang als der Halsschild, Flügeldecken dicht beschuppt 
und dazwischen mit längeren Haarreihen, Schienen mit nach 
innen gerichtetem kräftigem Enddorne. Fühlerschaft höchstens 
den Vorderrand der Augen erreichend. 

17" Die Fühlerfurche ist von den Augen auf die Unterseite 
gerichtet, Vorderrand des Halsschildes an den Seiten mit 
gekerbtem Augenlappen, Basis der Flügeldecken fast gerade, 
letztere mit vortretenden Schultern, Klauen klein. — Hieher 
einige Arten aus Algier. Jekelia Tourn. 

17' Die Fühlerfurche an den Seiten des Rüssels befindlich und 
den Vorderrand der Augen frei erreichend, Vorderrand des 
Halsschildes an den Seiten mit undeutlichen Augenlappen, 
aber daselbst dicht bewimpert, Flügeldecken lang oval, mit 
fast abgerundeten Schultern und gemeinschaftlich tief aus- 
gerandeter Basis. Klauen dünn und von auffallender Länge. 

Theanellus n. gen. J ) 

x ) Theanellus bagoides n. sp. Schwarz, Fühler rostrot, Beine braun, 
dicht lehmgelb beschuppt, die Schüppchen rundlich, nicht länger als breit, 
dicht gestellt, aber frei aufliegend, dazwischen mit wenig langen auf den 
Zwischenräumen der Flügeldecken reihig gestellten, stark geneigten Haaren 
spärlich besetzt, auch die Basis und der Küssel in gleicher Weise beschuppt. 
Rüssel ziemlich dick und etwas kürzer als der Halsschild, ungekielt, die 
Fühler mit 7gliedriger Geißel, der Schaft an den Seiten des Rüssels schräg 
gegen deu Unterrand verlaufend, aber nicht auf die Unterseite gebogen, den 
Vorderrand der Augen erreichend, Halsschild wenig breiter als lang, schmäler 
als die Flügeldecken; letztere länglich eiförmig, gegen die Basis eingezogen, 
an den Seiten mäßig gerundet, nach vorne stärker verengt, fein gestreift, 
Unterseite gleichartig beschuppt, Schienen dünn, fast gerade, Tarsen 
dünn, Klauen lang. Länge 45 mm ohne Rüssel. — Transcaspien. Die 
Gattung Theanellus hat ihren natürlichen Platz bei Echinocnemus, sowie 
auch Jekelia. Gattung Picia Tourn. kenne ich nicht, auch nicht der Beschrei- 
bung nach ; die Beschreibung der Picia distinctipennis Pic, aus Bagdad, ist 
nicht geeignet, uns eine Vorstellung von derselben zu machen. 



78 



16' Rüssel kürzer als der Halsschild, dick ; der Fühlerschaft den 
Vorderrand der Augen weit überragend, Halsschild viel 
schmäler als die Flügeldecken, diese kurz und breit, mit 
eckig vorragenden Schultern, scheckig beschuppt, ohne lange 
Zwischenhaare auf den Zwischenräumen, Schienen nur mit 
sehr kurzem, feinen Endsporne. Körper sehr klein. (Degorsia 
Bedel). — Aus Nordamerika nach Frankreich importiert: 
= Stenopelmus Schönh. der Bagoini. 

6' Fühlerschaft von der Mitte zur Spitze dicht mit Haarschuppen 
besetzt, die Augen nach unten verlängert und dort einander 
genähert, die Vorderbrust zu den Vorderhüften flach aus- 
gehöhlt, der ganze Körper samt den Beinen mit kurzen 
runden, die Flügeldecken mit queren Schuppen dachziegel- 
artig bedeckt, dazwischen mit anliegenden, auf den Flügel- 
decken reihenweise gestellten Haarborsten spärlich besetzt; 
die Beschuppung fleckig gestellt, Körper J5«m-ähnlich. 

Acentrus Schönh. 

5' Die Naht der Flügeldecken und gewöhnlich auch die ab- 
wechselnden Zwischenräume der Punktstreifen erhabener als 
die anderen, Flügeldecken mit kurzen oder längeren Borsten- 
haarreihen und deutlichen Schulterwinkeln. Schildchen 
rundlich, klein aber deutlich, Körper am Grunde meistens 
beschuppt, seltener fast kahl. 

18" Die Zwischenräume der Flügeldecken gleichartig, alle mit 
feinen und sehr kurzen Börstchen reihenweise besetzt. Stirne 
vom Rüssel nicht deutlich durch einen Quereindruck geschieden, 
Rüssel ohne Kiellinien, Schenkel zur Spitze stark gekeult, 
Körper dünn und sehr fein beschuppt. 

Paraphilernus Desbr. 

18' Die Naht und die abwechselnden Zwischenräume auf den 
Flügeldecken etwas erhabener als die andern und nur diese 
mit abstehenden längeren Börstchen reihenweise besetzt, am 
Grunde meist mit breiten, verwachsenen, federartigen Schuppen 
sehr dicht bekleidet. Stirn über den Augen vom Rüssel 
durch einen sehr seichten Quereindruck geschieden; Rüssel 
mit Kiellinien, Schenkel normal verdickt. 

Pseudotyphlus Tourn 
7' Oberseite mit dichter, metallischer Beschuppung. 



79 



19" Rüssel mit deutlichen Kiellinien, Flügeldecken mit vortre- 
tenden Schultern und äußerst feinen Streifen. {Oryx Tourn.) 

Paroryx nom. nov. *) 

19' Rüssel ohne Kiellinien, Flügeldecken mit kräftigen Punkt- 
streifen. 

20" Flügeldecken mit abgerundeten Schultern, Rüssel gebogen, 
das Klauenglied der Tarsen kaum so lang als die restlichen 
Glieder zusammen. Philernus Schönh. 

20' Flügeldecken mit stumpfeckig vortretenden Schultern, Rüssel 
fast gerade, Augen klein, rund, das Klauenglied der Tarsen 
länger als die restlichen Glieder zusammen. 

Geranorrhinus Schönh. 
3' Schildchen nicht sichtbar, Rüssel oft mit Kiellinien. 

21" Flügeldecken mit starken Punktstreifen, alle Zwischenräume 
schmal und gewölbt, oder nur die abwechselnden kielförmig 
erhaben, Rüssel von der Stirne durch einen mehr weniger 
deutlichen Quereindruck vor den Augen getrennt. Alle oder 
nur die abwechselnden Zwischenräume der Flügeldecken mit 
einer kurzen, feinen oder langen Börstchenreihe; Halsschild 
mehr weniger viereckig, kaum kürzer als breit. 

22" Tarsen von normaler Länge, Glied 3 nicht breiter als die 
vorhergehenden, an der Spitze ausgerandet, die Klauen 
normal entwickelt, schwärzlich. Rüssel rot, ohne Kiellinien, 
an der Basis dicht beschuppt. 

23" Fühlergeißel 7gliederig, Flügeldecken elliptisch, an der Basis 
kaum breiter als der Halsschild, Rüssel dünn, viel länger 
als der Halsschild. — Hieher eine Art aus Algier. 

Styphlochaetes Reitt. 

23' Fühlergeißel 6gliederig, Flügeldecken mit abgeschrägten 
Schulterwinkeln, viel breiter als der Halsschild, lang, eiförmig, 
Rüssel kräftiger, so lang als der Halsschild. Körperform mit 
Geranorrhinus übereinstimmend. — Hieher eine Art aus 
Transkaukasien. (Astyphlus Reitt.) Astyphlinus Reitt. 

22' Tarsen kurz, Glied 3 etwas breiter als die vorhergehenden 
und zweilappig, die Klauen sehr zart, kurz, haarförmig, gelb. 
Rüssel mit Kiellinien, behaart oder an der Basis beschuppt. 

24" Die Naht und die abwechselnden Zwischenräume auf den 
Flügeldecken kielförmig erhaben und mit langen oder kurzen, 

1 ) Der Name: Oryx ist bereits früher von Smith bei den Main- 
mulia vergeben. 



80 



gekrümmten Börstchen besetzt. Flügeldecken oval. (Strenes 
Schh.) Orthochaetes Germ. 

24' Alle Zwischenräume der Flügeldecken schmal und kielförmig 
gewölbt und mit äußerst kurzen Börstchen reihig besetzt, 
Flügeldecken hinter der Mitte am breitesten. Körper klein, 
gedrungen gebaut. Trachysoma Penecke 

21' Flügeldecken mit Punktreihen, alle Zwischenräume flach. 
Rüssel von der Stirne nicht abgesetzt, beide in derselben 
Ebene gelegen, ersterer reihig punktiert oder mit feinen 
Kiellinien, Halsschild an den Seiten mehr weniger gerundet, 
etwas schmäler als die Flügeldecken. 

25" Fühlerkeule lang oval, Halsschild fast so lang als breit, die 
Seiten mit sehr starkem Augenlappen, Flügeldecken lang oval, 
ohne vortretende Schulterecke und mit sehr feinen Punkt- 
streifen, Tarsen schlank, fast so lang als die Schienen. — 
Hieher Th. modestus Fst. aus Centrai-Asien. 

Thecorrhinus Faust 

25' Fühlerkeule kurz eiförmig, Halsschild quer, ohne deutlichen 
Augenlappen am Vorderrande, Flügeldecken kurz eiförmig, 
die Schultern etwas eckig vorgezogen, die Punkte der 
Dorsalreihen weitläufig gestellt, Tarsen kurz, kürzer als die 
Schienen. Aubeonymus Duyal l ) 

17. Tribus Itini. 
Hieher die Gattung (Rhinospathus Desbr.) ita Tourn. 

18. Tribus Smicronychini. 

1" Das Klauenglied der Tarsen ist viel kürzer als die restlichen 
Glieder zusammen, Klauen sehr klein. Oberseite einfach 
behaart oder fleckig beschuppt. (Chalybodontus Desbr.) 

Smicronyx Schönh. 

1' Rüssel länger, das Klauenglied der Tarsen ist fast so lang 
als die restlichen Glieder zusammen, Klauen kräftig, von 
normaler Länge. Oberseite dicht beschuppt und mit halb- 
anliegenden Börstchen, auf den Flügeldecken reihenweise 
besetzt. Sharpia Tourn. 

x ) Beide Gattungen systematisch hinter Barytychius zu stellen. — 
In die Gattung Aubeononymus ist auch Barytychius solidus Fst. aus Tur- 
kestan zu stellen. 



i 



81 



19. Tribus Elleschini. 



Hieher nur die Gattung 



Elleschus Payk. 



20. Tribus Acalyptini. 



Hielier nur die Gattung 



Acalyptus Sehönh. 



21. Tribus Bagoini. 



0" Der Schaft der Fühler erreicht höchstens den Vorderrand 
der Augen, Rüssel schlank, Vorderrand des Halsschildes 
jederseits wenigstens mit schwachem Augenlappen. 

1" Vorderbrust am Vorderrande tief ausgeschnitten, erstere mit 
seitlich ziemlich hoch begrenzter Rüsselfurche, Halsschild an 
den Seiten des Vorderrandes mit kräftigen Augenlappen, 
Oberseite der Tarsen fast kahl, nur mit einzelnen längeren 
Härchen besetzt. Flügeldecken vor der Spitze oft gebuckelt. 

2" Die Spitze der Flügeldecken endet in zwei nach hinten 
gerichtete Dornen. Rüssel lang, dünn und fast gerade. 
(Anactodes Bris.) Dicranthus Mötsch. 

2' Die Spitze der Flügeldecken schnabelförmig abgerundet. 
Rüssel meistens kurz, ziemlich dick und gebogen. 

Bagous Schönh. 

V Vorderrand der Vorderbrust seicht ausgeschnitten, letztere 
ohne Rüsselfurche, Seiten des Halsschildvorderrandes mit 
schwachen Augenlappen. 

3" Fühler in der Mitte des Rüssels eingelenkt, Tarsen sehr 
dünn und kahl. Ephimeropus Hochh. 

3' Fühler vor der Mitte des Rüssels eingelenkt, Tarsen auf der 
Oberseite sehr fein und dicht behaart. 

Hydronomus Schönh. 

0' Der Schaft der Fühler erreicht mindestens die Mitte der 
großen Augen, die Fühler in der Mitte des dicken und 
kurzen Rüssels eingefügt, Vorderrand des Halsschildes seitlich 
schräg abgeschnitten, ohne Spur eines Augenlappens. (Degorsia 
Bedel) Stenopelmus Schönh. 

22. Tribus Raymondionymini. 

1" Die Fühlerfurchen an den Seiten des Kopfes befindlich, 
schräg nach unten und hinten gerichtet und sehr kurz. Die 
Unterseite des Rüssels ohne mediane Kiellinie. Die Schenkel 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. Q 



82 



an der Wurzel plötzlich verdünnt, an der Innenseite nur 
gegen die Spitze mit kurzer Schienenfurche. 

Alaocyba Perris 

V Die Fühlerfurchen an der Unterseite des Rüssels befindlich 
und durch eine schmale mediane Kiellinie getrennt. Der 
Fühlerschaft die Basis des Rüssels nicht überragend. 

2" Die Schenkel an der Wurzel plötzlich verdünnt, an der 
Innenseite nur gegen die Spitze mit kurzer Schienenfurche. 

Alaocephala Gnglb. 
2' Die Schenkel gegen die Wurzel allmählich verschmälert, an 
der Innenseite mit langer Schienenfurche. (Baymondia Aube.) 

Raymondionymus Wollast. 

23. Tribus Tychiini. 

1" Augen auf der Stirne einander stark genähert, der Raum 
zwischen ihnen kaum halb so breit als der Rüssel. Schildchen 
länglich, dreieckig. Flügeldecken breiter als der Halsschild, 
kurz gebaut, an der Spitze abgestutzt, der Nahtwinkel scharf 
rechteckig. Fühlergeißel 7gliederig, Schenkel einfach. 

Lignyodes Schönh. 

V Stirne zwischen den Augen fast so breit als der Rüssel oder 
breiter. Schildchen klein oder nicht sichtbar. 

2" Fühlergeißel mit 7 Gliedern. 

3" Halsschild stark quer elliptisch, vorne äußerst stark verengt 
und halsartig, auch dorsalwärts, abgeschnürt. Flügeldecken 
kurz eiförmig mit gerader Basis und stark vorstehenden 
Schultern, das Pygidium bedeckend, Nahtwinkel nicht einzeln 
abgerundet. Schenkel stark keulig verdickt und mit einem 
Zahne bewaffnet. Klauen an der Basis mit Anhang. 

4" Nur die Hinterschenkel stark gezähnt, Vorderschienen vor 
der Spitze auch nach außen leicht erweitert, Halsschild ohne 
Querriefen, Basis doppelbuchtig, vor dem Schildchen lappig 
vorgezogen, Oberseite sehr dicht mit dünnen Schuppen besetzt. 

Apeltarius Desbr. 

4' Alle Schenkel mit starkem Zahne, Vorderschienen nach außen 
nicht deutlich erweitert, Halsschild auf der vorderen Hälfte 
mit strichförmigen Querriefen, die Basis gerade oder im flachen 
Bogen gerundet, ohne Schildchenlappen ; Oberseite zum größten 
Teile kahl, zum Teile rot. Xenotychius Keitt. 



83 



3' Halsschild vorne nur schwach dorsalwärts abgeschnürt, so daß 
der vorderste Teil nicht einen schmalen, parallelen und 
ziemlich langen Hals bildet, der nur halb so breit ist, als 
der Halsschild in der Mitte. Tychius Germ. 

2' Fühlergeißel mit 6 Gliedern. 

5" Flügeldecken an der Spitze beim Nahtwinkel nicht ab- 
gerundet, sondern gemeinschaftlich verrundet, beim cf das 
Pygidium bedeckend, beim 9 zum Teile frei sichtbar. Körper 
gestreckt, oft parallel, Halsschild meistens von der Breite 
der Flügeldecken. Miccotrogus Schönh. 

5' Flügeldecken in beiden Geschlechtern am Nahtwinkel einzeln 
abgerundet, das Pygidium zum größten Teile unbedeckt 
lassend. Körper kurz oval, selten länglich, oben dicht behaart 
oder beschuppt. (Sibynes Schh.) Sibinia Germ. 

24. Tribus Orchestini. 

1" Fühler gekniet, hinter der Mitte des Rüssels eingefügt, Körper 
mehr weniger behaart oder beschuppt. (Or -ehestes Iiiig.) 

Rhynchaenus Clairv. 

]' Fühler nicht gekniet, mit zwei größeren und dickeren 
Wurzelgliedern, an der Basis des Rüssels eingelenkt. Körper 
sehr klein, kahl. R Kamphus Clairv. 

25. Tribus Mecinini. 

1" Vorderhüften bei einander stehend, der Rüssel dazwischen 
nicht einlegbar, Vorderrand der Vorderbrust nicht aus- 
geschnitten. Klauen am Grunde verwachsen. 

2" Körper lang zylindrisch, Halsschild sehr selten schmäler als 
die Flügeldecken, nur die Pygidiumspitze frei sichtbar, die 
ersten vier Sternite in ihrer Länge wenig verschieden. 

Mecinus Germ. 

2' Körper oval oder gerundet, selten zylindrisch, Halsschild 
meist schmäler als die Flügeldecken, Pygidium mehr weniger 
frei sichtbar, die ersten zwei Sternite viel länger als die 
zwei nächsten. * Gymnetron Schönh. 

1' Vorderhüften auseinander gerückt, der Vorderrand der 
Vorderbrust ausgeschnitten. 

3" Die Vorderbrust gefurcht, Rüssel lang und zwischen die 
Hüften einlegbar, Klauen frei, Körper ziemlich gleichförmig, 
meist rauh behaart. (Cleopus Suffr.) Miarus Steph. 

6* 



84 



3' Die Vorderbrust ohne Rüsselfurche, der Rüssel kräftig, 
zwischen die Vorderhüften einlegbar. Klauen an der Basis 
verwachsen, Schienen kürzer als die Schenkel, Basis des 
Halsschildes zum Schildchen eckig verlängert, Körper 
eiförmig, hochgewölbt, die Behaarung fleckig gestellt. 

Alcides Schönh. 

26. Tribus Cionini. 

1" Tarsen mit zwei, meistens ungleich langen, an der Basis 
verwachsenen Klauen. 

2" Vorderrand der Vorderbrust mit einem zur Beugung des 
Rüssels bis an die Vorderhüften reichendem Ausschnitte, der 
bei vorgestrecktem Rüssel von den Seiten sichtbar ist. 

3" Oberseite behaart mit verdichteten Haarnecken, 1-2 sammet- 
schwarze Tomentmakeln an der Naht, die selten fehlen. Hals- 
schild kurz, konisch, an den Seiten gerade, Flügeldecken 
wenig länger als zusammen breit, Klauen von etwas ungleicher 
Länge. Cionus Clairv. 

3' Oberseite dünn beschuppt, ohne dunkle Tomentflecken an der 
Naht, Halsschild kurz, glockenförmig, Flügeldecken länglich, 
Klauen sehr klein und von ungleicher Länge. 

Cionellus Reitt. 

2' Vorderrand der Vorderbrust ohne Ausschnitt, gerade ab- 
geschnitten, Tarsen mit zwei gleichlangen, an der Basis 
verwachsenen Klauen. Oberseite mit doppelter, fleckiger 
Behaarung. Cleopus Steph. 

1' Tarsen mit einer einzigen Klaue, Vorderbrust am Vorderrande 
nur sehr seicht ausgerandet. Körper beschuppt. 

Stereonychus Suffr. 

Unterfamilie ApiOllinae. 

Ausgezeichnet durch die langen Trochanteren, an deren 
Spitze die Schenkel eingelenkt sind. Körper klein. 

Uebersicbt der Tribus. 

1" Fühler stark gekniet mit langem Schaftgliede, die Vorder- 
schenkel meist mit 1 — 3 nadelspitzigen, kleinen oder dorn- 
förmigen Zähnchen, Halsschild nach vorne stark konisch 
verengt, Körper rundlich oder oval, stark gewölbt, die Wölbung 
nach vorne und zur Spitze abfallend. Nanophyini. 



85 



1' Fühler undeutlich gekniet, ohne langes Schaftglied ; dieses 
wenigstens etwas länger als das zweite der Geißel, Schenkel 
ungezähnt, Rüssel gerade vorgestreckt, Körper länglich, klein. 

Apionini. 

Tribus Nanophyini. 

1" Schenkel ungezähnt, Fühlergeißel ögliederig, die Keule geringelt, 
Klauen einfach, frei. Körper schwarz, Flügeldecken dunkel- 
grün oder blau. (Microphyes Wse.) Nanomicrophyes Pic 

V Schenkel nieist dörnchenförmig gezähnelt, Körper mehr weniger 
fein behaart, Flügeldecken ohne metallische Färbung, gewöhnlich 
bunt gezeichnet. 

2" Die Flügeldecken mit 3gliedriger Keule, die Glieder derselben 
von einander deutlich getrennt. Tarsen ziemlich breit und das 
dritte Glied zweilappig und unten bürstenartig behaart. 

3" Die Tarsen nur mit einer Klaue. Halsschild wenig breiter 
als lang. Nanodiscus Kiesw. 

3' Die Tarsen mit zwei kleinen, an der Basis bis über die 
Mitte verwachsenen Klauen. Halsschild stark quer und nach 
vorne konisch verengt. Nanophyes Schönh. 

2' Die Fühler mit ovaler, dichter Keule, die Glieder derselben 
nur durch sehr feine Nähte getrennt, die Tarsen schmal, das 
dritte Glied verkürzt und nicht verbreitert und unten nicht 
bebürstet, die Klauen einfach, frei, gespreizt. 

Corimalia Gozis. 

Tribus Apionini. 

1" Rüssel dick, zur Spitze allmählig oder plötzlich verengt, 
unten oft erweitert. Kopf unten ausgehöhlt, die Fühlerfurchen 
sind tief und gehen allmählig in die Aushöhlung des Kopfes 
über. Halsschild nach vorne konisch verengt, Oberseite sehr 
fein behaart, oft kahl erscheinend. Oxystoma Dumeril. 

1' Rüssel gleich breit, nur beim c? manchmal nach vorne schwach 
verengt, in der Mitte oder hinter der Mitte manchmal mit 
einer kleinen zahnartigen Verbreiterung über der Fühler- 
basis. Apion Hrbst. 



86 



Unterfamilie Rhynchltinae. 

Fühler nicht gekniet, die Keule mit 3 gesonderten Gliedern. 

Uebersicbt der Tribus. 

1" Flügeldecken den Hinterleib bedeckend, ohne Punktreihen. 

2" Mandibeln außen einfach gerundet, glattrandig, Oberlippe 
klein, aber erkennbar, Flügeldecken länglich, parallel, ein 
Nahtstreifen fehlt. Die Vorderhüften vom Vorderrande der 
Vorderbrust entfernt stehend. Nemonychini. 

2' Mandibeln stark gezackt, Oberlippe nicht sichtbar, Flügel- 
decken kürzer, nach hinten leicht verbreitert, mit feinem 
Nahtstreifen. Die Vorderhüften berühren fast den Vorderrand 
der Vorderbrust. Auletini. 

r Flügeldecken den Hinterleib meistens nicht ganz bedeckend, 
Pygidium frei, erstere mit Punktreihen oder zwischen der 
Grundpunktur erkennbaren Punktstreifen, Vorderhüften lang, 
zylindrisch oder zapfenförmig, senkrecht hängend. 

3" Schienen einfach, oder nur am inneren Spitzen winkel mit 
kleinem Endsporne, die Klauen an der Basis nicht verwachsen, 
aber meistens innen an der Basis mit zahnartigem Anhang. 
Körper meistens behaart, die Behaarung gewöhnlich abstehend, 
selten fehlend. Rhynchitini. 

3' Vorderschienen innen gekerbt oder gezähnelt, die Schienen 
am äußeren Spitzenwinkel mit einem Hornhaken, die Klauen 
einfach, aber an der Basis verwachsen, Körper kahl. 

Attelabini. 

Tribus Nemonychini. 

1" Rüssel kurz und meist ziemlich dick, nicht länger als der 
Halsschild, Oberlippe deutlich, Kopf bis zu den Augen in 
den Halsschild eingezogen. 

2" Rüssel kurz, die Fühler in der Mitte desselben eingelenkt, 
das zweite Glied der Tarsen zur Spitze nicht erweitert, 
Klauen innen an der Basis mit zahnartigem Anhang. 

Nemonyx Eedtb. 

2' Rüssel länger, die Fühler vor der Mitte eingelenkt, das zweite 
Glied der Tarsen zur Spitze dreieckig erweitert, Klauen 
einfach. (Cimberis Gozis.) Rhinomacer Fbr. 



87 



1' Rüssel dünn und lang, stielrund, nur an der Spitze etwas 
erweitert, länger als der Halsschild, Oberlippe äußerst klein, 
wenig deutlich, Kopf hinter den Augen mit deutlichen Schläfen, 
Klauen einfach. Diodyrrhynchus Schönh. 

Tribus Auletini. 

Hieher nur die Gattung Auletes Gyll. 

Tribus Rhynchitini. 

1" Die Schläfen hinten durch eine Querfurche halsartig ab- 
geschnürt, Rüssel kurz. Deporaus Samouelle 

1' Schläfen parallel, oder nach hinten gerade erweitert, nicht 
abgeschnürt, Rüssel länger. 

2" Oberseite mehr weniger behaart, die Hinterhüften lang, sie 
überragen oder erreichen den Innenrand der Episternen der 
Hinterbrust. Rhynchites Schneider 

2' Oberseite kahl oder fast kahl, die Hinterhüften kürzer, sie 
erreichen nicht ganz die Episternen der Hinterbrust. Körper 
kurz gebaut, metallisch gefärbt. (Rhinomacer Geoffr.) 

Byctiscus Thoms. 

Tribus Attelabini. 

1" Kopf mit normalen, parallelen Schläfen, nicht gestielt, Hals- 
schild vorne gerandet aber nicht abgeschnürt, Flügeldecken 
mit feinen Punktstreifen, Vorderhüften beim cT vom Vorder- 
rande der Vorderbrust entfernt, beim 9 ihn fast berührend. 
(Cyphus Thunbg.) Attelabus Lin. 

1' Kopf mit backenartig gerundeten, nach hinten verengten 
Schläfen, hinten sehr tief abgeschnürt, mit dem Halsschilde 
stielartig verbunden, Halsschild vorne abgeschnürt, Flügel- 
decken mit groben Punktstreifen, Vorderhüften beim J 1 und 
9 vom Vorderrande der Vorderbrust entfernt. 

Apoderus Latr. 



Index. 



Acalles 63. Acallocrates 63. Acallorneuma 63. Acalyptini 58, 81. 
Acalyptus 81. Acentrus 78. Acnemiscelis 71. Acrisius 53. Acrodrya 53. 
Adexius 53. Adosomus 43. Alaocephala 82. Alaocyba 82. Alcides 84. 
Allodactylus 66. Alophini 47, 50. Alophus 50. Amalorrhynchus 70. Amalus 70. 
Amaurorrhinus 60. Amicromias 17. Ammocleonus 40. Amomphini 28. 
Amomphus 28. Anchonidium 53. Anisocleonus 39. Anisorrhynchus 51. 
Anomanychus 27. Anoplini 55. Anoplus 60. Anthonomini 57, 73. Antho- 
nomus 73. Aocnus 71. Aomus 17. Aparopion 53. Apeltarius 82. Aphyllura 61. 
Apioninae 5, 84. Apionini 85. Apion 85. Aplesilus 41. Apoderus 87. Arachni- 
dius 21. Argoptochus 13. Arthrostenini 57, 74. Arthrostenus 74. Astyphlinus 79. 
Astyphlus 79. Attelabini 86. Attelabus 87. Aubeonymus 80. Aubeus 73. 
Auchmeresthes 45. Auchmeresthinae 6. Auletes 87. Auletini 86. 

Bagoini 58, 81. Bagoopsis 76. Bagous 81. Balaninini 56, 73. Bala- 
ninus 73. Balanobius 73. Bangasternus 45. Baridiini 56, 72. Baridius 72. 
Baris 72. Bariscelis 72. Barynotini 19, 26. Barynotus 26. Barytychius 77. 
Blosyrus 25. Bodemeyeria 34. Bohemanius 68. Borborocoetus 49. Bothy- 
noderes 39. Brachonyx 74. Brachycerinae 3, 32. Brachycerus 32. Brachy- 
cleonus 37. Brachyderes 24. Brachyderinae 3, 18. Brachyderini 18, 21. 
Brachyodontus 65. Brachypus 59. Brachysomus 23. Bradybatus 74. Brady- 
cinetus 48. Bubalocephalus 49. Byctiscus 87. 

Caenopsimorphus 15. Caenopsis 11. Calandra 73. Calandrinae 6, 53. 
Calandrini 54. Camptorrhinus 62. Catapionus 26. Cathormiocerini 9, 11. 
Cathormiocerus 11. Caulomorphus 53. Caulostrophus 25. Caulotrupes 62. 
Ceutorrhynchidius 69. Ceutorrhynchina 64, 66. Ceutorrhynchini 55, 64. 
Ceutorrhynchus 68. Chaerorrhinus 60. Chalybodoutus 80. Chilodrosus 24. 
Chiloneonasus 13. Chiloneus 22. Chloebius 32. Chlorophanus 31. Chromo- 
derus 41. Cliromosomus 38. Cidnorrhirms 68. Cimberis 86. Cionellus 84. 
Cionini 59, 84. Cionus 84. Cleoninae 4, 33. Cleonini 33, 34. Cleonus 43. 
Cleopus Suffr. 83. Cleopus Steph. 84. Cneorrhinini 19, 25. Cneorrhinus 26. 
Codiosoma 62. Coeliastes 69. Coeliodes 67. Coelogaster 68. Coelosthetus 45. 
Colchis 76. Coniatus 49. Coniocleonus 37. Conorrhynchus 35. Corigetus 13. 
Corimalia 85. Coryssomerini 55, 71. Coryssomerus 71. Cossonini 55, 60. 
Cossonus 61. Cotaster 61. Craponius 69. Crypharis 63. Cryptorrhynchini 55, 62. 
Cryptorrhynchus 62. Curculioninae 6, 46. Cyclobarus 15. Cyclomias 14, 23. 
Cyclopterini 9, 13. Cyclopterus 13. Cycloptochus 14. Cyphicerus 13. Cypho- 
cleonus 43. Cyphus 87. Cyriophthalmus 32. Cyrtolepus 15. 

Dactylotas 25. Degorsia 59, 78, 81. Deporaus 87. Deracanthus 32. 
Derolomini 57, 74. Derolomus 74. Desbrochersella 16. Dichotrachelus 49. 
Dicranotropis 40. Dicranthus 81. Diglossotrox 31. Diodyrrhynchus 87. 
Dochorrhynchus 26, Dorytomus 75. Dryoplithorus 60. Drupenatus 71. 



89 



Echinocnemus 76. Echinodes 60. Echinomorphus 60. Ectamnogaster 68. 
Edmundia 24. Elasmobaris 72. Elleschini 58, 81. Elleschus 81. Elytrodon 16. 
Entomoderus 48. Epexochus 40. Ephimeronotus 34. Ephimeropus 81. 
Epilectus 40. Epiphaneus 25. Epiphanops 25. Epipolaeus 53. Eptacus 11, 14. 
Ereminarius 48. Eremninae 3, 31. Eremotes 62. Erirrhini 58, 74. Erirrhinus 76. 
Erycus 74. Esamus 31. Eucleonus 37. Eumecops 36. Eumycterus 72. 
Euryommatus 71. Eurysternus 38. Eusomostophus 21. Eusomus 22. Euste- 
nopus 44. Eutinopus 31. Exoclms 40. 

Faustia 74. Felicienella 16. Foucartia 23. Furcipes 74. 

Gasterocercus 62. Geonemus 26. Geranorrhinus 79. Glaridorrliinus 59. 
Gonocleonus 37. Gronops 48. Grypidius 76. Gymnetron 83. Gymnomorphus 12. 
Gyratogaster 15. 

Haptomerus 46. Hauserella 30. Heliophilus 22. Herpes 32. Hetero- 
mias 29. Heterostylus 29. Heydenonymus25. Hlavenall, 15. Holcorrhinini 9, 14. 
Holcorrhinus 15. Homapterus 20. Homoeosoma 66. Homorosoma 66. Hoplo- 
pteridius 52. Hydronomus 81. Hylobiini 47, 51. Hylobius 51. Hypera 49. 
Hyperini 47, 49. Hyperomorphus 53. Hypoglyptus 75. Hyopmecus 31. 
Hypurina 64, 66. Hypurus 66. 

Icaris 76. Isomerops 40. Isomerus 37. Ita 80. Itini 58, 80. 

Jekelia 77. 

Koenigius 34. 

Lachnaeus 44. Lagenolobus 12. Larinus 44. Leptolepyrus 26. Lepto- 
mias 30. Leptosphaerotus 12. Lepyrus 51. Leucochromus 34. Leucomigus 41. 
Leucosomus 41. Lignyodes 82. Limnobaris 72. Limobius 49. Liocleonus 42. 
Liophloeus 21. Liosoma 53. Liparus 51. Lissotarsus 72. Litodactylus 69. 
Lixini 33, 44. Lixomorphus 44. Lixus 44. Lostianus 74. 

Macrotarsus 49. Magdalidini 55. Magdalis 59. Marmaropus 71. Masca- 
rauxia 76. Mecaspis 42. Mecinini 59, 83. Mecinus 83. Mecyslobini 33, 
Mecyslobus 45. Megamecus 31. Meiranella 11. Menecleonus 38. Mesagroieus 27. 
Mesites 61. Mesostylini 8, 9. Mesostylus 10. Metacinopinae 6. Metacinops 17,46. 
Metallitides 20. Miarus 83. Miccotrogus 83. Micrelus 66. Microcleonus 36- 
Microcopes 60. Microlarinus 45. Minyops 52. Mitoplinthus 53. Molytes 51. 
Monolophus 35. Mononychina 65, 71. Mononychus 71. Mylacini 9, 15. Myla- 
comias 16. Mylacorrhina 13. Mylacus 16. Mylloceros 13. Myllocerus 13. 
Myorrhininae 4, 5, 7, 46. Myorrbinus 46. 

Nadhernus 20. Nanodiscus 85. Nanophyes 85. Nanophyesini 59. Nano- 
phyini 84. Nastini 9, 17. Nastus 17. Neliocarus 25. Nemonychini 86. 
Nemonyx 86. Neobaris 72. Neoplinthus 53. Notaris 75. 

Ocliodontus 74. Ocladius 63 Omias 17. Orchestes 83. Orchestini 58, 83. 
Oreorrhynchus 65. Orobitina 65, 71. Orobitis 71. Orthochaetes 80. Oryx 79. 
Otiorrhynchinae 3, 7. Otiorrhynchini 8, 10. Otiorrhynchus 10. Oxyonyx 68. 
Oxystoma 85. 

Pachycerus 43. Pachyrrhinus 70. Pachytychius 76. Paophilus 23. 
Paracyclomaurus 15. Parameira 11. Paraphilernus 78. Paroryx 79. Pentar- 
thrum 60. Pelenomus 70. Perieges 32. Peritelini 9, 11. Periteloneus 14. 
Peritelus 12. Phacephorus 31. Philernus 79. Philopedon 26. Phloeo- 
phagoides 62. Pholicodes 24. Pbyllobiini 9, 17. Phyllobius 17. Phytobius70. 
Phytonomus 49. Piazomias 29. Piazomiini 28, 29. Picia 74. Pissodes 59. 



90 



Pissodini 54. Platygaster 68. Platygasteronyx 67. Platytarsus 23. Pleuro- 
cleonus 35. Pleurodirus 23. Plinthini 48, 51. Plinthomeleus 52. Plinthus 53. 
Polydrosini 18, 20. Polydrosns 20. Poophagus 71. Porocleonus 34. Prionc- 
chelus 76. Procas 75. Psalidiini 19, 27. Psalidimomphus 28. Psalidium 27. 
Pseudobarynotus 26. Pseudocleonus 42. Pseudocneorrhintis 32. Pseudo- 
phytobius 66. Pseudoptochus 23. Pseudotyphlus 78. Ptochella 12. Pto- 
choini 8, 12. Ptochus 12. Pycnodactylus 42. 

Raymondionymini 58, 81. Raymondionymus 82. Rhabdorrliynchus 43. 
Rhamphus 83. Rhinocyllus 45. Rhinodontus 27. Rhinomacer Fbr. 86. Rhino- 
macer Geoffr. 87. Rhinomias 17. Rhinoncina 65, 69. Rhinoncus 69. Rhino- 
spathus 80. Rhynchaenus 83. Rhynchites 87. Rhynchitinae 7, 86. Rhyn- 
chitini 86. Rhyncolus 62. Rhyti'Ioderes 50. Rhytidosoma 65. Rhytirrhini 47, 48. 
Rhytirrhinus 49. 

Sablones 30. Sahlbachia 12. Sciaphilus 23. Sciaphobus 22. Scleropte- 
rina 64. Scleropterus 65. Scytbropus 21. Seidlitzia 50. Sharpia 80. Sibinia83. 
Sirocalus 69. Sitona 27. Sitonapterus 21. Sitonini 19, 27. Sitophilus 73. 
Smicronychini 58, 80. Sphenophorus 73. Spbincticraerus 73. Stasiodis 22. 
Stenocarus 67. Stenopelmus 59, 78, 81. Stephanoeleonus 37. Stephano- 
phorus 39. Stereonychus 84. Stolatus 44. Stomodes 10. Stomodesops 11. 
Strophomorpbus24. Strophosomini 19, 25. Strophosomus 25. Styphlochaetes 79. 
Styphloderes 61. Synirmus 27. 

Taenophthalmus 29. Tanymecinae 3, 27. Tanymecini 28, 30. Tany- 
mecus 31. Tanysphyrini 54. Tanysphyrus 59. Tapinotus 70. Temuorrhinus 36. 
Tetragonothorax 38. Theanellus 77. Thecorrhinus 80. Thelopius 26. Thryo- 
genes 76. Thylacites 30- Thylacitini 28, 30. Torneuma 63. Trachelomorphus 50. 
Trachodes 62. Trachodini 55, 62. Trachydemus 44. Trachyphilus 27. Traehy- 
phloeini 20, 27. Trachyphloeus 27. Trachysoma 80. Trichalophus 50. 
Trichocaulus 74. Trichocleonus 35. Troglorrhynchus 10. Tropiphorini 20, 27. 
Tropiphorus 27. Tychiini 58, 82. Tychius 83. Typhloporus 63. 

Ulobaris 72. Urometopus 17. 

Xanthochelus 43. Xenotychius 82. Xylinophorus 30. 
Zacladus 66. 



Ueber 

abnorme (heteromorphe) Blüten und Blütenstände (I. Teil) 

von Dr. Hugo IHris. 

(Mit 1 Tafel und 3 Textfiguren.) 



Einleitung. 

Im folgenden soll eine Anzahl von abnormen Blüten und 
Blütenständen beschrieben werden, die ich im Laufe der letzten 
drei Jahre in der Umgebung von Brünn beobachtet habe. Der 
Ausdruck „abnorm" im Titel ist so zu verstehen, daß andere 
als die gewöhnlichen Normen bei der Entstehung dieser Bildungen 
Geltung haben und soll keinesfalls soviel wie „regellos" bedeuten. 
Es handelt sich in den meisten dieser Fälle um mehr oder 
minder starke Ueberschreitungen der Variations weite, die wir uns, 
mögen sie auch oft als Folge von Schädigungen oder Krankheiten 
auftreten, dennoch aus dem Wesen und den Anlagen der betreffenden 
Art heraus entstanden zu denken haben. Erweisen sie sich als 
erblich, so liegt kein Anstand vor, sie als Mutationen zu be- 
zeichnen; daß es sich häufig um unzweckmäßige Abänderungen 
handelt, ist keineswegs ein Grund gegen diese Bezeichnung. Es 
sind dann eben Mutationen, die durch die Selektion verschwinden 
werden. Daß Krankheiten und Schädigungen aller Art auch als 
Schöpfer progressiver Variationen auftreten können und daher 
zu den artbildenden Faktoren gerechnet werden müssen, erscheint 
sehr wahrscheinlich. 1 ) Die experimentelle Morphologie, diese heute 
so moderne Wissenschaft, hat sich diese Anschauung zu eigen 
gemacht und sucht durch künstliche Eingriffe die Stabilität der 
Art zu erschüttern und Neubildungen zu erzielen. In viel größerem 
Maßstab, allerdings auch unter viel komplizierteren Bedingungen, 
entstehen in der Natur solche Umformungen, die man mit einem 
recht unpassenden Namen als „Monstrositäten" bezeichnet hat. 
Diesen Namen sollte man bloß auf jene Umbildungen anwenden, 
die den Charakter unregelmäßiger Wucherungen tragen; für 



') Siehe u. a. Blaringhem L., Mutation etTraumatismes. Paris 1908. 



92 



die Fälle, in denen wohl Form, Größe oder Stellung der Organe 
verändert erscheint, diese aber doch nach einer gewissen Regel 
angeordnet sind, sollte ein anderer Namen gewählt werden; ich 
schlage als solchen den schon von Masters 1 ) allerdings in einem 
anderen Sinne gebrauchten Ausdruck „Heteromorphosen" vor. In 
ähnlicher Weise also wie von Küster 2 ) die Ausdrücke „histoide" 
und „organoide" Gallen gebraucht worden sind, sollten die nicht 
gallenartigen abnormalen Bildungen in „Monstrositäten" und 
„Heteromorphosen" unterschieden werden. Die Grenzen werden 
freilich oft schwer zu ziehen sein ; doch ist das kein Grund 
gegen diese ÜDterscheidung. — Die Lehre von den Hetero- 
morphosen ist namentlich in früherer Zeit eine Lieblingsdomäne 
der Dilettanten gewesen und wird wohl zum Teil deshalb, zum 
Teil aber auch, weil bei der Deutung derartiger Bildungen oft 
nicht mit der nötigen Vorsicht zu Werke gegangen wurde, von 
Seite der zünftigen Wissenschaft auch heute noch nicht als voll- 
wertig angesehen. Da aber die Beobachtung durch das Experiment 
niemals überflüssig gemacht wird, sollte die Heteromorphosenlehre 
als notwendiges Korrelat der experimentellen Morphologie, die 
sich ja heute einen bevorzugten Platz in der Wissenschaft erobert 
hat, wieder eifriger gepflegt und höher geachtet werden. Daß die 
Vorsicht in den Konklusionen, die in der Naturwissenschaft immer 
am Platze ist, auf diesem Gebiete ganz besonders notwendig 
erscheint, muß freilich betont werden. 

Beschreibung der Heteromorphosen. 

I. Partiell atrophe Blüten bei Iris pseudacorusL. 

Eine merkwürdige Blütenausbildung, die deshalb interessant 
erscheint, weil sie bei einer gar nicht seltenen Pflanze fast 
regelmäßig zu linden ist, habe ich im Frühjahre 1910 beobachtet. 
An einer im botanischen Garten stehenden kräftigen Pflanze von 
Iris pseudacorus L. fiel mir in der Achsel eines normalen, 
unteren Stengelblattes ein sonderbares Gebilde auf; es hatte auf 
den ersten Blick den Anschein, als ob drei Staubgefäße einer 
normalen, voll entwickelten Irisblüte durch Zufall in den Raum 
zwischen Blatt und Stengel gelangt wären. (Fig. 1.) *) Die 

*) Masters, Pflanzenteratologie, ins Deutsche übertragen von Udo 
Da mm er. Leipzig 1886. 

a ) Küster E., Die Gallen der Pflanzen. Leipzig 1911. 

*) Die arabischen Zahlen beziehen sich auf die Figuren der Tafel. 



93 



parallele, aufrechte Stellung und noch mehr der leicht kontrollier- 
bare Umstand, daß die Staubgefäße angewachsen waren, veranlaßten 
mich zu einer näheren Untersuchung. Diese ergab, daß eine in 
allen ihren Teilen atrophe, aber mit Staubgefäßen von nahezu 
normaler Größe versehene Blüte vorliege. Daraufhin wurden von 
mir auch andere Pflanzen desselben Standortes und an verschiedenen 
Orten in der freien Natur auf das Vorkommen derartiger Blüten 
untersucht und es zeigte sich, daß in nahezu 20 % der untersuchten 
Fälle sich in der Achsel eines der unteren Stengelblätter von Iris 
pseudacorus Blüten vorfanden, die eine derartige Relationsstörung 
in der Ausbildung der Teile aufwiesen. — In der Literatur fand 
ich nichts über eine derartige Ausbildung von Irisblüten. Pe nzig 1 ) 
erwähnt bei Iris pseudacorus L. das Vorkommen tetramerer, ver- 
grünter und proliferierter Blüten sowie gelegentliche Petalodie 
der Stamina, im übrigen aber weder bei Iris pseudacorus noch 
bei einer anderen Irisart eine der eben beschriebenen ähnliche 
Erscheinung. Auch in Masters Teratologie ist für Iris nichts 
ähnliches angegeben. Dagegen werden in beiden Werken ähnliche, 
bei anderen Pflanzen beschriebene Bildungen angeführt. So kommen 
bei Primula 2 ) Blüten vor, bei denen die Korolle auf ein Minimum 
reduziert, der Kelch dagegen stark vergrößert ist und die Stamina 
normal bleiben. Schlechtendahl 3 ), Fresenius 4 ), A. Braun 5 ) 
und andere beschrieben einen recht ähnlichen Fall bei Fritillaria 
imperialis : die Perigonblätter können hier zu kleinen schmalen 
Lappen verkümmert oder gänzlich abortiert, die Nektarien nicht 
ausgebildet, dagegen die Staubgefäße von normaler Größe sein. 
Bei einer Iridacee, Tigridia pavonia, fand Delavoud 6 ) Blüten, 
welche ein stark reduziertes Perigon besaßen, sonst aber normal 
waren. Bei einer anderen Pflanze aus derselben Familie, bei Crocus 
vernus L., erwähnt Kirschleger 7 ) eine Blüte, in welcher das 
Perigon und die Staubgefäße atroph und nur die Pistille gut 
ausgebildet waren. — Aus diesen Literaturzitaten ergibt sich, daß 
das Auftreten partiell hypoplastischer Blüten, namentlich bei 



J ) Pen zig 0., Pflanzenteratologie II. Genua 1894, p. 381. 

2 ) Masters 1. c., p. 519. 

3) Linnea Vol. V, 1830, p. 492. 

4) Bull. Ac. Roy. Belg. 1851, t. XVIII., L, p. 275. 

• r> ) Sitzungsber. d. Ges. nat. Freunde in Berlin. 1869. 

6) Bull, de la Soc. Bot. d. France 1861, p. 146. 

7) L'Institut Nr. 1616. p. 330. 



94 



Monokotylen, und zwar ganz besonders bei Iridaceen, beobachtet 
wurde. Von allen bisher beschriebenen Fällen unterscheidet sich 
der vorliegende durch sein fast regelmäßiges Vorkommen bei sonst 
ganz normalen Exemplaren der betreffenden Spezies. 

Die genaue Untersuchung der partiell hypoplastischen Blüten 
von Iris pseudacorus L. ergab folgende Verhältnisse. Die Blüten 
sitzen in der Achsel eines oder auch zweier normaler Stengel- 
blätter (Fig. 1), die einem ca. 1 — lVs dm über dem Boden 
befindlichen Knoten entspringen. Bekanntlich besitzen die oberen 
Seitenblätter von Iris pseudacorus L. an der Basis des Blütenstiels 
ein meist häutigbraunes Hochblatt, die unteren dagegen drei. 
Die vorliegenden Blüten zeigten ebenso wie die normalen drei 
häutige, aber stark reduzierte Hochblätter (Fig. 2, H i — 3) ; von 
diesen war das unterste ca. 7, das mittlere 9, das oberste 4 mm 
lang. Dann folgt ein ganz kurzer Blütenstiel 6 — 2 mm und, gegen 
ihn kaum abgegrenzt, ein 2 mm langer Fruchtknoten (Fig. 2 Fr), 
der sich auf dem Querschnitt als undeutlich dreifächrig erweist. 
Samenanlagen sind nicht zu sehen, sind also entweder gar nicht 
zur Ausbildung gelangt oder abortiert. 

Nun kommt ein zierliches Miniaturperigon von gelblichgrüner 
Farbe (Fig. 2, P 1 — 2); alle 6 Blumenblätter sind vorhanden, die 
äußeren elliptisch, 3 — 4 mm lang und 2 mm breit, die inneren, 
die bei einer normalen Blüte schmal lineale Zipfel darstellen, als 
ganz winzige, 0*8 — 1 mm große, in den Winkeln zwischen den 
äußeren Perigonblättern stehende spitze Blättchen ausgebildet. 
Relativ riesige Dimensionen aber haben die Stamina oder vielmehr 
deren Antheren erlangt. (Fig. 1 — 2 Stg. Fig. 3). Diese sind genau 
so groß wie die Staubbeutel einer vollständig entwickelten, normalen 
Blüte, 1*5 — 2 cm lang, ca. 1 — 1*2 mm breit, außen gelblich und 
lila gefleckt. Die anatomische Untersuchung ergibt vollständige 
Differenzierung. Die Wandschichte enthält Carotin und Anthokyan; 
die fibröse Schichte, deren Bildung bei einer Hemmung der 
Differenzierung leicht unterbleibt ist deutlich ausgebildet, der 
Pollen scheint wohl entwickelt zu sein. Wodurch sich diese Staub- 
gefäße von denen einer normalen Blüte unterscheiden, das ist das 
äußerst kurze, kaum V2 mm lange Filament (Fig. 3 F) ; bei der 
normalen Blüte ist der Staubfaden mindestens so lang oder länger 
als der Staubbeutel. Innerhalb des Kreises dieser fast sitzenden 



l ) Rössler, Beiträge zur Kleistoganiie. Flora 1900, p. 439. 



95 



Staubgefäße fanden sich bei einigen der untersuchten Blüten 
Rudimente von Narbenstrahlen, die ca. 0'8 mm Länge aufwiesen. 
Bei anderen Blüten waren auch diese Spuren einer Narbe nicht 
zu finden. 

Die Frage, welche Ursachen diese Erscheinung hat, warum 
gerade die Staubgefäße und speziell deren Antheren sich weiter 
ausbilden, während alle anderen Teile der Blüte auf einem 
früheren Stadium stehen bleiben, kann ich nicht beantworten. 
Eine allgemeine Verkümmerung der untersten Blüten dagegen 
wäre wohl verständlich. Denn da die Seitenblüten von oben nach 
unten zu aufblühen, so ist es begreiflich, daß die Nährstoffe für 
die Entwicklung dieser oberen Blüten und später für die aus 
ihnen entstehenden Früchte aufgebraucht werden. Mangelhafte 
Ernährung ist ja die Ursache der meisten Hypoplasien. 1 ) — An 
eine bestimmte Funktion dieser merkwürdigen Blüten kann ich,, 
obwohl der Pollen wohl reifen könnte, nicht glauben. Denn es 
ist nicht einzusehen, wie er aus seinem engen Verstecke, dem 
jede Anlockung für Insekten fehlt, auf die Narbe einer normalen 
Blüte gelangen könnte. Versuche der künstlichen Belegung einer 
normalen Narbe durch den Pollen der partiell atrophen Blüten 
wurden nicht angestellt. 

II. Kätzchensucht bei Corylus Avellana L. 

Mit diesem Namen könnte man eine Erscheinung belegen^ 
die bei Kätzchen tragenden Pflanzen, so bei Weiden, Erlen und 
auch bei Haseln, öfters beobachtet wurde 2 ) ; auch bei Nadelbäumen 
ist ein ähnliches Vorkommen unter dem Namen Zapfensucht 
bekannt. 3 ) Das Charakteristische dieser Bildung besteht darin, 
daß eine kopfartige Anhäufung der Infloreszenzen, die sonst 
einzeln oder in geringer Zahl in den Achseln von Blättern oder 
auf kurzen Seitenzweigen entspringen, sich am Ende der Zweige 
vorfindet. Masters bildet einen derartigen Blütenstand von 
Corylus ab, in welchem ca. 50 Kätzchen am Zweigende vereint 
waren; Penzig gibt an, einen solchen Zweig mit 20 — 30 Kätzchen 
gesehen zu haben. Auch in der neuen Literatur wird der Fall 
hie und da erwähnt. Schmidt 4 ) beschreibt eine kopfartige 

1 ) Küster E., Pathologische Pflanzenanatomie, Jena 1903. p. 52. 

2 ) Masters 1. c. p. 399. 

3) Penzig 0. 1. c. p. 308 u. p. 397. 

4 ) Schmidt, Teratologische Beobachtungen an einigen einheimischen 
Pflanzen Beihefte z. bot. Centralbl. XXVIII. 1911. 



96 



Häufung von Haselkätzcben, bei der bis 24 Stück männlicher 
Blütenstände beisammen waren. — Diese Kätzchensucht der 
Hasel ist nur ein Spezialfall der bei vielen Pflanzen vorkommenden 
terminalen Anhäufungen von Laubknospen, die, wenn sie zur 
Entwicklung gelangen, hexenbesenartige Bildungen erzeugen. Daß 
auch bei der Hasel derartige Knospenhäufungen vorkommen, ja 
mit der terminalen Anhäufung von Kätzchen durch Uebergänge 
verbunden werden, zeigt ein von Bail 1 ) beschriebener Fall: ein 
Coryluszweig trug gegen die Spitze einer Anhäufung von immer 
kleiner werdenden, dicht gedrängten Blattknospen, an welche sich 
gegen das Ende zu neun den Zweig krönende, männliche Kätzchen 
anschloßen. — Wenn ich nun, trotzdem ähnliche Beobachtungen 
bei derselben Pflanze schon oft gemacht wurden, es dennoch 
unternehme, den vorliegenden Fall etwas ausführlicher zu schildern, 
so geschieht dies einerseits, weil er in Bezug auf die Zahl der 
gehäuften Blütenstände alle bisher beschriebenen Fälle weit über- 
trifft, anderseits weil sich bei der 
genaueren Untersuchung auch 
morphologisch interessante und 
mitteilenswerte Verhältnisse vor- 
fanden. — Heuer (1912) im Früh- 
jahr erhielt ich durch Vermitt- 
lung des Herrn Fachlehrers F. 
Zdobnitzky aus einer hiesigen 
Baumschule einen Zweig von 
Corylus avellana, der an seinem 
Ende einen mächtigen Busch 
männlicher Kätzchen trug, die 
im übrigen auf den ersten Blick 
ebenso wie der Zweig, auf dem 
sie saßen, ein ganz normales 
Aussehen hatten. (Fig. I.) 

Eine Zählung, die bei 
der Untersuchung vorgenommen 
wurde, ergab, daß nicht weniger 
Fig. I. als 142 Kätzchen vereinigt 

standen. Mitten durch diesen Kätzchenbusch hindurch setzte sich 
die Achse fort und zwar betrug die Länge des Achsenstückes 




i) Bail, Bot. Zeitg. 1870. p. 400. 



97 



vom Ursprung der ersten Kätzchen bis zur Spitze ca. 4'5 cm. 
Dieser Teil der Achse (Fig. 5 Sp) war weich und hatte nur 
eine geringe Ausbildung der mechanischen Elemente aufzuweisen. 
Auf dieser Achse befanden sich nun, dicht gedrängt, aus braunen, 
schuppenförmigen Blättchen gebildete Becherchen (Fig. 5 B), aus 
denen die Kätzchen entsprangen, und zwar, wie schon eine 
flüchtige Untersuchung lehrte, nie einzeln, sondern meist in 
Dreiergruppen. (Fig. 5, 6.) Bisweilen kamen auch zwei, seltener 
vier Kätzchen zusammen vor. Auch terminal, am Scheitel des 
ganzen Busches, stand eine Kätzchendreiergruppe. Eine genauere 
Untersuchung zeigte nun die merkwürdige Tatsache, daß diese 
drei Kätzchen nicht etwa blos nebeneinander entsprangen, sondern 
daß ein allen dreien gemeinsames, ebenfalls Staubblüten tragendes 
Basälstück von ca. 5 — 8 mm Länge vorhanden war (Fig. 5 GT). 
Dieses setzte sich in das mediane Kätzchen fort, während die 
beiden seitlichen von ihm abzweigten. Die Tripelkätzchen standen 
in der Achsel holziger, schuppenförmiger, dreizähniger Deckblätter, 
(Fig. 6 DB), an denen der allen drei Kätzchen gemeinsame Grundteil 
der Spindel angewachsen war. Es liegt hier also eine Verzweigung 
der Kätzchenspindel vor. Von verzweigten Kätzchen spricht 
übrigens auch Pey ritsch *) anmerkungs weise, der angibt, 
daß sich in ihnen neben männlichen auch weibliche Blüten vor- 
finden. 

Auch wenn man die Staubblüten entfernt, so daß bloß die 
Kätzchenspindeln übrig bleiben, sieht man einen den drei Kätzchen 
gemeinsamen, kräftigen Spindelteil, der sich oben in drei dünnere 
Kätzchenachsen teilt. — Nicht immer waren alle drei Kätzchen 
gleichmäßig normal ausgebildet; oftmals waren namentlich die 
seitlichen verkürzt, eingerollt oder verkrüppelt (Fig. 6 VK). 
Diese Verkrüppelung ist wohl auf den großen Druck zurück- 
zuführen, den die in solcher Menge vorhandenen Anlagen in der 
Knospe aufeinander ausgeübt haben. — An der Basis solcher 
verkrüppelter, seitlicher Staubblütenkätzchen fand ich nun öfter rein 
weibliche Blüten (Fig. 5, 6 N). Diese besaßen ein zartes unge- 
teiltes Tragblatt, an welchem zwei Fruchtknoten mit geteilten, 
leuchtend roten Narben standen, durch die sich die Anwesenheit 
weiblicher Blüten in männlichen Kätzchen immer sofort verriet. 



>) Pey ritsch, Justs bot. Jahresber. 1883. I. p. 448. 



Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 



7 



98 



Derartige hermaphroclite Coryluskätzchen sind übrigens schon 
öfters beobachtet worden. 1 ) 

Der eben beschriebene Fall weist also drei bisher meist 
getrennt beobachtete Heteromorphosen auf : Hypertrophie in Bezug 
auf die Ausbildung männlicher Blütenstände, also Kätzchensucht, 
Verzweigung resp. Dreiteilung der Kätzchenspindel und endlich 
das Auftreten weiblicher Blüten im männlichen Blütenstand. — - 
Die Ursache der Erscheinung konnte ich nicht feststellen. Zwar 
gibt Pey ritsch als Ursache der von ihm beobachteten Verzweigung* 
der Kätzchen einen Phytoptus an, auch kommt nach Nalepa 2 ) 
auf Corylus eine Milbe (Eriophyes) vor, welche Deformationen 
in den Knospen erzeugt. Mir ist es jedoch nicht gelungen, Milben 
in dem Blütenstande nachzuweisen. 

III. Ueber eine auffallende Regelmäßigkeit in 
der Stellung der männlichen und weiblichen Blüten- 
stände bei einer einhäusigen Weide. 

Heteromorphosen in den Blütenständen der Weiden gehören 
zu den gewöhnlichsten Erscheinungen. In der Fülle von Literatur 3 ) 
habe ich jedoch keinen Hinweis auf die im folgenden geschilderten 
Verhältnisse finden können. 

Durch den städtischen Gartenadjunkten Herrn Kulot 4 ) 
wurde ich im Frühjahr 1912 auf eine männliche Weide auf- 
merksam gemacht, die der botanische Garten vor mehren Jahren 
von Herrn Bürgerschuldirektor Panek als Salix caprea X daph- 
noides aus der Umgebung von Hohenstadt erhalten hatte und 
welche nach Herrn Kulots Angabe neben männlichen auch 
weibliche Blüten trug. Nun sind androgyne Salixkätzchen, oder 
richtiger Blütenstände, die neben normalen cT oder 9 Blüten auch 
solche aufweisen, die alle möglichen Stadien der Pistillodie und 
Staminodie, d. h. der allmählichen Umbildung der Staubgefäße 
in Stempel, resp. der Stempel in Staubgefäße zeigen, eine ganz 
gewöhnliche Erscheinung. Sehr häufig treten solche Kätzchen bei 
Salix babylonica L. auf, von der in Europa nur weibliche 
Exemplare existieren, die aber oft alle möglichen Grade der 

x ) Siehe u. a. Bail 1. c, Peyritsch, 1. c. und Wehrli, Flora 1892. Er- 
gänzungsband p. 245. 

2 ) Nach Küster, Die Gallen der Pflanzen 1911. 

3) Siehe u. a. Penzig, 1. c. IL, p. 315-321. 

4 ) Ihm sowie Herrn Stadtgärtner St. Meißner danke ich für die 
freundliche Unterstützung meiner Arbeiten. 



99 



Staminodie zeigen, ferner bei S. cinerea und S. purpurea, wo 
Formen, die neben 9 auch und androgyne Kätzchen trugen, 
sogar als eigene Arten (Salix Timmii Schkuhr und S. mirabilis 
Host) beschrieben worden sind. Ganz besonders verbreitet aber 
sind derartige Bildungen bei Bastarden. Schon Kerner von 
Marilaun x ) hat der Vermutung Ausdruck gegeben, daß die andro- 
gynen Bildungen bei Weiden in der Mehrzahl der Fälle Folge 
zweiartiger Befruchtung seien, wofür in der Tat eine große Anzahl 
von in solchem Zustande beobachteten, offenbar hybriden Formen 
als Belege angeführt werden. Oft läßt sich an derartigen Weiden 
sehr schön die Erscheinung des Geschlechtswechsels verfolgen : 
es treten nämlich immer mehr 9 (resp. cT) Organe an früher 
cf (resp. 9) Zweigen auf. 2 ) — Auch an den Zweigen der erwähnten 
Salix caprea X daphnoides fielen sofort neben den männlichen, 
einen feinen Vanillegeruch ausströmenden, auch zahlreiche weibliche 
Kätzchen auf. Durch seine Bastardnatur bestätigt also auch unser 
Fall die Kerner'sche Anschauung. Bei näherer Betrachtung zeigte 
sich nun eine auffällige Regelmäßigkeit in der Verteilung der Blüten- 
stände. An den Spitzen der 
Zweige standen einzelne 
anscheinend normale männ- 
liche Kätzchen, zu beiden 
Seiten mit je einer kol- 
lateralen Laubknospe. Wei- 
ter unten an den Zweigen 
jedoch standen dieKätzchen 
nicht einzeln, sondern neben 
einem größeren mittleren 
waren ein oder zwei klei- 
nere seitliche, offenbar den 
kollateralenBeiknospen ent- 
sprechende Kätzchen ent- 
wickelt. (Siehe Fig. 7 und 
Fig. II d 1 K und 9 K.) 

Die ungefähr 4 cm großen j?ig. II. 



!) Kerner A., Niederösterreichische Weiden. Wien. Zool. - bot. 
Ges. 1860. 

2 ) Siehe z. B. Zimmermann V., Hermaphroditismus und Sexual- 
transmutation. Allg. bot. Zeitschrift XVII. 1911. 

7* 




100 



mittleren Kätzchen nun sind im allgemeinen rein männlich, 
die ca. 3 cm langen und bedeutend schmäleren seitlichen Kätzchen 
rein weiblich. Weder die einen noch die anderen sehen irgendwie 
krank oder schwächlich aus; zur Zeit, als ich sie untersuchte, 
waren die mittleren männlichen Kätzchen schon ausgestäubt; die 
seitlichen weiblichen Kätzchen dagegen waren zur selben Zeit 
noch nicht voll entwickelt. Dies war am besten dort merkbar, 
wo sich in einzelnen Blüten dieser sonst rein weiblichen Kätzchen 
Staminodie geltend machte (Fig. 2 9 K) : die rotbraun gefärbten 
Antheren waren dann noch völlig geschlossen, der Pollen noch 
kaum entwickelt. 

Die regelmäßige Verteilung : — mittleres Kätzchen S, seitliche 
Kätzchen 9 — erinnerte mich sofort an die von mir im Vorjahre 
beschriebenen „Andropogoneenähren" von Zea Mays L. ; ich habe 
in der betreffenden Arbeit x ) die Tatsache festgestellt, daß in 
androgynen Rispenästen dieser Pflanze sehr oft neben einem 
gestielten männlichen Primärährchen sich ein sitzendes weibliches 
Sekundärährchen vorfindet, während der umgekehrte Fall nie 
eintritt. Uebrigens habe ich auch bei Zea Tripelährchen beobachtet; 
wobei das gestielte cT von zwei sitzenden 9 Sekundärährchen 
flankiert wurde. Das häufige Vorkommen von „ Andropogoneen- 
ähren" in androgynen Blütenständen von Zea Mays L. wurde 
vor kurzem von Paul Gräbner, dem es auch gelungen ist, 
derartige Bildungen durch Züchtung zu fixieren, bestätigt. 2 ) Bei 
den Andropogoneen ist bekanntlich diese Anordnung — gestieltes 
Primärährchen cT, sitzendes Sekundärährchen 9 — das Normale. 

Bei den früher geschilderten dreigeteilten männlichen Kätzchen 
von Corylus avellana habe ich weibliche Blüten sehr häufig, aber 
ebenfalls immer nur in einem der seitlichen Kätzchen gefunden. 
— Ob nun dieser merkwürdigen Regelmäßigkeit auch irgend eine 
Gesetzmäßigkeit zugrunde liegt, ob es gestattet ist, auf Grund 
des regelmäßigen Zusammentreffens der beiden Instanzen: Stellung 
der Blütenstände und Geschlecht derselben eine ursächliche Ver- 
knüpfung anzunehmen, das wage ich nicht zu entscheiden. Wenn 
es der Fall wäre, dann wäre selbstverständlich nicht die verschiedene 
Stellung selbst als Ursache der Geschlechtsbestimmung zu 

*) Iltis H., „Ueber einige bei Zea Mays L. beobachtete Atavismen 
. . . Zeitschrift für induk't. Abst. u. Vererbungslehre. Berlin. 1911. 

2 ) Gräbner Paul, „Rückschlagszüchtungen des Maises", ßer. d. 
D. bot. Ges. 1912. 



101 



betrachten, sondern vielmehr die durch diese verschiedene Stellung 
bedingten Unterschiede in den Ernährungsverhältnissen. *) 

Wie früher erwähnt, hatten die männlichen Kätzchen an der 
Spitze der Zweige zu beiden Seiten nur Laubtriebe und keine weib- 
lichen Kätzchen stehen. Gerade in diesen allein stehenden Kätzchen 
und zwar namentlich in ihren oberen Teilen aber auch in einzelnen 
2 Kätzchen in der Zweigmitte fanden sich nun alle Uebergänge 
von Staubgefäßen in Karpelle. In der normalen o Blüte sind 
zwei vom Grunde aus getrennte Staubgefäße in der Achsel des 




Fig. III. 

Tragblattes vorhanden (Fig. III a), während bekanntlich die 
weibliche Blüte nur ein Pistill besitzt (Fig. III g). Der Um- 
wandlungsprozeß kann nun von zweierlei Art sein. Es können 
die beiden Filamente bis zu immer größerer Höhe miteinander 

') Daß eine derartige Beeinflußung des Geschlechts möglich sei, 
erscheint sehr wahrscheinlich. So ist es z. B. in jüngster Zeit Figdor 
(Sitzb. K. Ak. d. Wiss. Mat.-Nat. Kl. Wien 1911) gelungen, bei dem japa- 
nischen Hopfen durch Kombinierung der drei Faktoren: Nahrungsmangel, 
geringe Feuchtigkeit und niedrige Temperatur-Uebergangsbildungen von 
Pollen- in Fruchtblätter zu erzielen. Dort auch die Literatur. 



102 



verwachsen, so daß die beiden Antlieren einem gemeinsamen Stiel 
aufsitzen (Fig. III b — e) ; schließlich wandeln sich die beiden An- 
tlieren zum Fruchtknoten, die Konnektive zu Griffel und Narbe 
um und wir haben dann eine weibliche Blüte vor uns (Fig. III g), 
die sich nur durch das langgestielte Pistill von einer normalen 
unterscheidet. Die Narbe einer solchen Blüte ist zweilappig, jeder 
Lappen selbst wird durch eine Einkerbung in zwei Teile geteilt. 
Es kann aber auch, ohne daß die beiden Staubgefäße verwachsen, 
ein jedes von ihnen sich in ein Pistill umwandeln, so daß wir dann 
Blüten vor uns haben, die statt eines Stempels zwei enthalten. 
Die Narben solcher Stempel weisen aber blos einen eingekerbten 
Narbenlappen auf. Neben den eben geschilderten Endstadien gibt 
es aber noch alle möglichen, oft recht abenteuerlichen Ueber- 
gangsformen, als da sind : Staubgefäße, bei denen die halbe 
Anthere schon Fruchtknotencharakter trägt (Fig. III f), anscheinend 
normale Staubgefäße, bei denen aber das Konnektiv weit über 
die Antheren hinaus zu einem griffel- und narbenähnlichen Gebilde 
ausgewachsen ist (Fig. III e), ganz sonderbare Produkte, bei 
denen ein gemeinsamer Stiel sich gabelt und auf der einen Seite 
eine ausgebildete Anthere, auf der anderen einen vollkommenen 
Stempel trägt (Fig. III h). *) Derartige Blüten können sehr leicht 
den Anschein erwecken, als ob es sich um typische Zwittrigkeit 
handeln würde, die ja, wie bei den meisten diklinen Pflanzen, 
auch bei Salix tatsächlich beobachtet worden ist. 2 ) Solche seltene 
Zwitterblüten zu finden, ist mir jedoch im vorliegenden Falle 
nicht gelungen. 

Ueber den Einfluß des Standortes auf die Entstehung von 
Heteromorphosen und Monstrositäten. 

Im Sommer d. J. fand ich auf mehreren voneinander nicht 
sehr weit entfernten, humusarmen, sonnigen Hügeln im Südosten 
von Brünn, die sich durch ihre ausgesprochen pontische Flora 

x ) Derartige Uebergangsbildungen sind schon oft beschrieben worden. 
(Siehe u. a. Masters, 1 c. p. 352, Penzig, 1. c. p. 315—321, Hegelmaier 
Jahresber. d. Ver. f. Naturkunde in Württemberg 1887, p. 317.)- Da jedoch 
die mir vorliegende Serie besonders instruktiv zu sein scheint, füge ich 
ihre Abbildung bei. 

2 ) Siehe u. a. H ei nr icher. Beiträge zur Pflanz enteratologie und 
Blütenmorphologie, Sitzb. K. Ak. Wiss. Math. Nat. KI. 1883. und Eichel-, 
bäum, Bot. Zentralbl. XXXV. 1888. p. 114. 



103 



auszeichnen, eine auffallend große Zahl von Monstrositäten und 
Hetermorphosen verschiedener Art und bei verschiedenen Pflanzen. 
In der spezifischen, mineralischen Zusammensetzung des Bodens 
kann die Ursache kaum liegen, da diese Hügel darin oft 
differieren : die einen bestehen aus marinen, tertiären Sanden, 
also zum großen Teil aus Kieselsäure, andere aus tertiärem Litho- 
thamnienkalk, noch andere aus Jurakalk. Aber es ist das auf- 
fallend zahlreiche Vorkommen von Abnormitäten auf diesen Hügeln 
auch nicht etwa auf einen und denselben, durch den Standort 
begünstigten Erreger zurückzuführen: in zwei Fällen ist es mir 
gelungen, den Erreger festzustellen und da zeigte es sich, daß es 
in jedem Falle ein anderer war. Wenngleich die große Zahl von 
Abnormitäten auf einen Causalnexus zwischen diesen und dem 
mageren, sonnigen Standort hinweist, so ergibt sich aus dem 
Gesagten, daß dieser Zusammenhang jedenfalls nicht einfacher 
und einheitlicher Natur sein dürfte. 1 ) Immerhin glaubte ich auf 
diese Verhältnisse hinweisen zu sollen. — Folgende Abnormitäten 
wurden an den obengenannten Standorten beobachtet : 

IV. Vergrünung und Proliferation der Blüte bei 
Auchusa officinalis L. 

Eine Vergrünung der Blüten dieser Pflanze ist von Lukas 2 ) 
beschrieben worden. In dem von ihm geschilderten Fall war der 
Kelch laubblattartig bis auf den Grund gespalten, die Krone 
sonst normal, aber fast glockig, gelbgrün gefärbt und behaart, 
die Staubgefäße normal. Der Fruchtknoten war am meisten um- 
gewandelt. Er bestand aus zwei lanzettlichen Blättern, die entweder 
mit ihren Rändern zusammengewachsen oder aber auch frei 
waren und dann zwischen sich eine Knospe faßten. — Der von 
mir beobachtete Fall weist mit dem eben beschriebenen viele 
Aehnlichkeiten, aber auch einige Differenzen auf. Der Blütenstand 
der betreffenden Pflanze war viel dichter und derber als bei 
normalen Exemplaren. Der Kelch war bei den Blüten meiner 
Pflanze (Fig. 8 K) weder gespalten noch vergrößert, sondern 
kleiner und derber als im normalen Falle ; die Blumenkrone 
(Fig. 8 B) bestand aus ganz kleinen, ca. 1 — 2 mm großen, ent- 

L ) Es sei darauf hingewiesen, daß der heurige Sommer besonders 
reich an Niederschlägen war, so daß auch dieser sonst trockene Standort 
starken Wechsel in den Feuchtigkeitsverhältnissen aufzuweisen hatte. 

2 ) Lukas C, Ein Beispiel von rückschreitender Metamorphose. 
Verh. der bot. Ver. f. d. Prov. Brandenburg. 1861/62. 



104 



weder trockenliäutig braunen oder grünen ; mit rotem Rand 
versehenen ; miteinander verwachsenen Blättchen. An diese 
reduzierte Blumenkrone waren die gleichfalls verkümmerten 
Staubgefäße angewachsen. Der Fruchtknoten dagegen war ganz 
ähnlich, wie der von Lukas beobachtete, entweder ein langer 
geschlossener Schlauch, oder aber, er war in zwei bis 15 mm 
lange, lanzettliche, mit deutlichen Mittelnerven versehene, grüne 
Blätter zerlegt (Fig. 8 Fr), die zwischen sich eine Laubknospe 
(Fig. 8 Kn) oder noch häufiger ein kleines reichverzweigtes Sproß- 
system einschloßen. Trotzdem die von mir beobachtete Vergrünung 
wegen der verschiedenen Ausbildung des Kelches und der 
Blumenkrone ein von den Blüten, die Lukas beschreibt, ziemlich 
verschiedenes Bild gibt, so sehen wir doch in den wichtigen 
Grundzügen völlige Uebereinstimmung. Hier wie dort löst sich 
der Fruchtknoten in zwei lanzettliche Fruchtblätter auf; es wäre 
schon auf Grund dieser Tatsache, auch ohne die Bestätigung, die 
die Entwicklungsgeschichte gewährt, naheliegend, die Zusammen- 
setzung des Borragineenfruchtknotens, der ja bei der Reife in vier 
Nüßchen zerfällt, aus zwei Fruchtblättern anzunehmen. Man sieht 
aus diesem Falle wieder, daß die Heteromorphosen keinesfalls 
ohne Regel ausgebildet werden. Gerade der Umstand, daß die- 
selben Anomalien mit kleineren oder größeren Variationen immer 
wieder von anderen Autoren beschrieben werden, beweist, daß 
auch hier nur, wie bei der Bildung der normalen Organe vor- 
handene Anlagen in Erscheinung treten. Es handelt sich bei den 
Anomalien um solche Anlagen, die im normalen Leben der 
Pflanze nicht mehr oder noch nicht aktuell werden : und wenn 
wir die unvollendeten oder über das Normale hinaus entwickelten 
Organe studieren, dann werden uns manche sonst schwer ver- 
ständliche Eigenschaften des normalen Baues klar und deutlich 
werden. 

V. Eine zweite Borraginee, die an denselben Orten in sehr 
zahlreichen Exemplaren Vergrünungen aufwies, war Echium 
vulgare L. Die betreffenden Pflanzen zeigten eine viel reichere 
Verzweigung, gingen mehr in die Breite als in die Höhe und 
hatten fast alle Blüten in kleinblättrige Laubsprosse umgewandelt. 
Auch diese minder interessante Vergrünung ist schon öfter 
beschrieben worden, so von Schimper (Flora 1829), 
Kirsch leger (1864) und auch von einem mährischen Botaniker, 
dem Lomnitzer Arzte F. J. Pluskai (Flora 1849). 



105 



VI. Eine ähnliche Chlorantie am nämlichen Orte fand ich 
bei einer Charakterpflanze der pontischen Hügel, bei Campanula 
sibirica L. Auch hier war die Pflanze, die sonst schlank und 
unverzweigt ist, ziemlich stark verzweigt. An Stelle der Blüten 
fanden sich grüne mit schmal lanzettlichen Blättern versehene 
Sprosse vor. Beim Untersuchen dieser Sprosse« zeigten sich im 
Innern ihrer Scheitelknospen, in der Nähe des Vegetationspunktes, 
auch die Erreger dieser Chlorantie, nämlich zahlreiche Gallmilben 
(Phytoptus). Auch bei verwandten Campanulaarten, so bei 
C. glomerata, C. pyramidalis C. Medium und C. periscifolia, ist 
Chloranthie schon öfters beobachtet und für die erstgenannte Art 
auch ein Phytoptus als Erreger nachgewiesen 2 ) worden. Es sei 
also auf die gleiche Erscheinung bei Campanula sibirica hinge- 
wiesen. 

VII. Eine weitere, wahrscheinlich parasitäre Anomalie auf 
demselben Standorte fand ich bei Silene inflata Sm. Die 
betreffende Pflanze zeigte einen niedrigen Wuchs und stärkere 
Verzweigung als die benachbarten normalen Exemplare, fiel aber 
vor allem dadurch auf, daß die Kelche aller Blüten, obwohl sie 
zum Teil schon vertrocknet und größer waren als die normalen 
Kelche, vollständig geschlossen erschienen. Innerhalb dieser ge- 
schlossenen Kelche fanden sich meist fünf schmale, grünlich- 
weiße bis grüne verkümmerte Blumenblätter und 10 verkümmerte 
Staubgefäße. Im Zentrum stand auf dem stark verlängerten, 
4 — 5 mm messenden Gynophor ein ebenfalls langgestreckter 
Fruchtknoten, der sich oft in seine drei Fruchtblätter trennte. 
In der Mitte dieses Fruchtknotens erhob sich entweder die zentrale 
Placenta, die dann statt der Samenanlagen alle möglichen Mittel- 
bildungen zwischen diesen und Staubgefäßen trug oder aber die 
Blüte zeigte eine mediane florale Diaphyse, indem an Stelle des 
Fruchtknotens sich ein ganzer Blütenstand aus verkümmerten, 
kleinen Blüten vorfand, die aber doch deutlich die reduzierten 
Blumenblätter und Staubgefäße erkennen ließen. — Als Ursache 
dieser Mißbildung muß ich weiße, ca. 3 mm lange Larven 
ansehen, die sich im Innern dieser geschlossenen Blüten in 

J ) An Vergrünungen dieser Art hat Heinricher (Sitzber. K. Ak. 
Wiss. Math. Nat. Kl. Wien 1883) Blattläuse beobachtet, nimmt aber nicht 
diese, sondern die Erschöpfung am Ende der Blütenperiode als Ursache 
der Erscheinung an. 

2 ) Pey ritsch, Pingsheims Jahrb. 1882. 



106 



geringer Zahl vorfanden; es waren Larven von Pflanzenläusen, 
deren genauere Bestimmung mir nicht möglich war. 

Vergrünungen von Silene inflata sind schon beobachtet 
worden, so u. a. von Wydler x ) und Melsheimer. 2 ) Der erstere 
schildert in einem Nachtrag zu seiner Abhandlung eine bei Silene 
Beben (= Silene^ inflata Sm.) beobachtete Antholyse, bei der er 
die Bildung der zentralen Placenta durch die nach innen einge- 
rollten, die Ovula tragenden Fruchtblattränder konstatierte. Er 
spricht von einer kurzen „Mittelachse", an der diese Fruchtblatt- 
ränder an der Basis angewachsen waren. Diese Mittelachse proli- 
ferierte auch, indem sie sich in eine Laubknospe fortsetzte. — 
Der von Melsheimer beschriebene Fall ist namentlich durch 
Adesmie des Kelches charakterisiert, steht also dadurch in vollem 
Gegensatz zu dem von mir beschriebenen Fall, in welchem ja 
die Kelchblätter nicht nur wie gewöhnlich verwachsen, sondern 
auch an ihren sonst freien Teilen verbunden erschienen. 

VIII. Häutig, und zwar ebenfalls auf den erwähnten pon- 
tischen Hügeln, aber auch an anderen Orten, z. B. auf einem 
Feldrain bei Eisgrub, fand ich Exemplare von Podospermum 
Jaquinianum Koch, die alle Stadien von Vireszenz und Prolifera- 
tion aufwiesen. Bei der Häufigkeit, in der diese oft sehr kompli- 
zierten Proliferationen bei dieser Pflanze in der Nähe von Brünn 
auftreten, nimmt es Wunder, daß sie in keiner Teratologie 
beschrieben erscheinen. Dagegen wird sowohl von Masters als 
auch von Penzig (1. c. II, p. 101) die auch von mir häufig 
beobachtete Umwandlung des Pappus in fünf schmallineale, grüne 
Kelchblätter erwähnt, eine Anomalie, die übrigens auch bei dem 
verwandten Podospermum laciniatum (Masters 1. c. p. 284) 
häufig erscheint. In derartigen Blüten, die meist auf mehr 
oder weniger langen Stielen im Köpfchen sitzen, ist die Blumen- 
krone grünlichgelb gefärbt, der Griffel ist lebhaft grün, stark ver- 
längert und zeigt am Ende die zweiteilige Narbe. Diese Blüten 
leiten zu ähnlichen, bei denen aber auch die Blumenkrone lebhaft 
grün gefärbt ist und die an Stelle des Fruchtknotens eine kleine, 
gestaute, von an der Spitze rotviolett gefärbten Blättern umgebene 
Knospe tragen. Längsschnitte durch diese Knospe zeigten unter 

J ) Wydler H, Beschreibung einiger ßlütenantholysen von Alliaria 
officinalis. Denkschriften der Kgl. Bayr. Bot. Ges. zu Regensburg. 1860. 

2 ) Melsheimer, Pflanzenmonstrositäten. Verh. d. Naturw. Ver. 
d. Preuß. Rheinl. Bonn. 1881. 



107 

dem Mikroskope, daß sie nichts anderes sei als ein von seinen 
Hüllblättern umgebenes Blütenköpfchen mit zahlreichen im embryo- 
nalen Zustande befindlichen Blüten. — In noch weiteren Fällen 
weist schon das primäre Köpfchen überhaupt keine regelrechten 
Blüten auf, sondern nur auf einem bis 2 cm langen Stiele sitzende, 
ihrerseits ebenfalls von einem Hüllkelch umgebene Laubknospen. 
Bisweilen waren auch diese durchwachsen und trugen abermals 
gestielte und bisweilen zum dritten- und viertenmale durch- 
wachsene Knospen. — Endlich kommt es noch vor, daß die grünen 
Stiele, die aus dem primären Köpfchen hervorgehen, abermals 
von Hüllkelchen umgebene Köpfchen tragen, die wiederum 
zahlreiche, gestielte Laubknospen aus sich hervorgehen lassen. 

IX. Aehnliche, nur viel einfachere Vergrünungen und Proli- 
ferationen fand ich auch an benachbarten Stöcken einer ver- 
wandten Pflanze, des Tragopogon pratensis L. ; bei dieser Pflanze 
sind aber Vergrünungen und Proliferationen schon so oftmal 
beschrieben worden, daß ich darauf nicht näher einzugehen brauche. 
— Die Ursache der Anomalie vermochte ich trotz gründlicher 
Untersuchung weder für Podospermum Jaquinianum Koch noch 
für Tragopogon pratense L. festzustellen. 

X. Reseda lutea L. An diesem klassischen Objekt der 
Teratologen und Morphologen, dessen Vergrünungen schon von 
so vielen Autoren studiert worden sind und namentlich in dem 
Streite um die morphologische Wertigkeit des Ovulums eine 
wichtige Rolle spielten, läßt sich trotz der vielfachen Bearbeitungen 
immer noch Neues und Interessantes finden. Die Vergrünungen 
dieser Pflanze sind in der Umgebung von Brünn sehr häufig, 
speziell auf und nahe den schon oft erwähnten pontischen Hügeln. 
Neben einfacher, frondiparer Diaphyse und Ekblastie, bei der 
sowohl aus dem Zentrum der Blüte als auch aus den Achseln 
der Blumenblätter feinbeblätterte Laubsproße hervorwachsen, finden 
sich Blütenstände, welche die von Reichenbach 1 ) als „monstrosa 
anticipatio Capparidearum" bezeichnete Umwandlung des Pistills 
in einen keuligen, langgestreckten und sehr lang gestielten 
Schlauch zeigen, ebenso solche, die nach dem Schema der Lieichen- 
bach'schen „monstrosa anticipatio Euphorbiacearum" gebaut sind, 
bei denen also die Blüte florale, racemöse Diaphyse zeigt, d. h. 
bei denen aus der durchwachsenen, primären Blüte ein ganzer, 



!) Reichenbach H. G. L., Deutschlands Flora II/l. p. 110. 



108 



ebenfalls z. T. aus durchwachsenen Blüten bestehender Blütenstand 
herauskommt. Häufig fanden sich diese beiden Anomalien vereint, 
so daß seitlich von dem keulig verlängerten Fruchtknoten aus der 
Achsel eines der vergrünten Blumenblätter eine ganze Infloreszenz 
vergrünter Blüten entsprang. Aber nicht nur am Grunde des 
Fruchtknotenstiels, sondern auch in dem Fruchtknoten selbst — 
dessen drei Fruchtblätter wie bekannt, bei normalen Blüten oben 
klaffen, der dagegen bei vergrünten mehr oder weniger geschlossen 
erscheint und im Innern auf seinen Placenten die bekannten 
Uebergänge zwischen Ovulis und Blättern resp. Sprossen trägt — 
entwickeln sich durch Proliferation Blüten oder Blütenständer 
welche durch ihr Wachstum die geschlossene Höhlung des 
Fruchtknotens zu sprengen vermögen. Auch dieser Fall ist schon 
beschrieben worden. *) Neben diesen schon bekannten Erscheinungen 
traf ich aber an einer Pflanze bei fast allen oberen Blüten des 
Blütenstandes eine ganz sonderbare Bildung: die im Innern des 
Fruchtknotens entstandenen proliferierenden Blütenstände, bis 
fünf an der Zahl, die eine bedeutende Größe erreichten, sprengten 
in diesem Falle den Fruchtknoten nicht. Vielmehr bildete sich 
an diesen seitlich ein ovales, wohlbegrenztes Fenster (Fig. 9 0) 
und aus diesem erhoben sich die proliferierenden Blütenstände, die 
im Fruchtknoten bald keinen Platz fanden, bogenförmig, zuerst 
mit ihrem mittleren Teile und endlich vollständig heraus, so daß 
ein ganz merkwürdiges Bild zustande kam. — Was die Placentar- 
gebilde betrifft, so habe ich sie ganz so gefunden, wie sie 
Peyritsch 2 ) in seinen wundervollen, von Liepold gezeichneten 
Bildern darstellt, nämlich bald in Blätter, bald in Sproße umge- 
wandelt. Peyritsch schließt aus diesen Bildungen, daß weder 
diejenigen im Recht sind, die wie Celako wsky 3 ), Magnus 4 ) 
u. a. daraus die Blattnatur, noch diejenigen, die wie Schleiden, 
Wieg and etc. aus ähnlichen Bildungen die Sproßnatur des 
Eichens ableiten wollen und wendet sich dagegen, daß variable 
und atypische Bildungsabweichungen zur morphologischen Deutung 
herangezogen werden, eine Anschauung, die auch heute, namentlich 

1) Schimpers Flora 1829, p. 437—439. 

2 ) Peyri.tsch, Ueber Placentarsproße. Sitzb. K. Ak. d. Wiss. Wien, 
1878, p. 220.' 

3 ) Celako wsky, Ueber Chlorantien von Reseda lutea L. Bot. Zeitg. 
1878, p. 246. 

4 ) Magnus, Sitzgb. d. Ges. d. Nat. Freunde zu Berlin, 20. Juni 1832. 



109 



von Goebel 1 ) vertreten wird. Man muß für einen Fall, wie es 
der geschilderte ist, wo eine pathologisch-stürmische Vegetations- 
kraft die mannigfaltigsten und scheinbar regellosesten Bildungen 
hervorbringt, dieser Anschauung wohl beipflichten, wenn man 
auch sonst der Ansicht ist, daß Anomalien von einer gewissen 
Konstanz und Regelmäßigkeit viele Aufschlüsse zu geben ver- 
mögen, namentlich wenn sie Charaktere aufweisen, die bei 
verwandten Pflanzen oder in der Ontogenie der betreffenden 
Pflanze normal vorkommen. — Merkwürdigerweise aber nimmt 
Peyritsch, nachdem er die Verwendbarkeit der Beobachtungen 
bei Reseda lutea sowohl für die Blatt- als auch für die Sproßtheorie 
des Ovulums negiert hat, ebenfalls auf Grund seiner Beobachtungen 
bei derselben Pflanze an, daß das Ovulum morphologisch indifferenter 
Natur sei, also weder einem Sproß noch einem Blatt seine Ent- 
stehung verdanke. Es scheint mir, daß auch dieser Schluß auf 
Grund der unregelmäßigen Bildungen bei Reseda nicht zulässig 
sein kann. — Den Erreger der Vergrünungserscheinungen von 
Reseda lutea zu finden ist mir nicht gelungen. Doch habe ich 
beobachtet, daß die Fruchtknoten und die Stiele der vergrünten 
Blüten im Gegensatz zu denen der gesunden Pflanzen eine 
merkwürdig rauhe Behaarung aufwiesen. Unter dem Mikroskop 
.zeigte sich die äußere Epidermis dicht bedeckt mit unregel- 
mäßigen, eiförmigen, violett gefärbten Trichomen, die eine große 
Aehnlichkeit mit gewissen Erineumbildungen aufwiesen. Da es 
mir jedoch nicht gelungen ist, Gallmilben an den vergrünten 
Blüten zu finden, kann ich nicht behaupten, daß es sich um eine 
echte Erineumbildung handelt. — Außerdem fanden sich, namentlich 
an den älteren Fruchtknoten, zwei Pilze, und zwar Oedocephalum 
glomerulosum (Bull) Sacc. und Alternaria brassicae (Berk) Sacc. 2 ) 
Da aber beide Pilze meist nur als Saprophyten auftreten, ist 
ein Konnex mit den beschriebenen Heteromorphosen kaum an- 
zunehmen. 

XL An denselben Orten wie die Vergrünungen von Reseda 
lutea L. finden sich die gleichfalls schon sehr oft zum Gegenstand 
der Untersuchung gemachten Chlor an thien von Euphorbia 
cyparissias L. Das Involucrum zeigte sich ganz oder teilweise 
in die fünf Laubblätter zerlegt, aus denen es herzuleiten ist; 

J ) Goebel, Organographie, 1898, p. 152. 

2 ) Für ihre Bestimmung sage ich Herrn Professor Hugo Zimmermann 
(Eisgrub) meinen besten Dank. 



110 



diese zeigten dann oft an einer oder auch an beiden Seiten 
drüsenartige Anhänge. Bisweilen war das ganze Cyathium durch 
einen Sproß mit spiralig gestellten, linealen grünen Blättern 
ersetzt, die selbst wieder in ihren Achseln zum Teil gestielte und 
auch verzweigte Staubgefäße trugen. Eine genauere Beschreibung 
dieser mannigfachen Anomalien erübrigt sich ; da sie alle schon 
von frühen Autoren eingehend untersucht worden sind. 

XII. Verwachsung zweier doldentragender 
Hauptachsen von Daucus Carota L. 

Zu den häufigsten Anomalien im Pflanzenreiche gehören die 
ihrem Wesen und ihrer Ursache nach noch nicht aufgeklärten 
Verbänderungen oder Fasziationen. Von ihnen werden die Ver- 
wachsungen oder Cohäsionen der Achsen getrennt. Deren Ent- 
stehung erklärt man durch Verwachsung zweier oder mehrerer 
ursprünglich getrennt angelegter Vegetationspunkte; im ausge- 
bildeten Zustande ist es oft schwer, Cohäsion und Fasziation zu 
unterscheiden. — In der Familie der Umbelliferen sind Fasziationen 
im allgemeinen selten : in den mir zugänglichen Teratologien sind 
solche nur für die Arten Bupleurum falcatum, Carum Carvi, 
Bunium flexuosum, Libanotis vulgaris und die Gattung Eryngiuni 
angegeben. Der von mir bei Daucus Carota beobachtete Fall 
scheint sich aber eher durch Verwachsung (Cohäsion) zweier 
Hauptachsen erklären zu lassen. Ich fand nämlich am Rande 
eines Feldweges im Osten von Brünn ein Exemplar von Daucus 
Carota, welches statt einer horizontalen Blütendolde zwei ver- 
wachsene und mit der Fläche nahezu vertikal gestellte Dolden trug, 
die auf einem senkrecht zur Verwachsungslinie abgeflachten und 
verbreiterten Stengel saßen. Die Involukralblätter waren auf der 
Außenseite dieser beiden Dolden normal entwickelt, gingen aber 
auch an der Verwachsungsseite ein Stück zwischen beide Dolden 
hinein. Die Außendöldchen waren nicht nur an den freien Seiten, 
sondern auch an der Verwachsungslinie der beiden Dolden typisch 
ausgebildet, d. h. sowohl in Bezug auf die Hüllchen als auch auf 
die Einzelblüten viel stärker zygomorph ; bei diesen zu beiden 
Seiten der Trennungslinie stehenden Döldchen waren also die gegen- 
einander gekehrten Hüllchen- und Blumenblätter viel größer als 
die voneinander abgekehrten. — Einige Döldchen aber standen gerade 
auf der Trennungslinie. Diese Döldchen hatten ein dachförmiges 
Aussehen, insoferne ihre Hälften entlang einer scharfen Mittellinie 
nach beiden Seiten sich neigten. — Der verbreiterte Stengel, der 



111 



diese Doppeldolde trug, zeigte auf beiden Seiten eine rinnenförmige 
Einsenkung, die bis zur Verwachsungslinie der beiden Dolden 
hinaufführte. Dort ging der Stengel in einen gelblichweißen 
Gewebepolster über, aus dem die Doldenstrahlen entsprangen. 
Auf dem Querschnitt zeigte der Stengel einen einheitlichen, breit- 
elliptischen und an zwei gegenüberliegenden Stellen etwas 
verengten Gefäßbündelring und, namentlich im untern Teil 
beginnende Bildung zweier getrennter Markhöhlen. Aus dieser 
Tatsache schließe ich, daß der geschilderte Fall dadurch entstanden 
sein dürfte, daß durch irgend einen Umstand, statt wie gewöhnlich 
eine Hauptachse, zwei solche angelegt wurden, die dann in der 
Knospe miteinander verwachsen sind, wobei die Verwachsung 
eine so innige werden mußte, daß die meristematischen Anlagen 
der beiden ursprünglich doch getrennten Gefäßbündelringe an der 
Verwachsungslinie nicht als solche, sondern als Markzellen zur 
Ausbildung gelangt sind. 

XIII. Anomalien von Primula elatior. 

An zahlreichen Stöcken dieser Pflanze, die an zwei 
verschiedenen Stellen im hiesigen botanischen Garten angebaut 
war, konnte ich verschiedene Abweichungen von dem gewöhn- 
lichen Bau der doldigen Infloreszenz konstatieren. Viele Blüten- 
dolden zeigten sich proliferiert, indem aus ihrer Mitte ein neuer 
kräftiger Schaft entsprang, der seinerseits wieder eine Dolde mit 
gutausgebildeten Blüten trug. Diese Erscheinung, die bei manchen 
Gartenprimeln normal auftritt (ganz wunderschön z. B. bei Primula 
pulverulenta (Westchina), bei der ich fünf wohlentwickelte Dolden- 
etagen beobachtete), ist auch bei Primula elatior bereits beobachtet 
worden. *) Andere Pflanzen desselben Standortes zeigten an 
Stelle der Dolden regelrechte, durch Streckung der Internodien 
zustandegekommene Trauben. (Fig. 10.) Der Achsenteil, an 
dem die Blüten dieser Trauben in spiraliger Anordnung 
entsprangen, war bis über 5 cm lang und entweder gerade 
oder aber selbst etwas spiralig gedreht. Dabei erreichten die 
Blüten stiele der untersten Blüte der Trauben oftmals eine beträcht- 
liche Länge. Derartige Blütentrauben wurden meines Wissens 
bisher bei Primula elatior nicht beschrieben. Nur in einer Notiz 
in einer englischen Gärtnerzeitung 2 ) wird für Primula, ohne daß 



1) U. a. bei Pax, Engler's Bot. Jahrb. X. 1889, p. 109. 

2 ) Gard. Chron. 1880, I. p. 594 (nach Penzig 1. c. II. p. 133). 



112 



jedoch die Spezies angegeben wäre, eine ähnliche Abweichung 
angeführt. — Neben durchwachsenen und traubigen Blüten- 
ständen fand ich auch an denselben Stöcken sogenannte Wurzel- 
blüten, die als Einzelblüten auf einem langen Stiel aus der Achsel 
der Wurzelblätter kamen und deren Kelche meistens mehr oder 
weniger deutliche Phyllodie zeigten. Sowohl die Bildung von 
Wurzelblüten als auch die Verlaubung des Kelches ist bei 
Primula elatior schon öfters beobachtet worden. *) Es ist noch zu 
erwähnen, daß alle die vier erwähnten Anomalien, also proliferierte 
und traubige Blütenstände, Bildung von Wurzelblüten und 
Phyllodie des Kelches gerade an den kräftigsten Exemplaren am 
schönsten ausgebildet waren. Die Ursache der Erscheinung ist 
mir aufzufinden nicht gelungen. Samen wurden zu Aussaatver- 
suchen, die im nächsten Jahre vorgenommen werden sollen, 
geerntet. 

Von einem Schüler erhielt ich ferner zahlreiche Exemplare 
von Primula elatior mit gefüllten Blüten, welche er wild wachsend 
auf Wiesen bei Schöllschitz neben anderen normalblütigen Pflanzen 
derselben Spezies gefunden hatte. Gefüllte Primeln sind bei 
anderen, namentlich bei Garten- Primeln häufig, in der Natur 
dagegen und speziell bei Primula elatior eine recht seltene 
Erscheinung. Die vorliegenden Blüten zeigten zum Teil einen 
normalen aber sechszahnigen, zum Teil einen blumenblattartigen 
Kelch mit am Ende ausgerandeten Blättern. 2 ) Indem auch die 
Staubgefäße petaloid geworden und miteinander verwachsen waren, 
kam es zur Bildung der sogenannten „hose-in-hose"-Blüten, bei 
denen immer eine Blumenkrone in die andere hineingeschoben 
erscheint. Doch kamen auch nicht miteinander verwachsene 
Stamina vor, die nur zur Hälfte petaloid waren; es waren alle 
Uebergangsformen vorhanden. Am interessantesten aber war das 
Gebilde, das an der Stelle des Fruchtknotens stand. Die Frucht- 
knotenwendung war in fünf getrennte, unten breite, aber lineale 
grüne Blättchen aufgehört, die an ihrem Ende eine dunkelgrüne 
Verdickung aufweisen. In der Mitte stand eine halbkugelige freie 
Placenta, die an der Basis mit normalen Samenanlagen besetzt 
war, während die oberen Anlagen in grüne, lineale, blattartige 
Fortsätze endigten. Wenn es anginge, aus diesem abnormalen 

!) Masters 1. c. p. 288. 

2 ) Hildebrand, Die Zunahme des Schauapparates bei den Blumen 
Pringsheim. XVII. 1886. 



113 



Zustande auf die normale Blüte zu schließen, dann könnten wir, 
wie es Kerner von Marilaun 1 ) für einen ähnlichen, von ihm 
bei Primula japonica beobachteten Fall tat, auf das Vorhandensein 
von zweierlei Fruchtblättern bei Primula schließen: fünf äußeren, 
welche die Wand des Fruchtknotens bilden, und den inneren, 
welche in Polster umgewandelt sind und die Samenanlagen tragen. 

XIV. Tetramere Blüten bei Fritillaria tenella Bieb. 
Bei dieser, wie bei der verwandten F. Meleagris L. sind 

neben violetten, geschachten auch weiße Blüten sehr häufig. 
Unter den weißblühenden Exemplaren von F. tenella Bieb. 
(= F. montana Hoppe), die heuer im botanischen Garten zur 
Blüte kamen, fand ich auch eine, die in allen ihren Teilen typische 
Tetramerie zeigte. Es waren vier sonst normale Blumenblätter 
vorhanden, vier Staubgefäße, von denen eines größer war als die 
drei andern, und endlich ein Pistill, das aus einem zweifächrigen 
Fruchtknoten und einem Griffel mit zweiteiliger Narbe bestand. 
Da nach Masters und Penzig bei Arten der Gattung 
Fritillaria wohl bisweilen eine partielle (entweder in der Aus- 
bildung der Korolle oder in der des Pistills sich zeigende) aber 
noch nie eine vollständige Tetramerie beschrieben wurde, glaube 
ich den Fall erwähnen zu sollen. 

XV. Nonnea pulla DC. 

Zuletzt möchte ich noch eine ganz besonders auffällige Hetero- 
morphose anführen, die ich zwar nicht selbst gesehen habe, die 
mir aber von absolut vertrauenswürdiger Seite mitgeteilt worden 
ist. Herr Professor Hugo Zimmermann fand nämlich im 
heurigen Sommer in der Nähe von Eisgrub ein sonst normales 
(nicht fasziiertes) Exemplar von Nonnea pulla, bei dem die 
einzelnen Blüten förmlich plattgedrückt waren und in einem 
breiten Kelch drei miteinander verwachsene Korollen trugen. 
Genauer hat Professor Zimmermann die Pflanze nicht unter- 
sucht. Sie wurde in seinen Garten übersetzt, war jedoch zur 
Zeit meiner Anwesenheit bereits zugrunde gegangen, so daß auch 
ich nichts genaueres über diesen merkwürdigen Fall sagen kann. 



l ) Kerner von Marilaun, Pflanzenleben. II. Bd., p. 76. 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 8 



114 



Tafelerklärung. 

Sämtliche Figuren sind nach der Natur und in natürlicher Größe gezeichnet. 



Fig. 1 — 4. Iris pseudacorus L. 

Fig. 1. Partiellatrophe Blüte in der natürlichen Lage. 
Fig, 2. Partiellatrophe Blüte gesondert. 
Fig. 3. Einzelnes Staubgefäß. 
Fig. 4. Perigon, Draufsicht. 

Zeichenerklärung für Fig. 1 — 4: A = Anthere, Ax = Achse, F = Fila- 
ment, Fr = Fruchtknoten, P 1? P 2 = Aeußeres und inneres Perigon, 
St == Staubgefäße. 

Fig. 5 — 6. Corylus Avellana. 

Fig. 5. Kätzchendreiergruppe von vorn. 

Fig. 6. Kätzchendreiergruppe von hinten. 

Zeichenerklärung für Fig. 5 und 6: B = Hochblattbecherchen, DB = Deck- 
blatt, GT = gemeinsamer Basalteil der drei Kätzchen, N = Narben 
der 9-Blüten, Sp = Kätzchenspindel, VK = verkrüppeltes Kätzchen. 

Fig. 7. cT und 9 Kätzchen von Salix caprea X daphnoides. 

Zeichenerklärung für Fig. 7: DB = Deckblatt, 9 K, K = weibliches 
und männliches Kätzchen, N = Narben abgefallener Hochblätter. 

Fig. 8. Vergrünte Blüte von Anchusa officinalis. 

Zeichenerklärung für Fig. 8: B = Blumenkrone, Fr = Fruchtblätter, 

K = Kelch, Kn = Laubknospe. 
Fig. 9. Vergrünte Blüte von Reseda lutea. 

Zeichenerklärung für Fig. 9: Fr = Keulenförmiger Fruchtknoten, O = 

Ovales Fenster zum Durchtritt der Proliferation. 
Fig. 10. Traubiger Blütenstand von Primula elatior. 



Iltis, H. : .Äbiuxrme BKiteiL. 




Autor del. 



Die Lepiöopterenfauna (Höhrens. 

II. Teil. 
Von Hugo Skala, Fulnek. 



Durch die Verzögerung in der Drucklegung dieses Teiles 
wurde es mir ermöglicht, noch zahlreiche Nachträge einzubeziehen, 
so insbesondere: 

Prof. Dr. Hans R e b e 1 s Mitteilungen betreffend Zauchtel, 
Roznau etc. (Reb.) 

Wa werk a Richard, die Lepidopterenfauna des Ostrau- 
Karwiner Kohlenreviers, Wiener ent. Z. 1911, S. 211—219. (Waw.) 

Wingelmüller, Verzeichnis der Großschmetterlinge von 
Mähr.-Trübau, M.-Trübau 1910 (Wing.). Dasselbe wurde mir vom 
Herrn Bürgerschuldirektor Czerny in liebenswürdigster Weise 
zugemittelt. 

Herr k. k. Oberrechnungsrat Zdenko Zelezny in Brünn 
teilte mir eine Anzahl von Aberrationen mit, von denen manche 
im 1. Teile nicht enthalten sind. 

Fräulein Ella Schuster sandte mir aus Neutitschein mehrere 
Arten. 

Allen diesen Helfern danke ich auch an dieser Stelle 
herzlichst. 

Auch meine eigenen Fangergebnisse, von Fulnek 1911, 1912, 
Friedland bei Mistek 1911, und z. T. von Nikolsburg 1909, siehe 
auch int. ent. Z., 5. J., S. 292 etc., wurden natürlich mitverwendet. 

Soweit die Abhandlangen bezw. Mitteilungen den 1. Teil 
betreffen, konnten sie nur mehr im Anhange berücksichtigt 
werden, was wohl die Uebersicht erschwert, was aber leider nicht 
zu umgehen war. 

Daß auch diesmal wieder der weitaus größte Teil der 
mährischen Sammler die an sie gerichteten höflichen Anfragen 
nicht beantwortete, konnte mich nach den in diesem Punkte bereits 
früher gemachten Erfahrungen nicht überraschen, umsomehr als 
die meisten das Sammeln ja nur als „Sport" oder als Geld- 
erwerbsquelle betrachten. 

Fulnek, im September 1912. 

Der Verfasser. 

8* 



116 



XXIII. Cymatophoridae. 

Habrosyne Hb. 

1. derasa L. Himbeerspinner (2834). 

Brünn (Kupido einmal im 8; Viertl, Müller), Mähr.-Trübau, 
Müglitz (Josef Zinburg), Neutitschein, Mistek (Schellenberg im 6 
vereinzelt), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 8, 9 an Brom- und Himbeeren, bei Tage versteckt. 

Thyatira Hb. 

2. batis L. Roseneule (2836). 

Brünn (Dol. 5 und 7 ; ich fing sie bei Adamstal am elektrischen 
Licht), Mähr.-Rotwasser, Mähr.-Trübau (Wing. im 6), Neutitschein, 
Mistek (Schellenberg), Namiest, Klentnitz (Sterzl 11. August), 
Fulnek (1 Stück am Köder 1. August im Hausgarten, 1 Stück 
im Juli bei Schießls Wald). 

Raupe im 6, 7 und 8, 9 an Brom- und Himbeeren. 

Cymatophora Tr. 

3. or F. (2843). 

Brünn (Dol. 4, 5 und 7, 8 als flavicornis L. ; Schneider bei 
Eichhorn und Juridorf), Olmütz (Bahr, Schellenberg bei Mariental 
häufig), Mähr.-Rotwasser, Mähr.-Trübau (Wing. 6, 7), Namiest, 
Nikolsburg (auf der Hirschwiese Ende 5 ganz abgeflogen, im 
Grase sitzend, im Hausgarten am Licht und Köder im 7, 8). 
Fulnek (Ende 5 in Jogs Busch am Licht). 

ab. unimaculata Aur., ohne Ringmakel, 1 Stück von Nikolsburg. 

Raupe im 7 und 9 auf Pappeln (Populus nigra und tremula) 
zwischen zusammengesponnenen Blättern. 

4. octogesima Hb. (2844). 

Brünn (Dol. 4, 5 als Ocularis L.; Kupido im Schreib wald, 
nach Schneider 5 — 8, also in 2 Gen.), Namiest. Raupe wie die 
der or F., gleichfalls zwischen zusammengezogenen Blättern. 

5. fluctuosa Hb. (2846). 

Brünn (Kupido, Schneider im 6 sehr selten), Olmütz (Bahr, 
Schellenberg bei Mariental im 6 nicht selten), Mähr.-Trübau. 



117 



Raupe im 8, 9 zwischen zusammengesponnenen Blättern auf 
Birken, Verpuppung unter Laub. 

6. duplaris L. (2848). 

Brünn (Dol. 4 und 7 ; Kupido in den Wäldern bei Czernowitz ; 
Schneider 6, 7, also anscheinend mitunter in nur einer Gen.), 
Olmütz (Schellenberg bei Mariental), Mähr.-Trübau, Ostrau (Waw.) 

Raupe zwischen zusammengesponnenen Blättern auf Erlen, 
weniger Birken, angeblich auch Weiden und Pappeln. 

Polyploca Hb. 

7. diluta F. (2849). 

Brünn (Kupido Ende des Sommers sehr selten im Paradies- 
walde) ; Mähr.-Trübau, Ostrau (Waw.). Raupe im 5, 6 auf Eichen. 

8. ruficollis F. (2850). 

Brünn (Dol. 4, 5). Raupe 7—9 auf Eichen. 

9. flavicornis L. Rosthorn (2852). 

Brünn (Dol. 4, 5, nach Kupido wohl richtiger 3, 4), Olmütz 
(Bahr, Bohatschek bei Mariental), Mähr.-Trübau, Neutitschein, 
Namiest, Nikolsburg (1 Stück im 4), Ostrau (Waw.). Raupe von 
5 — 7 auf Birken und Eichen, nach Franz Nickerl auch an 
Pappeln. 

10. ridens F. (2853). 

Brünn (Dol. 4, 5), Nikolsburg (4, 5 am heil. Berg an 
Eichen Stämmen, sehr selten). Die Mordraupe von 6 — 7 auf Eichen, 

Von obigen Arten fehlt Polyploca diluta F., eine sehr lokale 
Art, allen Nebenländern außer Niederösterreich ; Pol. ruficollis F., 
gleichfalls sehr lokal, fehlt allen Nachbarfaunengebieten. 

In den Nachbarländern kommen keine in Mähren fehlenden 
Cymatophoridae vor. 

XXIV. Brephidae. 

Brephos 0. 

1. parthenias L. Birkentageule (2854). 

Im 3 — 4 überall wo Birkenbestände sind, nicht selten, 
besonders in Schlägen, so Brünn, Olmütz, Prerau, Mähr.-Trübau, 
Müglitz, Neutitschein, Namiest, Nikolsburg, in den Vormittags- 
stunden. 

Raupe im 5, 6 eventuell noch 7 auf Birken und Buchen, 
nach Nickerl auch Eichen. 



118 



2. nothum Hb. Espentageule (2856). 

Brünn (Kupido 3, 4; Schneider im Schreib wald, bei Ochos, 
in den Strzelitzer und Strutzer Wäldern, in der Raigerer Au), 
Olmütz (Schellenberg Ende 3 bei Mariental nicht selten), Neu- 
titschein, Zauchtel (Prof. Rebel 1. April). 

Müllers uod Ottos puella Esp. gehört voraussichtlich hieher. 

Raupe im 5, 6 auf Weiden und Pappeln, besonders Populus 
tremula, zwischen zusammengezogenen Blättern, Verwandlung in 
morschem Holze. 

Beide Arten finden sich auch in den Nachbargebieten. 

XXV. Geometridae. 

Aplasta Hb. 

1. ononaria Fuessl. Hauhechelspanner (2859). 

Brünn (im 7 gefangen, lautet Doleschalls lakonische Angabe). 
Flugzeit nach Berge-Rebel 6 und wieder 8, 9, bei Tage auf 
Kalkboden. 

Raupe nach Rebel im 7, im Herbst und nach der Ueber- 
winterung bis 5 an Hauhechel (Ononis spinosa), nach Spuler dagegen 
im 5 und Ende 6, was wohl nicht richtig ist. In den lokal- 
fauoistischen Abhandlungen der österr.-ungar. Monarchie wird 
über die Biologie nichts mitgeteilt. 

Pseudoterpna Hb. 

2. pruinata Hufn. grüner Geißkleespanner (2860). 

Brünn (Gärtner 6, 7), Mähr.-Trübau (Whig. 6, 7), Müglitz 
(26. Juli), Neutitschein, Friedland, Klentnitz (11. Juli), Nikols" 
burg (Ende 6, 7 auf dem heiligen und Muschelberg in manchen 
Jahren nicht selten; besonders in der Spätdämmerung), Fulnek 
(defekt Mitte 7 und in 2. Generation Mitte 9 am Licht). 

ab. agrestaria Dup. grün mit weißer Wellenlinie, ohne dunkle 
Querstreifen, von Nikolsburg. 

Raupe überwinternd bis 5 auf Ginster (Genista tinctoria), 
Sarothamnus scoparius, Cytisus capitatus, ein Teil der Raupen 
ergibt in günstigen Jahren ohne Ueberwinterung Herbstfalter. 
Verpuppung in einem leichten Gespinste. 



119 



Geometra L. 

3. papilionaria L. grünes Blatt (2866). 

Brünn (Gärtner Ende 7 und Anfang 8 selten im Czerno- 
witzer Walde und im Löschertale, ich fing einige Stücke am 
elektrischen Lichte in Adamstal; Doleschalls Angabe, daß sie bei 
Tage fliege, ist nicht richtig, d. h. sie fliegt wohl, wenn sie aus 
dem Gebüsche aufgestöbert wird, versteckt sich aber gleich 
wieder), Olmütz (Bahr), Mähr.-Rotwasser, Mähr.-Trübau, Neu- 
titschein, Friedland (Ende 7 Skala), Klentnitz (Sterzl 22. Juli), 
Nikolsburg (1 Stück im Stadtwalde im Gesträuch), bei Frain 
(Satory 7), Fulnek (1 9 am 29. Juni in Jogs Busch). 

Raupe klein überwinternd bis 5, 6 auf Erlen, Birken, Haseln^ 
Buchen, auch Pappeln. 

4. Vernaria Hb. grüner Waldrebenspanner (2867). 

Wird neuerdings richtiger zu Euchloris Hb. gestellt. Brünn 
(Kupido 6, 7 auf dem Hadiberg), Mähr.-Trübau, Friedland, Nikols- 
burg (6, 7, im Jahre 1909 noch in Anzahl am 19. August, am 
heil. Berg in der Spätdämmerung häufig). 

Nach Berge-Rebel überwintert die Raupe und verwandelt 
sich meist erst im 6 (?), nach Gärtner überwintert die Puppe. 
Raupe auf der Waldrebe (Clematis vitalba), nach Korb auch auf 
Schlehen, Eichen etc., Verpuppung zwischen Blättern in einem 
leichten Gespinste. 

Euchloris Hb. 

5. pustulata Hufn. (2879). 

Brünn (G. 6 oder 7 bei Karthaus, auf dem Hadiberg, im 
Schreibwalde, selten, auch von Satory 29. Juni), Mistek (Schellen- 
berg im 6 von jungen Eichen geklopft). 

Raupe überwinternd bis 5 auf Eichen ; Gärtner klopfte sie 
von Prunus domestica, mit dessen Staubfäden sie sich überkleidete. 
Verpuppung zwischen zusammengezogenen Blättern. 

6. smaragdaria F. Smaragdspanner (2885). 

Brünn (G. 5 und 8 am gelben Berg, beim Schebeteiner 
Walde und in den Schreibwälder Obstgärten), Liliendorf (7), 
Nikolsburg (von Ende 5 — 8 nahezu ununterbrochen in 2 Genera- 
tionen in der Dämmerung und am Licht, beim Muschelberg, auf 
der Haidspitz und unterm heil. Berg, nicht selten). 

ab. Obsoleta Burrows ohne weißen Mittelpunkt auf den Vorder- 
flügeln; ein cT von nur 14 mm Vorderflügellänge von Nikols- 



120 



bürg, bei demselben ist die weiße Linie vor dem Saume nur 
sehr undeutlich, die grüne Färbung auch am Vorderrande mehr 
ausgebreitet. 

Raupe im 7, dann im Herbst und überwintert bis 4, 5 an 
Achillea millefolium, Tanacetum, Senecio und Artemisia absinthium, 
bekleidet sich mit Blatt- und Blütenteilen dieser Pflanzen, 
verpuppt sich auch in dieser Ueberkleidung. 

Nemoria Hb. 

7. viridata L. Weißdorngrünspanner (2904). 

Brünn (G. im 6 auf der Lehne nächst der Kleidofka, auf 
dem Parfußer Berg, im Löscher Walde, selten), Neutitschein, 
Nikolsburg (von 5 — 7, im Jahre 1909 noch über Mitte 8 auf 
dem Muschel- und heil. Berg, nicht häufig, auch am Licht). 

Raupe von 7, 8 ab bis 9 auf Calluna vulgaris, Crataegus, 
Corylus, Betula, Salix caprea, verpuppt sich zwischen den Zweigen 
in einem leichten Gespinste. 

8. porrinata Z. Brombeergrünspanner (2906). 
Vorderrand nicht weißlich wie bei viridata L., sondern 

rostrot. Nikolsburg (in einigen Stücken im 5, 6 und wieder im 8 
am Muschel- und heil. Berg). Raupe im 7 und wieder im Herbst 
auf Haseln und Weißdorn, auch an Brombeeren, Calluna, Erica. 
Verpuppung wie bei der Vorigen. 

Thalera Hb. 

9. fimbrialis Sc. (2914). 

Brünn (G. im 7, 8 verbleitet und nicht selten), Olmütz 
(Bahr), Mähr.-Trübau (Dubowitza 7, 8), Neutitschein, Liliendorf, 
Klentnitz (Sterzl 21. Juli), Nikolsburg (Ende 6 bis in den 8, 
($ nicht selten, am heiligen und Muschelberg, bei der Rosenburg, 
auf der Hirschwiese, besonders während der Dämmerung), Fulnek 
(2 ganz defekte Exemplare Ende Juli 1912 bei Jogs Busch). 

ab. obsoleta nom. nov. Die weißen Binden oberseits nahezu 
ganz verloschen, auch unterseits viel weniger deutlich, 1 9 von 
Nikolsburg. 

Raupe im 5, 6 auf Thymian (Thymus), Achillea, Hypericum, 
Ginster (Genista tinctoria), Goldrute (Solidago virgaurea), angeblich 
auch an Beifuß (Artemisia campestris), Calluna und Bupleurum 
falcatum. 



121 



10. putata L. Heidelbeerspanner (2917). 

Brünn (Gr. 5, 6 in allen Waldungen häufig), Mähr.-Rotwasser, 
Mähr.-Trübau, Ostrau (Waw.) und wohl überall, wo die Futter- 
pflanze vorkommt. 

Raupe im 7, 8 auf Vaccinium myrtillus, nach Korb wohl 
unrichtig auf Hainbuchen und Erlen. 

11. lactearia L. (2918). 

Brünn (Gr. Ende 5, 6 in Waldungen nicht selten), Mährisch - 
Trübau, Nikolsburg (5 bis Anf. 6 im Stadtwalde in der 
Dämmerung mitunter, so 1908 sehr häufig, eine 2. Gen. Ende 7, 8 
noch nicht beobachtet), Fulnek (im 6 in Schießls Wald), Ostrau. 
Unterscheidet sich von der Vorigen leicht durch die viel hellere 
Farbe (die dunklere ab. alliata Höfn. wurde hier nicht beobachtet) 
und die Form der hellen Binde, welche bei lactearia nahezu 
geradlinig verläuft und nicht aus sichelförmigen Strichen besteht. 

Raupe 8, 9 auf Birken, Eichen, Erlen, Weiden, auch Ginster 
(Genista tinctoria) und Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus), 
Haseln und Feldahorn; Verpuppung wie bei der Vorigen lose 
an Blättern. 

Hemithea Dup. 

12. strigata Müll. Schlehengrünspanner (2919). 

Von der etwas ähnlichen fimbrialis Sc. sehr leicht durch die 
Form der Hinterflügel, welche in der Mitte (Ader Ms) eine 
scharfe Spitze bilden und durch die nicht rotbraune, sondern 
schwarzbraune Fransenfleckung zu unterscheiden. 

Brünn (G. 6, 7 an sonnigen Abhängen verbreitet und nicht 
selten), Mähr.-Trübau, Neutitschein, Liliendorf (7), Nikolsburg 
(6, Anf. 7 auf dem Muschelberg und der Haidspitz am Licht), 
Fulnek (1 Stück Anf. 8 in Jogs Busch), Ostrau (Wawerka). 

Raupe im 5 ev. noch 6 auf Eichen, Haseln, Schlehen, 
Johannisbeeren, Rosen, Weißdorn und Rhamnus. 

Acidalia Tr. 

13. trilineata Sc. (2929). 

Grundfärbung bald heller, bald dunkler, Bindenzeichnung 
mitunter sehr kräftig. 

Brünn (Dol. auf Waldwiesen 6, 7 ; Gärtner 7, 8). Olmütz 
(Schellenberg bei Mariental im 6 stellenweise häufig), Reschen (7), 
Rabenseifen (7), Sternberg (Satory 7), Liliendorf (7), Nikolsburg 



122 



(Ende 5 bis tief in den 8 in 2 Gen., insbesondere am heiligen, 
Galgen- und Muschelbcrg, bei Tage und in der ersten Dämmerung 
sehr häufig), Mähr.-Trübau (Whig. 8), 

Eibeschreibung in Kranchers Jahrbuch 1910, pag. 134, bezw. 
in der int. ent. Zeitschrift Guben 3. J., Nr. 42. Raupe im 6, 
ev. 7, im Herbst und überwinternd bis in den 5 an Ampfer, 
Esparsette, Vogelwicke (Coronilla) und and., auch Salat. 

14. similata Thnbg. (2933). 

Brünn (G. 6, 7 auf der Schebeteiner Waldwiese, ziemlich 
häufig), Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau (Ende 8 am Wachberge), 
Müglitz (Zinburg 8. August), Neutitschein (Otto 10. Juli), Lilien- 
dorf (7), Nikolsburg (Ende 6, 7 am Muschelberg nicht häufig, 
bei Tag), Fulnek (Jogs Busch, Ende 6 nicht selten). 

Raupe im 5 an Gras (Festuca ovina), Verwandlung an der 

Erde. 

15. ochrata Sc. (2934). 

Nikolsburg (erst zwei Stücke, 1 unterm Muschelberg im 
Juli 1904 bei Tag, eines am 13. August unterm heil. Berg am 
Licht gefangen). Dürfte hier wohl sehr selten sein. Ochrata ist 
bedeutend größer wie die Vorige, die Vorderflügel sind im allge- 
meinen spitziger. 

Raupe im 5 an Alsine media and anderen niederen Pflanzen.*) 

16. rufaria Hb. (2938). 

Brünn (G. 6, 7 an trockenen Berghängen am gelben Berg 
sehr häufig, Satory im Schreibwalde), Klentnitz (Sterzl 12. Juli), 
Nikolsburg (von Ende 6 bis tief in den 8 an allen Berghängen 
und Böschungen sehr häufig; Zeichnung recht verschieden, meist 
hellrötlichbraun, jedoch auch dunkelrotbraun, dann sehr scharf). 
Fulnek (1 defektes Stück am 25. Juni in Jogs Busch). 

Eibeschreibung siehe int. ent. Z. Guben, 3. Jahrg., Nr. 42. 
Raupe bis 5 an Stellaria media und anderen niederen Pflanzen. 

17. moniliata F. Perlrandspanner (2951). 

Brünn (G. Ende 6, 7 im Schreib walde um Eichenbüsche, 
bei Zazowitz und am Westabhange des Spielberges), Nikolsburg 
(Ende 6 bis in den 8 am heil. Berg in der Spätdämmerung, im 
J. 1909 sehr häufig, vorher nicht beobachtet). Mähr.-Trübau 
(Wing. 7, Hutbusch, einzeln), Fulnek (1 Stück am 13. Juli 
abends in Jogs Busch). 

*) macilentaria H. S. Wurde nach Angabe H. J. Gerhards in Liegnitz 
von ihm im Altvatergebiet erbeutet. Erscheint mir fraglich. 



123 



Ei siehe int. ent. Z. Guben, 3. Jahrg., Nr. 42. Raupe Ende 
7, 8 an niederen Pflanzen, Wicke, Löwenzahn, Myosotis etc., 
vielleicht auch Schlehdorn, nach Nickerl dagegen im Mai, Juni. 

18. muricata Hufn. (2952). 

Brünn (Dol. 7 auf Waldwiesen), M.- Weißkirchen (Schellen 
berg 6), Mistek (Schellenberg 6 in Gebüschen in der Nähe von 
Wässern, selten). 

Raupe an Polygonum, angeblich auch Plantago, Pimpinella 
und anderen niederen Pflanzen, im Mai. 

19. dimidiata Hufn. (2953). 

Mähr.-Trübau ; Olmütz und Mistek (Schellenberg 6 in Laub- 
gebüsch), Nikolsburg (1 Stück im Hausgarten am 25. Juli 1910 
in der Dämmerung) Ostrau (Waw.), Fulnek (1 stark geflogenes 
Stück am 26. Juli 1912 abends im Hausgarten). 

Nach Berge-Rebel 5 und wieder 8, 9, was hier kaum zu- 
trifft. 

Raupe an Wegerich, Spiraea etc., an feuchten Orten. 

20. virgularia Hb. (2983). 

Klentnitz (Sterzl 16. Juli), Nikolsburg (von 5 bis 9, im 
J. 1910 bis 10 im Hausgarten und unterm heil. Berg in der 
Dämmerung sehr häufig, 1 Stück bloß 7Va mm). Merkwürdiger- 
weise wurde der Falter sonst in Mähren nicht beobachtet, wahr- 
scheinlich übersehen; ich habe ihn neuerlich auch bei Fulnek im 
7 und 9 gefangen, nach Wawerka auch bei Ostrau. 

Ei siehe int. ent. Z. Guben, 3. Jahrg., Nr. 42. Raupe im 7, 
Anfang 8, dann im Herbst und überwintert bis 4 an Pflanzen - 
abfällen, besonders unter Reisighaufen, Sterzl fütterte sie mit 
Löwenzahn, Fuchs mit Sedum album. 

21. pallidata Bkh. (2990). 

Brünn (G. 6, 7 am roten Berg und im Schreib walde), Mähr.- 
Trübau, Neutitschein, Nikolsburg (5, 6 besonders am heiJ. und 
Muschelberg, häufig). Fulnek (von Ende 5 bis Mitte 7 am Schloß- 
berg, einzeln), Ostrau (Waw.). 

Eibeschreibung in Kranchers Jahrbuch 1910, Seite 2. Raupe 
wohl an Gras, wenigstens beobachtete ich die Eiablage an Gras- 
büschel, angeblich auch an Achillea, wurde übrigens auch mit 
Salat erzogen. 

22. straminata Tr. (2997). 

Brünn (G. 6, 7 an sonnigen Abhängen im Schreibwalde, 
selten), Neutitschein. Raupe nach G. im Herbst und überwintert 



124 



bis 4, 5 an Chenopodium, Thymus etc. ; darnach also bloß in 
einer Generation. 

23. laevigata Sc. (3002). 

Brünn (Gr. im 7 am roten Berge sehr selten), Nikolsburg 
(erst ein schon stark geflogenes Stück am 7. August am Licht 
im Hausgarten), nach Berge-Rebe] 6, 7 und 9. 

Raupe an Pflanzenabfällen, nach Höfner oft an sogenannten 
Palmbuschen, soll auch trockenen Salat und Moos annehmen. 

24. herbariata F. Herbarienspanner (3020). 

Brünn (GL im 5 in Häusern), Klentnitz (Sterzl 16. Juli), 
Nikolsburg (2 9 an Scheunen im 7 ganz frisch, vielleicht in 
2. Generation), Fulnek (Ende 5, 6, 7 im Hausgarten), Ostrau 
(Wawerka). 

Eiablage erfolgte am 19. Juli. Das Ei ist kurzoval, Basis 
abgestumpft, Oberfläche mit zahlreichen seichten Längs- und 
Querfurchen versehen, so daß sie gekörnt aussieht. Farbe gelblich - 
weiß, am 28. Juli hellgrau, am Abend desselben Tages schlüpfen 
die Räupchen, welche sehr langsam wachsen; am Tage dieser 
Niederschrift am 23. Dezember 1910, sind sie erst etwas mehr 
wie halberwachsen *). Sie leben von getrockneten Pflanzen in 
Heuschobern, Herbarien etc., ich fütterte sie mit getrocknetem 
Löwenzahn, den sie gerne annahmen, nach Nickerl auch an 
trockenen Pilzen. 

25. bisetata Hufn. (3025). 

Brünn (G. 5, 6 und 9 am Roten Berg nicht häufig; Dol. 
im 7), Olmütz (Schellenberg 6), Mähr.-Trübau, Neutitschein,. 
Ostrau (Waw.), Fulnek (1 Stück am 24. Juli 1912 abends in 
Jogs Busch). 

Raupe im 4 und 8 an Löwenzahn, Gras, Klee und anderen 
niederen Pflanzen. 

26. trigeminata Hw. (3026). 

Brünn (Kupido als reversata Tr., scutularia Hb., im Sonnen- 
schein, selten, im Schreibwalde). Flugzeit nach Berge-Rebel 6. 
Raupe an Polygonum und anderen niederen Pflanzen. 

*) Das Wachstum war später sehr ungleichmäßig, so zwar, daß ich 
gleichzeitig Falter, Eier, Kaupen und Puppen hatte. Im 7 schlüpften dann 
noch immer Falter der 1. Generation, abpr schon auch solche der 2. Gene- 
ration. 



125 



27. filicata Hb. (3032). 

Brünn (Kupido im 6 einmal bei den Pulver türmen), Mähr.- 
Trübau. Flugzeit nach Berge-Rebel 6 und 9, nach Spuler 6, 7, 
also doch wohl in einer Generation, während bei der Raupe an- 
gegeben wird, daß sie in 2 Generationen anzutreffen ist. 

Raupe angeblich an den Blüten von Dianthus, Veronica 
und anderen. 

28. rusticata F. (3034). 

Brünn (G. nur zweimal im 7 am Spiel- und Kuhberge), 
Klentnitz (Sterzl 17. Juli), Nikolsburg (im 7, 8, in manchen 
Jahren, so 1909 im Hausgarten häufig, eine 2. Generation nicht 
gefangen), Ostrau (Waw.j. 

Ei und 1. Raupenstadium int. ent. Z., Guben, 3. Jahrgang, 
Nr. 42. Die Raupe lebt an niederen Pflanzen, nach anderen 
dagegen an Moos und Flechten alter Bäume. 

29. dilutaria Hb. Mooskleinspanner (3038). 

Brünn (G. 6, 7), Nikolsburg (6, 7 am heiligen und Galgen- 
berg, auch im Hausgarten, häufig), Fulnek (Schloßberg im 7, auch 
Jogs Busch). Der Folgenden sehr ähnlich, der Vorderrand jedoch 
heller und nicht so kräftig gezeichnet, der schwarze Punkt in 
•der Mitte der Hinterflügel oft fehlend. 

Ei siehe int. ent. Z. ; Guben, 3. Jahrg., Nr. 42. Raupe bis 5 
unter Hecken auf niederen Pflanzen und Moos. 

30. interjectaria Hb. (3039). 

Nikolsburg (Mitte 6, 7 auf dem heiligen, Galgen- und Muschel- 
herg, auch im Hausgarten, häufig). Eibeschreibung siehe i. e. Z., 
3. J., Nr. 42. Raupe unter Hecken auf niederen Pflanzen. 

31. humiliata Hufn. (3040). 

Brünn (G. 6, 7 im Schreibwalde, am roten und Spielberge 
sehr häufig, Satory bei Bilowitz), Fulnek (in Jogs Busch im Juli 
des Jahres 1912 ganz vereinzelt), Nikolsburg (6, 7 am heiligen, 
Galgen-, Muschelberg, an der Grenze etc. häufig). Von den 
beiden früheren durch den rotbraunen Vorderrand verschieden. 

Eibeschreibung in der int. ent. Z. Guben, 3. J., Nr. 42. 
Raupe bis 5, 6 an trockenen Stellen an Hauhechel (Ononis 
arvensis) und anderen. 

32. nitidata H. S. (3041). 

Brünn (Dol. im 7 an sonnigen Abhängen) ; Raupe an niederen 
Pflanzen, ist auch mit Salat zu erziehen. 



126 



33. degeneraria Hb. (3043). 

Brünn (G. am 28. August auf dem gelben Berge), Neutitschein, 
Fulnek (1 Stück 28. Mai, Hausgarten). Flugzeit nach Berge-Rebel 
5 und Ende 7, 8. Raupe auf niederen Pflanzen. 

34. inornata Hw. (3046). 

Brünn (G. 6, 7 in Gebüschen im Schebeteiner Wald und in 
den Auen), Mähr. - Trübau, Neutitschein, Fulnek (2 Stück am 
13. Juli 1912 abends in Jogs Busch). 

Raupe von 7 — 9, oder überwinternd an Ampfer (Rumex), 
Acetosella, Lysimachia, Hauhechel (Ononis arvensis) und anderen 
niederen Pflanzen. 

35. deversaria H. 8. (3047). 

Brünn (G. 6, 7 im Schreib walde), Mähr.- Trüb au, Nikolsburg 
(Ende 5 bis tief in den 8, besonders auf der Hirschwiese, Haid- 
spitz, dem heiligen Berg), Fulnek (Schloßberg am 25. Juni). 

ab. hyalinata Chr. Der basale Querstreifen der Hinterflügel 
vom schwarzen Mittelpunkte weiter entfernt; Nikolsburg. 

Eibeschreibung in der Gub. i. e. Z., 3. J., Nr. 42. Raupe 
an Rumex, Ononis und anderen niederen Pflanzen. 

36. aversata L. (3048). 

Brünn (Dol. 7 auf Waldwiesen), Rabenseifen (7), Reschen (7), 
Mähr.-Trübau (Wing. 7, Eichwald, Burgstadl), Sternberg (Satory 7), 
Neutitschein, Liliendorf (7), Nikolsburg (6, 7 vereinzelt am hohen 
Eck, Muschelberg und im Hausgarten), Fulnek (Ende 6, 7 einzeln, 
Garten, Schloßberg, Jogs Busch). Nach Berge-Rebel Anfang 6 
und wieder Ende 7, 8, was für Mähren anscheinend nicht zutrifft. 

ab. spoliata Stgr. Dürfte überall unter der Art, und zwar 
häufiger vorkommen, so Brünn (Gärtner im 6), Neutitschein, 
Nikolsburg (häufig), Fulnek, Ostrau (Waw.). 

Ei siehe Gub. int. ent. Z., 3. Jahrg., Nr. 42. Raupe angeblich 
an welkem Laub, mir gingen alle Räupchen, denen ich dieses 
Futter zumutete, ein, sie nahmen dagegen Löwenzahn an. Ver- 
puppung zwischen Blättern der Futterpflanze. 

37. emarginata L. (3050). 

Brünn (G. 6, 7 auf der Zazowitzer Lehne, dem Karthäuser 
Berg und besonders im Czernowitzer Walde), Mähr.-Trübau, 
Weißkirchen (Schellenberg noch im 8), Fulnek (im Juli in Jogs 
Busch), Friedland (Ende 7, Skala). Raupe an niederen Pflanzen, 
Winde, Galium etc. 



127 



38. immorata L. (3051). 

Brünn (Gr. 5 und 7 häufig, z. B. auf der Zazowitzer Lehne), 
Olmütz (Schellenberg im 6 bei Mariental), Mähr.-Trübau (Ranigs- 
dorf 6, 7 nach Tuppy nicht selten, hier also wie es scheint, nur 
eine Gen.), Neutitschein, Liliendorf (7), Nikolsburg (Ende 5, 6 
und in 2. Gen. im 8, letztere Falter sind, soweit ich bemerkte, 
kleiner und heller, ihre Bindenzeichnung etwas verschwommener, nicht 
gelbgrau sondern bräunlichgelb, sie mögen daher gen. aest. 
(ev. ab.) pallidior rom. nov. heißen. 

Eibeschreibung in Kranchers Jahrbuch 1910. Raupe im 7 
und von 9 — 5 auf Heide (Erica vulgaris), Calluna, Origanum, 
Thymus, Artemisia und anderen. 

39. rubiginata Hufn. (3053). 

Brünn (G. 7, 8 am Spielberg; Kupido auf feuchten Wiesen 
bei Czernowitz, Satory im 6), Mähr. - Trübau, Neutitschein, 
Klentnitz (Sterzl 17. August), Nikolsburg (immer Ende 5, 6 und 
wieder im 8 auf dem heiligen Berg, Muschelberg u. s. w. häufig, 
geht auch ans Licht). 

ab. OChraceata Stgr. ohne Rot, unter der Art, z. B. bei 
Nikolsburg. 

ab. obscurata nom.nov. Vorderflügeloberseite grau verdüstert, 
so daß die dunkle Bindenzeichnung undeutlich wird, auch der 
Saum der Hinterflügel ist etwas verdüstert. 1 Stück von Nikols- 
burg. Eibeschreibung in der Gub. int. e. Z., 3. J., Nr. 42. Raupe 
überwinternd bis 5 und jedenfalls auch im 7, auf Thymian, 
Ackerwinde, Hornklee, Medicago, Vicia, Convolvulus, Polygonum 
und Anderen, verpuppt sich in einem leichten Gespinste meist 
an der Erde. 

40. marginepunctata Goeze (3064). 

Brünn (Dol. 7 auf trockenen Berghängen), Olmütz (Bahr), 
Nikolsburg (von Mitte 5 bis tief in den 9 in zwei in einander 
übergehenden Generationen, laut Tagebuch 1909 am 24. Mai, 
30. Mai, 7. Juni, 20. Juni, 11. Juli, 21. Juli, 13. August, 30. August, 
7. September, 12. September auf dem heiligen Berg und im 
Hausgarten in der Dämmerung und am Licht sehr häufig, die 
Falter der ersten Generation durchschnittlich dunkler gezeichnet) ; 
Fulnek im 6 und 8 — 9 einzeln am Licht und an Planken, Ostrau 
(Waw.), Mähr.-Trübau (Wing. 6 Steinberg). 



128 



Eibeschreibung in der Gub. int. ent. Z., 3. J., Nr. 42. Raupe 
an Sedum album, Teucrium chamaedrys, Alsine media, Sempervivuni, 
Origanum, Hippocrepis und anderen, auch mit Salat zu ziehen. 

41. incanata L. (3069). 

Brünn (G. als Ptychopoda incanata L. und im Nachtrag 
als Arrh. mutata Tr. im 6, 7 auf der Kleidofka), Olmütz (Kitt), 
Mähr.-Trübau, Muglitz (10. Juni), Neatitschein (Otto 7. Juni), 
Nikolsburg (Ende 5, 6 und wieder im 8 am heiligen Berg und 
im Hausgarten, in der Dämmerung und am Licht sehr häufig) 
Ostrau (Waw.), Fulnek (1 Stück am 6. Juni bei Jogs Busch, im 
Jahre 1912 einzeln im Juli im Hausgarten). 

ab. adjunctaria B. hellschmutziggrau (beschuppt), Nikols- 
burg, durch Uebergänge mit der Stammform verbunden. 

Eibeschreibung in der Gub. int. ent. Z., 3. J., Nr. 42. Raupe 
6 — 7, im Herbst und überwintert im Frühjahre auf Thymus, 
Lychnis, Dianthus und anderen. Verpuppung an der Erde in einem 
leichten Gespinste. 

42. fumata Stph. (3072). 

Mähr.-Trübau, Glatzer Schneeberg (Götschmann 6, 7), wohl 
auch sonst im Gesenke verbreitet. 

Raupe auf Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus), tagsüber 
frei sitzend. 

43. remutaria Hb. (3074). 

Brünn (G. Ende 6 häufig auf trockenen Berghängen), Mähr.- 
Trübau, Neutitschein, Friedland, Nikolsburg (Ende 5 bis in den 
6, Waldpromenade, Hirsch wiese, Haidspitz häufig, unterm heil. 
Berg seltener), Fulnek (Jogs Busch Ende 5, 6 nicht selten). 

Raupe an Labkraut (Galium verum), Asperula, Vicia sepium 
und anderen. Eibeschreibung in Kranchers ent. Jahrbuche 1912. 
Verpuppung am Erdboden in leichtem Gespinste. 

44. immutata L. (3081). 

Brünn (G. im 7 im Schreib wal de und auf dem Spielberg), 
Mähr.-Trübau (Wing. im 6), Nikolsburg (Ende 5, 6 und 8 — 9 
an der Grenze, Haidspitz, Muschelberg, auch im Hausgarten am 
Licht, sonst in der Dämmerung, nicht häufig), Ostrau (Waw.). 

Raupe an Wegerich und Achillea, nimmt auch Salat, ver- 
puppt sich an der Nahrungspflanze. 



129 



45. strigaria Hb. (3083). 

Brünn (G. im 5, 6 bei Karthaus nicht häufig), Nikolsburg 
(5, 6 und wieder im 8 am Muschelberg, Galgenberg und auf 
der Haidspitz nicht selten). 

Raupe nach Gärtner im 7 auf Birke (?), sonst wohl an 
niederen Pflanzen. 

46. umbellaria Hb. (3085). 

Brünn (Kupido Ende 6, 7 in Gebirgsgegenden, selten), Neu- 
titschein (Otto 16. Juli), Nikolsburg (Ende 5, 6 in manchen 
Jahren wie 1904 und 1908 nicht gerade selten, in der Klause 
bei Klentnitz und am hohen Eck). 

Raupe überwinternd bis 4, 5 an Asclepias, Vicia, Poly- 
gonum und anderen niederen Pflanzen. 

47. strigillaria Hb. (3086). 

Brünn (G. 6, 7 in Waldungen häufig), Olmütz (Schellen- 
berg Ende 6 bei Mariental), M.-Trübau, Liliendorf (7), Nikols- 
burg (in wenigen Stücken im 7 am heil. Berg), Fulnek (1 Stück 
Ende 7 am Licht). 

Raupe auf Vicia, Stachys, Clematis vitalba, Veilchen, Veronica, 
Origanum und anderen. 

48. flaccidaria Zell. (3091). 

Nach Czerny von Professor Dornas am Hammerberg bei 
M.-Trübau erbeutet. Die Art fliegt mehr im Südosten bis Wien, 
im 6 und 9, immerhin ist ihr Vorkommen hierzulande in wärmeren 
Lagen möglich, nach Otto Bohatsch auch in Schlesien. 

Raupe an Polygonum, Plantago und anderen. 

49. ornata Sc. (3095). 

Brünn (G. 5 — 9 in 2 Gen. häufig auf Wiesen und Berg- 
hängen), Schildberg, Mähr.-Rotwasser, Hohenstadt, Mähr.-Trübau, 
Müglitz (Zinburg 29. Juni), Neutitschein (Otto 5. Juni, 2. August), 
Nikolsburg (5, Anf. 6 und wieder 7, 8 allenthalben häufig), 
Fulnek (Ende 5, Anf. 6 und Ende 7, 8 nicht selten). 

Raupe an Thymus, Origanum, Mentha und Achillea, ver- 
puppt sich am Boden zwischen Blättern in einem losen Gespinste. 

50. violata Thnbg. var. decorata Bkh. (3097). 

Brünn (G. 5 und 7, auf der Karthäuser Waldwiese, bei 
Obrzan, am roten und Spielberg), Nikolsburg (5 — 7 vereinzelt 
am Galgen-, Muschel- und heiligen Berg). Raupe an Thymian, 
vom Herbst ab überwinternd bis 4, wahrscheinlich auch im 6. 
Verpuppt sich unter Moos in einem leichten Gespinste. 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 9 



130 



CodOnia Hb. (Ephyra Dup ). 

51. pendularia Cl. (3108). 

Brünn (G. 4, 5 dann 7, 8 im Schreibwalde häufig), Olmütz 
(Bahr) ; Mähr.-Trübau, Nikolsburg (5 und 7, 8, selten auf dem 
Muschelberge). Fulnek (5 bis 6 und 8 in Jogs Busch häufig), 
Ostrau (Waw.). 

Raupe im 6 und 8, 9 auf Eichen, Birken und Erlen. Ei- 
beschreibung in Kranchers Jahrbuch 1912. Gürtelpuppe an Blättern. 

52. albiocellaria Hb. und gen. aest. therinaria Bastelb. (3110). 
Brünn (Dol. in 2 Gen. im Waldgebiet; sehr kurz und 

unklar). 

Raupe besonders an Ahornhecken (Acer campestre). 

53. annulata Schultze (3111 \ 

Brünn (G. 4, 5 und 7 in Auen und Bergwäldern, auch im 
Obrzaner Tale, selten), Nikolsburg (1 etwas abgeflogenes Stück 
am 2. Juni unterm hohen Eck). 

Raupe auf Acer campestre, Birken, Weiden etc., die Blätter 
abschälend. 

54. porata F. (3113). 

Brünn (Kupido 4, 5 und 7, 8 im Schreibware, Satory 
ebendaselbst), Mähr.-Trübau, Nikolsburg (5 und 8 am heil. Berg 
und im Hausgarten; die Sommerform visperaria Fuchs ist wohl 
bleicher aber nicht immer kleiner). Falnek (1 Stück am L2. Juli), 
Ostrau (Waw.). 

Eiablage am 21. Mai, Form oblong 1 : 2, auch 2 : 5, Scheitei- 
fläche nicht unerheblich breiter, Oberfläche dicht mit Grübchen 
bedeckt, glänzend, blaßgelblichgrün, später mattockergelb und 
rötlichgelb, am 27. Mai hellgraubraun, abends schlüpften die 
Räupchen, sie leben auf Eichen und Birken. 

55. quercimontaria Bastelbg. (3114). 

Brünn (im Schreibwalde > IX. Jahresbericht des Wiener 
entomol. Vereines Seite 5), Fulnek (einigemale den Falter im Mai 
und Juli, August in Jogs Busch). 

Raupe auf Eichen. 

56. punctaria L (3115). 

Brünn (G. 6 und 8 im Schreibwalde häufig), Olmütz (Bahr), 
M.-Trübau, Neutitschein, Nikolsburg (5, im Jahre 1909 bis Mitte 
6 und 7, 8 auf dem heiligen und Muschelberge, auch im Haus- 



131 



garten etc., nicht gerade häufig). Fulnek (Jogs Busch häufig 
5—6 und 7—8), Ostrau (Waw.). 

Raupe auf Eichen und Birken, Gürtelpuppe an Blättern. 

57. linearia Hb. und gen. aest. strabonaria Z. (3117). 
Brünn (Gärtner im 5 und 8 nicht selten), Mähr.-Trübau 

(Wing. 6 und 8, Eichwaldrand), Sternberg (Satory 7), Nikolsburg 
(1 Stück am Muschelberg im 6). 

Raupe auf Eichen, Buchen (Fagus sylvatica) und Heidel- 
beeren. 

Rhodostrophia Hb. 

58. Vibicaria Cl. (3122). Purpurstrich. 

Brünn (G. 5 nnd 7 an Berghängen nicht selten), Mährisch- 
Trübau (Wing. 6, 7 beim Hückerl), Muglitz (Zinburg 26. Juli), 
Sternberg (Satory 7), Neutitschein (Otto 23. Juni), Friedland, 
Kremsier (21. Juni), Liliendorf (7), Klentnitz (Sterzl 14. Juli). 
Nikolsburg (von 6-8 nahezu ununterbrochen, im Jahre 1909 
defekt noch am 2. Septemher am Köder, überall häufig, besonders 
in der Dämmerung, auch am Licht), Fulnek (im Jahre 1912 im 
Juni bei Jogs Busch und oberhalb Pollak, selten). 

ab. strigata Stgr., bei Nikolsburg selten unter der Art. 

Raupe auf niederen Pflanzen, wie Besenginster (Sarothamnus 
scoparius), Genista tinctoria, Tanacetum vulgare, Vacc. myrtillus, 
Calluna, Cytisus nigricans und anderen, Wingelmüller fand sie 
an Schlehen. Verpuppung an der Pflanze. 

Timandra Dup. 

59. amata L. (3139). 

Ueberall häufig, im 5 ev. auch noch im 6 und von 7 bis 
in den 9, besonders in der Dämmerung und am Licht, weniger 
am Köder. 

Eibeschreibung in der Gub. int. ent. Z., 3. J., Nr. 42. Raupe 
im 6 und 8, 9 an Polygonum und Rumex, Atriplex und Cheno- 
podium. Verpuppung an den Blättern zwischen einigen Fäden. 

Lythria Hb. 

60. purpuraria L. (3147), Purpurspanner. 

Von 5 — 8 in zwei oft ineinander übergehenden Generationen 
im ganzen Lande verbreitet und meist häufig. 

9* 



132 



gen. vern. rotaria F. kleiner, Vorderflügel grüngrau, z. B. 
von Nikolsburg. 

ab. abstinentaria Fuchs, ohne rote Querstreifen, Nikols- 
burg etc. 

ab. lutearia Stgr. ist eigentlich eine südliche Form, 1 cT 
von Nikolsburg, gehört aber doch wohl hieher. Vorderflügel ganz 
zeichnungslos hell ockerbraun, auch die Hinterflügel sind bleicher. 

Eibeschreibung siehe Kranchers Jahrbuch 1910. Raupe an 
Rumex acetosa, acetosella, Polygonum und Thymus. 

Ortholitba Hb. 

61. coarctata F. (3150). 

Brünn (G. im 7 in Bergwäldern, Otto 1. Juli bei Jundorf, 
Olmütz (Bahr), Flugzeit nach Berge-Rebel 5 und meist wieder 8. 
Raupe besonders auf Cytisus nigricans. 

62. plumbaria F. (3151). 

Im ganzen Lande von 5 — 8 in zwei Gen. verbreitet, aber 
nicht überall häufig, bei Nikolsburg geradezu selten. 

Raupe an Genista-Arten, Sarothamnus scoparius, Spartium, 
Calluna, Cytisus, Trifolium, im Herbst und nach der Ueber- 
winterung bis April. Verpuppung an der Pflanze. 

63. cervinata Schilf. (3152). 

Mähr.-Trübau, Ostrau (Wawerka). Flugzeit nach Berge- 
Rebel 8, 9. 

Raupe 6, 7 an Malven (Althaea rosea, Lavatera und An- 
deren), Verpuppung in einem leichten Gespinste an der Erde. 

64. limitata Sc. (3155). 

Ueberall im Berg- und Hügelland im 7, 8 nicht selten, bei 
Tag und in der Dämmerung, kommt auch ans Licht. 

Eibeschreibung dieser und der beiden Folgenden in der 
Gub. int. ent. Z., 3. J., Nr. 42. Raupe bis 6 auf Lathyrus pratensis, 
Lotus corniculatus, Bromus, Carex und anderen niederen Pflanzen. 

65. moeniata Sc. (3156). 

Brünn (G. 7 bis Mitte 8 im Schreib walde, bei Karthaus, 
auf der Kleidofka etc.), Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau (Wing. 7 
bei Undangs), Sternberg (Satory 7), Neutitschein, Friedland, 
Liliendorf (7), Nikolsburg (7, 8, im Jahre 1909 bis in den 9 am 
heiligen und Muschelberg), Fulnek (Jogs Busch im 8 nicht 
häufig), Zauchtel (Dr. Rebel häufig). 



133 



Raupe überwinternd bis 6 ; 7 auf Spartium und Ginster, 
Sarothamnus, Cytisus, Calluna. 

66. bipunctaria Schiff. (3174). 

Brünn (Dol. 7, 8), Mähr. -Rotwasser, Hohenstadt, Mährisch- 
Trübau (7), Sternberg (Satory 7), Neutitschein (Otto, einmal 
schon 16. Mai!) Liliendorf (7), Namiest, Nikolsburg (7, 8, im 
Jahre 1909 bis gegen Ende 9), Fulnek (Jogs Busch im 8), Ostrau 
(Waw.). 

Raupe bis 6 an Teucrium, Hippocrepis und and. niederen 
Pflanzen, wie Klee ; Gras und Thymus. 

Mesotype Hb. 

67. virgata Rott. (3180). 

Brünn (G. 5 und 8 beim Jägerhause häufig, Dol. 4, 5 
und 7, 8 auf Waldwiesen, Klentnitz (Sterzl 15. August), Nikols- 
burg (5 und 8 am heil. Berg, selten). 

Raupe im 6 und im Herbst auf Labkraut (Galium verum), 
sie verpuppt sich in der Erde. 

Minoa Tr. 

68. murinata Sc. (3183). 

Brünn (G. 5 — 9 an trockenen Hängen verbreitet und gemein), 
Mähr.-Trübau, Müglitz (16. Mai), Neutitschein, Nikolsburg 
(5 und 6 und wieder 8, cT bald dunkler, bald heller graubraun, 
9 ockergelb mit Stich ins Graue, mitunter sehr blaß. Insbe- 
sondere am heil. Berg bei Tag und in der Dämmerung sehr 
häufig), Fulnek (Hirschberg und in Jogs Busch im 5 und 8 7 
durchschnittlich dunkler wie Nikolsburger Falter). 

Ei und 1. Raupenstadium, siehe Kranchers Jahrb. 1910 und 
Gub. int. ent. Z., 3. Jahrg. Raupe im 7 und Herbst an Wolfs- 
milch (Euphorbia cyparissias), Verpuppung an der Erde in einem 
Gespinste. 

Odezia B. 

69. atrata L. (3191). 

Olmütz (Schellenberg Anfang 6 bei Mariental an feuchten 
Stellen auf Waldwiesen), Spiegl. Schneeberg (Wocke noch Ende 7), 
Rabenseifen (7), Neutitschein (Zirps, Otto 23. Juni), Friedland, 
wohl auch sonst im ganzen Gesenke, in den Beskiden und Kar- 
pathen verbreitet. Fliegt tagsüber. 



134 



Raupe im 5 auf Chaerophyllum, Bunium flexuosum, 
Anthriscus sylvestris und and. 

Lithostege Hb. 

70. farinata Hufn. (3195). 

Brünn (G. Ende 5 — 7 bei Kumrowitz, Obran und den Pul- 
vertürmen), M.-Trübau, Nikolsburg (Mitte oder Ende 5 bis gegen 
Ende 7 vorm Muschelberg, auf der Haidspitz, am heil. Berg, in 
der Dämmerung und am Licht, meist recht häufig). 

Eibeschreibung in Kranchers Jahrbuch 1910. Die Raupe 
wurde von Busse mit Sisymbrium officinale erzogen, wahr- 
scheinlich lebt sie an verschiedenen Kreuzblütlern, nach Krieg- 
hoff an Raphanistrum und Sinapis arvensis. 

71. griseata Schiff. (3197). 

Brünn (G. 5, 6 auch noch 7, verbreitet- und häufig, so am 
Spiel- und gelben Berg u. s. w.), Mähr.-Trübau, Neutitschein, 
Nikolsburg (5 ev. noch Anf. 6 unterm heil. Berg, in der Schanz- 
allee, im Hausgarten, besonders am Licht nicht selten). Ostrau 
( Wawerka). 

ab. brunnescens nom. nov. Vorder- und Hinterflügel nicht 
weißlichgrau, sondern hellgraubraun, letztere etwas heller, der 
Teilungsstrich ganz verschwunden oder nur sehr undeutlich ; auch 
unterseits nicht weißgrau sondern mehr bräunlich, von Nikolsburg. 
Uebergangsformen nicht selten. 

Raupe nach Gärtner im 7, 8 an Sisymbrium sophia, be- 
sonders nachts die Samen fressend, Verwandlung in der Erde. 
Nach Höfner auch mit Erysimum cheiranthoides erzogen. 

Anaitis Dup. 

72. praeformata Hb. (3218). 

Ausschließlich in den gebirgigen Landesteilen. Brünn (Ku- 
pido im 6 bei Wranau ; Dol. 6, 7), Mähr.-Rotwasser, Neutitschein, 
Friedland, wohl auch in den Sudeten. Flugzeit nach Spuler im 7, 
nach Berge-Rebel in 2 Generationen von Ende 5 — 9. Unter- 
scheidet sich von der Folgenden durch die dunkle Ausfüllung der 
Querstreifen, welche auf der mittleren Binde bis zur Flügelmitte 
reicht. 

Raupe an Hypericum perforatum, überwinternd bis 5, 6. 
Hierzulande wurde eine 2. Generation noch nicht beobachtet. 
Verwandlung an der Erde. 



135 



73. plagiata L. (3220). 

Im ganzen Lande häufig. Die Angaben über die Flugzeit 
sind jedoch nicht ganz genau, so läßt sie Doleschall 6, 7 fliegen, 
Gärtner von 6 — 8, Otto fing sie bei Brünn und Neutitschein schon 
im 5, Satory während seines Sommerlandaufenthaltes an mehreren 
Stellen im 7. Ueber das Vorkommen einer 2. Generation wird 
nichts erwähnt. Ich fing den Falter bei Nikolsburg von Mitte 5 
bis Ende 6 und vom 8 bis in den 9. Die Falter dieser 2. Gen. 
sind durchschnittlich etwas kleiner und undeutlicher gezeichnet 
und werden vielleicht zu der „ab." pallidata Stgr. gehören. Auch 
bei Fulnek fing ich im heißen Jahre 1911 ein Stück der 2. Gen. 
am 24. August am Licht, es war schärfer gezeichnet wie Nikols- 
burger Falter. 

Raupe 6, 7 und von 9 oder Anf. 10 überwinternd bis 4 an 
Hypericum perforatum, an Blättern und Blüten, bezw. den Samen- 
kapseln. 

Ghesias Tr. 

74. rufata F. (3230). 

Brünn (Gärtner und Kupido als obliquata Fssl. im 4 nächst 
dem Jägerhause und am roten Berg). 

Raupe im 7, 8 auf Genista tinctoria, Sarothamnus scoparius 
und Cytisus- Arten, Verwandlung an der Erde. 

Lobophora Gurt. 

75. polycommata Schiff. (3236). 

Brünn (G. im 4; Dol. 4, 5). Raupe 5, 6, auf Lonicera 
xylosteum, Ligustrum vulgare, Eschen, nach Doleschall auch an 
Flieder. 

76. sertata Hb. (3240). 

Brünn (Dol. im Herbst), Mähr -Trübau, Muglitz, Neutitschein, 
Schellenberg fand sie Anf. 9 bei Mistek in Ahorngehölzen auf 
Anhöhen nicht selten, auch bei Mariental, Fulnek (im 9 einzeln 
am Schloßberg). Raupe im 5 auf Acer pseudoplatanus, anfangs 
in den Knospen, später zwischen zusammengezogenen Blättern. 

77. carpinata Bkh. (3241). 

Brünn (Kupido 4, 5 an Baumstämmen ; Dol.), Olmütz (Bahr, 
Schellenberg schon Ende 3, Anf. 4 bei Mariental), Littau (Schel- 
lenberg sehr häufig), Mähr.-Trübau, Neutitschein, Nikolsburg 



136 



(1 Stück). Fulnek (1 Stück am 27. März 1912, also außer- 
ordentlich frühzeitig, Ende April schon ganz abgeflogen). 
Raupe 6, 7 auf Sahlweiden, Espen, Geißblatt. 

78. halterata Hufn. (3243) grauer Lappenspanner. 

Brünn (Gr. 4, 5, zuweilen noch 6 im Czernowitzer W äldchen 
und bei der Brühl, Satory im Schreibwalde), nach Schellenberg 
in Nordmähren im 5, 6 überall in Laubgehölzen, M.-Trübau (5), 
Nikolsburg (4 bis gegen Ende 5 im Stadtwalde am Licht nicht 
selten). Fulnek (b. Jogs Busch im 5 einzeln). 

ab. zonata Thnbg., nicht so einfarbig, Mittelfeld heller; 
Nikolsburg, gewiß auch sonst. 

Raupe 8, 9 auf Weiden und Espen, Birken, Buchen, Linden. 

79. sexalisata Hb. (sexalata Retz). (3244). 

Brünn (Kupido 4, 5 im Schreibwalde, sehr selten ; auch von 
Satory erbeutet), Flugzeit nach Berge-Rebel 6, Wocke nimmt für 
das Flachland wahrscheinlich irrtümlich 2 Generationen an, 5 und 
7, 8, für das Gebirge nur eine im 6. Bei Brünn sollten danach 
2 Generationen vorkommen. 

Raupe im 8, 9, manchenorts vielleicht auch im 6 (?) an 
Weiden (und Pappeln), Verpuppung an der Futterpflanze in 
einem Kokon. 

80. appensata Ev. (3245). 

Brünn (Dol. im 5). Raupe im 7 an Actaea spicata, anfangs 
in den Früchten, später zwischen zusammengesponnenen Blättern. 

81. viretata Hb. (3246). 

Brünn (Gärtner 4, 5; Dol. auch in 2. Gen. im 8), Ostrau 
(Wawerka), Fulnek (1 Stück am 9. Mai 1912 in Jogs Busch von 
Fichten geklopft). 

Raupe im 6 auf Rainweide (Ligustrum vulgare), Rhamnus 
frangula, Cornus sanguinea und Viburnum, besonders in den 
Beeren (nach Höfner), auch an den Blütenständen. 

CbeimatObia Stpb. (Operophthera Hb.). 

82. boreata Hb. (3255). 

Wenig beobachtet. Brünn (Doleschall 10, 11), Mähr.-Trübau 
(10, 11), Neutitschein, Ostrau (Waw.). Raupe im 5, 6 auf Birken, 
Buchen, Sahlweiden und and. Laubholz, wurde auch schon an 
Heidelbeeren gefanden (Schellenberg). 



187 



83. brumata L. gem. Frostspanner (3256). 

Im ganzen Lande im 10 ; 11, im höheren Gebirge schon 
im 9, fliegt selbst bei einer Temperatur unter 0. In der Däm- 
merung, auch am Licht. 

Raupe im 5 an Laubholz (Buchen, Birken etc.) und Obst- 
bäumen, an Letzteren sehr schädlich ; sie spinnt Knospen und 
junge Blätter zusammen und verrät sich leicht hiedurch. Fritz 
HofFmann fand sie in großer Zahl an Heidelbeeren. Verpuppung 
in der Erde. 

Trlphosa Stpb. 

84. dubitata L (3259). 

Brünn (G. 7 — 10: Dol. fand sie überwinternd in den Kase- 
matten und in der Auslaßhöhle in Gesellschaften bis 4), Hohen- 
stadt (Nowak), Mähr.-Trübau (7), Muglitz, Neutitschein (Otto 
27. Oktober), Klentnitz (Sterzl 26. August am Licht), Nikols- 
burg (unterm heil. Berg im 8, erst 2 Stücke), Fulnek (von Anf. 
8 bis 9 in der Küche und im Keller mehrfach gefangen, u. zw. 
lebhaft und eintönig gefärbte Stücke). 

Raupe 5, 6 zwischen zusammengezogenen Blättern auf 
Schlehen, Rhamnus frangula, cathartica, Lonicera, Crataegus, 
Prunus domesticus, Traubenkirsche und and., verpuppt sich in 
der Erde. 

Eucosmia Stpb. 

85. certata Hb. (3264). 

Brünn (G. 3, 4 an Abhängen und Waldrändern, Satory 
im 5 am Spielberg), Mähr.-Rotwasser, Mähr.-Trübau (5), Neutit- 
schein, Fulnek (Kapuzinerberg, Ende 4 ganz def.). Flugzeit nach 
Berge-Rebel Ende 4, 5. » 

Raupe im 5, 6 auf Sauerdorn (Berberis vulgaris), zwischen 
schwach zusammengezogenen Blättern, ist durch Klopfen leicht 
zu erhalten. Die Puppe überwintert. 

86. undulata L. (3270). 

Brünn (Kupido einmal im 6 im Kiriteiner Walde; Dol.), 
Mähr.-Rotwasser, Mähr.-Trübau, Neutitschein (Otto 12. Juni), 
Nikolsburg (1 Stück im Stadtwalde), Fulnek (Schloßberg, einzeln 
Anf. 7), Friedland (Ende 7, Skala). 

Raupe im 9, 10 an Weiden (Salix caprea, alba) und mit- 
unter an Vaccinium myrtillus, zwischen zusammengezogenen 
Blättern. 



138 



Scotosia Stph. 

87. vetulata Schiff. (3278). 

Brünn (G. 4 und 6 im Czernowitzer Walde), Mährisch- 
Trübau, Neutitschein, Nikolsburg (1 Stück Ende 7 am Garten- 
zaune). Berge-Rebel 6, 7, Spuler 6, Korb 5 und 7. 

Raupe auf Rhamnus, nach G. 5 und 7, 8, nach B.-R. in 
einer Generation im Mai, zwischen zusammengesponnenen Blättern, 
verpuppt sich in der Erde. 

88. rhamnata Schiff. (3281). 

Brünn (Gärtner in 2 Gen. 4, 5 und 7, selten), Nikolsburg 
(1 Stück im Hausgarten). Flugzeit nach Berge-Rebel und Spuler 
6, 7, nach Korb 5 und 7. 

Raupe auf Schlehen und Rhamnus cathartica, nach Gärtner 
in zwei Gen. 5, 6 und 8, 9, nach Berge-Rebel eine Gen. 4, 5. 

Lygris Hb. 

89. reticulata F. (3287). 

Brünn (Otto im 6), Sternberg (Satory 7), Neutitschein (Otto 
15. Juli). 

Raupe im 9, 10 an der wilden Balsamine (Impatiens noli 
tangere), an Blättern und Samenkapseln, verpuppt sich in der 
Erde. 

90. prunata L. (3291) 

Brünn (G. Ende 7, 8 im Löschertale an Erlenstämmen, und 
in den Jundorfer Weingärten), Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau (8), 
Müglitz (Zinburg 7. August), Sternberg (Satory 7), Neutitschein, 
Rottalowitz, Namiest, Liliendorf (7), Nikolsburg (7, 8 selten, auf 
dem heil. Berg), Fulnek (am 15. Mai 1911 ein kleines, schon 
stark abgeflogenes Stück am Schloßberg, dann 7, 8 in Anzahl, 
auch im Hausgarten), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 5, 6 auf Schlehen und Ribes-arten (auch Him- 
beeren), verpuppt sich auf der Nahrungspflanze zwischen Blättern. 

91. testata L. (3292). 

Mähr.-Trübau (Czernys Cidaria achatinaria Hb.) selten, 
Ostrau (Waw.). Flugzeit nach Berge-Rebel 7 — 9. Raupe im 5, 6 
auf Weiden und Zitterpappeln, angeblich auch auf Birken, ver- 
puppt sich zwischen den Blättern der Futterpflanze. 

92. populata L. (3293). 

Brünn (G. 6, 7 hinter der St. Johannesquelle im Schreib- 
walde und im Morbeser Wäldchen, selten), Reschen (7), Schild- 



139 



berg, Rabenseifen (7), Altvater (Wocke 7) ; Spiegl. Schneeberg 
(Wocke) ? Mähr.-Trübau (7,8), Neutitschein (Zirps, Otto 11. Juli), 
Friedland, Ostrau (Wawerka). 

ab. musauaria Frr. stark verdunkelt, im Altvatergebiet 
(Wocke 6, 7 bei der Schweizerei), Götschmann an den Fenstern 
der Schäferei daselbst. 

Raupe 5, 6 auf Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus), angeblich 
auch auf Weiden und Pappeln, was aber von Gärtner bestritten 
wird. Verpuppung an der Erde oder zwischen Blättern. 

93. associata Bkh. (3294). 

Brünn (G. nur einmal im 6), Friedland. Raupe von 4 — 6 
auf Johannisbeeren, nur nachts fressend j verpuppt sich in der 
Erde. 

Larentia Tr. 

94. dotata L. (3300). 

Brünn (G. im 7 in lichten Waldungen, z. B. am Hadiberg, 
selten), Mähr.-Trübau (Wing. 7 auch am Köder), Neutitschein, 
Friedland, Liliendorf (7), Nikolsburg (Ende 6, 7 bisher nur am 
heil. Berg, selten), Fulnek (Jogs Busch im 7 nicht selten, auch 
auf dem Schloßberge). 

Zu meiner Eibeschreibung in der Gub. int. ent. Z., 3. J., 
habe ich nachzutragen, daß das Ei überwintert. Raupe im 5 an 
Labkraut (Galium verum) und Asperula, angeblich auch an 
Primeln, verpuppt sich an der Nahrungspflanze. 

95. fulvata Forst. (3302). 

Brünn (G. 6, 7 in Weißdornhecken, sehr selten), Olmütz 
(Schellenberg im 8 einzeln bei Mariental), Mähr.-Trübau (8) ; 
Neutitschein, Nikolsburg (im 6, 7 auf dem heiligen Berg, nicht 
häufig), Fulnek (Jogs Busch und Hausgarten im 7 einzeln), Fried- 
land b. M. (Ende 7, Skala). Raupe im 5 — 6 auf Rosen (Rosa 
canina), nach Dol. auch auf Schlehen, verpuppt sich in der Erde 
oder zwischen zusammengesponnenen Blättern. 

96. ocellafa L. (3304). 

Brünn (G. im Frühjahr und 7 verbreitet und häufig; Dol. 
im 8), Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau, Neutitschein (Otto 12. Juni), 
Friedland, Liliendorf (7), Nikolsburg (verbreitet und gemein von 
Ende 4 bis Anf. 6 und wieder Ende 7, 8 ; die dunkle Mittelbinde 
von sehr wechselnder Breite und Färbung, auch sonst die dunkle 
Zeichnung der Vorderflügel veränderlich). Fulnek (5 bis Ende 
8 überall häufig), Ostrau (Waw.), Roznau (Dr. Rebel). 



140 



Ei siehe Gub. int. ent. Z., 3. Jahrg. Raupe im 6 und von 
Ende 8, 9 auf Labkraut, sie überwintert in einem Erdgehäuse,, 
in welchem die Verpuppung im Frühjahr erfolgt. 

97. bicolorata Hufn. (3305). 

Brünn (Dol. 7), Olmütz (Bahr), M.-Rotwasser, M.-Trübau r 
Neutitsehein, Friedland, Mistek (Schellenberg 7 in der Dämmerung 
in Erlenbeständen fliegend), Liliendorf (7), Nikolsburg (1 Stück 
im 7 vor dem Wohnhause in der Fürstenallee), Roznau (Reb.). 

Es dürfte hierzulande bloß eine Gen. auftreten, wie es Wocke 
auch für Schlesien angibt. 

Raupe im 6 auf Erlen und Weiden, angeblich auch auf 
Rosen, Schlehen und Obstbäumen (Zwetschken), verpuppt sich 
zwischen Blättern der Nahrungspflanze. 

98. variata Schiff. (3306). 

Eine außerordentlich veränderliche Art. 

In Föhren- und Fichtenwäldern. Brünn (G. 6, 7 bei der 
Brühl, nicht häufig, nach Dol. 5 und 8, 9, Kupido 7 im Schreib- 
walde), Reschen (7 häufig), Rabenseifen (7 einzeln), M.-Trübau 
(7), Sternberg (Satory 7 einzeln), Neutitschein, Liliendorf (7 ver- 
einzelt). Fulnek (im Jahre 1911 im 5, Anf. 6, dann wieder 
Mitte 7 und 1 frisches Stück am 10. September; überall häufig), 
Ostrau (Waw.). 

ab. Stragulata Hb. Wurzel- und Mittelfeld schwärzlichgrau, 
letzteres jedoch mit breiter weißer Mittelbinde. Mähr.-Trübau, 
Neutitschein, Zauchtel (Prof. Dr. Rebel), Fulnek (am 10. Juli 
1912 auf dem Schloßberge ein schönes 9 mit stark reduzierter 
Mittelbinde). 

ab. obeÜSCata Hb. mehr bräunlich, insbesondere im Mittel- 
und Wurzelfelde ; Neutitschein, Liliendorf, Fulnek, Ostrau (Waw.). 

ab. SCOtica Stgr. 1 cT von Fulnek mit stark verdüsterten 
Vorderflügeln gehört hieher. 

Raupe auf Fichten und Föhren, von letzteren besonders die 
obeliscata-Form, Höfner vermutet sie auch auf Tannen ; Ver- 
wandlung in der Erde oder an derselben, Puppenruhe ca. 14 Tage. 
Eibeschreibung in Kranchers entom. Jahrbuch 1912. Die Be- 
schreibung der Pappe in Berge-Rebel ist etwas zu ergänzen, da 
der weißlichen Längsstreifen keine Erwähnung geschieht. Ich 
erhielt auch eine Puppe, deren Grundfärbung nicht wie gewöhnlich 
hellgrün, sondern schwarzgrün war, sie lieferte einen hellen Falter. 



141 



99. juniperata L. (3310). 

Brünn (G. Ende 8 — 10 in den Sobieschitzer Wäldern, sehr 
häufig), Mähr.-Trübau, Neutitschein, Friedland (Schellenberg im 
10 sehr gemein). Fulnek (Schießls Wald), Ostrau (Waw.). Nach 
Spuler 2 Gen. 7 und 9 — 10, offenbar unrichtig. 

Raupe von 7 ab meist gesellig am Wachholder (Juniperus 
communis), zwischen dessen Nadeln sie sich in einem leichten 
Gespinste verwandelt. 

100. siterata Hufn. (3313). 

Brünn (Gs. psitticata V.; im 6 und 9, 10, auch überwinternd, 
an Mauern und Baumstämmen, in der Czernowitzer Au nicht 
selten; G. nimmt also wohl irrtümlich 2 Gen. an, seine Junifalter 
dürften nur überwinterte Stücke sein), Olmütz (Prof. Dr. Kitt 
an Fichtenstämmen bei Schmeil), M.-Trübau (5), Neutitschein, 
Stramberg (Schellenberg im 9 in Laubgehölzen), Nikolsburg 
(1 S im 10 am Gartenzaune mit hoch erhobenem Hinterleibe 
sitzend), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 7, 8, nach Gärtner auch im 5, auf Linden, Eichen, 
Erlen, Birken, Obstbäumen, Ahorn, Schlehen und Rosen. Ver- 
wandlung in der Erde oder in Stammritzen. 

101. miata L. (3314). 

Im Gesenke (Wocke von 9 — 4), Mähr.-Trübau, Neutitschein, 
Mistek (Schellenberg vereinzelt im 10 am Licht). 

Raupe von 5 — 7 auf Eichen, Birken, Erlen, Weiden und 
anderen Laubbäumen, verpuppt sich in der Erde oder zwischen 
Moos. 

102. truncata Hufn. (3319). 

Brünn (Kupidos russata V. Ende 4 — 7 im Czernowitzer 
Walde und Löschertale; Dol. 6 und 8 auf Waldwiesen und an 
Waldrändern), Reschen (7), im Gebirge (Wocke 6 und 8), Mähr.- 
Rotwasser, Mähr.-Trübau, Sternberg (Satory 7), Neutitschein, 
Friedland (Schellenberg 6), Ostrau (Waw.). 

ab. perfuscata Hw. im höheren Gebirge (Wocke). 

Raupe von 8 ab überwinternd bis 4, 5 und im 7 an zahl- 
reichen Pflanzen wie Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren (Vacci- 
nium myrtillus), Geißblatt (Lonicera xylosteum), Weißdorn, Birken, 
Weiden, Heckenkirschen, Heidekraut (Calluna), Primeln, Storch- 
schnabel und anderen, verpuppt sich zwischen Blättern. 



142 



103. immanata Hw. (3320). 

Von der Vorigen oft kaum zu unterscheiden und von Vielen 
bloß als Abart derselben aufgefaßt. Brünn (Dol. 7, 8 auf Wald- 
wiesen), im Gebirge (Wocke einzeln unter der Vorigen), Hoch- 
wald und Friedland (Schellenberg verbreitet, aber selten, im 7, 
verspätete Tiere bis in den 9). 

Raupe auf Heidel- und Erdbeeren, überwinternd bis 5, 
Anfang 6, nach Spuler überwintert das Ei. Verpuppung zwischen 
Moos oder dürren Blättern. 

104. firmata Hb. (3324). 

Von der variata Schiff, var. obeliscata Hb. nach Berge- 
Rebel durch die doppelkammzähnigen Fühler des cT zu unter- 
scheiden. Brünn (G. 5 und 8, 9 häufig, an jungen Kiefern im 
Schreibwalde), Reschen (1 Stück im 8), Mähr.-Trübau, Ostrau 
(Waw.). 

Raupe im 4 und 7 auf Föhren, Verwandlung zwischen den 
Nadeln in einem leichten Gespinste. 

105. aptata Hb. (3331). 

Nach Berge-Rebel in den Alpen, Karpathen, Bosnien und im 
Böhmerwald. G. führt sie anscheinend irrtümlich als aptaria Hb. 
auf, und zwar soll sie im Czernowitzer Erlenwäldchen vorkommen. 
Czerny gibt sie für Mähr.-Trübau an, was eher möglich ist, auch 
in den rauheren Teilen der mähr. Karpathen und Beskiden wäre 
ihr Vorkommen möglich. Flugzeit von 6 — 8. 

106. olivata Bkh. (3322). 

Brünn (Kupido im Frühjahr? im Augarten; Dol. 7, 8), 
Olmütz (Kitt bei Schmeil), Mähr.-Trübau (Ranigsdorf nach Tuppy 
Ende 7), Sternberg (Satory 7), Friedland (Schellenberg im 6, in 
Holzstößen verborgen), Liliendorf (7), Fulnek (Schloßberg einzeln 
im 8), Zauchtel (Reb.) 

Raupe überwinternd an Labkraut, Verwandlung an Moos. 
Tagsüber ist die Raupe zwischen Steinen verborgen, nach Korb 
lebt sie an Eschen (?) 

107. viridaria F. (3333). 

Brünn (G. pectinataria Fssl., miaria V. 6, 7 am Waldrande 
vor Schebetein), Olmütz (Bahr, Schellenberg im 6 in Nadel- 
waldungen), Sternberg (Satory 7), Friedland (Schell, im 6), Nikols- 
burg (1 Stück im 7 unterm heiligen Berg), Fulnek (Jogs Busch 
und Schießls Wald einzeln Ende 6, Anfang 7), Ostrau (Waw.). 



143 



Eaupe überwinternd bis 5 an Galium, Rumex, Lamium, bei 
Tage versteckt; nimmt auch Wegerich und Hühnerdarm. 

108. turbata Hb. (3334). 

Nach Berge - Rebel in den Alpen und den Hochgebirgen 
Bosniens. Wurde von Schellenberg im 6 in Anzahl auf der Lyssa 
hora, 1 2 aber auch auf dem Wege von Friedland nach Hochwald 
gefangen. Eine Irrung ist in diesem Falle ausgeschlossen, das 
Vorkommen in den Beskiden jedenfalls sehr interessant. 

Die Raupe wurde mit Galium gezogen (Höfner). 

109. salicata Hb. (3340). 

Brünn (Gr. podevinaria H. S. im 4, 5 und 8), Mähr.-Trübau, 
Neutitschein, Friedland (Schellenberg in den Gebirgen). 

Raupe 6 und 10 an Galium verum, Verwandlung in einem 
Erdgespinste. 

110. fluctuata L. (3344). 

Ueberall häufig, bei Nikolsburg von Mitte oder Ende 4 bis 
Ende 5, Anfang 6 und von 7 bis Mitte oder Ende 9. 

ab. acutangulata Chr. Das dunkle Mittelfeld bis zum Innen- 
rande reichend, selten, z. B. bei Nikolsburg. 

Ei siehe Gub. int. ent. Z., 3. Jahrg. Raupe im 6 und von 
Ende 8 ab polyphag auf niederen Pflanzen wie Sisymbrium und 
mancherlei Cruciferen (Kohlarten, Meerrettig etc.). 

111. didymata L. (3358). 

In gebirgigen Gegenden. Brünn (Kupido 7, 8), Reschen (7), 
Mähr.-Trübau, Neutitschein, mit der Heidelbeere wohl in Nord- 
mähren verbreitet. 

Raupe im 4, 5 zumeist an Heidelbeeren (Vacc. myrtillus), 
Primula, Anthriscus, Cerastium arvense und anderen, sie verpuppt 
sich in der Erde in einem leichten Gespinste. 

112. cambrica Curt. (3359). 

Spieglitzer Schneeberg und Altvater (Wocke 6 und Anfang 7, 
selten), auf ersterem auch von Dr. Götschmann gefunden. Raupe 
8 — 9 auf Sorbus aucuparia, verpuppt sich in einem leichten Gespinste 
an der Erde. 

113. vespertaria Bkh. (parallelolineata Retz) (3360). 

Ein Bergbewohner. Brünn (Gärtner 8, 9 hinter Kohoutowitz), 
Reschen (8), Mähr. - Trübau, Sternberg (Satory 8), Neutitschein, 
dürfte in den Sudeten und Beskiden verbreitet sein. 



144 



Raupe 5, 6 auf niederen Pflanzen, auch Farren und Schlehen, 
Haseln, Pappeln etc., nimmt auch Löwenzahn; Verpuppung in 
der Erde. 

114. incursata Hb. (3361). 

Mähr.-Trübau, Friedland (Schell, im 6 in den Bergen), wohl 
auch im Gesenke. Flugzeit nach Spuler 5, 6 ausnahmsweise 
schon 10, 11. 

Raupe im 8 auf Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus und 
uliginosum), läßt sich auch mit Löwenzahn ziehen. Verpuppung 
an der Erde zwischen Blättern, zum Teile noch im Herbst, meist 
jedoch im Frühjahre (Spuler). 

115. montanata Schiff. (3363). 

Wie die Vorhergehenden eine Bergbewohnerin. Brünn (G. 
Ende 6 — 8 bei Lösch und hinter der Brühl auf Waldlichtungen), 
Olmütz (Kitt, Bahr), Mähr.-Rotwasser, im Gesenke (Kolenati 7 
auf der Hochschar, am Leiterberg und Altvater häufig; Wocke 
im 7 bei Karlsbrunn), Mähr.-Trübau, Neutitschein, Liliendorf (7), 
Fulnek (Schießls Wald einzeln schon im 6, Schloßberg im Jahre 
1912 im Juni häufig). 

Raupe überwinternd bis 5 an niederen Pflanzen wie Primeln, 
Labkraut, Rumex, Gräsern etc., bei Tage versteckt, Verpuppung 
in der Erde. 

116. suffumata Hb. (3367). 

Brünn (Otto Ende 4—6 im Schebetemer Walde), Mähr.- 
Trübau, Neutitschein (Otto 27. Mai), Friedland (Schellenberg im 
5 in Hochwaldungen), Nikolsburg (erst 1 Stück im 5 in 
der Klause). 

Raupe im 6, 7 auf Labkraut (Galium), verpuppt sich in 
der Erde. 

117. quadrifasciaria Cl. (3368). 

Brünn (G. 5, dann Ende 6, 7 am Schwarzamühlbache ; 
Dol. 5 und 8), Mähr.-Trübau, Neutitschein (Otto 4. Mai), Mistek 
(Schellenberg im 6), Nikolsburg (1 Stück unbekannt woher), 
Ostrau (Waw.). 

Raupe an Primeln, Lamium und anderen niederen Pflanzen, 
überwinternd bis 4, Anfang 5 und im 6, nimmt auch Salat, ver- 
puppt sich in der Erde. 

13 8. ferrugata Cl. (3369) 

Im 5 und 7, 8 im ganzen Lande verbreitet und häufig. 



145 



Eiablage am 19. Mai. Form oval ungefähr 3 : 5, auf der 
Scheitelfläche abgeflacht, mit winzigen Höckerchen dicht bedeckt, 
glänzend, blaßgelblichgrün, nach ca. zwei Tagen werden sie 
zuerst zitrongelb, dann nach und nach hellorangefarben, am nächsten 
Tage dunkelorangegelb, am 23. Mai sind sie ockerfarben, am 26. Mai 
sind sie grüngrau, am selben Tage schlüpfen die Räupchen, sie 
sind dunkelgraugrün mit rötlichbraunem Kopf. Sie leben Ende 5, 
6 und von 8, 9 ab überwinternd bis 4 an niederen Pflanzen, wie 
Alsine, Asperula, Labkraut, Ampfer, Daucus und anderen, verpuppen 
sich an der Erde oder in derselben. 

ab. spadicearia Bich. Das dunkle Mittelfeld mit hellen 
Querlinien, bei Brünn (Satory), Goldenstein (Zinburg), Neutitschein, 
Nikolsburg, Fulnek. Fritz Hoffmann und andere halten sie für 
eine eigene Art. 

119. unidentaria Hw. (3370). 

Von manchen nur für eine Abart der vorigen gehalten. 
Flugzeit des Falters, Aussehen und Lebensweise der Raupe gleich. 
Mähr.-Trübau, Neutitschein, Nikolsburg (im 5 des Jahres 1910 
am Gartenzaune), Fulnek (nicht selten), Friedland (Skala), 
Ostrau (Waw.). 

120. pomoeriaria Ev. (3373). 

Brünn (G. quadrifasciata Hb. im 4, 5 bei der St. Johannes- 
quelle; Dol. auch in 2. Gen. var. aestiva Fuchs im 7), Sternberg 
(Satory 7), Neutitschein, Friedland (Schell, im Gebirge 4, 5 
häufig), Liliendorf (2. Gen. im 7), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 6 und 8, 9 an wilden Balsaminen (Impatiens noli 
tangere) an der Blattunterseite, verpuppt sich an der Erde. 

121. designata Rott. (3374). 

In Waldgegenden. Brünn (G. propugnata V., schon 4. April 
im Czernowitzer Walde; Kupido 7; Otto 6; Dol. 5, 6 und 8), 
Mähr.-Trübau, Neutitschein. 

Raupe 7 und 9 auf Kohlarten, Vaccinium myrtillus und 
anderen; nach Korb überwintert die Raupe, was hierzulande 
nicht zutrifft. 

122. fluviata Hb. (3378). 

Brünn (G. im 10 und 11 an Mauern, sehr selten), Starn- 
berg (Schellenberg 1 Stück am 2. November an einem Baum- 
stamme), Hullein (1 Stück im 8 am Licht von Bohatschek 
gefangen). Eigentliche Heimat Südeuropa, wo sie in 2 Genera- 
tionen auftritt. 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. IQ 



146 



Raupe polyphag an Anthemis, Convolvulus und anderen 
niederen Pflanzen, wie Chrysanthemum, Senecio vulgaris. 

123. vittata Bkh. (3379). 

Gilt als Bewohner von Sumpfgegenden, wurde von mir in 
einigen Stücken bei Nikolsburg Ende 5 unterm heiligen Berg 
gefangen, wo von Feuchtigkeit keine Spur ist. Die 2. Generation 
(im 8) habe ich nicht angetroffen. Bei Brünn (im Schreibwalde) 
wurde 1 cT am 21. August 1898 von Satory gefangen. 

Raupe überwinternd bis in den 5 und voraussichtlich auch 
Ende 6, 7 auf Menyanthes trifoliata und Labkraut, verpuppt sich 
in einem leichten Gespinste am Boden. 

124. dilutata Bkh. (3380). 

Brünn (G. 10, 11 im Schreib- und Schebeteinerwalde an 
Baumstämmen), Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau, Neutitschein (Otto 
1. Oktober), Namiest, Nikolsburg (von Ende 9 ab im Stadtwalde 
nicht häufig). Im Gebirge erscheint die Art etwas früher wie in 
der Ebene (Wocke), Ostrau (Waw.), Goldenstein (Zinburg) 

ab. obscurata Stgr. Neutitschein, wahrscheinlich auch im 
Gesenke. 

Raupe auf verschiedenem Laubholz (Birken etc.), auch 
Schlehen und Haseln, Weißdorn, wilden Rosen, Sahlweiden, ver- 
puppt sich in der Erde. 

125. autumnata Bkh. (3381). 

Von Manchen nur für eine Form der Vorigen gehalten. 
Brünn (Dol. 8 — 10 an Waldrändern und Flußufern), Olmütz 
(Bahr), Neutitschein. 

Raupe, besonders auf Birken und Eichen, auch anderen 
Laubbäumen, selbst Lärchen, verpuppt sich in der Erde. 

126. caesiata Lang. (3385). 

In den rauheren Gebirgsgegenden verbreitet, so im Gesenke 
(Kolenati 7 am Leiterberg und Altvater; Wocke 7 bei Karls- 
brunn), Mähr.-Trübau (am Schönhengst), Neutitschein (in den 
Beskiden), Friedland (Schellenberg im 7 auf den Bergen, oft 
sehr häufig), wahrscheinlich auch am Iglauer Hochplateau. 

Raupe von 8 ab überwinternd bis 5 an Heidelbeeren, Ver- 
puppung zwischen Blättern der Futterpflanze. *) 

*) flavicinctata Hb. (3387). Nach Berge-Rebel in den schlesischen 
Gebirgen, voraussichtlich daher auch im Altvatergebirge und auf dem 
Spieglitzer Schneeberge. Raupe bis 5 an Saxifraga und Salix. 



147 



127. infidaria Lah. (3388). 

Nach Wocke im 7 im Wölfeisgrund unterm Spieglitzer 
Schneeberg, also hart an der mähr. Grenze; wahrscheinlich auch 
an anderen Orten im Gesenke. 

Raupe überwinternd an Saxifraga, Vaccinium, Lonicera etc., 
Wocke fand sie an Geranium robertianium, er fütterte sie auch 
mit Oxalis ; Verpuppung zwischen den Blättern der Futterpflanze. 

128. verberata Sc. (3398). 

Auch ein Gebirgsbewohner, doch von Satory auch bei Brünn 
gefunden, sonst im hohen Gesenke (Leiterberg und Altvater im 7 
nach Kolenati ; Wocke nicht selten, in den Tälern und Schluch- 
ten des Gebirges bis zum Altvater), Neutitschein (wahrscheinlich 
in den Beskiden). 

Raupe angeblich im 5, 6 auf Fichten, nach Höfner eher an 
Gräsern und Heidelbeeren. 

129. frustata Tr. (3410). 

Dieser hübsche Spanner ist bei Nikolsburg unterm heil. 
Berg recht häufig. Ende 4, 5, Anf. 6 und wieder Ende 7, 8 in 
der Dämmerung und am Licht; in manchen Jahren, so 1909, 
gehen beide Zeitformen in einander über (Flugzeit nach Spuler 
nur 7, 8 was also unrichtig ist.). Mitunter ist die gelbe Zeich- 
nung recht kräftig, in einem Falle ist das Grün durch graue 
Schuppen stark verdrängt. Raupe im 6, 7 und 8 — 10 an Lab- 
kraut, frißt nur nachts ; Verpuppung in der Erde. 

130. riguata Hb. (3417). 

Brünn (Kupido 7), Nikolsburg (Ende 4, 5 und 7 unterm 
heil. Berg und im Hausgarten in der Dämmerung und am Licht, 
nicht gerade selten). 

Raupe 6 und 8, 9 an Labkraut und Asperula. 

131. cucullata Hufn. (3432). 

Brünn (Kupido 5, 6 am Hadiberg, selten, Satory im Schreib- 
walde), Mähr.-Trübau, Ostrau (Waw.), Nikolsburg (1 Stück am 
19. Mai 1909 am Rande des Stadtwaldes am Licht, 1 sehr de- 
fektes am 16. Juli 1910 in der Spätdämmerung unterm heiligen 
Berg). Der Falter soll auch in 2. Gen. im 7, 8 auftreten. Raupe 
an Labkraut, besonders an den Blüten, Verpuppung in einem 
leichten Gespinste an der Futterpflanze oder an der Erde. 

132. galiata Hb. (3434). 

Brünn (G. 5, 6 und 8, sehr selten), Mähr.-Trübau (8), 
Neutitschein (Otto 16. Juni), Klentnitz (Sterzl 30. Juli), Nikols- 

10* 



148 



bürg (5 bis gegen Mitte 6, Ende 7, 8 besonders unterm heiligen 
Berg, auch im Garten, nicht häufig, an Zäunen und am Licht). 
Fulnek (einzeln im 8). 

Raupe Ende 6, 7 und 9 an Galium verum und mollugo, 
verpuppt sich an der Erde. 

133. rivata Hb. (3436). 

Brünn (Kupido, G. 6, 7 also in einer Gen., was gewiß un- 
richtig ist; Satory im 7 bei Kiritein, Otto 10. Mai), Mähr.-Trübau, 
Neutitschein (Otto 6. Mai), Nikolsburg (5 und 8, selten unterm 
heil. Berg am Licht), Fulnek (5 und 6 Schloßberg und Schießls 
Wald, einzeln). Raupe Mitte 6, 7 und 9 an Labkraut und an- 
deren niederen Pflanzen, Verwandlung in einem leichten Ge- 
spinste an der Erde. 

134. sociata Bkh. (3437). 

Im ganzen Lande verbreitet und häufig. 5, 6 und 8 (event. 
schon Ende 7, im Jahre 1910 bei Nikolsburg 1 defektes Stück 
schon am 29. April). 

Raupe Ende 6, 7 und wieder im 9 an Labkraut, Alchemilla 
und anderen niederen Pflanzen. Verwandlung meist in der Erde. 

135. unangulata Hw. (3438). 

Brünn (Dol. 6), Friedland (Schellenberg im 6 sehr vereinzelt 
auf Waldwiesen). Raupe im 8 an Stellaria (Alsine) media, Ver- 
puppung an oder in der Erde. 

136. picata Hb. (3439). 

Brünn (Dol. 5 und 7), Olmütz (Schellenberg im 7 bei 
Mariental, selten), Mähr.-Trübau. Raupe 6 und 8 polyphag an 
niederen Pflanzen, wie Stellaria media und anderen. 

137. albicillata L. (3442). 

Brünn (G. 5, 6 auf Lichtungen), Mährisch-Trübau (Ranigs- 
dorf Mitte 7 nach Tuppy), Sternberg (Satory im 7 vereinzelt), 
Neutitschein, Liliendorf (im 7, häufig), Ostrau (Waw.). 

Raupe 7 und ev. noch 9 an Brom- und Himbeeren, Ver- 
puppung in der Erde. 

138. procellata F. (3443). 

Brünn (G. 5 — 7 auf Waldlichtungen), Olmütz (Dr. Kitt ein 
Stück bei Großwasser), Nikolsburg (5 und 7 auf der Haidspitz 
in der Dämmerung nicht häufig; da ich dort im 6 kein Stück 
fing, so wäre eine 2. Gen. nicht unmöglich). 

Raupe auf Clematis vitalba, angeblich im 9, Verpupp ung 
in der Erde. 



149 



139. lugubrata Stgr. (3444). (transversaria Thnbg). 
Brünn (G. luctuata V. 6, 7 in Bergwäldern), Mähr.-Trübau, 

Friedland (Schellenberg im 6 auf abgeholzten Abhängen, auf 
welchen Epilobium angustifolium wächst, bei Tage fliegend, 
häufig), Spiegl. Schneeberg (Dr. Götschmann), nach Wocke im 
ganzen Vor- und höheren Gebirge im 5 und 7, 8 verbreitet und 
meist nicht selten. Raupe im 7 und 9, 10 an Epil. angustif., ein 
Teil überwintert; Verpuppung an der Erde, oder in derselben. 

140. hastata L. (3447). 

Brünn (G. 5, 6 in den Wäldern bei Eichhorn und am Bach 
der Schebeteiner Waldwiese), Olmütz (Bahr, Schellenberg im 6 
bei Mariental), Mähr.-Trübau (6), Neutitschein, Nikolsburg 
(1 Stück). 

var. Sllbhastata Nolck. kleiner und dunkler, im Gesenke 
(Wocke im 6 zwischen 2000 und 3500 Fuß häufig) vielleicht auch 
in den Beskiden. 

Raupe der Stammform zumeist an Laubholz, besonders 
Birken, die der var. subhastata besonders an Heidelbeeren (Vacc. 
myrtillus und uliginosum), Verpuppung zwischen leicht zusammen- 
gesponnenen Blättern am Boden oder in der Erde. 

141. tristata L. (3449). 

Brünn (G. von 4 — 8 am Hadiberge in mehreren ? Gen. ; 
nach Dol. richtiger 5 und 7), Mähr.-Trübau (5, 6), Neutitschein 
(Otto 28. Juni), Friedland, Stramberg (Bohatschek), Lilien dorf 
(1 Stück im 7), im Gebirge nach Wocke verbreitet 5 und 7, 8, 
Nikolsburg (unbekannt woher), Fulnek (1 def. Stück in Schießls 
Wald am 11. Juni, Jogs Busch 6. Juni). 

Raupe von 7 — 9 an Labkraut (Blüten und Blätter), Ver- 
puppung an der Erde oder in derselben. 

142. luctuata Hb. (3450). 

Brünn (Dol. in Schlägen 5 und 8), Olmütz (Schellenberg 
im 6 bei Mariental an Waldrändern, bei Tage fliegend, häutig), 
Fulnek (l Stück 4. Juni bei Schießls Wald) 

Raupe im 7 und 9 an Labkrautarten, verpuppt sich in 
der Erde. 

143. molluginatä Hb. (3454). 

Brünn (G. 6 und 8, also in 2 Gen. am Spielberg und hinter 
Kohoutowitz), Neutitschein (Otto 22. Juni), Friedland (Schellenberg 
im 6 auf Waldblößen), Nikolsburg (1 Stück am 20. Mai 1910 in 
der Dämmerung im Hausgarten). 



150 



Eiablage (1 Stückt am 20. Mai. Form eines Hühnereies ; glatt 
und glänzend, blaßgrünlichgelb ; tagsdarauf zitrongelb ? am 26. Mai 
schmutziggelb, am selben Tage schlüpft das Räupehen. Die 
Raupe nach Gärtner im 6, 7 und im 8, 9 auf Galium verum^ 
bei Tage an der. Erde versteckt; nach Berge-Rebel, für hiesige 
Verhältnisse gewiß unrichtig, im 8, und zwar auf Galium mollugo. 
Verwandlung in oder an der Erde in einem leichten Gespinste. 

144. affinitata Stph. (3455). 

Brünn (Dol. 6, 7), nach Berge-Rebel dagegen 5, 6. 

var. turbaria Stph. größer und heller am Leiterberg 
(Kolenati 7), am Spiegl. Schneeberg (Dr. Götschmann). 

Raupe von 7 oder 8 ab in den Samenkapseln von Lychnis 
diurna und and. 

145. alchemillata L (3456). 

Brünn (G. rivulata V. im 4, 5 selten, nach Dol. 6, 7 jedenfalls 
in 2. Gen.), Mähr.-Trübau, Neutitschein (Otto 12. Mai, 21. Juli), 
Klentnitz (Sterzl), Fulnek (Ende 7, 8 am Licht im Hausgarten 
nicht selten, gewiß in 2. Gen.), Friedland b. M. (Ende 7, Skala). 

Raupe 6 und 8, 9 an Stachys und Galeopsis tetrahit, 
besonders an den Blüten und Samenkapseln, angeblich auch an 
Stachys sylvatica, verpuppt sich in den Samenkapseln, nach Korb 
dagegen in der Erde. 

146. hydrata Tr. (3457). 

Brünn (G. 4, 5 im Schreibwalde, am Schimitzer Berge, in 
Karthaus). 

Gärtner bringt auch eine ausführliche Beschreibung von 
Raupe und Puppe, die hier wiedergegeben sei. Raupe in der 
Jugend nackt, weiß, mit breitem Rückendurchschlag, der große 
Kopf, After- und Halsschild braun, letzteres geteilt, am Rücken 
braune Pünktchen. Erwachsen, dick, rötlichockergelb oder 
semmelgelb, mitunter schmutziggelb, Einschnitte und Seiten 
heller, Seitenlinie lichtgelb, darüber schräge Wülste, in diesen 
die schwarzen Lüfter, Bauch gelblich, Kopf dunkelbraun, Klauen 
bräunlich. Sie lebt im 6 bis in den 7 in den Samenkapseln von 
Silene nutans und Lychnis vi^caria; Verpuppung in einem Erd- 
kokon. Puppe kurz, dick, blaßbräunlich, Abdomen verdünnt, die 
breiten Flügelscheiden lassen vier Ringe frei, die Ringe sind 
braun gerandet, Luftlöcher und Kremaster braun, dieser kurz 
gestielt, in zwei geschwungene Härchen geteilt. 



151 



146 a. unifasciata Hw. (bifasciata Hw.) (3459V 

Ostrau (Waw.). Raupe 9, 10 in den Samen der Euphrasia- Arten. 

147. minorata Tr. (3463). 

Mähr.-Trübau, Friedland (Schellenberg 7), Ostrau (Waw.) ; 
im Gesenke (Wocke im 7 vereinzelt am Leiterberg), eine zweite 
Generation (im 9) bisher nicht beobachtet, es müßte denn das 
am 19. August 1911 am Licht in Fulnek gefangene hieher 
gehören. Raupe im 8, 9 in den Samen von Euphrasia officinalis, 
sie verpuppt sich an der Erde. 

148. adaequata Bkh. (3464). 

Brünn (G. blandiata V. im 5, 6 auf Waldwiesen, nicht 
gemein; Dol. 5 und 8) unterm Spieglitzer Schneeberg (Wocke 
Ende 7) Mähr.-Trübau, Liliendorf (1 Stück im 7), Klentnitz 
(Sterzl 29. Juli), Nikolsburg (5 und 7 unterm heil. Berg, selten), 
Fulnek (einzeln Mitte 7 bis Mitte 8 im Hausgarten am Licht, 
auch in Jogs Busch), Friedland b. M. (Ende 7, Skala). 

Raupe im 9, 10 und wohl auch im 6 an Augentrost (Eu- 
phrasia officinalis), u. zw. besonders an Blüten und Samen, sie 
verpuppt sich an der Erde. 

149. albulata Schiff. (3465). 

Brünn (Otto 5, 6 auf Waldwiesen ziemlich häufig), Neu- 
titschein (Otto 28. Mai, Zirps), Fulnek (im 5 allenthalben sehr 
häufig). Raupe 8 an Blüten und Samen von Rhinanthus, Ver- 
puppung in der Erde. 

150. testaceata Don. (3471). 

Brünn (Kupidos sylvata V. in lichten Wäldern ; Otto 20. Juni), 
Friedland (Benirschke). Fliegt nach Berge-Rebel 5, 6. Raupe im 
8, 9 an Erlen und Weißbuchen, verpuppt sich an der Erde 
zwischen Blättern. 

150 a. blomeri Curt. (3472). 

Sternberg (Satory im Juli 1907 in Obergrund 1 Stück). 
.Raupe im September auf Ulmen. 

151. obliterata Hufn. (3474). 

Brünn (G. heparata V. den ganzen Sommer hindurch häufig im 
Czernowitzer Erlenwäldchen ; Dol. 5 und 8), M.-Trübau, M.-Weiß- 
kirchen (Schellenberg in den Laubwäldern gemein, bei Tag fliegend), 
Nikolsburg (1 Stück im Stadtwalde), Fulnek (23. Juni bis 15. Juli in 
Jogs Busch), Friedland b. M. (Ende 7, Skala), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 6 und 9 auf Erlen und Birken, verpuppt sich in 
der Erde, oder an derselben zwischen Blättern etc. 



152 



152. luteata Schiff. (3475). 

Brünn (Gr. 5, ein defektes Stück noch am 27. Juli, in Laub- 
wäldern, wie im Paradieswalde ; Dol. 5, 6 luctuata Schiff, ist wohl 
nur ein Druckfehler), Olmütz (Schellenberg im 6 vereinzelt bei 
Mariental in den Laubwäldern), Fulnek (1 Stück am 15. Juli 
in Jogs Busch). 

Raupe 8, 9 auf Ahorn, weniger an Erlen und Birken. 

153. bilineata L. (3481). 

Im ganzen Lande verbreitet und häufig, in einer, in Süd- 
mähren mitunter in 2 Gen. Dol. gibt als Flugzeit für Brünn 5 
und 8 an, bei Nikolsburg trat z. B. im Jahre 1909 nur eine Gen. 
auf, von 6 bis Ende 8, im Jahre 1908 dagegen zwei, Ende 5, 6 
und 8 bis Ende 9. Die Art ist sehr veränderlich. 

ab infuscata Gmppbg. mit überwiegend verdunkeltem Mittel- 
feld, unter der Art, so bei Nikolsburg und Fulnek. 

Raupe von 8 ab überwinternd bis 4, aber auch im 6, 7 an 
niederen Pflanzen wie Löwenzahn, Labkraut, Hauhechel und 
anderen, tagsüber versteckt. Sie verpuppt sich in der Erde. 

154. sordidata F. (3485). 

Brünn (G. elutata V. im 5, 6 im Schreibwalde und Ochoser- 
tale, bei Tag an Felswänden sitzend; Dol. 6, 7), Reschen (7), 
Mähr.-Trübau, Sternberg (Satory 7), Altvater (Wocke 7 beim 
Ochsenstall und bei der Schweizerei), Spieglitzer Schneeberg 
(Wocke 7 bei der Schweizerei unter Steinen), Neutitschein, 
Mistek (Schellenberg im 7 oft sehr gemein, in allen möglichen 
Abarten, von den rotweißscheckigen und grünen, bis ganz ein- 
färbig dunkelschwarzgrau, zeichnungslos, also ab. infuscata Stgr.). 

Raupe nach Dol. anfangs in Sahlweidenkätzchen, später 
zwischen zusammengezogenen Blättern von Heidelbeeren, Weiden 
und Erlen, sie verpuppt sich in der Erde. 

155. autumnalis Ström. (3486). 

Brünn (Otto Ende 4, 5 im Schebeteiner Walde ; Dol. 5, 6 
und 8), M.-Trübau, Neutitschein (Otto 11. Juni), Nikolsburg 
(1 Stück 21. Juni 1909 abends auf der Haidspitz), Ostrau (Waw.). 

Raupe 6, 7 und 9 zwischen zusammengesponnenen Linden- 
und ErlenblätterD, wo sie sich auch verpuppt. 

156. capitata H. S. (3488). 

Brünn (Satory), Olmütz (Schellenberg bei Mariental), Ostrau 
(Waw.), Sternberg (Satory 7 vereinzelt), Mistek (Schell, ver- 
breitet), Mähr.-Trübau (Wing. 5 und 8, Bräuhausgarten). Nach 
Berge-Rebel 4, 5 und 8. 



153 



Raupe im 7 und 9 auf wilden Balsaminen (Impatiens noli 
tangere), nach Schellenberg in schattigen Wäldern, an der Blatt- 
oberseite sitzend. Verpuppung an oder in der Erde. 

157. silaceata Hb. (3489). 

Brünn (G. 5 und 7 im Czernowitzer und Schebeteiner Walde 
und am Hadiberg), Mähr.-Trübau (Ranigsdorf Ende 6, Anf. 7), 
Hochschar (Kolenati 7 häufig), Neutitschein (Otto 30. Juli). 

Raupe im 6 und 8 auf Epilobium und wilden Balsaminen, 
verpuppt sich an der Erde im Moose. 

158. corylata Thnbg. (3491). 

Brünn (G. im 5, 6 bei der St. Johannesquelle im Schreib- 
walde und im Löschertale ; nicht häufig), Littau (Schell, in Laub- 
wäldern gemein), Mähr.-Trübau, Mähr.-Rotwasser, im Gesenke 
(Wocke im 7 beim Ochsenstall), Neutitschein, Liliendorf, Nikols- 
burg (im Stadtwalde), Fulnek (5, Anf. 6 einzeln in Jogs Busch), 
Ostrau (Waw.). 

Raupe 9, 10 auf Linden, Birken, Schlehen, Espen und 
anderen, sie verpuppt sich meist zwischen zusammengesponnenen 
Blättern. 

159. badiata Hb. (3494). 

Brünn (G. 4, 5 am gelben und Hadiberg), Mähr.-Trübau, 
Neutitschein, Mistek (Schell, vereinzelt am Licht, Nikolsburg 
(1 Stück unterm heiligen Berg). 

Raupe im 5, 6 auf Rosen, verpuppt sich in der Erde. 

160. berberata Schiff. (3498). 

Brünn (G. 5, 6; Dol. 5 und 8), Mähr.-Trübau, Nikolsburg 
(1 Stück unterm heiligen Berg). Raupe im 6, 7 und Ende 8, 9 
auf Sauerdorn (Berberis vulgaris), verpuppt sich an der Erde 
zwischen Blättern. 

161. nigrofasciaria Goeze. (3500). 

Brünn (Kupidos derivata V. 1 Stück am 2. Mai; Dol. 4, 5), 
Olmütz (Kitt bei Schmeil), Mähr.-Trübau, Friedland, Nikolsburg 
(1 Stück unterm heiligen Berg), Fulnek (1 Stück am 15. Mai an 
der Bretterwand beim alten Friedhofe). 

Raupe im 6 an Rosen und Schlehen, Verwandlung an 
der Erde. 

162. rubidata F. (3502). 

Brünn (G. 5, 6 in Gebüschen am Hadiberg, selten), Mähr.- 
Trübau, Friedland (Schellenberg, Benirschke, selten), Nikolsburg 
(1 Stück am 20. Mai 1910 in der Dämmerung unterm heiligen 



154 



Berg), Fulnek (1 Stück am 29. Juni in Jogs Busch in der Spät- 
dämmerung). 

Raupe 8 an Labkraut und Asperula, verpuppt sich in 
der Erde. 

163. comitata L. (3503). 

Verbreitet und meist häufig. Brünn (G. 7, 8 ; Dol. 5, 6 und 
8; Otto 12. Mai, 18. Juli), Mähr.-Trübau, Neutitschein (Otto 21. Mai, 
16. Juli, Fräulein Ella Schuster am 26. August), Friedland, 
Mähr.-Ostrau (Schell. 7), Liliendorf (7), Nikolsburg (Mitte 7, 8, 
mitunter auch noch Anfang 9 an Planken, oft auch am Licht), 
Fulnek (Ende 7 einzeln). Nach Doleschalls und Ottos Angaben 
wären zwei Generationen anzunehmen. Bei Nikolsburg, wo die 
Art sehr häufig ist, habe ich dies nie konstatieren können, es 
stimmt auch nicht nach Berge-Rebel und Anderen. 

Ei und erstes Raupenstadium in der Gub. int. ent. Z., 3. Jahrg. 
Raupe Ende 8, 9 (nach Dol. auch im 7) auf Chenopodium und 
Atriplex, sie verpuppt sich in der Erde. 

Asthena Hb. 

164. candidata Schiff. (3505). Buchenspanner. 

Brünn (G. im 5 im Schreibwalde ; Dol. 5 und 7), Mähr.- 
Trübau, Neutitschein, Nikolsburg (5 und 7 im Stadtwalde nicht 
selten), Fulnek (Ende 5, 6 also in einer Generation bei Schießls 
Wald und unterm Schloß berg). 

Raupe im 6 und Ende 7, 8 auf Buchen, Hainbuchen und 
Birken sowie Haseln. 

165. anseraria H. S. (3507). 

Unterscheidet sich von der vorigen durch die deutlichen 
schwarzen Mittelpunkte aller Flügel, der vierte und fünfte Quer- 
streifen nicht dicht nebeneinander, die Fühler des cf kürzer 
bewimpert. Nikolsburg (5 und 7 mit der vorigen, seltener). 

Raupe im 6 und 8 auf Cornus sanguinea, Höfner vermutet 
sie auch auf der Buche. 

Tephroclystia Hb. (Eupithecia Curt). 

Diese Gattung ist noch recht mangelhaft durchforscht. 

166. oblongata Thnbg. (3511). 

Wohl im ganzen Lande im 5, 6 und 8, im Jahre 1909 gingen 
bei Nikolsburg beide Generationen in einander über. Die Aus- 
dehnung der dunklen Zeichnung ziemlich veränderlich. 



155 



Ei und erstes Raupenstadium in der Gub. int. ent. Z., 
3. Jahrg. Raupe im 7 und 9 polyphag auf Doldenblütern, Achillea, 
Senecio, Solidago, Artemisia, Scabiosa, Ononis, Galium, Succisa, 
Gnaphalium, Centaurea, Eupatorium etc. 

167. linariata F. (3520). 

Brünn (G. 6, 7 im Schreibwalde, selten), Ostrau (Waw.), 
Olmütz (Schellenberg im 6 bei Mariental) ; Mähr. - Trübau, 
Neutitschein, Nikolsburg (6, 7 mitunter in zweiter Generation im 
8 bis in den 9, besonders am heiligen Berg). Die Raupe fand 
ich im 7 und wieder im Herbst in den Blütenständen, bezw. in 
den Samenkapseln des Leinkrautes (Linaria vulgaris). *) 

168. laquearia K. S. (3523). 

Brünn (G. im 7 im Schreibwalde, sehr selten), Ölmütz 
(Schell, im 6 bei Mariental). Raupe im 8, 9 an Blüten und Samen 
von Euphrasia und in den Kapseln von Rhinanthus minor. 

169. irriguata Hb. (3531) 

Schellenberg fand bei Hochwald 1 Stück an einem Linden- 
stamme. Fliegt nach Spuler und Berge-Rebel im 3, 4, nach Korb 
im 6 (?). Raupe im 5, 6 auf Eichen und Buchen. 

170. pusillata F. (3535). 

Brünn (nach Gärtners Sammlung), Mähr.-Trübau, Friedland 
(Schellenberg im 4, 5 in allen Nadelholzwaldungen, an Baum- 
stämmen, gemein), Nikolsburg (1 Stück im 5 am Licht unterm 
heiligen Berg), Fulnek (im 5 allenthalben häufig), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 7, 8 auf Fichten, Lärchen, Kiefern, wohl auch 
Tannen und Wachholder. 

171. indigata Hb. (3537). 

Mähr.-Trübau, Mistek (Schell, im 6 in Nadelwäldern, selten), 
Fulnek (1 Stück am 15. Mai in Jogs Busch). 

Raupe im 7, 8 auf Föhren (Pinus sylvestris), auch Lärchen, 
anfangs an den Blüten, später an den Nadeln. 

172. strobilata Bkh. (abietaria Goeze). (3538). 

Diese und die folgende Art werden vielfach verwechselt. 
Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau, Mistek (Schell. 6 in Nadel- 
wäldern, häufig), Fulnek (17. Mai am Hirschberg, häufig). 

*) pyreneata Mab. kommt in Mähren, beziehungsweise bei Nikolsburg 
nicht vor. Die gegenteilige Angabe meines Freundes Fritz Hoffmann in 
seiner interessanten, mühevollen und in jeder Hinsicht nachahmenswerten 
Zusammenstellung über die Tephroclystien beruht auf* Verwechslung mit 
linariata F. 



156 



Raupe im 7, 8 in den Chermesgallen der Fichten, durch den 
denselben meist anhaftenden Raupenkot zu erkennen. 

173. abietaria Goeze. (togata Hb.) (3539). 
Mähr.-Trübau. Raupe im 7, 8 in den unreifen Zapfen von 

Tannen und Fichten, sie verpuppt sich an der Erde, nach Korb 
dagegen in den Zapfen. Diese Art ist durchschnittlich größer 
wie die vorige, die Wellenlinie vor dem Saume nicht verloschen 
wie bei strobilata, sondern scharf zackig. 

174. jnsigniata Hb. (3541). 

Brünn (G. 5, 6 im Schreibwalde, selten). 

Raupe im 6, 7 auf Apfelbäumen, weniger an Kirschen,, 
Weißdorn und Schlehen, sowie Rubus-Arten. Verpuppt sich an 
der Erde. 

175. venosata F. (3543). 

Brünn (G. im 5 im Schreibwalde, selten), Starnberg 
(Schellenberg im 6), Nikolsburg (im 5 am Licht unterm heiligen 
Berg). 

Die Raupe fand Schell, im 8 in den Samen von Silene 
nutans, nach G. bereits Ende 7 an Lychnis viscaria und Cucu- 
balus beben, in der ersten Jugend im Inneren der Samengehäuse, 
später außerhalb derselben und nur abends an den Samen 
fressend, sie verpuppt sich in der Erde oder an der Nahrungs- 
pflanze. 

176. pimpinellata Hb. (3553). 

Brünn (Dol. 5, 6) nach Berge-Rebel Ende 6, 7. 

Raupe nach Dol. von 8 bis in den Herbst an Biberneil,. 
Schafgarbe, Peucedanum, Solidago, besonders an Blüten und 
Samen. 

177. expallidata Gn. (3558). 

Mistek (Schellenberg im 6). Raupe nach Berge-Rebel im 8, 9 
an den Blüten der Goldrute (Solidago virgaurea), Schell, fand sie 
an Lysimachia. 

178. assimilata Gn. (3559). 

Brünn (Dol. 6 — 8), Fulnek (im Juli einzeln am Licht), 
Ostrau (Waw.). Die Raupe fand Dol. im 5, 6 auf Hopfen und 
Johannisbeeren, nach Berge-Rebel auch im 9, 10. 

179. absinthiata Cl. 

Brünn (G. 6, 7; Dol. 7, 8), Fulnek (14. August am Licht). 
Raupe 8 — 10 an Artemisia, Achillea, Cannabis, Solidago, Senecio, 
Eupatorium, Tanacetum und anderen, an den Blüten. 



157 



180. denotata Hb. (3563). 

Brünn (G. im 6, 7 in den Schebeteiner Wäldern ; Dol. 5, 6). 

G. fand die Eaupe ganz erwachsen am 28. Juli in den 
Blüten der Campanula trachelium, sie nahm weiter keine Nahrung 
an, verpuppte sich aber erst nach einigen Wochen. Nach Berge- 
Rebel im 4 und 9 in den Kapseln von Campanula-Arten und 
Phyteuma (in 2 Gen. oder überwinternd?) Dol. im 8, 9. 

181. actaeata Waldsdf. (3565). 

Olmütz (Schellenberg im 6 an Waldrändern bei Mariental), 
Wocke fing 1 Stück im 7 im Wölfeisgrund unterm Spiegl. Schnee- 
berg und nimmt an, daß sie mit der Futterpflanze im ganzen 
Gebirge verbreitet sein dürfte. 

Raupe im 8, 9 auf Actaea spicata. 

182. albipunctata Hw. (3567). 

Brünn (Dol. 5), Nikolsburg (5 — 8 unterm heiligen Berg am 
Licht nicht häufig; im Jahre 1909). 

Raupe 8, 9 an den Blüten und Samendolden von Angelica, 
Peucedanum, Heracleum und and. 

183. vulgata Hw. (3569). 

Friedland, Nikolsburg (5, 6 unterm heil. Berg am Licht, 
häufig), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 7, 8 an abgestorbenen Blättern von Rubus, Silene, 
Crataegus, Prunus, Solidago und anderen, unter Reisig verborgen. 

184. virgaureata Dbld, (3571). 

Nach Schellenberg bei Mistek und Mähr. -Weißkirchen 
sehr gemein. Flugzeit nach Berge-Rebel Ende 3, 4 und meist 
wieder im 8. 

Schell, fand die Raupe im Spätherbst an Blüten und Samen 
von Solidago, sonst wurde sie an Senecio, Artemisia absinthium 
Eupatorium, in 2. G. auch an Schlehen und Weißdorn gefunden. 

185. lariciata Frr. (3574). 

Mähr.-Trübau, Fulnek (1 Stück am 19. Juni am Schloß- 
berg); Flugzeit 4—6. Raupe im 8 auf Larix europaea und 
Juniperus. Die Art wird wohl mit der Lärche verbreitet sein. 

186. castigata Hb. (3575). 

Brünn (Kupido 5, 6 am gelben Berg), Nikolsburg (1 Stück 
am 10. Juli 1909), Mähr.-Trübau (Ranigsdorf nach Tuppy Mitte 7 
nicht selten), Fulnek (21. Juni Schloßberg). Raupe von 7 — 9 
polyphag an den Blüten von Achillea, Hypericum, Galium, Senecio, 
Epilobium, Ononis, Scabiosa, Hieracium, Solidago und anderen. 



158 



187. subnotata Hb. (3580). 

Brünn (G. 1, 8 am gelben Berg), Nikolsburg (7, 8 mitunter 
bis in den 9, in der Dämmerung an Phlox, und am Licht, 
häufig), Ostrau (Waw.), Fulnek (1 Stück am 11. Juli im Haus- 
garten). 

Eiablage in größeren Partien am 17. August. Form länglich- 
rund (ungefähr 3 : 2), seitlich oft eingedrückt, mit sehr feinen, 
bei 35facher Vergrößerung kaum bemerkbaren Grübchen bedeckt, 
stark glänzend, ockergelb, nach 6 Tagen schmutzigbraun, tags- 
darauf grau, dann hell mit dunklem Kern und starkem metallischem 
Silber- und violettem Glanz, am gleichen Tage schlüpfen die 
Räupchen. Sie leben an den Samen von Chenopodium und 
Atriplex. Verwandlung an der Erde. 

188. veratraria H. S. (3591). 

Im Gesenke und am Spiegl. Schneeberg (Wocke 6, 7, selten). 
Raupe an Blüten und Samen von Veratrum album, nach Wocke 
in einem leichten Gespinste. 

189. satyrata Hb. (3595). 

Mähr.-Trübau, Neutitschein. Flugzeit nach Berge-Rebel 5, 6 
überall in Mitteleuropa eine der häufigsten Tephroclystien. Die 
sehr veränderliche Raupe im 7, 8 polyphag an niederen Pflanzen 
(Galium, Centaurea, Thymus, Epilobium, Polygonum, Vaccinium, 
Cirsium, Senecio, Solidago und anderen, besonders an den Blüten. 

190. silenata Stndf. (3596). 

Altvater und Kessel im Gesenke (Wocke 5), Strambevg 
(Schellenberg 5). 

Raupe an den Samen und Blättern von Silene inflata, nach 
Schell, auch nutans. 

191. succenturiata L. (3600). 

Brünn (Otto 5, 6, Satory im Schreibwalde), Schell, fand sie 
bei Mistek und Mähr.- Ostrau im 6. 

ab. (vaiv?) subfulvata Haw. 1 Stück bei Nikolsburg am 
10. August 1909 am Licht im Hausgarten; Fulnek (5. August 1911 
abends am Schloßberg). 

Raupe 8 — 10 an Artemisia vulgaris, Achillea millefolium, 
Tanacetum, Anthemis und anderen. 

192. millefoliata Rössl. (3603). 

Falter nach Berge-Rebel von 6 — 8. Schellenberg fand bei 
Mistek die Raupe im Spätherbste an Schafgarbenblüten (Achillea 
millefolium). 



159 



193. scabiosata Bkh (3604). 

Olmtitz (Schellenberg im 6 auf Waldwiesen bei Mariental), 
Mähr.-Trübau. Ob Kupidos subumbrata W. V. hieher gehört, er- 
scheint zweifelhaft, weil er als Futterpflanze Fichte angibt, viel- 
leicht meint er pusillata F. Fulnek (Ende 5, Anf. 6 Jogs Busch, 
einzeln), Nikolsburg (17. Mai am Licht). 

Raupe im 8 auf Pimpinella ; Scabiosa, Solidago, Bupleurum, 
Chrysanthemum, Centaurea, Hypericum, Origanum, Euphrasia und 
anderen, besonders an den Blüten. 

194. impurata Hb. (3607). 

Mähr.-Trübau, Mistek (Schellenberg im 7 am Licht). Raupe 
im 8 auf der Glockenblume (Campanula rotundifolia und pusilla), 
besonders an den Blüten, nach Höfner auch an Thymus. 

195. semigraphata Brd. (3608). 

Stramberg (Schellenberg im 8, sehr selten). Raupe im 9 in 
den Blüten von Calamintha nepeta und Thymus serpyllum. 

196. plumbeolata Hw. (3623). 

Olmütz (Schellenberg im 6 in Laubholzlichtungen bei Marien- 
tal, wo Melampyrum wächst, an einzelnen Stellen häufig), Mähr.- 
Trübau. 

Raupe im 9 an den Blüten von Melampyrum, Rhinanthus, 
angeblich auch Calluna. 

197. isogrammaria H. S. (3625). 

Brünn (Kupido 6 — 8 im Schreibwald, nicht selten), Nikols- 
burg (Ende 5 und 6, vereinzelt unterm heiligen Berg). 

Raupe Ende 7, 8 an Waldrebe (Clematis vitalba), und zwar 
in den Blütenknospen. 

198. valerianata Hb. (3626). 

Mähr.-Trübau, Neutitschein. Flugzeit nach Berge Rebel 5, 
6. Raupe im 7, 8 an Blüten und Samen des Baldrians (Valeriana 
ofFicinalis). 

199. tenuiata Hb. (3630). 

Brünn (von G. irrtümlich als inturbata Hb. angeführt, im 
Schreibwalde von Mitte 6 ab), Olmütz (Bahr), Neutitschein, Ful- 
nek e. 1. im Mai ; Raupe am Schloßberg). Flugzeit nach Berge- 
Rebel 7. 

Raupe 3, 4 in Sahlweidenkätzchen, verpuppt sich in der 
Erde, oder an derselben. 



160 



200. inturbata Hb. (8631). 

Mähr. -Trüb au, Nikolsburg (6, 7 vereinzelt am Rande des 
Stadtwaldes und in der Schanzallee). Raupe im 5 an den Blüten 
von Acer campestre. 

201. nanata Hb. (3634). 

Brünn (G. 5, 6 und wieder 8, z. B. am roten Berg, Satory 
21. Juli), Neutitschein, Mistek (Schellenberg), Nikolsburg (von 
5 — 7 am Licht nicht selten), Fulnek (im 5 am Kapuzinerberg, 
einzeln an Zäunen und am Licht). 

Raupe im 6 und 8, 9 an Calluna vulgaris und Erica carnea 
(an den Blüten und Blättern). 

202. innotata Hufn. (3636). 

Brünn (G. 5, 6 verbreitet und häufig), Nikolsburg (5, Anf. 6 
am Licht unterm heiligen Berg). Raupe im 8, 9 an Artemisia 
campestris. 

203. exiguata Hb. (3650). 

Brünn (Dol. 5, 6), Mähr.-Trübau. Raupe Ende 7—9 auf 
Sauerdorn, Weißdorn, Ahorn, Eschen, Weiden ; Sorbus, Ribes, 
nach DoL auch Schlehen. 

204. lanceata Hb. (3653). 

Brünn (Dol. bei Wranau in Nadelwäldern, selten), Olmütz 
(Schellenberg im 4 bei Mariental), Mähr.-Trübau, Fulnek (1 ab- 
geflogenes Stück am 19. April 1912 am Schloßberg). 

Raupe im 6 an jungen Trieben von Fichten, Tannen und 
Lärchen, nach Höfner auch an den weiblichen Blüten. 

205. sobrinata Hb. (3656). 

Brünn (Dol. 8, 9 auf trockenen Waldwiesen), Friedland 
(Schellenberg die Raupe oft in Menge). Raupe im 5 ; 6 auf Juni- 
perus communis, besonders an den Blüten. 

206. pumilata Hb. (3658). 

Neutitschein (Zirps), nach Berge-Rebel im 4 und 7, 8. Raupe 
im 5 und 9 an den Blüten von Clematis, Sorbus, Crataegus ; 
Calluna, Genista, Arbutus, Euphrasia und anderen. 

Chloroclystis Hb. 

207. coronata Hb. (3659). 

Olmütz (Bahr), Flugzeit nach Berge-Rebel 5, 6. 

Raupe im 8 ; 9 auf Waldrebe (Clematis), Rainweide (Ligustrum), 
Eupatorium, Lysimachia, Solidago, Lythrum, Achillea, Artemisia, 
Sambucus etc., besonders an den Blüten. 



161 



208. rectangulata L. (3660). 

Brünn (G. 5 — 7 in Obstgärten an Mauern und Bretterwänden), 
Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau, Neutitschein (Otto 7. Juni), Nikols- 
burg (unterm heiligen Berg), Fulnek (28. Juni im Hausgarten). 

ab. nigrosericeata Hw. dunkel, nur die Wellenlinie grün ; 
Olmütz (Professor Dr. Kitt bei Schnobolin). 

Raupe im 4, 5 in den Blüten von Apfelbäumen, Prunus 
padus, Birnbäumen, Quitten und Zwetschken, zuweilen schädlich. 

209. debiliata Hb. (3661). 

Brünn (G. 6, 7 auf der Kleidofka, selten), Nikolsburg (im 
6 auf dem Muschelberg und der Haidspitz am Licht, selten), 
Fulnek (1 defektes Stück Mitte 6 im Hausgarten). 

Raupe im 5 auf Heidelbeeren, wahrscheinlich auch an an- 
deren Pflanzen, da es Heidelbeeren bei Nikolsburg nicht gibt. 

210. chloerata Mab. (3662). 

Brünn (Dol. 6, 7), Olmütz (Bahr), Fulnek (1 sehr defektes 
Exemplar am 11. Juli 1912 unter Jogs Busch). Raupe Ende 4, 
5 an Schlehen, besonders an den Blüten, auch an Traubenkirschen. 

Gollix Gn. 

211. sparsata Tr. (3665). 

Olmütz (Schellenberg wiederholt im 6 bei Mariental an feuch- 
ten Waldstellen). Ostrau (Wawerka). 

Raupe im 8, 9 an Lysimachia vulgaris, Verpuppung meist 
an der Erde zwischen Blättern. 

Phibalapteryx Stph. 

Besonders gut in der Nikolsburger Gegend vertreten. 

212. polygrammata Bkh. (3666). 

Brünn (G. im 5, wohl überwintert, und 8, 9 im Czerno- 
witzer Walde). 

Raupe im 7 auf Labkrautarten, sie verpuppt sich in der 

Erde. 

212 a. aquata Hb. (3670). Nach Wawerka im Ostrau-Kar- 
winer Kohlengebiet vorkommend. 

Raupe an der Waldrebe (Clematis vitalba). 

213. vitalbata Hb. (3671). 

Mähr.-Trübau, Nikolsburg (5 bis Mitte 6 und 8 unterm 
heil. Berg in der Dämmerung, nicht häufig). 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. \\ 



162 



Eiablage am 21. Mai. Form sehr unregelmäßig, ungefähr 
elliptisch, seitlich stark abgeflacht, am Scheitelende breit, am 
anderen verhältnismäßig spitz, mattglänzend, blaßgrün, nach zwei 
Tagen zuerst lebhaft gelb, später semmelgelb, am 29. Mai früh 
hellgrau, am gleichen Tage schlüpfen die Räupchen. Raupe im 
6, 7 und 9 auf Waldrebe (Clematis vitalba). 

214. corticata Tr. (3673). 

Klentnitz (Sterzl 9. August), Nikolsburg (5 bis Anfang 6 
und Ende 7, 8 unterm heiligen Berg in der Dämmerung, häufig). 

Raupe im 6 und Anfang 7 und wieder im 9 auf Clematis 
vitalba. 

215. tersata Hb. (3674). 

Flugzeit nach Berge-Rebel 4, 5 und 7, 8. Ich fing den 
Falter vereinzelt im Jahre 1908 am 6. September, im Jahre 1909 
defekte Stücke am 3. und 21. Juli und wieder am 3. September 
bei Nikolsburg unterm heil. Berg in der Dämmerung. 

Eibeschreibung in der Gub. int. ent. Z., 3. Jahrg. Raupe 
im 7 und 9 auf Clematis vitalba, mitunter auch noch im 8, bezw. 
10, sie verpuppt sich in der Erde. 

Ortho stixinae. 

Epirrhantis Hb. 

216. pulverata Thnbg. [diversata Schiff.] (3689). 

Von Herrn Karl Wingelmüller im Lichtenbrunner Revier 
bei Mähr.-Trübau (4), nach Schellenberg Ende 3, Anf. 4 bei 
Marien tal auf Waldblößen im Sonnenschein mit Brephos parthenias 
fliegend. Raupe im 5 an niederen Espen, sie verpuppt sich zwischen 
zusammengezogenen Blättern; nach Korb kommt sie auch auf 
Schwarzpappeln vor. 

Boarmiinae. 

Arichanna Moor. 

217. melanaria L. (3691). 

Fliegt in Moorgegenden Ende 6, 7, kommt nach dem Stau- 
dinger-Rebel-Katalog 1901 in Mähren vor. Raupe im 5 auf der 
Sumpfheidelbeere (Vaccinium uliginosum), nach Wocke auch an 
Sedum palustre. 



163 



Abraxas Leach. 

218. groSSUlariata L. Stachelbeerspanner (3697). 

Im ganzen Lande Ende 6 — 8 verbreitet und schon öfter 
schädlich aufgetreten, in manchen Jahren aber wieder recht selten. 
Aendert stark ab. 

Raupe klein, überwinternd bis 5, 6 auf Stachelbeeren und 
Prunus padus, Gärtner fand sie auch an Weißdorn, ich auch 
auf Johannisbeeren und Haseln (Stadtwald), nach Krieghoff wurde 
sie auch auf Weiden angetroffen. Verpuppung an Zweigen oder 
an der Erde. 

219. sylvata Sc. (3698). 

Brünn (Gr. 5, 6 im Schreibwalde ; Dol. 6, 7 in feuchten 
Laubwäldern ; Hoffmann im Löschertale), Neutitschein, Schellen- 
berg einmal im 7 bei Friedland. 

Raupe im 8, 9 auf Ulmen und Prunus padus, verpuppt sich 
an der Erde oder an Zweigen zwischen Blättern. 

220. marginata L. (3700). Schwarzrandspanner. 

Brünn (G. 5 und 7, 8 verbreitet, in Waldungen zwischen 
Gebüschen sehr häufig), Mähr.-Trübau (6), Mähr.-Rotwasser, Stern- 
berg (Satory 7), Neutitschein (Otto 15. Mai, 1. August), Fried- 
land, Liliendorf (7), Klentnitz (Sterzl 28. August 1909), Fulnek 
(Jogs Busch von 5 bis Ende 7 in 2 Gen. sehr häufig), Ostrau 
(Waw.). 

ab. pollutaria Hb., dunkle Zeichnung stark verringert; Neu- 
titschein, Fulnek. 

Raupe 6 und Ende 8, 9 auf Pappeln (auch tremula), Haseln 
und Weiden, Erlen und Birken, verpuppt sich meist in der Erde. 

221. adustata Schiff. (3701). 

Brünn (G. Ende 4 — 7 am gelben Berg und in den Auen 
häufig), Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau, Neutitschein (8. Mai bis 
20. Juni, Frl. Ella Schuster in 2. Gen. am 19. August), Klentnitz 
(Sterzl 28. August), Nikolsburg (von Mitte 5 bis Ende 8, in 
2 Gen., die mit kurzer Unterbrechung im 7, nahezu in einander 
übergehen ; im Stadtwalde, am Muschelberg und unterm heiligen 
Berg, sehr häufig 5 die dunkle Zeichnung veränderlich), Fulnek 
(einzeln im 6 — 8, auch am Licht). 

Raupe im 7 und 9 auf Evonymus europaeus, nach Krieghoff 
auch auf Rosa canina; Verpuppung lose zwischen Blättern. 

11* 



164 



Bapta Stpb. 

222. pictaria Curt. (3702). 

Vom cT der Hyb. rupicapraria durch die lange gekämmten 
Fühler des letzteren verschieden. Brünn (Dol. im 4). Raupe im 
7 auf Schlehen. 

223. bimaculata F. (3703). 

Brünn (Kupido im 6 in feuchten Tälern, bei Lösch und in 
den Auen, ziemlich selten), Mähr. -Weißkirchen (Schellenberg 
im. 6), Friedland, Neutitschein, Nikolsburg (5, 6 am Rande des 
Stadtwaldes, recht selten), Fulnek (Jogs Busch im 5 — 6 nicht 
selten). Raupe im 7 auf Prunus avium, Linden, Birken, Weißdorn. 

224. temerata Hb. (3704). 

Brünn (Gr. 5 selten, im Löschertale), Olmütz (Bahr; Kitt 
bei Schmeil), Rabenseifen (1 Stück im 7), M.-Trübau, M.- Weiß- 
kirchen (Schell, im 6), Neutitschein, Fulnek (im Jahre 1911 ein 
defektes Stück am 24. Mai, ein weiteres am 12. Juli). Flugzeit 
nach Berge-Rebel 5. 

Raupe 6, 7 auf Birken, Weiden, Eichen, Rosen und anderen, 
Hauder fand sie auch einmal auf Prunus domestica. Verpuppung 
an der Erde. 

Stegania Dup. 

225. dilectaria Hb. (3708). 

Ein Stück, wahrscheinlich der 2. Gen. von meiner Gattin 
am 19. August 1909 in der Nikolsburger Wohnung nächst der 
Fürstenallee entdeckt. 

Raupe im 6 und 9 auf der Schwarzpappel (Populus nigra). 

226. cararia Hb. (3709). 

Brünn (Kupido im 7 im Buchenwalde nächst dem Forst- 
hause Jesirko bei Autiechau). Futterpflanze der Raupe unbekannt, 
man glaubt Pappel. 

Deilinia Hb. 

227. pusaria L. (3713). 

Mit der Futterpflanze im ganzen Lande von 5 — 8 in zwei, 
mitunter in einander übergehenden Generationen, mitunter im 7 
aussetzend. 

Raupe im 7 und 9 auf Birken, Erlen und Haseln, verpuppt 
sich in der Erde. 



165 



228. exanthemata Sc. (3714). 

Brünn (G. von 5 — 8, mehr in Bergwäldern), Mähr.-Trübau 
|6), Neutitschein, Friedland, Liliendorf (7), Nikolsburg (1 Stück 
im Stadtwalde), Fulnek (häufig mit der vorigen), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 7 und 9 auf Weiden, Birken und anderem Laub- 
holz, auch Haseln. 

Numeria Dup. 

229. pulveraria L. (3715). 

Brünn (G. 4, 5 und 7, 8 im Schreibwalde und am Hadiberg, 
selten), Olmütz (Bahr; Schellenberg 6 bei Mariental, nicht selten), 
Mähr.-Rotwasser, Neutitschein, Stramberg (Schellenberg im 6), 
Nikolsburg (im 5 auf der Hirschwiese, am Licht, nicht häufig, 
die 2. Generation nicht gefangen), Fulnek (einzeln im 5 — 6 und 
wieder im 8, Garten, Schloßberg und Schießl Wald), Mähr.- 
Trübau (Wing. 5 ; 6 bei Ranigsdorf). 

Raupe im 6 und 8 auf Weiden, Birken, Heckenkirschen, 
Eichen, Haseln und Geißblatt. 

230. capreolaria F. (3716). 

In Tannen- und Fichtenwäldern. Brünn (G. 7, 8 einmal bei 
Sobieschitz, Satory am Kanitzer Berg), Reschen (7), Mähr.-Trübau 
(Steinberg, Schwedenstein 9), Neutitschein, Stramberg (Schellen- 
berg 7, 8 in allen Nadelwäldern, am Boden oder unten an Baum- 
stämmen sitzend), Mistek (Schell. 7, 8), Zauchtel (Reb. im 8). 
Fulnek (1 Stück am 18. September 1912 am Schloßberg). 

ab. donzelaria Dup. viel heller, Mittelfeld nicht verdunkelt ; 
Neutitschein. 

Raupe überwinternd bis 6 auf Tannen und Fichten, Ver- 
puppung an der Erde zwischen Nadeln oder an den Zweigen in 
einem leichten Gespinste. 

Ellopia Tr. 

231. prosapiaria L. (3720) roter Kieferspanner. 

Brünn (G. 4, 5 und 7 im Schreib- und Löscherwalde, 
nicht gemein, Satory 29. Juni bei Kiritein), Mähr.-Trübau 
(Wing. 6, auch am Köder), Liliendorf (7). 

ab. (var.) prasinaria Hb. grün, nicht fleischrot; Brünn 
(Gärtner, Satory), Reschen (7), Rabenseifen (7), Mähr.-Trübau, 
Friedland (Schell, oft gemein). Fulnek (Ende 6 einzeln am 
Schloßberg und in Jogs Busch), Nikolsburg (5 bis Anf. 6 und 
7 am Turold- und heil. Berg; selten). 



166 



Raupe der Stammform im 4 bis 6 und 8 bis 9 auf Föhren, 
die der ab. prasinaria Hb. auf Fichten und Tannen; sie verpuppt 
sich zwischen Nadeln am Boden, in einem ziemlich leichten 
Gespinste. 

Metrocampa Latr. 

232. margaritata L. (3723). Perlspanner. 

Brünn (G. auch im Freien 2 Gen. 5 und 7, einmal noidi 
am 26. September im Löschertale und am Karthäuser Bach; 
Dol. und Kupido eine Gen. 5, 6), Mähr.-Trübau, Sternberg 
(Satory einzeln im 7), Mistek (Schellenberg), Liliendorf (7), 
Nikolsburg (erst 1 Stück im 6 im Stadtwalde). Fulnek (meine 
Gattin fand 1 totes 9 am 30. Juni 1911 am Schloßberg). 

Raupe nach Berge-Rebel überwinternd auf Eichen, Rot- und 
Hainbuchen ; Schellenberg fand sie auch auf Erlen. Nach Gärtner 
lebt die Raupe im 6, dann wieder 8, 9 und erwachsen über- 
winternd auf Eichen und Hainbuchen, Verwandlung an der 
Erde. Wenn auch Gärtners Beobachtungen in diesem Falle nicht 
ganz einwandfrei sein sollten, die im 6 gefundenen Raupen 
könnten überwinterte Stücke sein, so erscheint es doch sicher, 
daß eine 2. Gen. auch im Freien auftreten kann, denn der am 
26. September gefangene Falter kann nur einer solchen zuge- 
hören. Sonst soll die Raupe auch auf Linden und Pappeln leben. 
Verpuppung an der Erde in einem leichten Gespinste. 

233. honoraria Schiff. (3724). 

Brünn (G. 5 und 7, 8 auf der Kleidofka und bei der Brühl, 
selten), Nikolsburg (1 Stück im 5 im Stadtwalde). Raupe 6 und 
8, 9 auf Eichen, zumeist auf Büschen, verpuppt sich zwischen 
Blättern. 

Ennomos Tr. 

234. autumnaria Wernbg. (3725). 

Brünn (Dol. 9, 10; HofFmann in den Glacisanlagen), Olmütz 
(Professor Kitt, Bahr), Mähr.-Rotwasser, Neutitschein, Friedland, 
Ung.-Ostra, Nikolsburg (Said), Ostrau (Waw.), Fulnek. 

Raupe im 6, 7 auf Birken, Erlen, Weiden, Eichen, Buchen, 
Ulmen, Pappeln, Linden, Apfelbäumen, wilden Rosen, verpuppt 
sich zwischen Blättern. 

235. quercinaria Hufn. (3726). 

Brünn (G. Ende 7, 8 ziemlich häufig; Dol. 7 — 9), Reschen 
(7), Mähr.-Trübau, Sternberg (Satory 7), Neutitschein, Liliendorf 
(7), Nikolsburg (1 Stück im 8 unterm heiligen Berg). 



167 



Raupe von 6 — 8 auf Eichen, Buchen, Birken, Linden, ver- 
puppt sich wie die Vorige in einem leichten Gespinste zwischen 
Blättern, aber auch an der Erde. 

236. alniaria L. (3727). 

Brünn (G. 8, 9 im Karthäuser- und Schreibwalde; Hoffmann 
in den Glacisanlagen), Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau, Neutitschein 
(Otto 15. August), Friedland, Klentnitz (Sterzl 26. August am 
Licht), Nikolsburg (8, 9 im Stadtwalde, selten), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 6, 7 auf Birken, Weiden, Linden, Erlen und 
Pappeln. 

237. fuscantaria Hw. (3728). 

Brünn (Dol. 8, 9), Olmütz (Bahr ; Schellenberg im 8 in den 
Eschenalleen in und bei der Stadt sehr häufig), Mähr.-Rotwasser, 
Neutitschein, Ostrau (Waw.). 

Raupe nach Rebel und Spuler von 7 — 9, nach Dol. 5, 6 
auf Eschen; auch Hauder gibt den Juni an. 

238. erosaria Hb. (3730). 

Brünn (G. 8, 9 nicht häufig; Kupido im Schreibwalde), 
Mähr.-Trübau, Neutitschein, Friedland, Ostrau (Waw.). 

ab. tiliaria Hb. strohgelb : Dol. bei Brünn häufiger wie die 
Stammform. 

Raupe von 5 — 7 auf Eichen, Birken, Linden, Buchen und 
anderen, Verpuppung zwischen Blättern. 

Selenia Hb. 

239. bilunaria Esp. und gen. aest. juliaria Hw. (3733). 
Brünn (G. 4, 5 und 7, Schreibwald, Mönchsberg, Kleidofka), 

Olmütz (Schell, im 4 bei Mariental), M. -Rotwasser, M.-Trübau, 
Neutitschein, Friedland, Mistek (Schell, im 4), Mähr. -Weißkirchen 
(Schell. 4), Nikolsburg (4, 5 und 7, 8, selten, unterm heil. Berg? 
auch an blühendem Flieder), Ostrau (Waw.), nach Wocke im 
höheren Gebirge nur eine Generation im 6. 

Raupe 6 und 8, 9 auf Linden, Buchen, Erlen, Birken, Him- 
beeren, Weiden und anderen, verpuppt sich an der Erde oder 
zwischen Blättern auf der Futterpflanze. 

240. lunaria Schiff, und gen. aest. (ab.) delunaria Hb. (3734). 
Brünn (G. 5 und 7 im Schreibwalde, nicht häufig; nach 

Dol. im 5 die var. delunaria Hb.), Olmütz (Schell, im 4 bei 
Mariental häufig), Mähr.-Trübau, Sternberg (Satory 1 Stück im 7), 
Mähr.-Weißkirchen und Mistek (Schell, im 4), Nikolsburg (ein 



168 



abgeflogenes 9 von 19 mm am 27. Mai 1908 in der Dämmerung 
am Flieder im Garten, 2 Stück der Sommerform am 31. Juli 
1910 am Muschelberg am Köder; 15 und 17 1 /j mm). 

Raupe im 6 und 8 ; 9 auf Schlehen, Linden, Rosen, Sauer- 
dorn, Eschen, Apfelbäumen, Eichen. Verpuppung zwischen Blättern. 

241. tetralunaria Hufn. und gen. aest. aestiva Stgr. (3735). 
Brünn (G. 5 und 8, 9 im Schreibwalde ; ich fing den Falter 

im 7 bei Adamstal am elektrischen Licht ; nach Dol. schon im 4, 
die Flugzeit wird wohl richtig mit 4, 5 und 7, 8 anzugeben sein), 
Olmütz (Schell, bei Mariental im 4), Neutitschein (Otto 25. April), 
Mähr.-Weißkirchen und Mistek (Schell. 4), Friedland, Liliendorf 
(7), Nikolsburg (1 Stück im 7 am Licht), Ostrau (Waw.). 

Raupe 6 und 8, 9 auf Haseln, Erlen, Linden, Eichen, 
Birken, Weiden, Schlehen, Rubus- Arten und Obstbäumen. Die 
Verpuppung erfolgt an der Erde oder zwischen Blättern. 

Hygrochroa Hb. 

242. syringaria L. (3736). Fliederspanner. 

Brünn (G. in 2 Gen. 5 und 7, 8, selten bei Kohoutowitz ; 
Dol. 6, 7 also in einer Generation ; ich fing einige Stücke bei 
Adamstal am elektrischen Licht), M.-Trübau (7, 8), Sternberg 
(Satory 7), Neutitschein, Nikolsburg (im 7, 8 in der Schanzallee 
und im Hausgarten in der Spätdämmerung). 

Eiablage am 28. August, Form länglichrund (ca. 3 : 2), mit 
sehr feinen Grübchen dicht bedeckt, mattglänzend, hellgrün, 
nach 2 Tagen mattziegelrot, am 1. September dunkelkarminrot, 
besonders schön und dunkel die Mikropylarfläche, am 7. Sep- 
tember grau mit dunklem Kern, am gleiche u Tage schlüpfen 
die Räupchen. Sie leben im 6 und 8, 9 auf Flieder, Rainweide, 
Geißblatt und anderen, auch auf Birnbäumen und Eschen. Ver- 
puppung in einem sehr leichten Gespinste an den Zweigen. 

Therapis Hb. 

243. evonymaria Schiff. (3738). Spindelbaumspanner. 
Brünn (Dol. 8), Neutitschein, Muschau (Kupido im 6 ?), 

Klentnitz (Sterzl 18. August), Nikolsburg (von Mitte 8 bis tief 
in den 9 in der Waldpromenade und auf der Haidspitz, 1 Stück 
im Zwerglgarten, selten, am Licht), Mähr.-Trübau (Wing. 7, 8 
in den Gärten). 



169 



Raupe im 5 meist in Anzahl auf Evonymus europaeus, Ver- 
puppuüg frei an der Erde oder zwischen Blättern. 

Gonodontis Hb. 

244. bidentata Cl. (3743). 

Brünn (Kupido 5, 6 am Hadiberg, selten), Olmütz (Bahr, 
Schell, im 4 vereinzelt bei Mariental), M. -Rotwasser, M.-Trübau. 

Raupe 8, 9 auf Schlehen, Rainweide, Pappeln, ErleD und 
anderen, angeblich selbst auf Fichten, Lärchen, Sauerdorn, wilden 
Rosen und Heidelbeeren, Hauder zog sie mit Carpinus betulus. 
Verpuppung an der Erde oder zwischen Blättern. 

Himera Dup. 

245. pennaria L. (3746). 

Brünn (G. 9, 10 verbreitet und häufig; Otto Bohatsch im 
Schreibwalde), Ostrau (Waw.), Olmütz (Kitt), Mähr.-Trübau, Neu- 
titschein, Nikolsburg (im 9, 10 selten im Stadtwald und am 
Muschelberg), Fulnek (Schießls Wald 1 Stück merkwürdiger 
Weise am 25. Juni 1911). Raupe im 5, 6 auf Eichen, Birken, Weiden, 
auch an Obstbäumen, Schlehen und Weißdorn, sie verpuppt sich 
in der Erde. 

Grocallis Tr. 

246. elinguaria L. (3749). 

Brünn (G. 7, 8 nicht selten), Reschen (7), Mähr.-Rotwasser, 
Schildberg (7, 8 nicht selten), Neutitschein, Nikolsburg (7, 8 
selten). 

ab. fasciata Gillm. mit dunklem Mittelfeld; Schildberg. 

Die Mordraupe von 3 — 5 auf Obstbäumen, Schlehen, Rosen, 
Eichen, Wachholder, Buchen, Sahlweiden und anderen, nach Dole- 
schall auch an Besenpfrieme, nach Höfner auch Lonicera, Genista, 
Vaccinium. Verpuppung in einem leichten Gespinste zwischen 
Blättern. 

Angerona Dup. 

247. primaria L. (3754). Schlehenspanner. 

Brünn (G. 6, 7 in Laubwäldern, besonders bei Czernowitz), 
Olmütz (Bahr), Hohenstadt (Nowak), M.-Trübau (Wing. 5, 6,Hückerl), 
Neutitschein (Otto 24. Juni), Friedland, Kremsier (14. Juni), 
Ung.-Ostra, Liliendorf (7), Klentnitz (Sterzl 20. Juli), Nikolsburg 
(6, 7 unterm heil. Berg nicht häufig, kommt zum Licht). 



170 



ab. SOrdiata FueSSl. Brünn (nach Gärtners Sammlung,) 
Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau, Liliendorf, Nikolsburg (nicht häufig). 

Raupe überwinternd bis 5 an Schlehen, Haseln, Weißdorn, 
Himbeeren, Sahlweiden, Ulmen, Evonymus, Lonicera, Genista etc., 
im Herbst nach Höfner besonders an Clematis. 

Ourapteryx Leach. 

248. sambucaria L. (3757). 

Brünn (G. 6, 7 nicht häufig, bei Kohoutowitz, am roten 
Berge, im Czernowitzer Wald; ich fing ihn bei Adamstal am 
Licht), Olmütz (Schell, im 6 bei Mariental), Prerau (Nowak), 
Mähr.-Trübau, Mähr. -Rotwasser, Neutitschein (Otto 13. Juli), 
Weißkirchen (Schell, im 6), Nikolsburg (einzeln Ende 6, 7 in 
der Spätdämmerung in der Schanzallee). 

Raupe am schwarzen Flieder (Sambucus niger), Geißblatt 
(Lonicera), Pappeln, Weiden, Linden, Flieder, Rainweide, wilden 
Rosen, Obstbäumen, angeblich auch an Epheu. Verpuppt sich an 
den Zweigen in einem Gespinste. 

Eurymene Dup. 

249. dolabraria L. (3760), Hobelspanner. 

Brünn (G. 5 und 7, 8 im Schreibwalde; Hoffmann am 
Hadiberg), Olmütz (Kitt), Mähr.-Trübau (5), Mähr.-Rotwasser, 
Neutitschein, Starnberg und Mistek (Schell, vereinzelt im 6), 
Nikolsburg (nur im 5, 6 im Stadtwalde, nicht häufig), Ostrau 
(Waw.). Raupe 7, 8 auf Eichen, Buchen, Birken, Linden, ver- 
puppt sich am Boden. 

Opisthograptis Hb. 

250. luteolata L. (3761), Zitronspanner. 

Brünn (G. 5, 6 im Jundorfer Walde und bei der Kleidofka, 
nicht häufig), Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau (5), Neutitschein 
(Otto 8. Juni), Friedland, Nikolsburg (im 5, Anf. 6 und gewiß 
wieder im 7, 8 auf der Haidspitz und am Rande des Stadtwaldes 
am Licht und in der Spätdämmerung, ziemlich selten), Fulnek 
(Ende 5, Anf. 6 am Hirschberg und in Jogs Busch nicht selten), 
Ostrau (Waw.). 

Raupe 7 und 9 auf Schlehen, Weißdorn, Eichen und anderem 
Laubholz, wie Birken, Haseln etc. Verpappung in einem leichten 
Gespinste zwischen den Blättern. 



171 



Epione Dup. 

251. apiciaria Schiff. (3763). 

Brünn (G. von 7 bis Ende 10! z. B. im Schebeteiner 
Walde; Kupido 7 und 9 im Schreibwalde 5 Dol. 7, 8), Mährisch- 
Rotwasser, Schildberg (7), Mähr.-Trübau, Mistek (Schell. 7 am 
Licht), Nikolsburg (1 Stück am 9. September 1909 an der Grenze 
am Köder), Ostrau (Waw.), Roznau (Reb.). 

Raupe auf Weiden, Erlen und Pappeln zwischen zusammen- 
gezogenen Blättern, zwischen denen sie sich auch verpuppt. 

252. parallelaria Schiff. (3764). 

Brünn (G. Ende 6 — 8 in der Brühl, bei der Johannisquelle 
und im Sobieschitzer Walde, selten), Mähr.-Trübau, Neutitschein 
(Otto 4. Juli, 2. Oktober!), Friedland, Mistek (Schell, im 7 am 
Licht), Liliendorf (7), Fulnek (in Jogs Busch im 7 nicht selten; 
sehr veränderlich). Raupe im 5, 6 auf jungen Birken, Weiden, 
Espen zwischen zusammengezogenen Blättern. Verpuppung in 
der Erde. 

253. advenaria Hb. (3765). 

Brünn (G. 5, 6 im Schreibwalde, nicht selten), Neutitschein 
(Otto 28. Mai), Nikolsburg (Ende 5, 6 am hohen Eck, nicht 
häufig), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 7, 8 auf Heidelbeeren, Weiden, Rosen, Erd- 
beeren, Geißblatt, Birken, Buchen. Verpuppung an oder in der Erde. 

Gaustoloma Ld. 

254. flavicaria Hb (3771). 

Lundenburg (Kupido), Nikolsburg (5 bis gegen Mitte 6, und 
Mitte 7 bis Mitte 8, im Jahre 1909 Mitte 5 bis Ende 6 und 8, 
unterm heiligen Berg und in den Hausgärten in der Dämmerung 
und am Licht recht häufig; 14 — 16 mm. Die beiden Gen. ohne 
wesentliche Unterscheidungsmerkmale). 

Beschreibung des Eies und des 1. Raupenstadiums in der 
Gubener int. e. Z., 3. Jahrg. Raupe 6, Anf. 7 und 8, 9 an 
Lamium und Galeopsis. 

Venilia Dup. 

255. macularia L. Tigerchen (3773). 

Im 5 ev. noch Anf. 6 im ganzen Lande verbreitet und 
häufig, Farbe von blaßgelb bis tiefgelb, fliegt bei Tag. 



172 



ab. quadrimaculata Hatchett mit stark verringerter schwarzer 
Zeichnung, von den großen Flecken der Vorderflügel nur 4 übrig* 
bleibend, 1 Stück von Nikolsburg. 

Eiablage am 22. Mai in großer Zahl. Form ungefähr hühner- 
eiähnlich, doch seitlich stark abgeflacht, von zahlreichen sehr 
seichten Grübchen bedeckt, glänzend, hellgrün; weitere Notizen 
nicht vorhanden. Raupe 6—7 auf Lamium, Stachys recta und 
Teucrium. Verwandlung in der Erde. 

Semiothisa Hb. 

256. notata L. (3782). 

Brünn (G. 5 und 7, 8), Olmütz (Schell, im 6 bei Mariental), 
Mähr.-Trübau, Fulnek (1 Stück von meiner Gattin am 17. Juni 
abends in Jogs Busch gefangen"), Mistek und Mähr.-Ostrau (Schelk 
im 6), Nikolsburg (bisher nur im 5 auf. der Haidspitz). Raupe 
im 6 und 9 auf Birken, Erlen, Weiden und Eichen. Verpuppung 
zwischen Moos, Blättern oder in der Erde. 

257. alternaria Hb. (3783). 

Der Vorigen sehr ähnlich, der Ausschnitt unter der Vorder- 
flügelspitze etwas tiefer eingebuchtet und tief schwarz gerandet. 
Brünn (G. 5 und 7 im oberen Schreibwalde, nicht häutig), Olmütz 
(Bahr, Schell, im 6 bei Mariental), Mistek und Mähr.-Ostrau 
(Schell, im 6), Klentnitz (Sterzl 26. August), Nikolsburg (5, 6 
und 8, besonders am heiligen Berg), Fulnek (1 def. Stück am 
5. Juni bei Jogs Busch). Raupe 6, 7 und 9 auf Schlehen, Sahl- 
weiden, Eichen und Rhamnus. Verpuppung zwischen Blättern. 

258. signaria Hb. (3785). 

Brünn (G. 5 und 7 ; Otto im 6 im Schreibwalde), Olmütz 
(Schell. 6 bei Mariental), im Gesenke (Kolenati 7 am Leiterberg), 
Mähr.-Trübau, Neutitschein (Otto 22. Juni), Mistek und Mähr.- 
Ostrau (Schell, im 6), Nikolsburg (5, 6 am heiligen Berg), Fulnek 
(Ende 5, 6 in Jogs Busch). 

Raupe im 8, 9 auf Fichten, vielleicht auch auf anderen 
Nadelbäumen, verpuppt sich in der Erde. 

259. liturata Cl. (3790). 

Brünn (G. 5 und 7, 8 nicht selten; Kupido 5, 6), Olmütz 
(Kitt bei Schmeil; Schell, im 6 bei Mariental häufig), Raben- 
seifen (7), Reschen (7), Mähr.-Trübau, Sternberg (Satory 7), 
Mistek und Mähr.-Ostrau (Schell. 6), Liliendorf (7), Ostrau 
(Waw.), Nikolsburg (1 Stück am 7. Juni 1909 am heiligen Berg, 



173 



bei Tag aufgescheucht), Fulnek (Jogs Busch, def. Ende 5, Anf. 6 
und wieder Mitte 7 des Jahres 1911). Nach Berge-Rebel 6, 7 und 
Ende 8. 

Raupe im 7 und eventuell 8, 9 auf Föhren, Fichten, 
Wachholder und Lärchen. Verwandlung an der Erde unter Moos 
und dergleichen. 

Hybernia Latr. 

260. rupicapraria Schiff. (Hb.) (3794). 

Brünn (Gr. 4, 5 am roten und gelben Berg in der Dämmerung 
fliegend, bei Tage an Baumstämmen), Olmütz (Schell. Ende 3 oft 
gemein), Nikolsburg (3, im Jahre 1910 schon Ende 2 um die 
Schlehenbüsche unterm heiligen Berg und am Rande des Stadt- 
waldes, nicht häufig), Fulnek (Ende 3 unterm Hirschberg). Raupe 
im 6 auf Schlehen und Weißdorn. Verpuppung dieser Art und 
der folgenden Arten in der Erde. 

261. bajaria Schiff. (3796). 

Brünn (G. 10, 11 in Obstgärten und Waldungen, Satory im 
Fabriksgarten), Mähr.-Trübau. 

Raupe im 6 auf Ligustrum vulgare, Rhamnus cathartica, 
Schlehen und Weißdorn, Gärtner vermutet sie auch auf Eichen, 
sie leben auch auf Obstbäumen. 

262. leucophaearia Schiff. (3797). 

Brünn (G. 3, 4 auf Eichenstämmen), Olmütz und Littau 
(Schell. 3), Neutitschein, Nikolsburg (Ende 2, 3, Anfang 4 am 
heiligen Berg und im Stadtwalde, häutig, auch tagsüber fliegend), 
Ostrau (Waw.). 

ab. marmorinaria Esp. Wurzel- und Saumfeld einfarbig 
dunkel; Brünn (nach Gärtners Sammlung). Raupe im 6 auf Eichen, 
verpuppt sich in der Erde. 

263. aurantiaria Esp. (3798). 

Brünn (G. im 10, 11 im Schreibwalde, bei Sobieschitz, der 
Kleidofka u. s. w., muß aufgescheucht werden), Mähr. - Trübau, 
Neutitschein, Mistek (Schell, im 11 am Licht), Nikolsburg (10, 11 
am Rande des Stadtwaldes, einzeln), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 6 auf Eichen, Birken, Hainbuchen, nach Gärtner 
auch Sorbus, Prunus, verpuppt sich in der Erde. 

264. marginaria Bkh. (3799). 

Brünn (G. im 4 in den Hussowitzer Weingärten, im Schreib- 
walde etc., angeblich auch im 10, 11?!), Olmütz (Mariental) und 



174 



Littau (Schell. Ende 3. häufig), Ostrau (Waw.), Mähr.-Trübau, 
Neutitschein, Nikolsburg (Ende 2 und 3 am Rande des Stadt- 
waldes nicht selten; 18 — 21 mm), Fulnek (Jogs Busch Ende 3). 
Raupe im 6 auf Birken, Erlen, Eichen und Hainbuchen, sie 
verpuppt sich in der Erde. 

265. defoliaria Cl. großer Frostspanner (3802). 

Im 10, 11, manchenorts schon im 9, wohl im ganzen Lande 
verbreitet, mitunter schädlich. 

Raupe im 5, 6 auf Obstbäumen, Birken, Eichen, Schlehen 
und anderen, verpuppt sich in der Erde. 

Anisopteryx Stpb. 

Wird neuerdings vor Cheimatobia Stpli. eingereiht, was auch 
mir richtiger zu sein scheint. 

266. aceraria Schiff. (3807). 

Brünn (G. im 11 am Hadiberg), Mistek (Schell. 11, 12 an 
Ahornstämmen). 

Raupe im 5, 6 auf Ahorn und Eichen, Verpuppung in 
der Erde. 

267. aescularia Schiff. (3809). 

Brünn (G. Ende 2, 3 an Baumstämmen), Olmütz (Schell. 
Ende 3, 4 häufig), Neutitschein (Otto 19. März), Nikolsburg 
(Ende 2, 3 am Rande des Stadtwaldes, einzeln), Fulnek (Ende 3 
an Telegrafenstangen und abends bei Jogs Bäsch), Ostrau 
(Waw.). 

Raupe im 6, 7 auf Eichen, Schlehen, Weißdorn, Pappeln, 
auch Weiden, Buchen, Ahorn, Rainweide etc., verpuppt sich in 
der Erde. . 

Phigalia Dup. 

268. pedaria F. (3812). 

Brünn (G. 3, 4 nicht selten), Mähr.-Rotwasser, Mähr.-Trübau, 
Neutitschein, Fulnek (Ende 3), Ostrau, Nikolsburg (2, 3 in Gärten 
und im Stadtwalde, Falter vereinzelt an Baumstämmen, Raupe 
mitunter häufig). Letztere fand ich 6, 7 auf Eichen, Buchen, 
Ahorn und Haselstauden, sie lebt auch auf Obstbäumen, Schlehen, 
wilden Rosen, Weißdorn und anderen, verpuppt sich in der Erde. 



175 



Biston Leacb. 

269. hispidaria F. (3814). 

Brünn (G. im 5, selten ; Dol. 3, 4), Littau (Schell. Anfang 4 
von jungen Eichen und Birken geklopft), Nikolsburg (1 Stück 
im 3 unterm heiligen Berg). 

Raupe 6, 7 auf Eichen, Birken und Ulmen ; verpuppt sich 
in der Erde. 

270. pomonaria Hb. (3816). 

Brünn (Kupido 4, 5 an Baumstämmen, Dol. 4), Olmütz 
(Schell. Anfang 4 bei Mariental geklopft), Neutitschein, Nikolsburg 
(1 Stück im Garten im 4). 

Raupe von 5 — 7 auf Obstbäumen, Eichen, Haseln, Carpinus, 
sie verpuppt sich in der Erde. 

271. lapponaria B. (3817). 

Diese geschätzte Art wurde von Bahr und Schellenberg 
Anfang 4 bei Mariental geklopft, jedenfalls ist sie auf der Süd- 
seite der Vorberge des Gesenkes verbreitet, wenn auch sehr lokal 
und selten. Sie wurde auch bei Ostrau (Waw.) und bei Wagstadt 
in Schlesien gefangen. 

Raupe von 5 — 7 auf Lärchen und wahrscheinlich hierzulande 
auch an Birken. 

272. zonaria Schiff. (3819). 

Brünn (G. 3, 4 beim Jägerhause und in der Sebrowitzer 
Au, Falter selten, die Raupe jedoch oft sehr häufig), Olmütz 
(Kitt, Bahr bei Heiligenberg an Grasstengeln im 4), Klentnitz 
(Sterzl). Raupe im 5, 6, Sterzl fand sie noch am 10. Juli 1909 
auf Salvia pratensis, Achillea millefolium, Centaurea und anderen. 
Ihre Zucht ist nach Gärtner sehr schwierig. Die Verwandlung 
erfolgt in der Erde. 

273. hirtaria Cl. (3825). 

Brünn (G. 3, 4 häufig an Stämmen), Olmütz (Kitt, Bahr, 
Bohatschek), Mähr. - Trübau (5), Neutitschein (Otto 6. April), 
Friedland, Fulnek (27. März 1 Stück an der Hausmauer), Ostrau 
(Waw.). Raupe von 6 — 9 auf Pappeln, Linden, Schlehen, Ulmen, 
Eichen, Obstbäumen, sie verpuppt sich in der Erde. 

274. strataria Hufn. (3826). 

Brünn (G. 3, 4 im Schreibwalde an Baumstämmen, sehr 
selten), Olmütz (Bahr), Hohenstadt (Nowak), Mähr. - Trübau, 
Neutitschein, Ostrau (Waw.), Nikolsburg (1 Stück im 3 an einem 



176 



Baumstamme in der Fürstenallee). Raupe im 6, 7 auf Linden, 
Pappeln, Eichen, Schlehen und anderen, sie verpuppt sich in 
der Erde. 

Amphidasis Tr. 

275. betularia L. (3832) Birkenspanner. 

Brünn (G. 5 — 7 in Waldungen nicht selten; ich fing sie in 
Adamstal am elektrischen Licht), Olmütz (Kitt, Bahr), Mähr.- 
Rotwasser, Mähr.-Trübau (5), Müglitz, Neutitschein (Otto 20. 
Juni), Friedland, Kremsier (12. Juni), Liliendorf (7), Nikolsburg 
(5, 6 selten), Ostrau, Fulnek. 

Irgend eine verdunkelte Form, insbesondere die schwarze 
ab. doubledayaria Mill. wurde bisher in Mähren nicht beobachtet, 
es steht deren Einwanderung von Böhmen oder Schlesien aus zu 
erwarten. 

Raupe auf Linde, Birke, Weide, Apfelbaum, Pflaumen, 
Eichen, Erlen, Ebereschen, Himbeeren, Heidelbeeren etc., ich 
fand sie an Gartenrosen, verpuppt sich in der Erde. 

Synopsia Hb. 

276. sociaria Hb. (3853). 

Brünn (G. erhielt den Falter am 19. Mai aus einer am 15. 
April vollständig erwachsen gefundenen Raupe und nimmt daher 
wohl mit Recht das Auftreten zweier Generationen an), Nikols- 
burg (ein ganz frisches 9 von 20 mm Vorderflügelweite, am 14. 
August 1909 am Zaune des Hausgartens). Die Raupe fand G. 
auf Artemisia absinthium, sonst an Spartium, Genista, Sarothamnus, 
Centaurea, Thymus und anderen. 

Boarmia Tr. 

277. cinctaria Schilf. (3874) Ringfleckbaumspanner. 
Brünn (G. 4 — 7? an Baumstämmen, verbreitet und häufig; 

Dol. richtiger 4, 5), Olmütz (Kitt), Mähr.-Rotwasser, Mähr.- 
Trübau (5), Neutitschein (Otto 20. April), Friedland, Namiest, 
Nikolsburg (im kühlen Jahre 1909 noch am 6. Juni einzeln 
unterm heil. Berg, Garten). Ostrau (Waw.), Fulnek (Anf. 5 am 
Kapuzinerberg an einem Baumstamme). 

Raupe 6, 7 polyphag auf Schlehen, Beifuß, Hypericum 
perforatum, Calluna, Cytisus, Genista und vielen anderen. Ver- 
puppung in der Erde. 



177 



278. gemmaria Brahm. (3876). 

Brünn (Kupido im 7 bei Sobieschitz und Julienfeld ; Satory 
im Fabriksgarten), Mähr.-Trübau, Neutitschein, Friedland, Nikols- 
burg (Ende 5, 6 und von Mitte 8 ab, im Jahre 1909 ganz 
defekt noch am 3. Oktober am Köder, tiberall häufig), Fulnek 
(frisch am 10. Juli 1912 an der Hausmauer). Raupe überwinternd 
bis 5 auf Schlehen, Rosa canina, Lonicera und Obstbäumen, ver- 
puppt sich in der Erde. 

279. secundaria Schiff. (3882). 

Brünn (Satory), Reschen (7), Mähr.-Trübau, im Gesenke 
(Wocke 7 bei Karlsbrunn), Sternberg (Satory 7), Namiest, Zauch- 
tel (Reb. 8 im Tannenhochwald), Fulnek (e 1. 2. Hälfte bis 
Ende Juli; Schloßberg, Jogs Busch). 

Raupe im 6 auf Fichten, Tannen und Wachholder, sie ver- 
puppt sich in der Erde. 

280. ribeata Cl. (3883) Tannenbaumspanner. 

Brünn (Gr. Ende 6, 7 am Hadiberg), Olmütz (Kitt häufig 
in den Tannenwäldern, Heiligenberg), Reschen (7), Mähr.-Trübau 
(Wing. 7 am Burgstadl), Ostrau (Wawerka). 

Raupe im 4, 5 auf Fichten, Tannen, Föhren auch Eiben, 
Eichen, Birken und anderen. Verpuppung in der Erde. 

281. repandata L. (3891). 

Brünn (G. 5, 6 und 8, 9 ziemlich häufig; Dol. 6, 7; Otto 
5. Juni, 10. August), Olmütz (Kitt), im Gesenke (Wocke 7 bei 
Karlsbrunn), Reschen (7), Rabenseifen (7), Sternberg (Satory 7), 
Neutitschein (Otto 17. Juni), Friedland, Namiest, Liliendorf (7), 
Ostrau. 

ab. destrigaria Hw. dunkler, schwächer gezeichnet, fast ein- 
farbig; von Brünn (Otto Bohatsch). 

ab. COnversaria Hb. Mittelfeld der Vorderflügel und Basal- 
feld der Hinterflügel braun; Neutitschein. 

Raupe nach G. im 9 und überwinternd im 5, 6, ein Teil 
der Raupen verpuppt sich jedoch — vielleicht nur bei Zimmer- 
zucht — im Herbst und gibt die Falter im 5, 6. Futterpflanzen : 
Weiden, Weißdorn, Schlehen, Birken, Carpinus, Brombeeren, 
Vaccinium, Genista etc. Verpupp ung in der Erde. 

282. roboraria Schiff. (3894) Eichenbaumspanner. 

Brünn (G. im 6 im Schreibwalde, nicht häufig), Olmütz 
(Kitt), Mähr.-Trübau (Wing. 6 am Burgstadtl), Neutitschein, 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 



178 



Liliendorf (7), Nikolsburg (in Anzahl Ende 5, 6 am Licht auf 
der Haidspitz; Zeichnung bald schärfer, bald verschwommener). 

Raupe überwinternd bis 5 auf Eichen, Buchen, angeblich 
auch auf Apfelbäumen, Verpuppung in der Erde. 

283. consortaria F. (3895 J aschgrauer Baumspanner. 
Brünn (G. 4, 5 und 7 im Sobieschitzer- und Schreib walde ; 

Dol. 5 und 8), Mähr.-Trübau (Wing. 6 bei Undangs), Neutit- 
schein, Friedland, Nikolsburg (nur in 1. Gen. im 5 und bis tief 
in den 6, Haidspitz und unterm heil. Berg), Ostrau (Wawerka), 
Fulnek (Schloßberg Ende 6 einzeln an Baumstämmen). 

Raupe im 6, 7 und 9 auf Eichen, Pappeln, Weiden, 
Schlehen, Apfelbäumen, Birken, Geißblatt, Rubus- Arten, Weiß- 
dorn, sie verpuppt sich an oder in der Erde. 

284. angularia Thnbg. (3896). 

Brünn (Otto als viduaria V. im 7 oberhalb der Brühl, sel- 
ten, Dol. 6, 7), im Altvatergebirge (Wocke 6, 7 selten). Raupe 
im 8 an Baumflechten, an Eichen und Buchen. 

285. lichenaria Hufn. (3897). 

Brünn (Otto 7, 8 im Weingebirge bei der Teufelsschlucht), 
Mähr.-Trübau. 

Raupe überwinternd bis 6 an Baumflechten (Jungermannia, 
Parmelia etc.), wo sie sich in einem mit Pflanzenteilchen ver- 
mischten Gespinste verpuppt. 

286. jubata Thnbg. (3900). 

Mähr.-Trübau, Ostrau (Waw.), wahrscheinlich auch im Ge- 
senke. Nach Berge-Rebel im 7, 8 meist in Föhrenwäldern. 
Raupe überwinternd an Flechten (Usnea barbata), Verpuppung 
daselbst. 

287. selenaria Hb. (3901) Beifußblattspanner. 

Brünn (Otto im 7 bei der Brühl; Dol. 5, 6), Nikolsburg (in 
2 Gen. 5 und 7, in ungünstigen Jahren bis in den 6, bezw. 8, 
unterm heil. Berg und in der Fürstenallee an Baumstämmen und 
Zäunen; in manchen Jahren ziemlich häufig, kommt auch ans 
Licht und an den Köder), Mähr.-Trübau (Wing. 8 Hutbusch, 
nicht häufig). 

Eiablage am 10. August. Form länglichrund, seitlich meist 
abgeflacht, mit feinen Grübchen bedeckt, grünlichgelb, am 16. 
August schmutziggraugrün, tagsdrauf hellgrau mit weißlichen 
Schlingen, kurz darauf schlüpfen die sehr behenden Räupchen 
mit breiten schwarzbraunen und blaßgelben Längsstreifen. Sie 



179 



leben im 6 und 8 — 9 auf Artemisia, Salvia ; Euphorbia und and. 
und verpuppen sich in der Erde. 

288. crepuscularia Hb. (39i>3). 

Brünn (G. 4 und 7, 8 besonders bei Czernowitz häufig; 
Dol. 4, 5 und 7, 8), Olmütz (Kitt), Mähr.-Trübau (4), Neutitschein 
(Otto 9. April, 4. Juli, 27. September), Friedland, Nikolsburg 
(4, 5 und wieder 7 — 9, nicht selten unterm heiligen Berg, auch 
am Köder), Fulnek, Ostrau. 

ab. defßSSaria Frr. verdunkelt, von Fulnek (April 1911;) 
auch bei Brünn (Sat.). 

Raupe im 6 und 9 auf Birken, Weiden, Erlen, Eichen, 
Obstbäumen und anderen. Verpuppt sich in der Erde. Ei klein, 
kurzoval 0, mattglänzend, apfelgrün. 

288 a. bistortata Goeze (3904). Wawerka fand sie im Ostrau- 
Karwiner Gebiet. 

289. consonaria Hb. (3906). 

Brünn (G. 4, 5 : Dol. 5, 6), Mähr.-Rotwasser, Mähr.-Trübau, 
Neutitschein, Friedland, Fulnek (1 defektes Stück am 15. Mai abends 
in Jogs Busch). Raupe 8, 9 auf Birken, Buchen, Linden, Eichen; 
Verpuppung in der Erde. 

290. luridata Bkh. (3908). 

Brünn (G. 5, 6 im Schreibwalde, selten), Ostrau (Waw.), 
Littau (Schell, im 6 im Laubwalde, sehr häufig), Mähr.-Trübau, 
Friedland. Raupe im 8, 9 auf Haseln (nach G. meist an der 
Blattunterseite), auf Eichen, Buchen, Birken und Erlen, verpuppt 
sich in der Erde. 

291. punctularia Hb. (3910). 

Färbung veränderlich, weißlich bis grau. Sitzt tagsüber 
zumeist an Baumstämmen. 

Brünn (G. im 5 häufig, so bei Czernowitz an Erlenstämmen ; 
Dol. dagegen im 4 und 6), Olmütz (Kitt), Mähr. - Trübau, 
Neutitschein, Fulnek (Ende 4, defekt, bis Ende Mai in Jogs Busch), 
Ostrau (Waw.). Nach Berge-Rebel Ende 3, 4 und wieder im 7. 

Raupe 5, 6 und 7, beziehungsweise 8 an Birken und Erlen, 
Verpuppung in der Erde. 

Tepbronia Hb. 

292. sepiaria Hufn. (3911). 

Brünn (G. 1, 8 häufig in der Dämmerung an Wänden), 
Mähr.-Trübau. 

12* 



180 



Raupe 5, 6 an Flechten an Bretterzäunen, verpuppt sich 
unter Flechten. 

Gnophos Tr. 

293. dumetata Tr. (3923). 

Nur von Brünn bekannt, und da nur einmal von Kupido im 
8 im Schreib walde gefangen. Raupe angeblich polyphag bis 6. 

294. furvata Schiff. (3925). 

Brünn (G. 6, 7 in der Dämmerung am gelben Berg und im 
Schreibwalde, Satory bei Adamstal und am Babitzer Berg), 
Neutitschein (Otto 20. Juni), Klentnitz (Sterzl 18. August), Nikols- 
burg (Ende 6, 7, 1909 bis tief in den 8 unterm heiligen Berg- 
einzeln, fliegt sehr rasch). 

Raupe überwinternd bis 5, polyphag an niederen Pflanzen, 
wie Plantago, Rumex, Hieracium, Origanum, Thymus, Teucrium, 
Hippocrepis und anderen, wurde auch an Schlehentrieben gefunden 
und mit Geißblatt gefüttert. Verpuppung in der Erde. 

295. obscuraria Hb. (3931). 

Brünn (Ende 7, 8 ober der Steinmühle und im Schimitzer 
Weingebirge nicht selten ; Dol. 6, 7), Olmütz (Schell, bei Mariental 
im 7 zwei Stück), Sternberg (Satory 7), Klentnitz (4. August), 
Nikolsburg (7, 8, mitunter defekt bis tief in den 9 unterm heiligen 
Berg in der Spätdämmerung, häufig; die dunkle Bestäubung 
verschieden intensiv), Fulnek (1 Stück am 1. August 1912 in der 
Wohnung). 

Eibeschreibung siehe Gub. int. ent. Z., 3. Jahrgang. Raupe 
überwinternd bis 5 an niederen Pflanzen, besonders Sedum album, 
Silene nutans, Artemisia, Scabiosa, Rubus, Lychnis viscaria, 
Bupleurum falcatum und anderen, bei Tage versteckt, sie verpuppt 
sich an der Erde ; läßt sich nach Höfner auch mit Salat ziehen. 

296. puilata Tr. (3935). 

Brünn (Otto im 6, 7 nur einmal hinter der Brühl, Kupido 
erwähnt die Art mit ? als puilata W. V., scheint sich also nicht 
ganz sicher gefühlt zu haben, er gibt als Flugzeit 7, 8 an und 
bezeichnet sie als sehr selten). 

Raupe überwinternd auf Sedum, Origanum, Teucrium und 
anderen niederen Pflanzen, wie Artemisia, Galium etc. 

297. glaucinaria Hb. (3940). 

Schellenberg fand die Art am Kotoutsch bei Stramberg an 
Kalkfelsen im 7, also wohl nur in einer Generation, nicht selten, 



181 



und zwar meist in einer dunklen blaugrauen Form mit deutlicher 
oft gelb erscheinender Wellenlinie, er nimmt an, daß diese 
Stücke zur var. (ab.) plumbearia Stgr. gehören, welche ja auch 
bei Jauernig in Schlesien erbeutet wurde. 

Raupe überwinternd an Thymian, Artemisia, Sedum, Lychnis 
und anderen niederen Pflanzen. 

298. sordaria Thnbg. var. mendicaria H. S. (3963). 

Nach Wocke im 6 in den Fichtenwäldern des Gesenkes, bei 
Tage an Felsen und Stämmen sitzend. Dr. Götschmann fand sie 
am Spieglitzer Schneeberg. 

Raupe polyphag an niederen Pflanzen. 

299. dilucidaria Hb. (3964). 

Brünn (Kupido 7, 8 in den Schimitzer Weingärten und am 
roten Berge, selten : Dol. 6, 7), Spieglitzer Schneeberg (Dr. Götsch- 
mann; Wocke Ende 7 an alten Fichtenstubben sitzend), Leiter- 
berg und Altvater (Kolenati 7 ; Wocke bei der Schweizerei). 
Mähr.-Trübau (8 sehr selten). 

Raupe wie die vorige an niederen Pflanzen, wie Hypericum, 
Vaccinium, Linaria, Genista und anderen. 

Psodos Tr. 

300. alpinata Sc. (3975). 

Auf den Kämmen des Gesenkes und dem Gipfel des Schnee- 
berges von Mitte 6 bis Mitte 7 häufig (Wocke). Raupe unbekannt, 
Höfner vermutet sie an Vaccinien und anderen niederen Pflanzen. 

Pygmaena B. 

301. fusca Thnbg. (3982). 

Wurde von Zirps angeblich auf der Lyssa hora im 7 ge- 
fangen. Belegstücke sandte er an meinen Freund Hoffmann in 
Krieglach, welcher mir übrigens auch einige andere nicht hoch- 
alpine Fundstellen in Oesterreich nannte. Eine Bestätigung des 
Vorkommens dieser Art in den Beskiden von anderer sach- 
verständiger Seite wäre sehr wünschenswert, bis dahin bleibt 
die Sache fraglich. 

Raupe überwinternd an Heidelbeeren, Draba und anderen 
niederen Pflanzen. 



182 



Fidonia Tr.*) 

302. roraria F. (3997). 

Brünn (Kupido Mitte 5, 6 im Schreib walde gefangen). 
Raupe an Genista, Spartium und Sarothamnus, verpuppt sich in 
der Erde. 

Ematurga Ld. 

303. atomaria L. (4000) brauner Heidekrautspanner. 
Ende 4, 5 und 7, 8 im ganzen Lande verbreitet und häufig. 

Otto fing sie bei Neutitschein auch einmal am 17. Oktober, viel- 
leicht in 3. Gen. Die Art aberriert in Zeichnung und Färbung 
stark. Die cT vielfach mit breiter Saumbinde auf Vorder- und 
Hinterflügel, die 9 mit weißer oder blaßockergelber Grundfarbe 
und 1 — 3, wenn die Saumlinie mitgezählt wird, 4 dunklen Binden 
der Hinterflügel. 

Raupe im (3 und 9 an Spartium, Centaurea, Lythruni, 
Calluna, Artemisia, Genista, Ononis, Onobrychis, Rumex und 
anderen, sie verpuppt sich in der Erde. 

Bupalus Leach. 

304. piniar'lUS L. Kiefernspanner (4001). 

Im 5, 6 mit der Föhre verbreitet, meist häufig, mitunter 
schädlich. Raupe im 7, 8 auf Pinus sylvestris, verpuppt sich an 
der Erde unter Moos. 

Selidosema Hb. 

305. ericetaria Vill. (4003). 

Brünn (G. im 7, 8 überall häufig, besonders auf einer Wiese 
im Schreibwald und am Obrzaner Berg), Mähr.-Trübau, Klentnitz 
(Sterzl 11. August), Nikolsburg (im 8, mitunter bis gegen Mitte 9 
am heiligen Berg, Muschelberg, hohen Eck, in manchen Jahren 
sehr häufig, mitunter ganz ausbleibend, das Q immer viel seltener. 
Fliegt in der Dämmerung, kann aber auch bei Tag aufgescheucht 
werden ; Zeichnung und Färbung sehr variabel, hell und dunkel, 
1 9 nahezu zeichnungslos). 

Raupe im 5, 6 auf Lotus, Genista, Calluna, Vicia, Rumex. 

*) Fidonia carbonaria CL, die von G. und Kupido für Brünn ange- 
geben wird, kommt dort nicht vor. Die betreffenden Stücke sind, wie 
Prof. Dr. Seitz zu meinem Nachtrage zur Lepidopterenfauna Brünns sehr 
richtig bemerkt hat, Parascotia fuliginaria L. 



183 



Thamnonoma Ld. 

306. wauaria L. (4013) W-spanner. 

Brünn (Gr. im 7 an Baumstämmen nicht selten), Olmütz 
(Bahr), Mähr.-Trübau (Wing. 7 in den Gärten häufig), Sternberg 
(Satory 7), Neutitschein (15. Juni, 18. August), Nikolsburg (6, 7 
in Gärten, nicht häufig), Fulnek (6, 7 an Gartenplanken nicht 
selten), Ostrau (Waw.). 

Raupe überwinternd von 8 — 5 an Stachelbeeren und Jo- 
hannisbeeren 5 verpuppt sich an der Erde, ich fand einmal auch 
die Puppe an einem Bretterzaune in leichtem Gespinste. 

307. brunneata Thnbg. (4018). 

Geht hoch ins Gebirge, in den Salzburger hohen Tauern 
-fing ich sie bei 1700 m Seehöhe. Brünn (G. 6, 7 im Schreib- 
walde sehr häufig), Rabenseifen (7), Mähr.-Trübau, Friedland und 
Mistek (Schell. 6 sehr häufig, wo Heidelbeeren), Nikolsburg 
(1 Stück im 7 unterm hohen Eck), Ostrau (Waw.). Raupe auf 
Heidelbeeren und gewiß auch, an anderen Pflanzen, da es erstere 
bei Nikolsburg nicht gibt, nach Höfner übrigens auch an Birken. 
Verpuppung in der Erde. 

Diastictis Hb. 

308. artesiaria F. (4019). 

Brünn (Kupido im 7 bei Sobieschitz; Viertl bei Karthaus, 
Satory in der Dornichgasse), Nikolsburg (1 9 Anfang 9 des 
Jahres 1909 an der Grenze, dieses kann nur einer 2. Gen. an- 
gehören), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 5 und wohl auch 8 an Weiden; verpuppt sich 
zwischen den Blättern. 

Phasiane Dup. 

309. petraria Hb. (4023). 

Mistek und Friedland (Schell, im 5 in Nadelwäldern, wo 
viel Farrenkraut wächst, mitunter häufig). Raupe im Juni an 
Adlerfarn (Pteris aquilina), sie verpuppt sich in der Erde. 

310. clathrata L. (4032). 

Ueberall häufig, Ende 4, 5 bis Ende 8 in zwei oft inein- 
ander übergehenden Generationen. Ausdehnung der gelben 
Bestäubung, Tiefe der dunklen Binden sehr variabel. 



184 



Ei siehe Kranchers Jahrbuch 1910 und Gub. int. ent. Z., 
3. Jahrg. Raupe im 6 und 9 auf Kleearten (Lotus, Trifolium, 
Medicago, Onobrychis, Melilotus etc.). Verwandlung in der Erde, 
oder an derselben. 

311. glarearia Brahm. (4033). 

Brünn (G. 4, 5 und 7 an trockenen Abhängen sehr häufig), 
Klentnitz (Sterzl 4. August), Nikolsburg (Mitte 4, 5 ev. noch 
Anf. 6 und von ca. Mitte 7 mitunter bis gegen Ende 8 sehr 
häufig am heiligen, Galgen-, Muschelberg, auch auf den Wiesen; 
9—13 mm), Ostrau (Waw.). 

Raupe im 6 und Ende 8, 9 auf Klee (Trifolium lupulinus 
und anderen), sowie an Lathyrus pratensis. 

Eubolia Ld. 

312. arenacearia Hb. und gen. aest. flavidaria Ev. (4037). 

Brünn (G. 5, 6 auch im 9 bei Hussowitz und der Kleidofka ; 
Dol. 5 und 8), Stramberg (Schell, im 5 am Kotoutsch 1 Stück), 
Klentnitz (Sterzl 19. August), Nikolsburg (5 mitunter bis tief in 
den 6 und wieder von Mitte 7 bis in den 8; unter der Sommer- 
form überwiegt bedeutend die gelbe Form, es finden sich aber 
auch Uebergänge zur grauen Stammform; auf einem Kleeacker 
unterm Galgenberg im Jahre 1908 recht häufig, seither einzeln, 
Färbung und Zeichnung beider Gen. sehr veränderlich ; fliegt bei 
Tag, kommt aber auch ans Licht). Raupe 6 und 8, 9 auf 
Coronilla varia. 

313 murinaria F. (4038). 

Brünn (G. 4, 5 Kleidofka), Olmütz (Kitt), Klentnitz (Sterzl 
11. Juli), Nikolsburg (Ende 4, 5 und 7 am heiligen, Galgen- 
berg usw., nicht häufig). 

ab. Cinerearia Dup. sehr schwach gezeichnet; Nikolsburg. 

Raupe 6 und 8, 9 an Klee- und Wickenarten. 

Scodiona B. 

314. fagaria Thnbg. var. favillacearia Hb. (4058). 

Brünn (Kupido einmal im 6 bei Kiritein, nach G.). Raupe 
überwinternd bis 3 an Calluna und Globularia, sie verpuppt sich 
unter Moos in einem leichten Gespinste. 



185 



315. conspersaria F. (4059). 

Brünn (G. 1 Stück am 16. Juni bei der Kleidofka), Nikols- 
burg (1 cT im 5 im Grase am Galgenberg, 1 9 am 28. Juni 1909 
am heil. Berg in der Dämmerung). 

Raupe von 6 — 8 an Salvia pratensis und Artemisia. 

Gleogene B„ 

316. lutearia F. (4064). 

Von Otto am 28. Juni bei Neutitschein, voraussichtlich in 
den Beskiden erbeutet. Eine Verwechslung mit einer anderen 
Art ist kaum möglich, die Art kommt übrigens auch in dem 
benachbarten Teile Ungarns in den Karpathen vor. Fliegt nach 
Berge-Rebel 5 — 7. Raupe überwinternd polyphag an niederen 
^Pflanzen. 

Scoria Stpb. 

317. lineata Sc. (4067) weißer Hartheuspanner. 

Brünn (Otto 6, 7 bei Schebetein, selten), Olmütz (Bahr), 
Rabenseifen (7), Hohenstadt (Nowak), Neutitschein (Otto L Juni) 
Nikolsburg (5 bis Anf. 6 am heiligen, Galgen-, Muschelberg u. s. w. 
meist häufig), Mähr.-Trübau (Wing. im 7 am Rande des Burg- 
städts, selten). 

Ei siehe Gub. int. ent. Z., 3. Jahrgang. Raupe überwinternd 
bis 4 an Sarothamnus, Origanum, Hypericum, Achillea, Lamium, 
Centaurea und anderen. Verwandlung in einem Kokon an 
Pflanzenstengeln. 

Aspilates Tr. 

321. gilvaria F. (4075). 

Brünn (G. 7, 8 an trockenen Berghängen und auf Wald- 
wiesen verbreitet und häufig), M.-Trübau (Mitte 8 am Kreuzberge 
nach Tuppy), Liliendorf (7), Klentnitz (Sterzl 11. Juli), Nikols- 
burg (7 bis Mitte 8 meist nicht häufig, doch an allen Berghalden 
vorkommend; 14 — I6V2 mm). 

Raupe im 5, 6 an Achillea, Sarothamnus, Thymus serpyllum 
und anderen, sie verpuppt sich in der Erde. 



186 





In den Nachbar- 






faunengebieten von 




In Mähren 












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Anmerkung 


vorkommend 


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Aplasta ononana r uessl. 










sehr bemerkenswert. 


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+ *) 


+ 


— 


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Euchl. smaragdaria F. ' . 


4 


4- 


— 


4- 


lokale Art. 


Nemor. viridata L. . . . 


+ 


■ 


4- 


+ 


im Böhmen wohl nur über- 
sehen. 


„ porrinata Z. . 






— 


4- 




Acid. trilmeata Sc. . 


+ 


i 

+ 


— 


4- 




„ laevigata Sc. . . . 


+ 


+ 


4- 


— 




„ trigeminata Hw. 


-1 






4" 




„ filicata Hb 


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sehr bemerkenswert. 




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v i nterj ectana B. 


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„ nitidata H. S. 


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bemerkenswert. 


„ degoneraria Hb. 


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4- 


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■fl Q r\ Q 1*1 Q X/ 


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4- 




neuere Daten für Mähren 
sehr wünschenswert. 








EnVi al Viinppl 1 flri a Hb 


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4- 




AVOl 1Y1 /°1 Yl i" ' 1 VI Q 

„ UU.clCIIIlUIlLa.lld/ 












R a a fl k,» 


+ 




4- 


— 




vjitnoi. coaiciaid x . . 


+ 


4 


— 


4- 






+ 




4- 


— 




Loboph. appensata Esp. 


+ 




4- 






„ viretata Hb. . . 


4- 


+ 


+ 






Lygris associata Bkh. . 




— 


4- 


— 


bemerkenswert. 


Lar. immanata Hw. . 


+ 






— 


auch Nordeuropa. 


f nvriof o I I K 






4- 




Alpen, Pyrenäen, Norden. 


„ cambrica Ourt . 


+ 


■ 

+ 


4- 






,, mcursata Hb 


+ 


-f 


4 






„ suffumata Hb. . 


+ 


■ 

+ 


4- 












+ 


— 








+ 


4- 






„ autumnata Bkh. . . 


+ 


+ 








,, frustata Tr 


i 

"T 


+ 


4- 








+ 


+ 




+ 




„ unangulata Hw. . . 


+ 




4- 


+ 




„ procellata F. . . . 


+ 


+ 




+ 




afF. v. turbaria Stph. 


+ 




4- 




bemerkenswert. 



*) 4" bedeuten das Vorkommen, — das Nichtvorkommen. 



187 





XII li-Lrtlll oll 

vorkommend 


In den Nachbar- 
faunengebieten von 


Anmerkung 




Nieder- 
Oe sterr. 


Böhmen 


Schlesien 


Ungarn 




Lar. hydrata Tr 


+ 


+ 


+ 


— 








„ minorata Tr. 


+ 


+ 




— 










+ 


— 


+ 


— 








A <?tVi ansprnria TT S 


+ 


+ 




— 








Tephr. laojuaearia H. S. 


+ 


+ 


+ 


— 








„ irriguata Hb. 


+ 




■ 


+ 








inHicratfl TTH 


+ 


+ 


+ 


— 








lUsdtd 11U. . . 


— 


— 


+ 


— 








vAnncmfn T 1 

^ V DU Uu(l l <l -La« • ■ 


+ 


— 


+ 


+ 








,, pimpinellata Hb. 


+ 


+ 


4- 


— 








,, expallidata G~n. 


+ 


— 


+ 


— 








„ assimillata Grn. 


+ 


— 


+ 


— 








„ denotata Hb. 




— 


+ 


— 








„ actaeata Waldsdf. 


+ 


— 


+ 


— 








w virgaureata Dbld. 


+ 


+ 


+ 


— 








„ lariciata Frr. 


+ 


+ 




— 








„ subnotata Hb. . . 


+ 


+ 


+ 


— 








,, veratraria H S. 


+ 


+ 


+ 


— 










-f 


+ 


+ 


— 








millefoliata Rössl. 


+ 


+ 




— 








,, scabiosata Bkh. . 


+ 


+ 


4- 


— 








,, impurata Hb. 


+ 


— 


+ 


+ 








spiT.io'ranV.flf'a Rrd 


+ 


+ 


— 


— 








isogrammaria H. S. 




— 


— 


— 


bemerkenswert. 






„ valerianata Hb. 


+ 


+ 


+ 


— 








„ tenuiata Hb. . 


f 




+ 


— 








i n ihn rha f si Flh 

•«, 1 11 1 LI 1 Ucxttt llUi . . 






+ 










,, exiguata Hb. 


+ 


+ 


+ 


— 








„ lanceata Hb. 


+ 


+ 


+ 










sobrin fitfl, Hb 


! + 




+ 










,, pumilata Hb. 








+ 


i \ PTY) ATMT ATI ÜWT Al*f* 






Chlorocl. coronata Hb. 


+ 




+ 










chloerata Mab. . 


+ 


+ 


+ 










Collix sparsata Tr. . . . 


+ 




+ 










Phibal. vitalbata Schiff. 


+ 


+ 




+ 








„ aquata Hb. . . . 










bemerkenswert. 






„ corticata Tr. . . 


+ 






+ 


dsgl. 






Ep. pulverata Thnbg. . . 


+ 


+ 












Abr. melanaria L. . . . 


+ 


+ 


+ 









188 





In den Nachbar- 






faunengebieten von 




In Mähren 




















Anmerkung 


vorkommend 


ieder- 


)hmen 


ilesier 


ngarn 








o 

CO 






Bapta pictaria Curt. . . 


— 


+ 


— 


— 


bemerkenswert. 


Steg, dilectaria Hb. . . . 


+ 


— 


— 


+ 


dsgl. 


• _ TTT- 

„ cararia Hb 




— 


— 


— 


dsgl. 


Ennom. fuscantaria Hw. 


+ 


+ 


+ 


— 




Caustol. flavicaria Hb. 


+ 


— 


— 


+ 


bemerkenswert, auch in 
ttalizien. 


JJlfeLUIl ZiUllclXld) kjL.11111. . 


+ 


+ 


— 


+ 


auch in Südschweden. 


„ lapponnria B. . . 


+ 


— 


+ 


— 


bemerkenswert. 


Boarmia bistortata Goeze 


— 


— 




— 


sehr bemerkenswert. 


Gnoph. dumetata Tr. . . 


+ 


+ 


— 


+ 


nach Wocke in Schlesien 


„ furvata F. . . . 


+ 




— 


— 


1 ei Neutits^hein, ist 
aber Mähren. 


„ pullata Tr. . . . 


+ 


+ 


+ 






Pygm. fusca Thnbg. . . 


+ 








Bestätigung für Mähren 
sehr wünschenswert. 


Fid. roraria F 


f 




■ 

+ 


i 




Eub. arenacearia Hb. . . 


+ 






+ 


n a m pr Iz A n c ix/pvf 
UUIaICIivOIIöVVCIL. 


„ murinaria F. . . . 


+ 


+ 




+ 




Scod. fag. v. favillacearia 














+ 




+ 






Scod. conspersaria F. . . 


+ 






+ 


bemerkenswert. 


Cleog. lutearia F 








+ 


dsgl. 


Aspil. gilvaria. F. . . . 




+ 




+ 







Herr Neuschild, Berlin, sandte mir gegen Nachnahme eine 
Sendung „Moravia"-Falter, meist Geometriden, unter welchen sich 
z. B. Acid. pygmaearia und sericeata befanden, alles angeblich 
aus Mähren, und zwar aus Wockes Sammlung. Nun solche Un- 
möglichkeiten konnte ich trotz Neuschilds in Grobheit bestehenden 
Argumenten für meine Arbeit nicht verwenden. Wer z. B. nicht 
glaubt, daß nebst obigen auch Agrotis fimbriola Esp. von Wocke 
in Nordmähren gefangen wurde, ist nach N. ein bedauernswerter 
Ignorant. 



189 







In den Nachbar- 










faunengebieten von 








In Mähren 
























Anmerkung 








Nieder- 
Oesterr 


Schlesier 


Böhmen 


Ungarn 






Nem. pulmentaria Gn. . 




— 


— 


+ 


in Mähren möglich. 






Acid. sericeata Hb. . . . 


— 


— 


— 


+ 


Südform. 






„ obsoletaria Rbr. . 


+ 


— 


— 


+ 


Südform. 






„ rubraria Stgr. . . 


+ 


— 


— 


— 


im Süden und Westen. 






„ punctata Sc. . . . 


+ 


— 


— 


+ 








„ caricaria Reutti. . 


+ 


— 


— 


— 


in Mähren möglich. 






„ emutaria Hb. . . . 


i + 


— 


— 


+ 


Südform. 






Eph. orbicularia Hb. . . 


+ 


+ 


— 


— 


in Mähreu möglich. 






„ ruficiliaria H. S. . . 


+ 


— 


— 


— 


dsgl. 






Rhod. calabraria Z. . . . 


— 


— 


— 


+ 


Südform. 






Odezia tibiale Esp. . . . 


+ 


— 





— 


in Mähren möglich. 






Siona decussata Bkh. ab. 


















+ 


— 


— 


+ 


Südform. 






Anait. paludata Thnbg. 
















var. imbutata Hb. . . 


+ 


+ 


— 


— 


nordisch, alpin. 






Chesias spartiata Fuessl. 


— 


+ 


— 


— 


in Mähren möglich. 






Triph. subaudiata Dup. . 


+ 


— 


— 


— 


Alpentier. 






Lar. cognata Thnbg. . . 


+ 


— 


— 




Alpen, Norden, Schott- 
land etc. 






„ taeniata Stph. . . . 


+ 


+ 


— 




Norden, Karpathen etc. 






„ munitata Hb. . . . 


+ 


+ 


+ 


— 


in Mähren möglich. 




„ kollariaria H. S. . . 




— 


— 


— 






„ austriacaria H. S. . 


+ 


— 


— 


— 


( Alpentiere. 
J 








+ 






— 


/ in Mähren möglich 
J 






„ flavicinctata Hb. . . 


+ 


I 








„ cyanata Hb 










Alpentier. 




1 „ tophaceata Hb. . . . 


+ 








mehr im Süden. 






„ nobiliaria H. S. . . 


+ 








Norden und Hochgehirge. 






„ nebulata Tr 


+(?) 








Südform. 






„ achromaria Lah. . . 


+ 














„ incultraria H. S. . . 


+ 














„ scripturata Hb. . . 


+ 














„ alpicolaria H. S. . . 


+ 








Alpentier. 






„ alaudaria Frr. . . . 


+ 






+ 







190 





In Mähren 
nicht gefunden 


In den Nachbar- 
faunengebieten von 








Nieder- 
Oesterr. 


Schlesien 


Böhmen 


Ungarn 


Anmerkung 






Lar. pupillata Thnbg. . . 


+ 








— 








„ lugdunaria S. . , . 


+ 











Südform. 






„ flavofasciata Thnbg. 


+ 















„ ruber ata Frr. . . . 


+ 















„ sagittata F 




+ 








in Mähren möglich. 






Tephrocl. extremata F. . 






+ (?) 




Südform. 






„ gueneata Mill. . . 


+ 


— 


— 




dsgl. 






„ conterminata Z. . 


, + 


— 


+ 


— 


in Mähren möglich. 






„ alliaria Stgr. . . 


+ 


— 


— 





Südform. 






„ egeneraria H. S. . 


+ 


— 


— 


— 








„ euphrasiata H. S. 


+ 














„ distinctaria H. S. 


+ 


— 


— 


+ 








„ extraversaria H. S. 




+ 


— 


— 








„ goossensiata Mab. 




+ 






. in Mähren möglich. 






„ selinata H. S. . . 


+ 


+ 


— 











„ trisignaria H. S. . 




+ 













„ helveticaria B. . . 


+ 


+ 


+ 











„ cauchyata Dup. . 




4- 




_ 








„ denticulata Tr. . 









+ 








„ graphata Tr. . . 
„ mayeri Mn. . . . 


+ 












_ 


in Mähren möglich, 
auch in Niederösterreich 
anscheinend ausgestorben. 






„ seriptaria H. S. . 


4- 





_ 




alpin, nordisch. 






„ immundata Z. . . 
„ pygmaeata Hb. . 


+ 
+ 


-f 
+ 


+ 


— 


^ in ]\IälirGn möglich. 






„ hyperboreata Stgr. 










Nordform. 






„ abbreviata Stph. . 


! + 








in Mähren möglieh. 






„ dodoneata Gn. . . 






+ 










Phibal. lapidata Hb. . . 


+ 














„ aemulata Hb. . . 










Alpentier. 






Ennom. quercaria Hb. . 


+ 






+ 


in Mähren möglich. 






Hypopl. adspersaria Hb. 










dsgl. 






Eilicr. cordiaria Hb. . . 


+ 






+ 


in Mähren möglich. 






Lignyopt. fumidaria Hb. 


l + 








Südostform. 





191 



In Mähren 
nicht gefunden 


in den Nachbar- 
faunengebieten von 




ä £ 


desien 


5hmen 


ei garn 


Anmerkung 






ü 




P 




Chondros, fiduciaria Ank. 


+ 


— 


— 


— 


Südostform. 


Biston alpina Sulz. . . . 


+ 


— 


— 


— 


Alpentier. 


Pachycn. hippocastanaria 












Hb 

Gnoph. ambiguata Dup. 


+ 
+ 


+ 
+ 


+ 
+ 


— 
— 


, in Mähren möglieh. 


„ serotinaria Hb. . 












„ myrtillata Thnbg. 


+ 










„ operaria Hb. . . 
Psodos noricana Wagner 


+ 
h 




+ 


+ 


alle vorwiegend in hohen 
Gehirgen. 


„ coracina Esp. . . 








+ 




„ trepidaria Hb. . . 


+ 






+ 




„ quadrifaria Sulz. . 


+ 


+ 


+ 


+ 




Fid. fasciolaria Rott. . . 


+ 




+ 




in "Mähr n möglich. 


, earbonaria Cl. . . . 




+ 




+ 




Perconia strigillaria Hb. 


-1- 




+ 




in Mähren möglich. 



Die Zahl der mährischen Geometriden könnte demnach um 
ca 30 gesteigert werden, wovon nahezu die Hälfte auf die Gat- 
tung Tephroclystia entfällt. 

XXVIII. Nolidae. 

Nola Leacb. 

1. togatulalis Hb. (4098). 

Brünn (Dol. 6, 7), Nikolsburg (6, 7 selten unterm heil. 
Berg und im Stadtwald am Licht). Raupe überwinternd bis 5 auf 
niederen Eichen und Schlehen. 

2. cuculatella L. (4103). 

Brünn (nach Gs. Sammlung; Satory), Olmütz (Bahr), 
Liliendorf (7), Nikolsburg (1 Stück im 6 unterm heil. Berg), 
Ostrau (Wawerka). 



192 



Raupe überwinternd bis 5, 6 an Prunus, Crataegus und 
Apfelbäumen, Verpuppung an Zweigen und Blattstielen. 

3. cicatricalis Tr. (4104). 

Brünn (Viertl), fliegt nach Berge-Rebel 3, 4. Raupe im 6, 7 
an Eichen-, Birken- und Buchenflechten, Verpuppung am Stamme. 

4. strigula Schiff. (4105). 

Brünn (Gärtners Sammlung), Nikolsburg (1 Stück im Stadt- 
walde im 7). 

Raupe auf Eichen an Flechten. 

5. confusalis H. S. (4106). 

Olmütz (Schell, im 4 bei Mariental an Baumstämmen), 
Nikolsburg (1 Stück im 5 unterm heil. Berg). Raupe an jungen 
Eichenblättern, angeblich auch Buchen, Linden und Heidel- 
beeren (?). 

6. cristatula Hb. (4112). 

Brünn (Doleschall 7). Raupe nach Dol. an der Wasser- 
minze, in der Jugend in den jüngsten Trieben bohrend, später 
frei an der Blattunterseite. 

7. albula Schiff. (4113). 

Nikolsburg (1 Stück 16. August 1909 am Licht). 
Raupe Ende 5, 6 auf Wasserminze und Brombeeren. 





In Mähren 
vorkommend 


In den Nachbar- 
faunengebieten von 








Nieder- 
Oesterr. 


Böhmen 


Schlesien 


Ungarn 


Anmerkung 






Nola togatulalis Hb. . . 
„ cicatricalis Tr. . . .1 
„ albula Schilf. . . . 
„ confusalis H. S. . . 
„ cristatula Hb. . . . 


ja 

» 


nein 
ja 

n 

nein 

n 


ja 

nein 

n 

ja 

nein 


ja 

H 

nein 
ja 

nein 


bemerkenswert, 
auch in Galizien. 






In Mähren 
nicht gefunden 


In den Nachbar- 
faunengebieten von 








Nieder- 
Oesterr. 


Schlesien 


Böhmen 


Ungarn 


Anmerkung 






Nola centonalis Hb. . . 


ja 


ja 


nein 


nein 


in Mähren sehr 
wahrscheinlich. 





193 



XXIX. Cymbidae (Nycteolidae). 

Nunmehr geteilt in Sarrothripidae (Sarrothripus) und Chloe- 
phoridae (Earias und Hylophila). 

Sarrothripus Gurt. 

1. revayana Sc. (4126). 

Brünn (Viertl), Neutitschein, Mistek (Schellenbergs undulana). 
Ostrau (Wawerka). Fulnek (überwintert im April im Haus- 
garten). 

ab. fusculana Schmie! mit rostfarbenem Mittelfleck und 
schwarzem Wurzelstreif 7 von Mistek (Schell.) 

ab. ilicana F. hellgrau, Mittelpunkt und 2 Punkte im Wur- 
zelfeld schwarz, Brünn (Kupido), Nikolsburg (1 Stück am Muschel- 
berg im 6). 

ab. dilutana Hb. hellgrau, mit bräunlichem oft bindenartig 
verlängertem Fleck in der Mitte des Vorderrandes; Neutitschein. 

Flugzeit nach Berge-Rebel 6 und meist wieder 8 ; 9; über- 
winternd. Raupe Ende 5, 6 und 8 auf Eichen, erwachsen zwi- 
schen zusammengehefteten Blättern. 

2. degenerana Hb. (4126 d). 

Von Staudinger noch als Varietät der Vorigen betrachtet, 
nach Berge-Rebel (bzhw. Klos und Meixner) jedoch eigene Art. 

Brünn (Kupido), Nikolsburg (1 Stück im 7 an der Grenze). 
Flugzeit nach Berge-Rebel 2 Wochen nach der Vorigen. Raupe 
auf Weiden, besonders Salix caprea. 

Earias Hb. 

3. vernana Hb. (4133). 

Brünn (Dol. 5). Friedland. 2. Gen. im 8 bisher nicht ge- 
meldet. 

Raupe nach Berge-Rebel im 8, 9 an Silberpappel (Populus 
alba), die Blattoberseite benagend, nach Dol. im 7 in den 
jüngsten Trieben derselben. Verpuppung meist an den Zweigen. 

4. chlorana L. (4136). 

Brünn (Schneider 4 und 7 ziemlich häufig in Gärten und 
auf Friedhöfen; Dol. 5 und 7), Neutitschein, Friedland, Nikols- 
burg (5 und mitunter noch bis Mitte 6 unterm Muschelberg, am 
Licht, selten). 

Verhandlungen des nuturf. Vereines in Brünn. LI. Hü,nd. 



194 



Raupe im 6 und 8 an Weidenbüschen, die Endspitzen zu- 
sammendrehend. 

Hylophila Hb. 

5. prasinana L (4141). 

Brünn (Dol. 5, 6), Olmütz (Bahr), Mähr.-Rotwasser, Neutit- 
schein, Nikolsburg (5 Anf. 6 im Stadtwalde nicht häufig), Fulnek 
(1 Stück in Jogs Busch am 27. Mai am Licht), Ostrau (Wawerka), 
Mähr.-Trübau (Wing. 6 Burgstadtlehne gegen Tschuschitz). 

Raupe von Ende 6 — 9 auf Eichen und Buchen, Verpuppung 
am Blatte in einem festen kahnförmigen Gehäuse. 

6. bicolorana Fuessl. (4142). 

Wird von mehreren Forschern von der Gattung Hylophila Hb. 
abgetrennt und zu Chloephora Wallgr. gestellt. Diese Trennung 
bietet, wie so manche andere, keinen Nutzen. Unterscheidet sich 
von der Vorhergehenden hauptsächlich durch die weißen, nicht 
rötlichen Fransen. Brünn (Dol. 6, 7), Olmütz (Bahr), Weißkirchen 
(Schell.), Neutitschein, Ung.-Ostra, Namiest, Nikolsburg (selten 
im Juli am hohen Eck, auch unterm heiligen Berg), Ostrau 
(Wawerka). 

Raupe überwinternd bis 6 auf Eichen und Buchen, Ver- 
puppung am Blatte. 

Von diesen Arten wurde die Earias vernana Hb. in Böhmen 
nicht gefunden, in den Nachbargebieten finden sich keine Mähren 
fehlenden Arten. 

XXX. Syntomidae. 

Syntomis 0. 
1. phegea L Weißfleck (4146). 

In Mähren weit verbreitet und manchenorts in einzelnen 
Jahren sehr häufig. Brünn (Dol. 6, 7 ; bei Adamstal, Billowitz, 
Obrzan, Kiritein u. s. w.), Olmütz (Bahr, Schell, im 7 bei 
Mariental), Reschen (7), Rabenseifen (7), Mähr.-Trübau, Sternberg 
(Satory 7), Leipnik (am Helfenstein nach Nowak), Mähr.-Weiß- 
kirchen (Schell. 7), Neutitschein, Rottalowitz, Ung.-Brod, Iglau, 
Namiest, Liliendorf (7), Klentnitz (Sterzl), Nikolsburg (von Mitte 6 
bis Ende 7, mitunter bis in den 8 auf dem heiligen Berg, im 
Stadtwald, am Muschelberg etc., oft häufig). 

ab. pfluemeri Wacquant. Vorderflügel mit 5 Flecken. Brünn 
(Gärtners Sammlung), Nikolsburg (1 Stück im Stadtwalde). 



195 



ab. iphimedia Esp. alle Flügel einfarbig dunkel, Brünn 
(Kupido und Gärtners Sammlung). 

ab. cloelia Bkh. Vorderflügel mit 1 — 2, Hinterflügel mit 
einem Fleck (Brünn ; Gärtners Sammlung), Nikolsburg (1 Stück 
am heiligen Berg). 

ab. ornata nom. nov. könnte man Falter, wohl nur 99 mit 
stark zunehmender weißer Zeichnung nennen. Auf den Vorder- 
flügeln außerdem in Zelle 1 b ein langer weißlicher Streifen, in 
Zelle 2 und 5 gleichfalls weiße Flecke, die 2 weißen Flecke der 
Hinterflügel sind vergrößert, außerdem weitere 2 weiße Fleckchen ; 
von Nikolsburg. 

Raupe überwinternd, u. zw. gesellig; sie lebt dann bis 5 
an niederen Pflanzen wie Löwenzahn, Ampfer, Wegerich, Hie- 
racium, Gras und anderen, nach Nickerl auch Prunus padus. 

Dysauxes Hb. 

2. ancilla L. (4155). 

Brünn (Dol. 6, 7 ; Schneider im 7 im Zwittatale, bei Ochos 
und Eichhorn), Ung.-Brod, Liliendorf (7), Klentnitz (Sterzl 
19. Juli), Nikolsburg (am heiligen und Muschelberg, an der 
Grenze, am hohen Eck, Ende 6, 7 nicht häufig; der weiße Punkt 
in Zelle der Vorderflügel kann fehlen). Raupe überwinternd bis 6 
an Flechten (Parmelia und Jungermannia), wurde angeblich auch 
mit Salat erzogen. 

Im angrenzenden Teile Ungarns, und zwar in dessen äußerstem 
Süden findet sich auch noch Dysauxes punctata F. 

XXXI. Arctiidae. 

Arctiinae. 

Spilosoma Stph. 
1. mendica Cl. (4158). 

Brünn (Dol. 5, 6 in Wäldern), Neutitschein, Namiest, Nikols- 
burg (selten am heiligen Berg und im Stadtwalde im 5). 

ab. 9 depuncta Schultz, die schwarzen Punkte fehlen bis 
auf die Mittelpunkte (1 Stück bei Nikolsburg im Stadtwalde, ein 
zweites schlüpfte nach zweimaliger Ueberwinterung der Puppe). 

Ei und Raupe siehe Gub. int. ent. Z., 3. Jahrg. Raupe an 
Plantago, Löwenzahn, Lamium, Tanacetum, Salat etc. 

13* 



196 



2. lubricipeda L. (lutea Hufn.) (4159) Hernielinniotte. 
Anscheinend im ganzen Lande verbreitet und meist häufig, 

Flugzeit bei Brünn nach Dol. 5, 6, bei Nikolsburg Mitte 5 bis 
Ende 6, bei Neutitschein von Otto auch noch Anf. 7, kommt oft 
ans Licht. 

Raupe anfangs gesellig, bis 8 an Brombeeren, Tanacetum, 
Rumex, Nesseln, Lycium barbarum, Plantago, Epilobium, Carduus, 
Lonicera, Sambucus, Corylus und anderen. 

3. menthastri Esp.- (lubricipeda L.) (4163). 

Gleichfalls überall im 5, 6, häufig am Licht, bei Fulnek im 
Jahre 1911 noch Ende 7, möglicherweise in einer zweiten Teil- 
generation. 

ab. paucipuncfa Fuchs mit wenigen schwarzen Flecken auf 
den Vorderflügeln, auf den Hinterflügeln nur der dunkle Mittel- 
punkt, unter der Art, z. B. bei Nikolsburg. 

Raupe bis in den 8 auf Nesseln, Mentha, Plantago, Poly- 
gonum, Tanacetum und anderen. 

4. urticae Esp. (4164). 

Flügel meist schmäler wie bei der Vorigen, das sicherste 
Unterscheidungsmerkmal bilden aber die Fühler, die kürzer 
gezähnt und nicht ganz schwarz, sondern weiß und nur an der 
Spitze schwarz sind, die ab. paucipuncta Fuchs der Vorigen 
kommt sonst dieser Art sehr nahe. Brünn (5, 6 nach Dol.), 
Mähr.-Trübau, Friedland, Nikolsburg (im 5, im warmen Jahre 1908 
wieder Ende 7, so daß ich annehmen muß, daß diese Julifalter 
einer nur ausnahmsweise auftretenden zweiten Teilgen. angehörten. 
Am Licht in manchen Jahren, so 1908 häufig, besonders unterm 
heiligen Berg), Ostrau (Wawerka). 

Raupe an Nesseln, Melden, Lamium, Rumex, Carex und 
anderen niederen Pflanzen, nach Höfner sogar an Pteris aquilina. 

Phragmatobia Stpb. 

5. fuliginosa L. Rostflügel (4168). 

Ueberall Ende 4, 5 und wieder im 7, 8, bei einer ex ovo 
Zucht schlüpfte mir 1 Stück sogar noch am 13. September. Am 
Licht sehr häufig, fliegt aber auch im Sonnenschein. Es finden 
sich auch hierzulande, so bei Nikolsburg, Stücke mit dunkel- 
braunen Vorderflügeln und mit sehr wenig rot auf den Hinter- 
flügeln (trans. ad ab. borealis Stgr.), aber auch solche mit sehr 
lebhaft hellzimmtbraunen Vorderflügeln und sehr reduzierten 



197 

schwarzen Flecken auf den Hinterflügeln (trans. ad var. fervida 
Stgr.), letztere nur in heißen Jahren. Nikolsburger Falter messen 
12 Va — 17 min, natürlich wie überall Vorderflügel-Länge. 

Die Eier werden in größeren Partien nebeneinander ange- 
heftet; die Ablage erfolgte am 18. Mai. Form ungefähr kugelig, 
an der Anheftungsstelle stark abgeflacht, diese ist gerunzelt, die 
übrige Oberfläche glatt und glänzend, weißgelb, später wird der 
gelbe Farbton deutlicher, am 24. Mai bekommen sie ein schmutziges 
Aussehen, werden dann grau und am selben Tage schlüpfen die 
Räupehen, sie sind zumeist grau, sehr selten weißlich, nach der 
Futteraufnahme graugelb, das Rückengefäß grün durchscheinend, 
Kopf bräunlich mit sehr großen augenähnlichen graubraunen 
Flecken, der Körper ist mit dunklen graubraunen Wärzchen, diese 
mit dunklen langen Härchen besetzt. Das Wachstum ist sehr 
ungleichmäßig, ein Teil ergibt schon im 7 die Falter, ein Teil 
überwintert. Im allgemeinen lebt die Raupe Ende 5, 6 und 
wieder 8, 9 und überwinternd bis 3 oder 4 an niederen Pflanzen, 
wie Löwenzahn, Wegerich, Lamium, Galium, Polygonum und 
anderen. 

6. sordida Hb. (4170). 

Wird wie auch luctuosa H. G. von manchen zu Spilosoma 
gestellt. 

Diese Art ist vielleicht die interessanteste der ganzen 
mährischen Lepidopterenfauna, und ich sehe beim Niederschreiben 
dieser Zeilen im Geiste voraus, wie beim Lesen gar manches 
würdige Haupt geschüttelt wird, aber diese allen Nebenländern 
fehlende Art, die noch dazu alpin ist, kommt hierzulande doch vor. 

Kupido fand die Raupe am Fuße der Pollauer Berge in 
Steinhöhlen und erzog sie mit Wegerich, auch ich hatte das 
Glück, im Jahre 1904 am heiligen Berg in zirka 300 m Seehöhe, 
auf der Unterseite eines Steines eingesponnen, eine Puppe zu 
linden, welche im 5 einen J 1 Falter ergab. Seither habe ich dort 
zahlreiche Steine umgewälzt, viele Spinnen, Asseln und Ameisen, 
aber keine sordida gefunden. Doch genügt auch dieses eine Stück 
zur Bestätigung der Angaben Kupidos, die sonst vielleicht als 
unrichtig bezeichnet worden wären.*) 

*) luctuosa H. G. (4171) soll nach Zirps am Kotoutsch bei Stramberg 
vorkommen, aber sehr selten sein. Da die Art auch in Nordungarn ange- 
troffen wurde, so wäre dies immerhin nicht unmöglich, aber zweifelhaft 
bleibt die Sache bis auf weiteres doch. 



198 



Parasemia Hb. 

7. plantaginis L. (4177) Wegerichbär. 

Brünn (Schneider Ende 5, 6 in der ganzen Waldregion, 
besonders bei Ochos und Eichkorn), Olniütz (Bahr), Littau (Schell.), 
Mähr.-Rotwasser, Mähr.-Trübau (6, 7), Sternberg (Satory 1 Stück 
im 7), Neutitschein, Friedland, Mistek, Rottalowitz (4. Juni), 
Namiest, Nikolsburg (1 Raupe unterm heiligen Berg ; jedenfalls 
sehr selten). 

ab. cf hospita Schiff. Grundfarbe der Hinterflügel weiß. Brünn, 
Olmütz (bei Schmeil nach Prof. Kitt nur diese Form), im Gesenke 
(Kolenati im 7 am Leiterberg, Altvater und der Hochschar), 
Mähr.-Trübau, Neutitschein, Friedland, Fulnek. 

ab. matronalis Frr. mit überhand nehmender schwarzer 
Zeichnung (nach Berge -Rebel hochalpin), angeblich bei Mähr.- 
Rotwasser, Neutitschein (in den Beskiden) und im Gesenke 
(Wocke, sehr selten). Wahrscheinlich handelt es sich nur um 
Uebergangsformen (ab. subalpina Schaw.), obwohl Wocke die 
matronalis-Form doch gekannt haben dürfte. 

Raupe überwinternd an niederen Pflanzen, besonders Wegerich, 
Lychnis, Silene, Hieracium und anderen. 

Rhyparia Hb. 

8. purpurata L. Purpurbär (4179). 

Brünn (Dol. 6, 7 ; Schneider besonders bei Nebowid, Eich- 
horn, Ochos), Olmütz (Bahr), Prerau (Nowak), Mähr.-Trübau, 
Neutitschein, Ung.-Brod, Namiest, Klentnitz (Sterzl 15. Juli), 
Nikolsburg (Ende 6, 7 unterm heiligen Berg, nicht häufig). 

Raupe überwinternd bis 5 an Sarothamnus, Galium verum, 
Genista, Plantago, Achillea, Artemisia, Calluna, Stellaria, Cheno- 
podium, Tanacetum, Salvia und anderen niederen Pflanzen, auch 
an Schlehen und Eichenbüschen, sowie Rubus-Arten. 

Diacrisia Hb. 

9. sanio L. (4186). 

Im ganzen Lande verbreitet und meist häufig, insbesondere 
in bergigen Gegenden im 5, Anfang 6 und wieder im 8, eventuell 
schon Ende 7. Die 2. Generation ist kleiner und viel seltener. 
Die dunkle Randbinde der Hinterflügel ändert in Breite und Tiefe 
der Färbung stark ab und bildet Uebergänge zur ab. uniformis 



199 



Bang-Haas, wo sie ganz fehlt und zur ab. moerens Strand, wo 
sie stark verbreitert ist. 

Raupe überwinternd bis 4 und wieder im 6, 7 an Löwen- 
zahn, Wegerich, Hieracium, Stellaria, Galium und anderen 
niederen Pflanzen. 

Arctinia Eicbw. 

10. caesarea Goeze. Kaiserbär (4187). 

Brünn (Dol. 5; Schneider im 7, also in 2. Generation 
auf trockenen Wiesen der Waldregion; Kupido Ende 4 und 7), 
Neutitschein, Stramberg (Schell, im 6 am Kotoutsch, ebenda auch 
Bohatschek), Ung.-Brod. 

Raupe im 6 und wieder im Herbst auf Hieracium, Löwen- 
zahn, Wegerich, Erica und anderen niederen Pflanzen. 

Arctia Schrk. 

11. caja L. brauner Bär (4201). 

Im 7, 8 mitunter schon im 6, überall häufig, 
ab. flava Aign. Hinterflügel nicht rot, sondern gelblich, unter 
der Art. 

ab. obscura Cock. Vorderflügel einfarbig braun, Hinter- 
flügel schwarz, von Zirps bei Neutitschein, wahrscheinlich ge- 
züchtet. 

Die weißen Flecke der Vorderflügel, die schwarzen der 
Hinterflügel ändern in ihrer Ausdehnung stark ab. Raupe polyphag 
bis 6, 7 (überwinternd) an niederen Pflanzen wie Löwenzahn, 
Lamium, Stellaria, Wegerich, sie nimmt auch das Laub von 
Bäumen, selbst Nußblätter an und ist häufig von Schmarotzern 
befallen. 

12. villica L. schwarzer Bär (4203). 

Brünn (Dol. 6; HofFmann im Helenental, ich im 7 am elek- 
trischen Licht in Adamstal), Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau, 
Neutitschein, Rottalowitz (12. Juni und 22. September!, also wohl 
in 2. Teilgen.), Ung.-Brod, Namiest, Nikolsburg (in warmen Jahren 
schon Ende 5, sonst 6 unterm heil. Berg, nicht häufig). 

Raupe überwinternd bis 5 an Taubnessel und anderen nie- 
deren Pflanzen, wie Hühnerdarm (Stellaria), Erdbeeren, Löwen- 
zahn, Achillea, Salat etc.. frißt ihresgleichen auf, wurde auch 
schon ganz mit Fleisch aufgezogen, leidet gleichfalls viel unter 
Schmarotzern. 



200 



13. aulica L. (4207). 

Brünn (Dol. 5, 6, nach Schneider in der ganzen Waidregion, 
besonders bei Ochos), Ormütz (Schell, bei Mariental die Raupen 
oft in Menge), Mähr.-Rotwasser, Mähr.-Trübau, Neutitschein, 
Rottalowitz (11. Juni), Ung.-Brod, Namiest. 

In Gärtners Sammlung 2 9 9 mit nahezu ganz braunen Vorder- 
flügeln und 'normalen Hinterflügeln (trans. ad ab. hamata Spul.), 
Viertl erzog aus Brünner Raupen 1 Stück mit ganz schwarzen 
Hinterflügeln. 

Raupe überwinternd an Schafgarbe, Wegerich, Nesseln, 
Wicken, Stellaria und anderen niederen Pflanzen. 

14. hebe L. (4215) englischer Bär. 

Brünn (Schneider Ende 5, 6 mitunter häufig, besonders 
zwischen Karthaus und Obrzan, bei Morbes und auf den Hut- 
weiden ober dem Schreibwalde; ich fing sie bei Adamstal), 
Mähr.-Trübau (Wing. 6 im Forellenteichl), Ung.-Ostra, Iglau 
(2. Juni), Okrzischko (Hoffmann), Namiest, Nikolsburg (Fritsch 
16. Mai; auch Sakl), Fulnek (in der Sammlung eines jungen 
Mannes). 

Viertl erzog aus Brünner Raupen : 4 Stück mit ganz schwar- 
zen Hinterflügeln, diese bilden also Uebergänge zur ab. lugens 
Schultz, 6 Stück, bei welchen nur das Wurzelfeld rot gefärbt ist, 
1 J wo anstatt des Rot auf den Hinterflügeln alles weiß, rich- 
tiger beingelb ist. Diese Form geht demnach noch über die ab. 
wassi Aigner, wo sie bräunlichgelb oder reingelb sind, hinaus und 
möge ab. Vierth nom. nov. heißen. 

Raupe überwinternd an Beifuß, Wolfsmilch, Alyssum, Achil- 
lea und anderen niederen Pflanzen. 

15. maculosa Gerning (4217). 

Brünn (Kupido 6 — 8 bei Hussowitz und Karthaus nicht sel- 
ten; Schneider äußerst selten ober dem Schreib walde, bei Jun- 
dorf, Nebowid; Dol. 6, 7), Klentnitz (Sterzl 11. Juli im Sonnen- 
schein fliegend). 

Raupe überwinternd bis 5 an Labkraut, Achillea, Frühlings- 
fingerkraut (Potentilla varia) und anderen niederen Pflanzen, an 
sonnigen Orten, tagsüber unter Steinen versteckt. 

16. casta Esp. (4218). 

Brünn (Kupido 1 Stück, Satory gleichfalls 1 Stück; Dol. 
im 5 bei Obrzan am Zwittaufer). Raupe von Ende 6 — 8 an Galium, 
Asperula, frißt nur nachts. 



201 



Pericallia Hb. 

17. matronula L. Augsburger Bär (4241). 

Brünn (Dol. 6 in Schlägen ; Schneider alle 2 Jahre bei 
Jundorf, Eichhorn ; Adamstal, Kleidofka, im Schreibwalde; Hoff- 
mann am Hadiberg und Rziczkatale) ; Olmütz (Bahr, Schellen- 
berg bei Mariental), Nikolsburg (1 9 im Stadtwalde im 6 am 
Pulgramer Weg). Fliegt im Sonnenschein. 

Die Raupe entwickelt sich sehr langsam und überwintert im 
Freien zweimal, das zweitemal ganz erwachsen, bei der Zucht 
dagegen meist nur einmal, wenn ihr entsprechend abwechslungs- 
reiches Futter gereicht wird. Zu weit in der Entwicklung fort- 
geschrittene Raupen, die jedoch noch nicht die letzte Häutung 
absolviert haben, scheinen ausnahmslos einzugehen. Als Futter 
dienen Löwenzahn, Prunus padus, Lonicera, Fragaria, Hieracium, 
Wegerich, Hühnerdarm, zum Schluß noch Ligustrum vulgare. 

Callimorpha Latr. 

18. dominula L. (4245). 

Brünn (Dol. 6, 7 ; Schneider besonders bei Jundorf, Nebowid, 
und Eichhorn), Olmütz (Kitt, Bahr), Mähr.-Trübau, Sternberg 
(Satory 7), Neutitschein (Otto 10. Juli), Roznau (Nowak), Fried- 
land, Ung.-Ostra, Namiest, Liliendorf, Nikolsburg (Sakl im Stadt- 
walde, ich fand diese auffallende Art dort nicht), Fulnek, Ostrau 
(Waw.). 

Raupe überwinternd bis 5 an Nesseln, Lamium, Myosotis, 
Geißblatt (Lonicera), Himbeeren, Wegerich, Hieracium und anderen 
Pflanzen, ja selbst Eschen, Sorbus und Zwetschkenbäumen. 

19. quadripunctaria Poda, spanische Fahne (4248). 

Brünn (Dol. Anf. 8 ; Schneider 7, 8 besonders im Zwitta- 
tale, bei Ochos und Eichhorn), Olmütz (Bahr), Sternberg (Satory 7)- 
Helfenstein (Nowak), Starnberg (Schell, im 8 am Fuße des 
Kotoutsch), Rottalowitz (31. Juli, 26. August, einmal schon 18- 
Mai!), Ung.-Brod, Ung.-Ostra, Namiest, Klentnitz (Sterzl 26. Juli), 
Nikolsburg (7 bis Mitte 8, am heil. Berg und unterm hohen Eck, 
nicht häutig; bei Tag, doch auch noch nachts angetroffen). Ful- 
nek (Tiergarten), Mähr.-Trübau (Wing. 1 Stück bei Uttigsdorf 
im 7). 

ab. lutescens Stgr. Hinterflügel (und Hinterleib) gelb; 
Brünn (Kupido). 



202 



Raupe überwinternd an niederen Pflanzen, Brombeeren, 
Klee (Trifolium), Nesseln, Wegerich, Sarothamnus und anderen; 
auch Eichen, Bachen, Weiden, Eschen. 

Coscinia Hb. 

20. Striata L. Strohhütchen (4249). 

Brünn (Dol. 7, 8 auf sonnigen Waldwiesen und Abhängen), 
Mähr.-Trübau (Dubowitza), Namiest. 

ab. melanoptera Brahm, Hinterflügel ganz schwarz; Brünn 
(Dol.), Mähr.-Trübau. 

ab. intermedia Spul. Uebergänge zu melanoptera, wohl überall. 

Raupe klein überwinternd bis Mitte 6 (nach Dol.) an Hie- 
racium, Calluna, Festuca ovina, Galium, Artemisia and anderen. 

Hipocrita Hb. 

21. jakobaeae L. (4255) Jakobskrautbär. 

Weit verbreitet und meist nicht selten. Brünn (Schneider 
5, 6), Olmütz (Bahr; Kitt bei Großwasser), Mähr.-Trübau (6), 
Sternberg (Satory), Neutitschein, Friedland, Mistek, Rottalowitz 
(12. Juni), Ung.-Brod, Ung.-Ostra, Namiest, Liliendorf, Klentnitz 
(Sterzl), Nikolsburg (im 5 am heil, und Galgenberg, nicht selten). 
Falnek (selten, 1 Stück am 13. Juni unter Jogs Busch). 

Raupe 6, 7 gesellig an Senecio jakobaea, auch paludosus. 

Dßiopeia Stpb. 

22. pulchella L. Blutpunkt (4257). 

1 stark defektes Stück im 7 am Muschelberg bei Nikols- 
burg gefangen. Die Art ist mediterran und tropisch, geht aber 
als Irrgast weit nördlich und wurde auch in Norddeutschland 
beobachtet. 

Raupe auf Echium vulgare, Myosotis, Heliotropium und an- 
deren, nimmt auch Wegerich. 

Nudana Hw. 

23. mundana L. (4261). 

Brünn (Müller, wahrscheinlich irrtümlich), Mähr.-Rotwasser, 
Mähr.-Trübau, Neutitschein, in den mähr. Karpathen (Kupido). 
Fliegt im 6, 7. 

Raupe klein überwinternd an Stein- und Wandflechten 
(Anthoceros und Byssus). 



203 



Miltochrista Hb. 

24. miniata Forst. (4266) Zwergbär. 

Brünn (Schneider im 6; Dol. 7 in Waldgegenden; ich fing 
sie in Adamstal im 7 am elektrischen Licht in Anzahl), Olmütz 
(Schellenb^rg im 7 bei Marien tal), Mähr.-Trübau (Burgstadl), 
Liliendorf (7). Fulnek (im Juli in Jogs Busch). 

Raupe überwinternd bis 5 an Baumflechten (Parmelia). 

Endrosa Hb. 

25. irrorella Cl. (4278) Gelber Mottenspinner. 

Brünn (Dol. 7, 8 in Wäldern ; Otto schon 5. Juni), Olmütz 
(Bahr; Kitt bei Schmeil), Schildberg (an der Landskronerstraße 
in der Dämmerung), Mähr.-Rotwasser, Mähr.-Trübau (7), Müglitz^ 
Neutitschein (Otto 2. Juni), Ung.-Brod, Liliendorf (7). Fulnek 
(1 Stück am 25. Juni in Jogs Busch). 

Raupe überwinternd bis 5 an Flechten (Parmelia und Pa- 
rietina). 

26. roscida Esp. (4279). 

Von Czerny für Mähr.-Trübau angegeben. Fliegt nach Berge- 
Rebel im 5, 6, eine 2. Gen. (im 8) wird an diesem Fundorte 
sicherlich nicht auftreten. Eine Verwechslung mit kleinen Stücken 
der Vorigen ist nicht ausgeschlossen. 

Raupe an Steinflechten (Parmelia). 

Gybosia Hb. 

27. mesomella L. (4282). 

Brünn (Schneider 6, 7, nicht häufig, im Zwittatale und bei 
Eichhorn), Olmütz (Bahr; Kitt bei Schmeil), Mähr.-Trübau (6), 
Sternberg (Satory 7), Neutitschein (Otto 2. Juli), Ung.-Brod, 
Liliendorf (7), Klentnitz (Sterzl 7), Nikolsburg (6, 7 im Stadt- 
walde, meist einzeln), Ostrauer Gebiet (Waw.). Fulnek (vereinzelt 
in Jogs Busch und im Tiergarten im 7). 

Eibeschreibung in der int. ent. Z., Guben, 3. Jahrgang. Raupe 
überwinternd bis 5 an Flechten (Jungermannia und anderen). 

Gomacla Wik. 

28. senex Hb. (4286). 

Nach Kupido in den mähr. Karpathen; Flugzeit nach 
Berge-Rebel Ende 6 — 8 an sumpfigen Waldstellen. Raupe über- 



204 



winternd bis 6 an Lebermoos (Jungermannia), frißt angeblich 
auch Salat. 

Gnophria Stph. 

29. rubricollis L. Rothals (4289). 

Brünn (Dol. 6, 7 ; Schneider ziemlich selten bei Eichhorn, 
Ochos, Karthaus, ich fing sie bei Adamstal in Anzahl am elek- 
trischen Licht), Olmütz (Bahr), Prerau (Nowak), Mähr.-Trübau 
(6 am Steinberg), Neutitschein (Otto 22. Juni), Weißkirchen und 
Mistek (Schellenberg im 6 in Nadelwäldern), Liliendorf (7), 
Zauchtel (Rebel im 6), Ostrauer Gebiet (Waw.). 

Raupe im 8, 9 an Baumflechten, besonders an Nadelholz. 

Oeonistis Hb. 

30. quadra L. Vierpunkt (4290). 

Weit verbreitet, mitunter in Massen auftretend. Brünn (Dol. 
7 ; in den 80er Jahren bei Adamstal am elektrischen Licht in 
großer Menge), Olmütz (Kitt, Bahr), Prerau (Nowak), Mähr.- 
Trübau, Müglitz, Sternberg (Satory 7), Ostrauer Gebiet (Waw.), 
Neutitschein (Otto 5. Juli), Friedland, Ung.-Ostra, Namiest, 
Liliendorf (7), Klentnitz (Sterzl), Nikolsburg (im 7 besonders am 
heil. Berg, nicht selten, im Jahre 1909 bis Mitte 8, kommt auch 
an die Aepfelschnüre; cT 18 — 22, 9 20 — 24 mm), Fulnek, einzeln 
im 7. Raupe überwinternd bis 6 zumeist an den Flechten von 
Eichen, auch Obstbäumen, Föhren und anderen. 

Lithosia F. 

31. deplana Esp. (4292). 

Brünn (Kupido im 7 in Gebirgswäldern), Reschen (7), 
Mähr.-Trübau, Müglitz, Sternberg (Satory 7), Neutitschein, Ung.- 
Ostra, Liliendorf (7), Klentnitz (Sterzl), Nikolsburg (unterm heil. 
Berg und am Muschelberg, im 7). Fulnek (Jogs Busch und 
Schloßberg, einzeln im 7). 

Raupe überwinternd bis 6 an Baumflechten, besonders an 
Nadelbäumen. 

32. griseola Hb. (4294). 

Brünn (Dol. 7 in Eichenwäldern ; Kupido im 6 im Paradies- 
wäldchen), Nikolsburg (1 Stück im Juni 1909 am heil. Berg). 

Raupe überwinternd bis 5 an Flechten der Eichen und 
Pappeln. 



205 



33. lurideola Zinck. (4296). 

Brünn (Dol. 7 am Hadiberg), M.-Trübau, Neutitschein, gewiß 
auch im Gesenke, Fulnek (e. 1. 24. Juni, am Schloßberge am 
10. Juli). 

Raupe überwinternd bis 5 an Stein- und Baumflechten. 

34. complana L. (4299). 

Brünn (Dol. 7 häufig; Schneider besonders in den Auen 
bei Raigern), Mähr.-Trübau, Sternberg (Satory 7), Neutitschein, 
Ung.-Brod, Liliendorf (7), Nikolsburg (7 bis in den 8, besonders 
am heil. Berg, mitunter, so 1904 und 1909 häufig), Ostrauer 
Gebiet (Waw.), Fulnek (Schloßberg 5. August abends, nicht 
mehr rein). 

Raupe überwinternd bis 5 an Wand-, Stein- und Baum- 
flechten, nimmt angeblich auch die Blätter von Pflaumenbäumen. 

35. unita Hb. (4302). 

Die Stammform scheint bisher nur bei Nikolsburg beobachtet 
worden zu sein, Sterzl fing sie bei Klentnitz am 4. August, ich 
fing sie im 7, 8 am Muschel- und heil. Berg, in den Jahren 
1909 und 1910 auch noch im 9, einmal auch am Köder. 

ab. (var.) palleola Hb. Vorderflügel nicht ockergelb, sondern 
bleich gelblichgrau. Brünn (Müller, Viertl), M.-Trübau (gilveola O.), 
Klentnitz (Sterzl), Nikolsburg (mit der Stammform, doch viel 
häufiger). 

Raupe überwinternd bis 6, 7 an Sandflechten (Cladonien). 

36. lutarella L. (4306). 

Brünn (Dol. 6, 7 in Eichenwäldern; Schneider 7 besonders 
im Mühlentale bei Ochos und in den Seitentälern der Zwitta), 
Mähr.-Trübau, Neutitschein, Znaim, Nikolsburg (7 bis in den 8 
am heil, und Muschelberg, nicht häufig). Fulnek (Jogs Busch 
am 2. August). 

Raupe überwinternd bis 6 an Stein- und Bodenflechten. 

37. pallifrons 2. (4307). 

Brünn (Dol. auf trockenen Abhängen; Schneider im 7 bei 
Strzelitz), Nikolsburg (selten 7, 8 am heil. Berg; Hirschke fand 
dort die Raupe). 

Raupe überwinternd bis 6 an Steinflechten, nur in der 
Dunkelheit fressend, Doleschall fand sie angeblich auch an Peu- 
cedanum. 



206 



38. sororcula Hufn. (4311). 

Brünn (Dol. 5, 6 in Eichenwäldern häufig), Mähr.-Trübau, 
Neutitschein, Namiest, Nikolsburg (1 Stück am 30. Mai 1909 am 
heil. Berg), Fulnek (1 abgeflogenes Stück am 28. Mai im Jogs 
Busch, frisch daselbst am 21. Juli 1912). 

Raupe im 7, 8 an Laubholz-, besonders Eichenflechten (Par- 
melia und Sticta). 

Pelosia Hb. *) 

39. muscerda Hufn. (4314). 

Nikolsburg (1 Stück am 27. Juli 1910 in einem Spinnennetz 
im Hausgarten). Die Art soll sonst nur in feuchten Gegenden 
vorkommen. Das Jahr 1910 war freilich selbst in dem sonst recht 
trockenen Nikolsburg feucht, sogar sehr feucht. 

Raupe überwinternd bis 6 an Algen und Flechten. 





In Mähren 
vorkommend 


In den Nachbar- 
faunengebieten von 








Nieder- 
Oesterr. 


Böhmen 


Schlesien 


Ungarn 


Anmerkung 






Phragm. sordida Hb. . . 
Arctinia caesarea Goeze. 
Arct. maculosa Gern. . . 

Endrosa roscida Esp. . . 
Comacla senex Hb. . . 
Lithos. pallifrons Z. . . 
Pel. muscerda Hufn. . . 


nein 
ja 

n 

nein 
ja 


nein 
ja 

n 

n 
n 
r> 

nein 


nein 

n 

vi 
r 

ja 

n 


nein 
ja 

V 

n 
n 

nein 


sonst Alp., Pyr., Apennin, 
sehr bemerkenswert. 






In Mähren 
nicht gefunden 


In den Nachbar- 
faunengebieten von 








Nieder- 
Oesterr. 


1 

Schlesien 


Böhmen 


Ungarn 


A nmerkung 






Paidia muri na Hb. . . . 


ja 

nein 


ja 

nein 

n 


ja 
*(?) 
nein 


ja 
>» 

„(?) 


in Mähren sehr wahr- 
scheinlich, 
mehr südlich. 

Südalpen. 





*) Lithosia cereola Hb. soll Zirps im 7 auf der Lyssa hora und 
selbst auch am Kotoutsch gefangen haben, er sandte auch Belegstücke 
an Fr. Hoffmann in Krieglach. Raupe überwinternd bis 6 an Steinflechten 
(Parmelia). 



207 



XXXIII. Zygaenidae. 

Zygaena F. (Anthrocera Scop.). 

1. purpuralis Brünnich (4328). Quendelwidderchen. 

Im ganzen Lande im 6, 7 meist recht häufig (im Jahre 1909 
bis gegen Mitte 8); Nikolsburger Falter 11 — I6V2 mm. 

ab. polygalae Esp. mit zusammenfließenden Striemen; Neu- 
titschein, Brünn (Schneider), Nikolsburg. 

ab. plllto 0. Mittelstrieme nach außen nicht erweitert, Spitzen 
der Hinterflügel breiter geschwärzt 5 Brünn (Kupido), Neutitschein. 

ab. interrupta Stgr. Mittelstrieme unterbrochen ; Nikolsburg. 

ab. grossmanni Rühl, nicht rot sondern gelb. Brünn (Viertl 
bei Karthaus). 

Raupe überwinternd auf Klee (Trifolium, Lotus), Pimpinella 
saxifraga, Veronica officinalis, Genista, Thymus und anderen 
niederen Pflanzen. Kokon länglich, eiförmig, gelblich, (wie die 
Folgenden nach Rebel). 

2. brizae Esp. (4324). Zittergraswidderchen. 

Olmütz (Bahr), Nikolsburg (1 Stück unbekannt woher). 
Flugzeit 6, 7. Raupe überwinternd bis 5 an Cirsium arvense. 
Kokon kahnförmig, glänzend silberweiß, mit zwei schwachen 
Längsleisten gegen die Mitte zu. 

3. SCabiosae Scheven. (4327). Skabiosenwidderchen. 
Brünn (Döl. 6 in Wäldern), Olmütz (Bahr), Neutitschein, 

Mistek, Liliendorf (7), Klentnitz (Sterzl), Nikolsburg (in günstigen 
Jahren schon Ende 5, meist 6, mitunter bis tief in den 7, im 
Stadtwalde auf allen Wegen; habe sie in Kopula mit lonicerae 
Schev. angetroffen, ohne Eiablage zu erzielen), Mähr. - Trübau 
(7 Burgstadtl ober der Schießstätte). 

ab. divisa Stgr. Mittelstrieme breit durchbrochen. In typischen 
Stücken und Uebergangsformen bei Nikolsburg nicht selten. Es 
finden sich auch Falter, bei welchen Fleck 2 und 4 getrennt ist. 

Raupe überwinternd bis 5 an Orobus und Trifolium. Kokon 
kahnförmig, mattweiß, in der Mitte meist gelblich. 
' 4. punctum 0. (4333). 

Brünn (Dol. 7, 8). Es ist wohl der nordwestlichste Fund- 
ort der Art. 

Raupe überwinternd, nach Dol. bis 7 an Eryngium. 
5. achilleae Esp. (4337). Tragantwidderchen. 
Ist eine der verbreitetsten und gemeinsten Widderchen im 
Lande. Brünn (Dol. 7), Olmütz (Bahr), Hohenstadt (7), Mähr.- 



208 



Trübau (6 ; 7), Reschen (7), Römerstadt (Satory 7), Neutitschein, 
Friedland, Ung. - Ostra, Liliendorf (7), Nikolsburg (auf allen 
Hügeln im 7, selten schon Ende 6, recht häufig; 12 — 16 mm). 
Fulnek (Ende 6, 7 ober der Pollakschen Villa und bei Schießls 
Wald, nicht häufig). 

ab. confluens Dziurz. Fleck 1 und 3, dann 2 und 4 ver- 
bunden, bei Nikolsburg nicht allzuselten, auch bei Fulnek. Ein 
Brünner Stück aus Gärtners Sammlung hat alle Flecke zusammen- 
geflossen, innerhalb des großen roten Fleckes 2 dunkle Punkte, 
Innenrand und Außenrand breit dunkel. 

ab. viciae Hb. Fleck 5 und 6 kleiner und gerundet; 1 Stück 
von Nikolsburg. 

Raupe überwinternd bis 6 an Coronilla varia, Onobrychis, 
Trifolium und Astragalus. Kokon eiförmig, glänzend schmutzig- 
weiß, stark gewölbt. 

6. meliloti Esp. (4346). Steinkleewidderchen. 

Nur von wenigen Orten bekannt geworden. Mähr.- Trübau 
6, 7 am Fuße des Burgstadtl, selten), Neutitschein und bei Frain 
(Satory 7). 

Raupe an Lotus corniculatus, Lathyrus und Vicia. Kokon 
kahnförmig, gestreckt, gelb mit zahlreichen starken Längsfalten. 

7. trifolü Esp. Kleewidderchen (4348). 

Brünn (Müller ; Dol. 6, 7), Mähr. - Trübau, Neutitschein, 
Friedland (ich fand sie dort auf feuchten Wiesen am Wege zum 
Ondrzejnik im 7 häufig). 

ab. orobi Hb. Fleck 3 und 4 getrennt ; Neutitschein, Friedland. 

Raupe überwinternd bis 5 an Trifolium und Lotus. Kokon 
kahnförmig, schlank, glänzend weißlichgelb mit unregelmäßigen 
Längsfalten. 

8. lonicerae Scheven. (4350). Geißblattwidderchen. 

Im gaDzen Lande Ende 6, 7, mitunter noch tief in den 8. 
Für Mähr. -Trübau wird die Art merkwürdigerweise nicht an- 
gegeben. (Tuppy soll sie dort im Pohresgrund Ende 7 des Jahres 
1910 erbeutet haben). 

Raupe überwinternd bis 6 an Klee- und Wickenarten. Kokon 
länglich kahnförmig, hellgelb mit unregelmäßigen Längsfalten. 

9. filipendulae L. (4352). Erdeichelwidderchen. 
Ueberall die häufigste Zygaena, im 7 und bis in den 8. 
ab. flava Robson, gelb; Brünn (Viertl bei Karthaus). 



209 



ab. Cytisi Hb. Flecke paarweise zusammengeflossen. Neu- 
titschein, Liliendorf, Nikolsburg, gewiß auch sonst. Uebergänge 
hiezu, bei denen Fleck 5 und 6 getrennt bleibt, heißen ab. bi- 
punctata Selys. 

ab. COnjlincta Tutt. (latoconfluens Kelecz.), alle Flecke zu- 
sammengeflossen, von Satory bei Sternberg erbeutet. 

Raupe überwinternd bis 5 an Kleearten, Löwenzahn, Wegerich, 
Veronica, Hieracium und anderen niederen Pflanzen. Kokon kahn- 
förmig, sehr lang, schwach längsgefaltet, goldgelb oder weißlich. 

10. angelicae 0. (4355). Engelwurzwidderchen. 

Brünn (Dol. 7, 8), Olmütz (Bahr), Sternberg (Satory 7), 
Neutitschein, Klentnitz (Sterzl 25. Juli), Nikolsburg (besonders am 
heiligen Berg, aber auch im Stadtwalde, am Muschelberg u. s. w. 
im 7 und Anfang 8, einmal in Kopula mit ab. trigonellae Esp. 5 
angetroffen, wobei bemerkenswert ist, daß aus den abgelegten 
Eiern Raupen schlüpften, die aber noch ganz klein eingingen), 
Mähr.-Trübau (7, 8 am Rande des Eichwaldes). 

ab. doleschalli Rühl, zitrongelb; Brünn (Dol. in mehreren 
Stücken). 

ab. confluens Dziurz. mit zusammenfließenden Flecken, ein 
Brünner Stück in Gärtners Sammlung. 

ab. brunensis (Bruna = Brünn) nom. nov. Anstatt schwarz- 
blau rehfarben, auch die Beine und Fühler; rote Flecke normal. 
Brünn (Kupido). 

Raupe überwinternd bis 5 an Lotus, Trifolium montanum 
und Coronilla. Kokon kahnförmig, gelb mit starken Längsrunzeln. 

11. ephialtes L. (4358). Veränderliches Widderchen. 

Die bei weitem veränderlichste Art, deren Entwicklung 
noch lange nicht abgeschlossen erscheint. Einzelne der Aber- 
rationen bezw. Varietäten dürften sich im Laufe der Zeit zu 
selbständigen Arten ausbilden. Bei der Stammform ist Fleck 1 
rot, Fleck 2 rot bestäubt, Flecke 3—6 weiß, auf den Hinterflügeln 
ein weißer Fleck, Hinterleib mit rotem Gürtel, sie wurde 
beobachtet : 

Brünn (Dol. 7, 8), Olmütz (Bahr; Schellenberg besonders bei 
Heiligberg), Mähr.-Trübau (7, 8 unterm Burgstadtl), Sternberg 
(Satory 7), Neutitschein (Otto 22. Juli), Rottalowitz (22. Juli), 
Liliendorf (7), Nikolsburg (als große Seltenheit am Galgen- und 
heil. Berg, im 7). 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 14 



210 



ab. SOphiae Favre. Hinterflügel mit 2 weißen Flecken; 

Olmütz (Bahr). 

ab. medusa Pall. Auf den Vorderflügeln fehlt Fleck 6 ganz, 
Hinterflügel mit 1 Fleck. Brünn (Dol., Hoffmann etc.), Olmütz 
(Bahr), Mähr.-Trübau, Sternberg, Neutitschein, Klentnitz (Sterzl), 
Nikolsburg (1 Stück am heil. Berg). 

ab. COronillae Esp. Fleck 1 und 2 gelb, 3 - 6 weiß, Hinter- 
flügel mit 1 Fleck, Gürtel gelb. Ueberall viel häufiger wie die 
Stammform. Brünn, Olmütz, Mähr.-Trübau, Sternberg, Ung.-Ostra, 
Liliendorf, Klentnitz, Nikolsburg (7 — 8 verbreitet, nicht selten). 

ab. bahri HirSChke (flavobipuncta Favre), wie coronillae, 
doch Hinterflügel mit 2 Flecken. Nikolsburg (nicht selten), gewiß 
auch sonst. 

ab. trigonellae Esp. wie coronillae, Fleck 6 fehlt aber. Brünn, 
Olmütz, Mähr.-Trübau, Sternberg, Liliendorf, Klentnitz, Nikols- 
burg (gleichfalls nicht selten). 

ab. WUtzdorfFi HirSChke, eine trigonellae Esp., jedoch mit 
2 Flecken auf den Hinterflügeln, vereinzelt, Nikolsburg. 

ab. aeacilS Esp. Vorderflügel mit 5 gelben Flecken, Hinter- 
flügel gelb, dunkel gesäumt. Brünn (Dol. 2 Stück bei Kathrein), 
Kupido (1 Stück bei Mokra hora), Olmütz (Bahr erhielt aus ca. 
8—900 Raupen 12 Stück), Mähr.-Trübau, Sternberg (Sat. 1 Stück), 
Neiititschein. 

ab. icterica Ld. wie aeacus Esp., Vorderflügel jedoch 6 
Flecke. Olmütz (Bahr bei der Zucht 2 Falter). 

ab. athamanthae Esp. Vorderflügel mit 5 roten Flecken, 
Hinterflügel rot mit dunklem Saume, Hinterleibsgürtel rot. Olmütz 
(Bahr), Sternberg (Satory), Neutitschein, Friedland (Benirschke 
häufig), Mähr.-Trübau. 

ab. (var.) peucedani Esp. Wie die Vorige, doch 6 Flecke, 
viel häufiger wie sie. Olmütz, Mähr.-Trübau, Schildberg, Stern- 
berg, Neutitschein, Friedland. 

Raupe überwinternd bis 6 an Medicago falcata, Coronilla 
varia, Genista, auch an Trifolium, Thymus und anderen. 

12. laeta Hb. (4381) Mannstreuwiderchen. 

Brünn (Dol. Ende 7, 8 an freien sonnigen Plätzen; Schneider 
sehr selten am gelben Berg ; Hoffmann bei Nennowitz und Lösch, 
Zelezny 1 9 bei Schebetein), Namiest (bei Brzeznik), Nikolsburg 
(7 bis in den 8 am Tafelberg, wo sie auch Sterzl fing, unterm 
hohen Eck, am Muschelberg und besonders am heil. Berg, in 



211 



manchen Jahren nicht selten, im Jahre 1908 erbeutete ich auf 
einen Schlag 12 Exemplare). 

Die Raupen sind am besten nach der Ueberwinterung im 5 
zu finden, da zu dieser Zeit die Futterpflanze Eryngium cam- 
pestre (Männertreu), noch klein ist und einen besseren Ueberblick 
gestattet. Später zersticht man sich ja an dieser liebenswürdigen 
Pflanze ganz erbärmlich. Die Farbe der Raupe ist ihrer Futter- 
pflanze recht gut angepaßt, das Tier hält sich auch zumeist im 
inneren Teile derselben an der Blattunterseite oder am Stengel 
auf, ihre Aufzucht ist nicht leicht. Kokon spindelförmig mit 
unregelmäßigen Längsfalten, weißlich. 

13. carniolica Sc. (hedysari Hb.) (4388) Esparsettenwid- 
derchen. 

Brünn (Dol. 7, 8; ich fand sie bei Adamstal und Billowitz 
häufig), Olmütz (Bahr), Prerau (Nowak), Mähr.-Trübau (7), 
Sternberg (Satory 7), Neutitschein, Ung.-Brod, Ung.-Ostra, Lilien- 
dorf (7), Klentnitz (Sterzl), Nikolsburg (von Ende 6, 7 ab bis 
tief in den 8, verbreitet und Stücke mit und ohne roten Gürtel, 
recht häufig). Fulnek (sehr vereinzelt im 7 vor Jogs Busch). 

ab. berolinensis Stgr., der gelbe Rand der roten Flecke und 
der rote Hinterleibsring fehlt gänzlich. Olmütz (Bahr), Nikols- 
burg (selten, Uebergänge häufig). 

ab. vangeli Aign. Ab., wie die Vorige, doch mit rotem Gür- 
tel; Nikolsburg. 

ab. onobrychis Schiff., weißgelber Rand breiter, Hinterleibs- 
gürtel sehr breit; Nikolsburg (nicht selten). 

ab. amoena Stgr., der weißgelbe Rand verdrängt die dunkle 
Grundfarbe nahezu ganz, auch das Rot nimmt zu. Nikolsburg 
(sehr selten). 

ab. tricolor Obth. Uebergang zur Vorigen. Nikolsburg (sehr 
selten). 

Bei Nikolsburg fing ich auch einzelne Falter, deren Um- 
randung der roten Flecke der Vorderflügel nicht gelblich, son- 
dern sehr deutlich rosenrot ist. Für diese Form, die ja auch 
anderwärts beobachtet wurde, dürfte sich doch wohl ein Namen 
empfehlen, als welchen ich die Bezeichnung rosea vorschlage. 

Bei 2 weiteren Nikolsburger Faltern verschwinden die roten 
Schuppen aus Fleck 6 nahezu gänzlich, es dürfte sich hier wohl 
um die ab. transiens Stgr. handeln, die ja auch in der Wiener 
Gegend mehrfach beobachtet wurde. 

14* 



212 



Raupe überwinternd bis 6 eventuell noch Mitte 7 an Espar- 
sette, Hedysarum, Astragalus und anderen niederen Pflanzen. 
Kokon eiförmig, weißlich oder gelblich. 

Aglaope Latr. 

14. infausta L. (4390). 

Wurde nach Dol. von Schade bei Brünn (Kl.-Kinitz) ge- 
fangen. Dieses Vorkommen ist wohl überaus auffallend, da die 
Art allen Nachbargebieten gänzlich fehlt. Fliegt nach Berge-Rebel 
Ende 6, 7. 

Raupe überwinternd bis 5 an Schlehen und Weißdorn. 

Ino Leach. 

15. pruni Schiff. (4402). 

Brünn (Dol. 6, 7 ; Schneider besonders auf der Kleidofka, 
am Hadiberg, bei Eichhorn und im Zwittatale), Olmütz (Bahr), 
Mähr.-Trübau, Neutitschein, Iglau, Liliendorf (7), Nikolsburg 
(Ende 6, 7 bis in den 8, besonders am heiligen und Muschelberg, 
unterm hohen Eck, mitunter ziemlich häufig). 

Raupe überwinternd bis 5, 6 auf Schlehen, in der Jugend 
miüierend. 

16. chloros Hb. (4405). 

Klentnitz (Sterzl 16. Juli), Nikolsburg (im 7 am heiligen 
Berg, manchmal nicht selten). 

Raupe überwinternd bis 5 an Centaurea und Globularia. 

17. globulariae Hb. (4407). 

Brünn (Dol. 7, 8? nicht selten an trockenen heißen Orten; 
Otto 14. Mai), Mähr.-Trübau (6 am Kreuzberg), Neutitschein 
(Otto 2. Juni), Friedland, Nikolsburg (im Jahre 1909 am Wege 
zum Muschelberg vom 20. Juni bis 15. Juli mehrmals, und zwar 
grüne und blaue Falter gefangen; merkwürdigerweise immer nur 
in der Dämmerung). 

Raupe überwinternd bis 5 in bezw. an den Blättern von 
Cirsium bulbosum, Centaurea, Globularia und Plantago, verpuppt 
sich in einem Erdkokon. 

18. statices L. (4414). 

Im 6, 7 überall verbreitet und stellenweise häufig ; manchen- 
orts wie z. B. bei Nikolsburg, selten. Raupe überwinternd bis 6 
an Ampfer und Globularia (nicht minierend), Verpuppung 
an der Erde. 



213 





In Mähren 
vorkommend 


In den Nachbar- 
faunengebieten von 








Nieder- 
Oesterr. 


Böhmen 


Schlesien 


Ungarn 


Anmerkung 






„ punctum 

„ laeta Hb 

Aglaope infausta L. . . 
Ino chloros Hb 


ja 

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» 

nein 
ja 


ja 

nein 

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n 
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nein 

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ja 

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nein 
ja 


bemerkenswert, 
dsgl. 
dsgl. 

wenn nicht Irreführung, 
sehr bemerkenswert. 

bemerkenswert. 






In Mähren 
nicht gefunden 


In den Nachbar- 
faunengebieten von 








Nieder.- 
Oesterr. 


Schlesien 


Böhmen 


Ungarn 


Anmerkung 






Zyg. Cynarae Esp. . . . 
„ transalpina Esp. . . 

Ino ampelophaga ßayle. 
„ cognata Rb. var. sub- 

„ tenuicornis Z. . . . 
„ geryon Hb 


nein 

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ja 

nein 
ja 


nein 

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ja 

nein 

ja 

nein 

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n 


ja 

„(?) 
nein 

ja 

nein 
ja 
nein 


in Mähren möglich. 

Südform. 

Südostform, 
dsgl. 

für Mähren sehr wahr- 
scheinlich. 





XXXV. Cochlididae. 

Gochlidion Hb. 

1. limacodes Hufn. (4440). Asselspinner. 

Brünn (Dol. 5, 6; Schneider im Schreibwalde, bei Jundorf 
und Eichhorn), Olmütz (Bahr), Mähr.-Trübau (7 am Köder), Nikols- 
burg (1 Stück im 6 im Stadtwalde), Ostrauer Gebiet (Waw.), 
Fulnek (1 großes cf am 25. Juni in Schießls Wald, 2 9 9 in Jogs 
Busch im 6 von Eichen geklopft). 

Raupe 7 — 9 auf Eichen, Buchen, Weißdorn, auch Nußbäumen. 

Heterogenea Knocb. 

2. asella Schiff. (4443). 

Brünn (Kupido im 7, nicht häufig, auch in Gärtners Samm- 
lung). Raupe im Herbst auf Eichen, Buchen, Haseln, Ahorn 
und anderen. — Beide Arten auch in allen Nachbargebieten. 



214 



XXXVI. Psychidae. 

A. Psychinae. 

Acanthopsyche Heyl. 

1. opacella H. S. (atra L.) (4446). 

Brünn (Schneider im 7 ? an Berghängen in der Waldregion 
ziemlich selten ; Müller), Olmtitz (Bahr). Flugzeit nach Berge-Rebel 
4 — 6, je nach Höhenlage. 

Raupe überwinternd, einjährig an Calluna, Heidelbeeren u. s. w. 

Pachythelia Westw. 

2. unicolor Hufn. (4450). 

Die verbreitetste und häufigste Psychide im Lande. Brünn 
(Doh 7 ; Schneider 6, 7 in allen Laubwäldern, besonders bei 
Eichhorn), Olmütz (Bahr), Reschen (7), Rabenseifen (7), Mähr.- 
Trübau (6 unterm Eichwald), Sternberg (7), Neutitschein, Ung.- 
Brod, Liliendorf (7), Nikolsburg (Ende 6, 7 im Stadtwalde), 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (den leeren Sack an der Walters- 
dorfer Straße). 

Raupe überwinternd, einjährig in einem großen mit dürren 
Blättern versehenen Sacke, lebt an Gras. 

3. villosella 0. (4451). 

Brünn (Dol. 7 mit Voriger), Olmütz (Bahr). Raupe mit zwei- 
jähriger Entwicklung an Calluna, Erica, Genista und anderen, in 
einem der Vorigen ähnlichen derben Sacke. 

Oreopsyche Spr. 

4. musceila F. (4472). 

Brünn (Schneider 4, 5 in allen Laubwäldern, doch nicht 
häufig). Raupe wird an Gras vermutet, nach manchen Angaben 
auch an Hieracium und Onobrychis. 

5. atra L. (plumifera O.) (4478). 

Brünn (Doleschall 4, 5; Schneider wohl unrichtig im 7), 
Nikolsburg (den Sack im 4 am Muschelberg gefunden). 
Raupe an Gras und Thymian. 

Psyche Schrk. 

6. viciella Schiff. (4483). 

Brünn (Dol. 7 5 Schneider 6, 7), Olmütz (Bahr), Neutitschein, 
Nikolsburg (Falter am 12. Juni am Licht unterm Muschelberg, 
Sack am heiligen Berg und im Stadtwalde). 



215 

Raupe zweijährig an Wicken, angeblich auch Rhamnus 
frangula und anderen, nach Höfner an Gras. Sack aus quer- 
gelegten kurzen Stengeln. 

Sterrhopteryx Hb. 

7. hirsutella Hb. (4488). 

Brünn (Schneider 7 ziemlich selten in Laubwäldern), Alt- 
vater und Leiterberg (Kolenati), Nikolsburg (3 Stück im 6 am 
Licht auf der Haidspitz), Fulnek (1 Sack in Jogs Busch). 

Raupe nach Schneider auf Prunussträuchern und zarten 
Wurzelschößlingen der Eichen, nach Wocke polyphag. 

8. standfussi H. S. (4489). 

Auf dem Kamme des Altvatergebirges (Wocke Ende 6, 
Anfang 7), Dr. Götschmann fing sie auch auf dem Spieglitzer 
Schneeberg. Nach Höfner lebt die Raupe an Vaccinien und Calluna. 

Apterona Mill. 

9. crenulella Brd. (4499). 

Wie mir Herr Schellenberg, dessen Angaben ich in jeder 
Hinsicht glaubwürdig und richtig befunden habe, mitteilte, fand 
er die Säcke bei Stramberg an Kalkfelsen, fütterte die Raupen 
mit Gras und erhielt männliche Falter (Juni 1895, 1896). Sonst 
sind die cTc? nur in südlichen Gegenden, aber auch noch bei 
Wien beobachtet worden. Die parthenogenetische weibliche Form 
helix Siebold fand ich in einem Stücke (d. h. den Sack) am Bretter- 
zaune des Hausgartens in Nikolsburg, Gärtner fand die Säcke 
häufig an Teucrium chamaedrys und anderen Pflanzen. 

Die Raupe in schneckenförmig gekrümmten erdigen Gehäusen 
an niederen Pflanzen wie Centaurea und Alyssum, angeblich aber 
auch auf Obstbäumen. 

B. Epichnopteryginae. 
Rebelia Heyl. 

9 a). surientella Brd. (4504). 

Zauchtel (Professor Dr. Rebel am 25. August 1903, also 
sehr spät), Fulnek (auf dem Feldwege unter Jogs Busch und im 
Hausgarten von Mai bis Juli in der Dämmerung, einmal auch am 
Licht; von Prof. Dr. Rebel determiniert). Da die Art allen 



216 



Nachbargebieten fehlt, ist ihr hiesiges Vorkommen überaus bemer- 
kenswert. Höfner hält ihm eingesandte Stücke für sappho Mill. 

10. nudella 0. (4506). 

Ich fand den zirka 20 mm langen, mit Erde bedeckten 
schlauchartigen Sack auf dem heiligen Berg bei Nikolsburg. Die 
weibliche Puppenhülse und eine Anzahl von Raupenhäuten, deren 
frühere Inhaber anscheinend zuerst den Körper der Mutter — 
wie es ja auch bei anderen Psychiden beobachtet wurde — ver- 
zehrt hatten und sodann nach erfolgter Häutung den Sack 
verließen, befanden sich darin. Raupe an niederen Pflanzen, 
angeblich an Hieracium. 

Epichnopteryx Hb. 

11. pulla Esp. (4513). 

Brünn (G. 5, 6 auf Grasplätzen), Mähr.-Trübau, Neutitschein 
(Otto 19. Mai), Nikolsburg (im 5 am heiligen Berg). Raupe über- 
winternd bis 4 an Gräsern (Poa pratensis). 

12. ardua Mn. (4514). 

Nach Berge -Rebel hochalpin; Wocke, der ursprünglich 
bezüglich dieser Art Zweifel hegte, führt sie dann im Nachtrage 
als auf dem Gipfel des Altvaters, der hohen Haide und des 
Spieglitzer Schneeberges im 7 vorkommend an. Er fand dort die 
Säcke in großer Menge. Immerhin ist ein Irrtum Wockes in 
diesem Falle im Bereiche der Möglichkeit, da sonst Prof. Rebel, 
dem dieses Zitat kaum entgangen sein dürfte, als Fundort auch 
das Gesenke angegeben haben würde. 

Raupe wohl auch an Gräsern. 

Psychidea Rbr. 

13. bombycella Schiff. (4517). 

Brünn (Kupido im 7 am gelben Berg, abends fliegend). 
Raupe überwinternd bis 6 an niederen Pflanzen, nach Höfner 
an Gras. 

14. pectinella F. (4518). 

Nach Czerny bei Mähr. - Trübau , Flugzeit nach Berge- 
Rebel 5. Ueber die Futterpflanze der Raupe ist nichts bekannt, 
sie soll angeblich an Salbei und anderen niederen Pflanzen leben. 



217 



C. Fumeinae. 
Fumea Stph. 

15. casta Pall. (4527). 

Brünn {Gr. 5, 6 im Schreibwalde), Olmütz (Bahr), Mähr.- 
Trübau, Neutitschein ; Nikolsburg (den Sack am heiligen Berg an 
Baumstämmen), Fulnek (den Sack einzeln am Schloßberge, die 
Falter schlüpften von Mitte 6 ab). 

Raupe überwinternd bis 5 an niederen Pflanzen, auch Buchen 
und anderem Laubholz, die weiblichen Säcke sind erheblich größer 
und derber wie die männlichen. 

16. betulina Z. (4529). 

Fulnek (zwei weibliche Säcke am Schloßberg, die Falter 
schlüpften im Juli; det. Prof. Rebel), Brünn (GL fand den Sack 
im 4 am gelben Berge an Parinelia pulverulenta, der Falter 
schlüpfte am 20. Juni), Olmütz (Bahr). 

Raupe nach Höfner auf verschiedenen Sträuchern, an Blättern 
und anscheinend auch Flechten. 



Bacotia Tutt. 

18. sepium Spr. (4531). 

Olmütz (Bahr), Zauchtel (Rebel im 6 Sack und Raupe). 
Flugzeit nach Berge -Rebel 6 — 7. Raupe überwinternd an 
Flechten, besonders an Nadelbäumen. 



In Mähren 
vorkommend 



In den Nachbar- 
faunengebieten von 



Nieder- 
Oesterr. 


Böhmen 


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Ungarn 


ja 


ja 


nein 


ja 


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ja (9) 


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ja 




nein 


ja 






ja 


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nein 


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nein 



Anmerkung 



Oreops. muscella F. . 

„ atra L. . . . 
Sterrh. standfussi H. 
Apter. crenulella Brd. 
Rebelia nudella O. . 
Epichn. ardua Mn. . 
Psychidea pectinella 
Fum. betulina Z. . . 
Bacot. sepium »Spr. . 



bemerkenswert. 

bemerkenswert, 
fraglich. 

Sieherstellung nötig, be- 
merkensweit. 

bemerkenswert. 



218 





Tri TVTä 1~it*av» 

J.11 IVlttlll Cll 
1 1 IL 11 L cLCl UllUCll 


In den Nachbar- 
faunengebieten von 


Anmerkung 




Nieder- 
Oesterr. 


Schlesien 


Böhmen 


Ungarn 




Amicta ecksteini Ld. . . 


nein 


nein 


nein 


ja 


Südform. 






Sciopt. schiffermilleri 
















Stgr 


ja 




ii 


nein 


alpin. 






Psyche viadrina Stgr. . . 


nein 


ja 


ii 


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in Mähren möglich. 






Phalacr. graslinella B . 


J a 




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M 


dsgl. 






Rebelia sappho Mi iL . . 


ii 


nein 


V 


W 


Südform. 






„ plumella H. S. . 


n 


n 


V 




in Mähren möglich. 






Fum. comitella Brd. . . 


r> 


Ii 


11 









XXXVII. Sesüdae. 
Trochilium Sc 

1. apiformis Cl. Bienenschwärmer (4532). 

Brünn (G. im 5, 6 an den Stöcken oder Stämmen aller 
Pappelarten in den Morgenstunden nahe der Erde in Kopula), 
Olmtitz (Bahr), M.-Trübau (6), M. -Rotwasser, Neutitschein (Otto 
1. Juli), Ung.-Brod, Iglau (14. Juni, 6. Juli), Nikolsburg 6 — 7 in 
der Fürstenallee), Fulnek (an den Pyramidenpappeln der Walters- 
dorfer Straße). 

ab. sireciformiS Esp. dunkler mit braunem Hinterleib; bei 
Nikolsburg (von Friedenfeldt erbeutet, nach Hirschke). 

ab. tenebrioniformis Esp. Flügelrand und Hinterleib schwarz. 
Brünn (Kupido zweimal in Kopula mit apiformis), Nikolsburg 
(Friedenfeldt nach Hirschke). 

Die Eier werden an die Rinde angeklebt, nach Gr. frei 
fallen gelassen, und zwar in großer Zahl (ca. 600). Die Raupe 
zweijährig in allen Pappelarten. Verpuppung nach der 2. Ueber- 
winterung im Frühjahr unter der Rinde, im Holze oder in der 
Erde, in dem bereits im Herbste angefertigten und bezogenen 
länglichen Kokon. 



219 



Sciapteron Stgr.*) 

2. tabaniformis Rott. (4538). 

Brünn (G. 5 — 7 im Schreibwalde und in den Karthäuser 
Waldungen), Mähr.-Trübau ; Rottalowitz (3. Juni), Nikolsburg (im 
Stadtwalde die Raupe). 

Raupe ein-, seltener zweijährig in zwei- oder mehrjährigen 
Holzschlägen in den Stöcken von Espen, in welchen auch ich sie 
fand, von Schwarzpappeln, Weiden (Dol. fand sie in Sahlweiden, 
Kupido auch in Silberpappeln). Verwandlung unter der Rinde, 
die Raupe beißt einen Ausgang durch, welchen sie jedoch mit 
einem mit Holzspänen vermengten Gespinste abschließt. 

Sesia F. 

3. scoliaeformis Bkh. (4545). 

Olmütz (Bahr bei Mariental), fliegt nach Berge-Rebel 6, 7 
Raupe zweijährig in alten Birkenstämmen, sie verpuppt sich 

unter der Rinde in einem länglichen mit Rindenteilen vermengten 

Gespinste. 

4. spheciformis Gerning (4546). 

Brünn (G. im 6 im Czernowitzer Wäldchen an jungen Erlen- 
trieben). Ostrauer Gebiet (Wawerka). 

Raupe zweijährig in Erlen stocken (Alnus glutinosa und 
incana) angeblich auch in Birken. Nach G. geht der Gang immer 
aus dem Stock durchs Holz in die Triebe, in welchen die Raupe 
mit zunehmendem Alter weiter vordringt — nach Zukowsky 
geschieht dies erst im 2. Frühjahr — dort nagt sie die Rinde 
bis auf ein dünnes Häutchen durch, vor dem Schlüpfen schiebt 
sich die Puppe etwas hindurch. 

5. tipuliformis Cl. (4552). Johannisbeersesie. 

Brünn (G. im 6 besonders in den Obrzaner und Czernowitzer 
Gärten, nach Dol. an Ligusterblüten), Olmütz (Bahr), Friedland, 
Ung.-Brod, Nikolsburg (1 Raupe im Hausgarten), Ostrauer Gebiet 
(Waw.), Mähr.-Trübau (im 6 in den Stadtgärten). 
Raupe einjährig in Johannis- und Stachelbeeren (Ribes rubrum 
und grossularia), angeblich auch in Haseln, Evonymus und Juni- 

*) Trochilium melanocephala Dalm. (4536) kommt angeblich bei 
Ung.-Ostra vor, was mir weiter gar nicht auffallen würde, wenn die Quelle, 
aus welcher diese Mitteilung herrührt, verläßlich wäre. 

Raupe zweijährig in den Stämmen und Zweigen der Schwarzpappel 
(Populus nigra), verpuppt sich am Ende des Fraßganges ohne Kokon. 



220 



perus, in den Stengeln. Vor der Verpuppung wird der Gang 
oben und unten zugesponnen, die Rinde bis auf ein dünnes 
Häutchen durchgebissen. Dieses wird nach 3 — 4 Wochen von 
der Puppe durchbrochen, welche sich sodann zum Teile hinaus- 
dreht, worauf der Falter schlüpft (Gärtner). 

6. conopiformis Esp. (4554). 

Brünn (G. sehr selten im Karthäuser und Schreib wal de so- 
wie bei der Antoniusquelle ; Kupido 6 und 7 an Blumen), Namiest 
(1 Stück, von mir gesehen). 

Die Raupe will G. in 2jährigen Trieben von Salix caprea 
gefunden haben, nach Berge-Rebel und anderen lebt sie aber in 
den Stämmen und Aesten von Eichen und Misteln (Viscum), 
besonders in kranken und abgestorbenen Stämmen. 

7. vespiformis L. (4555). 

Brünn (G. Ende 5 — 8 sehr zahlreich auf der Kleidofka, 
noch häutiger in den Wäldern bei Sobieschitz, weniger im Schreib- 
walde, im Sonnenschein auf Waldblößen, bei trübem Wetter von 
Eichenbüschen geklopft), Mähr.-Trübau, Ung.-Brod, Nikolsburg 
(6, 7 in Schlägen des Stadtwaldes). 

Ei nach Gärtner länglichrund, beiderseits abgeflacht, mit 
Grübchen besäet, zimtbraun. Merkwürdigerweise ist diese Ei- 
beschreibung in den neueren Werken nicht enthalten. Raupe nach 
G. einjährig im Herbst und Frühjahr in Eichenstöcken, welche 
einjährige Sprossen getrieben haben, nur zwischen Rinde und 
Holz, und nur dort zu finden, wo sich die Rinde leicht ablösen 
läßt, auch unter der Rinde von Fagus sylvatica in einem Brei 
von Holzspänen und Saft, sie sind oft von einer Diptere (Myobia 
aurea) besetzt. Nach Doleschall in Eschen, was wohl nur ein 
Druckfehler sein wird. 

8. myopaeformis Bkh. (4557) Apfelbaumsesie. 

Brünn (G. von 6 — 8 in den Morgenstunden an Baum- 
stämmen und Grashalmen, besonders in der Apfelbaumallee von 
Obrowitz nach Schimitz, in den Karthäuser- und Zazowitzer 
Obstgärten, auch sonst), Mähr.-Trübau (6), Neutitschein (Otto 
27. Mai), Ung.-Brod, Nikolsburg (von Ende 5, 6 ab an der Wiener 
Reichsstraße, selten, 2 Stück auch im Hausgarten), Fulnek (Raupe 
im Hausgarten). 



221 



Raupe zweijährig, nach G. in starken Aesten und in Stäm- 
men von Apfelbäumen, unter der Rinde in einem Brei aus Saft 
und Borkenmehl, verrät sich durch das nach außen gestoßene 
Borkenmehl. Lebt auch in Bim- und Pflaumenbäumen, Weißdorn 
und Ebereschen. Die Puppe ragt nach dem Schlüpfen aus dem 
Stamme heraus. 

9. culiciformis L. (4563). 

Brünn (G. von 5 ab), Olmütz (Bahr), Neutitschein, Nikols- 
burg (in Schlägen des Stadtwaldes die Raupe gefunden). Diese 
lebt nach G. einjährig in 2jährigen Waldschlägen von Betula 
alba unter der Rinde und im Holze, verrät sich durch große 
Mengen gelber Exkremente am Boden und am Rande der Scheibe. 
Am besten im 4 zu sammeln. 

10. stomoxyformis Hb. (4564). 

Brünn (Kupido auf der Südseite des Schreibwaldes; Viertl 
am 3. Juni drei Pärchen bei den Obrzaner Weingärten auf Evo- 
nymus sitzend; Dol. 6 frühmorgens an niederen Pflanzen). 

Raupe nach Tomala in 7 — 8 cm starken Mispelstämmen; 
Zukowsky vermutet sie in Eichen, nach Höfner im Stamme von 
Zwetschkenbäumen und Evonymus. 

11. formicaeformis Esp. (4566). 

Brünn (Dol. 6), Nikolsburg (an der Grenze, selten), Mähr.- 
Trübau (6, 7). Raupe einjährig in den krebsigen Auswüchsen von 
Weiden in den niederen Aesten und Strünken. 

12. ichneumoniformis F. (4573). 

Brünn (G. bei der Kleidofka und St. Thomaser Ziegelei, am 
Hadiberg, im Schreibwalde, am Karthäuser Berg, hinter der 
Antoniusquelle, doch selten, 7, 8), Olmütz (Bahr), Nikolsburg 
(1 Stück im 7 am Muschelberg). 

ab. megillaeformis Hb., nur das 2., 4. und 6. Hinterleibs- 
segment gelb gerandet, Fühler des 9 oben ganz schwarz. Brünn 
(Gärtner 1 Stück im Schreibwalde; Viertl 1 Stück), Olmütz 
(Bahr). 

Ei länglichrund, beiderseits abgeflacht, mit Grübchen bedeckt^ 
rotbraun. Raupe einjährig, nach G. in den Stock wurzeln von 
Anthyllis vulneraria, wo sie in einem Gespinste wohnt und das 
Wurzelfleisch aushöhlt, selbst in das Mark der Triebe oberhalb 



222 



der Wurzel eindringt, auch im oberen Wurzelteile von Hedysarum 
onobrychis (Onobrychis sativa). Sonst werden noch Lathyrus und 
Lotus als Futterpflanzen angegeben, für megillaeformis Hb. Gin- 
ster (Genista tinctoria), an dem sie in langen Schläuchen an der 
Wurzel lebt. 

13. masariformis 0. (4580). 

Brünn (Kupido im 7 auf der Südseite des Spielberges ; Viertl 
7 bei Mokra hora, Otto und Wildt im 6 oberhalb der Teufels- 
schlucht; Dol. im 7). 

Raupe an sonnigen Abhängen in den Wurzeln von Verbascum, 
verpuppt sich nach G. anscheinend außerhalb der Futterpflanze 
in der Erde, aus welcher sich die Puppenhülse beim Schlüpfen 
des Falters teilweise hinausschiebt. 

14. annellata Z. (4586). 

Brünn (Dol. im 6 an sonnigen Ahhängen). Raupe bis Ende 4 
in den Wurzeln von Ballota nigra, angeblich auch von Artemisia. 

15. empiformis Esp. (4587). 

Brünn (G. im 5 am gelben, roten, Obrzaner und Hadiberg, 
oberhalb der Teufelsschlucht ; Dol. 6, 7), Mähr.-Trübau, Neutitschein 
(Otto 4. Juli), Nikolsburg (am 6. Juni auf dem heiligen Berg), 
Fulnek (1 Stück vor Jogs Busch am 17. Juni von Blüten 
geschöpft). 

Raupe einjährig, nach G. in den Wurzeln von Euphorbia 
cyparissias. Zur Verpuppung wird ein langer Schlauch bis gegen 
die Erdoberfläche geführt, derselbe ist mit Wurzelspänen über- 
zogen und oben abgeschlossen. 

16. astatiformis H. S. (4592). 
Brünn (Doleschall 6, 1). 

Raupe lebt in den Wurzeln von Wolfsmilch (Euphorbia), 
angeblich auch Linaria. 

17. triannuliformis Frr. (4593). 

Brünn (G. am gelben und roten Berg, auf einer Waldwiese 
des Karthäuser Berges, weniger auf der Kohoutowitzer Heide, 
Ende 6, 7). 

Die Eier werden nach G. an Blüten und Blättern von 
Rumex acetosella abgelegt. Die Räupchen begeben sich ans Ende 



223 

der Wurzel, bohren sich dort ein und steigen bei einjähriger Ent- 
wicklung in Spiralgängen aufwärts in die Stockwurzel, wo sie 
sich im 5 in einem mit Wurzelspänen belegten Gespinstschlauche 
verpuppen. 

18. stelidiformis Frr. (4598). 

Brünn (G. 6, 7 besonders am Hadiberg, im Schreibwald 
und bei Zazowitz). 

Ei nach G. scheibenartig, länglich, zusammengedrückt, mit 
Grübchen besäet, Pol platt, mit einem Grübchen, Farbe pech- 
schwarz, glänzend. Raupe meist einjährig, in den Wurzeln der 
Euphorbia epithymoides, anfangs tief unten, später aufsteigend. 
Verpuppung in der Wurzelkrone in einem ausgesponnenen Lager, 
die Schlüpfstelle wird bis auf ein dünnes Häutchen vorbereitet. 

19. muscaeformis View. (4605). 

Mähr.-Trübau (Karl Wingelmüller), Neutitschein. Fliegt nach 
Berge-Rebel 6, 7. 

Raupe einjährig in den Wurzeln der Grasnelke (Armeria 
vulgaris) und des Heidekrautes (Calluna vulgaris). 

20. affinis Stgr. (4608). 

Brünn (Dol. 6, 7). Raupe einjährig in der Wurzel des 
Sonnenröschens (Helianthemum vulgare) auf sonnigen Waldwiesen. 

21. leucopsiformis Esp. (4612). 

Brünn (Dol. 7, 8). Raupe einjährig bis 6 in den Wurzeln 
von Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias und esulae). 

Bembecia Hb. 

22. hylaeiformis Lasp. (4632) Himbeerglasflügler. 

Brünn (G. 7, 8 im Schreibwalde, am roten Berg, im Sobie- 
schitzer Wald etc.), Mähr.-Rotwasser, Nikolsburg (1 Raupe im 
Hausgarten ; da die Futterpflanze hier nirgends im Freien, sondern 
nur in Gärten vorkommt, so dürfte die Art hier sehr selten sein), 
Mähr.-Trübau (im Brauhausgarten). Der Falter beginnt erst in 
der Spätdämmerung zu fliegen. 

Raupe einjährig, im Herbst zumeist im Wurzelstocke, nach 
der Ueberwinterung in den unteren Teilen der vorjährigen Triebe 
von Himbeeren, in welchen sie sich auch verpuppt. 



224 





I 


n den 


Nachbar- 






faunengebieten 


von 




In Mähren 
vorkommend 












eder- 

jsterr. 


Böhmen 


llesien 


03 

bß 
S 


Anmerkung 






m 






Ses. scoliaeformis Bkh. . 


ja 


ja 


ja 


nein 




„ conopiformis Esp. . 


11 


ii 


n 






„ formicaeformis Esp. 


n 


nein 


n 


ja 




„ masariformis 0. . . 


n 


ja 


nein 




bemerkenswert. 


„ anriellata Z 


w 


nein 






dsgl. 


„ astatiformis H. S. . 


V 




n 




dsgl. 


„ triannuliformis Frr. 




ja 


ja 


nein 




„ stelidiformis Frr. . 


11 


nein 


nein 




bemerkenswert. 


„ muscaeformis View. 


nein 


ja 


ja 


ja 






ja 


nein 


nein 


nein 


bemerkenswert. 


r, leucopsiformis Esp. 


11 


ja 


» 


ii 


dsgl. 




In den Nachbar- 






faunengebieten von 




In Mähren 
nicht gefunden 












Nieder- 
Oe st err. 


Schlesien 


Böhmen 


Ungarn 


Anmerkung 


Troch. crabroniformis 














nein 


ja 


ja 


nein 


in Mähren möglich. 


Troch. melanocephala 














ja 


n 






dsgl. 


Ses. andrenaelormis -Lasp. 


« 


nein 


nein 


ja 


mehr im Süden. 


„ cephiformis 0. . . . 


»5 


ja 


ja 


w 


in Mähren möglich. 


„ colpiformis Stgr. . . 


r> 


nein 


nein 


nein 


Südform. 


„ uroceriformis Tr. . . 


n 


rt 


ja 




mehr im Süden. 


„ bibioniformis Esp. . 


11 


n 


n 




dsgl. 



Die Zahl der mährischen Sesien konnte demnach um zirka 
3 — 5 gesteigert werden, auch über die Verbreitung ist viel zu 
wenig bekannt. 

XXXVIII. Cossidae. 

Cossus F. 

1. COSSUS L. Weidenbohrer (4641). 

Falter im 6, 7 überall verbreitet, tagsüber an Baumstämmen, 
wo er infolge seiner Schutzfärbung schwer zu erblicken ist. 



225 



Die auffallend stark nach Holzessig riechende Raupe zwei- 
jährig in Weiden, Pappeln, Birn- und anderen Obstbäumen und 
Eichen, mitunter in so großer Zahl, daß die befallenen Stämme 
zugrunde gehen, ist auch mit hartem Brote zu ziehen. Verpuppung 
in modrigem Holze, aber auch in der Erde. 

Hypopta Hb. 

2. caestrum Hb. (4685). 

Diese wertvolle Seltenheit fing Kupido in 2 Stücken bei 
Brünn (Leskau) Anf. 6 an Weinpfählen, auch von Müller ange- 
führt,- ob sie seither wieder erbeutet wurde, ist mir unbekannt, 
jedoch wird noch im Berge-Rebel als Heimatland auch Mähren 
angegeben, danach Flugzeit 7. 

Raupe einjährig im Wurzelstock von Spargel, verpuppt sich 
in Erdkokons. 

Dyspessa Hb. 

3. ulula Bkh. Käuzchen (4689). 

Brünn (Kupido 2 Falter), Nikolsburg (einige Stücke im 
Hausgarten und auf der Haidspitz am Licht gefangen u. zw. 
zwischen 23. Mai und 19. Juni). 

Raupe mehrjährig in den Zwiebeln von Allium flavum. 

Zeuzera Latr. 

4. pyrina L. Blausieb (4718). 

Im Lande weit verbreitet, so bei: Brünn, Olmütz, Mähr. 
Trübau, Neutitschein, Ostrauer Gebiet, Friedland, Namiest, Lilien- 
dorf, Nikolsburg. Fliegt im 6, 7. 

Raupe zweijährig in Obstbäumen und anderem Laubholz, 
Höfner fand sie selbst in Thujen. 

Von den angeführten Arten fehlt Hypopta caestrum Hb. in 
Böhmen und Schlesien, Dyspessa ulula Bkh. gleichfalls diesen 
beiden Ländern. 

Phragmat. castanea Hb. wurde dagegen in Nieder- Oester- 
reich und in Schlesien gefunden, nicht aber in Mähren, wo sie 
aber auch vorkommen dürfte. 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 15 



226 



XXXIX. Hepialidae. 

Hepialus F. 

1. humuli L. Hopfenspinner (4726). 

Brünn (Kupido 6; Otto 14. Juni) auf dem Altvater (Kitt; 
Kolenati besonders an der Teßquelle, dann im Knoblauch- und 
Wallachengraben, Anf. 7 nach Sonnenuntergang sehr häufig, 
die 99 später), Mähr.-Rotwasser, Mähr.-Trübau (1 Stück), Stern- 
berg (Satory 7), Neutitschein (Otto 28. Juni), Friedland, Namiest, 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Zwittau (nach Wingelmüller alljährlich 
in Menge). 

Raupe überwinternd bis 5, 6 in den Wurzeln von Hopfen, 
Möhren, Ampfer, Nesseln, Löwenzahn und anderen. 

2. sylvina L. (4727). 

Brünn (Schneider 7, 8 besonders in den südlichen Auen, 
doch ziemlich selten), Nikolsburg (erst 2 Stück Ende 7, eines bei 
der Quelle vor der Klentnitzer Klause, eines hinter dem Fenster 
meiner Wohnung in der Feldsbergergasse), Ostrauer Gebiet 
(Waw.), Fulnek (1 Stück am 1. September 1911 am Licht im 
Wohnhause). 

Raupe zumeist zweijährig in den Wurzeln von Möhren, 
Ampfer (Rumex), Malven und anderen. 

3. fusconebulosa de Geer (4730). 

Im Altvatergebirge (Wocke Anf. 6, aber auch noch eventuell 
Ende 7, nirgends häufig), bei Spieglitz (Wocke). 

ab. galliCUS Ld. ziemlich einfarbig rotbraun mit weißem 
Mittelpunkte, im Gesenke (Wocke auf der hohen Haide). 

Raupe zweijährig im Wurzelstocke des Adlerfarns (Pteris 
aquilina), vielleicht auch von Rumex. 

4. lupulina L. (4738). 

Brünn (Schneider 6, 7, besonders bei Raigern in Laub- 
wäldern), Namiest, Neutitschein. Raupe an den Wurzeln von 
Gräsern (Triticum), Baldrian (Valeriana), Wegerich nnd anderen. 

5. hecta L. (4743). 

Brünn (Schneider 6, 7 in Laubwäldern häufig, besonders in 
der Mödritzer und Raigerer Au), auf dem Altvater (Kolenati oft 
in ganzen Trauben an schattigen Pflanzen; nach Wocke im 6, 7 
bis an die Baumgrenze, überall nicht selten), Rabenseifen (7), 
Neutitschein, Namiest, Liliendorf (7), Ostrauer Gebiet (Waw.). 



227 



Raupe in den Wurzeln von Adlerfarn (Pteris aquilina), 
Heidelbeeren (Vaccinium) ; Ampfer (Rumex), Calluna und anderen. 

Alle diese Arten finden sieh auch in sämmtlichen Neben- 
ländern, in Niederösterreich und dem benachbarten Teile Ungarns 
(Alpen und Tatra) auch die Hochgebirgsform Hepialus carna Esp. 

Die bisher aufgeführten irrtümlich Macrolepidoptera genannten 
Arten könnten bei folgenden Familien eine Steigerung erfahren. 

Rhopalocera um ca. 3 — 5 Arten 

Notodontidae „ „ 1 „ 

Noctuidae „ „ 11 — 28 

Geometridae „ „ 15 — 33 „ 

Nolidae „ „ 2 „ 

Arctiidae „ „ 1 „ 

Zygaenidae „ „ 1—2 „ 

Psychidae „ „ 2 — 3 „ 

Sesiidae „ „ 3 — 5 „ 

Cossidae „ „ 1 „ 

Das Verhältnis der Tagfalter zu den Heteroceren beträgt 
1 : 6*8 oder 140 : 950, also ca. 14*7 % der Gesamtzahl (die im An- 
hange erwähnte Leuc. straminea Tr. ist mitberechnet. 

Wie nach der geographischen Lage Mährens nicht anders zu 
erwarten ist, sind die meisten der hier beobachteten Arten sibirischen 
Ursprungs, es sind dies 670 = 61*5%, wobei zu berücksichtigen 
ist, daß der größere Teil der nordischen bezw. alpinen Arten, 
30 = 2*7% und ein guter Teil der europäischen Arten 86 = 7*9% 
ersteren beizurechnen wäre; Unter diesen europäischen Arten 
werden sich voraussichtlich welche befinden, die tatsächlich in den 
Nachbargebieten Asiens und Afrikas nicht aufzufinden sein werden, 
die daher zumindest vorläufig als europäische Endemismen auf- 
gefaßt werden müssen, vielleicht auch wirklich an einzelnen 
klimatisch günstiger gelegenen Orten die Eiszeit überdauert, oder 
sich erst seither zu selbständigen Arten entwickelt haben. Ein 
Teil ist jedoch gewiß sibirischen, orientalischen oder auch medi- 
terranen Ursprungs, bisher aber in diesen Gebieten noch nicht 
nachgewiesen. 

Eine ganz genaue Abgrenzung der einzelnen Gruppen, insbe- 
sondere zwischen Arten sibirischer und orientalischer Herkunft 
einerseits und solchen orientalischer und mediterraner Abstammug 
anderseits ist begreiflicherweise undurchführbar, und manche Art, 
die dem einen Forscher in die eine Gruppe hineinzugehörcn 

15* 



228 



scheint, wird ein Anderer der anderen zuweisen, ohne daß 
durch diese, schließlich nur belanglosen Aenderungsmöglichkeiten 
das Gesamtresultat wesentlich beeinflußt werden wird. 

Ziemlich hoch, insbesondere in den südöstlichen Landesteilen 
ist der Einschlag voraussichtlich orientalischer Faanenelemente, 
283 Arten ist gleich 26%, während die Arten mediterraner, 
tropischer und lusitanischer Herkunft (Aglaope infausta L., die 
aber, wenn sie wirklich bei Brünn heimatberechtigt sein sollte, 
besser zu den europäischen gezogen werden müßte), mit 21 = 
1*9% nur eine sehr geringfügige Rolle spielen und überdies zum 
Teile nur als Irrgäste und nicht als heimisch aufzufassen sind. 

Eine artenweise Zusammenstellung über die Herkunft werde, 
ich wohl gelegentlich einmal veröffentlichen. 



Microlepidoptera. 

Die Durchforschung Mährens in Bezug auf diese ist, wie 
bereits eingangs des 1. Teiles bemerkt wurde, sehr ungenügend, 
wenn auch die in der Tabelle Seite 76 und 77 desselben darge- 
stellte Zusammenstellung eine wesentliche Bereicherung erfahren 
konnte. 

Ich bin für die mühevolle Determination zahlreicher mir 
unbekannter Arten insbesondere Herrn Gabriel Höfner in Wolfs- 
berg zu großem Danke verpflichtet, ebenso Herrn Prof. Dr. Hans 
Rebel in Wien, dessen Mitwirkung bei allen größeren Arbeiten 
über die Lepidopterenfauna Oesterreichs, trotz vielseitiger Ueber- 
bürdung dankbarst anerkannt werden muß. 

Die ungenügende Durchforschung Mährens veranlaßte mich, 
die den sogenannten Microlepidopteren beigegebenen Vergleichs- 
tabellen mit den Nachbarländern abzuändern. Der angrenzende 
Teil Ungarns ist jedoch nahezu undurchforscht und mußte daher 
außer Vergleich bleiben. 

Die von Herrn P. Nagel, Breslau, in Ramsau, also in 
Oesterr. -Schlesien, jedoch unmittelbar an der mährischen Grenze 
gefangenen Falter wurden hier aufgenommen. 

Eine bessere Bearbeitung dieses Teiles unter größerer Berück- 
sichtigung biologischer Momente muß einer späteren Bearbeitung 
vorbehalten bleiben. 



229 



Jedenfalls ist durch die vorliegende Arbeit der Grund gelegt, 
möge, wenn mich ein unfreundliches Geschick hievon abhält, 
ein späterer Bearbeiter mit mehr Glück und durch weniger Ent- 
täuschungen entmutigt, die Lücken füllen. 

Es wäre hiezu insbesondere eine bessere Durchforschung der 
Sudeten, Beskiden, mähr. Karpathen und des Iglauer Hochplateaus 
überaus wünschenswert, auch die Gegend von Nikolsburg-Lunden- 
burg würde noch zahlreiche neue Arten liefern. 

Es wäre zur Erreichung des Endzieles zweckdienlich, wenn 
die Kommission zur wissenschaftlichen Durchforschung Mährens 
eigens für die Explorierung dieser Gebiete entsprechende Sub- 
ventionen bewilligen würde. 

I. Pyralidae. 

A. Galleriinae. 
Acbroia Hb. 

L a) grisella F. (3). 

Fulnek (1 Stück am 8. Juli 1912 in einem Bienenstocke 
des Herrn Oberlehrers Baier in Gerlsdorf gefangen), wahrscheinlich 
vielfach übersehen. 

Raupe an Wachs (an den Waben und auch sonst). 

Melissoblaptes Z. 

1. bipunctanus Z. (4). 

Brünn (G. Anf. 7 an Mauern), Spuler 7, 8. Raupe in Erd- 
röhren, wahrscheinlich an tierischen Resten, sie wird auch in 
Bienennestern vermutet, wo sie nach Höfner von Hornig gefunden 
wurde. 

Apbomia Hb. 

2. sociella L. (8). 

Fulnek (Ende 6, 7 im Wohnzimmer am Licht, im Haus- 
garten und vor Jogs Busch). 

Brünn (G. 6, 7 an Gartenzäunen), Neutitschein (Otto 9. Juni), 
Nikolsburg (7, 8 häufig am Licht). Spuler 6 — 9. Raupe gesellig 
in Hummel- und Wespennestern. 

Galleria F. 

3. mellonella L. Wachsmotte (11). 

Fulnek (nach Angabe von Bienenzüchtern oft sehr schädlich, 
ich fing 1 Stück am 8. Juli in Gerlsdorf), Brünn (G. 5 und 



230 



Anf. 7, e 1. auch noch 1. September), Nikolsburg (in Bienenstöcken 
oft sehr schädlich). Raupe in denselben die Waben zerstörend. 
Ei nach G. sehr klein ; kugelig, jedoch meist seitlich gedrückt, 
mit zahllosen Grübchen bedeckt, Farbe fettig gelblichweiß. Ei- 
reichtum sehr groß. 

B. Crambinae. 
Crambus F. 

4. coulonellus Dup (25). 

Altvater und Leiterberg (Kolenati Anf. bis Mitte 7 häufig), 
nach Wocke im 7 auf feuchten Plätzen des Altvatergebirges von 
3500 — 4000 Fuß, auch von Dr. Götschmann gefangen. Raupe 
unbekannt. 

5. inquinatellus Schiff. (42). 

Neutitschein (Frl. Ella Schuster am Licht in der Wohnung 
am 26. August), Brünn (G. 7, 8 sehr häufig im Schreibwalde, 
bei Karthaus, auf dem gelben, roten und Spielberg), Nikolsburg 
(7, 8, heil, und Muschelberg, auch im Hausgarten, häufig), Roznau 
(Rebel), Zauchtel (Rebel), Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek Ende 
7, 8 verbreitet und hänfig). 

ab. obscurior nom. nov. 1 9 von Nikolsburg. Vorderflügel 
bis auf den Diskus verdunkelt, und zwar Vorder-, Innen- und 
Außenrand bis zur inneren Querbinde. Raupe an jungen Gras- 
trieben, nach Höfner an Dach- und Mauermoos (Barbula muralis). 

6. tristellus F. (61). 

Fulnek (Schloßberg und Jogs Busch im 8 häufig, darunter 
die ab. paleella Hb. nicht selten), Brünn (G. 7, 8 im Schreib- 
walde), Nikolsburg (im 7, 8 unterm heil. Berg, am Licht häufig), 
Roznau (Rebel), Ostrauer Gebiet (Waw.), Neutitschein (24. August 
Ella Schuster). Raupe an Gras. 

7. selasellus Hb. (63). 

Brünn (G. 8 im Schreib wald und auf der Kleidofka, häufig), 
Spuler 7, 8. Raupe an Gräsern (Poa maritima und anderen), nach 
Höfner an den Wurzeln. 

8. luteellus Schiff. (65). 

Brünn (G. 6, 7 an trockenen Hängen verbreitet und häufig), 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Nikolsburg (am Galgen-, Muschel- und 
heil. Berg von 6 bis in den 8, häufig). Raupe an Festuca ovina, 
nach G. in deren Wurzeln, wo sie überwintert und sich auch 
verpuppt. 



231 



9. perlellus Sc. (68). 

Brünn (G. 6, 7, aber auch noch 8 und selbst 28. September, 
auf Wiesen häufig), Nikolsburg (auf den Klentnitzer- und Grenz- 
wiesen im 7, 8 häufig), Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (bei 
Jogs Busch, ober Pollak, auch im Hausgarten im 7, 8 nicht 
häufig). 

ab. warringtonellus Stt. (68 a), mit dunklen Adern auf den 
Vorderflügeln; Nikolsburg. Raupe an Festuca, Aira und anderen 
Gräsern. 

10. saxonellus Zk. (72). 

Brünn (G. 7 auf Waldwiesen und Schlägen), Nikolsburg 
(im 6 am heil. Berg sehr häufig). Raupe unbekannt. 

11. pinellus L. (83). 

Fulnek (Jogs Busch, Schloßberg, Hirschberg etc. im 7, 8 
nicht selten), Brünn (G. Ende 7 — 9 im Schreib walde, selten), 
Nikolsburg (8, 9 selten im Hausgarten in der Dämmerung). 
Raupe überwinternd in den Wurzeln von Eriophorum vaginatum 
und Aira caespitosa. 

12. myellus Hb. (87). 

Fulnek (vereinzelt am Schloßberg, in Jogs Busch und im 
Hausgarten, Ende 6, Anf. 7), Brünn (G. 5, 6 in Wäldern), 
Ramsau (Nagel), Nikolsburg (1 Stück am 8. Juni abends am 
heil. Berg). Raupe nach Höfner im Erdmoose, auf Steinen, in 
Gängen. 

13. falsellus Schiff. (99). 

Fulnek (im Juli im Hausgarten und ober Pollak, nur ver- 
einzelt angetroffen), Brünn (G. 7 bis Mitte 8 an Häusern und in 
Wäldern nicht selten), Muglitz (Zinburg), Zauchtel (Rebel), Nikols- 
burg (im 7 am heil. Berg und im Stadtwalde sehr häufig). Raupe 
an Dachmoos (Barbula muralis), unter welchem sie überwintert. 
Ei nach G. länglichrund mit schnurartigen Längsrippen, grünlich- 
weiß, nach 5 Tagen korallen-, später dunkelrot, am 12. Tage 
schlüpft das Räupchen. 

14. chrysonuchellus Sc. (108). 

Fulnek (im Mai, event. noch Anf. Juni bei Jogs Busch, 
Schloßberg etc. recht häufig), Brünn (G. im 5 sehr häufig auf 
trockenen Anhöhen), Nikolsburg (5 Anf. 6 auf allen Hügeln sehr 
häufig). Raupe an Festuca ovina, nach G. in den Wurzeln, in 
welchen sie überwintert, Verpuppung daselbst in einem schlauch- 
artigen Gespinste. 



232 



15. craterellus Sc. (109). 

Brünn (G. 5 ; 6 auf trockenen Wiesen sehr häufig), Nikols- 
burg (5 bis Anf. 7 an den gleichen Orten wie die Vorige, gleich 
häufig). Raupe unbekannt. 

16. hortuellus Hb. (111). 

Brünn (G. 6, 7 auf Wiesen nicht häufig), Ostrauer Gebiet 
(Waw.)j Fulnek (6, 7 verbreitet und nicht selten), Nikolsburg 
(im 6, 7 nicht selten im Hausgarten am Licht). Raupe unter 
Erdmoos, wo sie auch überwintert. 

ab. Cespitellus Hb. (nach G. bei Brünn). 

17. culmellus L. (114). 

Friedland (Ende 7 Skala), Fulnek (7, 8 allenthalben häufig, 
insbesondere am Kapuzinerberg), Brünn (G. 7, 8 auf trockenen 
grasigen Plätzen sehr häufig), Nikolsburg (7, 8 verbreitet und 
häufig), Roznau (Reb.), Zauchtel (Reb.), Ostrauer Gebiet (Waw). 

Raupe an Festuca in röhrenförmigen Gängen. 

18. dumetellus Hb. (117). 

Fulnek (Jogs Busch etc. verbreitet und von Ende Mai bis 
Ende Juli häufig). 

Brünn (G. 6, 7 auf trockenen Bergwiesen nicht selten), 
Muglitz (Zinburg), Ramsau (Nagel), Nikolsburg (6 Stadtwald, 
heil, und Muschelberg, häufig). Roznau (Reb.), Zauchtel (Reb.), 
Ostrauer Gebiet (Waw.). 

Raupe unbekannt. 

19. pratellus L. (119). 

Neutitschein (Annagasse 9. Juni, Skala), Fulnek (Jogs Busch, 
Ende Mai, Juni, häufig), Brünn (G. 6 — 8 im Schreib walde, auf 
der Kleidofka, am Spielberge, in der Sebrowitzer Au ; sehr häufig), 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Nikolsburg (Ende 5, 6 am Muschelberg 
und im Stadtwalde sehr häufig). Raupe an Aira caespitosa, nach 
Höfner in den Wurzelstöcken in röhrenförmigen Gespinsten). 

20. silvellus Hb. (123). 

Fulnek (unter Jogs Busch Ende Mai, Juni nicht häufig). 

Brünn (Kupido 6, 7), Müglitz (Zinburg), Nikolsburg (im 6 
allenthalben, selbst in den Hausgärten sehr häufig; Torfwiesen 
gibt es hier nicht). Raupe unbekannt. 

21. ericellus Hb. (124). 

Brünn (G. 2. Hälfte 7, im Schreibwalde, selten), Spuler 6, 7. 
Raupe unbekannt. 



233 



22. pascuellus L. (125). 

Brünn (Gr. im 7 auf Grasplätzen gemein), Fulnek (Jogs 
Busch am 6. Juni), Altvater (Wocke Ende 7 beim Ochsenstall). 
Raupe nach Mitterberger (Disque) bis Mai an Gräsern. 

23. uliginosellus Z. (126). 

Altvater (Wocke Ende 7 beim Ochsenstall). Raupe unbekannt 

Platytes Gn. 

24. cerusellus Schiff. (145). 

Fulnek (im Juni allenthalben, z. B. am Kapuzinerberg, bei 
Jogs Busch etc., die cTcT häufig), Brünn (G. 6 bei der St. Thomaser 
Ziegelei), Nikolsburg (im 6 am Licht im Hausgarten, häufig). 
Raupe zwischen Moos. 

25. alpinellus Hb. (147). 

Brünn (G. einmal am 18. August am Spielberge). Spuler 
7 — 9. Raupe unbekannt, Höfner vermutet sie in Graswurzeln. 

Chilo Zk. 

25. a) phragmitellus Hb. (162). 

Ostrauer Gebiet (Wawerka). Raupe in Rohrstengeln, wo sie 
sich auch verpuppt. 

Talis Gn. 

26. quercella Schiff. (174) 

Brünn (G. Mitte 7, 8 bei der Sebrowitzer Straße am Exerzier- 
platz häufig). Raupe unbekannt. 

C. Schoenobiinae. 
Schoenobius Dup. 

27. gigantellus Schiff. (187). 

Brünn (Kupido 6 — 8 einmal bei der roten Mühle). Raupe an 
Arundo phragmites, nach G. in den Halmen, wo sie sich auch 
verpuppt. 

28. forficellus Thnbg. (188). 

Brünn (Kupido einmal im 5), Ostrauer Gebiet (Waw.), 
Nikolsburg (am 21. Juni am Licht auf der Haidspitz). Spuler 6, 7. 
Raupe in Carex und Poa aquatica. 



234 



Donacaula Meyr. 

29. mucronellus Schiff. (191). 

Nikolsburg (1 defektes 9 am 4. Juni auf der Haidspitz am 
Licht). Raupe in Carex. 

Acentropus Gurt. 

29. a) niveus Olivier (193). 

Nikolsburg (eiüige Falter im Juli am Licht). 
Raupe an Potamogeton unter Wasser. 

E. Phycitinae. 

Homoeosoma Gurt. 

30. sinuella F. (232). 

Nikolsburg (19. Juni im Hausgarten am Licht). 
Raupe in den Stengeln von CheDopodium und im Wurzel- 
stocke von Plantago lanceolata (Höfner). 

31. nebulella Hb. (240). 

Brünn (G. 6 und wieder? Ende 8 auf den Höhen bei 
Zazowitz, am Spielberge und in der Czernowitzer Au). Spuler 
7, 8. Raupe in Distelköpfen ; Gr. fand sie an Cirsium canum und 
Lynosiris vulgaris, sie überwintert. 

32. nimbella Z. (248). 

Fulnek (1 Stück am 1. Juni im Hausgarten am Kapuziner- 
berg). 

Brünn (G. im 5 am gelben und Schreibwaldberg, selten), 
Nikolsburg (im 7 am Licht im Hausgarten). Raupe nach G. unter 
der Wurzelrinde von Artemisia absinthiuin, nach Spuler in den 
Blüten von Anthemis, Senecio und anderen. 

Plodia Gn. 

33. interpunctella Hb. (253). 

Fulnek (1 Stück am 3. Juli in der Küche fliegend ange- 
troffen). 

Brünn (G. fing den Falter im 9, und erhielt ihn bei der 
Zucht schon im 3). Raupe an Mandelkernen, Mais und anderen 
Südfrüchten. Ei nach G. länglichrund mit gleichförmigen Polen, 
glatt, fettweiß. 



235 



Ephestia Gn. 

34. elutella Hb. (283). 

Fulnek (von Ende 6 bis in den 8 im Hausgarten, in der 
Wohnung etc. in Anzahl). 

Brünn (G. häufig von 5 — 9 in Häusern, auch auf dem Spiel- 
berge und in der Sebrowitzer Au), Roznau (Rebel), Nikolsburg 
(im 7, 8 im Hausgarten, nicht selten). Raupe an trockenen Eß- 
waren (Schwämmen) und dgl., auch oft in Insektensammlungen 
schädlich. 

Ancylosis Z. 

35. cinnamomella Dup. (298). 

Brünn (G. Ende 4 und 7 an dürren Hängen, auch in der 
Teufelsschlucht), Nikolsburg (im 5 und 7, 8 auf dem heil. Berg, 
auch im Hausgarten, häufig am Licht, mitunter recht hell, bis 
gelblich). Raupe an Globularia vulgaris, nach Höfner zwischen 
zusammengezogenen Wurzel blättern in langen mit Sand über- 
zogenen Röhren. 

Spermatophthora Ld. 

36. hornigii Ld. (324). 

Brünn (G. von Mitte 7 bis Mitte 8 am gelben Berge, selten), 
Nikolsburg (19 am 15. August). Raupe fand G. in den Samen 
von Atriplex patula und laciniata in röhrigen Gespinsten, sie ver- 
puppt sich tief in der Erde. 

Heterographis Rag. 

37. oblitella Z. (370). 
Brünn (G. einmal). 

Alispa Z. 

38. angustella Hb. (393). 

Brünn (G. im Frühjahr, 7, 8 und 10 bei Holasek und 
Czernowitz). Die Raupe fand G. in den Samenkapseln von 
Evonymus europaeus, ein Teil ergab die Falter noch im Spät- 
herbste, ein anderer überwinterte im Raupenstadium. 

Pempelia Hb. 

39. dilutella Hb. (416). 

Brünn (G. 6, 7 bei Sonnenuntergang bei der Kleidofka, auf 
dem Spielberg). Raupe auf Thymus serpyllum. 



236 



40. ornatella Schiff. (425). 

Fulnek (im Juli bei Jogs Busch, am Schloßberg etc. ziem- 
lich häufig angetroffen), Brünn (G. im 6 im Schreibwalde, auf 
dem Spielberg etc. häufig), Neutitschein (Otto 12. Juli), Nikols- 
burg (im 6 besonders am heil, und Galgenberg, doch auch im 
Hausgarten, in der Dämmerung und am Licht häufig; es finden 
sich neben sehr scharf gezeichneten auch sehr verschwommen 
gefärbte Tiere). Spuler 7, 8. Raupe angeblich an Thymus, sonst 
nichts bekannt. 

Hypbantidium Scott. 

41. terebrella Zk. (429). 

Brünn (G. im 6 selten, im Karthäuserwalde), nach Wocke 
im ganzen Gebirge im 6 und Anf. 7 verbreitet. Raupe in Tannen- 
und Fichtenzapfen. 

Euzophera Z. 

42. cinerosella Z (454). 

Brünn (G. im 5 bei den Weingärten am gelben Berge und 
beim Schreibwalde.) Spuler 7, 8. Raupe in den Wurzeln bezw. 
Stengeln von Artemisia absinthium, Verpuppung nach G. im 
oberen Teile der Stockwurzel nach der Ueberwinterung. 

Hypochalcia Hb. 

43. lignelia Hb. (495). 

Brünn (G. einmal 9. Juni bei der Kleidofka), Ostrauer 
Gebiet (Waw.), Fulnek (12. Juni unter Jogs Busch), Müglitz 
(Zinburg), Nikolsburg (Mitte 5 bis Anf. 6 auf allen Berghängen 
häufig). Raupe an den Wurzeln von Bupleurum falcatum. 

44. ahenella Hb. (498). 

Fulnek (am Schloßberg und bei Jogs Busch im Juni bis 
Juli recht häufig). 

Brünn (G. 6 am gelben und Schimitzerberg, bei der Klei- 
dofka), Nikolsburg (Ende 5, 6 am Muschel- und heil. Berg, nicht 
häufig, auch am Licht). Raupe unbekannt; sie soll an Pappeln, 
nach anderen an Weiden oder Helianthemum vulgare und Arte- 
misia campestris leben (Höfner). 

45. decorella Hb. (508). 

Brünn (G. 5 bei der Kleidofka und am Kuhberg), Nikols- 
burg (am Galgen- und heil. Berg im 5 häufig). Raupe unbekannt. 



237 



Etiella Z. 

46. zinckenella Tr. (510). 

Nikolsburg (von 6 — 8 am heil, und Muschelberg, im Haus- 
garten etc., am Licht recht häufig). Raupe in den Schoten von 
Spartium, Colutea, Pisum. 

Megasis Gn. 

47. ilignella Z. (525). 

Brünn (von Gärtner einmal gefangen). Flugzeit nach Spuler 
im 5. Raupe an Lotus. 

Episcbnia Z. 

48. prodromella Hb. (549). 

Nikolsburg (6 bis Anf. 8 unterm heil. Berg, am Licht nicht 
häufig). Raupe an Centaurea. 

Catastia Hb. 

49. marginea Schiff. (579). 

Brünn (G. einmal Ende 6 bei Schebetein, Kupido im Kart- 
häuser Wald). Raupe unbekannt. 

Selagia Z. 

50. spadicella Hb. (587). 

Brünn (Gärtner 7, 8 beim Jägerhause, am Spielberg und 
auf der Zazowitzer Berglehne), Nikolsburg (1 9 am 11. Sep- 
tember). Raupe an Teucrium montanum, in schlauchartigen 
Geweben an den Wurzeln, angeblich auch an Calluna. 

51. argyrella F. (589). 

Brünn (G. Ende 7 in der Dämmerung auf dem Spiel-, gelben 
und roten Berge häufig), Nikolsburg (21. Juli im Hausgarten am 
Licht). Raupe an Calluna. 

Salebria Z. 

52. betulae Goeze (608). 

Nikolsburg (10. Juli im Hausgarten am Licht). Spuler 6, 7. 
Raupe auf Birken. 

53. palumbella F. (611). 

Nikolsburg (5 — 7 am heil. Berg, nicht häufig), Raupe an 
Polygala chamaebuxus, nach anderen an Calluna vulgaris, Höfner 
vermutet sie an Cytisus-Arten. 



238 



54. obductella Z. (029). 

Brünn (G. 6 bis Mitte 8 bei der Kleidofka und auf dem 
Kuhberge nicht häufig), Neutitschein (Otto 1. August). Raupe an 
Mentha, Origanum, Calamintha, an dieser fand sie G. in den zu 
einem Ballen zusammengezogenen Endtrieben. Verpuppung unter 
dürren Blättern. 

55. fusca Hw. (642). 

Spieglitz (Götschmann 7), Ostrauer Gebiet (Waw.). Fulnek 
(Jogs Busch am 5. Juli). Spuler 6, 7. Raupe an Heidekraut und 
Sahlweiden, angeblich auch auf Birken. 

56. semirubella Sc. (645) zumeist in der ab. (v.) sangui- 
nella Hb. 

Fulnek (bei Jogs Busch im Juli event. noch Anfang August 
nur vereinzelt), Brünn (G. 7 auf sonnigen Berglehnen bei Kart- 
haus, auf dem Spielberge häufig), Hohenstadt (Nowak), Müglitz 
(Zinburg), Neutitschein (Otto 13. Juli, 18. August), Nikolsburg 
(Ende 7, 8 am Muschel- und heil. Berg häufig). Raupe an Lotus, 
besonders an den Blüten, angeblich auch Helianthemum etc. 

Nephopteryx Z. 

57. rhenella Zk. (663). 

Brünn (G. 5 bei Karthaus nicht selten). Raupe auf Pappeln, 
angeblich auch Weiden, verpuppt sich an der Erde. 

58. similella Zk. (671). 

Brünn (G. 5). Er fand die Puppe im Frühjahr unter der 
Rinde eines Eichbaumes, auf welchem die Raupe lebt. 

Trachonitis Z. 

59. cristella Hb. (696). 

Brünn (G. 7 am gelben Berg). Raupe auf Evonymus, 
Schlehen, Birken. 

Dioryctria Z. 

60. abietella F: (700). 

Fulnek (1 defektes Stück am 23. Juli auf dem Schloßberg), 
Brünn (G. 7 bis Mitte 8, selten im Schebeteiner Walde), Olmütz 
(Bahr), Ostrauer Gebiet (Waw.), bei Spieglitz (Götschmann 7). 
Raupe in Zapfen von Fichten, Tannen und Kiefern, nach Höfner 
auch in jungen kranken Trieben. 



239 

Phycita Rag. 

61. spissicella F. (709). 

Brünn (G. 6 Schreibwald, nicht selten), Nikolsburg (18. Juli 
im Garten), Fulnek (Jogs Busch am 18. Juli). Raupe auf Eichen, 
nach G. in einem röhrigen Gespinste, angeblich auch auf Aepfel-, 
Birn- und Ahornbäumen. 

Acrobasis Z. 

62. obtusella Hb. (726). 

Brünn (G. einmal im 6), Spuler 7. Raupe auf Obstbäumen 
und Schlehen, nach Mitterberger auch an Eichen, Buchen, Birken, 
in eingerollten Blättern. 

63. tumidana Schiff. (730). 

Neutitschein (Otto 11. Juli als rubrotibiella F. R.). Raupe 
auf Eichen. 

64. zelleri Rag. (731). 

Brünn (G. einmal im 6), Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek 
(1 Stück am 27. Juli in Jogs Busch). Spuler 7. Raupe auf Eichen 
in röhrenförmigen Gespinsten. 

65. consociella Hb. (741). 

Fulnek (1 Stück am 18. Juli abends bei Jogs Busch), 
Brünn (Gärtner im 7 im Schreibwalde nicht selten), Nikolsburg 
(1 Stück am 30. Juli unterm heiligen Berg). Raupe gesellig auf 
Eichen, nach G. an der Blattunterseite in röhrigen Gespinsten. 
Verpuppung in der Erde. 

Rbodophaea Gn. 

66. rosella Sc. (744). 

Brünn (G. selten im 7, 8 auf trockenen Höhen im Schreib- 
walde, auf dem gelben und roten Berg), Nikolsburg (im 7, 8 
vereinzelt auf dem heiligen Berg am Licht und in der Dämmerung). 
Raupe unbekannt. 

67. marmorea Hw. (754). 

Brünn (G. 6, 7). Raupe auf Schlehen und Weißdorn, nach 
Höfner auch auf Prunus padus, in den Zweigen anliegenden 
Röhren. 

68. advenella Zk. (756). 

Brünn (G. selten im 7), Spuler 6. Raupe an Weißdorn- 
blüten und Pyrus, nach Höfner auch auf Sorbus, Rosen und 
Schlehen in röhrenförmigen Gespinsten. 



240 



69. suavella Zk. (757). 

Brünn (Gr. im 7 an Schlehen auf dem gelben Berge und 
bei der Kleidofka). Ostrauer Gebiet (Wawerka). Raupe auf 
Schlehen und Weißdorn, angeblich auch Rhamnus cathartica, wo 
sie auch G. fand. Sie legen an den Zweigen Gespinstschläuche 
an und spinnen die Blätter zusammen ; Verpuppung in der Erde. 

Myelois Hb. 

70. cribrella Hb. (766). 

Brünn (G. im 6, mitunter auch wieder im Herbst ; sehr ver- 
breitet), Nikolsburg (1 Stück am 17. Juni unterm heil. Berg). 
Spuler 7, 8. Raupe in Distelköpfen, in Echium, Lappa und anderen, 
G. fand sie in den Stengeln von Onopordon acanthium, Wo sie 
auch zumeist überwintert. 

Cryptoblabes Z. 

71. loxiella Rag. (795). 

Brünn (G. 5, einmal 26. März im Czernowitzer Erlen- 
wäldchen, selten). Raupe nach Gärtner auf Erlen, sie ist nach 
Spuler unbeschrieben, was aber unrichtig ist, da sie von Gärtner 
p. 111 ganz eingehend beschrieben und ihre Lebensweise ange- 
geben wird. 

H. Endotrichinae. 

Endotricha Z. 

72. flammealis Schiff. (808). 

Fulnek (Jogs Busch, Schloßberg, etc. im Juli verbreitet und 
nicht selten), Brünn (G. 7 in allen Wäldern häufig), Nikolsburg 
(vereinzelt bis 8 im Hausgarten). Raupe an trockenen Blättern von 
Lotus, auch Vaccinium myrtillus, nach Höfner auf Eichenbüschen. 

I. Pyralinae. 
Aglossa Latr. 

73. pinguinalis L. (825). 

Fulnek (im Wohnhause Ende 6, 7), Brünn (G. 5 und 7, 8, 
ja noch tadellos 22. September in Häusern häufig), Roznau (Rebel), 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Hohenstadt (Nowak), Iglau (12. Juni, 
9. Juli), Nikolsburg (in der Wohnung im 6, 7 häufig). Raupe in 
Ställen, Scheuern etc., in Erdröhren, soll angeblich mitunter auch 



241 



im menschlichen Magen leben. Ei nach G. von der Form des 
Hühnereies, glanzlos, alabasterweiß. 

74. cuprealis Hb. (831). 

Brünn (Kup., selten in Wäldern), Spuler 7. Raupe an Spreu 
und dgl. 

Hypsopygia Hb. 

75. costalis F. (834). 

Brünn (Kupido Ende 6 sehr selten; G. 30. September am 
Spielberge), Nikolsburg (von 6 bis tief in den 8, besonders im 
Hausgarten, häufig). Raupe unter Pflanzenabfällen. 

Pyralis L. 

76. farinalis L. (836). 

Fulnek (6 — 8 besonders in der Wohnung häufig), Brünn 
(G. 6 häufig an Häusern und in Wohnungen), Iglau (28. Juni), 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Neutitschein (Otto 15. Juni), Nikolsburg 
(6 — 8 im Hause häufig). Raupe an Stroh, Mehl und dgl., G. zog 
sie aus Erlenmulm. 

Herculia Wik. 

77. glaucinalis L. (845). 

Brünn (Kupido im 8 sehr selten), Nikolsburg (7, 8, ja 
selbst 9 am Licht und Köder im Hausgarten, nicht häufig). 
Raupe unter Laubabfällen. 

78. rubidalis Schiff. (848). 

Brünn (Kupido 6, 7 im Schreibwalde, manchmal häufig). 
Raupe unbekannt. 

Actenia ßn. 

79. brunnealis Tr. (885). 

Nikolsburg (selten im 8 am heil. Berg in der Dämmerung). 
Raupe an den Wurzeln von Helianthemum und Globularia. 

Cledeobia Stph. 

80. connectalis Hb. (901). 

Nach dem Staud.-Rebelkat. 1901. Flugzeit nach Spuler 5, 6. 
Raupe unbekannt. 

81. angustalis Schiff. (903). 

Fulnek (vor Jogs Busch Ende Juli vereinzelt), Brünn (G. im 
7 auf wüsten, sonnigen Gründen bei Karthaus, im Schreib walde, 
auf dem Spielberge, nicht selten), Neutitschein (Otto 1. August), 

Verhandlungen dos naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 



242 



Nikolsburg (7, 8 am Muschel- und heil. Berg, selten). Raupe an 
Lotus und Helianthemum, nach Mitterberger (Disque) an Thymus 
und Artemisia, nach Höfner auch an Graswurzeln in röhren- 
förmigen Gespinsten. 

Nympimla Scbrk. 

82. stagnata Don. (912). 

Brünn (Gärtner von 6 bis 8 beim Holaseker See und sonst 
auf feuchten Wiesen), Ostrauer Gebiet (Waw.). Raupe an Spar- 
ganium, nach Höfner auch Nymphaea, Lemna, Potamogeton, 
anfangs in den Blättern urinierend, später in einem aus zwei 
Blättern bestehenden Sacke. 

83. nymphaeata L. (913). 

Brünn (G. 6, 7 wie die Vorige), Roznau (Reb.), Ostrauer 
Gebiet (Waw.), Fulnek (Jogs Busch defekt 5. Juni, Garten 8. Juli), 
Nikolsburg (23. Mai und noch 7. August im Hausgarten nicht 
selten). Raupe an Potamogeton nutans, Nymphaea alba, Sparganium, 
nach Mitterberger (Disque) das ganze Jahr hindurch an vielerlei 
Wasserpflanzen. 

84. stratiotata L. (916). 

Brünn (G. Anf. , 6 beim Karthäuser Teiche an Felsen), 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Nikolsburg (1 Stück am 5. Juni am 
Licht im Hausgarten). Raupe an Stratiotes, Anacharis, Trapa und 
anderen, unter Wasser. 

85. nivalis Schiff. (918). 

Brünn (Kupido im 7 in schilfreichen Gegenden), Nikolsburg 
(1 Stück am 23. Mai im Hausgarten am Licht). Raupe unbekannt. 

Gataclysta Hb. 

86. lemnata L. (922). 

Brünn (G. gegen Ende 5 und wieder 7 bis Mitte 8 bei 
Czernowitz an Wassergräben häufig). Ostrauer Gebiet (Waw.). 
Raupe auf Lemna, nach G. in einem Sacke, der vor der Ver- 
puppung beiderseits verschlossen wird und sodann an der Wasser- 
oberfläche herumtreibt; Puppenruhe 14 Tage. 

Stenia Gn. 

87. punctalis Schiff. (931). 

Nikolsburg (2 Stück im 7, 8 unterm heil. Berg), Fulnek 
(Jogs Busch 18. Juli). Raupe an abgestorbenen Pflanzenteilen. 



243 



Perinephila Hb. 

87. a). lancealis Schiff. (939). 

Fulnek (Schloßberg Ende 6, 7 einzeln). Raupe an Eupa- 
torium cannabinum, Stachys ; Senecio etc. 

Psammotis Hb. 

88. puiveralis Hb. (941). 

Brünn (G. 8, 9), Nikolsburg (19. Juli an der Grenze). 
Raupe an Mentha aquatica. 

89. hyalinalis Hb. (942). 

Fulnek (Schießls Wald, Jogs Busch, Mitte Juli nicht häufig). 
Brünn (G. 7 auf Waldwiesen, selten), Neutitschein (Otto 16. Juli), 
Nikolsburg (Ende 6, 7 unterm heil. Berg, auch am Licht). Raupe 
an Urtica und Centaurea nigra, nach G. zwischen zusammen- 
gesponnenen Blättern. 

Eurrbypara Hb. 

90. urticata L. (943). 

Fulnek (im Mai eventuell bis in den Juli, im Jahre 1911 
selten, 1912 häufig; am Kapuzinerberg), Brünn (G. 6, 7 verbreitet 
und häufig; Otto 23. Mai), Friedland bei Mistek, Müglitz, 
Neutitschein (Otto 2.- Juni, 27. August), Nikolsburg (6, 1, selbst 
noch 8, in der Dämmerung im Hausgarten sehr häufig, darunter 
1 albin otisches 9, dessen Zeichnung überwiegend hellgrau ist). 
Raupe an Nesseln, Mentha, Ribes und anderen, zwischen zusammen- 
gezogenen Blättern. Verpuppung nach G. im Frühjahre, die von 
mir gezogenen Raupen ergaben die Puppe dagegen im Spät- 
herbste. 

L. Scopariinae. 
Scoparia Hw. 

91. ochrealis Schiff. (945). 

Brünn (G. 6 auf dem Kuh- und gelben Berg in Schlehen - 
sträuchern), Goldenstein (Zinburg), Nikolsburg (1 Stück am 
4. Juni im Hausgarten am Licht). Raupe unbekannt. 

92. centuriella Schiff. (946). 

Wocke fand sie im 7 sehr selten am Spieglitzer Schneeberg 
und am Altvater, auf ersterem wurde sie auch von Götschmann 
erbeutet. Raupe unbekannt, Höfner vermutet sie an Baumflechten. 

16* 



244 



93. ambigualis Tr. (949). 

Nikolsburg (19. Juni), Fulnek (Jogs Busch, Kapuzinerberg, 
Ende Juni, Juli im Jahre 1912 häufig), Brünn (Otto 15. Juni), 
Neutitschein (Otto 20. Juni), voraussichtlich auch im Gesenke 
(Wocke bis 3000' von 5 bis Mitte 7). Raupe unbeschrieben, an- 
geblich unter Baummoos. 

94. dubitalis Hb. (954). 

Nikolsburg (6 am Muschelberg), Ostrauer Gebiet (Waw.), 
Fulnek (Ende 5 — 7 verbreitet und häufig). Spuler 5, 6. Futter- 
pflanze nach Mitterberger Erdmoos, ferner Moos und Flechten 
von Eichen, Buchen und Felsen. 

95. petrophila Stndf. (964). 

Altvater und Leiterberg (Kolenati), am Glatzer Schneeberg 
und auf dem Kamme des Gesenkes (Wocke 7, 8 nicht selten; 
Götschmann). Raupe unbekannt. 

96. murana Curt. (969). 

In den Fichtenwäldern des ganzen Gebirges nach Wocke 
6, 7 an Stämmen und Felsen, stellenweise nicht selten. Raupe 
unter Moos. 

97. truncicolella Stt. (974); 

Brünn (G. 5 — 8 auf dem Schimitzer-, gelben-, Franzensberg, 
im Augarten etc. nicht selten), Nikolsburg (19. Juni am Licht 
im Hausgarten). Raupe unter Moos. 

97. a) crataegella Hb. (975). 

Zauchtel (Prof. Dr. Rebel), Ostrauer Gebiet (Wawerka), 
Fulnek (Kapuzinerberg, einzeln im 6, Anf. 7). Raupe an Stein- 
und Baummoos. 

M. Pyraustinae. 
Agrotera Schrk. 

98. nemoralis Sc. (984). 

Fulnek (Hirschberg, Schloßberg, Jogs Busch, 13. Mai, 
19. Juni, 18. Juli, nicht häufig), Brünn (G. 5, 6 in lichten Wäl- 
dern), Altvater (Kolenati 7), Nikolsburg (1 Stück am Licht im 
Hausgarten). Raupe auf Carpinus betulus und Betula alba, nach 
Höfner auch auf Eichen und Haseln. 

Sylepta Hb. 

99. ruralis Sc. (994). 

Fulnek (e 1. 9. Juli bis tief in 8), Friedland (Ende 7 
Skala), Brünn (G. 6, 7 verbreitet und häufig), Neutitschein (Otto 



245 



10. Juni), Ostrauer Gebiet (Waw.), Nikolsburg (5 und 8, wie es 
scheint in 2 Gen. am Licht und in der Dämmerung sehr häufig) , 
nach Spuler nur im 6. Raupe an Nesseln, in einem losen weiten 
Gespinste. Nach Mitterberger auch an Chenopodium, Atriplex, 
Spiraea, Humulus und dgl. 

Evergestis Hb. 

100. sophialis F. (1011). 

Brünn (G. einmal 7); Raupe an wilden Cruziferen (Sisym- 
brium sophia ; Rubia tinctorum und anderen). 

101. frumentalis L. (1014). 

Brünn (G. 5, 6 auf dem Spiel- und Kuhberge), nicht häufig). 
Raupe an Cruziferen, nach G. an Triticum vulgare.). 

102. extimalis Sc. Rübsaatpfeifer (1025). 

Brünn (G. 5 und 8 am gelben und roten Berge, nicht selten), 
Nikolsburg (6, 7 und wieder Ende 8 unterm heil. Berg und 
im Hausgarten, in der Dämmerung und am Licht sehr häufig). 
Raupe an Cruziferen, G. fand sie an Sisymbrium sophia, die 
Zweigspitzen zusammenspinnend und in der Dämmerung die 
Samenschoten benagend. Verpuppung in einem Erdkokon. 

103. straminalis Hb. (1027). 

Friedland bei Mistek (Ende Juli beim Eisenwerke in Anzahl 
gefangen, Skala), Brünn (G. 7 hinter der Antoniusquelle, selten). 
Raupe an Senf und anderen Cruziferen, nach Höfner in den 
Halmen von Sumpfgräsern. 

104. aenealis Schiff. (1037). 

Brünn (G. 7, Hadiberg, Scbreibwald etc., nicht selten), 
Nikolsburg (6 und 8 am heil, und Muschelberg, im Hausgarten 
am Licht nicht selten). Raupe unbeschrieben, an Cruziferen. 

Nomophila Hb. 

105. noctuella Schiff. (1039). 

Brünn (G. von 8 bis Spätherbst, defekt auch am 1. April 
beim Czernowitzer Wäldchen, auch sonst verbreitet und häufig), 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Nikolsburg (1 Stück im 9 während der 
Dämmerung im Hausgarten). Raupe an niederen Pflanzen, Mitter- 
berger nennt Polygonum aviculare, Convolvulus arvensis, Artemisia 
campestris. 



246 



Phlyctaenodes Hb. 

106. palealis Schiff. (1042). 

Fulnek (Jogs Busch im Juli, 1 Stück kam auch ans Licht 
in die Wohnung) ; Brünn (GL meist 6 — 8, auch noch am 22. Sep- 
tember frisch ; am Schimitzer Berg), Nikolsburg (19. Juli unterm 
heil. Berg am Licht). Raupe nach G. meist 2j ährig an Möhren- 
blüten in schlauchartigen Gespinsten, überwintert in einem Erd- 
kokon, wo sie sich im Frühjahr verpuppt. Einzelne geben die 
Falter im Herbst. 

107. verticalis L. (1043). 

Brünn (G. 7 bei Schimitz, im Schreibwald, am Spielberg etc. 
häufig), Roznau (Reb.), Friedland (Ende 7, Skala), Neutitschein (Otto 
13. Juli), Müglitz (Zinburg), Nikolsburg (von 5 bis tief in den 8 
verbreitet und häufig, oft im Hausgarten am Licht). Raupe an 
Cirsium, Carduus, Atriplex. G. fand sie auf Atriplex patula in 
einem Blatte eingesponnen. 

108. sulphuralis Hb. (1047). 

Brünn (G. 6, 7, einmal e 1. 21. September), Nikolsburg (im 
6, 7 am Licht im Hausgarten nicht selten). Raupe nach G. in 
den Blütenständen von Artemisia-arten, nach G. in röhrenförmigen 
beiderseits offenen Gespinsten, überwintert in einer Erdhöhle, in 
der sie sich im Frühjahre verpuppt. 

109. sticticalis L. (1061). 

Fulnek (Jogs Busch 31. Juli abends), Brünn (G. 5, 6 und 
8 am Spiel- und gelben Berge etc.), Ostrauer Gebiet (Waw.), 
Müglitz (Zinburg), Nikolsburg (5 — 7 auf Feldwegen und Dämmen 
insbesondere vorm Muschelberg sehr häufig, auch am Licht). 
Raupe an Artemisia campestris, an Klee und Zuckerrüben. 

Diasemia Gn. 

110. litterata Sc. (1068). 

Brünn (G. im Frühjahr und im Sommer verbreitet, auf der 
Sebrowitzer Wiese mitunter massenhaft), Roznau (Reb.), Ostrauer 
Gebiet (Waw.), Fulnek (Jogs Busch 27. Mai), Nikolsburg (im 
6 und 8 im Hausgarten, besonders am Licht). Raupe wurde mit 
welken Picrisblättern erzogen, Höfner vermutet sie an Graswurzeln. 



247 



Mecyna Gn. 

111. polygonalis Hb. (1073). 

Brünn (G. einmal im 5), Nikolsburg (1 Stück 11. August 
in der Dämmerung am heiligen Berg), nach Spuler im 6. Raupe 
an Genista und Cytisus, nach Höfner auch Sarothamnus, Poly- 
gonum aviculare und Vincetoxicum officinale. 

Cynaeda Hb. 

112. dentalis Hb. (1089). 

Brünn (Gr. 6 und 8 bis Mitte 10 verbreitet, doch selten, 
bei der Antoniusquelle, Jundorf, gelber und roter Berg), Ostrauer 
Gebiet (Waw.), Nikolsburg (einige Falter im 7 unterm heil. Berg), 
nach Spuler 8, 9. Raupe an den Wurzelblättern von Echium, wo 
sie sich auch verpuppt, nach Höfner auch an Anchusa. 

Titanio Hb. 

113. pollinalis Schiff. (1090). 

Brünn (Gärtner 5 und 7 auf Berg- und Waldwiesen), Spuler 
5, 6 und 8. Raupe an Genista, Ononis, Cytisus, nach G. in 
röhrenförmigen häutigen Gespinstgängen am unteren Teile der 
Stengel, Mitterberger nennt auch Sarothamnus und Laburnum. 

114. normalis Hb. (1099). 

Brünn (G. def. am 29. Mai und wieder 18. Juli, selten am 
Schwarzawadamme bei Raigerri, oberhalb Zazowitz, am gelben 
Berg). Raupe unbekannt, angeblich an Convolvulus. Ei nach G. 
länglichrund mit sehr stumpfen Polen, mit Grübchen bedeckt, 
alabasterweiß. 

Metasia Gn. 

115. ophialis Tr. (1128). 

Brünn (Kupido im Juli auf dem Hadiberge). 

Pionea Gn. 

116. pandalis Hb. (1136). 

Fulnek (Ende Mai bei Jogs Busch), Brünn (G. 4 und 7 auf 
dem roten Berge; Otto 16. Mai), Neutitschein (Otto 13. Juli), 
Nikolsburg (im 5 defekt unterm heil. Berg). Spuler 6, 7. Raupe 
polyphag an Origanum, Teucrium etc. 



248 



117. crocealis Hb. (1141). 

Brünn (G. 6, 7 um Dornhecken). Raupe an Inula, nach 
Mitterberger (Disque) an Conyza squarrosa, nach Höfner auch 
an Centaurea in versponnenen Blättern. 

118. fulvalis Hb. (1146). 

Brünn (Gärtner im 7, 8), Nikolsburg (im 7, 8 am heiligen 
Berg nicht selten), Raupe an Wiesensalbei (Salvia pratensis), nach 
Höfner auch an Ballota nigra. 

119. ferugalis Hb. (1151). 

Brünn (Kupido im 7 nicht selten), Nikolsburg (im 6 vorm 
Muschelberg), Raupe an Aster amellus, Stachys, Eupatorium, 
Erdbeeren und anderen. 

120. prunalis Schiff. (1156). 

Brünn (G. im 7 um Schlehenbüsche, zuweilen häufig), Neu- 
titschein (Otto 21. Juni). Ostrauer Gebiet (Wawerka), Friedland 
(Ende 7, Skala), Fulnek (auf dem Schloßberge am 3. Juli). 
Raupe polyphag an Teucrium, Stachys, Urtica und dgl., auch 
Eichen, Linden und anderen. 

121. verbascalis Schiff. (1160). 

Brünn (G. einmal 5. August im Obrzanertale). Raupe an 
Teucrium, Verbascum. 

122. forficalis L. (1163). 

Fulnek (im Wohngebäude und im Hausgarten, 26. Mai, 
1. Juni, 5. August, auch am Licht), Brünn (G. 5 und 9, 10 nicht 
häufig), Neutitschein (Otto 2. Juni, 11. August, 21. September), 
Nikolsburg (5, 6 und 8, 9 unterm heil. Berg, im Hausgarten etc., 
in der Dämmerung und am Licht häufig). Raupe an Brassica- 
arten, Matthiola, Alliaria, überwintert nach G. in einer Erdhöhle. 
Nach Mitterberger lebt sie an der Unterseite der Wurzelblätter. 

123. rubiginalis Hb. (1166). 

Brünn (Kupido im 6 sehr selten), Nikolsburg (5 — 7 am 
heil. Berg und im Hausgarten, nicht häufig, am Licht, einmal 
auch mittags an blühendem Flieder). Die Raupe lebt an Betonica 
officinalis in einem zusammengebogenen Blatte (Höfner). 

124. nebulalis Hb. (1171). 

Altvater und Leiterberg (Kolenati ziemlich häufig), nach 
Wocke von Mitte 6 bis Ende 7 im höheren Vorgebirge bis ins 
Hochgebirge, Götschmann fand sie am Spieglitzer Schneeberg und 



249 



auf den mährischen Saalwiesen, hier sehr häufig. Die Raupe an 
Campanula, wahrscheinlich ist sie polyphag. 

125. decrepitalis H. S. (1172). 

Am Spieglitzer Schneeberg und im Gesenke von 2500 — 4000' 

Ende 6, 7 nicht häufig (Wocke, Götschmann). Raupe 7, 8 an 
Teucrium, Lastraea und anderen. 

126. olivalis Schiff. (1175). 

Altvatergebirge (Grötschmann), bei Ramsau (Nagel), Flug- 
zeit 6, 7. Raupe polyphag an Lychnis, Stachys, Actaea, Humulus 
und anderen. 

Pyrausta Schrk. 

127. terrealis Tr. (1187). 

Brünn (Gr. 6, 7 am Hadiberg, selten), Spuler 5, 6. Raupe 
an Solidago virgaurea, nach G. in einem langen leichten Gespinste, 
welches an der Pflanze aufwärts führt; sie frißt besonders die 
Blüten. Verpuppung im Frühjahr. 

128. fuscalis Schiff. (1188). 

Brünn (G. 6, 7 in Wäldern, z. B. bei Schebetein in Menge), 
Nikolsburg (5, 6 und 8 unterm heiligen Berg, auch im Hausgarten, 
in der Dämmerung und am Licht häufig), Spuler 5. Raupe 
polyphag auf Rhinantus, Lathyrus, Solidago, Urtica und anderen. 

129. sambucalis Schiff. (1191). 

Brünn (G. 5 und 8), Nikolsburg (im 5, 6 und 8 im Haus- 
garten, nicht selten), Ostrauer Gebiet (Wawerka), Fulnek (alter 
Friedhof Ende Juni, Juli, nicht häufig). Raupe auf Sambucus 
niger, Ebulus, Viburnum opulus, Ligustrum, Convolvulus etc., nach 
G. überwintert die Raupe der 2. Gen. 

130. repandalis Schiff. (1199). 

Brünn (G. 6 und 8 in Waldschlägen), Spuler 5 und 7. Raupe 
an Verbascum thapsus, nach G. an der Unterseite der Wurzel- 
blätter einjähriger Pflanzen im Filze wühlend und dort über- 
winternd. 

131. flavalis Schiff. (1205). 

Fulnek (Jogs Busch, ober Pollak etc. von Ende Juni bis in 
den August, meist häufig). Brünn (G. 6 bis Mitte 8, vereinzel 
am Kuhberge), Hohenstadt (Nowak), Nikolsburg (5 bis 7 unterm 
heiligen Berg, auch im Hausgarten, meist häufig). Raupe angeblich 
auf Galium mollugo, nach anderen an Urtica urens. 



250 



132. trinalis Schiff. (1206). 

Brünn (Gr. im 7 häufig im Schreibwalde und auf dem Spiel- 
berge), Nikolsburg (im 8 unterm heiligen Berg, am Muschel- und 
Galgenberg, nicht häufig). Raupe an Helianthemum. 

133. nubilalis Hb. (1218). 

Brünn (G. 5 bis Ende 7 im Paradieswalde), Nikolsburg 
(6 — 8 unterm heiligen Berg und im Hausgarten, am Licht häufig). 
Raupe in den Stengeln von Hirse, Mais, Hopfen, Hanf etc., mit- 
unter sehr schädlich. 

134. alpinalis Schiff. (1232). 

Altvater (Kolenati 7, 8 sehr häufig; Götschmann), auf dem 
Kamme des Gesenkes (Wocke 7, 8 häufig), wahrscheinlich auch 
in den Beskiden verbreitet. Raupe in den Trieben von Senecio 
ovata, sie ist noch nicht beschrieben. 

135. palustralis Hb. (1234). 

Diese seltene Art fing ich in einem Exemplar (in der 
Sammlung Höfner) im 5 am Licht auf der Hirschwiese bei 
Nikolsburg, diese ist keineswegs sumpfig, nicht einmal sehr feucht. 
Raupe in den Knollen und Stengeln einer großen Ampferart. 

136. cespitalis Schiff. (1241). 

Brünn (G. 5 und 7, 8 verbreitet und häufig), Ostrauer 
Gebiet (Waw.), Fulnek (ober Pollak 12. Juli), Nikolsburg (5—7 
verbreitet, in der Dämmerung häufig). Raupe an den untersten 
Blättern von Gnaphalium, Plantago, Salvia, die Blattunterseite 
benagend, in der Ruhe in einem in der Wurzelkrone angelegten 
Hohlräume (G.). 

137. sanguinalis L. (1242). 

Brünn (G. von 5 — 9 auf dem gelben und roten Berge, sowie 
im Schreibwald nicht selten), Nikolsburg (5 — 7 unterm heiligen 
Berg und im Hausgarten, besonders am Licht recht häufig, die 
Breite des gelben Saumes der Vorderflügel veränderlich). Raupe 
an Thymian und Salbei. 

138. porphyralis Schiff. (1248). 

Brünn (G. im 5 selten). Raupe auf Mentha aquatica und 
Origanum, nach G. in einem aus Pflanzenblättern zusammen- 
gesponnenen Gehäuse. Sie überwintert in einem Gespinste. 

139. purpuralis L. (1251). 

Fulnek (Schloßberg, Jogs Busch etc. im Mai und wieder 
Ende 7, 8), Brünn (G. b und 8 auf Sandboden häufig; Otto 



251 



12. Mai, 15. Juli), Neutitschein (Otto 23. Mai), Ostrauer Gebiet 
(Waw.), Friedland bei Mistek (Benirschke), Nikolsburg (5 und 7 im 
Stadtwalde vereinzelt). 

gen. aest. chermesinalis Gn. (1251a), 1 Stück von Nikols- 
bürg, Fulnek. 

ab. OStrinaÜS Hb. (1251 b), Brünn (G. 5 und 9), Friedland 
(Benirschke), Fulnek. Raupe an Mentha, Nepeta, Plantago und 
anderen, in den zusammengesponnenen Gipfelblättern. 

140. aurata Sc. (1253). 

Brünn (G. 5 und 7), Friedland. Raupe gesellig auf Origanum, 
Mentha und anderen, nach G. in den zusammengewickelten End- 
trieben, Vepuppung zwischen zusammengesponnenen Blättern. 

141. nigrata Sc. (1260). 

Brünn (5, 6 und 8 sehr häufig beim Jägerhause im Schreib- 
wald und sonst an sonnigen, trockenen Stellen), Ostrauer Gebiet 
(Waw.), Nikolsburg (26. Juli am heiligen Berg). Raupe an 
Thymus, Origanum, Salvia. 

142. cingulata L. 1262). 

Brünn (G. 5 und 7, 8, Schreibwald, Karthäuserwald, Obrzan 
etc. an trockenen Berghalden), Nikolsburg (5 und 8 im Hausgarten 
am Licht). Raupe an Salbei, nach G. unter den am Boden 
liegenden Blättern, sie überwintert in einem papierartigen Gespinste. 

143. nyctemeralis (nychthemeralis) Hb. (1268). 

Im Gesenke (Wocke 6, 7). Raupe auf Heidelbeeren, sie ist 
unbeschrieben. 

144. funebris Ström. (1273). 

Brünn (G. 6, 7 in Berggegenden verbreitet und nicht selten), 
Spuler 5 und 8. Raupe auf der Unterseite der Würze Iblätter von 
Solidago virgaurea, nach Mitterberger (Hartmann) an Bellidiastrum 
michelii. 

Heliothela Gn. 

150. atralis Hb. (1307). 

Brünn (Gärtner am 30. September bei Karthaus), nach 
Spuler im 6 und 8. Die Raupe ist unbekannt. Ei nach G. länglich- 
rund mit sehr weicher Schale, daher oft deformiert, mit zahllosen 
Grübchen besäet, schmutzigweiß. 



252 





In den Nachbar- 






ländern 




In Mähren vorkommend 


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Anmerkung 




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Achroia grisella F 


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Cramb. coulonellus Dup. . 


— 


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„ saxonellus Zk. . . 


+ 


+ 


— 




„ craterellus Sc. . . 


+ 


— 


+ 




„ uliginosellus Z. . . 




— 


+ 




Schoenob. jugantellus Schm. 


+ 


— 


+ 




Acentropus niveus Oliv. . . 


+ 


+ 


— 




Homoeos. sinuella F. . . . 


+ 


— 


— 


Nordgrenze. 


Spermat. hornigii Ld. . . . 




+ 


— 




Heterogr. oblitella Z. . . . 


+ 








Nordgrenze. 


Euzoph. cinerosella Z. . . 


+ 


— 


+ 




TT 1 _!_*_ 1* 1 1 _ TT"U 

Hypocbalcia lignella Hb. . 


+ 


+ 


— 




■ „n„ tt i, 

„ decorella Ho. 


+ 


+ 


— 


INordgrenze. 


Etiella zmckenella Tr. . . 


+ 







dsgl. 


Epischn. prodromella Hb. . 


+ 


+ 


— 


dsgl. 


Trachonitis cristella Hb. . 


+ 








Cryptoblabes loxiella Kag. 


— 





- 


Nordgrenze. 






— 


— 














+ 


— 


+ 




Herculia rubidalis Schiff. . 




— 


+ 




Actenia brunnealis Tr. . . 


+ 


— 


— 


Nordgrenze. 


Cledeobia connectalis Hb. 




— 


+ 




VT 11 • 1 • n \ ' PC 

Nympnula nivalis Schift. . 


+ 


— 


— 




Scoparia ochrealis Schiff. . 


+ 


— 


— 


Nordgrenze. 


„ petrophila Stndf. 










„ murana Curt. . . 


— 


+ 


+ 




Everg. aenealis Schiff. . . 


+ 


— 


— 


• 

vorjiussiciitjlicii W GSt^rGiizG. 


Phlyctaen. sulphurahs Hb. 


+ 






Nord- und AVestgrenze. 


Titanio normalis Hb. . . . 


+ 


+ 






Metasia ophialis Tr. . . . 


- 






Nordgrenze. 


Pionea verbascalis Schiff. 


+ 








Pyransta trinalis Schiff. . . 


+ 




+ 




„ palustralis Hb. . 








Nord grenze. 


„ nyctemeralis Hb. 




+ 


+ 




„ funebris Ström. . 






+ 





In Nieder- Oesterreich dürften aber seit Mann viele neue 
Arten gefunden worden sein. 



*) -j- bedeutet das Vorkommen, — das Nichtvorkommen 



253 



In allen drei Nachbarländern, daher auch voraussichtlich in 
Mähren : Crambus fascelinellus Hb., contaminellus Hb., poliellus Tr., 
lythargyrellus Hb., margaritellus Hb.,. hamellus Thnbg., Anerastia 
lotella Hb., Pempelia subornatella Dup., Nyctegretis achatinella Hb., 
Zophodia convolutella Hb., Salebria formosa Hw v faecella Z., 
Glyptoteles leucacrinella Z. ; Myelois cirrigerella Zk., tetricella F., 
ceratoniae Z., Scoparia sudetica Z., laetella Z., Evergestis politalis 
Schiff., Pionea elutalis Schiff, und stachydalis Germ., zusammen 
21 Arten. 

II. Pterophoridae. 

Oxyptilus Z. 

1. tristis Z. (1313). 

Brünn (G. im 6, e 1. auch 8, Spielberg und Zazowitzer 
Lehne). Raupe in versponnenen Herztrieben und im Filz der 
Blattwinkel von Hieracium echioides, fallax, pillosella. 

1. a) distans Z. (1314). 

Nikolsburg (1 9 am 20. Juni). Raupe an den Blüten von 
Orepis- Arten. 

2. pilosellae Z. (1315). 

Brünn (G. im 6, 7 im Schreib- und Karthäuserwalde, nicht 
häufig), Nikolsburg (28. Juni). Raupe an Hieracium pilosella, sich 
in den Mitteltrieb einbohrend. 

3. hieracii Z. (1316). 

Brünn (G. in der 2. Hälfte 6 und Anfang 7 im Karthäuser 
Walde), Nikolsburg (12. Juli heil. Berg), Fulnek (Jogs Busch, 
Juli bis Anf. August). Raupe an Picris hieracioides und Hiera- 
cium umbell, in den zusammengesponnenen Endtrieben. 

4. didactylus L. (1319). 

Brünn (G. einmal 6). Raupe an Geum rivale, Veronica 
officinalis, an Blüten und Blättern (Höfner). 

5. parvidactylus Hw. (1322). 

Nikolsburg (1 c? am 5. Juni), Brünn (G. Ende 5 bis Anf. 
8, Schreibwald und eine Waldwiese bei Karthaus etc. wahr- 
scheinlich in 2 Gen.). Raupe an Hieracium pilosella im Mitteltrieb. 

Platyptilia Hb. 

6. rhododactyla F. (1335). 

Brünn (G. 6, 7, gelber Berg, Schreibwald, bei Zazowitz etc. 
bei Sonnenuntergang). Fulnek (bei Jogs Busch, am Friedhofe, 



254 



im Hausgarten, im Juli, mehrfach auch e 1., die Eaupe hier 
schädlich). Bei Spuler in der Gattung Eucnemidophorus Wlsghm 
Raupe in Rosenknospen. 

7. ochrodactyla Hb. (1328). 

Brünn (G. 6, 7 im Schreibwald, selten), Ostrauer Gebiet 
(Waw.), Raupe im Herztrieb von Tanacetum vulgare, nach Höfner 
auch an Achillea. 

8. gonodactyla Schiff. (1332). 

Brünn (G. im 5, auch 1. September auf dem roten Berge, 
bei Schebetein, im Obrzaner Tale nicht selten), Roznau (Rebel), 
Friedland (Ende 7 Skala), Fulnek (15. Juli), unterm Spiglitzer 
Schneeberg (Wocke 7), dort also nur in einer Gen.? Raupe in 
den Blütenstengeln von Tussilago farfara und Petasites, nach G. 
in den Blüten und Knospen der ersteren. 

9. zetterstedtii Z. (1335). 

An der Teßquelle beim Altvater (Kolenati 8 nicht selten), 
im ganzen Gebirge bis etwa 3500' (Wocke 7), auf dem Spieglitzer 
Schneeberg (Götschmann sehr häutig). 

var. doronicella Fuchs auf den mährischen Saalwiesen 
(Götschmann 2 Stück um Doronicum austriacum, an welchem er 
die Raupe vermutet). 

Raupe der Stammform nach Wocke in den Stengeln von 
Solidago virgaurea. 

10. nemoralis Z. (1336). 

Spieglitzer Schneeberg und im Gesenke (Wocke 7 und 
Anf. 8), bei Spieglitz und auf den mähr. Saalwiesen (Götsch- 
mann 7 häufig). Raupe in den Stengeln von Senecio nemorensis. 

11. tesseradactyla L. (1337). 

Brünn (G. 6, Schreibwald, gesellig). Raupe in den Trieben 
von Gnaphalium dioicum, wo sie sich auch verpuppt. Nach 
Höfner auch an den Blüten lebend. 

12. cosmodactyla L. (1342). 

Fulnek (bei Jogs Busch Ende Mai, voraussichtlich nach der 
Ueberwinterung), in den Tälern am Spieglitzer Schneeberg und 
Altvater (von Ende 8 ab überwinternd bis Anf. 6, Wocke). Bei 
Spuler in die Gattung Amblyptilia Hb. gestellt. Raupe an den 
Blüten und unreifen Samen von Stachys sylvatica, Aquilegia 
vulgaris. 



255 



Alucita Wlsghm. 

13. pentadactyla L. (1348). 

Fulnek (Friedhof und Hausgarten Ende Juni, Juli, August, 
nicht häufig), Brünn (Gärtner, Otto verbreitet, ich selbst fand sie 
auf den Wiesen bei Adamstal und Billowitz sehr häufig), Neutit- 
schein (Otto 9. Juni), Roznau (Rebel), Ostrauer Gebiet (Waw.), 
Rottalowitz (6), Nikolsburg (6 — 8 allenthalben häufig, auch am 
Köder). Raupe an Convolvulus arvensis und sepium, nach Höfner 
auch an Trifolium, wilden Rosen, Weiden, Prunus- und Rhamnus- 
arten. 

14. xanthodactyla Tr. (1353). 

Brünn (G. 8 im Schreib- und Karthäuserwalde, häufig, in 
der Dämmerung). Die Raupe fand G. an der Blattunterseite von 
Carlina vulgaris, Jurinea pollichii und cyanoides. 

15. tetradactyla L. (1365). 

Fulnek (Jogs Busch 15. Juli, 2. August), Brünn (G., Otto 
15. Juni), Neutitschein (Otto 10. April, 14. Juli), Nikolsburg 
(1 Stück am 24. Juni in der Dämmerung am Galgenberg). Raupe 
an Pulmonaria und Thymus, Höfner nennt auch Origanum. 

Pselnophorus Wallgr. 

16. brachydactylus Tr. (1372). 

In den Gebirgstälern des Gesenkes (Wocke Ende 6, 7 nicht 
selten), wohl auch am Spieglitzer Schneeberg. Raupe in Nadel- 
holzwäldern auf der Blattunterseite von Prenanthis purpurea, 
Lactuca muralis und Lampsana communis. 

Pterophorus Ceoffr. 

17. monodactylus L. (1387). 

Fulnek (verbreitet und häufig von Ende Juni ab — manche 
e 1. erst im Oktober — über winternd bis in den Mai), Brünn 
(G. von 6 ab überwinternd bis ins Frühjahr auf dem Spiel- und 
gelben Berge, im Schreibwald, bei Karthaus etc. häufig), Roznau 
(Reb.), Ostrauer Gebiet (Waw.), Müglitz (Zinburg), Nikolsburg 
(in der Farbe außerordentlich variabel, nahezu das ganze Jahr 
hindurch, auch am Köder, verbreitet und sehr häufig). Raupe 
an Convolvulus arvensis und sepium, nach Höfner auch an Cheno- 
podium- Arten, Atriplex patula, Matricaria und Calluna. 



256 



18. scarodactylus Hb. (1388). 

Fulnek (bei Jogs Busch im Juni ziemlich häufig), Brünn 
(G. 5—6 und 7 — 8 im Karthäuser Gemeindewalde, selten), 
Nikolsburg (1 Stück am 16. Juni auf der Haidspitz am Licht). 
Diese, die folgende Art und microdactylus Hb. auch in die Gat- 
tung Leioptilus Wallgr. eingereiht. Raupe fand G. in den Blumen 
von Hierac. murorum, nach Höfner auch umbellatum. 

19. distinctus H. S, (1392). 

Bei Spieglitz (Götschmann im 7 sehr häufig). Die Raupe in 
den Blütenkörbchen von Gnaphalium dioicum und Artemisia ab- 
sinthium). 

20. inulae Z. (1393). 

Brünn (G. 6 und Anf. 8 am gelben Berg nicht häufig). 
Raupe fand G. in den Blüten von Inula britannica. Ei nach G. 
länglichrund, seitlich etwas abgeflacht, grünlichweiß, sehr glänzend, 
durchsichtig; Eidauer 5 Tage. 

21. osteodactylus Z. (1396). 

Im ganzen Gebirge von der Iser (Böhmen) bis zu den Bes- 
kiden (Wocke Ende 6, 7), bei Spieglitz (Götschmann im 7 
gemein). Die Raupe lebt im Pappus und Fruchtboden von Soli- 
dago virgaurea und Senecio fuchsi, Höfner nennt Senecio nemorensis 
und Chrysocoma. 

22. microdactylus Hb. (1397). 

Fulnek (auf dem Schloßberg am 15. Mai und 8. Juli in 
wenigen Exemplaren), Brünn (G. Ende 7 und 8 im Karthäuser- 
und Schreibwalde). Die Raupe fand G. im Stengel von Eupa- 
torium cannabinum, nach Höfner auch in den Herztrieben und 
Blüten. 

Stenoptilia Hb. 

23. bipunctidactyla Hw. (1406). 

Am Altvater bis auf die Kuppen (Kolenati 9 nicht häufig), 
nach Wocke viel seltener im 5 in 1. Gen. Spuler Ende 4, 5 und 
7 — 9 (event. 3 Gen.). Raupe im Stengel und in den Blüten von 
Skabiosen, angeblich auch Galium mollugo und anderen, nach 
Höfner auch in zusammengezogenen Knäueln. 

24. pterodactyla L. (1414). 

Brünn (G. 6, 7 auch 8, 9 an trockenen Abhängen verbreitet 
und häufig, nach Otto schon 11. April), Neutitschein (Otto 4. Juli), 
Nikolsburg (5, 6, 7 unterm heiligen Berg sehr häufig). Fulnek 



257 



(Schießls Wald und Jogs Busch Ende Mai, Juni). Raupe an 
Blättern, Blüten und Samen von Veronica chamaedrys und 
arvensis (Höfner). 

25. stigmatodactyla Z. (1417), 

Brünn (Gr. 6 und Anf. 9 auf der Kohoutowitzer Heide, im 
Schreibwalde, auf dem roten und Zazowitzer Berge, nicht häufig) t 
Die Raupe fand Gärtner in den Samenständen der Scabiosa 
ochroleuca. 

Agdistis Hb. 
27. adactyla Hb. (1424). 

Brünn (G. Anf. 8 auf dem roten Berge auf Artemisia 
campestris, auf welcher die Raupe versteckt lebt. 







In den Nachbar- 










ländern 








In Mähren gefunden 




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Anmerkung 








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Ostgrenze. 






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Stenopt. stigmatodactyla Z. 


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nein 


Nordgrenze. 





III. Orneodidae. 

Orneodes Latr. 

1. hexadactyla L. (1437). 

Brünn (Otto 3. Juni), Neutitschein (Otto 18. Juni, 16. August). 
Die Raupe lebt in den Blüten von Geißblatt, besonders Lonicera 
periclymenum. 

2. hübneri Wallg. (1437). 

Fulnek (1 überwintertes Stück am 5. April, dann wieder 
Ende Mai, Juni in der Wohnung und im Garten), Brünn (G.) ? 
Nikolsburg (Ende 5, Anfang 6 am heiligen und Muschelberg in 
der Dämmerung nicht selten, kommt auch zum Licht). Raupe 
nach G. in den Stengelanschwellungen von Scab. columbaris, nach 
anderen in Blüten und Samen von Cent, jacea und Knautia arvensis. 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 17 



258 



IV. Tortricidae. 

Acalla Meyer. 

1 a. emargana F. v. caudana F. (1440 a). 

Fulnek (1 Stück am 18. August in Jogs Busch). Raupe an 
Espen, Sahlweiden und Birken zwischen Blättern oder unter 
einem umgebogenen Blattrande. 

1. tiastiana L. (1446). 

Brünn (G. 2. April, e 1. im 10, überwintert). Spuler 7 und 
von Ende 9 überwinternd bis gegen 5. Raupe zwischen zusammen- 
gerollten Blättern an Weiden, Andromeda polifolia und Vaccinium 
uliginosum, nach Gr. lebt sie zwischen zusammengesponnenen und 
verpuppt sich in gerollten Blättern. 

2. abietana Hb. (1448). 

Nach Wocke im höheren Gebirge Ende 9. Raupe auf Pinus 
abies und picea. 

3. maccana Tr. (1449). 

Brünn (Kupido), in den Sudeten bis auf die Bergkämme in 
an Vaccinium reichen Bergwäldern (Wocke von 9 ab über- 
winternd bis ins Frühjahr). Raupe an Heidelbeeren (Vaccinium 
myrtillus und uliginosum), und Ledum pcilustre. 

4. mixtana Hb. (1451). 

Brünn (G. von 10 ab bis ins Frühjahr, auf dem roten Berge 
an Calluna nicht selten). Raupe an Calluna und Erica- Arten. 

5. permutana Dup (1454). 

Brünn (G. einmal im 8), überwintert wohl auch. Raupe an 
Schlehen und Rosa spinosa, nach Höfner auch an Weißdorn. 

6. variegana Schiff. (1455). 

Fulnek (Kapuzinerberg am Gartenzaune, im September und 
Oktober, auch am Köder), Brünn (G. im 8, defekt noch 10), 
Spuler 8 und überwinternd bis 4. Raupe polyphag an Birnbäumen, 
Weißdorn, Schlehen, Ulmen, Heidelbeeren und anderen. 

ab. asperana F. (1 Stück Fulnek, Kapuzinerberg). 

7. boscana F. und gen. aest. parisiana Gn. (1457). 

Brünn (Kupido im Frühjahr; G. 15. August im Czernowitzer 
Walde), Spuler Ende 6, 7 und 9 — 4, Zauchtel (Reb.). Raupe an 
Ulmenhecken. 

8. literana L. var. squamana F. (1458 b). 

Brünn (G. 6, 7, dann 10, 11 und überwinternd am 25. Jänner 
im Schreibwalde). Raupe angeblich an Eichen und Birken, sie ist 



259 



unbeschrieben. Höfner gibt als Futterpflanzen außer obigen noch 
Pappeln, Ahorn und Himbeeren an. 

9. niveana F. (1459). 

Fulnek (einige überwinterte Exemplare im Mai in Jogs Busch 
erbeutet), Brünn (Kupido, Herbst und Frühjahr), Spuler 7 und 
9 — 4. Raupe an Birken. 

9 a. schalleriana F. (1469). 

Fulnek (Schloßberg am 5. August). Raupe zwischen Blättern 
und Blüten von Symphitum, Vaccinium und Salix. 

10. sponsana F. (1464). 

Brünn (G. einmal im 8, 9), nach Spuler 8 — 4. Die Raupe 
lebt auf Ahorn, Eichen, Bachen, Hainbuchen, Himbeeren und 
Ebereschen. 

11. aspersana Hb. (1171). 

Brünn (G. 7 — 9 bei der Kleidofka, selten). Spuler über- 
winternd bis 4. Raupe an Spiraea ulmaria, Com. palustre, Poten- 
tilla, Alchemilla, Poterium. 

12. ferrugana Tr. (1473). 

Fulnek (März, April, vorwiegend in der ab. tripunctana Hb., 

z. B. am Kapuzinerberg), Brünn (G. im Herbst und Frühjahr 
überall um Eichenbüsche häufig), Nikolsburg (e. 1. 5. September 
aus einer am heiligen Berg gefundenen Raupe), var. selasana H. S. 
(1473 c), Nikolsburg (21. Juli am heiligen Berg). Raupe auf 
Eichen, Birken, Buchen, Espen, Erlen, Birnbäumen, Himbeeren 
und Prunus cerasus. 

12 a. lithargyrana H. S. (1475). 

Fulnek (Jogs Busch 15. Juli), Zauchtel (Prinz 8. Oktober 
an der Oder aus Eichen gescheucht). Raupe an Birken, Buchen, 
Eichen, Pappeln. 

13. holmiana L. (1479). 

Brünn (G. im 7 bei den Pulvertürmen, Zazowitz, am gelben 
Berg etc. häufig), Fulnek (Ende Juli, August im Hausgarten, 
einzeln, auch am Licht), Nikolsburg (im 7 verbreitet und häufig, 
auch im Hausgarten in der Dämmerung). Raupe an Schlehen, 
Quitten, wilden Birnbäumen, Rosen, Weißdorn, auch Eichen, nach 
G. zwischen zwei randwärts zusammengesponnenen Blättern, zur 
Verpuppung wird ein Teil des Blattrandes umgeschlagen. 

14. contaminana Hb. (1480). 

Fulnek (Stammform und ab. dimidiana Froel. im Herbst 
am Kapuzinerberg), Brünn (G. im 8 an Hecken), Neutitschein 

17* 



260 



(Otto 27. August). Raupe an Crataegus, Prunus, Pyrus, Quercus, 
Rosaceen etc., besonders an jüngeren Sträuchern, nach Mitterberger 
(Disque) an Kirschen öfters schädlich. 

Amphisa Gurt. 

15. gerningana Schiff. (1482). 

Fulnek (am 24. Juli abends in Jogs Busch), Brünn (G. 6, 
7, 8 am Hadi- und Schimitzerberge, selten). Raupe fand G. an 
PJantago media zwischen schotenförmig zusammengezogenen 
Blättern, sonst Vacc. uliginosum, Lotus corniculatus, Scabiosa 
columbaria und anderen. 

Dichelia Cn. 

16. grotiana F. (1494). 

Fulnek (im Juli in Jogs Busch, einzeln), Brünn (G. 6, 7 in 
Laubwäldern, ziemlich selten) ; die Raupe ist noch nicht beschrieben 
sie lebt auf Weißdorn und ist wahrscheinlich polyphag, Höfner 
gibt Eichen, Ulmen, Haseln, Brombeeren an. 

17. gnomana Cl. (1495). 

Brünn (G. Ende 7, 8 in Laubwäldern häufig, Ostrauer 
Gebiet (Waw.), Fulnek (Schloßberg, Jogs Busch im 7), Nikols- 
burg (am Muschelberg im 8 einzeln). Raupe polyphag an Laub- 
holz, Heidelbeeren, Ziest, Schwertlilien und anderen. 

18. rubicundana H. S. (1496). 

Altvater und Leiterberg (Kolenati häufig), am Kamme des 
Altvaters und Spieglitzer Schneeberges (Wocke Ende 7, 8; 
Götschmann). Raupe an Vaccinium myrtillus. 

Gapua Stpb. 

19. reticulana Hb. (1503). 

Fulnek (Jogs Busch, Ende Juni, Juli), Brünn (G. 6 — 8, bei 
Czernowitz). Raupe polyphag, an Birken, Rosen, Geißblatt, 
Liguster etc. 

20. favillaceana Hb. (1504). 

Fulnek (Hirschberg am 13. Mai), Brünn (Kupido 5, Schreib- 
wald). Raupe auf Ebereschen, Hainbuchen, Himbeeren, nach 
Höfner an verschiedensten Laubhölzern, auch an Erica und mit 
Vorliebe an Heidelbeeren. 



261 



Oenopbthira Dup. (Sparganothis Hb.). 

21. pilleriana Schiff. (1505). 

Brünu (G. 7, 8 auf dem gelben Berge). G. fand die Raupe 
auf Pyrus communis, sonst auf Weinreben und polyphag auch 
auf niederen Pflanzen, G. fand die Puppe auf der Stengelspitze 
von Artemisia campestris. 

Gacoecia Hb. 

22. podana Sc. (1507). 

Fulnek (Ende 6 bis Anf. 8 im Garten häufig), Brünn (G. 
Mitte 7, Anf. 8 beim Schreibwalde, nicht selten), Ostrauer Gebiet 
(Waw.), Nikolsburg (19. Juli unterm heil. Berg am Licht). Raupe 
polyphag auf Laubholz, auch niederen Pflanzen, selbst Nadelholz, 
zwischen zusammengezogenen Blättern. 

23. decretana Tr. (1510). 

Fulnek (im Hausgarten einzeln im Juli, aus Jogs Busch 
die Raupe eingetragen), Brünn (G. 6), Spuler 7, 8. Raupe an 
Birke, Eiche, auch Vacc. uligin. und Myrica gale. 

24. crataegana L. (1512). 

Brünn (G. im Schreibwalde). Raupe auf Eichen, Birken, 
Espen, Aepfeln, Mispeln. 

25. xylosteana L. (1513). 

Brünn (G. Ende 6 im Schreibwalde, nicht häufig^), Ostrauer 
Gebiet (Wawerka), Spuler 6 — 8. Raupe auf Eichen, Silberpappeln, 
Weiden, Ebereschen, Geißblatt und anderen, nach Höfner selbst 
auch auf Nußbäumen. 

26. rosana L. (1514). 

Nikolsburg (einzeln unterm heil. Berg), Fulnek (Friedhof, 
Garten etc. ab Ende 6 meist sehr häufig), Brünn (G. Mitte 6 
bis Mitte 8 bei Schimitz, Czernowitz, im Schreib walde, häufig)- 
Raupe nach G. an Rüstern, Lonicera caprifolium, Himbeeren etc. 
polyphag, ich fand sie auf verschiedenen exotischen Gewächsen 
zwischen zusammengesponnenen Blättern, auch an Rosen. 

27. sorbiana Hb. (1515). 

Brünn (Gärtner im 6 in Eichenwäldern), Ostrauer Gebiet 
(Waw.). Raupe nach Kupido auf Rüstern, sonst Eichen, Eber- 
eschen und anderen, selbst Heidelbeeren. 

I 



262 



28. semialbana Gn. (1518). 

Brünn (Kupido Hadiberg, sehr selten), Spuler 6-8. Raupe 
polyphag an niederen Pflanzen, selbst Veilchen und Schöllkraut 
(Mitt.). 

28. a) constana F. (1520). 

Ostrauer Gebiet (Wawerka). Raupe polyphag an den Blättern 
und Blüten von Sumpfpflanzen, die sie zusammenspinnt. 

29. histrionana Froel. (1523). 

Fulnek (Schloßberg, Jogs Busch, Ende 6, 7), Spieglitzer 
Schneeberg (Götschmann). Raupe nach Spuler auf älteren Pinus 
abies und picea, zwischen den Nadeln in einem leichten Gespinste 
(Mitterberger), nach Höfner an jüngeren Beständen. 

30. murinana Hb. (1524). 

Nach dem Staudinger-Rebelkatalog 1901 und Spuler auch 
in Mähren. Raupe nach Nickerl an den Gipfeltrieben der Nadelbäume. 

30. a) musculana Hb. (1525). 

Ostrau (Waw.), Fulnek (Schloßberg im Mai). Raupe sehr 
polyphag an Bäumen, Sträuchern und selbst an Kräutern, in 
zigarrenförmig gerollten Blättern. 

31. aeriferana H. S. (1528). 

Bei Spieglitz (Götschmann 7 auf einer Waldblöße). Raupe 
an Acer platanoides, nach Höfner dagegen an Lärchen, was 
meiner Ansicht nach richtiger ist. 

32. strigana Hb. (1531). 

Brünn (G. 7, 8 im Schreibwald, auf dem roten und Spiel- 
berge, nicht selten), Nikolsburg (6 vorm Muschelberg, ziemlich 
selten). G. fand die Raupe auf Lactura scariola, sonst Gnaphalium^ 
Euphorbia, Artemisia campestris und anderen, nach Höfner 
zwischen zusammengesponnenen Trieben und Blättern. 

33. lecheana L. (1533). 

Brünn (G. 5 in Laubwäldern und Obstgärten, nicht selten), 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Nikolsburg (einzeln im Stadtwalde). 
Raupe polyphag auf Laubholz, nach Höfner an Ahorn, Ulme, 
Esche, Eberesche, Linde, Eiche, Pappel, Weide, Buche, Weiß- 
dorn, Prunus, Pyrus, zwischen zusammengesponnenen Blättern. 

Pandemis Hb. 

34. corylana F. (1538). 

Brünn (G. Ende 7, 8 in Wäldern häufig), Ostrauer Gebiet 
(Waw.), Fulnek (e 1. Ende 7, Jogs Busch bis 8), Nikolsburg (e 1. 



263 



Ende 7 aus einer vom heil. Berg eingetragenen Raupe). Raupe 
auf Eichen, Haseln, Birken und anderen, zwischen zusammen- 
gesponnenen Blättern. 

35. ribeana Hb. (1540). 

Fulnek (6, 7 in allen möglichen Abarten, besonders in Jogs 
Busch und oberhalb Pollak), Brünn (G. Ende 6, 7 im Czerno- 
witzer Walde, nicht häufig), Nikolsburg (6 unterm heil. Berg am 
Licht), Spuler 5—8 in zwei Gen. Die ab. cerasana Hb. (1540 a), 
Brünn (9), Nikolsburg (heil. Berg), Ostrauer Gebiet (Waw.), 
Fulnek. Raupe polyphag an Weißdorn, Eschen, Birken, Sauer- 
dorn und anderen, in Blattrollen. 

36. cinnamomeana Tr. (1541). 

Brünn (G. 6, auch noch 15. August im Czernowitzer Walde), 
bei Spieglitz (Götschmann 7). Raupe an Faulbaum, Zwetschgen, 
Eichen, Ebereschen, Birken, Heidelbeeren, zwischen zusammen- 
gesponnenen Blättern, wo sie sich auch verpuppt (GL). 

37. heparana Schiff. (1547). 

Fulnek (Hirschberg def. 13. Mai, e 1. wieder am 8. Juli), 
Brünn (G. 7 im Czernowitzer- und Schreibwalde, am Spielberg ; 
Otto 8. Juni), Ostrauer Gebiet (Wawerka), Neutitschein (Otto 
14. Juni), Nikolsburg (im 7 im Hausgarten, häufig). Die Raupe 
fand Gärtner an Weiden und Heidelbeeren zwischen zusammen- 
gesponnenen Blättern, sie ist polyphag; Mitterberger fand sie in 
einem Pfirsichkerne. 

Eulia Hb. 

38. ochreana Hb. (1549). 

Nikolsburg (Ende 5 auf dem heil. Berg in der Dämmerung 
nicht selten). Raupe an Anemone pulsatilla und anderen niederen 
Pflanzen. 

39. politana Hw. (1553). 

Brünn (G. 18. April dann 7. Juni im Schimitzer Walde), 
SpUler 4 — 6 und 8, 9. Raupe an Centaurea jacea, Calluna, Vac- 
cinium, nach Höfner auch Senico, Ledum, Ranunculus, Erica, 
Genista, Schlehen und anderen. 

40. cinctana Schiff. (1556). 

Brünn (G. 6 — 8, Schreibwald, Kleidofka, roter Berg häufig), 
Neutitschein (Otto 1. August), Fulnek (bei Jogs Busch von Ende 
Juni bis in den August, nicht häufig), Nikolsburg (Ende 5, 6 
auf dem heiligen Berg in der Dämmerung nicht häufig). Raupe 



264 



an Anthyllis vulneraria, Arteniisia, nach Höfner auch Thymus 
und Sarothamnus in röhrenförmigen Gängen. 

41. rigana Sodof (1558). 

Brünn (G. 5 auf der Schreibwälderwiese, häufig). Spuler 
4 — 8 in zwei Gen. Raupe an Anemone pulsatilla ; nach Höfner 
in einem Röhrengange unter der Pflanze. 

42. ministrana L. (1562). 

Fulnek (Jogs Busch im Mai, mitunter sehr häufig), Brünn 
(G. Mitte 5 bis Ende 7 überall in Wäldern im Unterholz häufig); 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Hochschar (Kolenati), Altvatergebirge 
(Götschmann sehr verdunkelte Stücke, vielleicht var. subfasciana 
Stph.). Nikolsburg (im 5 am Rande des Stadtwaldes). Die Raupe 
fand G. an Haseln, Buchen, Eichen, Linden und anderem Laub- 
holz zwischen Blättern, wo sie auch überwinterte. 

Tortrix Meyr. 

43. forskaleana L. (1564). 

Fulnek (auf dem Schloßberge am 22. Juni, im Hausgarten 
Ende Juli am Licht), Brünn (Kupido 6, 7 in Wäldern). Raupe 
auf Ahorn und Hundsrosen, nach Höfner auch einzeln an Garten- 
rosen. 

44. bergmanniana L. (1568). 

Fulnek (am Friedhofe und im Hausgarten von Mitte 6 bis 
Ende 7 häufig und ziemlich schädlich), Brünn (G. 6, 7 bei 
Sonnenuntergang um Rosen), Nikolsburg (6, 7, Haidspitz und 
Hausgarten einzeln am Licht). Raupe nach G. auf Gartenrosen, 
wohl auch an wilden Rosen. Verpuppung zwischen Blättern. Im 
Fulneker Hausgarten durch das Zusammenspinnen der Gipfel- 
triebe schädlich. 

45. conwayana F. (1569). 

Fulnek (Ende 6, 7 im Hausgarten und auf dem alten Fried- 
hofe, nicht selten), Brünn (G. 7, 8 im Schreib- und Karthäuser- 
walde, bei Eichhorn, selten), Nikolsburg (7. Juni unterm heil. 
Berg). Raupe in den Früchten der Rainweide, Esche und des 
Sauerdorns, nach Höfner in Kärnten in den Früchten des Flieders. 

45. a). bifasciana Hb. (1570). 
Fulnek (Schloßberg im Juni). 

Raupe an Vaccinium myrtillus und uliginosum, beide fehlen 
jedoch auf dem Schloßberge). 



265 



46. loeflingiana L. (1571). 

Brünn (Gr. 6, 7 in jungen Eichenwäldern und Schlägen, 
häufig). Raupe auf Eichen, zwischen zusammengerollten Blättern. 

47. forsterana F. (1576). 

Auf den mähr. Saalwiesen (Götschmann), Spuler 6, 7. 
Raupe an Heidelbeeren, Geißblatt, Ledum, Lärchen, Pinus picea 
und abies und anderen, nach Höfner zwischen versponnenen Blät- 
tern oder Nadeln. 

48. viridana L. (1572) Eichenwickler. 

Brünn (G. 6, 7 in Eichenwäldern gemein), Neutitschein (Otto 
11. Juni), Ostrauer Gebiet (Waw.), Nikolsburg (Mitte 5 bis Ende 6, 
Muschel- und heil. Berg, Stadtwald, mitunter sehr häufig). Raupe 
an Eichen, mitunter schädlich, lebt auch an anderem Laubholz, 
an den Knospen und jungen Blättern, wo sie sich auch verpuppt. 

49. viburniana F. (1578). 

Nikolsburg (am 4. Juli), Altvater und Leiterberg (Kolenati 
einzeln), Seefelder, Spieglitzer Schneeberg und am Kamme des 
Gesenkes (Wocke 7), Raupe an Ledum, Vaccinium uliginosum 
und anderen, nach Höfner selbst Pinus und Juniperus. 

50. paleana Hb. (1585). 

Ostrauer Gebiet (Wawerka), Altvater, Leiterb erg (Kolenati 
häufig), außerdem Spieglitzer Schneeberg und Seefelder (Wocke 
6, 7). var. icteriana Froel. (1585 b) auf den mähr. Saalwiesen und 
im Altvatergebirge (Götschniann), Raupe auf Skabiosen, Inula 
etc., icterana an Vaccinium myrtillus. 

51. rogana Gn. (1592). 

Kolenati gibt, gewiß irrtümlich, die Stammform an (Altvater, 
Leiterberg, häufig), var. dohrnana H. S. (1592 a), Spieglitzer 
Schneeberg, Hochwiesen des Gesenkes (Wocke Ende 6 bis Anf. 8), 
Altvatergebirge (Götschmann, gemein). Raupe an Vaccinium myr- 
tillus. 

52. rusticana Tr. (1597). 

Brünn (G. Ende 4, 5 beim Jägerhause im Schreibwald, 
häufig), nach Wocke im Gebirge im 6 auf Torfboden. Raupe an 
Vaccinium myrtillus, Gentiana amarella, Dorycnium und anderen. 

53. dumetana Tr. (1600). 

Brünn (G. einmal 15. August; Kupido 7, 8 sehr selten). 
Raupe an Scrophularia aquatica, Teucrium, Lysimachia, Centaurea. 



266 



54. diversana Hb. (1601). 

Nikolsburg (am 21. Juli), Fulnek (bei Jogs Busch im Juli, 
einzeln), Brünn (Kupido 6, 7 in Obstgärten). Raupe polyphag auf 
Laubholz, Obstbäumen, Weiden, Espen, Flieder etc. 

Gnepbasia Gurt. 

55. osseana Sc. (1605). 

Brünn (Kupido Anf. 7 auf Wiesen, ziemlich selten), Neutit- 
schein (Otto 19. Juli) auf den höchsten Kuppen des Altvaters 
(Kolenati 8), nach Wocke im Hochgebirge 6, 7 zuweilen sehr 
häufig. Raupe an Kompositen, Cruziferen, Gräsern, in langen röhren" 
förmigen Gespinsten. 

56. argentana Cl. (1607). 

Brünn (Kupido einmal 7, 8 auf Bergwiesen), auf feuchten 
Wiesen im Gebirge (Wocke 6, 7). Raupe unbekannt, sie soll an 
Graswurzeln leben. 

57. penziana Thnbg. (1614). 

Brünn (G. 25. Juli am Fuße des roten Berges an Felsen; 
Kupido 5, 7 selten an Gartenzäunen), im Gebirge (Wocke 6, 7 
an Felsen und Baumstämmen), im Altvatergebirge (Götschmann), 
Nikolsburg (18. August unterm heil. Berg am Licht). Raupe an 
niederen Pfla) zen, nach Höfner an Sedum und Sempervivum in 
schlauchartigen Gespinsten an den Wurzeln. 

58. wahlbomiana L. (1622). 

Ostrauer Gebiet (Waw.), Nikolsburg; Fulnek (von 5 — 8 
überall sehr häufig, Färbung und Größe variabel), Brünn (G. 
6, 7 verbreitet und häufig), var. alficolana H. S. (1622 a) im 
höheren Gebirge verbreitet, so am Altvater und Spieglitzer Schnee- 
berge (Wocke 7). Fulnek. var. virgaureana Tr. (1622 b). Nikols- 
burg, Fulnek, Brünn (G. verbreitet, Hadiberg, Schreib wald, gelber 
Berg). Raupe nach G. an Gen. tinctoria, Anth. tinctoria, Art. 
vulgaris, Cent, paniculata, Hierac. murorum, selbst an Gräsern, 
zwischen zusammengesponnenen Blättern. 

59. pasivana (pascuana) Hb. (1627). 

Brünn (G. Hadiberg, Schreib wald), Spuler 6, 7. Raupe an 
niederen Pflanzen und deren Blüten. 

60. nubilana Hb. (1630). 

Fulnek (e 1. am 20. Juni; die Raupe im Hausgarten auf 
dem Birnbäume gefunden), Brünn (G. im 6). Raupe an Schlehen, 
Weißdorn, Birken, Pyrus zwischen zusammengesponnenen Blättern. 



267 



Doloploca Hb. 

61. punctulana Schiff. (1633). 

Brünn (G. im 5 hinter Komein und im Schreibwalde, selten). 
Raupe zwischen versponnenen Gipfelblättern von Ligustrum, 
Berberis, Lonicera. 

Cheimatophila Stpb. (Oporinia Hb.). 

62. tortricella Hb. (1638). 

Brünn (G. Anf. 3 auf dem Hadiberg und im Schreibwalde 
in dürrem Laube), Ostrauer Gebiet (Waw.), Neutitschein (Otto 
3. April), Nikolsburg (29. März am Rande des Stadtwaldes). 
Raupe auf Eichen und anderen Laubbäumen die Blätter skelet- 
tierend. 

Anisotaenia Stpb. 

63. hybridana Hb. (1643). 

Brünn (G. 6, selten), Spuler 5, 6 und 8, 9. Raupe unbekannt. 

63. a). rectifasciana Hw. (1644). 
Nikolsburg (am 7. Juni). Raupe unbekannt. 

64. ulmana Hb. (1645). 

Brünn (G. im 6 im Schreibwalde und Augarten, selten, bei 
der Teufelsschlucht häufig). Raupe an Aquilegia, Oxalis und 
anderen niederen Pflanzen, auch Himbeeren, Heidel- und Brom- 
beeren (Höfner). 

B. Conchylinae. 

Lozopera Stpb. 

65. francillana F. (1646). 

Brünn (G. 7, gelber, Schimitzer Berg, Karthäuser Wiese, 
Antoniusquelle etc.). Raupe nach G. im Stengel von Eryng. 
campestre, sonst Möhre, Pastinake, sie überwintert, zum Teile 
sogar zweimal. 

66. flagellana Dup. (1652). 

Brünn (G. Wiener ent. Z. 1862), Spuler 7, 8. Raupe an 
Eryngium. 

COIlChyliS Lfl. (Phalonia Hb.). 

67. dubitana Hb. (1658). 

Fulnek (Hirschberg, Jogs Busch, ober Pollak, 5 bis Anf. 6 
und wieder im Juli, nicht häufig), Brünn (G. 5 und 8 im Schreib-, 



268 



Karthäuserwalde und sonst, nicht gemein). Raupe fand G. in den 
Samenköpfen von Hierac. murorum, umbellatum und Picris hiera- 
cioides ; nach Mitterberger (Disque) in den Blüten von Plantago 
lanceolata und Cirsium palustre. 

68. posterana Z. (1661). 

Brünn (G. 5, 6 im Schreibwalde und auf dem Schimitzer 
Berg, nicht häufig) ; Raupe in Blüten und Samen von Lappa, 
Cirsium lanceolatum und anderen. 

69. pallidana Z. (1662). 

Nikolsburg (1 Stück 17. Juli am Licht unterm heil. Berg), 
Spuler 5 — 7. Die Raupe in den Samenköpfen von Jas. montana. 

70. atricapitana Stph. (1663). 

Brünn (G. 5, 6, Zazowitzer, Obrzaner, roter Berg, selten), 
Spuler 2. Gen. im 8. Die Raupe fand G. in der Stockwurzel von 
Hieracium umbellatum. 

70. a) nana Hw. (1671). 

Nikolsburg (24. Mai). Raupe in Birkenblüten. 

71. gilvicomana Z. (1673). 

Täler am Spieglitzer Schneeberg und Altvater (Wocke Ende 
6, 7), bei Spieglitz (Götschmann) ; Raupe an den Blüten von 
Chenopodium, Prenanthes muralis und purpurea. 

71. a) rupicola Curt. (1674). 

Fulnek (Schloßberg am 19. Juni). Raupe an Eupat. canna- 
binum und Chrys. linosyris im Fruchtboden und Stengel. 

72. mussehliana Tr. (1677). 

Brünn (Gärtner), Spuler 5, 6 und 8, 9. Raupe in den Samen 
von But. umbellatus, im Stengel von Gentiana lutea und anderen. 

73. manniana F. R. (1681). 

Brünn (G. 5, 6 und 8 auf der Sebrowitzer, Karthäuser, 
Czernowitzer Wiese, in der Sobieschitzer Waldschlucht). Raupe 
nach G. in den Blütenstengeln von AI. plantago, Mentha aquatica, 
die der 2. Gen. überwintert. 

74. ambiguella Hb. (1706). 

Brünn (Kupido Ende 4, 5 und 10), Nikolsburg (5 und 8 
häufig). Raupe in den Blüten bezw. in den Früchten der Wein- 
rebe, oft sehr schädlich. 

75. dipoltella Hb. (1728). 

Brünn (G. 7 auf dem Spiel- und gelben Berge, Schreib- 
wald, bei Karthaus, nicht selten), Nikolsburg (6, 7 am heiligen 
und Galgenberg in der Dämmerung und am Licht nicht häufig), 



269 



Spuler 5, 6 und 7, 8. Raupe in den Dolden von Achillea und 
Chamomilla. 

76. zephyrana Tr. (1732). 

Brünn (G. 4 und 7 auf dem Spiel-, gelben und Sebrowitzer 
Berge, nicht selten), Nikolsburg (1. Juni am Muschelberg in der 
Dämmerung). Die Raupe fand G. im Stengel von Eryngium cam- 
pestre, sonst Daucus carota und Gnaphalium arenarium. 

77. aleella Schulze (1743). 

Brünn (G. im 6 verbreitet und häufig), Nikolsburg (Ende 
5, 6 verbreitet und insbesondere am Muschelberg sehr häufig). 
Raupe im Wurzelstocke von Picris hieracioides, Gärtner fand sie 
im Fruchtboden der Scabiosa ochroleuca. 

78. hartmanniana Gl. (1744). 

Fulnek (Ende Mai bis tief in den Juli, Jogs Busch, Hirsch- 
berg und ober Pollak, nicht selten), Brünn (G. 5 und 7 verbreitet 
und häufig), Neutitschein (Otto 1. August), Nikolsburg (5, 6 am 
Galgen-, heil, und Muschelberg sehr häufig). Bei Spuler in der 
Gattung Chlidonia Hb. Raupe im Wurzelstocke von Scabiosa 
succisa, wahrscheinlich auch an anderen niederen Pflanzen. 

79. badiana Hb. (1749). 

Nikolsburg; Fulnek (bei Jogs Busch am 14. Mai und Anfang 
Juni, einzeln), Brünn (Kup. 6 im Schreibwalde). Raupe in Stengeln 
und Wurzeln von Lappa, Höfner fand sie auch in Cirsium hetero- 
phyllum. 

80. kindermanniana Tr. (1753). 

Brünn (G. Ende 7, 8 einzeln am gelben und Hadiberg), 
Spuler 6, 7. Die Raupe fand G. in den Blüten von Pyrethrum 
corymbosum, sonst im Stengel und in den Blüten von Artem. 
campestris. 

81. smeathmanniana F. (1760). 

Fulnek (Hirschberg am 30. Mai), Brünn (G. 5, 6 auf 
trockenen Halden am roten Berge, im Schreibwalde, selten), 
Nikolsburg (im 6 am heil. Berg, selten). Raupe fand G. in den 
Blüten von Lactuca sativa und Achillea millefolium, sonst noch 
Anth. cotula und Centaurea nigra. 

82. ciliella Hb. (1781). 

Fulnek (im Hausgarten auf dem Kapuzinerberge am 
14. August), Brünn (G. 8, Karthäuser Waldwiese, bei der Antonius- 
quelle und auf den schwarzen Feldern, selten), Spul er 5 und 7, 8. 



270 



Raupe in den Blüten und Früchten von Linaria vulgaris, Inula 
officinalis, Primula, Gentiana und anderen. 

Euxanthis Meyr. 

83. hamana L. (1800). 

Fulnek (Schloßberg, ober Pollak, im Juli nicht selten), 
Brünn (Gr. 5 — 7 verbreitet und häufig, z. B. Kuhberg, Sebrowitzer 
Wiese), Ostrauer Gebiet (Waw.), Neutitschein (Otto 21. Juni), 
Nikolsburg (Ende 5 bis Mitte 8 allenthalben auf Feldwegen 
sehr häufig, Zeichnung, Größe und Färbung sehr veränderlich). 
Raupe unbekannt, nach Mitt. (Disque) in einer Blattrolle von 
Ononis repens, nach Höfner auch an Trifolium und einigen 
Hülsenfrüchten. 

84. zoegana L. (1802). 

Fulnek (im Hausgarten und bei Jogs Busch von Ende Juni 
ab, eventuell bis in den August), Brünn (G. 7 auf trockenen 
Berg- und Waldwiesen), Nikolsburg (Galgen- und heil. Berg^ 
Ende 6, 7 einzeln, auch am Licht). Raupe fand G. in den Stock- 
wurzeln der Centaurea paniculata, sonst Scabiosa columbaria, 
Centaurea scabiosa und jacea, nach Disque an der Wurzel. 

85. straminea Hw. (1811). 

Brünn (G. 7, gelber und roter Berg, selten), Nikolsburg 
(6 — 8 am heiligen, Muschel-, Galgenberg, in der Dämmerung 
häufig), Spuler 5, 6 und 8, 9. Raupe fand G. in den Blumen- 
köpfen von Centaurea cyanus und jacea, letztere ergaben größere 
Falter ; nach Spuler Cent, nigra. 

86. angustana Hb. (1827). 

Nikolsburg (18. Juli), Fulnek (unter Jogs Busch am 13. Juni 
und 11. Juli), Brünn (G. 5,6 im Schimitzerwäldchen, selten), Spuler 
7, 8. Die Raupe fand G. in den Samen von Plantago media, 
sonst Achillea millef., Erica, Origanum, Solidago. 

PhtheOChroa Stph. (Commophila Hb.). 

87. pulvillana H. S. (1834). 

Brünn (G. 5, gelber Berg, oberhalb der Steinmühle, selten. 
Die Raupe fand G. in dürren Trieben von Asparagus officinalis. 

88. schreibersiana (schreiberiana) Froel. (1838). 

Brünn (G. 19. Mai bei Czernowitz auf einem Eichenstamme). 
Raupe an Prunus padus, auch Ulmen und Pappeln. 



271 



Hysterosia Stph. 

88 a. inopiana Hw. (1839). 

Nikolsburg (1 Stück am 5. Juli), Fulnek (1 Stück am 
27. Juni im Hausgarten). Raupe an Artemisia campestris. 

Garposina H. S. 

89. scirrhosella H. S. (1840). 

Brünn (G. e 1. 6, 7), er fand die Raupe in den Früchten 
der Rosa canina, welche sie im Herbst verläßt. 

C. Oletreutinae. 
Evetria Hb. 

90. piniana H. S. (1843). 
Neutitschein (Otto 16. Juli). 

91. duplana Hb. (1844). 

Brünn (Kupido 4, 5 auf dem Hadiberg um Föhren). Raupe 
in Föhrenknospen und -trieben. 

92. pinivorana Z. (1848). 

Brünn (Gr. 6, 7). Raupe wie die vorige. 

93. turionana Hb. (1849). 

Brünn (G. 5 im Schreibwalde und im Kohoutowitzer 
Gemeindewalde an Föhren, nicht häufig). Raupe in Föhrenknospen, 
auch Pinus abies, wo sie sich auch verpuppt, nach Höfner auch 
in den jungen Zapfen. 

94. buoliana Schiff. (1851). 

Brünn (G. im 6 überall in jungen Föhrenbeständen, sehr 
häufig), Fulnek (Schloßberg am 30. Juni). Raupe in Föhrenknospen, 
sie überwintert und ist oft recht schädlich; nach Höfner auch 
an Fichten, Weißtannen und Lärchen, u. zw. auch in den 
jungen Zapfen. 

95. resinella L. (1855). 

Fulnek (am 17. Juni in Jogs Busch), Brünn (G. 5, 6 in 
jungen Föhrenbeständen, häufig). Raupe an den Trieben und 
Zweigen junger Föhren, zweimal überwinternd, nach G. in einem 
harzigen Gehäuse, von dessen hervorquellendem Safte sie sich 
nährt, was auch mit Höfners Beobachtung übereinstimmt. 



272 



OlethreilteS Hb. (Argyroploce Hb.). 

96. salicella L. (1857). 

Brünn (G. 6 sehr verbreitet und häufig), Ostrauer Gebiet 
(Waw.), Fulnek (verbreitet, e I. 12. Juni, sonst bis tief in 7), 
Spuler 5 — 8 in 2 Gen. Raupe nach G. auf Weiden, besonders 
Sahlweiden, auch Silberpappeln; sonst auch Populus tremula; ich 
fand sie vielfach an Weidenarten, die Blätter der Zweigspitzen 
zusammenziehend. Sie verpuppt sich auch dort. 

96 a. semifasciana Hw. (1860). 

Nikolsburg (am 19. Juli). Raupe in den Kätzchen und 
zwischen zusammengesponnenen Blattspitzen von Salix caprea. 

97. scriptana Hb. (1862). 

Brünn (G. 18. August im Czernowitzer Erlenwäldchen; 
Kupido 7), Spuler 6 — 9. Raupe auf hohen alten Weiden, nach 
Höfner besonders an schmalblättrigen, aber auch an Pappeln 
zwischen zusammengesponnenen Blättern. 

98. capreana Hb. (1864). 

Fulnek (ober Pollak und auf dem Hirschberge am 30. Mai 
und 1. Juli), Brünn (G. 6 im Schreibwalde häufig), nach Spuler 
von 5 — 7. Die Raupe lebt auf Sahlweiden, angeblich auch Birken 
und Ulmen ; Verpuppung zwischen den Blättern. 

98 a. corticana Hb. (1865). 

Fulnek (Schloßberg, Friedhof etc. im 6, 7). Raupe zwischen 
versponnenen Blättern an Birken. 

99. sororculana Zett. (1867). 

Fulnek (Jogs Busch am 27. Mai, am Schloßberg 19. Juni), 
Brünn (G. 5 an Birken), Spuler 4 — 6, auch noch 8. Raupe auf 
Birken, Höfner vermutet sie auch auf Grünerlen. 

100. sauciana Hb. (1871). 

Bei Spieglitz auf einer Waldblöße (Götschmann im 7), nach 
Wocke überall wo Heidelbeeren, doch im Gebirge häufiger, fliegt 
im 6, 7. Die Raupe lebt an Vaccinium myrtillus. 

101. variegana Hb. (1872). 

Brünn (G. 6 — 8 im Schreibwalde, gelber Berg etc. häufig), 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (6, 7, Garten), Nikolsburg (ver- 
breitet und häufig). G. fand die Raupe auf Weißdorn, Ebereschen, 
Schlehen, sonst polyphag auf Bäumen und Sträuchern, an Obst- 
bäumen soll sie mitunter Schaden verursachen. Nach G. in einem 
weiten Blättergehäuse, in dem sie sich auch verpuppt. 



273 



102. pruniana Hb. (1873). 

Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (Ende 5 bis in den 7 
allenthalben häufig, besonders um Pflaumenbäume) , Brünn (G. 6 
um Schlehen, z. B. auf dem gelben Berge in großer Menge), 
Spuler 5 — 7. Raupe auf allen Prunusarten, auch Ebereschen, 
Weißdorn und anderen, zwischen zusammengezogenen Blättern, 
wo sie sich auch meist verpuppt. 

103. ochroleucana Hb. (1874). 

Nikolsburg (4. Juni abends unterm heiligen Berg), Fulnek 
(Kapuzinerberg, Jogs Busch im Juni, Juli), Spuler 6 — 8 in 2 Gen. 
Raupe an Rosen zwischen zusammengezogenen Blättern. 

104. dimidiana Sodof. (1875). 

Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (alter Friedhof 26. Juni), 
Brünn (G. 7 und im Frühjahr im Schreib wald), Nikolsburg 
(6 unterm heiligen Berg, auch im Hausgarten am Licht). Raupe 
auf Linden, Birken, Erlen, Buchen, auch Myrica gale, nach G. 
zwischen schotenartig zusammengesponnenen Blättern. 

105. oblongana Hw. (1877). 

Brünn (Kupido 6, selten), Spuler 5, 6 und 8, 9. Raupe in 
den Blüten- und Samenköpfen von Cirsium, Dipsacus, Euphrasia, 
Stachys etc. Disque soll sie auch im Wurzelstocke von Plantago 
lanceolatus gefunden haben. 

106. gentiana Hb. (1878). 

Brünn (G. 6, 7 selten), Nikolsburg (1 9 am 28. Juni). Raupe 
fand G. in den Köpfen von Dipsacus sylvestris, sonst im Marke 
von Plantago media, Gentiana acaulis und germanica. 

107. profundana F. (1886). 

Fulnek (Jogs Busch am 9. Juli), Brünn (G. 6, 7 im Schreib- 
walde und in anderen Laubwäldern), Neutitschein (Otto 10. Juli), 
bei Spuler in der Gattung Epinotia Hb. (Enarmonia Meyr.). Die 
Raupe fand G. auf Eichen, auch Weißdorn und Prunus padus, 
wo sie zwischen zusammengerollten Blättern lebt. 

108. fuligana Hb. (1889). 

Brünn (Kupido 5 in lichten Wäldern), Spuler 5 — 8. Raupe 
im Stengel der wilden Balsamine, auch im Wurzelstocke von 
Ajuga reptans. 

108a. textana H. G. (1890). 

Fulnek (Schloßberg am 25. Juni). Raupe im Wurzelstocke 
von Scabiosa arvensis. 

Verhandlungen des natnrf, Vereines in Brünn. LI. Rand. Ig 



274 



109. penthinana Gn. (1892). 

Brünn (G. 5 im Czernowitzer Walde und bei Rakowetz), 
nach Wocke im 6 überall im Gebirge in feuchten schattigen 
Tälern. Raupe im Stengel von Impatiens noli tangere, wo sie 
auch überwintert und wo sie sich auch verpuppt. 

110. arcuella Cl. (1896). 

Brünn (G. Ende 5, 6 in Wäldern häufig), Altvater (Wocke 
7 beim Ochsenstall), Nikolsburg (Ende 5, 6 am heiligen Berg in 
der Dämmerung, nicht häufig), Fulnek (Ende b, 6 Jogs Busch 
und Schießls Wald, häufig). Raupe polyphag an niederen Pflanzen, 
auch an abgewelkten. 

111. mygindana Schiff. (1898). 

Altvater (Götsehmann), Spuler 6, 7. Raupe an Myrica gale, 
Vaccinium uliginosum und vitis idaea. 

112. rufana Sc. (1899). 

Brünn (G. 19. August auf dem roten Berge), Spuler 6 — 8. 
Raupe im Wurzelstock von Sonchus arvensis, Taraxacum, Artemisia. 

113. capreolana H. S. (1900). 

Brünn (G. 5 auf der Zazowitzer Höhe, selten), Nikolsburg 
(9 im Hausgarten), Spuler 5, 6 und Die Raupe fand G. in 
den Wurzeln von Hieracium umbellatum. 

114. striana Schiff. (1901). 

Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek. (Ende 6, 7 allenthalben 
häufig, Färbung sehr veränderlich), Brünn (G. 7 im Schreibwalde, 
bei Eichhorn, Karthaus ; Kupido 6), Nikolsburg (im 7, auch noch 
10. August am heil. Berg nicht häufig), Spuler 5, 6 und 8, 9. 
Raupe in Taraxacum officinale. 

114. a) siderana Tr. (1904). 

Ostrauer Gebiet (Wawerka). Raupe an Spiraea-Arten. 

115. stibiana Gn. (1907). 

Brünn (G. 16. Juni im Walde bei der Kleidofka); Raupe 
unbekannt, angeblich, siehe Mitterberger, an Rubus fructicosus, 
Alnus und Prunus spinosa. 

116. palustrana Z. (1910). 

Auch auf dem Kamme des Hochgebirges (Wocke 6 — 8 um 
Heidelbeeren, oft stark zimmtbraun bestäubt). Raupe in Moos. 

117. schulziana F. (1912). 

Hochschar (Kolenati häufig), Seefelder und Altvater (Wocke 
Mitte 6 bis Mitte 7). Raupe nach W. an Heidelbeeren, Spuler 
an Pinus sylvestris. 



275 



118. micana Hb. (1916). 

Fulnek (vor Jogs Busch am 23. Juni), Neutitschein (Otto 
19. Juli), nach Wocke auf Torfboden auch im Gebirge, voraus- 
sichtlich daher z. B. am Kepernik (6, 7). Raupe polyphag an 
niederen Pflanzen. 

119. rivulana Sc. (1918). 

Fulnek (insbesondere bei Jogs Busch aber auch sonst im 
Juli bis August recht häufig), Brünn (G. im 8 am roten Berg 
und bei der Kleidofka häutig; Kupido 6, 7). Müglitz (Zinburg), 
Nikolsburg (vorm Muschelberg im 6, selten). Die Raupe soll 
polyphag an niederen Pflanzen leben, sie ist unbeschrieben. Mitter- 
berger nennt sie schmutzig grün und gibt als Futterpflanzen 
auch Laubholzarten an. 

119. a) umbrosana Frr. (1919). 

Fulnek (Jogs Busch am 26. Mai). Raupe an Mentha und 
wahrscheinlich auch anderen Pflanzen. 

120. urticana Hb. (1921). 

Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (verbreitet, besonders bei 
Jogs Busch von Juni bis August), Brünn (G. 6 — 8 im Czerno- 
witzer Walde häutig, seltener bei der Antoniusquelle), Neutitschein 
(Otto 23. Mai), Nikolsburg (einzeln im 6 unterm heil. Berg). 
Raupe polyphag an Laubholz, Sträuchern und Kräutern, auch in 
Kiefernknospen. 

121. lacunana Dup. (1922). 

Brünn (G. 5, 6 in Holzschlägen häufig), Ostrauer Gebiet 
(Waw.), Fulnek (Ende 5 — 8 allenthalben häufig), Neutitschein 
(Otto 29. Juni), Altvater und Leiterberg (Kolenati 7 häufig), 
beim Ochsenstall am Altvater (Wocke 7), Nikolsburg (Stadtwald 
und Haidspitz im 6 am Licht). Raupe an Mentha, Mitterberger 
zog sie mit Hypericum, Staphylea und Aconitum. 

122. lucivagana Z. (1925). 

Beim Ochsenstall am Altvater (Wocke 7), Spuler 4 — 7, 
stellenweise in 2 Gen. Raupe an Sonchus, nach anderen an 
Vaccinium. 

123. cespitana Hb. (1927). 

Fulnek (Jogs Busch am 12. Juli), Brünn (G. 7, Spielberg^ 
Schreibwald, Antoniusquelle, nicht selten), Nikolsburg (1 Stück am 
18. Juli), Spuler 5- — -7 in zwei Gen. Raupe an Spartium und 
Thymus. 

18* 



276 



124. bipunctana F. (1933). 

Altvater und Leiterberg (7 Kolenati ziemlich häufig), nach 
Wocke überall wo Heidelbeeren wachsen, Ende 5, 6, im höheren 
Gebirge bis in den 8. Raupe an Vaccinium myrtillus und vitis 
ideae. 

125. Charpenteriana (charpentierana) Hb. (1938). 

Brünn (G. 5 — 7 in Schlägen), Ostrauer Gebiet (Waw.). 
Raupe an Aconitum variegatum, nach anderen an Heidelbeeren. 

126. hercyniana Tr. (1941). 

Fulnek (Hirschberg, Jogs Busch, Schloßberg von Juni bis 
Juli, immer nur einzeln), Brünn (Kupido 5 im Schreibwalde), 
nach Wocke besonders im Gebirge im 6, am Spieglitzer Schnee- 
berg (Götschmann). Raupe auf Pinus abies, picea und sylvestris. 

127. achatana F. (1943). 

Nikolsburg (1 Stück am 17. Juli 1909 in der Dämmerung 
am heiligen Berge), Brünn (G. im 6 im Schreibwalde und um 
die Zwetschgenbäume bei den Pulvertürmen, nicht selten), nach 
Spulcr bei der Gattung Ancylis Hb., fliegt 6 — 8. Raupe an Obst- 
bäumen, Schlehen und Weißdorn. 

127. a) ericetana Westw. (1944). 

Fulnek (1 Stück am 12. Juli oberhalb der Pollakschen 
Fabrik). Raupe wie die der Folgenden. 

128. antiquana Hb, (1945). 

Nikolsburg (6, 7 im Stadtwalde, unterm heil. Berg, selbst 
im Hausgarten am Licht nicht selten), Ostrauer Gebiet (Waw.), 
Fulnek (von 6 — 8 allenthalben, besonders am Licht häufig). 
Raupe in den Wurzeln und unteren Stengelteilen von Symphitum 
officinale, Stachys palustris, arvensis, Mentha arvensis. 

Polychrosis Rag. 

129. euphorbiana Frr. (1947). 

Brünn (G. 4, 5 und 7 im Schreibwalde), Raupe an Euphorbia 
amygdaloides, lacustris, aquatica, paralias, nach G. in den flach 
zusammengesponnenen Hüllblättern, Verpuppung in der Erde. 

129. a) botrana Schiff. (1949). 

Nikolsburg (5, Anf. 6 und im Herbst als Weinschädlin 
häufig und sehr gefürchtet). 



277 

Lobesia Cd. 

130. permixtana Hb. (1963). 

Brünn (G. 5 und 7 im Schreibwalde), Nikolsburg (im 7 
allenthalben in Gärten), Fulnek (am Friedhofe und im Haus- 
gar ten im Juli). Raupe an Solidago virgaurea, Anehusa officinalis, 
auch an Laubholz. 

Steganoptycba Stph. 

130. a) simplana F. R. (1969). 

Fulnek (1 9 in Jogs Busch am 5. Juli). Raupe auf Espen. 

131. nigromaculana Hw. (1972). 

Auf einer Waldblöße bei Spieglitz (Götschmann im 7). Raupe 
an Senecio jakobaea und nemorensis, nach Höfner in den Blüten. 

132. ramella L. (1974). 

Brünn (G. im 8 im Schreibwalde und auf dem Hadiberge). 
Raupe in Knospen und Zweigen von Birken und Pappeln, nach 
Höfner auch Weiden (und zwar an allen auch an den Kätzchen). 

133. oppressana Tr. (1975). 

Brünn (Kupido 7, 8 an Pappelstämmen, zuweilen häufig). 
Raupe auf Pappeln (Populus nigra und pyramidalis), in den 
Knospen. 

134. diniana Gn (1977). 

Am Leiterberg im Gesenke (Wocke 7, 8). Raupe auf Lärchen 
(Larix), auch Pinus cembra und sylvestris, nach Höfner zwischen 
versponnenen Nadeln. 

135. corticana Hb. (1978). 

Fulnek (auf dem Schloßberge und in Jogs Busch Ende 
Juni, Juli häufig), Brünn (G. im Schreib walde etc. in der Dämme- 
rung um Eichen, bei Tage in Stammritzen), Spuler 6 — 8. Raupe 
auf Eichen und in Cynipsgallen, nach Höfner auch auf Ahorn 
zwischen versponnenen Blättern. 

136. rufimitrana H. S. (1982). 

Auf einer Waldblöße bei Spieglitz (Götschmann), Spuler 
7, 8. Raupe auf Pinus picea und cephalonica, nach Mitterberger 
an den Maitrieben 50 — öOjähr. Stämme. 

137. ratzeburgiana Rtz. (1983). 

Spieglitzer Schneeberg (Götschmann), Spuler 7, 8. Raupe 
in jungen Trieben von Pinus abies und sylvestris, soll auch schon 
an Lärchen gefanden worden sein. 



278 



137 a. nanana Tr. (1984). 

Fulnek (Schloßberg im Jnni). Raupe auf Pinus abies die 
Nadeln zusammenziehend und aushöhlend. 

138. vacciniana Z. (1987). 

Brünn (G. 6, 7 auf Heidelbeeren häufig ; in trockenen Jahren 
fehlend). Raupe an Heidelbeeren, Sauerdorn, Ledum palustre, 
Cornus sanguinea, zwischen zusammengesponnenen Blättern. 

139. ericetana H. S. (1990). 

Brünn (G. 5 im Schreib walde), Spuler 6, 7. Raupe auf Espen. 

140. fractifasciana Hw. (1992). 

Brünn (G. 5 — 8 in zwei Generationen auf Wiesen), Nikols- 
burg (6. Mai am Muschelberg). Raupfe an Scabiosa succisa und 
columbaria. 

140 a. granitana H. S. (1999). 

Fulnek (Jogs Busch am 28. Mai). Die Raupe lebt an Pinus abies. 

141. quadrana Hb. (1997). 

Brünn (G. 28. April am roten Berg in der Dämmerung), 
nach Wocke im 6 bis auf den Kamm des Hochgebirges; Spuler 
4, 5 und 6, 7. Raupe an Scabiosa arvensis, nach G. stets am 
Schafte nahe der Erde, gesellig. 

142. trimaculana Don. (2005). 

Brünn (Kupido 6, 7 auf alten Rüstern häufig; G. 30. Juni im 
Czernowitzer Walde, am 12. Juli im Augarten). Raupe an Ulmen, 
nach Mitterberger auch an Ahorn, Pappeln und Faulbaum zwischen 
versponnenen Blättern. 

143. minutana Hb. (2007). 

Brünn (G. im 6, e 1. Ende 5; auf dem Hügel hinter dem 
städtischen Holzdepot). Raupe auf Pappelarten, zwischen flach 
übereinander gehefteten Blättern. 

Gypsonoma Meyer. 

143 a. incarnana Kw. (2010). 

Fulnek (Schießls Wald und Jogs Busch, Ende Juni, Juli 
einzeln). Raupe an Haselu, Espen, Erlen, Sahlweiden, Eichen, 
anfangs in den Blütenkätzchen, später in die Zweige eingebohrt 

143 b. neglectana Dup. (2011). 

Fulnek (1 Q am 21. Juni auf dem Schloßberge). Raupen. 
Sahlweidenknospen. 



279 



Asthenia Hb. 

143 c. pygmaeana Hb. (2012). 

Fulnek (Jogs Busch April bis Mai, nicht selten). Raupe an 
Pinus abies, anfangs in den Nadeln urinierend, später zwischen 
zusammengesponnenen Nadeln. Verpuppung in der Erde. 

Rhyacionia H. S. (Hb.) 

144. hastana Hb. (2016). 

Brünn (G. 6, 7, selten). Raupe an Hieracium, Gnaphalium, 
Skabiosen. 

Bactra Stpb. 

145. lanceolana Hb. und gen. aest, nigrovittana Stph. (2017). 

Brünn (G. 6 — 8 am gelben und roten Berg um Wasser- 
pflanzen), Nikolsburg (ein sehr großes und dunkles 9 am 4. Juni 
am Licht im Hausgarten). Raupe in Juncus conglomeratus und 
Cyperus longus ; nach Höfner in den Halmen und Wurzeln. 

146. furfurana Hw. (2020). 

Nikolsburg (im 6 am Licht unterm heiligen Berg, nicht 
häufig), Spuler 5 — 7. Raupe in Juncus glorneratus, Scirpus lacustris, 
Eleocharus lacustris. 

Semasia H. S. 

147. hypericana Hb. (2022). 

Brünn (G. 5 und 8 im Schreib- und Karthäuser Walde), 
Fulnek (unter Jogs Busch, Schloßberg, vor Wolfsdorf, im Juni 
nicht selten). Raupe an Hypericum perforatum, nach G. die End- 
triebe zusammenspinnend. 

148. tripoliana Barr. (2032). 

Brünn (Gärtner als aemulana Schlg. im 7 und 8 bei der 
Kleidofka, im Schreibwalde u. s. w.). Raupe auf Aster amellus, 
nach G. im Samenboden und in den Samen, überwintert in einem 
Erdkokon, in welchem sie sich erst im 6 verpuppt. 

149. citrana Hb. (2035). 

Brünn (G. 6, 7 auf trockenen Waldwiesen und Sandbergen 
verbreitet und häufig), Nikolsburg (6, 7 unterm heiligen Berg, 
Muschelberg, im Hausgarten etc. in der Dämmerung und am 
Licht, nicht selten). Bei Spuler in der Gattung Thiodia Ken. 
Raupe in den Blüten von Achillea millefolium, Artemisia cam- 
pestris, Anthemis tinctoria, 



280 



150. pupillana Cl. (2042). 

Brünn (Gr. 7, 8, auf dem gelben Berge), nach Spuler 5 — 8. 
Raupe in Artemisia absinthium. 

151. metzneriana Tr. (2043). 

Brünn (G. 6. Schreibwald, Kuhberg), Nikolsburg (1 defektes 
Stück am 12. Juni unterm Muschelberg am Licht). Raupe fand 
G. in den Stengel gipfeln von Artemisia absinthium. 

151a. incana Z. (2046). 

Nikolsburg (26. August), Fulnek (Friedhof Ende 6, 7). 
Raupe in Artemisia campestris. 

152. aspidiscana Hb. (2049). 

Brünn (G. 4, 5 und 7, Kleidofka, Schreibwald, Karthäuser 
Gemeindewald). Raupe in den Blüten von Aster amellus, Solidago 
virgaurea, Chrysoc. linosyris. 

153. conterminana H. S. (2051). 

Brünn (G. im 7 auf dem gelben Berge in der Dämmerung 
häufig um Salatpflanzen), Nikolsburg (8 am Licht nicht häufig). 
Raupe nach G. in Salatsamen schädlich. 

Notocelia Meyr. 

154. uddmanniana L. (2055). 

Fulnek (2 Exemplare anfangs Juli am Schloß berge erbeutet), 
Brünn (G. 6, 7 im Walde bei der Kleidofka und bei Schebetein), 
Nikolsburg (5. Juni in der Dämmerung im Hausgarten). Raupe 
nach G. gesellig auf Hirn- und Brombeeren, nach anderen auch 
an Rosen. 

155. suffusana Z. (2060). 

Fulnek (von Ende Mai bis tief in den Juli, verbreitet und 
häufig, besonders im Hausgarten), Brünn (Kupido 7 um Weiß- 
dorn häufig), Nikolsburg (5, Auf. 6 am heiligen Berg in der 
Dämmerung, häufig), Spuler 6, 7. Raupe an Weißdorn, Schlehen 
und Birnbäumen in Knospen und zwischen z-usammengesponnenen 
Blattspitzen, wo sie sich auch verpuppt. 

156. roborana Tr. (2062). 

Brünn (G. 6 bis Mitte 8 am Hadiberg, nicht selten), Nikols- 
burg (7 am heiligen Berg, nicht häufig), Friedland (Ende Juli, 
Skala), Fulnek (Hausgarten, Jogs Busch etc. Ende Juni bis in 
den August). Raupe nach G. auf Hundsrosen, sonst Weißdorn; 
Schlehen, Eichen, Weiden, Apfelbäumen, zwischen zusammen- 
gezogenen Blättern. 



281 



157. incarnatana Hb. (2063). 

Brünn (G. 7, 8, Schreib wald ; Hadiberg, nicht häufig). Raupe 
an Rosa canina, nach Höfner in gerollten Blättern. 

158. tetragonana Stph. (2065). 

Nikolsburg (6. Juni), Fulnek (1 Stück unter Jogs Busch 
am 12. Juni), Schneeberg und Altvater (Wocke 6, 7 nicht häufig). 
Die Raupe lebt in den Endtrieben von Rosen und Rubus. 

Epiblema Hb. 

159. cana Hw. (2086). 

Brünn (G. 6, 7 auf sonnigen Berglehnen im Schreib walde, 
auf dem Hadiberge nicht selten), Neutitschein (Otto 17. Juli), 
Nikolsburg (1 9 24. Juni). Raupe im Blütenboden von Cirsium, 
Carduus, Centaurea, Picris. 

160. caecimaculana Hb. (2093). 

Fulnek (vor Jogs Busch am 27. Mai sehr vereinzelt 
gefangen), Brünn (Gärtner im 6, 7 auf Sandboden, selten), Nikols- 
burg (im 6 bis Anfang 7 am heiligen Berg, nicht selten). Die 
Raupe fand G. im Wurzelstocke von Centaurea jacea und anderen. 

160 a. modicana Z. (2097). 

Nikolsburg (Ende Juni in Anzahl unterm heiligen Berg), 
Fulnek (1 Stück am 18. Juli bei Jogs Busch). Raupe unbekannt. 

160. b) hepaticana Tr. (2099). 

Fulnek (Ende Juni, Anfang Juli auf dem Schloßberge nicht 
selten). Raupe im Stengel und Wurzelhalse von Senecio jacobaea, 
nemorensis und sylvatica. 

161. graphana Tr. (2105). 

Brüun (Kupido 5, 6 auf Wiesen ; G. im 7 auf dem Spiel- 
berge und im Schreibwalde), Spuler 6, 7, 8. Raupe unbekannt. 

162. nigricana H. 8. (2108). 

Im Gebirge (Wocke 6, 7 verbreitet, an Pinus picea), auf 
einer Waldblöße bei Spieglitz (Götschmann 7). Raupe in den 
Knospen und jungen Schößlingen von Pinus abies und picea. 

163. pusillana Peyer (2110). 

Staud. — Rebel-Kat. 1901 und Spuler. Zauchtel (Rebel 
4. August am Pohorschberg), Fulnek (Schloßberg am 25. Juni). 
Raupe unbekannt, Mitterberger vermutet sie an Fichten. 

164. tedella Cl. (2111). 

Brünn (G im 5 im Schreibwald >, nicht häufig), Zauchtel 
(Rebel), Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (massenhaft 5 — 7), nach 



282 



Wocke im Gebirge bis 8 überall äußerst gemein. Raupe in den 
Nadeln von Tannen und Fichten, auch Wachholder, oft massen- 
haft und schädlich, sie überwintert erwachsen am Boden. 
165. proximana H. S. (2112). 

Nur im Gebirge (Wocke mit der vorigen, doch selten), 
Fulnek (Jogs Busch und Schloßberg Ende Juni). Raupe an den 
Nadeln von Pinus picea. 

165. a) demarniana F. R. (2115). 

Fulnek (Jogs Busch 29. Juni). Raupe in den Blütenkätzchen 
von Birken und Erlen. 

166. subocellana Don. (2118). 

Brünn (G. 5, 6 im Schreibwalde), Nikolsburg (am 6. Juli). 
Die Raupe fand G. nicht selten an Sahlweiden, sonst lebt sie an 
Pappeln, auch Faulbaum, die Blattränder werden nach unten 
umgeschlagen. 

167. nisella Cl. (2119). 

Fulnek (am Kapuzinerberg und am alten Friedhofe daselbst, 
im Juli), Brünn (G. im 8 im Schebeteiner Walde an Pappel- 
stämmen), Spuler 6, 7, 8. Raupe fand G. auf Espen, sonst an 
Erlen, Birken, Ahorn. 

168. . penkleriana F. R. (2121). 

Brünn (G. 5, 6 in Eichenwäldern häufig), Nikolsburg (am 
heil. Berg sehr häufig), Fulnek (Jogs Busch Ende Juli). Raupe 
in Blüten und Knospen von Corylus und Alnus, nach G. in schoten- 
artig zusammengesponnenen Blättern, betrifft vielleicht eine andere 
Art (G. zitiert penkleriana V., H. S. IV, p. 283). 

169. ophthalmicana Hb. (2123). 

Brünn (Kupido 8 — 10). Raupe auf Espen und Birken. 

170. solandriana L. (2125). 

Brünn (G. 7 bis Mitte 8 und häufiger 9, 10 im Czerno- 
witzer Walde), var. slnuana Hb. (2125 a), ebendort, vorherrschend. 
Raupe an Haseln, Erlen, Birken, Espen, Sahlweiden und anderen, 
nach Höfner zwischen den zusammengezogenen Blattspitzen. 

171. sordidana Hb. (2127). 

Brünn (G. 18. September im Czernowitzer Walde). Raupe 
auf Alnus glutinosa. 

172. tetraquetrana Hw. (2129). 

Brünn (G, im 5 im Schreibwalde), Spuler 5, 6, 7. Nikols- 
burg (28. Mai), Fulnek (Jogs Busch Ende Mai, Anfang Juni). 
Raupe auf jungen Birken und Erlen in Blattrollen. 



283 



173. immundana F. R. (2132). 

Brünn (G. 26. April und 18. August beim Schreibwald und 
im Czernowitzer Walde), Spuler 5 und 6, 7. Raupe auf Erlen, 
' anf. in den Kätzchen, später an den Blättern, auch auf Pappeln 
und Pyrus. 

174. similana Hb. (2135). 

Brünn (Kupido einmal), Fulnek (Jogs Busch 22. August), 
Spuler 7, 8, 9. Raupe zwischen zusammengesponnenen Blättern 
an Birken und Erlenbüschen. 

175. tripunctana F. (2138). 

Brünn (Gr. 6, 7 auf dem gelben und roten Berge und sonst 
überall wo Rosensträuche), Fulnek (vor Jogs Busch, im Haus- 
garten etc. von Ende Mai bis in den Juni), Nikolsburg (Ende 5 
am heil. Berg). Raupe nach G. in Rosenknospen, nach Spuler 
zwischen versponnenen Blättern an Rosen, Hainbuchen, Eichen, 
Pyrus, Prunus, Myrica gale. 

176. asseclana Hb. (2139). 

Brünn (Kupido als similana V. im 6 in Holzschlägen, selten), 
Nikolsburg (im 5 am heil. Berg, häufig), Spuler 6, 7. Raupe 
unbekannt, angeblich auf Birken. 

177. pflugiana Hw. (2143). 

Fulnek (Jogs Busch am 3. Juni), Brünn (G. 5 und 7, sehr 
verbreitet, z. B. im Schreibwalde, auf dem gelben, Spiel- und 
Hadiberge etc.), Spuler 5, 6. Raupe fand G. im Mark und Blüten- 
boden von Carduus nutans und Cirsium lanceolatum, sonst Carlina, 
Centaurea, Inula. 

178. luctuosana Dup. (2144). 

Nikolsburg (6 und 8 am Licht unterm heil. Berg, einzeln), 
Spuler 6, 7. Raupe in den Wurzeln von Centaurea jacea, nach 
Höfner auch Disteln (Cirsium, Carduus) und Senecio jacobaea. 

179. obscurana H. S. (2147). 

Brünn (G. am 7. Juli im Schreib walde), Spul er 5, 6. Raupe 
im Wurzelhals und unteren Stengelteil von Inula salicina. 

180. brunnichiana Froel. (2150). 

Fulnek (1 abgeflogenes Exemplar am 29. Juni bei Jogs 
Busch gefangen), Brünn (G. im 6 auf dem roten Berge, nicht 
häufig), Neutitschein (Otto 21. Juni), Nikolsburg (6, 7 in der 
Dämmerung besonders am hohen Eck häufig). Die Raupe fand 
G. in den Wurzeln der Tussilago farfara, sonst Petasites und 



284 



Lappa, Mitterberger fand sie stets nur an der Wurzel in einer 
langen Gespinströhre. 

181. foenella L. (2154). 

Brünn (G. 6, 7 auf der Czernowitzer Wiese, selten), Ostrauer" 
Gebiet (Waw.), Nikolsburg (Ende 6, 7 am heil. Berg und im 
Hausgarten, in der Dämmerung, nicht häutig; die Ausdehnung 
des hellen Fleckes der Vorderflügel sehr veränderlich). Raupe 
fand G. im Stengel der Artemisia vulgaris, wo sie selbst bis in 
die Wurzeln vordringt. 

GraphOlitha Hein. (Laspeyresia Hb.). 

182. albersana Hb. (2155). 

Altvater (Wocke 6, selten), Raupe an Loniceraarten und 
Symph. racemosus (Schneebeere). 

183. woeberiana Schiff. (2157). 

Fulnek (im Juni und Juli einige Stücke im Hausgarten), 
Brünn (Kupido Anf. 7), Spuler 5—8. Raupe nach K. in der 
Rinde von Obstbäumen, nach Mitterberger zwischen Bast und 
Rinde insbesondere an Aprikosen und Pflaumen und bei zahl- 
reichem Auftreten schädlich. 

184. funebrana Tr. (2159). 

Brünn (G. im 5, 6, dann 7 7 8 in Obstgärten), Nikolsburg 
(in Gärten schädlich). Raupe als Schädling wohl überall in 
Pflaumen und anderem Steinobst, auch in Heidelbeeren. 

185. nebritana Tr. (2161). 

Brünn (G.), Spuler 5, 6, 7. Raupe in den Hülsen und Früchten 
von Leguminosen. 

186. nigricana Stph. (2160) 

Fulnek (bei Jogs Busch am 11. Juli), Brünn (G. 6, 7 auf 
Erbsenfeldern, als tenebrosana Dup.). Raupe nach G. in den 
grünen Erbsensamen; wahrscheinlich meint er diese Art (tene- 
brosana Z.), worauf die Angabe Herr. Sch. Band IV, pag. 257, 
schließen läßt. 

187. gemmiferana Tr. (2166). 

Brünn (G. Anf. 6 im Sobieschitzer Walde, selten), Spuler 
4, 5, 6. Raupe in den Schoten von Lathyrus pannonica. 

188. succedana Froel. (2171). 

Nikolsburg (24. Juni), Fulnek (in Jogs Bäsch am 21. Juli), 
Brünn (G. Anf. 6, 7 auf dem Hadiberg, im Schreibwalde etc., 



285 



nicht selten). Spuler 5 — 8 in 2 Gen. Raupe in den Hülsen von 
Cytisus nigricans, Genista anglica, tinctoria, Spartium etc. 

189. servillana Dup. (2173). 

Brünn (G. 5, 6 im Schreib- und Karthäuser Walde um 
Wollweiden, sehr selten). Raupe fand G. in einjährigen ange- 
schwollenen Trieben der Salix caprea, nach Nickerl und Mitter- 
berger auch in den Blütenkätzchen derselben. 

190. strobilella L. .(2177). 

Im Gebirge verbreitet (Wocke 5). Raupe in Fichten- und 
Tannenzapfen, oft in Anzahl und dann leicht schädlich (Mitter- 
berger). 

191. cosmophorana Tr. (2184). 

Brünn (Mitte b, 6, Schreibwald, bei Karthaus an jungen 
Föhren, selten), im Hochgebirge (Wocke 7). Raupe in alten 
Harzgallen. 

191a. pactolana Z. (2190). 

Fulnek (Jogs Busch am 29. Juni). Raupe im Bast von 
Seitenzweigen der Pinus abies. 

192. compositella F. (2194). 

Fulnek (am alten Friedhofe und oberhalb der Pollakschen 
Fabrik im Juni), Brünn (Kupido häufig im Paradieswalde, G. selten 
Anf. 6 an Schlehen bei den Pulvertürmen), Spuler 5 — 7. Raupe 
zwischen zusammengesponnenen Gipfelblättern von Medicago sativa. 

193. duplicana Zett. (2204). 

Im Gebirge (Wocke im 7, verbreitet doch ziemlich selten). 
Raupe unter der Rinde von Fichten, Tannen, Wachholder. 

194. perlepidana Hw. (2207). 

Brünn (G. 29. Mai im Schreibwalde). Raupe zwischen zu- 
sammengezogenen Blättern oder in den Samen von Orobus niger, 
tuberosus, Lathyrus pratensis und Vicia sepium. 

195. fissana Froel. (2209). 

Brünn (G. 5 — 7 auf der Karthäuser und Schreibwalder Wiese, 
auch hinter der Antoniusquelle, nicht häufig). Raupe nach G. im 
Baste junger Fichtenzweige, wo sie sich auch verpuppt, vermutlich 
auch in Föhrenzweigen. 

196. dorsana F. (2214). 

Brünn (G. im 5 im Schreibwalde, bei der Kleidofka, bei 
Karthaus auf Föhren, bei Tage häufig). Raupe nach Höfner in den 



286 



Schoten von Pisum ? Vicia, Orobus, Lathyrus, Trifolium und anderen 
Papilionaceen. 

197. orobana Tr. (2216). 

Brünn (Kupido im Schreib wal de, sehr selten), Spuler 4, 5 
und 7, 8. Raupe in den Schoten von Vicia sylvatica und 
Orobus niger. 

198. coronillana Z. (2217). 

Brünn (G. 4, 5, Karthäaser Waldwiese, Schimitzer Wald, bei 
Tivoli), Nikolsburg (Anf. 6 am heiligen Berg in der Dämmerung 
nicht selten). Raupe in den Schoten der Coronilla varia. 

199. janthinana Dup. (2224). 

Brünn (G. im 7 um Eichen, nach Mann), Spuler 6, 7, 8. 
Raupe in den Früchten von Weißdorn. 

Pamene Hb. 

200. spiniana Dup. (2240). 

Brünn (Gr. 8 bei den Pulvertürmen), Spuler 7—9. Raupe 
auf Schlehen und Weißdorn, nach Höfer an den Blüten. 

201. regiana Z. (2244). 

Brünn (G. im 5 am Waldrande bei der Antoniusquelle, 
selten), Nikolsburg (bei der Zimmerzucht erhielt ich einen Falter 
im 2, die übrigen im 5). Die Raupe fand ich im Winter in großer 
Zahl unter der Rinde eines uralten Ahorns im Stadtwalde. Den 
Winter verbringen sie daselbst in einem flachen weißen mit Rinden- 
teilen vermengten Gespinste, vorher leben sie in den Samen. 

202. ochsenheimeriana Z. (2247). 

Im Gesenke (Wocke im 6), auf einer Waldblöße bei Spieglitz 
(Götschmann am 10. Juni). Raupe auf Tannen. 

203. flexana Z. (2249). 

Brünn (G. im 4 im Schreibwalde und bei Rakowetz, selten), 
Nikolsburg (am 15. Juni), Spuler 5, 6. Die Raupe fand G. an 
Buchen (Fagus sylvatica) zwischen aufeinandergezogenen Blättern. 

204. rhediella Cl. (2254). 

Brünn (G. 4, 5 um Pflaumen und Weißdornblüten). Raupe 
in den unreifen Früchten von Weißdorn, auch an Aepfeln, 
Zwetschken und Cornus sanguinea. 



287 



Tmetocera Ld. 

205. ocellana F. (2255). 

Brünn (G. im 6 verbreitet und häufig), Fulnek (Kapuziner- 
berg, Hausgarten, Jogs Busch, 7 — 8). Raupe fand G. auf Erlen, 
Carpinus betulus, Vogelbeerbäumen und Apfelblüten, auf Erlen 
die Endtriebe zusammenziehend. 

Carpocapsa Tr. 

206. pomonella L. Apfelmotte (2257). 

Brünn (G. im 5 in Obstgärten), Friedland, Schildberg; 
Nikolsburg (5, 6 häufig), Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (häufig), 
gewiß im ganzen Lande. Raupe in Aepfeln und Birnen sehr 
schädlich, seltener in Aprikosen und Zwetschken. 

207. grossana Hw. (2258). 

Brünn (G. im 6 im Schebeteiner- und Schreib walde, selten), 
am Altvater (Wocke 5 — 7). Raupe in den Früchten von Fagus 
sylvatica, überwintern außerhalb derselben in einem weißen 
Gespinste (G.). 

208. splendana Hb. (2259). 

Fulnek (1 Stück in Jogs Busch am 31. Juli), Brünn (G. im 
6 in Eichenschlägen häufig). Raupe in Eicheln, nach Höfner und 
Mitterberger auch in Bucheckern. 

209. amplana Hb. (2260). 

Staudinger-Rebel-Katalog 1901 und Spuler, im 6, 7. Raupe 
in den Früchten der Eiche und Buche, in Nüssen und Haselnüssen. 

Ancylis Hb. 

210. derasana Hb (2263). 

Brünn (G. 5, 6, Schreibwald, Pulvertürme, nicht häufig), 
Spuler 5, 6 und 8. Raupe fand G. auf Rhamnus cathavtica, sonst 
Cornus sanguinea, Schlehen etc., wo sie die Blattränder nach 
unten umschlägt. 

211. lundana F. (2264). 

Fulnek (in Schießls Wald am 4. Juni), Brünn (G. im 6, 
einmal auch noch 11. August im Schreibwalde, am Hadiberg, bei 
Eichhorn und Schebetein, in jungen Eichenwäldern, nicht selten). 
Die Raupe fand G. an Orobus vernus, sonst Vicia sepium, Tri- 



288 



folium und anderen; nach G. jung in umgebogenen Blatträndern, 
später in schotenförmig zusammengesponnenen Blättern. 

2J2. myrtillana Tr. (2266). 

Altvater (Götschmann), Nikolsburg (5, 6 am heiligen Berg 
in der Dämmerung, nicht selten, von Heidelbeeren keine Spur), 
Fulnek (Jogs Busch, Hirschberg im Mai, im Jahre 1912 noch 
Ende Juli, auch hier keine Heidelbeeren). Raupe auf Heidel- 
beeren, gewiß auch an anderen Pflanzen. 

213. siculana Hb. (2267). 

Fulnek (im Hausgarten und in Jogs Busch im Mai und 
wieder ab Mitte Juli in 2. Gen.), Brünn (G. 5 und von Mitte 
6 — 7 auf dem Kuhberge, Hadiberg, bei Czernowitz auf sonnigen 
mit Gesträuch bewachsenen Lehnen häufig), Spuler 6 und 8, 9. 
Raupe an Rhamnus cathartica, Cornus sanguinea, Ligustrum und 
anderen, jung in umgeschlagenen Blatträndern, später zwischen 
flach zusammengezogenen Blättern (G.). 

214. comptana Froel. (2270). 

Brünn (G. Auf. 5 im Föhrenwäldchen hinter Schimitz, 
Schreibwald), Spuler 4, 5 und 7, 8. Raupe polyphag an Sträuchern 
und Kräutern. 

215. unguicella L. (2271). 

Brünn (Kupido 5 auf Heideplätzen), Spuler 4—6 und Ende 
7, 8. Raupe an Calluna, Höfner vermutet sie auch an Heidel- 
beeren. 

216. uncana Hw. (2272). 

Brünn (G. 4 — 6 auf dem roten Berge und im Schreib walde, 
nicht selten), Fulnek (Jogs Busch 29. Juni). Raupe an Calluna, 
auch Birken. 

217. biarcuana Stph. (2273). 

Brünn (G. 5, 6 in Waldschlägen), im höheren Gebirge 
(Wocke noch im 7). Fulnek (Jogs Busch am 26. Mai). Raupe 
auf Wollweiden (Salix caprea) in eingerollten Blättern. 

217. a) diminutana Hw. (2276). 

Fulnek (unter Jogs Busch am 13. Juni). Raupe auf Weiden- 
arten zwischen schotenförmig zusammengesponnenen Blättern. 

218. mitterbacheriana Schiff. (2277). 

Fulnek (auf dem Hirschberge und bei Jogs Busch von 
Mitte Mai bis Ende Juni), Nikolsburg (6 im Hausgarten, abends), 



289 



Spuler 4 — 7. Raupe auf Eichen, Buchen, nach Höfner auch an 
Haseln und Sorbus- Arten. 

219. upupana Tr. (2279). 

Brünn (G. ö, 6 im Holaseker und Czernowitzer Walde, nicht 
selten), Spuler in 2. Gen. im 7). Raupe auf Ulmen, Eichen, Birken 
zwischen zwei zusammengesponnenen Blättern. 

220. laetana (lactana) F. (2280). 

Fulnek (im Hausgarten und bei Jogs Busch von Mai bis 
Ende Juli nicht selten), Brünn (G. 4, 5 im Karthäuserwalde), 
Spuler 5 — 7. Raupe fand G. auf Populus tremula, entweder in 
nach unten umgelegten Blatträndern oder zwischen zwei an ein- 
ander befestigten Blättern, deren oberes verdorrt ist. 

Rbopobota Ld. 

220. a) naevana Hb. (2281). 

Fulnek (Hausgarten 6. August). Raupe hier auf Apfelbäumen. 

Dichrorampba Gll. (Hemimene Hb.). 

221. sequana Hw. (2282). 

Brünn (G. um Schlehen am Kuhberge), Spuler 5, 6. Raupe 
in der Wurzel von Achillea millefolium und Tanacetum. 

222. petiverella L. (2284). 

B rünn (G. 7, Spielberg, Kleidofka, gelber Berg, nicht häufig) 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (7 nicht selten). Spuler 5 — 8 in 
2 Gen. Raupe in den Wurzeln an Achilea millefolium und Chry- 
santhemum corymbosum. 

223. alpinana Tr. (2285). 

Fulnek (Kapuzinerberg, Hausgarten, Feldweg zu Jogs Busch, 
Mitte Juni, Juli häufig)/ Brünn (G. mit der Vorigen, auch am 
roten und Schimitzerberg, auf Schafgarbenblüten häufig), Nikols- 
burg (23. Juni am heil. Berg), Spuler 5 — 8 in 2 Gen. Raupe 
fand G. im Wurzelkopfe von Achillea millefolium, sonst auch 
Tanacetum und Senecio. 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 19 



290 



224. simpliciana Hw. (2288). 

Brünn (G. im 7, 8 an Nesseln). Raupe im Wurzelstocke 
von Artemisia vulgaris, nach Höfner oft mehrere in einer Pflanze. 

224. a) alpestrana H. S. (2296). 

Det. G. Höfner, möglicherweise mit apinana Tr. geirrt. 
Fulnek (Schloßberg am 21. Juni). Raupe in der Wurzel von 
Ach. ptarmica. 

225. acuminatana Z. (2298). 

Brünn (G. 5, 6 auf der Karthäuser Wiese, selten). Raupe 
im Wurzelstocke von Chrysanthemum leucanthemum und Tana- 
cetum. 

226. cacaleana H. 8. (2300). 

Spieglitzer Schneeberg und Altvater (Wocke 7 in lichten 
Fichtenwäldern) auf ersterem auch nach Götschmann. Raupe in 
der Wurzel von cacalia. 

Lipoptycba Ld. 

227. gruneriana H. S. (2305). 

Brünn (G. 5, Anf. 6 auf dem Obrzaner-, Zazovitzer- und 
Karthäuser Berge, selten). Raupe nach G. in der Stockwurzel 
und den Stengeln von Anthemis tinctoria, wo sie auch über- 
wintert und sich im Frühling verpuppt. 

257. plumbana Sc. (2309). 

Nikolsburg (6. Juni), Fulnek (Kapuzinerberg und Jogs 
Busch, im Juni, nicht häufig), Brünn (G. 6, 7 bei Obrzan, im 
Schreib walde, Karthäuser Waldwiese, nicht häufig), Spuler 5 — 8 
in 2 Gen. Raupe in den Wurzeln von Achillea und Chrysan- 
themum, nach Höfner auch in Artemisia vulgaris und campestris. 



291 



1 

1 

In Mähren vorkommend 


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Anmerkung 


Acalla abietana Hb. . . . 


— 


+ 


+ 




„ permutana Dup. . . 


+*) 


— 




Nordgrenze. 


„ boscana F 


j + 


— 


+ 




Dichelia rubicundana H. S. 




— 


+ 


Südgrenze. 


Cacoecia Hb. decretana Tr. 


— 


+ 


+ 




„ semialbana Gn. . 


+ 


— 


+ 




„ aeriferana H. S. . 


— 


— 






Eulia ochreana Hb 


+ 


— 


+ 




„ politana Hw 


+ 


— 


+ 




„ rigana Sodof. . . . 


+ 


+ 






Tortrix rogana Gn. . . . „ 


1 — 


+ 


+ 




„ dumetana Tr. . . . 


+ 


— 


+ 




Dolopl. punctulana Schiff. 


+ 


+ 


— 


Nordgrenze. 


Anisotaenia rectifasciana 










Hw 


+ 




— 


dsgl. 


Lozopera flagellana Dup. . 


— 


— 


— 


dsgl. 


Conchylis atricapitana 










Stph 





— 


— 




Conchylis rupicola Curt. . 


+ 


— 


+ 




„ dipoltella Hb. . 


+ 


+ 






„ zephyrana Tr. . 


+ 


+ 


— 




„ kindermanniana Tr. 


+ 




+ 




Eux. angustana Hb. . . 


— 


+ 


+ 




Phtheochroa pulvillana H. S. 


+ 


— 


+ 


Ostgrenze. 


Hysterosia inopiana Hw. . 




— 


+ 


Nordgrenze. 


Carposina scirrhosella H. S. 


f 


— 


— 


Olethreutes scriptana Hb. . 


+ 


— 


f 




„ capreana Hb. . 


4- 


— 


+ 




„ sororculanaZett 


— 


+ 


■+ 




„ penthinana Gn. 










„ capreolanaH. S. 


+ 


— 


+ 




„ charpenteriana Hb. 


+ 








Polychrosis botrana Schiff. 


+ 


+ 


— 


Nordgrenze. 


Steganopt. nigromaculana 










Hw 


+ 




+ 




GypsonomaneglectanaDup. 






+ 




Rhyac. hastana Hb 


+ 

1 









') -f bedeutet das Vorkommen, — das Nichtvorkommen. 

19* 



292 



In Mähren vorkommend 


In den Nachbar- 
ländern 


Anmerkung 




Nieder- 
Oesterr. 


Böhmen 


Schlesien 


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— 


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„ fissana Froel. . . 


+ 


+ 








„ orobana Tr. . . . 




+ 


+ 






„ janthinana Dup. . 


+ 




+ 






Carpocapsa amplana Hb. . 






+ 






Ancylis sequana Hb. . . . 


+ 










Lipopt. gruneriana H. S. . 


+ 






Nordgrenze. 





Bemerkenswert sind sonst noch Öenophthira histrionana Froel. 
und murinana Hb., die in Mähren wahrscheinlich die Ostgrenze 
erreich en. 

In allen drei Nachbarländern kommen vor : 
Acalla cristana F., umbrana Hb., logiana Schiff., roscidana 
Hb. ; lipsiana Schiff., quercinana H. S., Cacoecia piceana L., Eulia 
oxyacanthana H. S., Cnephasia incertana Tr., Exapate congela- 
tella CL, Conchylis hybridella Hb., rutilana Hb., decimana Schiff. - 
Evetria margarotana H. S., Olethreutes schreberiana L , iDundana 
Schiff., betulaetana Hw., roseomaculana H. S., arbutella L., bran, 
deriana L., Cymolomia hartigiana Rtzb., Exartema latifasciana 
Hw., Steganoptycha signatana Dgl., ustomaculana Curt., subse- 
quana Hb., rubiginosana H. S., cruciana L., Gypsonoma aceriana 
Dup., Epiblema infidana Hb., albidulana H. S., fulvana Stph., 
expallidana Hw., bilunana Hw., crenana Hb., Grapholitha zebeana 
Rtzb., corollana Hb., scopariana H. S., coniferana Rtzb., pallifron- 
tana Z., discretana Wck., aurana F., Pamene hmbriana Hw., 
argyrana Hb., splendidulana Gn., juliana Curt., insulana Gn., 



293 



populana F., trauniana Schiff., germana Hb., Ancylis tineana Hb., 
Dichror. distinctana Hein, und plumbagana Tr. zusammen 52 Arten. 

V. Glyphipterygidae. 

A. Choreutinae Spuler. 

Simaethis Leach. 

1. pariana Cl. (2315). 

Brünn (G. 7 und 9 am gelben und Hadiberge, nicht selten). 
Raupe fand G. an der Oberseite zusammengezogener Apfelblätter ; 
sonst Schlehen, Weißdorn, Birken, Ebereschen. Verpuppung nach 
(x. an der Blattunterseite in einem vierfachen Puppengehäuse. 

2. fabriciana L. (2318). 

Brünn (G. 5 und 8 im Czernowitzer Wäldchen, nicht häutig), 
Ostrauer Gebiet (Waw.), am Leiterberg (Koienati), Altvater 
(Wocke Ende 7), Nikolsburg (8. September im Hausgarten), 
Spuler 5 und vom Herbst bis Frühjahr. Raupe an Brennesseln, 
Parietaria und Symphitum an versponnenen Blättern. 

B. Glyphipteryginae Spuler. 

Millieria Rag. (Milliereia), bei Spuler zu den Choreutinae 
gestellt. 

3. dolosana H. S. (2319). 

Brünn (G. im Frühjahr und 9, 10, e 1. auch Mitte 7 auf 
dem gelben Berge und bei Czernowitz). Raupe fand G. an 
Aristolochia clematitis auf der Unterseite ruinierend, oft bis vier 
Stück in einem Blatt, wo sie sich auch verpuppen. 

Glyphipteryx Hb. 

4. bergstraesserella F. var. pietruszkii Now. (2323 a). 
Altvater und Janowitzer Haide (Wocke 6, auch Götsch- 

mann), die Stammform bei Zauchtel (Rebel 2. Juni). Raupe im 
Stengel von Luzulaarten, Höfner fand sie nur an den Samen. 

5. thrasonella Sc. (2326). 

Nikolsburg (20. Juni im Hausgarten). Raupe an Juncus und 
Drosera. 

6. haworthana Stph. (2329). 

Seefelder, Spieglitzer Schneeberg, Hochmoore des Gesenkes 
(Wocke 6, Anf. 7). Raupe nach Wocke in den Samen von Erio- 
phorumarten. 



294 



7. forsterella F. (2334). 

Brünn (G. 28. Mai bei der Thomaser Ziegelei und bei 
Zazowitz), Nikolsburg (Ende 5, Anf. 6 am heil. Berg in der 
Dämmerung, einzeln). Raupe nach Höfner an den Samen von 
Dactylis glomerata. 

C. Douglasiinae Spul. 
Tinagma Z. 

8. perdicellum Z. (2337). 

Brünn (G. 5 und 6), Ramsau (Nagel). Raupe miniert in 
Fragaria, Rubus, Potentilla. 

Von den genannten Arten fehlen haworthana Stph., forste- 
rella F. und dolosana H. S. in Böhmen, letzere auch in Schlesien, 
sie erreicht in Mähren die Nordgrenze ihrer Verbreitung. 

In allen 3 Nachbarländern finden sich : Choreutis mylle- 
rana F., Glyphipteryx equitella Sc., fischeriella Z. und Douglasia 
transversella Z., also 4 Arten. 

VI. Yponomeutidae. 

A. Yponomeutinae. 

Scytbropia Hb. 

1. crataegella L. (2350). 

Brünn (G. im 8 unterm Hadiberg, häufig). Raupe fand G. 
gesellig an Schlehen (sonst Crataegus und Pyrus) gesellig in weit- 
läufigen Gespinsten, wo sie sich auch verpuppt. 

YpOnOmeUta Latr. (Hyponomeuta). 

2. plumbellus Schiff. (2357). 

Fulnek ^am Kapuzinerberg Ende Juli, August an Baum- 
stämmen und Planken), Brünn (G. 7, Anf. 8 im Schebeteiner- ; 
Karthäuser- und Schreibwalde, nicht selten), Neutitschein (Otto 
7. August), Nikolsburg (22. Juli am heil. Berg nicht häufig). 
Raupe nach G. an Evonymus, Rhamnus, Prunus und anderen, 
wie die folgenden Arten gesellig in großen Gespinsten. 

3. padellus L. (2359). 

Fulnek (Kapuzinerberg Juli bis August, die Raupe noch 
Mitte Juni, häufig), Brünn (G. im 8), Neutitschein (Otto 16. Juli\ 
Nikolsburg (am heil. Berg Ende 6, 7 häufig). Raupe auf Schlehen, 
Weißdorn, Ebereschen. 



295 



4. mallinellus Z. (2363). 

Brünn (G. 6, 7 in Obstgärten, häufig), Neutitschein (Rebel 
an Zwetschkenbäumen als Schädling), Fulnek (7 häufig), Muglitz 
(Zinburg), Nikolsburg (in Obstgärten). Raupe gesellig an Apfel- 
zweigen, in manchen Jahren schädlich. 

5. cognatellus Hb. (2365). 

Brünn (G. im 7 verbreitet und gemein). Raupe gesellig an 
Evonymus europaeus. 

6. evonymellus L. (2366). 

Iglau (Fritsch), Nikolsburg (unterm heil. Berg im 7 häufig), 
Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (Kapazinerberg im Juli, Anfang 
August, nicht häufig). Raupe gesellig an Prunus padus. 

Swammerdamia Hb, 

7. combinella Hb. (2367). 

Brünn (G. in Hecken), Waldblöße bei Spieglitz (Götsch- 
mann 7), Spuler 4, 5. Fulnek (1 Stück am 15. Juni an der 
Bretterwand auf dem Kapuzinerberge). Raupe an Schlehen und 
Pflaumen, nach Höfner gesellig. 

8. lutarea Hw. (2372). 

Waldblöße bei Spieglitz (Götschmann im 7), Spuler 5, 6 
und 8. Raupe auf Weißdorn und Ebereschen, nach Höfner einzeln 
zwischen zwei zusammengesponnenen Blättern. 

9. pyrella Vill. (2374). 

Nikolsburg (17. Mai am Licht), Fulnek (Kapuzinerberg 
Ende Mai, Juni und e 1. wieder am 12. Juli), Brünn (G. 5 — 8 
auf dem gelben und Karthäuser Berge, im Schreibwalde etc. in 
der Dämmerung an Schlehen häufig. Die Raupe fand G. an 
Schlehen und Apfelbäumen, nach Anderen auf Birnbäumen, 
Prunus cerasus, domestica, an der Blattoberseite, welche kahn- 
förmig zusammengesponnen wird. 

Atemelia H. S. 

10. torquatella Z. (2384). 

Brünn (G. 5 in jungen Birkenbeständen, z. B. im Schreib - 
walde, zuweilen häufig), Spuler 5, 6 und 8. Raupe fand G. an 
jungen Birkenpflanzen, sonst auch in Ulmen minierend, nach 
Höfner auch an Weißdorn in großen blasigen Minen. 



296 



B. Argyresthiinae. 

Argyrestbia Hb. 

11. conjugella Z. (2393). 

Waldblöße bei Spieglitz (Götschm.), Spuler 5 — 7. Raupe in 
Ebereschbeeren, möglicherweise auch an anderen Pflanzen. 

12. mendica Hw. (2397). 

Brünn (G. 6). Raupe in Blutenknospen von Pflaumen und 
Schlehen. 

12. a) spiniella Z. (2402). 

Fulnek (Jogs Busch und ober Pollak Ende 6 ; 7). Raupe in 
den Blütenknospen von Prunus spinosa. 

13. ephippella F. (2404). 

Fulnek (Jogs Busch, ober der Gerlsdorfer Kirche etc. Ende 
Juni, Juli häufig), Brünn (G. von Mitte 6 — 7 um Strauchwerk), 
Nikolsburg (Ende 6, 7 am heil. Berg in der Dämmerung häufig). 
Raupe in den Knospen von Pyrus, Prunus, Crataegus, Sorbus. 

14. nitidella F. (2405). 

Fulnek (besonders unter Jogs Busch im Juni und Juli 
geradezu massenhaft), Brünn (G. 6, 7 um Weißdorn und Ahorn, 
häufig). Raupe in Weißdornknospen, aber auch an Prunus, Pyrus, 
Acer, Berberis etc. (Mitterberger). 

14. a) retinella Z. (2414). 

Fulnek (Jogs Busch am 16. Juni). Raupe in den Knospen 
und Trieben von Sahlweiden, Birken und Eichen. 

15. fundella F. R. (2415). 

Waldblöße bei Spieglitz (Götschm. 7), Zauchtel (Rebel). 
Raupe an Pinus picea, nach Höfner auch sylvestris. 

16. abdominalis Z. (2410). 

Im Gebirge nach Wocke bis Anfang 8 verbreitet. Raupe in 
den Juniperusnadeln. 

16. a) Cornelia F. (2416). 

Fulnek (Friedhof 15. Juni). Raupe in den Knospen von 
Pyrus malus und Sorbus. 

17. sorbiella Tr. (2417). 

Beim Ochsenstalle am Altvater (Wocke Ende 7), bei 
Spieglitz (Götschmann 7). Raupe in den Knospen von Sorbus und 
Cotoneaster. 



297 



18. pygmaeella Hb. (2419). 

Fulnek (Jogs Busch und Schloßberg- 2. Hälfte Juni und 
1. Hälfte Juli nicht selten), am Altvater (Kolenati 8, 9 sehr 
häufig an Wollweiden), Spuler 6, 7. Raupe in Knospen und 
Kätzchen von Salix caprea. 

19. goedartella L. (2420). 

Fulnek (im Jahre 1912 an allen Waldrändern im Juli häufig, 
darunter auch die ab. splendida Reutti), Brünn (G. 6—8 im 
Schreib- und Czernowitzer Walde und hinter Karthaus um Birken 
und Erlen häufig). Die Puppe fand G. unter der Rinde alter 
Rüsternstämme, die Raupe lebt an den Kätzchen von Birken und 
Rüstern, verpuppt sich in der Erde. 

20. brockeella Hb. (2421). 

Brünn (G. ö, 6 und 8 im Schreibwalde), Spuler 6, 7. Raupe 
in Birkenknospen, nach Höfner auch in den Kätzchen. 

20. a) certella Z. (2429). 

Fulnek (alter Friedhof, Schloßberg, Juni, Anf. Juli). Raupe 
in den Mittelknospen und Zweigen von Pinus- Arten. 

21. glabratella Z. (2432). 

Altvater (Kolenati 8, 9 in den obersten Fichtenbeständen, 
sehr häufig), Spiegl. Schneeberg (Götschmann 7), Spuler 6, 7. 
Raupe in Knospen und Zweigen von Pinus abies. 

Cedestis Z. 

22. gysselinella Dup. (2435). 

Fulnek (bei Jogs Busch in der 2. Hälfte Juni und Anfang 
Juli einige Falter erbeutet), Nikolsburg (5, 6 am heil. Berg nicht 
häufig), Spuler 6, 7. Raupe zwischen Pinus-Nadeln in lockerem 
Gespinste. 

22. a) farinatella Dup. (2436). 

Fulnek (Kapuzinerberg je 1 Stück am 29. Mai und 17. Juni), 
Spuler stellt für diese Art die Gattung Dyscedestis auf. Raupe 
in den Nadeln von Pinus silvestris. 

Ocnerostoma Z. 

28. piniariella Z. (2437). 

Brünn (G, Ende 4, 5 und 7, 8 in allen jungen Föhren- 
beständen, z. B. im Schreibwalde, häufig). Die Raupe fand G. in 



298 



den Nadeln junger Föhren minieren d, nach Mitterberger auch 
an Tannen. 

Swammerdamia lutarea Hw. fehlt in Niederösterreich 
Argyresthia glabratella Z. in Niederösterreich und Böhmen, 
Argyresthia retinella Z. in Böhmen. 

In allen 3 Nebenländern finden sich Yponomeuta viginti- 
punctatus Rtz, irrorellus Hb., Swammerdamia compunctella H. S., 
Argyresthia albistria Hw., andereggiella Dup., arcenthina Z., 
illuminatella Z., zusammen daher 8 Arten. 

VII. Plutellidae. 

A. Plutellinae. 

Eidophasia Stph. 

1. messingiella F. R. (2438). 

Im Gesenke (Wocke Ende 6, 7 in feuchten Schluchten und 
an Abhängen). Raupe an Cardamine amara ; zwischen zwei zu- 
sammengesponnenen Blättern. 

Plutella Schrk. 

2. porrectella L. (2444). 

Brünn (G. 5, 6 und 9, 10 auf dem Spielberge im Grase), 
Spuler 5 und 7. Raupe nach G. an Anchusa offieinalis, nach 
Spuler an Hesperis matronalis. 

3. maculipennis Curt. (2447). 

Brünn (G. den ganzen Sommer hindurch verbreitet und 
häufig, er nennt sie Plut. xylostella L. und zitiert dabei H. Sch. 
IV, pag. 106 was auf diese Art hinweist), Zauchtel (Rebel), Fulnek 
(von Ende Mai ab bis in den August, überall sehr häufig), in 
den Tälern des Altvatergebirges (Kolenati, Wocke Ende 7), 
Spieglitzer Schneeberg (Götschm.), Nikolsburg (am Galgen- und 
heil. Berg im 6, 7 häufig). Raupe nach G. an Cruciferen (Kohl etc.), 
nach Nickerl zuweilen an Kraut- und Kohlpflanzungen schädlich. 

4. senilella Zett. (2449) 

Bei Karlsbrunn und am Spieglitzer Schneeberg (Wocke Ende 
5, 6 in schattigen Tälern), auf letzterem auch nach Götschmann. 
Raupe an Arabis. 



299 



Gerostoma Latr. 

5. vitella L. (2451). 

Nach Spuler und Anderen enden alle diese Arten auf um 
und nicht a. Brünn (Kupido 7 an Baumstämmen selten). Die 
Raupe an Ulmen, Buchen, Eichen, Geißblatt. 

6. sequella Cl. (2453). 

Brünn (Kupido im Frühjahr und 8 ; G. Ende 6, 7 an 
Baumstämmen), bei Spieglitz (Götschmann 7). Raupe auf Sahl- 
weiden, Linden, Ahorn in zusammengerollten Blättern. 

6. a) parenthesella L. (2467). 

Fulnek (Schloßberg am 6. Juli). Raupe auf Buchen und 
Hainbuchen zwischen zusammengezogenen Blättern. 

7. radiatella Don. (2466). 

Brünn (G. Ende 6 und überwintert Ende 2 bei Karthaus). 
Raupe auf Eichen und Buchen, nach Höfner auch auf Ulmen, 
Pappeln, Linden etc. 

8. sylvella L. (2471). 

Fulnek (in Jogs Busch Juli bis August, auch e 1. gezogen), 
Brünn (G. 8, 9 in Eichenbüschen). Raupe an Eichen. 

9. lucella F. (2472). 

Fulnek (im Juli in Jogs Busch nur vereinzelt), Brünn (G. 7 
in Waldschlägen in dürrem Laube häufig). Raupe auf Eichen 
und Buchen (Höfner). 

10. alpella Schiff. (2473). 

Brünn (G. einmal im 8). Raupen auf Eichen. 

11. persicella F. (2474). 

Brünn (Gärtner im 6 und 9 in den Weingärten und am 
gelben Berge etc. nicht selten), Nikolsburg (6, 7 und 9 am heil. 
Berg und im Hausgarten, in der Dämmerung nicht häufig). 
Raupe fand G. auf Persica vulgaris an der Blattunterseite; sonst 
Prunusarten. 

12. asperella L. (2475). 

Brünn (G. 6, 7 und Spätherbst, auf dem gelben Berg, bei 
Malomierzitz etc., überwintert). Raupe auf Obstbäumen, besonders 
Aepfeln, sonst auch Prunus und Crataegus. 

13. scabrella L. (2477). 

Brünn (Kupido Ende 6, sehr selten). Raupe auf Pyrusarten. 

14. nemorella L. (2479). 

Altvatergebirge (Wocke 7 um Lonicera). Raupe an Loni- 
cera nigra. 



300 



15. falcella Hb. (2481). 

Altvatergebirge (Wocke Ende 7 in den Tälern, seltener wie 
die Vorige), bei Spieglitz (Götschmann 7). Raupe auf Lonicera 
nigra. 

16. xylostella L. (2482). 

Nikolsburg (im 7 vereinzelt im Hausgarten), Brünn (nach 
Gärtners Sammlung), Ostrauer Gebiet (Waw.), Neutitschein (Skala), 
Fulnek (Ende 6, 7 auf dem Kapuzinerberg). Raupe an Geißblatt 
und anderen Gartensträuchern, die spindelförmigen Kokons fand 
ich in größerer Zahl an Gartenmauern. 

Theristis Hb. 

18. mucronella Sc. (2484). 

Brünn (G. im Frühling und Herbst, e 1. im 7), Spuler von 
8 ab. Die Raupe fand Gärtner auf Eichen, nach Spuler lebt sie 
an Evonymus. 

Eidophasia messingiella F. R. fehlt Böhmen, Plutella seni- 
lella Zett. Nieder- Oesterreich, Cerostoma persicella F. Schlesien, 
letztere erreicht in Mähren die Nordgrenze ihrer Verbreitung. 

In allen 3 Nachbarländern wurden gefunden: Cerostoma 
horridella Tr., Orthotaelia sparganella Thnbg. zusammen 2 Arten 

VIII. Gelechiidae. 

A. Gelechiinae. 

Metzneria Z. 

1. paucipunctella Z. (2487). 

Brünn (G. 5 auf dem roten Berg und im Schreibwalde, 
ziemlich selten), Nikolsburg (Galgen- und heil. Berg im 6 in der 
Dämmerung, nicht häufig). Die Raupe fand G. im Fruchtboden 
von Anthemis tinctoria, sonst auch Centaurea paniculata. 

2. lappella L. (2491). 

Brünn (G. 6 abends bei Czernowitz), Nikolsburg (6 bis 
Mitte 7 auf dem heil. Berg und auf der Haidspitz, auch am 
Licht, nicht häufig). Die Raupe nach Gärtner in den Samen- 
köpfen von Arctium lappa, nach Höfner auch an den Samen von 
Carduus und Carlina. 



301 



3. carlinella Stt. (2496). 

Brünn (G. im 6 im Schreibwalde und auf dem Karthäuser 
Berg). Die Raupe fand G. in den Samenköpfen der Carlina 
vulgaris. 

Platyedra Meyr. 

3. a) villela Z. 

Nikolsburg (18. Juli am Licht unterm heil. Berg). Raupe 
anscheinend unbekannt. 

Bryotropha Hein. 

4. terrella Hb. (2510). 

Fulnek (vor Schießls Wald ; Jogs Busch im Juni, Juli ver- 
breitet und recht häufig), Brünn (G. 7 häufig, Spiel- und Karthäuser 
Berg, Schreibwald etc.), Nikolsburg. Raupe fand G. an Gräsern, 
deren Blätter zu einer Röhre zusammengesponnen oder spiral- 
förmig gedreht waren. 

4. a) decrepidella v. lutescens Const. (2511a). 
Nikolsburg (7. Juni), Fulnek (Jogs Busch am 17. Juni). 

Raupe unbekannt. 

5. senectella Z. (2520). 

Im Gebirge verbreitet (Wocke bis Mitte 7). Raupe an Mauern 
unter Moos. 

6. umbrosella Z. (5230) = 

Mähr. Saalwiesen (Götschmann 7). Ob Gärtners umbrosella 
Zell., affinis Haw. hieher gehört, ist fraglich, er fand die Raupe 
in den Blütenköpfen von Anthyllis vulneraria, nach Spuler lebt 
sie in Moos. Fulnek (Jogs Busch am 5. Juli). 

ßelechia Z. 

7. pinguinella Tr. (2538). 

Fulnek (1 Stück am 9. Juli am Kapuzinerberg an einem 
Baumstamme), Brünn (Kupido 6 — 8 an Pappelstämmen), Nikols- 
burg (1 .$ am 12. Juli im Hausgarten). Raupe an Populus pyra- 
midalis und nigra zwischen zusammengezogenen Blättern. 

8. rhombella Schiff. (2543). 

Neutitschein (Otto 16. August). Raupe auf Pyrusarten wie 
die Vorige. 

8. a) spurcella H. S. (2553). 

Zauchtel (Rebel 14. August am Pohorschberg). Raupe an 
alten bemoosten Schlehen und Weißdornsträuchern. 



302 



9. flavicomella Z. (2572). 

Brünn (Gr. 5, 6 bei den Pulvertürmen). Die Raupe fand G. 
an Schlehensträuchen. 

10. velocella Dup. (2573). 

Brünn (G. im Frühjahr und 8 auf dem gelben und roten 
Berge, selten). Die Raupe fand G. an Rumex acetosella, in lockeren 
Gespinstschläuchen an den oberen Wurzelteilen und untersten 
Trieben. Verpuppung in der Erde, ein Teil der Puppen ergab 
die Falter im selben Jahre, ein Teil überwinterte. 

11. peliella Tr. (2578). 

Brünn (G. 7 am Kuhberg). Raupe im untersten Stengelteile 
von Rumex acetosella. 

12. ericetella Hb. (2580). 

Fulnek (im Mai in Jogs Busch), Brünn (G. 5 auf dem roten 
Berge häufig), Altvater (Götschmann in einer großen von infernalis 
H. S. schlecht zu trennenden Form), Nikolsburg (5 im Hausgarten 
und unterm heil. Berg am Licht häufig). Raupe an Calluna vul- 
garis und Erica in röhrenförmigen Gespinsten. 

13. lentiginosella Z. (2583). 

Brünn (G. e 1. 22. Juli bis 9. August). Raupe nach G. im 
Schreibwalde an Genista tinctoria in zusammengesponnenen 
Blättern, Verpuppung in der Erde. 

14. malvella Hb. (2593). 

Brünn (G. e 1. Ende 5), Spuler 6, 7. Die Raupe fand G. 
im Augarten an den Samen der Althaea rosea; sonst auch an 
Malva. 

15. galbanella Z. (2594). 

Fulnek (Jogs Busch am 25. Juni), Waldblöße bei Spieglitz 
(Götschmann 7). Raupe an Moos. 

16. solutella Z. (2603). 

Brünn (Gs. solutella F. R. dürfte doch wohl d iese Art sein 
er fand sie im 5, 6 sehr selten am Hadiberg). Raupe an Genista 
und Sarothamnus. 

17. diffinis Hw. (2611). 

Brünn (G. scabidella Z. im 6, Spiel-, gelber, roter Berg etc. 
nicht selten), Spuler 5, 6 und 7, 8. Raupe fand G. in den Wurzeln 
d er Festuca ovina, nach Spuler an Rumex acetosella. 

17. a) electella Z. (2613). 

Fulnek (Kapuzinerberg, Jogs Busch 6, Anf. 7). Raupe in 
Holzknoten an Pinus und Juniperus. 



303 



18. scalella Sc. (2615). 

Brünn (G. im 5, im Schreibwalde an Baumstämmen, selten), 
Spuler 4—6 und 9. Raupe an Moos. 

19. viduella F. (2618). 

Gipfel des Altvatergebirges und Spieglitzer Schneeberges 
(Wocke Ende 6, Anf. 7, selten), auf letzterem auch nach Götsch- 
mann. Raupe unbekannt, Höfner vermutet sie an Heidelbeeren 
oder Wachholder. 

20. maculatella Hb. (2623). 

Brünn (G. im 7, e 1. schon ab 20. Juni, auf dem Obrzaner 
Berge, selten). Raupe nach G. auf Coronilla varia, zwischen zwei 
lose zusammengesponnenen Blättchen. 

21. cytisella Tr, (2624). 

Brünn (G. einmal im 5 an trockenen mit Cytisus nigricans 
bewachsenen Hängen). Raupe an dieser Pflanze zwischen zusammen- 
gesponnenen Blättern. 

(Lita Tr.) 

22. artemisiella Tr. (2639). 

Fulnek (oberhalb der PoHalr sehen Fabrik am 1. Juli), 
Brünn (G. 5 — 6 überall mit der Futterpflanze, z. B. auf dem 
Spiel- und gelben Berge, bei Schimitz und Karthaus, häufig). Die 
Raupe fand G. in den zusammengesponnenen Endtrieben von 
Thymus serpyllum, sonst auch Artemisia campestris ; Verpuppung 
in der Erde. 

23. atriplicella F. R. (2642). 

Brünn (G. im 7 beim Spielberge), Spuler 5 und 7, 8. Die 
Raupe fand G. in den leicht zusammengesponnenen Endtrieben 
von Atriplex laciniata, sonst auch Chenopodium, nach Höfner auch 
Cirsium lanceolatum. 

24. obsoletella F. R. (2652). 

Brünn (G. vom Frühjahr bis Ende des Sommers auf der 
Futterpflanze häufig. Raupe fand G. beim Spielberg in den 
Stengeln von Atriplex laciniata, sonst auch Chenopodium. 

24. a) acuminatella Sirc. (2688). 
Nikolsburg (am 28. Juni). 

Die Raupe miniert in den Wurzelblättern von Cirsium - 
Centaurea- und Serratula- Arten, nach Höfner auch Carduus und 
anderen. 



304 



24. b) knaggsiella Stt. (2699). 
Nikolsburg (10. Juli). 

Raupe in den Samenkapseln von Stellaria holostea. 

25. maculea Hw. (2700). 

Brünn (Gärtner), Spuler 7, 8. Raupe in den Endtrieben 
und Samen von Stellaria holostea. 

26. fischerella Tr. (2718). 

Brünn (G. Ende 6, 7, Zazowitz, Schreibwald, häufig). Raupe 
nach G. an Sapon. officinalis in den zu einem verworrenen Knäuel 
zusammengezogenen Endtrieben. 

27. cauligenella Schmid (2721). 

Brünn (G. häufig im Schreibwalde, auf dem roten, Obrzaner 
und Zazowitzer Berge, e 1. 10. und 11. Juli). Die Raupe fand G. 
in Silene nutans, in der ersten Jugend in den Blattachseln, 
später in den Stengeln, wo sie starke Anschwellungen hervorruft. 

28. vicinella Dgl. (2725). 

Waldblöße bei Spieglitz (Götschmann im 7 an Tannen- 
stämmen). Die Raupe angeblich an Coronilla. 

29. tischeriella Z. (2727). 

Brünn (G. 7 im Schreibwalde, nicht häufig) ; . die Raupe 
lebt an Silene nutans. 

{Teleia Hein.). 

29. a) vulgella Hb. (2731). 

Fulnek (Kapuzinerberg am 16. Juni). Raupe zwischen 
zusammengesponnenen Blättern an Crataegus und Prunus. 

30. scriptella Hb. (2733). 

Brünn (G. im 5 im Schreibwalde, bei Czernowitz und 
Karthaus, nicht selten), Spuler 6, 7. Raupe fand G. auf Sträuchern 
des Feldahorns (Acer campestris) unter umgelegten Blatteilen. 

31. alburnella Dup. (2735). 

Brünn (G. einmal im 6, 7 im Schreibwalde). Raupe an 
Birken. 

32. fugitivella Z. (2746). 

Brünn (G. 6, 7 einmal an Ulmenstämmen). Nikolsburg 
(30. Juni), Fulnek (oberhalb Pollak am 22. Juni). Raupe fand G. 
^n Erica am roten Berg, nach Spuler an Ulmen, Ahorn, Eschen, 
Haseln, Linden. 

32. a) fugacella Z. (2747). 

Nikolsburg (16. Juni). Raupe an Ulmen. 



305 



33. humeralis Z. (2749). 

Brünn (G. einmal). Spuler von 8 ab überwinternd bis 4, 5. 
Die Raupe lebt auf Eichen, Cornus, Pistacia. 

33. a) proximella Hb. (2752). 

Fulnek ( Jogs Busch, Schloßberg, Ende Mai, Juni). Raupe 
auf Birken und Erlen. 

34. luculella Hb. (2761). 

Brünn (G. e 1. 24. Mai). Raupe auf Eichen, Ahorn und 
Birken. 

34. a) dodecella L. (2762). 

Zauchtel (Rebel). Raupe in Kieferntrieben, nach Höfner 
auch in Gespinsten zwischen den Nadeln. 

Acompsia Hb. 

35. populella Cl. (2771). 

Brünn (G. 6 — 8 bei der Kleidof ka und auf dem roten Berge, 
häufig). Fulnek (allenthalben, besonders auf dem alten Friedhofe 
im Juni, Juli häufig). Raupe an Moos. 

Tachyptilia Hein. 

36. populella Cl. (2776). 

Fulnek (im Hausgarten und auf dem Kapuzinerberg im 
Juni und Juli), Brünn (G. 6 — 8 an Baumstämmen im Karthäuser 
Walde und Schreib walde). Raupe fand G. auf Salix caprea und 
Populus tremula; sonst noch an Birken. 

37. scintilella F. R. (2779). 

Brünn (G. Mitte bis Ende 7 auf dem Hadiberg und der 
Zazowitzer Lehne, nicht selten). Raupe fand G. an Helianthemum 
vulgare die Endtriebe zusammenspinnend. 

38. subsequella Hb. (2783). 

Brünn (G. im 7 um Schlehen, z. B. bei den Pulvertürmen, 
nicht selten). Raupe nach G. an Schlehen. 

Acantbophila Hein. 

38. b) alacella Dup. (2785). 

Fulnek (je 1 Stück im Wohnzimmer und auf dem alten 
Friedhofe im Juli). Raupe angeblich an Flechten von Obstbäumen 
und Eichen (Höfner). 

Verhandlangen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 20 



306 



Xystopbora Hein. 

39. pulveratella H. S. (2787). 

Fulnek (oberhalb der Pollakschen Fabrik am 12. Juli), 
Brünn (G. einmal am 5. Mai bei der Kleidofka), Spuler Ende 
4, 5 und 7. Raupe an Coronilla varia, Medicago sativa, Lotus 
corniculatus ; nach Höfner auch an Achillea millefolium. 

40. tenebrella Hb. (2818), 

Fulnek (am 1. Juli oberhalb der Pollakschen Fabrik), Brünn 
(G. im 6 vorm. im Sonnenschein an der Futterpflanze auf dem 
roten und gelben Berg). Raupe fand G. in den unteren Teilen 
der Triebe und in den Wurzeln von Rumex acetosella. 

40. a) unicolorella Dup. (2821). 

Fulnek (Jogs Busch und oberhalb der Pollakschen Fabrik 
Ende 6, Anf. 7). Raupe anscheinend unbekannt. 

Anacampsis Hein. 

41. coronillella Tr. (2829). 

Brünn (G. 6 auf dem Hadi-, Obrzaner- und Karthäuser 
Berg, im Schreibwalde, nicht selten). Raupe nach G. in den 
jüngsten unteren Trieben der Coronilla varia, nach Höfner auch 
Vicia, Latkyrus, Astragalus, Genista, Ononis. 

42. biguttella H. S. (2830). 

Brünn (G. 6 bei Czernowitz, Kumrowitz, auf dem gelben 
Berge), Spuler 5, und 8, 9. Raupe nach G. an Medicago sativa 
an Flußdämmen etc. in länglichen geräumigen Blättergehäusen. 

43. anthyllidella Hb. (2835). 

Fulnek (am alten Friedhofe und oberhalb der Pollakschen 
Fabrik im Juni und Juli), Brünn (G. 5 — 8 in 2 Gen. auf dem Hadi- 
berg, im Schreib wald, nicht häufig). Raupe nach G. in Minen und 
schotenartig zusammengesponnenen Blättern an Anth. vulneraria; 
sonst Ononis spinosa, Onobrychis sativa, Trifolium pratense. 

44. vorticella Sc. (2841). 

Fulnek (in Schießls Wald und Jogs Busch im Juni und 
Juli), Brünn (G. 5 bis 8 in zwei Generationen im Schreib- und 
Karthäuserwalde, nicht häufig), Spuler 6, 7 (1 Gen.). Die Raupe 
fand G. zwischen zusammengezogenen Blättern an Cytisus biflorus 
und nigricans, nach Spuler dagegen an Lotus corniculatus. An 
letzteren fand G. die Raupe der Anac. ligulella V. (cinctella Tr.), 
welche wahrscheinlich mit vorticella identisch ist. G. gibt als 



307 



Hauptunterschied die bei liguella durchgehende weiße Binde (auf 
der Unterseite) an. während sie bei vorticella nur am Vorder- 
rande angedeutet ist. 

44. a) taeniolella Z. (2844). 

Fulnek (Jogs Busch am 12. Juli). Raupe an Kleearten 
(Lotus corniculatus, Medicago, Trifolium). 

Epithectis Meyr. 

45. mouffetella Schiff. (2850). 

Brünn (G. 6, 7 im Czernowitzer Wäldchen, selten), bei 
Karlsbrunn im Gesenke (Wocke Anf. 6). Raupe an Lonicera und 
Symphoria, nach Mitterberger auch an Sauerdorn. 

45. a) nigricostella Dup. (2855). 

Nikolsburg (Ende Mai). Raupe an Medicago sativa, zwischen 
versponnenen Blättern. 

Recurvaria H. S. 

46. leucatella Cl. (2873). 

Brünn (G. im 6 auf Apfelbäumen sehr häufig). Fulnek 
(Schloßberg und Kapuzinerberg im Juli einzeln). Raupe an Pyrus, 
Crataegus, Sorbus, Prunus, nach Mitterberger auch an niederen 
Pflanzen, nach Höfner in zusammengesponnenen Blätterballen. 

47. nanella Hb. (2874). 

Spuler stellt für sie die Gattung Hinnebergia auf. Fulnek 
(am Kapuziner berg, insbesondere an der Bretterwand von Ende 
Juni bis Ende Juli), Brünn (G. Ende 6 auf Obstbäumen sehr 
häufig), Nikolsburg (e 1. 25. Juni). G. fand die Raupe an wilden 
Zwetschgenbäumen, ich an Pflaumenbäumen^ sie lebt in jungen 
Trieben an Kern- und Steinobst, nach Höfner auch an Weißdorn. 

Stenolecbia Meyr. 

48. gemmella L. (2887). 

Brünn (G. im 8 im Schreibwalde um Eichen, selten), Spuler 
4, 5 und 8. Raupe im Mark der Zweigspitzen von Eichen. 

Argyritis Hein. 

48. a) pictella Z. (2890). 

Nikolsburg (15. Juni), Fulnek (im Hausgarten am 5. Juni). 
Raupe an Cerastium triviale, nach Höfner in seidenen Röhren 
am Stengel und an der Wurzel. 

20* 



308 



Chrysopora Clem. 

49. stipella Hb. (2894). 

Fulnek (auf dem alten Friedhofe am 5. Juni) ; Brünn (G. 5 
und 8 bei der Kleidofka, selten), var. naeviferella Dup. (G. ver- 
breitet und häufig). Raupe nach G. in Atriplex, sonst auch 
in Chenopodium minierend. 

50. hermanella F. (2896). 

Nikolsburg (im 6 im Hausgarten in der Dämmerung nicht 
häufig, Fulnek (Ende Mai, Juni am Kapuzinerberg). Spuler 6 
und 8. Raupe in Chenopodium und Atriplex. 

Brachmia Meyr. 

51. lutadella H. S. (2910). 

Brünn (G. 9. September im Czernowitzer Walde), Spuler 7. 
Raupe an Calamagrostis epigeios und Triticum repens zwischen 
zusammengerollten Blättern. 

Rhinosia Tr. 

52. ferrugella Schiff. (2924). 

Fulnek (Ende Juni, Juli verbreitet, insbesondere im J. 1912 
bei Jogs Busch massenhaft), Brünn (Gärtners Cerost. coriacella 
H. S.) im 5, 6 auf dem Hadiberge, der Zazowitzer Lehne, im 
Schreibwalde. Die Raupe fand G. auf Campanula persicifolia an 
der Unterseite in röhrenförmigen Gespinsten oder röhrig umge- 
legten Blatträndern. 

52. a) formosella Hb. (2926). 

Nikolsburg (24. Juni abends). Raupe anscheinend unbekannt 

Paltodora Meyr. 

53. striatella Hb. (2935). 

Brünn (G. 6 auf dem Karthäuser- und Obrzaner Berg, im 
Schreibwalde an blühenden Anthemis tinctoria ziemlich häufig), 
Nikolsburg (24. Juni), Spuler 7, 8. Die Raupe fand G. in den 
Samenköpfen genannter Pflanze, nach Spuler dagegen nur an 
Tanacetum. 

Mesophleps H. S. 

54. silacellus Hb. (2944). 

Brünn (G. einmal 3. Juli bei der Kleidofka), Nikolsburg 
(Ende 5 bis 6, einzeln am heil. Berg), Spuler 7, 6. Raupe an 
Helianthemum vulgare. 



309 



YpSOlOpiiS (Hypsolophus) Z. 

55. ustulellus F. (2951). 

Brünn (Kupido 5 im Schreib walde). Raupe auf Birken, Hain- 
buchen, Haseln. 

56. fasciellus Hb. (2952). 

Brünn (Kupido im 5 um Schlehen und Weißdorn), Nikols- 
burg (6. Juni im Hausgarten). Raupe an Prunus und Crataegus 
zwischen Blättern. 

57. barbellus Hb. (2958). 

Brünn (G. im 4 und Ende 6, e 1. im 7, auf dem gelben 
Berg; bei den Pulvertürmen), Spuler 5. Raupe auf Schlehen. 

Nothris Hb. 

58. marginella F. (2960). 

Brünn (G. im 6 auf der Zazo witzer Lehne), Spuler 7, 8. 
Die Raupe fand G. an Juniperus communis, in der ersten Jugend 
in den Nadeln urinierend, später in einem aus Nadeln zusammen- 
gesponnenen Ballen in einem röhrenförmigen Gespinste. 

59. verbascella Hb. (2961). 

Brünn (G. 5 und 7 in Holzschlägen, auch auf dem Spiel- 
berge, häufig), Spuler 3, 4 und Ende 6, 7. Die Raupe nach G. 
in Verbascum thapsus, in den einjährigen Pflanzen, und zwar 
sowohl in den Herztrieben als auch in den Blättern. 

Sophronia Hb. 

60. semicostella Hb. (2982). 

Brünn (G. 7 auf dem roten Berg, selten). Raupe unbekannt, 
nach Mitterberger in Gespinsten an den Wurzelblättern von 
Nelken. 

61. humerella Schiff. (2988). 

Brünn (G. e 1. 19. Mai, sonst 6, 7 im Schreibwalde und 
auf dem Hadiberge). Raupe an Artemisia campestris, Thymus, 
Achillea millefolium zwischen versponnenen Blättern. 

61. a) sicariella Z. (2989). 

Nikolsburg (Ende 6), Fulnek (Anfang Juli bei Jogs Busch). 
Raupe an Artemisia campestris. 

62. illustrella Hb. (2991). 

Brünn (G. 6 im Schreibwalde, sehr selten). Raupe unbe- 
kannt, nach Mann an Globularia. 



310 



Anarsia Z. 

63. spartiella Schrk. (2996). 

Brünn (G. im 7). Raupe nach G. an Genista tinctoria in den 
Mitteltrieben ; sonst auch Sarothamnus scoparius. 

64. lineatella Z. (2999). 

Brünn (G. 5 und 8 in Gärten an Baumstämmen). Raupe in 
jungen Trieben, bezw. in den Früchten von Prunus. 

Oegoconia Stt. 

64. a). quadripuncta Hw. (3050). 

Nikolsburg (11. Juli am Licht unterm heil. Berg). Raupe 
unbekannt. 

B. Blastobasinae. 
Endrosis Hb. 

65. lacteella Schiff. (3051). 

Brünn (G. das ganze Jahr hindurch, auch in Wohnungen, 
Friedland (Ende Juli, Skala), Fulnek (in der Wohnung einen 
großen Teil des Jahres hindurch). Raupe in Pilzen, Früchten, 
Mehl und Abfallstoffen, auch trockenen Insekten. 

C. Oecophorinae. 
Pleurota Hb. 

66. rostrella Hb. (3075). 

Nikolsburg (im 5 am heil. Berg in der Dämmerung, meist 
nicht selten), Spuler 6, 7. Raupe an Graswurzeln. 

67. pyropeHa Schiff. (3081). 

Brünn (G. 5, 6 auf dem Spiel- und gelben Berge, bei Karthaus 
und anderwärts sehr häufig). Nikolsburg (Ende 5, Anfang 6 am 
heiligen Berg sehr häufig). Raupe an Salbei (Salvia officinalis). 

68. bicostella Cl. (3116). 

Gemein bis auf den Kamm des Hochgebirges (Wocke 6, 7 
um Calluna). Raupe an dieser Pflanze, nach Mitterberger auch 
Erica und Vaccinium. 

Holoscolia Z. 

69. forficella Hb. (3121). 

Brünn (G. 5, 6 an trockenen kräuterreichen Stellen, z. B. 
am Spiel- und gelben Berge, im Schreibwalde, an Thymus sehr 
häufig). Raupe an Graswurzeln. Ei nach G. länglichrund mit 



311 



abgeflachten Polen, deren einer einen weiteren Umfang hat, 
alabasterweiß rieselig, nach 16 Tagen schlüpfen die Raupen. 

Dasystoma Gurt. 

70. salicella Hb. (3131). 

Brünn (G. 5 Schreibwald). Raupe polyphag, besonders auf 
Weiden, Schlehen, Sauerdorn und Rosen, Erlen, Birken, Ahorn, 
zwischen zusammengesponnenen Blättern (Höfner). 

Chimabache Z. 

71. phryganella Hb. (3132). 

Brünn (G. 10, 11 im Schreibwalde, bei der Kleidofka und 
im Karthäuser Walde, häufig). Raupe nach G. auf Eichen und 
Buchen zwischen zusammengesponnenen Blättern, nach Mitter- 
berger auch an Erlen und vielen anderen Laubbäumen. 

72. tagella F. (3133). 

Ostrauer Gebiet (Wawerka), Fulnek (Jogs Busch, Hirsch- 
berg etc. verbreitet und Ende 3 — 5 häufig), Brünn (G. 4, 5 auf 
der Karthäuser Straße etc. an Baumstämmen in Wäldern häufig), 
Friedland (Benirschke), Nikolsburg (25. April bei der Marien- 
mühle). Raupe polyphag auf Buchen, Eichen, Birken, Linden, 
Rosenbüschen und anderen, nach G. zwischen zwei zusammen- 
geklebten Blättern, wo sie sich noch im Herbst verpuppt. 

Semioscopis Hb. 

73. anella Hb. (3134). 

Brünn (G. Ende 3 im Schreibwalde). Raupe an Birken. 

74. strigulana F. (3135). 

Ostrauer Gebiet (Waw.), Brünn (G. 3 im Czernowitzerwalde, 
an Baumstämmen, nicht häufig). 

75. avellanella Hb. (3136). 

Brünn (G. im 3 im Schreibwalde), Nikolsburg (25. April 
im Stadtwalde an einem Birkenstamme). Raupe an Laubholz 
(Haseln, Birken, Eichen, Linden, Hainbuchen). 

Epigraphia Stph. 

76. steinkellneriana Schiff. (1338). 

Brünn (Kupido im Frühling). Raupe an Weißdorn, Schlehen, 
Ebereschen, Eschen, nach Höfner auch Eichen, zwischen zusammen- 
gezogenen Blättern. 



312 



Psecadia Hb. 

77. sexpunctella Hb. (3142). 

Brünn (G. 6, 7 am gelben Berg), Nikolsburg (11. Juli und 
13. August im Hausgarten am Liebt). Raupe in den Blüten von 
Ecbium vulgare). 

78. pusiella Roemer (3142). 

Altvater und Glatzer Gebirge (Wocke 7 verbreitet), Nikols- 
burg (1 Stück im 7 im Stadtwalde). Raupe nach Wocke gesellig 
an Pulmonaria officinalis und anderen Pflanzen, wie Silene, 
Lychnis, Urtica. 

79. bipunctella F. (3143)/ 

Brünn (G. 5 und 8 am gelben und Karthäuser Berge, bei 
Obrzan etc.), Ostrauer Gebiet (Waw.) ; Nikolsburg (29. Mai, 
22. Juli und 15. August im Hausgarten in der Dämmerung und 
am Licht), Spuler 5 und 8. Raupe nach G. gesellig an Echium 
vulgare, nach Höfher auch Anchusa und Cynoglossum. 

80. funerella F. (3146). 

Brünn (Kupido im 5 ziemlich selten). Raupe an der Blatt- 
unterseite von Lithospermum, Pulmonaria, Symphytum und Myo- 
sotis, nach Horner in einem Röhrengespinste. 

Depressaria Hw. 

81. costosa Hw. (3177). 

Fulnek (Jogs Busch am 27. Juni und 20. September), Brünn 
(G. im 7 im Schreibwald nicht selten), Spuler 5, 6. Gr. fand die 
Raupe an Genista tinetoria; sonst auch Sarothamnus und Cytisus. 

81. a) flavella Hb. (3181). 

Fulnek (Jogs Busch ganz defekt 6. Juni, frisch 11. Juli). 
Raupe an Centaurea und Scabiosa. 

82. pallorella Z. (3187). 

Nikolsburg (im 8, 9 in Anzahl unterm heil. Berg und im 
Hausgarten). Raupe an Centaurea-Arten, nach Mitterb. auch 
Scabiosa, Lappa, Genista etc. in Blattröhren. 

83. culcitella H. S. (3189). 

Brünn (G. e 1. 6. Juni, auf trockenen Anhöhen selten). 
Raupe in Blütenköpfen von Chrysanthemum corymbosum. 



313 



84. doronicella Wcke. (3191). 

Altvater (Kolenati sehr häufig), Altvatergebirge und Schnee- 
berg (Wocke Ende 7), auf letzterem auch nach Götschmann. 
Raupe an Blättern und Blüten von Doronicum austriacum, nach 
Höfner auch in denen von Cirsium heterophyllum. 

85. assimilella Tr. (3193). 

Brünn (G. Ende 5, 6 im Schreibwalde, nicht selten). Raupe 
an Sarothamnus scoparius nach G. an der Rinde und an den 
Knospen. 

86. atomella Hb. (3200). 

Brünn (G. 7, 8 in dürrem Laub). Raupe nach G. auf Genista 
tinctoria, Sarothamnus scoparius, Cytisus nigricans in Blattröhren. 

87. petasitis Stndf. (3203). 

Täler und Schluchten des Gesenkes und der Glatzer Gebirge 
(Wocke Ende 6, Anf. 7). Raupe in den Blütenstengeln von 
Petasites albus, später nach Mitterberger in knäuelförmigen 
Gespinsten an Blüten und Blättern. 

88. arenella Schiff. (3204). 

Brünn (G. Herbst verbreitet und häufig, überwintert), Ruine 
Hochwald (Rebel 20. September), Nikolsburg (25. März im Haus- 
garten am Köder). Raupe fand G. an Arctium lappa; sonst auch 
Centaurea, Cirsium, Scabiosa, Carlina in Blattröhren. 

89. propinquella Tr. (3205). 

Nikolsburg (31. März, 23. April), Brünn (G. e 1. ab 14. Juli, 
er fand die Raupe im Karthäuserwalde an Cirsium lanceolatum, 
sonst auch Arctium, Serratula, Carduus an der Blattunterseite in 
Röhren. 

90. laterella Schiff. (3207). 

Brünn (G. ab 7 überwinternd am gelben und Karthäuser 
Berg, bei den Pulvertürmen etc., selten), Nikolsburg. Raupe nach 
G. an Centaurea cyanus, zwischen der Länge nach zusammen- 
gesponnenen Blättern. 

91. ocellana F. (3224) 

Brünn (G. im 9 im Sobieschitzer Walde, in dürrem Laub, 
selten), Nikolsburg (18. Juli). Raupe auf Weiden (Salix caprea) 
an Blättern und jungen Trieben, nach Höfner in den Blattwickeln. 

92. alstroemeriana Cl. (3226). 

Nikolsburg (im Hausgarten 8, 9 und 5 in der Dämmerung 
häufig, überwinternd im Wohnzimmer). Raupe an Conium macu- 



314 



latum, nach Höfner in röhrenförmig zusammengezogenen Blatt- 
spitzen. 

93. purpurea Hw. (3228). 

Brünn (G. zweimal). Spuler von Ende 7 ab. Fulnek (Hirsch- 
berg 11. Mai und wieder im September). Raupe an Chaero- 
phyllum, Daucus, Toriiis, nach Höfner in Blattröhren der unteren 
Blätter. 

94. applana F. (3233). 

Fulnek (bei Jogs Busch Ende Juli ; im Blumenhause einige- 
male im Spätherbst), Neutitschein (Otto 20. August), Nikolsburg 
(von 7 ab überwinternd bis 3, 4 in der Dämmerung und am 
Köder im Hausgarten, häufig). Raupe an Chaerophyllum, Toriiis 
anthriscus und diversen Umbelliferen, nach Mitterberger wird die 
Blattspitze zu einer Röhre eingerollt. 

94. a) oinochroa Tur. (3251). 

Znaim 28. März 1880 (Verh. zool. bot. Ges. Wien 1889 
S. 310). Die Raupe dürfte unbekannt sein. 

95. cnicella Tr. (324K). 

Brünn (G. Ende 6, Anf. 7 verbreitet und nicht selten). Raupe 
fand G. an Eryngium campestre, wo sie die Blattlappen zusammen- 
spinnt und in einem beiderseits offenen ein Zoll langen Gehäuse 
lebt und sich auch hier verpuppt. 

96. hippomarathri Nick. (3255). 

Brünn (G. e 1. ab 28. Juni). Raupe fand G. häufig im Schreib- 
walde, am Hadi- und Karthäuserberge, auf der Zazowitzer Höhe 
an Seseli glaucum, zwischen den zu einem Bündel zusammen- 
gezogenen Blättern ; sonst auch an Helianth. vulgare. Verpuppung 
in der Erde. 

97. depressella Hb. (3261). 

Brünn (G. von 8— 10 auf dem Schimitzer Berg). Die Raupen 
fand G. in den Dolden von Daucus carota; sonst auch an Pasti- 
naca und Pimpinella, gesellig in röhrigen Gespinsten, wo sie sich 
auch verpuppen. 

98. pimpinellae Z. (3264). 

Brünn (G. ab Ende 9 auf dem Schimitzer Berg und im 
Schreib wal de). Die Raupe fand G. auf Pimpinella saxifraga, nach 
Höfner in senkrechten Gespinströhren zwischen den Dolden. 



315 



99. olerella Z. (3287). 

Brünn (G. im 8 auf dem gelben Berge, selten). Die Raupe 
fand G. auf Achillea millefolium zwischen zusammengesponnenen 
Blättern. 

100. albipunctella Hb. (3288). 

Brünn (G. im 7 im Karthäuserwalde). Raupe nach G. auf 
Chaerophyllum, Anthriscus, Daucus, Conicum in Blattröhren, oft 
auch frei an der Pflanze. 

101. pulcherimella Stt. (3293). 

Brünn (G. e 1. 15. Juni). Raupe an Pimpinella saxifraga, 
Bunium flexuosum, Cnidium venosum, Daucus, Valeriana. 

102. absinthiella H. S. (3298). 

Brünn (G. im 7 auf dem Kuh- und gelben Berge), Nikols- 
burg (16. Juli, 27. August, 17. Oktober). Die Raupe fand G. auf 
Artemisia absinthium in länglichen Blattgehäusen. 

103. artemisiae Nick. (3302). 

Brünn (G. e 1. ab 2. Juni). Raupe hinter Karthaus auf 

Artemisia campestris zwischen zusammengezogenen Mitteltrieben 
oder Stengelspitzen. 

EniCOStOma (Henicostoma) Stpb. 

104. lobella (um) Schiff. (3314). 

Brünn (G. in der 2. Hälfte 6 bei den Pulvertürmen auf 
Schlehen), Nikolsburg (16. Juni am Licht). Die Raupe lebt auf 
Schlehen. 

Ancbinia Hb. 

105. daphnella Hb. (3315). 

Im Glatzer und Altvatergebirge (Wocke Ende 6, 7 ver- 
breitet^ auf den mähr. Saalwiesen (Götschmann). Raupe an 
Daphne mezereum, nach Höfner in den Blattwickeln. 

Hypercallia Stph. 

106. citrinalis Sc. (3322). 

Brünn (G. einmal im 6 am Obrzaner Berge von Rosen 
geklopft). Raupe an jungen Trieben von Polygala chamaebuxus. 



316 



Carcina Hb. 

107. quercana F. (3323). 

Brünn (G. im 7 überall in jungen Laubwäldern), Ostrauer 
Gebiet (Waw.), Fulnek (Ende Juli 2 Stück in Jogs Busch). Raupe 
auf Rotbuchen, Eichen und Pyrus, nach G. in ein Blatt ein- 
gesponnen, wo sie sich auch verpuppt. 

Harpella Schrk. 

108. forficella Sc. (3329). 

Fulnek (am Kapuzinerberg 1 Stück schon am 3. Juni, auf 
dem Schloßberge am 10. Juli), Brünn (G. 7, 8 im Czernowitzer-, 
Obrzaner- und Schreibwalde, bei der Antoniusquelle, einzeln), 
Altvater (Wocke Ende 7 beim Ochsenstall). Raupe in der Rinde 
und im Holze morscher Eichen, Eschen und Birken, Mitterberger 
fand sie auch in Baumschwämmen (Polyporus fomentarius). 

Alabonia Wlsghm. 

109. geofrella (geoffroyella^ L. (3330). 

Brünn (G. im 6 in den Wäldern bei Eichhorn, Schebetein, 
im Schreib walde, nicht häufig, Jos. Zinburg 1 Stück am 12. Juni 
1912), Nikolsburg (1 Stück am 6. Juni im Stadtwalde). Raupe 
in faulem Holze. 

Oecopbora Latr. 

110. oliviella F. (3335). 

Brünn (Kupido 5 im Schreibwalde, selten), Altvater (Wocke 
Ende 7 beim Ochsenstall). Raupe in faulem Holze an Eichen, 
Schlehen etc. 

Borkhausenia Hb. 

111. tinctella Hb. (3340). 

Brünn (Gärtner 5, 6 von Eichen geklopft.) Raupe in faulem 
Holze und unter abgestorbener Rinde. 

111. a) unitella Hb. (3341). 
Fulnek (ober Pollak am 12. Juli). 



317 



112. flavifrontella Hb. (3350). 

Brünn (G. 5 — 7). Raupe angeblich anfangs an Baumflechten 
von Laubholz, später am Boden, nach Höfner dann an trockenem 
Laub oder im Grase. 

1 12. a) pseudospretella Stt. (3358). 

Fulnek (1 Stück im Hausgarten am 6. August). Raupe 
nach Höfner in getrockneten Früchten, besonders Erbsen, auch 
an sonstigen Eßwaren. 

112. b) stipella L. (3364). 

Fulnek (Jogs Busch am 28. Mai und 17. Juni). Die Raupe 
lebt unter Kiefernrinde, nach Höfner unter der Rinde abgestor- 
bener Nadelbäume. 

113. cinnamomea Z. (3369). 

Fulnek (Jogs Busch und auf dem Schloßberge einzeln im 
Juli), Altvater (Wocke Ende 7 beim Ochsenstall). Raupe in 
faulem Holze, nach Höfner in der Rinde von Weißtannen. 

114. minutella L. (3382). 

Brünn (G. den ganzen Sommer hindurch), Ramsau (Nagel), 
Fulnek (am alten Friedhofe und im Hausgarten je 1 Stück am 
1. und 15. Juni). Spuler 6, 7. Raupe in pflanzlichen Abfällen, 
nach Mitterberger auch in Tuchwaren, nach Höfner in morschem 
Holze von Dächern und Wänden, auch an Umbelliferensamen. 

115. lunaris Hw. (3390). 

Nikolsburg (6. Juli unterm heil. Berg). Raupe an Flechten 
an Brettern, Akazien. 

139. schaefferella L. (3394). 

Brünn (G. 5, 6 auf Baumstämmen, z. B. bei Karthaus). 
Raupe unter Eichen- und Kieferrinde, nach Höfner im morschen 
Holze und im Mulme verschiedener Laubbäume. 



318 



In Mähren 
vorkommend 


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Anmerkung 


PJatyedra vilella Z. . . . 


— 


— 


— 


sehr bemerkenswert Nordgrenze. 


Bryotropha decrepidella 










H. S 


— 


+ 


+ 




Gelechia flavicomella Z. . 


+ *) 


4 






„ spurcella H. S. . 


+ 


+ 


— 


Nordgrenze. 


„ cytisella Tr. . . . 


+ 


+ 


— 




Lita acuminatella Sire. . . 


+ 




+ 




„ vicinella Dgl. . 




— 


+ 




„ knaggsiella Stt. . . . 


— 


+ 


+ 




Tachypt. scintilella F. R. . 


+ 


+ 




Nord grenze. 


„ subsequella Hb. . 


+ 


+ 


— 




Xystoph. pulveratella H. S. 


+ 




4- 




„ unicolorella Dup. 


+ 


+ 


— 




Paltodora striatella Hb. . . 


1 + 








Epithectis nigricostella Dup- 


+ 


+ 




vermutlich Nordgrenze. 


Mesophl. silacellus Hb. . . 




+ 







Rhinosia formosella Hb . 


+ 




+ 




Ypsoloph. barbellus Hb. . 


+ 








Sophronia illustrella Hb. . 


+ 




— 


Nordgrenze. 


Endrosis lacteella Schiff. . 




+ 


+ 




Pleurota rostrella Hb. . . 






+ 




„ pyropella Schiff. 


+ 







Nordgrenze. 


Depressaria culcitella H. S. 


+ 


— 


— 


dsgl. 


„ doronicella Wcke' 







+ 




„ oinochroa Tur. 


+ 







Nordgrenze. 


„ cnicella Tr. . . . 


+ 


+ 


— 




„ hippomaratri Nick. 


-1 


+ 


— 


Nordgrenze. 


„ pimpinellae Z. . . 


+ 




+ 


- 


„ pulcherimella Stt. 






+ 




„ absinthiella H. S. 










Alabonia geoffroyella L. . 










Borkhausenia lunaris Hw. 


+ 








„ pseudospretella Stt. 











In allen 3 Nachbarländern finden sich: Chelaria hübnerella 
Don. ; Psoricoptera gibbosella Z. ? Bryotropha basaltinella Z v Ge- 
lechia nigra Hw. ; muscosella Z v distinctella Z. ; scotinella H. S. ; 



■) -f- bedeuten das Vorkommen, — das Nichtvorkommen. 



319 



sororculella Hb., infernalis tf. s.. continuella Z., virgella Thnbg., 
Lita inustella H. S. ; psilella H. S. ; tussilaginella Hein., murinella 
H. S., hübneri Hw., tricolorella Hw., maculiferella Dgl., junc- 
tella Dgl., marmorea Hw., kiningerella H. S. ; leucomelanella Z., 
Teleia notatella Hb., triparella Z., Xystophora carchariella Z. ? 
lutulentella Z., sepicolella H. S., rumicetella Hfn. ; atrella Hw. ; 
micella Schiff. 7 Anacampsis remissella Z., albipalpella H. S., cincti- 
culella H. S., Aristotelia brizella Tr., ericinella Dup., Ptocheuusa 
subocellea Stph., Stenolechia albiceps Z., Argyritis superbella Z., 
Sitotroga cerealella Olivier, Ypsolophus juniperellus L. ? Nothris 
sabinella Z. ; Sophronia chilonella Tr. ; Blastobasis phycidella Z., 
Hypatima binotella Thnbg. 7 inunctella Z. ; Aplota palpella Hw., 
Depressaria liturella Hb., conterrainella Z., impurella Tr., capreo- 
lella Z., parilella Tr., badiella Hb., douglasella Stt, chaerophylli Z. ; 
nervosa Hw. ; Anchinia cristalis Sc, Alabonia bractella L., Bork- 
hausenia stipella L. ; similella Hb., tripuucta Hw., borkhausenii Z. 
und procerella Schiff, zusammen daher 63 Arten. 

X. Elachistidae. 

A. Scythridinae. 
Scbreckensteinia Hb. 

1. festaliella Hb. (3405). 

Im Gebirge überall um wildwachsende Himbeeren (Wocke 
Ende 4 ; 5). Raupe auf Himbeersträuchern, nach Höfner an der 
Blattunterseite. 

Epermenia Hb. 

2. illigerella Hb. (3406). 

Im Gebirge (Wocke im 7 verbreitet und häufig), Spuler 
5, 6. Raupe nach Wocke auf Angelica sylvestris und Aegopodium 
podagraria, Höfner zog sie aus Blattwickeln von Daphne mezereum. 

3. chaerophyllella Goeze (3416). 

Brünn (G. von 6 ab überwinternd, bei Schimitz und am 
gelben Berge). Raupe fand G. in den Samennestern von Daucus 
carota; sonst Chaerophyllum, Heracleum und anderen ; jung 
minierend. 

Scytbris Hb. 

3. a) seliniella Z. (3423). 

Fulnek (oberhalb der Pollakschen Fabrik am 22. Juni). Als 
Futterpflanze der Raupe wird Athamantha oreos. und Genista 
sagittalis angegeben. 



320 



3. b) subseliniella Hein. (3424). 

Nikolsburg (1. Juni), Fulnek (Jogs Busch am 29. Juni). 
Raupe unbekannt. 

3. c) palustris 2. (3474). 

Nikolsburg (5. Juni). Raupe an Hypnum. 

3. d) cuspidella Schiff. (3487). 

Fulnek (Jogs Busch am 7. Juli). Raupe unbekannt. 

4. laminella H. S. (3477). 

Brünn (G. Ende 5, Anf. 6 auf dem Hadi- und Kuhberge 
an sonnigen Stellen sehr häufig. Raupe nach Mitterb. (Hofmann) 
an der Oberseite der Blätter von Hieracium pilosella. 

5. chenopodiella Hb. (3516). 

Fulnek (am Kapuzinerberg von Ende Mai bis Ende August 
häufig; 1 Stück ist nahezu ganz verdunkelt), Brünn (Gr. 5 — 10 
am Fuße des Spielberges), Nikolsburg (Ende 6 im Hausgarten 
nicht selten). Raupe nach G. auf Chenopodium und Atriplex- Arten, 
(meist gesellig) in den leicht zusammengesponnenen Endtrieben. 

6. noricella Z. (3522). 

Spieglitzer Schneeberg und Altvatergebirge (Wocke 6 ; 7), 
bei Spieglitz (Götschmann). Raupe auf Epilobium angustifolium, 
nach Höfner in zusammengezogenen Endtrieben. 

7. inspersella Hb. (3525). 

Waldblöße bei Spieglitz (Götschmann im 7). Raupe auf 
Epilobium angustifolium, nach Höfner auch hirsutum und mon- 
tanum ? wie die Vorige. 

8. cicadella Z. (3533). 

Brünn (G. 6, 7 in Sandgegenden, selten). Raupe an der 
Wurzel von Seleranthus annuus. 

B. Momphinae. 
Cyphophora H. S. 

9. idaei Z. (3569). 

Ramsau (Nagel). Raupe gesellig an der Wurzel von Epil. 
angustifolium. 

Blastodacna Wck. 

9 a) hellerella Dup. (3573). 

Fulnek (im Hausgarten und am Friedhofe Ende Mai, Juni, 
auch am Licht, nicht selten). Raupe an Weißdorn, nach Höfner 



M 

auch auf Obstbäumen an den Blütenknospen und im Marke junger 
grüner Zweige. 

Mompba Hb. 

10. conturbatella Hb. (3576). 

Waldblöße bei Spieglitz (Götschmann 7). Raupe an Epilo- 
bium angustifolium und montanum, in zusammengezogenen End- 
trieben. 

11. raschkiella Z. (3577). von Spuler zur Gattung Tebenna 
H. S. gezogen. 

Waldblöße bei Spieglitz (Götschmann im 7), Spuler 4, 5 und 
7, 8. Raupe in den Blättern von Epilobium angustifolium minierend. 

12. lacteella Stph. (3579). 

Am gleichen Orte wie die beiden Vorhergehenden (Götsch- 
mann 7), Spuler 5, 6 und 7, 8. Raupe miniert in den Blättern 
von Epilobium hirsutum. 

13. subbistrigella Hw. (3582). 

Ramsau (Nagel), Spuler 8, 9. Raupe in den Samenkapseln 
von Epilobium montanum, nach Höfner auch angustifolium und 
hirsutum. 

14. fulvescens Hw. (3586). 

Brünn (G. Anf. 7 bei Schimitz), Spuler 7 — 10 und über- 
wintert im Frühjahr. Raupe in den Samenkapseln von Epilobium 
montanum. 

Psacopbora H. S. 

15. schranckella Hb. (3598). 

Waldblöße bei Spieglitz (Götschmann 7), Spuler 5, 6 und 
7, 8. Raupe in blasigen Minen an Epilobium angustifolium, gesellig. 

Stagmatopbora H. S. 

16. serratella Tr. (3610). 

Brünn (G. im 6 am roten und Obrzaner Berg, im Schreib- 
walde, selten). Raupe fand G. an den Wurzeln der Linaria 
genistifolia. 

Heliodines Stt. 

16. a) roesella L. (3615). 

Fulnek (diesen schönen Falter fand ich im Juni 1912 am 
Kapuzinerberg an der Bretterwand in Anzahl; eine 2. Gen. trat 
nicht auf.*) Raupe an verschiedenen Chenopodiaceen (Chenopodium 
Atriplex etc.), nach Höfner gesellig in einem Gewebe). 

*) Einen Falter der 2. Gen. fand ich ebendaselbst Ende August. 
Verhandlungen dos nalurf. Vereines. Brünn. LI. Band. 21 



322 



D. Coleophorinae. 
Coleopbora Hb. 

17. juncicolella Stt. (3631). 

Brünn (G. Mitte 6, 7 im Schreib walde häufig). Raupe an 
Calluna vulgaris in einem aus Blattresten hergestellten Sack, auch 
an Erica. 

18. laricella Hb. (3633). b 

Brünn (Gr. 6, 1 im Schreibwalde und Augarten massenhaft), 
Hochwald (Fritsch). Raupe an Lärchen, jung in den Nadeln 
minierend, mitunter schädlich. 

18. a) lutipennella Zett. (3640). 

Nikolsburg (16. Juli am Licht). Die Raupe lebt auf Eichen 
und Birken. 

19. limosipennella Dup. (3641). 

Brünn (G. im 8 im Schreib- und Czernowitzer Walde, nicht 
häufig), Spuler 6, 7. Fulnek (Jogs Busch am 5. Juli). Die Raupe 
fand G. auf Rüsterbüschen, nach Mitterb. auch Buchen, Erlen, 
Ahorn, Birken und Eichen. 

19. a) ochripennella Z. (3642). 

Fulnek (alter Friedhof 12. Juni). Raupe an Ballota, Stachys, 
Lamium und Glechoma. 

20. flavipennella H. S. (3644). 

Brünn (G. 6, 7). Raupe auf Birnbäumen. 

21. solitariella Z. (3644). 

Wocke fand den Sack an Stellaria holostea im Frühjahr 
auf dem Leiterberg im Gesenke, der Falter schlüpfte Ende 7. 
Spuler 6. 

21. a) viminetella Z. (3654). 

Fulnek (Hausgarten 12. Juni). Raupe auf Weiden (Salix 
caprea und anderen). 

22. vitisella Gregson (4659). 

Spieglitzer Schneeberg (Götschmann), nach Wocke im ganzen 
Vorgebirge von Mitte 5 bis Mitte 6. Säcke an Vaccinium vitis 
idaea. 

23. binderella Koll. (3661). 

Brünn (G. Ende 5 beim Schreidwalde, selten). Fulnek 
(oberhalb der Pollakschen Fabrik am 12. Juli). G. fand die Säcke 
an einem Erlenzweige; sonst auch an Haseln und Birken. 



U. fuscedinella Z. (3663). 

Brünn (Gr. Ende 5, Anf. 6 — laut Nachtrag dagegen 14. Juni 
bis 6. Juli im Czerno witzer- und Schreib walde ; häufig), Fulnek 
(e 1 10. Juli, Raupe Kapuzinerberg an Birken). Raupe an Erlen, 
Birken, Eichen, Mitterberger zog sie auch mit Weißdorn. 

25. nigricella Stph. (3664). 

Fulnek (bei Jogs Busch am 17. Juni und 13. Juli), Brünn 
(G. im 6 verbreitet und häufig). Gr. fand die Säcke auf wilden 
Weichsein (orangefarben), Aepfeln und Quitten (braun), auch 
Schlehen, Zwetschgen. 

26. pacipennella Z. (3665). 

Brünn (G. 6 bei dem St. Thomaser Ziegelschlage). Fulnek 
(am alten Friedhofe am 15. Juni). G. fand die Säcke an verwil- 
derten Pflaumen; sonst auch an anderem Laubholz. 

27. albitarsella Z. (3672). 

Brünn (G. im 7 im Rakowetzertale, selten). Er fand den 
Sack an Pulmonaria officinalis j sonst Salvia, Origanum und anderen. 

28. alcyonipennella Koll. (3674). 

Brünn (G. Ende 7 auf einer trockenen Wiese im Schreib- 
walde), Nikolsburg (3. Juli unterm heiligen Berg). Nach Spuler 
von Mitte 5 bis 8. Raupe auf Centaurea nigra, jacea und scabiosa. 

28. a) frischella L. (3676). 

Fulnek (im Hausgarten am 28. Mai und 14. August). Raupe 
an Melilotus alba. 

29. deauratella Z. (3679). 

Ramsau (Nagel), Spuler Ende 5 bis 7. Die Raupe lebt au. 
Centaurea scabiosa, nach Höfner auch Trifolium, Medicago, 
Melilotus. 

30. spissicornis Hw. (3680). 

Brünn (G. 5, 6 und 8, also in 2 Gen. im Schreibwalde); 
Ramsau (Nagel), Spuler 6, 7, also in einer Gen. Raupe nach 
Höfner an Trifolium arvense und wahrscheinlich auch anderen 
Trifoliumarten. 

31. lixella Z. (3685). 

Brünn (G. einmal am 21. Juli im Schreib walde). Fulnek 
(Jogs Busch am 2. August). Raupe auf Thymus serpyllum, später 
an Gl ras. Nach Mitterb. anfangs eine leere Samenkapsel des 

21* 



324 



Quendels als Sack benutzend, später in einem Blattsacke an 
Holcus und Briza. 

32. ornatipennella Hb. (3687). 

Brünn (G. 5, 6 auf dem Hadiberg, nicht häufig), Nikols- 
burg (am 20. Juni). Raupe an Gräsern, jung an Lippenblütern. 

33. vulpecula Z. (3695). 

Brünn (G. hinter der Antoniusquelle und unterm Hadiberg, 
e 1. 30. Juni bis 6. August). Er fand die Raupe anfangs in der 
Blattspitze von Hedysarum onobrychis, später frei. 

34. binotapennella Dup. (3696). 

Brünn (G. 8 unterm Spielberg häufig). Raupe fand G. an 
Atriplex laciniata in den Samenbehältern; sonst auch an Cheno- 
podium. 

35. ballotella F. R. (3703). 

Brünn (G. Mitte 6 bis 7 am gelben Berge, bei Czernowitz, 
Hussowitz etc.), Spuler Ende 7 — 9. Raupe nach G. auf Ballota, 
Spuler auf Teucrium scorodonia. 

36. leucapennella Hb. (3708). 

Brünn (GL 5 Schreibwald, Kleidofka, Karthäuser Wald). 
-Raupe nach G. auf Silene nutans; sonst auch inflata und Lychnis 
viscaria. 

36. a) albicostella Dup. (3712). 
Nikolsburg im Mai. Raupe an Potentilla. 

37. serenella Z. (3722). 

Brünn (G. 7 im Augarten, Schreibwald, bei der Kleidofka, 
am Spielberg). Raupe fand G. auf Colutea arborescens und Vicia 
dumetorum, nach Höfner auch Astragalus, Genista, Cytisus, Coro- 
nilla, Lotus und Hippocrepis. 

38. trifariella Z. (3731). 

Brünn (G. 14. Mai im Schreibwalde, Selten), Spuler 6, 7. 
G. fand den Sack auf Cytisus nigricans, sonst angeblich Saro- 
thamnus scoparius und Cytisus capitatus. 

39. saponariella Heeger (3744). 

Brünn (G. im 7 am Schwarzaufer beim Schreibwalde). 
Raupe fand G. auf Saponaria officinalis, an den jungen Trieben« 

40. coronillae Z. (3754). 

Brünn (G. 6 bei der Kleidofka, auf dem Schimitzer Berge, 
nicht häufig). Raupe fand G. auf Coronilla varia, nach Höfner 
auch Lathyrus und Sarothamnus. 



325 



41. vulnerariäe Z. (3757). 

Brünn (G. 5, 6 im Schreibwalde, nicht selten). Raupe an 
Anthyllis vulneraria, nach Höfner auch Cytisus sagittalis. 

42. ditella Z. (3772). 

Brünn (G. 6 hinter Karthaus und bei der St. Thomaser 
Ziegelei, selten). Den Sack fand G. an Artemisia campestris. 

43. vibicella Hb. (3788). 

Brünn (G. im 7 im Schreib- und Sobicschitzer Walde). 
Raupe fand G. auf Genista tinctoria. 

44. currucipennella Z. (3791). 

Brünn (G. 7 im Schebeteiner Walde). Den Sack fand G. 
auf Eichen: sonst auch Hainbuchen und Haseln. 

45. anatipennella Hb. (3799). 

Fulnek (im Garten des Oberlehrers Baier am 8.* Juli). 
Brünn (G. 7 verbreitet, doch ziemlich selten). G. fand den Sack 
an Schlehen und Zwetschgen, sonst Eichen, Linden, Weißdorn, 
Haseln. 

46. hemerobiella Sc. (3802). 

Brünn (G. 6, 7 im Augarten, auf dem gelben Berge und 
sonst in Gärten). G. fand den Sack auf Weißdorn, Aepfel- und 
Birnbäumen, Mitterberger auch an Prunus cerasus, Sorbus und 
Eichen. 

46. a) virgatella Z. (3813). 

Nikolsburg (10. Juli am Licht). Raupe an Salvia pratensis 
(Wiesensalbei), nach Höfner auch Stachys silvatica, Thymus, 
Achillea und Globularia. 

47. chamaedryella Stt. (3815). 

Brünn (Gr. im 7, auf dem Kuhberge, bei Zazowitz, am 
gelben- und Hadiberg, im Schreib walde, häufig). Raupe fand G. 
an Teucrium chamaedrys, in den untersten Blättern ruinierend. 

48. onosmella Brahm. (3820). 

Brünn (G. in der 2. Hälfte 6 auf dem gelben-, Karthäuser- 
und Hadiberg, im Schreibwalde, häutig). Raupe fand G. an 
Echium vulgare, Onosma echioides, Anchusa und Betonica offici- 
nalis, und zwar in der Blattspitze. 

48. a) therinella Tgstr. (3825). 

Nikolsburg (15. Juni), (Fulnek (Friedhof 30. Juni). Raupe 
an Disteln (Carduus, Cirsius, Carlina). 



326 



48. b) troglodytella Dup. (3829). 

Fulnek (am Friedhofe und im Hausgarten am 20. Juni, 
3. Juli). Raupe an Inula, Conyza, Tanacetum, Achillea, Artemisia, 
Solidago, Aster, Cirsium (Höfner). 

48, c) murinipennella Dup. (3840). 

Fulnek (alter Friedhof und Jogs Busch im Mai, Juli). Raupe 
an den Samen von Luzula albida. 

48. d) caespititiella Z. (3845). 

Fulnek (in der Wohnung am Licht, 13. Juni). Raupe an 
Binsenarten (Juncus und Scirpus). 

49. nutantella Mühlig. (3850). 

Brünn (G. im 5 im Schreib- und Karthäuser walde, auf dem 
Schimitzer Berg). Raupe fand G. an Lychnis viscaria und Silene 
nutans,. und zwar in den Samenkapseln, in der Jugend frei, später 
im Sack. 

50. millefolii Z. (3861). 

Brünn (G. Ende 7, Anf. 8 auf dem Hadiberge ; selten). Raupe 
fand G. an jungen Pflanzen der Achillea millefolium. 

50. a) robustella Fuchs (3856). 

Nikolsburg (9. Juni abends) determ. von Prof. Dr. Rebel. 
Die Art ist aus Westdeutschland bekannt. 

51. succursella H. S. (3864). 

Brünn (G. fand die Säcke oberhalb Karthaus, bei Schänitz 
und nächst der St. Thomaser Ziegelei auf Artemisia campestris, 
recht häufig, die Falter schlüpfen am 9. Juni, zwei noch am 
8. August). 

52. directella Z. (3866). 

Brünn (G. im 8 mit der Futterpflanze verbreitet). Raupe 
auf Artemisia campestris. 

53. gnaphalii Z. (3871). 

Brünn (G. Ende 7 im Schrei b walde, selten), Spuler Ende 
6, 7. Die Raupe nach G. in der Federkrone von Gnaphalium 
dioicum, nach Spuler dagegen an Heiichrysum arenarium, meist 
in den Herztrieben. 

54. otitae Z. (3879). 

Brünn (G. 7, 8 auf dem gelben, roten und Obrzaner Berg, 
im Schreibwalde), Fulnek (alter Friedhof und Jogs Busch schon 



327 



im Juni) ; Nikolsburg (unterm heil. Berg am 4. Juli). Gärtner 
fand die Säcke auf Silene nutans und otites. 

55. argentula Z. (3881). 

Brünn (Gr. Ende 6, Anf. 7 am gelben Berg, im Schreib- 
walde, nicht selten). Raupe fand G. an den Samen der Achillea 
millefolium. 

56. artemisicolella Brd. (3891). 

Brünn (Gr. fand 2 Stäcke am Schwarzaufer nächst dem Schreib - 
walde in den Samenhüllen der Art. vulgaris). Flugzeit nach 
Spuler 7, 8. 

57. virgaureae Stt. (3893). 

Brünn (G. 7, 8 am roten und Hadiberge, häufig), bei Spieglitz 
(Götschmann 7). Raupe an den Blüten von Solidago virgaurea. 

58. asteris Mühlig. (3894). 

Brünn (G. im 8, Hadiberg, Schreib- und Karthäuserwald 
häufig). Raupe nach G. in den Samen von Aster amellus. 

59. laripenella Zett. (3904). 

Brünn (G. erste Hälfte 8 auf dem gelben Berge und unterm 
Spielberg), Nikolsburg (21. Juni am Licht). Raupe nach G. an 
Atriplex patula und laciniata, nach Höfner auch an Chenopodium- 
Arten. 

60. motacillella Z. (3910). 

Brünn (G. 7 in Obstgärten auf der Zazowitzer Lehne etc. 
wenig verbreitet). Gärtner dürfte mit seiner Angabe flaviginella 
Zell, motacillella Tr. wohl diese Art meinen. 

E. Elachistinae. 

Elachista Tr. 

61. quadrella Hb. (3921). 

Im Gesenke (Wocke 6, 7), auf dem Spieglitzer Schneeberg 
(Götschmann). Raupe auf Luzula-Arten unterseits in den Blättern 
minierend. 

62. abbreviatella Stt. (3937). 

Spieglitzer Schneeberg (Wocke 7 selten), Waldblöße bei 
Spieglitz (Götschmann). Raupe unbekannt. 



328 



63, stagnalis Frey (3940), 

Spieglitzer Schneeberg (Wocke 6 ; 7 ; nicht häufig), auf den 
Seefeldern daselbst (Götschmann). Raupe unbekannt. 

63. a) nigrella Hw. (3950). 

Fulnek (alter Friedhof, 3. Juni). Raupe an Poa, Koeleria 
und anderen. 

63. b) pullicomella Z. (3965). 

Fulnek (alter Friedhof, 31. Mai ; 1. Juni, 19. Juli). Raupe 
rainiert in Avena flexuosa und Festuca ovina. 

64. bifasciella Tr. (3974). 

Im höheren Gebirge (Wocke 6, 7, oft häufig, so auf der 
Westseite des Altvaters). Raupe an Gräsen\ wie Airacaespitosa, 
Festuca etc. minierend. 

64. a) megerlella Stt. (3978). 

Fulnek (im Steueramtsgebäude am 8. Juni). Raupe miniert 
in Sesleria, Aira caespitosa, Brachypodium ; Melica, Bromus und 
Carex acuta. 

64. b) pollinariella Z. (4005). 

Fulnek (ober der Pollaksehen Fabrik am 20. Mai) Raupe 
an Avena flavescens und Brachypodium, nach Höfner auch an 
Festuca ovina, minierend. 

64. c) anserinella Z. (4015). 

Nikolsburg (Datum unbekannt). Raupe unbeschrieben. 

65. dispilella Z. (4019). 

Brünn (G. 5 bis Mitte 7 am Spiel- und gelben Berge etc. ; 
nach Sonnenuntergang sehr häufig), Fulnek (Jogs Busch 29. Juni). 
Raupe miniert in Festuca ovina. 

65. a) argentella Cl. (4024). 

Nikolsburg (24. Mai) ; Fulnek ( 14. AugustJ. Raupe an Gras 
arten (Dactylis, Bromus, Festuca etc.). 
89. subalbideila Schlaeg. (4030). 

Spieglitzer Schneeberg, Altvater (Wocke 6, 7, selten). Raupe 
nach Höfner an Poa- und Sesleria- Arten minierend. 



329 







In den Nachbar- 








ländern 




In Mähren gefunden 




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Scythris palustris Z. . . . 


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noricella Z. . . . 


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subseliniella Hein. 












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cicadella Z. . . . 


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Heliodines roesella L. . . 


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Coleophora juneicolella Stt. 


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+ 




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ochripennella Z. . . 


+ 


— 


+ 




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flavipennella H. S. . 




+ 


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robustella Fuchs. . 


— 


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— 


sehr bemerkenswert. Ost- 


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solitariella Z. . . . 


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+ 


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grenze. 


n 


vitisella Gregson . 


— 


+ 






n 


frischella L 


— 


— - 


+ 






vulpecula Z. . . . 


+ 


— 


— 


Nordgrenze. 


11 


binotapennella Dup. 


+ 


+ 


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UB b'' 


11 


ballotella F. R. . . 
leucapennella Hb. . 


+ 
+ 


+ 
+ 


— 
— 




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albicostella Dup. . 


+ 


+ 


— 




11 


saponariella Heeg. . 


+ 




+ 




ii 


ditella Z 


+ 


— 


+ 




n 


chamaedryella Stt. . 


+ 


+ 


— 


-M orugrenze. 




succursella H. S. . 


+ 


— 


— 


n 


gnaphalii Z 


+ 


— 


+ 




n 


argentula Z 


+ 




+ 




ii 


artemisicolella Brd. 






-r 




ii 


asteris Mühlig . . . 


+ 


— 




Nordgrenze. 


Elachista abbreviatella Stt. 






+ 




ii 


nigrella Hw. . . 




+ 


+ 




ii 


stagnalis Frey. . 


— 




+ 




ii 


pullicomella Z. . 




+ 


+ 




ii 


bisfasciella Tr. . 
megerlella Stt. . 




+ 


+ 
+ 




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dispilella Z. . . 






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ii 


anserinella Z. . . 




+ 






ii 


subalbidella Schläg. 






-f 




ii 


argentella Ol. . . 




+ 


+ 




*) 


+ bedeutet das Vorkommen, - < 


las Nichtvorkommen, 



330 



In allen 3 Nachbarländern nicht aber in Mähren wurden 
gefunden: Scythris productella Z., Batrachedra praeangusta Hw., 
pinicolella üup., Stathmopoda pedella L., Heinemannia laspey- 
rella Hb., Blastodacna rhamniella Z., Mompha decorella Stph., 
Anybia epilobiella Roemer, Chrysoclista linneella CL, Augasma 
aeratella Z., Asychna modestella Dup., Coleophora badiipennella 
Dup., gryphipennella Bouche, orbitella Z., fuscocuprella H. S., 
niveicostella Z., discordella Z., bilineatella Z., gallipennella Hb., 
pyrrhulipennella Z. ; caelebipennella Z. ? conspicuella Z., zelleriella 
Hein., palliatella Zk., unipunctella Z., auricella F., lineolea Hw., 
lineariella Z., silenella H. S., granulatella Z., motacillella Z. und 
Elachista trapeziella Stt. zusammen daher 33 Arten. 

XI. Gracilariidae. 

A. Gracilariinae. 
Gracilaria Z. 

1. alchimiella Sc. (4040). 

Fulnek (unter Jogs Busch im Mai, Anfang Juni, nicht selten), 
Brünn (G. 5 und 8 in Eichenschlägen), Nikolsburg (im Stadt- 
wald, am Muschel- und heil. Berg etc. im 5, An f. 6 nicht selten). 
Raupe auf Eichen, anfangs ruinierend, später nach Gr. in einem 
aus Blättern gebildeten kegelförmigen Gehäuse. 

2. stigmatella F. (4044). 

Brünn (G. 4 und im Herbst, Sebrowitzer Au, Rossitzer 
Bahnhof), Fulnek (ober Pollak am 1. Juli). Spuler 6, 7 und vom 
Herbst bis Frühjahr. Raupe auf Weiden und Pappeln in Blattdüten. 

3. semifascia Hw. (4052). 

Brünn (G. Ende 9, Anf. 10 im Schreib walde, häufig), Spuler 
7, 8 und 10 — 4. Die Raupe fand G. auf Acer campestre in nach 
unten gerollten Blatteilen, nach Höfner auch auf Bergahorn. 

4. elongella L. (4056). 

Brünn (G. 5 und 8, einzeln überwintert am 1 k im Czerno- 
witzer Wäldchen, nicht selten), Nikolsburg (11. August unterm 
heiligen Berg, nicht häufig), Fulnek (zweifellos überwintert am 
19. April auf dem Schloßberge). Raupe auf Erlen, G. fand sie 
auch auf Nußbäumen, in gerollten Blättern, Mitterb. zog sie auch 
mit Pappeln und Birken. 

4. a) roscipennella Hb. (4057). 

Nikolsburg (22. Juli), Raupe auf Nußbäumen in Blattdüten. 



331 

5. rufipennella Hb. (4058). 

Nach Wocke von Ende 8 überwinternd bis 4 im ganzen 
Gebirge verbreitet, Fulnek (Jogs Busch am 29. Juni). Raupe auf 
Acer pseucToplatanus in Blattrollen. 

6. tringipennella Z. (4059). 

Brünn (G. 5 und 8 auf Wiesen). Raupe miniert oberseits 
in den Blättern von Plantago lanceolata. 

7. limosella Z. (4060). 

Brünn (G. im 6 bei den Pulvertürmen nicht häufig), Spuler 
5, 6 und 8. Die Raupe fand G. in blasigen Minen unterseits auf 
Teucrium chamaedrys. Für diese und die vorige Art stellt Spuler 
die Gattung Aspilapteryx auf. 

8. syringella F. (4063). 

Fulnek (allenthalben um Fliederbüsche Mai, Anfang Juni 
und wieder im August), Brünn (G. im 5 und Ende 6 auf Flieder- 
büschen sehr zahlreich), Nikolsburg (die blasigen Minen im Jahre 
1910 im Hausgarten auf Flieder ungemein häufig, der Falter im 
5 und 7, 8 in großer Zahl). Raupe auf Flieder, Liguster, Esche, 
anfangs minierend, später in gerollten Blättern, meist in Anzahl 
besammen. 

9. phasianipennella Hb. (4069). 

Brünn (G. 9, 10 im Czernowitzer Walde und bei dem seither 
trocken gelegten und verbauten Sumpfe beim Rossitzor Bahnhofe) 
Spuler Ende 7, 8 und von 9 — 4. Raupe fand G. auf Polygonum 
hydropiper, Rumex aquaticus und Persicaria, anfangs minierend, 
später in kegelförmigen Blattrollen. 

10. auroguttella Stph. (4071). 

Brünn (G. 5 und 7, 8 im Schreibwalde und Obrzanertale). 
Raupe auf Hypericum perforatum. Die Arten 8 — 10 stellt Spuler 
zur Gattung Xanthospilapteryx. 

11. kollariella Z. (4979). 

Brünn (G. 5 und 7 am roten Berge, im Schreibwalde, 
Karthäuser Wald etc. häufig). Raupe auf Saroth., Genista, Cytisus 
oberseits minierend. Nach Spuler bei Micrurapteryx. 

Goriscium Z. 

12. brongniardellum F. (4082). 

Brünn (G. e 1. Anf. 7 aus im Schreibware auf Eichen 
gefundenen Raupen, diese verursachen große Blattern), nach 
Spuler Flugzeit 6 — 8 und überwintert im Frühjahr. 



332 



13. cucullipennellum Hb. (4083). 

Brünn (G. im 10 ; 11 im Czernowitzer Walde, Augarten ; 
hinter der Schreibwaldrestauration), Spuler 6 ; 7 und von Ende 9 
bis ins Frühjahr. Raupe fand G. auf Ligustrum vulgare, nach 
Höfner auch auf Eschen und Weiden in Blattdüten. 

Ornix Z. 

14. guttea Hw. (4086). 

Brünn (G. im 5 in Gärten auf Apfelbäumen, nicht selten), 
Fulnek (alter Friedhof, Kapuzinerberg 30. Mai, 15. Juni). Spuler 
4 ; 5 und 7, 8. Raupe auf Apfelblättern , in umgeschlagenen Blatt- 
teilen, jung in unterseitigen Minen. 

15. avellanella Stt. (4098). 

Brünn (G. 5 und 8 im Schreibwalde, Augarten, bei Eich- 
horn), Fulnek (alter Friedhof, Schießls Wald 19. Mai, 15. Juni). 
Raupe auf Corylus avellana in umgeschlagenen Blatträndern, 
anfangs minierend. 

16. torquillella Z. (4100). 

Brünn (G. 5 und 7, 8 bei den Pulvertürmen, auf Schlehen, 
nicht sehr häufig). Fulnek (Hirschberg am 11. Mai, Kapuzinerberg 
am 6. Juli). Raupe auf Schlehen, anfangs wie alle Arten der 
Gattung minierend, später in umgeschlagenen Blättern. 

17. scoticella Stt. (4101). 

Im höheren Gebirge 5 bis Auf. 7 nach Wocke verbreitet 
bis 3000', Spuler 5 und 8. Fulnek (Jogs Busch am 28. Mai). 
Raupe an Sorbus aucuparia. 

B. Lithocolletinae. 
Lithocolletis Z. 

18. roboris Z. (4108). 

Brünn (G. 5 und 7 in Eichenwäldern nicht selten). Raupe 
miniert unterseits in Eichenblättern, wo sie sich auch verpuppt. 

18. a) amyotella Dup. (4109). 

Fulnek (Jogs Busch am 13. Mai). Raupe miniert unterseits 
in Eichenblättern. 

19. sylvella Hw. (4111). 

Brünn (G. 5 und 8 im Schreib- und Czernowitzer Walde, 
nicht selten). Raupe miniert unterseits in den Blättern von Acer 
campestre und pseudoplatanus. 



B3B 

19. a) cramerella F. (4115). 

Fulnek (Jogs Busch Ende 4, 5 und wieder Ende 7). Raupe 
miniert unterseits in Quercus robur und pedunculata. 

20. tenella Z. (4116). 

Brünn (G. 5 und 7 in Buchenwäldern). Raupe miniert unter- 
seits in den Blättern von Carpinus betulus, nach Höfner auch 
in Fagus, Birken ; Eichen und Prunus- Arten. 

21. heegeriella Z. (4117). 

Brünn (G. 4 und 7 verbreitet und häufig). Raupe miniert 
unterseits in Eichenblättern. 

22. alniella Z. (4118). 

Brünn (G. Ende 4, 5 und 8 nicht häufig hinter der Schreib- 
waldrestauration), Fulnek (Jogs Busch). Raupe miniert unterseits 
in Erlenblättern. 

23. nigrescentella Logan (4121). 

Brünn (G. 4 und 6, 7 besonders im Schebeteiner Walde, 
auch sonst verbreitet). Raupe miniert unterseits in den Blättern 
von Vicia cracca und sepium, Orobus vernus, Medigaco sativa, 
Trifolium medium und anderen. 

24. insignitella Z. (4124). 

Brünn (G. Auf. 6 und 8, am gelben Berge, nicht häufig). 
Raupe miniert unterseits in den Blättern von Klee (Trifolium 
pratense, medium, repens, Gärtner fand sie auf Lotus corniculatus 
unterseits in blasigen Minen. 

25. ulmifoliella Hb. (4125). 

Fulnek (Jogs Busch am 3. Mai und wieder am 23. Juni), 
Brünn (G. 5 und 8 im Schreib- und Karthäuser Walde ; nicht 
häufig). Raupe miniert unterseits in Birkenblättern, nach G. 
besonders auf jungen Pflanzen. 

26. fraxinella Z. (4128). 

Brünn (G. 5 und 8 im Schreib walde, nicht selten). Raupe 
miniert unterseits in den Blättern von Genista germanica, auch 
tinctoria. 

28. spinolella Dup. (4129). 

Nur im Gebirge häufig (Wocke). Raupe miniert unterseits 
in den Blättern von Salix caprea und nach Wocke silesiaca. 
28. salicicolella Sircom (4134). 

Brünn (G. 5 und 8 im Schreib walde häufig). Raupe miniert 
unterseits in den Blättern der Salix caprea und cinerea. 



334 



29. cerasicolella H. S. (4141). 

Brünn (G. 5 und 7 in Obstgärten), Fulnek (Kapuzinerberg; 
am 19. Mai und 26. Juni). Die Raupe miniert unterseits in den 
Blättern des Kirsch- und Vogelbeerbaumes ; nach Höfner auch in 
denen von Weichsein, Zwetschgen, Aprikosen und Pflaumen. 

30. spinicolella Z. (4142). 

Brünn (G. 5 und 8 überall um Schlehen und Pflaumen), 
Fulnek (alter Friedhof 5. Juni). Raupe miniert unterseits in den 
Blättern dieser Pflanzen. 

30. a) concomitella Bnks. (4143). 

Fulnek (Jogs Busch 9. Mai). Raupe miniert unterseits in 
Apfelblättern. 

31. blancardella F. (4144). 

Brünn (G. 5 und 8 in Obstgärten häufig). Raupe miniert 
unterseits in Apfelblättern, nach Höfner in Pyrus- und Sorbus- 
Arten. 

32. faginella Z. (4149). 

Brünn (G. 5 und 7 im Schebeteiner Walde, häufig). Raupe 
miniert unterseits in den Blättern von Fagus sylvatica. 

33. coryli Nicelli (4150). 

Brünn (G. 5 und 8 im Schreibwalde). Raupe miniert ober- 
seits in Haselblättern. 

34. carpinicolella Stt. (4151). 

Brünn (G. 5 und 8 im Schreib- und Karthäuser Gemeinde - 
walde, nicht selten), Fulnek (Jogs Busch im Mai). Raupe miniert 
oberseits in den Blättern von Carpinus betulus. 

35. ilicifoliella Z. (4155). 

Brünn (G. 5 und 7, Schreib- und Karthäuser Gemeinde- 
wald). Raupe miniert unterseits in Eichenblättern (Quercus robur). 

36. lantanella Schrk. (4157). 

Brünn (G. 5 und 8, Schebeteiner Wald, nicht häufig). Raupe 
miniert unterseits in den Blättern von Viburnum opulus und lantana. 

37. quercifoliella Z. (4164). 

Brünn (G. 5 and 7, 8, häufig und verbreitet), Fulnek (Jogs 
Busch 11. Mai und 13. Juni). Raupe miniert unterseits in Eichen- 
blättern. 

38. froelichiella Z. (4187). 

Brünn (G. 5 und 8). Raupe miniert unterseits in Alnus 
glutinosa, nach Höfner auch Alnus incana. 



3S5 



39. stettinensis Nicelli (4189). 

Brünn (G. 5 und 8 im Schreibwalde, selten). Raupe miniert 
oberseits in Erlenblättern (Alnus glutinosa). 

40. klemanella F. (4190). 

Brünn (G. 5 und 8 im Czernowitzer Walde ; häufig). Raupe 
miniert unterseits in Erlenblättern. 

41. schreberella F. (4191). 

Brünn (5 und 8 bei Holasek, im Augarten, Czernowitzer 
Wald, sehr häufig). Raupe miniert unterseits in Ulmenblättern 
(Ulmus campestris). 

42. emberizaepennella Bouche (4192). 

Brünn (G. 5 und 8 im Augarten). Raupe miniert unterseits 
auf Lonicera caprifolium, tataricum etc. 

43. populifoliella Tr. (4200). 

Brünn (G. 5 und 8 im Augarten nicht selten). Raupe miniert 
unterseits in Pappelblättern (Populus pyramidalis und nigra). 

44. tremulae Z. (4203). 

Brünn (G. 7 und Ende 9 ; 10 im Schreib- und Karthäuser 
Walde, häufig). Raupe miniert unterseits in Espenblättern. 

45. comparella Z. (4204). 

Brünn (G. Frühling und Herbst im Augarten an Pappel- 
stämmen). Raupe miniert unterseits an Pappeln (Pop. alba, nach 
G. pyramidalis). 

Tischeria Z. 

46. complanella Hb. (4209). 

Brünn (G. 6 im Schreib-, Karthäuser- und Kleidofkaer Walde, 
nicht selten), Fulnek (Jogs Busch 13. Juni, 5. Juli). Raupe 
miniert oberseits an Eichenblättern, nach G. meist an ganz jungen 
Pflanzen. 

47. marginea Hw. (4212). 

Brünn (G. 5 und 8 im Schreibwalde). Raupe miniert ober- 
seits in den Blättern von Rubus fruticosus und idaeus. 

48. gaunacella Dup. (4214). 

Brünn (G. 5, 6 um Schlehen und in Gärten häufig). Raupe 
miniert oberseits in Schlehen- und Pflaumenblättern. 
53. angusticolella Dup. (4216). 

Brünn (G. 5, 6 bei Czernowitz). Raupe miniert oberseits in 
den Blättern von Rosa canina. 



336 



In 



den Nachbar- 
ländern 



In Mähren vorkommend 





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d 




a 


'S 




PQ 


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+ *) 


— 




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+ 






+ 


+ 




+ 


+ 




+ 


+ 






+ 





Anmerkung 



Nord grenze, 
dsgl. 



Nordgrenze. 



Gracilaria semifascia Hw. . 

„ elongella L. . 

„ roscipennella Hb. 

„ limosella Z. . . . 
Ornix scoticella Stt. . . . 
LithocolL blancardella F. . 

„ concomitella Bnk c . 

„ ilicifoliella Z. . . 

„ lantanella Schrk. . 

„ comparella Z. . . 
Tischeria complanella Hb. 
„ marginea Hw. . . . 
„ angusticolella Dup. 



In den 3 Nachbarländern, nicht aber in Mähren: 
Gracilaria hemidactylella F., falconipennella Hb., oneratella Z., 
populetorum Z., ononidis Z., Coriscium sulphurellum Hw., Ornix 
fagivora Frey, anglicella Stt., finitimella Z., betulae Stt., anguli- 
ferella Z., Lithocolletis hortella F., strignlatella Z., lantella Z., 
salictella Z. ; dubitella H. S., sorbi Frey., cydoniella F., oxya- 
canthae Frey., junoniella Z., scopariella Z. ; connexella 'Z., betulae 
Z , nicellii Stt., zusammen 25 Arten. 



XII. Lyonetiidae. 

A. Lyonetiinae. 
Lyonetia Hb. 
1. clerkella L. (4217). 

Brünn (G. 6 — -9 nicht selten in Obstgärten), Fulnek allent- 
halben häufig, von Juni bis Anf. September in 2 Gen., darunter 
die ab. aereella Tr.). Die Raupe miniert in den Blättern von 
Obstbäumen, Weißdorn, Birken etc., Verwandlung in einem weißen 
Gespinste an Blättern, selten an Baumstämmen, dasselbe ist beider- 
seits doppelt befestigt. 



*) -f- bedeutet das Vorkommen, — das Nichtvorkommen 



837 



2. pulverulentella Z. (4220). 

Wocke fing 1 Stück im 5 bei Karlsbrunn im Gesenke. 
Raupe unbekannt. 

B. Phyllocnistinae. 
Phyllocnistis Z. 

3. suffusella Z. (4224). 

Brünn (Gr. 7 und Ende 9, Anf. 10 bei Sebrowitz, Czernowitz, 
Zazowitz, sehr häufig). Raupe miniert oben und unten in Pappel- 
blättern, nach Mitterb. meist an niedrigen Büschen oder den 
unteren Zweigen hoher Bäume. 

3. a) saligna Z. (4226).* 

Fulnek (alter Friedhof 15. Juni). Raupe miniert in den 
Blättern der glattblätterigen Weide ; nach Höfner an den ver- 
schiedensten Weidenarten. 

Gemiostoma Z. 

4. laburnella Stt. (4229). 

Brünn (Gr. 6 und 8 im Schreibwalde). Die Raupe fand GL 
auf Genista tinctoria urinierend, nach Spuler auf Cytisus laburnum. 

5. scitella Z. (4236). 

Brünn (G. 7 — 9 in Obstgärten und am gelben Berg), Spuler 5 
und Anf. 8. Raupe miniert unterseits in Apfelblättern, auch 
Schlehen, Weißdorn etc. 

Bucculatrix Z. 

5. a) thoracella Thnbg. (4238). 

Fulnek (Schloßberg 25. Juni). Raupe auf Eichen, wie die 
der Uebrigen anfangs ruinierend. 

6. ulmella Z. (4241). 

Brünn (G. 5, 6 und 8 bei Czernowitz). Raupe auf Eichen 
anfangs ruinierend, später unterseits die Oberhaut der Blätter 
verzehrend, auch auf Ulmen, nach Höfner auch auf Ebereschen. 

7. crataegi Z. (4242). 

Brünn (G. 1. Hälfte 6 an Dornhecken, Schimitzer Berg etc.), 
Fulnek (Kapuzinerberg 3. und 15. Juni, 9. Juli). Spuler 5, 6 
und 8. Raupe fand G. auf Weißdorn anfangs ruinierend, später 
frei; nach Höfner auch auf Holzbirnen und Hyppophae rham- 
noides (Sanddorn). 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 22 



338 



8. frangulella Goeze (4258). 

Brünn (G. 6 oder 7 im Schreib-, Karthäuser- und Czerno- 
witzer Walde). Raupe auf Rhamnus frangula und cathartica, jung 
minieren d. 

9. artemisiae H. S. (4261). 

Brünn (G. 5 und 7 verbreitet und häufig). Raupe miniert 
in den Blättern von Artemisia campestris, später frei. 

10. absinthii Gärtner (4264). 

Brünn (G. 5 im Schreibwalde, gelber und Kuhberg, häufig), 
Spuler 5, 6 und Ende 7, 8. Raupe auf Artemisia absinthium. 

11. nigricomella Z. (4270). 

Fulnek (unter Jogs Busch, 28. Mai, 13. Juni), Brünn (G. 5 
und 7 auf dem Karthauser Berg). Raupe nach Gärtner in den 
alten Wurzelblättern von Chrysanthemum leucanthemum ruinierend, 
nach Höfner auch in den Blättern von Potentilla anserina. 

14. cristatella Z. (4272). 

Brünn (G. 6 und 8 auf dem gelben Berg, nicht häufig). 
Raupe an Achillea millefolium minierend. 

Lyon, clerkella L. fehlt Schlesien (?), Phyll. suffusella Z. 
Böhmen und Schlesien, Phyll. saligna Z. und Buccul. absinthii 
Gärtner fehlen Schlesien. Letztere Art erreicht in Mähren die 
Nordgrenze, vielleicht auch die Ostgrenze. 

In allen drei Nachbarländern finden sich: Cemiost. lustra- 
tella H. S., Bucculatrix cidarella Z., boyerella Dup., gnaphaliella 
Tr., Opost. salaciella Tr. und crepusculella F., insgesamt 6 Arten. 

XIII. Nepticulidae. 

Diese Familie ist besonders unzureichend durchforscht. 

Nepticula Z. 

1. pomella Vaughan (4289). 

Die rostgelbe Mine auf Apfelbäumen in Nikolsburg. Flug- 
zeit im Frühling. 

2. rüficapitella Hw. (4294). 

Die Minen auf Eichenbüschen auf dem heiligen Berg (Nikols- 
burg). Flugzeit Frühling und Sommer. 

3. anomalella Goeze (4302). 

Fulnek (die Minen im Hausgarten häufig, einzelne Falter 
schlüpften Ende 7, Anfang 8); nach Wocke verbreitet und 
gemein; die Raupe in den Blättern aller Rosenarten, im Gebirge 



339 



an Rosa alpina bis" 2000', auch unterm heiligen Berg bei Nikols- 
burg. Flugzeit nach Spuler 5 und 8. 

4. minusculella H. S. (4309). 

Mine an Birnblättern im Nikolsburger Hausgarten, selten; 
fliegt nach Spul er 5 und 7. 

5. sorbi Stt. (4366). 

Altvatergebirge und Spieglitzer Schneeberg (Wocke fand im 
8 bis Anfang 9 die Minen auf Sorbus aucuparia). 

6. weaveri Stt. (4398). 

Im ganzen Gebirge verbreitet doch nur stellenweise (Wocke 
im 6). Mine an Vaccinium vitis idaea. 

7. argyropeza Z. (4409). 

Die Minen am Rande des Stadtwaldes bei Nikolsburg auf 
einem Espenbusch; Flugzeit im 5. 

minusculella H. S. fehlt in Niederöstereich, ebenso sorbi Stt. 
(Südostgrenze). 

In allen drei Nebenländern finden sich : Trifurcula palli- 
della Z., immundella Z., Nepticula atricapitella Hw., oxyacanthella 
Stt., splendidissimella H. S., gratiosella Stt., prunetorum Stt.*), 
marginicolella Stt., centifoliella Z., microtheriella Stt., argenti- 
pedella Z., agrimoniae Frey., sericopeza Z., turbidella Z., trima- 
culella Hw. und subbimaculella Hw., zusammen 16 Arten. 

XIV. Talaeporiidae. 

Talaeporia Hb. 

1. tubulosa Retz. (4423). 

Brünn (G. Ende 5 — 6 auf dem Hadiberg und im Schreib- 
walde), Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (Jogs Busch im Juni). 
Raupe auf Baumflechten, nach Höfner wird sie auch an Gräsern 
und anderen niederen Pflanzen gefunden. 

Solenobia Z. 

2. triquetrella F. R. (4439). 

Brünn (G. im 3, selten noch im 5 im Schreibwalde), Ostrauer 
Gebiet (Waw.), Spuler im 5. Raupe auf Mauerflechten. 

Beide Arten auch in allen Nachbarländern, in welchen sich 
noch außerdem Solenobia pineti Z. findet. 

*) In einem hei Fulnek gefangenen Stücke vermuten Rebel und 
Höfner diese Art. 

22* 



340 



XV. Tineidae. 

A. Atychiinae. 

Atychia Latr. 

1. appendiculata Esp. (4450). 

Brünn (G. Mitte 5 bis Mitte 6 auf dem Spiel-, gelben und 
Karthäuser Berg und vor der Kleidofka, nicht selten, im Sonnen- 
schein schwärmend), Nikolsburg (1 Stück vorm heiligen Berg). 
Raupe zweijährig in den Wurzeln der Festuca ovina. 

B. Ochsenheimeriinae. 
Ochsenheimeria Hb. 

2. taurella Schiff. (4467). 

Brünn (G. einmal 26. Juni auf dem Hadiberg), Nikolsburg 
(1 Stück am 9. Juli am Gartenzaune). Raupe lebt in Roggen- 
pflanzen und wird durch das Abnagen der Aehrenhalme, wo sie 
n Anzahl auftritt, leicht schädlich. 

C. Acrolepiinae. 
Acrolepia Gurt. 

3. cariosella Tr. (4475). 

Spieglitzer Schneeberg und mährische Saalwiesen (Götsch- 
mann), Spuler 5, 6 und 8. Raupe an Gnaphalium arenarium, nach 
Höfner in zusammengesponnenen Blättern. 

4. granitella Tr. (4486). 

Im Gesencke (Wocke 1, 8, überwintert im Frühjahr). Raupe 
miniert nach Wocke in den Blättern von Inula helenium. 

Röslerstammia Z. 

5. erxlebella F. (4490). 

Brünn (G. 12. April bei Karthaus), Spuler 5, 6. Raupe auf 
Linden, nach Mitterb. auch Haselnuß, anfangs ruinierend, später 
frei an der Blattunterseite. 

G. Tineinae. 

Narycia Stph. 

6. monilifera Geoffr. (4497). 

Brünn (G. 6). Raupe an Flechten von Eichen, Buchen, auch 
Zäunen, nach Höfner verzehrt sie auch kleine Insekten. 



341 



7. astrella H. S. (4498). 

Brünn (G. 5 oder 6 am gelben Berg). Baupe fand G. an 
mit Parmelia pulverulenta bewachsenen Nußbaumstämmen, einmal 
auch an Pyrus malus und Prunus domesticus, nach Spuler an Fichten. 

Euplocamus Latr. 

8. anthracinalis Sc. (4511). 

Brünn (G. 5, 6 im Schreibwalde und bei Eichhorn in 
Holzschlägen, nicht selten). Auf dem Spieglitzer Schneeberg 
(Kolenati), Nikolsburg (1 Stück Ende 5 im Stadtwalde). Raupe 
in faulendem Buchenholze, nach Mitterberger auch in Holz- 
schwämmen von Buchen, Eichen und Weißdorn. 

Scardia Tr. 

9. boleti F. (4520). 

Brünn (G. 6 — 8 im Czernowitzer- und Schreibwalde). Raupe 
fand G. in Holzschwämmen (Polyporen) der Erlenstöcke, nach 
Mitterb. auch in Schwämmen und im Holze von Buchen, Linden, 
Pappeln, Eichen und Tannen und in alten Weidenstöcken. 

10. tessulatella Z. (4521). 

Im ganzen Gebirge (Wocke im 6 stellenweise nicht selten). 
Raupe in Baumschwämmen und faulendem Holze. 

Ateliotum Z. 

11. hungaricellum Z. (4528). 

Brünn (G. sehr selten), nach Spuler im 7, 8. Baupe 
unbekannt. 

MonOpiS Hb. (Blabophanes H. S.). 

12. imella Hb. (4529). 

Nikolsburg (16. Juni), Fulnek (Wohnung, Jogs Busch, 21. Mai, 
12. Juni), Brünn (G. 5. Juni schon abgeflogen auf dem roten 
Berge). Die Raupe wurde nach G. in Anzahl auf einem im Acker 
liegenden Filzhute gefunden. 

12. a) ferruginella Hb. (4533). 

Nikolsburg (Juni, Juli im Hausgarten), Fulnek (30. Juni 
auf dem alten Friedhofe). Die Raupe jedenfalls in Abfällen 
(tierischen und pflanzlichen). 



342 



12. b) rusticella Hb. (4537). 

Nikolsburg (Ende Mai im Hausgarten sehr häufig), Fulnek 
(Schloßberg, ober Pollak 15. Mai, 22. Juni). Die Raupe wahr- 
scheinlich wie die der vorigen, nach Höfner auch in Vogelnestern, 
Teppichen, Holzschwämmen, ja selbst im Aase. 

Tricbophaga Rag. 

13. tapetzella L. (4539). 

Ostrauer Gebiet (Wawerka), Brünn (G. 5 in Wohnungen 
häufig), Nikolsburg (von 5 — 7 am Licht und e 1. aus mit Watte 
gefütterten Raupen gezogen). Die Raupe sehr schädlich an Federn, 
Tuchstoffen etc., in Gespinströhren. 

Tinea Z. 

14. fulvimitrella Sodof. (4540). 

Am Spiegl. Schneeberg (Wocke 5, 6 gesellig), auf den 
mähr. Saalwiesen (Götschmann). Raupe in faulendem Holze und 
Baumschwämmen. 

14. a) corticella Curt. (4544). 

Nikolsburg (10. Juni). Raupe in Schwämmen und faulem 
Holze. 

15. parasitella Hb. (4545). 

Brünn (G. 5 — 7, einmal). Raupe ähnlich der vorigen. 

15. a) quercicolella H. S. (4554). 

Fulnek (am 1. August im Hausgarten am Licht). Raupe in 
holzigen Schwämmen und krebsartigen Auswüchsen alter Eichen. 

16. granella L. (4555). 

Brünn (G. 4 bis Anf. 6 und 8 im Freien, in Gewächs- 
häusern und Getreidemagazinen, zahlreich). Wohl im ganzen 
Lande, ich kenne sie von Schildberg und Nikolsburg als in 
Kornspeichern sehr schädlich, ebenso von Fulnek. Raupe in 
Getreide oft in ungeheurer Zahl, die Körner zusammenspinnend. 
Auch an getrockneten Früchten, Pilzen etc. 

16. a) cloacella Hw. (4556). 

Nikolsburg, Fulnek, Ostrauer Gebiet (Wawerka). Raupe 
besonders in faulem Holze und in Baumschwämmen. 

17. ignicomella H. S. (4559). 

Auf dem Spieglitzer Schneeberg (Götschmann), Spuler 6, 7. 
Raupe unbekannt. 



343 



17. a) misella Z. (4580). 
Nikolsburg (Anf. 7). Raupe unbekannt. 

18. fuscipunctella Hw. (4583). 

Brünn (G. das ganze Jahr hindurch in Wohnungen), Nikols- 
burg (9. Juni), Fulnek (ober Pollak 22. Juni). Raupe in Staub 
und ähnlichen Abfällen, nach Mitterberger in V ogelnestern, an 
Wollstoffen, Holzschwämmen, Pflanzen etc., nach Gr. oft von der 
Larve einer winzigen Schlupfwespe bewohnt. Ei länglichrund. 
Pole abgeplattet, mit reihenförmigen Grübchen, fettigweiß. 

19. pellionella L. (4584). 

Brünn (G. e 1. Anf. 8), Nikolsbui'g (in einem Pelzkragen), 
Ostrauer Gebiet (Waw.j, Fulnek (in der Wohnung am 20. Juni 
und 15. Juli). Raupe in Pelzwerk und Wollstoffen. 

20. lapella Hb. (4596). 

Nikolsburg (1 Stück 10. Juni), Fulnek (Kapuzinerberg 
29. Juni), Spuler 5 und 8. Raupe in Vogelnestern. 

Meessia Hofm. 

20. a) argentimaculella Stt. (4611). 

Am Wege von Zauchtel nach Odrau (Prof. Dr. Rebel 
20. August). Raupe in Röhren an Mauerflechten. 

Tineola H. S. 

21. biselliella Hummel. (4624). 

Brünn (G. 6, 7 in Wohnungen häufig). Raupe in Pelzwerk, 
Insektensammlungen, Leder etc. in Gespinstgängen, nach Mitter- 
berger auch in ausgestopften Vögeln, nach Höfner auch in 
Herbarien. 

Incurvaria Hw. 

22. trimaculella H. S. (4653). 

Spieglitzer Schneeberg (Wocke 7). Die Raupe miniert nach 
Wocke in Geum rivale, nach Höfner auch an Saxifraga rotundifolia. 

23. praelatella Schiff. (4655). 

Brünn (G. Anf. 8 im Czernowitzer Wäldchen), Waldblöße 
bei Spieglitz (Götschm. 7), nach Wocke 5, 6 im ganzen Gebirge. 
Raupe miniert unterseits in Fragaria, nach Höfner auch an Brom- 
beeren, Alchemilla vulgaris etc. 

24. rubiella Bjerk. (4657). 

Waldblöße bei Spieglitz (Götschmann), Spuler 6, 7. Raupe 
in den Fruchtknospen von Himbeeren, nach Höfner im Herbste 



344 



im Marke lebend, nach der Ueberwinterung in den versponnenen 
Endtrieben. 

25. provectella Heyd. (4660). 

Im Altvatergebirge (Wocke 25. Juli im Kessel um Rosa 
alpina). Raupe vermutlich in Rosentrieben. 

26 vetulella Zett. (4665). 

Altvater und Schneeberg (Wocke 7 von 2000—4000 Fuß), 
auf letzterem auch von Gütschmann erbeutet. Raupe unbekannt, 
Höfner vermutet sie an Heidelbeeren. 

27. oehlmanniella Tr. (4668). 

Ramsau (Nagel), fliegt nach Spuler von Ende 5 bis 7. 
Fulnek (auf dem Schloßberge am 10. Juli). Raupe in Heidel- 
beeren ruinierend, nach Höfner auch im Hühnerdarm und anderen 
niederen Pflanzen, was vollkommen richtig sein dürfte, da es am 
Fulnecker Schloßberge Heidelbeeren nicht gibt. 

28. rupella Schiff. (4671). 

Altvater (Kolenati), daselbst in den Schluchten und auf dem 
Spieglitzer Schneeberg (Wocke 7). Raupe an Adenostyles. 

29. muscalella F. (4674). 

Brünn (G. 4 bis Ende 6), Nikolsburg (16. Mai im Stadt- 
walde), Fulnek (Jogs Busch Anfang Mai). Raupe auf Eichen, 
anfangs urinierend, später in einem Sacke; nach Höfner auch 
auf Buchen. 

Nemopbora Hb. 

30. swammerdamella L. (4678). 

Brünn (G. im Frühjahre in Wäldern, verbreitet und gemein; 
Otto 9. April), Ostrauer Gebiet (Waw.), Fulnek (Jogs Busch, 
Schloßberg im Mai), Nikolsburg (Ende 4, 5 am heiligen Berg 
und besonders im Stadtwalde sehr häufig). Raupe jung in den 
Blättern der Eiche, Buche und Schlehe urinierend, später in einem 
Blattsacke an niederen Pflanzen (Höfner). 

31. panzerella Hb. (4680). 

Brünn (G. am Ende der Flugzeit der vorigen.) 

32. pilulella Hb. (4685). 

Brünn (G. 5, 6 im Karthäuser Nadelwäldchen), im ganzen 
Gebirge bis in die Knieholzregion (Wocke bis 7), Fulnek (Jogs 
Busch Ende Mai, Juni). Raupe angeblich an Heidelbeeren, die es 
in Jogs Busch nicht gibt. 



345 



33. pilella F. (4686). 

Brünn (G. 4, 5 in einem Eichenschlage des Schreibwaldes, 
sehr häufig), Fulnek (Jogs Busch im Mai, darunter auch die 
ab. (v.) magna Z., die aus der Schweiz beschrieben wurde. 
Raupe unbekannt, wird gleichfalls an Heidelbeeren vermutet, 
muß aber auch an anderen Pflanzen leben. 

TT. Adelinae. 
Nemotois Hb. 

34. metallicus Poda (4691). 

Brünn (Gr. 7 auf Bergwiesen, oft gesellig an Knautia 
arvensis; Otto 8. Juni), Müglitz (Zinburg), Neutitschein (Otto 
14. Juli), Nikolsburg (7, auch noch Anf. 8 insbesondere am 
Muschelberg im Sonnenschein häufig), Fulnek (1 Stück in Jogs 
Busch schon am 13. Mai). Raupe anfangs an Skabiosenblüten. 

35. cupriacellus Hb. (4696). 

Brünn (G. 7, 8 auf Blumen im Schreibwalde, nicht häufig), 
Nikolsburg (im 7 im Hausgarten, auch noch in der Dämmerung). 
Raupe nach Höfner im Frühjahre sehr polyphag. 

35. a) viollelus Z. (4706). 

Fulnek (Schloßberg am 15. Juli). Raupe nach Höfner an 
Gentiana- Arten. 

36. minimellus Z. (4708). 

Brünn (G. mit cupriacellus). Raupe anfangs in den Blüten 
von Succisa, Scabiosa, Sedum, später am Boden, nach Höfner im 
Frühjahre auch Sedum-Arten benagend. 

37. dumeriliellus Dup. (4710). 

Brünn (G. 7 an Anthemis tinctoria-Blüten). Raupe anfangs 
in den Blüten der Succisa pratensis, später am Boden, wie die 
vorigen in einem Sacke. 

Adela Latr. 

38. cuprella Thnbg. (4712). 

Brünn (Kupido vom Frühjahr bis 5 an Weidenblüten). 
Raupe unter Weiden, diese und alle anderen Arten als Sackträger. 

39. viridella Sc. (4713). 

Brünn (G. im Schreibwalde verbreitet und häufig um 
Eichenbüsche), Ostrauer Gebiet (Waw.), Spuler 5, 6. Raupe 
unter Laub, frißt nach Mitterb. (Sorhagen) nachts an den jungen 
Trieben von Buchen und Haseln. 



346 



40. associatella Z. (4715). 

Auf einer Waldblöße bei Spieglitz (Götschmann 7), Spuler 
6 ; 7. Raupe unter Fichten und Tannen an den abgefallenen 
grünen Nadeln, welche von ihr ausgehöhlt werden (Mitterberger- 
Schütze). 

41. croesella Sc. (4717). 

Brünn (G. Ende 5, Anf. 6 im Schreibwalde sehr zahlreich 
um einen Lindenbusch), Fulnek (Schloßberg am 26. Juni.) Raupe 
unter Ligustrum vulgare, nach Höfner in der Jugend in dessen 
Blüten. 

42. degeerella L. (4721). 

Brünn (G. Ende 5, 6 in Wäldern verbreitet und häufig), 
Neutitschein (Otto 18. Juni), Nikolsburg (Ende 6, Anf. 7, d. h. 
im kalten Jahre 1909, am Rande des Stadtwaldes um die 
Schlehenbüsche gesellig im Sonnenschein, ähnlich Mücken 
spielend), Fulnek (Hirschberg, Jogs Busch, Schloßberg Ende Mai, 
Juni bis in den Juli, häufig). Raupe unter niederen Waldpflanzen, 
nährt sich nach Mitterberger von Alsine, Solidago, Rumex, 
Vaccinium und Anemone nemorosa. 

42. a) mazzolella Hb. (4739). 

Nikolsburg (Muschelberg am 4. Juli in Anzahl im Sonnen- 
scheine fliegend). Raupe unbekannt. 

43. rufimitrella Sc. (4741). 

Brünn (G. im 5 bei Obrzan, im Sobieschitzer und Czerno- 
witzer Walde nicht selten). Raupe anfangs an den Samen von 
Sisymbrium alliaria und Cardamine pratensis, später am Boden. 

44. rufifrontella Tr. (4744). 

Brünn (Gärtner im 6 auf Wiesen im Sonnenschein. Raupe 
unbekannt, nach Zeller (Mitterb.) an Valerianella. 

54. fibulella F. (4748). 

Brünn (G. 5 auf Blüten der Veronica chamaedrys), Ramsau 
(Nagel). Raupe in den Samen von Veronica officinalis und 
Chamaedrys, später nach Sorhagen (Mitterb.) an den dürren 
untersten Stengelblättern. 

Atychia appendiculata Esp. fehlt Schlesien, Ateliotum 
hungaricellum Z. und Ad. mazzolella Hb. Schlesien und Böhmen, 
alle drei erreichen in Mähren die Nordgrenze ihrer Verbreitung : 
Nemotois violellus Z. fehlt in Böhmen. 



347 



In allen 3 Nachbarländern finden sich: 

Ochsenheimeria vacculella F. R., Acrolepia assectella Z. ? 
Roeslerstammia pronubella SchhT., Lypusa maurella F., Teichobia 
verhuella Stt., Monopis monachella Hb., Tinea arcella F., arcu- 
atella Stt., albicomella H. S v semifulvella Hb., Incurvaria capi- 
tella Cl., koerneriella Z., pectinea Hw. ; Nemophora schwarziella Z., 
metaxella Hb., Nemotois fasciellus F., Adela congmella F. R v 
ochsenheimerella Hb. und violella Tr., insgesamt 19 Arten. 

XVII. Eriocraniidae. 

Eriocrania Z. 

1. subpurpurella Hw. var. fastuosella Z. (4752 a). 

Fulnek (Jogs Busch am 12. Mai), Brünn (G. im 4 ; 5 im 
Schreibwalde um Gesträuche.) Die Raupe miniert in Eichen und 
Haseln. 

2. unimaculella Zett. (4753). 

Nach Wocke auch im Gebirge in der ersten Hälfte 4 T 
häufig. Die Raupe miniert in Buchenblättern. 

Beide Arten wurden auch in den Nachbarländern beobachtet, 
dortselbst finden sich überdies : sparmanella Bosc, semipurpu- 
rella Stph. und purpurella Hw., 3 Arten. 

XVIII. Micropterygidae. 

Micropteryx Hb. 

1. aureatella Sc. (4765). 

Im ganzen Gebirge verbreitet (Wocke 5 und 6 ; bis über 
2000 Fuß Höhe). Raupe unbekannt, Höfner vermutet sie an 
Heidelbeeren. 

2. ammanella Hb. (4766). 

Brünn (Otto 3. April), Neutitschein (Otto 9. April), Spuler 
5, 6. Raupe unbekannt, sie wird an Heidelbeeren und anderen 
niederen Pflanzen vermutet. 

3. aruncella Sc. (4779). 

Fulnek (2 Stück an der Waltersdorfer Straße bzw. in Jog^ 
Busch am 13. Juni und 7. Juli erbeutet), Brünn (G. 5, 6 häufig 
bei den Karthäuser Teichen), nach Wocke im ganzen Gebirge 
verbreitet (im 6 an den Blüten der Spiraea aruncus). Raupe 
unbekannt, angeblich an feuchtem Moose. 



348 



4. calthella L. (4782). 

Brünn (G. 5, sehr häufig im Czernowitzer Walde und bei 
den Karthäuser Teichen, besonders auf den Blüten von Caltha 
palustris). Raupe anscheinend unbekannt, als Futterpflanzen werden 
Caltha palustris, Eanunculus acris und repens, Astmoos und 
feuchtes Moos angegeben. (Mitterb.). 

Alle Arten auch in den 3 Nachbarländern, außerdem noch 
Micropteryx thunbergella F. 

Die Gesammtzahl der in Mähren gefundenen sogenannten 
Kleinschmetterlinge beträgt demnach bloß 854 Arten. 

Die Gesamntzahl der in allen 3 Nachbarländern (Nieder- 
Oesterreich, Böhmen, Schlesien) konstatierten, gewiß auch in 
Mähren vorkommenden Arten beträgt weitere 258 Arten. 



Nachträge und SchlußbemerkungeD. 

Schon nach Fertigstellung dieser Arbeit erhielt ich ein im 
Verlage der Lehrmittelsammelstelle Mährisch- Trübau erschienenes 
Werkchen über die Großschmetterlinge der Umgebung von 
Mährisch-Trübau, welches von den Lehrern Herrn Alois Czerny 
i Bürgerschuldirektor) und Herrn Johann Tuppy verfaßt wurde 
und hauptsächlich die Fangergebnisse Herrn Karl Wingelmüllers 
veröffentlicht. Dasselbe zählt 335 Arten auf, darunter eine für 
Mähren neue Spezies : Acronycta abscondita Tr., welche (1 Stück) 
im 7 am Schönhengstkamme erbeutet wurde. 

Für die Gegend neu sind: 

Apatura ilia Schiff (Porstendorf; in der clytie-Form bereits 
von Josef Zinburg erwähnt), Pyram. cardui L. (im 6 sehr häufig), 
Melitaea cinxia L. (Wiesen unterm Burgstadtl und Schönhengst 
im 5 häufig), trivia Schiff (im 7, Schönhengstwiesen, selten), 
Argynnis adippe L. (im 8), Satyrus circe F. (im 7 am Steinberg 
unter der Wand, für Müglitz bereits von Zinburg konstatiert), 
Satyrus arethusa Esp. (Wachberggipfel im 8 des Jahres 1910, 
nicht selten), Lycaena astrarche Bgstr., eumedon Esp. (7 Kunzen- 
dorfer und Tschuschitzer Wiesen, häufig), Carcharodus alceae Esp. 
(4, 5 im Hellgraben), Sphinx ligustri L. (im 6 in den Stadtgärten 
und in Ranigsdorf), Odontosia carmelita Esp. (5, 6 vereinzelt), 
Ocneria detrita Esp. (1 Stück im Laubwald nächst dem Undangser 
Forsthause), Malacosoma castrensis L., Cosmotriche potatoria L., 



349 



Saturnia pyri Schiff (1 Stück in den 70er Jahren auf dem Hut- 
busch, 1 Stück im Jahre 1909 in Ranigsdorf), Agrotis tritici L. 
(6, 7 am Rande des Burgstadls geködert) 7 Mamestra dissimilis 
Knoch. (5 und 8 am Burgstadl geködert), Rhizogramma detersa Esp. 
(7, selten), Gortyna ochracea Hb. (9 in den Meierhofgärten am 
Licht), Xanthia lutea Ström, (im 9 am Bache bei Ranigsdorf), 
Heliothis ononis F. (7 am Köder), Herminia derivalis Hb. 
(6 einmal im Eichwald), Acidalia trilineata Sc. (8 in Gärten, 
nicht häufig), moniliata F. (7, einzeln, Hutbusch), marginepunctata 
Goeze (6, Steinberg, oft an Felsen), Larentia capitata H. S. 
(5 und 8 Bräuhausgarten), Numeria pulveraria L. (5, 6 Ranigs- 
dorf), Ennomos autumnaria Wbg. (im 9 zwei Stücke), Ther. 
evonymaria Schiff. (7, 8 in Gärten), Boarmia selenaria Hb. 
(8 Hutbusch, nicht häufig), Scoria lineata Sc. (7 am Rande des 
Burgstadtl), Hylophila prasinana L. (6 an der Burgstadllehne), 
Callimorpha quadripunctaria Poda (1 Stück bei Uttigsdorf). 
Zygaena scabiosae Scheven (7 am Fuße des Burgstadtl ober der 
Schießstätte, nicht häufig), lonicerae Scheven (1 Stück im Pohres- 
Grund), angelicae O. (7, 8 am Rande des Eichwaldes), Sesia 
tipuliformis Cl. (6 in den Stadtgärten), Bembecia hylaeiformis Lasp. 
(6 im Brauhausgarten). 

Dieses Werkchen bedeutet gegen Florian Czernys Ver- 
zeichnis einen Fortschritt, da es meist Fangdaten und Fundort 
angibt, ist aber im allgemeinen viel zu wenig umfangreich, um 
Schlüsse auf die etwaigen Veränderungen in der Zusammen- 
setzung der Mährisch-Trübauer Lep. fauna ziehen zu können. Im 
Nachtrage sind übrigens auch die von Florian R. Czerny ange- 
gebenen Arten (wenn auch nur unvollständig) aufgezählt. 

Die Artenzahl des Mährisch-Trübauer Gebietes erhöht sich 
demnach auf 628, dasselbe kann daher mit Rücksicht auf das 
rauhe Klima als gut durchforscht bezeichnet werden. 

Wawerka erwähnt für das Ostrau-Karwiner Kohlenbecken 
folgende im 1. Teile für diese Gegend nicht erwähnte Arten 
(Ubiquisten meist nicht berücksichtigt): Papilio machaon L. T 
Aporia crataegi L., Euchloe cardamines L. und deren ab. diniensis B.. 
Colias hyale L., edusa F., Pyrameis atalanta L., cardui L., 
Melitaea cinxia L., Argynnis selene Schiff., adippe L., Zephyrus 
quercus L., betulae L., Adopaea lineola 0., acteon Rott., von der 
Gattung Lycaena den einzigen icarus Rott., Protoparce convolvuli L., 
Cerura bicuspis Bkh., Notodonta ziczae L., dromedarius L., phoebe 



350 



Siebert, Lophopteryx camelina L., Ptilophora plumigera Esp., 
PygaeracurtulaL., anachoreta F., pigra Hufn., Orgyia gonostigmaF., 
antiqua L., Porthesia similis Fuessl., Cosmotriche potatoria L., 
Odonestis pruni L., Drepana lacertinaria L., binaria Hfn., Panthea 
coenobita Esp. ; Acronycta lepörina L., megacephala F., auricoma F., 
euphorbiae F., Agrotis fimbria L., augur F., triangulum Hfn., 
ditrapezium Bkh., rubi View., plecta L., simulans Hfn. lucipeta F., 
putris L., nigricans L., tritici L. und deren ab. aquilina Hb., 
ypsilon Rott., crassa Hb., praecox L., Pachnobia rubricosa F., 
Mamestra dissimilis Knoch. ; persicariae L., thalassina Rott. ; trifolii 
Rott., dentina Esp., chrysozona Bkh., Serena F., Dianthoecia nana 
Rott., cucubali Fuessl., Apamea testacea Hb., Miana strigilis Cl. 
und deren ab. latruncula Hw., bicoloria Vill. Hadena porphyrea Esp., 
monoglypha Hfn., lithoxylea F., sublustris Esp., rurea F. und 
deren ab. alopecurus Esp., basilinea F., gemina Hb., unanimis Tr., 
secalis L. mit ab. nictitans Esp. und ab. leucostigma Esp., 
Dichonia aprilina L., Dipterygia scabriuscula L. Trachea 
atriplicis L., Euplexia lucipara L., Hydroecia nictitans Rkh. und 
deren ab. erythrostigma Hw., micacea Esp., Calamia lutosa Hb., 
Leucania impudens Hb., pallens L., conigera F., albipuncta F., 
turca L. Grammesia trigrammica Hfn., Caradrina morpheus Hfn., 
alsines Brahm, ambigua F., Amphipyra tragopogonis L , livida F., 
Taeniocampa stabilis View., incerta Hfn. und deren ab. fuscata Hw., 
gracilis F., Plastenis retusa L., von Orthosien nur pistacina F., 
Xanthia citrago L., lutea Ström., fulvago L., Xylina socia Rott., 
furcifera Hfn., Calocampa vetusta Hb., Cucullia verbasci L., luci- 
fuga Hb., absin thii L., Heliaca tenebrata Sc, Heliothis dipsacea L., 
Pyrrhia umbra Hfn., Erastria argentula Hb., fasciana L.. Rivula 
sericealis Sc, Plusia moneta F., festucae L., jota L.. Pseudophia 
lunaris Schiff, Catephia alchymista Schiff., Catocala electa Bkh., 
nupta L., Parascotia fuliginaria L., Zanclognatha tarsipennalis, 
Madopa salicalis Schiff., Bomolocha fontis Thnbg., Hypena 
rostralis L. und die im 1. Teile übersehene für Mähren ganz 
neue Leucania straminea Tr. (1938). 

Diese Gegend ist aus den von Wawerka angeführten Ur- 
sachen, insbesondere wegen des Kohlenstaubes und des schweren 
Bodens sehr artenarm, beherbergt aber immerhin eine Anzahl 
recht interessanter Falter. 

Auffallend ist, daß viele sonst im Lande überall vorkommende 
Arten fehlen, so : Malanargia galatea L., Erebia medusa F., 



351 



Aphant. hyperanthus L., Thanaos tages L., Metopsilus porcellus L. ; 
Er. lanestris L., Saturnia pavonia L. und andere. 

Für die Gegend von Mähr.-Rotwasser (Schildberg) wäre in 
der Argynnis niobe L. und ihrer ab. eris Meig. ein Zuwachs 
auszuweisen (laut Mitteilung des H. Ad. Langhammer), daher 244 
Arten. 

Für Friedland bei Mistek wären nachzutragen Adopaea 
lineola 0. und Agrotis rubi View., die ich Ende Juli dort fing 
und Agrotis primulae Esp. var. conflua Tr., die mir Herr Rolf 
Benirschke einsandte; letztere Art ist für die Beskiden neu. 

Für Neutitschein neu ist die von Frl. Ella Schuster Ende 
August am Licht im Wohnzimmer gefangene Rivula sericealis 
Sc, daher 560 Arten. 

Auch diejenigen Arten seien noch genannt, die mir aus dem 
Fulneker Bezirke bekannt geworden sind, soweit sie nicht bereits 
im 1. Teile angeführt wurden und soweit es sich nicht um ganz 
gemeine Arten wie Pieris brassicae L. und dergleichen handelt. 

Papilio podalirius L. Sehr selten, ich sah erst ein Stück vor 
Schießls Wald; Pap. machaon L., einzeln in und um Fulnek in 
zwei Generationen; Aporia crataegi L., je 1 Stück im Juli der 
Jahre 1911 und 1912; Pieris daplidice L., von Prof. Dr. Rebel 
bei Zauchtel gefangen ; Euchloe cardamines L., immer nur einzeln 
in Jogs Busch, am Kapuzinerberg, im Tiergarten; Leptidia sina- 
pis L. gen. vern. lathyri Hb., einzeln im Mai in Jogs Busch, die 
Sommerform noch gar nicht beobachtet; Colias hyale L., einzeln 
auf Kleefeldern; Apatura iris L., von einem jungen Manne am 
Schloßberge gefangen; Apatura ilia Schiff, ab. clytie Schiff, (wie 
iris L.) ; Limenitis sibilla L., von demselben am Hirschberge er- 
beutet ; Pyrameis atalanta L., von Ende Mai ab einzeln ; cardui 
L., gleichfalls von Ende Mai ab nur einzeln ; Coenonympha iphis 
Schiff., Ende Juni, Juli bei Jogs Busch häufig; Thecla pruni L., 
ich fand am Kapuzinerberge eine Raupe auf einem Pflaumen- 
baume; Zephyrus betulae L., 1 c? am 30. August auf dem 
Kapuzinerberg; Chrysophanus virgaureae L., von dem genannten 
jungen Manne am Schloßberg konstatiert: Lycaena argyrognomon 
Bgstr., — ich meine damit die größere Art — bei Jogs Busch 
im Juli 1911 nicht selten angetroffen; minima Fuessl., erst ein 
Stück am 12. Mai unter Jogs Busch gesehen; cyllarus Rott., im 
Juni einzeln vor Mähr.- Wolfsdorf, bei Schießls Wald und Jogs 
Busch; Adopaea lineola O. und thaumas Hufn., an der Walters- 



352 



dorfer Straße und um den Feldweg zu Jogs Busch im Juli, 
August nicht selten; Hesperia alveus Hb., von Prof. Dr. Rebel 
bei Zauchtel erbeutet; Dilina tiliae L. ab. brunnea Bartel, ein 
Stück vor Jogs Busch; Deilephila galii Rott, ein Stück im Juni 
im Hausgarten in der Dämmerung um Blumen ; Drymonia chao- 
nia Hb., nähere Daten unbekannt; Leucodonta bicoloria Schiff., 
ein Stück am 5. Juni in Jogs Busch während der Spätdämmerung; 
Lymantria monacha L. ab. eremita O., ein Stück im heißen und 
trockenen Jahre 1911 im Hausgarten am Licht; Cosmotriche 
potatoria L., am elektrischen Licht im Wohnhause, Ende Juli 
schon sehr defekt; Endromis versicoloria L., bisher ein einziges 
cf am 24. März 1912 in Jogs Busch gesehen; Aglia tau L., die 
Stammform bereits im 1. Teile angegeben, ich sah Anfang Mai 
1912 auf der Waldwiese im unteren Teile von Jogs Busch auch 
ein ganz dunkles Männchen rasenden Fluges über die Büsche 
setzen, ohne seiner habhaft werden zu können, ich kann daher 
über dieses hochinteressante Stück leider keine nähere Angabe 
machen, kann aber ruhigen Gewissens versichern, daß eine Ver- 
wechslung mit einer anderen Art ganz ausgeschlossen ist. Ob die 
Hitze des Vorjahres oder die anormale Kälte des Frühjahres 1912 
hiebei eine Rolle spielte, bleibe dahingestellt, jedenfalls war 
tau hier im Jahre 1912 viel seltener wie im Vorjahre. 

Agrotis putris L. (1 def. Stück im Juli auf dem Kapuziner- 
berg), corticea Hb. (Ende Juli auf dem Kapuzinerberg im 
Gebüsche, schon abgeflogen), Mamestra chrysozona Bkh. (1 Stück 
im Juli an einem Lindenstamme auf dem Kapuzinerberg), tha- 
lassina Rott, (am 17. Juni auf dem Kapuzinerberg), Dianthoecia 
compta F. (am J6. Juli im Hausgarten um Blumen), Bryophila 
algae F. (1 Stück im August auf dem Kapuzinerberge an einer 
Linde), Hadena lithoxylea F. (am 11. Juli in der Wohnung),, 
secalis L. ab. nictitans Esp. (auch bei Fulnek häufig), Leucania 
albipuncta F. (im Hausgarten am 5. September am Köder), 
Caradrina taraxaci Hb. (1 Stück Ende Juli in einer Kammer des 
Wohnhauses), Panolis griseovariegata Goeze (im April in Anzahl 
n Schießls Wald und Jogs Busch von Nadelbäumen geklopft; 
bald bunter bald einfärbiger), Orthosia circellaris Hufn. (e L 
schon am 10. Juli aus Zitterpappelkätzchen gezogen, bzw. später 
mit Löwenzahn und Wegerich gefüttert; am Köder bei Jogs 
Busch im August), Xanthia fulvago L. (häufig aus Sahlweiden- 
kätzchen gezogen), Xylina socia (am 5. September im Hausgarten 



353 



am Köder), Emmelia trabealis Sc. (1 Stück am 22. Juni vor 
Schießls Wald, hier also im Gegensatze zu Nikolsburg bisher 
selten), Abrostola tripartita Hfn. (von Prof. Dr. Rebel bei 
Zauchtel gefangen), Laspeyria flexula Schiff, (je 1 Stück am 
Schloßberg und in Schießls Wald im Juli), Parascotia fuliginaria L. 
(2 Stücke im Juli im Orte an Mauern), Zanclognatha tarsicri- 
nalis Knoch. (1 Stück am 9. Juli auf dem Kapuzinerberge), 
Hypena rostralis L. ab. variegata Tutt und unicolor Tutt auch 
in Fulnek gefangen. 

Es befinden sich also in dieser Liste fast nur gemeine 
Tiere, sie seien aber der Vollständigkeit halber nicht außeracht 
gelassen. Auffallend ist, daß ich von gemeinen Arten bisher nicht 
beobachten konnte : Euproctis chrysorrhoea L. und Malacosoma 
neustria L., zweifellos werden sie ja nicht fehlen; auch von 
Lymantria dispar L. fand ich bisher nur eine Raupe. 

Die Artenzahl von Sternberg erhöht sich um die von Herrn 
Ferdinand Satory im Juli 1907 im Obergrnnd erbeutete Larcntia 
blomeri Curt., die für Mähren neu ist, auf 189. 

Auch in der Frainer Gegend (Luggau etc.) konstatierte 
Herr Satory im Juli der Jahre 1911 und 1912 wieder einige für 
diese Gegend neue Arten, es sind dies : Metopsilus porcellus L. 
(eine Raupe), Notodonta dromedarius L. (eine Raupe, der Falter 
schlüpfte am 31. März), Orrhodia rubiginea F. (eine Raupe, der 
Falter schlüpfte am 12. September), Heliothis dipsacea L. (eine 
Raupe, der Falter schlüpfte am 8. Mai), Catocala promissa Esp. 
(29. Juli), Thyatira batis L. (2 Raupen, eine ergab nach acht- 
tägiger Puppenruhe den Falter am 5. August, die andere nach 
der lieber winterung am 10. März), Acidalia bisetata Hufn. 
(2 Stücke), Ephyra pendularia Cl. (23. Juli), annulata Schultze 
(28. Juli), Selenia bilunaria Esp. gen. aest. juliaria Hw. (14. Juli), 
Gnophos furvata Schiff. (Thayatal bei Frain 24. Juli), Trochilium 
apiformis Cl. (in copula am 13. Juli). 

Hier sei dann auch noch eine Anzahl neuer oder weniger 
bekannter, im 1. Teile oft nicht berücksichtigter Formen nachge- 
tragen, deren Kenntnis ich zumeist der Freundlichkeit des Herrn 
k. k. Oberrechnungsrates Zdenko Zelezny verdanke. 

Parnassius mnemosyne ab. athene Stich. Brünn (Zel. bei 
Lösch im Rzitschkatale am 30. Mai 1907). 

Colias hyale ab. heliceides Selys. Brünn (Zelezny einige 
Exemplare bei Obrzan und Billowitz). 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn. LI. Band. 23 



354 



C. hyale ab. flava Husz. Brünn (Zel., Billowitz, Ochos und 
Strzelitz). 

C. edusa ab. helice Hb. Brünn (Zel. 1 prachtvolles Stück bei 
Adamstal am 27. August 1903). 

C. edusa ab. faillae Stef. Brünn (Zel. Obrzan 20. August 1905, 
Billowitz 8. September 1907 und 28. August 1910). 

Colias myrmidone ab. edusoides Skala, Olmütz (Bahr bei 
Hombok 1 d 1 am 27. August 1895), Brünn (Zelezny); siehe int. 
ent. Z. 6, J. Nr. 3 ; S. 15. 

C. myrmidone ab. 9 lutea Zelezny i. I. bei Brünn. Herr 
Oberrechnungsrat Zelezny schreibt hierüber: Grundfarbe wie bei 
chrysotheme Esp., die gelben Flecke der Vorderflügel etwas 
größer wie bei normalen Stücken, auf den Hinterflügeln ver- 
breitern sie sich aber derart, daß sie den schwarzen Saum bis 
auf einige Randstriche ganz verdrängen und in eine ca. 4 mm 
breite Binde übergehen, deren Farbe mit der des Innenfeldes fast 
zusammenfließt, so daß das Tier ein auffallend helles Aus- 
sehen hat. 

C. myrmidone ab. 9 alba Stgr. Brünn (Zel. bei Obrzan 
am 15. August 1909 und auf dem Hadiberge in 1 Gen. am 
28. Mai). 

C. myrmidone ab. 9 nigerrima Piesz. Brünn (Zel. in Obrzan 
am 20. August 1905). 

C. myrmidone ab. flavescens Garb. Brünn (Zel. 1 9 am 
22. Juli 1904 im Geißtale bei Billowitz und, was besonders 
bemerkenswert ist, bei Obrzan auch ein cf, der vermöge der blaß 
ledergelben Färbung wohl am besten hier unterzubringen wäre, 
vielleicht aber auch zur ab. bahri Skala gezogen werden könnte. 

C. myrmidone ab 9 obscura Skala, Brünn (Zelezny ein 
Stück am 2. August 1910 auf der Baba hinter dem Jägerhause. 

C. myrmidone ab. micans RÖber, Olmütz (Bahr fand cf 
und 9 bei Hombok, siehe int. ent. Z. ? 6. J., Nr. 3). 

Ueber die Veränderlichkeit der vorgenannten drei Coliaden 
schreibt Herr Zelezny wie folgt : „Ich neige zu der Ansicht, daß 
Colias hyale, myrmidone und edusa sich untereinander paaren 
und dadurch weibliche Kreuzungsprodukte, so insbesondere 
zwischen myrmidone und edusa entstehen, die sehr schwer aus- 
einanderzuhalten sind. In meiner Sammlung, die gegen 100 Stück 
myrmidone in allen Farbenabtönungen von orangerot bis hellgelb 
und weiß enthält, befinden sich 9 Tiere, die ebenso für myrmidone 



355 



als auch für edusa angesehen werden können. So z. B. Stücke, 
deren Hinterflügel einen breiten schwarzen Saum (wie bei edusa) 
aufweisen, während die gelben, etwas reduzierten Flecke darin 
die typische Form, geschlossene Saumfleckenreihe, der myrmidone 
tragen." 

Colias chrysotheme Esp. Auspitz (Zel. 1 cT vom Kreuzberg, 
15. August 1905). 

Gonepteryx rhamni ab. $ intermedia Tutt, Brünn (Zel. bei 
Billowitz). 

Vanessa 1-album Esp. Brünn (Zel. Ende Juli 1901 in Obrzan, 
ein überwintertes Exemplar im Schreib walde am 31. März 1907). 

Melitaea didyma F. ab. radiata Aign. Olmütz (Bahr im Juli 
1895 bei Hombok; int. ent. Z. 6. J. Nr. 3). 

Melitaea aurelia Nick. ab. britomartis Assm. 1 9 von Nikols 
bürg, einige Stücke im Jahre 1911 in Jogs Busch bei Fulnek. 

Erebia medusa F. ab. satoryi Zelezny i. I. Brünn (Zel. fing 
bei Bilowitz am 31. Mai 1908 ein c? mit ockergelber Ober- und 
Unterseite, ganz so wie bei Coenon. pamphilus ; er benennt es zu 
Ehren seines Freundes, des fleißigen Brünner Sammlers Ferdinand 
Satory). 

Satyrus arethusa ab. obscura Seitz. Brünn (bei Ochos am 
8. August 1909 von Satory und Zelezny je ein cf erbeutet.) 

Pararge achine ab. althaea Rbl. Brünn (Zel. bei Popüwek 
am 21. Juni 1908). 

Chrysophanus dispar v. rutilus Wrnbg. Brünn (Zel. Ende 
Juli 1902 oder 1903 im Geißtal bei Bilowitz). Für die Lokalfauna 
Brünns neu (Artzuwachs). 

Die auf Seite 14 und 15 des 1. Teiles gegebene Zusammen- 
stellung erfährt durch neuere Forschungen in einzelnen Positionen 
feine kleine Ausdehnung. 

Bei Nikolsburg erhöht sich die Zahl der Geometridae um 
zwei, der Nolidae um 1 Art, Gesamtzahl daher 683. 

Bei Friedland b. M. steigt die Zahl der Rhopalocera auf 85, der 
Noctuidae auf 89, der Geometridae auf 111, Gesamtzahl 366 Arten. 

Bei Frain und Umgebung steigt die Zahl der Sphingidae 
um 1, der Notodontidae um 1 Art, Noctuidae 3, Cymatophoridae 1, 
Geometridae 5, Sesiidae 1 Art, Gesamtzahl 219 Arten. 

Bei Brünn wurde 1 neuer Tagfalter konstatiert. 

Die durch Wawerkas und meine eigene Tätigkeit neu durch - 
orschten Gebiete von Ostrau und Fulnek (wobei Prof. Dr. Rebeis 

23* 



356 



Notizen über Zauchtel erwünschte Verwendung fanden), sowie die 
Nachträge bezüglich der Microlepidopteren für Nikolsburg seien 
im Folgenden nachgetragen, wodurch eine nicht unwesentliche 
Wendung zum Besseren erfolgt. 













r3 

O 






Familie 


ikolsbu 


strauer 
Gebiet 


ulnek 


ähren 


Nieder- 
esterrei 


öhmen 


jterr.-uE 
f onarch 






o 


fe 




o 


W 




Khopalocera u. Hesperndae 




35 


59 


140 


156 


130 


213 






10 


12 


20 


20 


18 


22 






12 


3 


35 


32 


32 


37 










1 


1 


1 


2 






'8 


5 


15 


15 


12 


18 


T • ' A 




6 


3 


18 


18 


18 


21 


"m i • i • i 






1 


1 


1 


1 


1 










2 


2 


2 


3 








3 


4 


5 


3 


7 






3 


3 


7 


7 


7 


7 










1 


1 


1 


1 






125 


87 


390 


454 


339 


615 


Cymatoph. u. Brephidae . . 


• 


5 


3 


12 


12 


10 


13 


Geometridae 




104 


1 QO 
1ÖZ 


322 


oo9 


29Z 


5U9 


Nolidae u. Cymbidae . . . 




4 


2 


13 


15 


8 


18 




• 






2 


2 


2 


3 




• 


10 


20 


39 


40 


40 


55 






2 


6 


18 


20 


16 


29 


Oof hlididap 






1 


2 


2 


2 


2 






2 


6 


18 


21 


15 


40 


W /i n i l / I tj O 




2 


o 
O 


22 


29 


21 


41 






2 


1 


4 


b 


2 


7 






3 


1 


5 


6 


5 


8 


Macrolepidoptera , . . 




333 


351 


1091 


1254 


977 


1673 




88 


33 


54 


150 






' faß 


Pteroph u. Orneodidae . . 


10 


3 


11 


29 








83 


31 


114 


257 










3 


1 


1 


8 


© 






6 


1 


17 


28 


'S 




§1 


Plutellidae 


3 


1 


5 


18 


EH 


EH 


IS3 S 


Gelechiidae 


39 


4 


42 


139 




iH 


34 


Elachistidae . . 


14 




27 


89 






o o 




3 




19 


53 


.3 


a 


> ö 


Lyonetiidae 






5 


14 






$ .2 


Nepticulidae 


4 




1 


7 




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2 


1 


2 






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<Z> 3 


Tineidae 


17 


5 


18 


54 














1 


2 






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Micropterygidae 






1 


4 










270 


81 


317 


854 









357 



Die von mir bei Nikolsburg gesammelten Arten erhöhen 
sich auf 917, bei Fulnek erbeutete ich 1911 und 1912 infolge der 
meist recht ungünstigen Witterung nur 635 Arten. Letztere 
Gegend scheint übrigens im Verhältnisse zu Nikolsburg sehr arm 
an Arten und auch an Individuen zu sein. Es ist aber zu 
bemerken, daß die Hitze und Dürre des Jahres 1911 und die 
Kälte und Nässe des Jahres 1912 der Falterwelt, beziehungsweise 
ihrer Entwicklung abträglich war. 

H. A. Joukl führt in seinem Werke : Motylove a housenky 
stredni evropy S. IV — XXXII außer den meisten der von mir 
in den Vergleichstabellen für Böhmen angeführten Arten noch 
Folgende an: Thais polyxena Schiff. (Most), Parn. delius Esp. 
(Marienbad, Budweis), Mel. cynthia Hb., Erebia epiphron Knoch. 
(Erzgebirge), Erebia melampus Fuessl. (na pradedu), Lyc. jolas 0. 
(St. Prokop, Neuhütte, Kladno etc.), Hesp. sidae Esp. (Karlstein 
mit ?), Hyp. morio L. (Budweis), Acr. abscondita Tr., Agr. 
sobrina Gn. (Ritschan), punicea Hb., umbrosa Hb., musiva Hb. 
(Pürglitz, Wschenor), signifera F. (Petrin), puta Hb., Pachnobia 
leucographa Gn. (Johannisbad), Had. funerea Hein., Dryob. furva 
Esp., Non. geminipunctata Hatch., Leuc. vitellina Hb. (Wschenor), 
Mes. oxalina Hb. (Branik, Wschenor), Cosmia abluta Hb., Orth, 
ruticilla Esp. (Krtsch), Cuc. lychnitis Rbr. (bei Prag, Pisek, 
Neuhütte, blattariae Esp. (bei Prag), chamomillae Schiff. (König- 
grätz), Zancl. tarsicrinalis Knoch. (Zawist etc.), Brephos puella 
Esp., Nem. viridata L., Acid. degeneraria Hb. (Radotin, Dobri 
chowitz, Modrzan etc.), Ches. spartiata Hbst., rufata F. 
(Hodkowitschka), Lar. flavicinctata Hb., alpicolaria H. S., unan- 
gulata Hw., sagittata F., Tephr. venosata F. (Eisenstein, Pisek, 
etc.), assimilata Gn., pumilata Hb., Collix sparsata Tr., Gnoph. 
myrt. v. obfuscaria Hb., Cleogene lutearia F. (Sojowitz, Milowitz, 
Bela unt. Bezd.), niveata Sc. (bei Prag), Nola togatulalis Hb. 
(Dobrichowitz, Kralup etc.), confusalis H. S. (Jirna, Karlik, 
Wschenor etc.), Earias vernana Hb., Zyg. exulans Hochw. (Erz- 
gebirge), laeta Hb., Reb. plumella H. S., Fumea betulina Z., Bac. 
sepium Spr., Sesia formicaeformis Esp. (Zawist), Coss. terebra F. 
(Königgrätz, Wessely a. L.). 

Viele dieser Angaben sind gänzlich unglaublich und aus 
diesem Grunde messe ich auch den übrigen Angaben wenig 
Wert bei. Aus dem gleichen Grunde habe ich auch die von 



358 

Hüttner für Karlsbad angegebenen Arten nicht beachten können, 
trotz mancher gegenteiligen Anschauung. 

Dagegen wären die von Dr. Binder (Wartha) erbeuteten 
Dasych. selenitica Esp. und Leuc. obsoleta Hb. beim Vergleiche 
zu berücksichtigen. 

Schließlich sei nochmals an alle Sammler, die irgendwie 
ernst genommen werden wollen und die das Sammeln nicht gleich 
Kindern als Spielerei betreiben, die Bitte gerichtet, ihre Erfahrungen 
entweder selbst zu veröffentlichen oder aber dem Verfasser zur 
seinerzeitigen Publizierung mitzuteilen. 



* 



Index der Gattungen (Macrol). 



"Die römischen Zahlen bedeuten den Teil (I im 50. Bande, II in diesem 
Bande), die arabischen die Seitenzahl. 



A. 



Abraxas Leach II 163 

Abrostola O I 225 

Acanthopsyche Heyl II 214 

Aeherontia 1 142 

Acidalia Tr II 121 

Acontia Tr I 222 

Acosmetia Stph 1 205 

Acronycta O I 169 

Adopaea Wats I 135 

Aeiia Hb I 228 

Aglaope Latr II 222 

Aglia Hb I 206 

Agrotis O I 171 

Ammoconia Led I 194 

Amphidasis Tr II 176 

Amphipyra O I 206 

Anaitis Dup II 134 

Anarta Tr I 221 

Angerona Dup II 169 

Anisopteryx Stph II 174 

Artbocbaris B I 92 

Antbrocera Scop II 217 

Apamea Tr 1 189 

Apatura F i 98 

Aphantopus Wallgr I 120 

Aplasta Hb II 118 

Aporia Hb I 90 

Aporophyla Gn 1 193 

Apterona Mill II 215 

Araschnia Hb I 105 

Arctia Schrk II 199 

Arctinia Eichw. II 199 

Arctornis Germ. I 157 

Argynnis F 1 111 

Arichanna Moore II 162 

ArsiloDche Ld I 171 

Aspilates Tr II 185 

Asthena Hb II 154 

Augiades Wats I 137 

B. 

Bacotia Tutt II 217 

Bapta Stph II 164 

Bembeeia Hb, II 223 

Biston Leach II 175 



Boarmia Tr II 176 

Bombycia Stph I 187 

Bomolocha Hb I 234 

Brachionycha Hb I 195 

Brenthis I 111 

Brephos O II 117 

Brotolomia Ld I 198 

Bryophila Tr I 188 

Bupalus Leaeh ....... II 182 

c. 

Calamia Hb I 201 

Callimorpha Latz II 201 

Callophrys Billb I 124 

CalJopistria Hb I 197 

Calocampa Steph I 216 

Calophasia Stph I 217 

Calymnia Hb I 209 

Caradrina Hb I 204 

Carcharodus Wat-» I 138 

Catophia O I 228 

Catocala Schrk I 229 

Caustoloma Ld II 171 

Celaena Stph 1 190 

Cerura Schrk I 146 

Charaeas Stph I 181 

Chariclea Stph I 222 

Chariptera Gn I 195 

Cheimatobia Stph II 136 

Chesias Tr II 135 

Chloantha Gn I 197 

Chloroclystis Hb II 160 

Choerocampa Dup I 144 

Chrysophanus Hb I 125 

Cilix Leach 1 167 

Cirrhoedia Gn I 210 

Cleogene B II 185 

Cleophana B I 218 

Cochüdion Hb II 213 

Codunia Hb II 130 

Coenonympha Hb I 121 

Colias Leach I 93 

Collix Gn II 161 

Colocasia O I 169 

Coscioia Hb II 202 

• Cosmia O I 209 

Cosmotriche Hb I 162 



360 



Cossus F II 224 | 

Craniophora Snell I 171 i 

Crocallis Tr II 169 ! 

Cucullia Schrk I 218 

Cyaniris Dalm I 135 I 

Cymatophora Tr II 116 

D. 

Daphnis Hb I 143 

Dasychira Stph I 156 

DeilephiJa O I 144 

Deilinia Hb II 164 

Deiopeia Stph II 202 

Demas Stph I 169 

Dendrolimus Germ I 163 

Diacrisia Hb IL 198 

Dianthoecia B 1 186 

Diastictis Hb II 183 

Dichonia Hb I 196 

Dicrauura B I 147 

Dicycla Gn. I 209 

Dilina Dalm 1 142 

Diloba B I 189 

Diphtera Hb I 168 

Dipterygia Stph I 196 

Drepana Schrk I 16C 

Drymonia Hb I 148 

Dryobota Ld I 196 

Dysauxes Hb II 195 

Dyschorista Ld I 210 

Dyspessa Hb II 225 

E. 

Earias Hb TI 193 

Eccrita Ld I 230 

Ellopia Tr II 165 

Ematurga Ld II 182 

Enimelia Hb I 225 | 

Endromis O I 164 

Endrosa Hb II 203 j 

Ennomos Tr II 166 j 

Ephyra Dup II 130 

Epichnopteryx Hb II 216 | 

Epicnaptera Rbr I 162 | 

Epinephele Hb I 121 j 

Epineuronia Rbl I 191 

Epione Dup II 171 

Epirrhantis Hb II 162 j 

Episema Hb I 193 ! 

Epizeuxis Hb I 232 j 

Erastria O I 223 ! 

Erebia Dalm I 114 | 

Eriogaster Germ I 160 

Eublemma Hb I 223 

Eubolia Ld II 184 

Euchloe Hb I 92 j 

Euclidia O I 228 

Euchloris Hb II 119 



Eucosmia Stph II 137 

Eupithecia Curt II 154 

Euplexia Stph I 19N 

Euproctis Hb I 156 

Eurymene Dup II 170 

Exaereta Hb I 148 

F. 

Fidonia Tr II 182 

Fumea Stph II 217 

G. 

Gastropacha O. . I 163 

Geometra L II 119 

Gluphisia B I 148 

Guophos Tr II 180 

Gnophria Stph II 204 

Gonepteryx Leach. I 98 

Gonodontis Hb II 169 

Gortyna Hb I 200 

Grammesia Stph I 204 

H. 

Habrosyne Hb II 116 

Hadena Schrk I 190 

Heliaca H. S I 221 

Heliöthis Tr I 221 

Helotropha Ld I 199 

Hemaris Dalm I 146 

Hemithea Dup II 121 

Hepialus F IT 226 

Herminia Latr I 233 

Hesperia Wats I 138 

Heterogenea Knoch II 213 

lleteropterus Dum I 135 

Himera Dup II 169 

Hipocrita Hb II 202 

Hoplitis Hb I 148 

Hoporina Blanch I 216 

Hybernia Latr II 173 

Hydroecia Gn I 199 

Hygrochroa Hb II 169 

Hyloicus Hb I 144 

Hylophila Hb II 194 

Hypena Schrk I 234 

Hypogymna Hb I 155 

Hypopta Hb II 225 

Hyppa Dup I 196 

I. 

Ino Leach II 212 

J. 

Jaspidea B I - 199 



361 



L. 

Larentia Tr II 139 

Laria Hb I 157 

Lasiocampa Schrk I 161 

Laspeyria Germ I 231 

Lemonia Hb. I 168 

Leptidia Billb I 92 

Leucania Hb I 202 

Leucc-chloe Röber I 91 

Leucodonta Stgr I 150 

Limenitis F I 99 

Lithocampa Gn I 217 

Lithosia F II 204 

Lithostege Hb II 134 

Lobophora Curt II 135 

Lophopteryx Stph. I 152 

Luceria Hein I 201 

Luperina B I 190 

Lycaena F I 127 

Lygris Hb II 138 

Lymantria Hb I 157 

Lytbria Hb II 131 

M. 

Macroglossum Sc I 145 

Macrothylacia Rbr I 161 

Madopa Stph I 233 

Malacosonia Auriv I 159 

Mamestra Hb. ....... I 182 

Mania Tr I 198 

Maniola 1114 

Melanargia Meig I 113 

Melitaea Fabr I 105 

Mesogona B I 208 

Mesotype Hb II 133 

Metopsilus Dune I 145 

Metrocampa Latr II 166 

Miana Stph I 187 

Miltochrista Hb II 203 

Mimas Hb I 142 

Minoa Tr II 133 

Miselia O I 195 

Mythimna Hb I 203 

N. 

Naenia Stph I 199 

Nemeobius Stph I 123 

Nemoria Hb II 120 

Neptis F I 100 

Nola Leach II 191 

Nonagria O I 200 

Notodonta 1 149 

Nudaria Hw II 202 

Numeria Dup II 165 

o. 

Ochrostigma Hb I 150 

Ocneria Hb I 158 



Odezia B II 133 

Odonesti Germ I 163 

Odontosia Hb I 151 

Oeonistis Hb II 204 

Operophthera Hb II 136 

Opistograptis Hb II 170 

Oreopsyche Spr II 214 

Org\ia O I 155 

Orrhodia Hb I 214 

Ortholitha Hb. . II 132 

Orthosia O I 211 

Oiu-apteryx Leach II 170 



P. 

Pachnobia Gn I 181 

Pachytelia Westw II 214 

Pamphila Wats I 136 

Panemeria Hb I 221 

Panolis Hb I 208 

Panthea Hb I 168 

Papilio Latr I 85 

Pararge Hb 1 119 

Parascotia Hb. I 231 

Parasemia Hb II 198 

Parnassius Latr I 87 

Pechipogon Hb I 233 

Pelosia Hb II 206 

Pericallia Hb II 201 

Perigrapha Ld I 206 

Pergesa Wik I 145 

Phalera Hb I 153 

Phasiane Dup II 183 

Pheosia Hb 1 148 

Phibalapteryx Stph II 161 

Phigalia Dup II 174 

Phlogophora Tr I 198 

Phragmatobia Stph II 196 

Pieris Schrk I 90 

Plastenis B 1 210 

Plusia O I 226 

Poecilocampa Stph I 160 

Polia O I 194 

Polygonia Hb I 104 

Pohoploca Hb .II 117 

Porthesia Stph I 157 

Proserpina Hb I 145 

Prothymnia Hb I 224 

Protoparce Burm. ...... I 143 

Pseudophia Gn I 228 

Pseudoterpna Hb II 118 

Psodos Tr II 181 

Psyche Schrk II 214 

Psychidea Rbr II 216 

Plerogon B I 145 

Pterostoma Germ I 152 

Ptil »phora Stph I 153 

Pygaera O I 153 

Pygmaena B II 181 



362 



Pyrameis Hb I 101 

Pyrrhia Hb T 222 

R. 

Rebelia Heyl II 215 

Rbizogramma Ld I 197 

Rhodostrophia Hb II 131 

Rhyparia Hb II 198 

Rivula Sc I 224 

Rusina Stph 1 205 

s. 

Sarrotbripus Curt II 193 

Saturnia Schrk I 165 

Satyrus Westw I 116 

Sciapteron Stgr. ...... II 219 

Scodiona B II 184 

Scoliopteryx Germ I 225 

Scopelosoma Curt 1 215 

Scoria Stph II 185 

Scotosia Stph II 138 

Sclenephera Rbr I 162 

Selenia Hb II 167 

Selidosema Hb II 182 

Semothisa Hb II 172 

Senta Stph I 201 

Sesia F II 219 

Simplicia Gn I 232 

Simyra I 171 

Smerinthus Latr I 142 

Sora Hein I 181 

Spatalia Hb I 150 

Sphinx O I 143 

Spilosoma Stph II 196 

Stauropus Germ I 147 

Stegania Dup II 164 

Sterrhopteryx Hb II 215 

Stilpnotia Westw. I 157 

Synopsia Hb II 176 

Syntomis O II 194 



A. 

abietaria Goeze (Tephr cl.) . . II 156 

abietis Schiff. (Das.) .... I 156 

abjecta Hb. (Had.) I 191 

abscondita Tr. (Acr.) .... I 170 

absinthiata Cl. (Tephr.) ... II 156 

absinthii L. (Cuc.) I 220 

abstinentaria Fuchs (Lyth.) . . II 132 

acaciae F. (Th.) I 124 

aceraria Schiff. (Anis.) .... II 174 

aceris Lep. (Nept.) I 100 



T. 

Taeniocampa Gn I 236 

Tapinostola Ld I 201 

Tephroclystia Hb II 154 

Tephronia Hb .II 179 

Thais F I 87 

Thalera Hb II 120 

Thalpochares Ld I 223 

Thamnonoma Ld II 183 

Thanaos B I 140 

Thaumetopoea Hb I 155 

Thecla F I 123 

Therapis Hb II 168 

Thyatira Hb II 116 

Thyris O I 168 

Timandra Dcp II 131 

Toxocampa Gn I 230 

Trachea Hb I 298 

Trichiura Stph I 160 

Trichosea Grote I 168 

Triphosa Stph II 137 

Trochilium Sc II 218 

V. 

Valeria Stph I 199 

Vanessa F I 102 

Venilia Dup II 171 



Xanthia O I 212 

Xylina O I 216 

Xylocampa Gn I 217 

Xylomiges Gn I 197 

z. 

Zanclognatha Ld I 232 

Zephyrus Dalm I 115 

Zeuzera Latr II 225 

Zygaena F II 207 



I aceris L. (Acr.) I 169 

acetosellae F. (Mes.) I 208 

achilleae Esp. (Zyg.) .... II 207 

achine Sc. (Par.) I 120 

acrogynoides Reverd. (Mel.) . I 107 

actaeata Walddf. (Tephr.) . . II 157 

acteon Rott. (Ad.) I 137 

acutangulata Chr. (Lar.) ... II 143 

adaequata Bkh. (Lar.) .... II 151 

adippe L. (Arg.) I 1 12 

adjunctaria B. (Ae.) II 128 

adusta Esp. (Had.) I 190 



Index der Arten, Abarten und Varietäten (Macrol). 



363 



»dustata Schiff. (Abr.) .... II 163 

advena F. (Main.) 1 182 

advenaria IIb. (Ep.) II 171 

aeacus Esp. (Zyg.) II 210 

aeruginea Hb. (Dich.) .... I 196 

aescularia Schiff. (Anis.) ... II 174 

aestiva Stgr. (Sei.) II 168 

aethiops Esp. (Er.) I 115 

aethiops Hw. (Miana) .... 1 187 

affinis L. (Cal.) I 209 

affinis Stgr. (Ses.) II 223 

affinitata Stph. (Lar.) .... II 150 

agamos Hb. (Cat.) I 230 

aglaja L. (Arg.) I 112 

agrestaria Dup. (Pseud.) ... II 118 

ain Hochenw. (PJ.) I 227 

alba Stgr. (Col.) I 96 

alba Spl. (Arg.) I 112 

albicans Skala (Col.) .... I 94 

albicans Pieszczek (Mel.). . . I 107 

albicillata L. (Lar.) II 148 

albicollis F. (Acont.) .... I 222 

»lbicolon Hb. (Mam.) .... I 183 

albida Skala (Ep.) I 121 

albimacula Bkh. (Diantli .) . . I 166 

albiccellaria Hb. (Cod.) ... II 130 

albipuncta F. (Leuc.) .... 1 203 

albipunctata Hw. (Tephr.) . . II 157 

albovenosa Goeze (Ars.) ... I 171 

albula Schiff. (Nola) II 192 

albulata Schiff. (Lar.) .... II 151 

albas Kebel (Parn.) I 88 

alceae Esp. (Carch.) 1 138 

alchemillata L. (Lar.) .... II 150 

alchymista Schiff. (Cat.) ... I 228 

alciphron Rott. (Chrys.) ... I 126 

alcon F. (Lyc.) I 134 

alcyone Schiff. (Sat.) I 117 

algae F. (Br.) I 188 

aliena Hb. (Mam.) I 184 

alni L. (Acron.) I 169 

alniaria L. (Enn.) II 167 

alopecurus Esp. (Had.) .... I 192 

alpina Stgr. (Mel.) I 107 

alpina Frey. (Las.) I 161 

alpinata Sc. (Psod.) II 181 

alpium Osb. (Dipht.) .... I 168 

alsineä Brahm (Car.) .... I 204 

alternaria Hb. (Sem.) .... II 172 

althaea Rbl. (Par.) II 355 

altheae Hb. (Carch.) I 138 

alveus Hb. (Hesp.) 1 169 

amandus Sehn. (Lyc.) .... I 130 

amata L. (Tim.) II 131 

amathusia Esp. (Arg.) .... I 111 

ambigua F. (Car.) I 205 

ambusta F. (Cirrh.) I 210 

amoena Stgr. (Zyg.) .... II 211 

amphidamas Esp. (Chrys.) . . I 127 

anachoreta F. fPyg ) . . . . I 154 



anastomosis L. (Pyg.) .... I 154 

aneeps Goeze (Not.) I » 50 

ancilla L. (Dys.) II 195 

angelicae O. (Zyg.) ..... II 209 

angularia Thnbg. (Bo.) ... II 178 

annellata Z. (Ses.) II 222 

annullata Schultze (Cod.) . . II 130 

anseraria H. S. (Asth.) ... II 154 

antiopa L. (Van.) I 104 

antiqna L. (Org.) I 156 

antirrhini Hb. (Cleoph.) ... I 218 

apicata Tutt. (Col.) I 93 

apiciaria Schiff. (Ep.) .... II 171 

apiformis Cl. (Troch.) .... II 218 

apollo L. (Parn) I 87 

appensata Ev. (Lob.) .... II 136 

aprilina L. (Dich.) I 196 

aptata Hb. (Lar.) II 142 

aquata Hb. (Phib.) II 161 

aquilina Hb. (Agr.) .... I 179 

arcania L. (Coen.) I 122 

arcas Rott. (Lyc.) I 1 35 

areuinna Hb. (Eubl.) .... 1 223 

areuosa Hw. (Pet.) I 205 

ardua Mn. (Ep'ch.) II 216 

arenacearia Hb. (Eub). ... II 184 

areola Esp. (Xyl.) I 217 

arete Müller (Aph.) I 120 

arethusa Esp. (Sat.) I 118 

argentina Schiff. (Spat.) ... I 150 

argentula Hb. (Er.) ... .1 223 

argiades Pall. (Lyc.) .... I 127 

argiolus L. (Cyan.) I 135 

argus L. (Lyc.) I 128 

ariae Hb. (Trich.) I 160 

arion L. (Lyc.) I 134 

arsilache Esp. (Arg.) .... I 111 

artemisiae Hufn. (Cuc.) ... I 220 

artesiaria F. (Diast.) ... II 183 

asclepiadis Schiff. (Abr.) ... I 225 

asella Schiff. (Het.) II 213 

asiatica Men. (Parn.) .... I 87 

assimilata Gn. (Tephr.) ... II 156 

associata Bkh. (Lygr.). ... II 139 

astatiformis H. S. (Ses.) ... II 222 

astrarche Bgstr I 129 

asteris Schiff. (Cuc.) I 219 

atalanta L. (Pyr.) I 101 

athalia Rott. (Mel.) I 109 

athamanthae Esp. (Zyg ) ... II 210 

athene Stich. (Parn ) I 89 

atomaria L. (Emat.) II 182 

atra L. (Acanth.) II 214 

atra L (Oreops.) II 214 

atrata L. (Od.) II 133 

atriplicis L. (Trach.) I 198 

atrohmbata Skala (Het) ... I 136 

atropos L. (Ach.) 1 150 

augur F. (Agr.) I 173 

aulica L, (Arct.) II 200 



364 



aurago F. (Xanth.) I 213 

aurantia Tutt. (Lyc.) .... I 132 

aurantiaca Spr. (Pap ) . . . . I 86 

aurantiaria Esp. (Hyb.) . . . II 173 

aurea Huene (PI.) I 226 

aurelia Nick. (Mel.) I 110 

auricoma F. (Acron.) .... I 170 

aurinia Rott. (Mel.) I 105 

autumnalis Ström. (L*-n\) ... II 152 

autumnaria Wernbg. (Enn.) . . II 166 

% autumnata Bkh. (Lar.) .... II 146 

aversata L. (Acid.) ..... 11 126 

B. 

badiata IIb. (Lar.) II 153 

babri Hirschke (Zyg.) .... II 210 

baja F. (Agr.) I 174 

bajaria Schiff. (Hyb.) .... II 173 

barbalis Hb. (Pech.) .... I 233 

bäsilinea F. (Had.) I 102 

batis L. (Thyat.) II 116 

baton Brg I 121) 

bellargus Rott. (Lyc.) .... I 131 

bellidice O. (Pier.) I 91 

bellus Gerb. (Zeph.) I 125 

bcrberata Schiff. (Lar.) ... II 153 

berolinensis Stgr. (Zyg.) ... II 211 

betulae L. (Zeph.) ..... I 125 

betularia L. (Amph.) .... II 176 

betalina Z. (Fum.) II 217 

bicolorana Fuessl. (Hyl.) . . . II 194 

bicolorata Hufn. (Lar.) ... II 140 

bicoloria Schiff. (Leucod.) . . I 150 

bicoloria Vill. (Miana) .... I 187 

bicuspis Bkh. (Cer.) I 146 

bidentata CI. (Gon.) II 169 

bifida Hb. (Cer.) I 147 

bilineata L. (Lar.) II 152 

bilunaria Esp. (Sei.) II 167 

bimaculata F. (Bapta) ... II 164 

bimaculatus Eim. (Pap.) ... I 87 

bimaculosa L. (Mis.) .... I 195 

binaria Hufn. (Drep.) .... I 1(37 

bipunctaria Schiff. (Orth.) . . II 133 

bipunctata Cosm. (Thais) ... I 87 

bistortata Goeze (Boarm.) . . II 179 

bisetata Hufn. (Ac.) II 124 

blomeri Curt II 151 

bombycella Schiff. (Psych.) . . II 216 

boreata Hb. (Cheim.) .... II 136 

bornemanni Stndf. (Sat.) ... I 165 

bractea F. (PI.) I 126 

brassicae L. (Pieris) I 90 

brassicae L. (Mam.) I 183 

briseis L. (Sat.) I 117 

britomartis Assm I 110 

brittiogeri Rbl. (Parc). ... I 88 

brizae Esp. (Zyg.) II 207 

brumata L. (Cheim.) II 137 



brunensis Skala (Van.). ... I 102 

brunensis Skala (Zyg.) .... II 209 

brunnea Bartel (Dil.) .... I 143 

brunnea F. (Agr.) I 176 

brunnea Lampa (Scop.) ... I 215 

brunneata Thnbg. (Thamn.). . II 183 

; brunnescens Skala (Lith.) . . II 134 

I bucephala L. (Phal.) I 153 

bryoniae O. (Pier.) I 91 

c. 

caeca Fuchs. (Aph.) I 120 

caecimacula F. (Amm.) ... I 194 

caeruleocephala L. (Dil.) ... I 18H 

! caeruleopunctata Schultz (Chrys.) I 125 

I caesarea Goeze (Arct.) .... II 199 

caesiata Lang. (Lar.) .... II 146" 

caestrum Hb. (Hyp.). ... II 225 

caja L. (Arct.) II 199 

! c-album L. (Pol.) I 104 

caliginosa Hb. (Ac.) I 205 

callunae Palm. (Las.) .... I 161 

ealvaria F. (Ep.) I 232" 

cambrica Curt. (Lar.) ... II 143 

< camelina L. (Lopb.) I 152 

j Camilla Schiff. (Lim.) .... I 99 

| campanulae Frr (Cuc.) ... I 219 

] candelisequa Esp. (Acr.) ... I 169 

catdelisequa Hb. (Agr.) ... I 177 

candidata Schiff. (Astb.) ... II 154 

| cannae O. (Non.) I 200 

I capitata H. S. (Lar.) .... II 152 

capreolaria F. (Num.) .... II 165 

i capsincola Hb. (Dianth.) ... I 186 

captiuncula Tr. (Miana) ... I 188 

I cararia Hb. (Steg.) II 164 

cardamines L. (Euchl.) .... I 92 

cardui L. (Pyr.) I 101 

cardui Hb. (Hei.) I 221 

j carmelita Esp. (Od.) I 151 

carniolica Sc. (Zyg.) II 211 

carpinata Bkh. (Lob.) .... II 135 

carpophaga Bkh. (Dianth. ) . . I 187 

j carthami Hb. (Hesp.) .... I 138 

casta Esp. (Arct.) II 200 

i casta Pall. (Fum.) II 217 

I castigata Hb. (Tephr.) .... II 157 

1 castrensis L. (Mal.) .... I 169 

catax L. (Er.) 1 160 

catenatus Hw. (Agr.) .... I 180 

celerio L. (Choer.) I 144 

celsia L. (Jasp.) I 199 

centripuncta Clark. (Dil.) ... I 143 

ceronus Esp. (Lyc ) I 132 

cervinata Schiff, (Orth.) ... II 132 

j certata Hb. (Eue.) II 137 

I cespitis F. (Epin.) I 182 

I chamomillae Schiff. (Cuc.) . . 1 220 

I chaonii Hb. (Drym.) .... I 149 



365 



chi L. (Polia) I 194 

chloerata Mab. (Chlor.) ... II 161 

chlorana L. (Ear) II 193 

chloros Hb. (Ino) LI 212 

chrysitis L. (PI.) . I 226 

chrysorrhoea L. (Eupr.) ... I 156 

chrysotheme Esp. (Col.) ... 1 94 

chrysozona Bkh. (Mam.) ... I 185 

cicatricalis Tr. (Nola) .... II 192 

cincta F. (Per.) I 206 

cinctaria Schiff. (Bo.) .... II 176 

cinerea Hb. (Agr.) 1 178 

cinerearia Dup. (Eub.) .... II 184 

cinxia L. (Mel.) 1 106 

einxioides Müsch. (Mel.) ... 1 1(J6 

circe F. (Sat.) I 116 

circellaris Hufn (Orth.). ... I 211 

citrago L. (Xanth.) I 212 

clathrata L. (Phas.) II 183 

cleodoxa O. (Arg.) I 113 

cloelia Bkh. (Synt.) IL 195 

clytie Schiff. (Ap.) I 99 

c-nigrum L. (Agr.) I 175 

coarctata F. (Ortb.) II 132 

coenobita Esp. (P.) I 168 

cohaerens Skala (Coen ) . . . I 122 

cohaesa H. S. (Agr.) I 175 

collina B. (Agr.) I 174 

comes Hb. (Agr.) I 174 

coniitata L. (Lar.) II 154 

comma L (Aug ) I 137 

comma L. (Leuc.) I 202 

communimacula Hb. (Thalp.) . I 223 

complana L. (Lith.) 11 205 

compta F. (Dianth.) I 186 

conflua Tr. (Agr.) I 176 

confluens Courv. (Lyc. cor.) . I 132 

confluens Dziurz (Zyg. ach ) II 208 

confluens Dziurz (Zyg. ang.) . II 209 

confusalis H. S. (Nola). . . . II 19 1 

conigera F. (Leuc.) 1 203 

conjuncta Tutt (Zyg.) .... II 209 

conopiformis Esp. (Ses.) ... II 220 

consona F. (PI.) I 226 

consonaria Hb. (Bo.) .... II 179 

consortaria F (Bo.) II 178 

conspersaria F. (Scod). ... II 185 

conspicillaris L. (Xyl.). ... I 217 

contigua Vill. (Mam.) .... I 184 

convergens F. (Dich.) .... I 196 

conversaria Hb. (Bo.) .... II 177 

convolvuli L. (Prot.) .... I 143 

coretas O. (Lyc.) I 127 

coridon Poda (Lyc.) I 132 

coronata Hb. (Chlor.) .... II 160 

coronillae Esp. (Zyg.) .... II 210 

corticata Tr. (Phib.) II 162 

cortlcea Hb. (Agr.) ..... I 179 

corylata Thnbg. (Lar.) .... II 153 

coryli L. (Demas) I 169 



corythalia Hb. (Mel.) .... I 110 

cossus L. (Coss.) II 224 

craccae F. (Tox) I 231 

crassa Hb. (Agr.) I 180 

crataegi L. (Agr.) I 90 

crataegi L. (Trieb.) I 160 

crenata Esp. (Gluph.) .... I 148 

crenulella Brd. (Apt.) .... II 215 

crepuscularia Hb. (Bo.) ... II 179 

cribrumalis Hb. (Herrn.) ... I 233 

crinalis Tr. (Herrn.) I 233 

cristatula Hb. (Nola) .... II 192 

croceago F. (Hop.) I 214 

croceus Fourc. (Col.) .... I 95 

cucubali Fue sl. (Dianth.) . . I 186 

cuculla Esp. (Loph.) I 152 

cucullata Hufn. (Lar.) .... II 147 

cuculatella L. (Nola) .... II 191 

culieiformis L. (Ses.) .... II 221 

cultrarla F. (Drep.) I 167 

cuprea Hb. (Agr.) I 176 

curtula L. (Pyg.) I 154 

curvatula Bkh. (Drep.). ... I 167 

cuspis Hb. (Acr.) I 170 

cyllarus Rott. (Lyc.) I 134 

cytisi Hb. (Zyg.) LI 209 

D. 

dahlii Hb. (Agr.) I 176 

damon Schiff. (Lyc.) I 133 

daplidice L. (Pier.) I 91 

debiliata Hb. (Chlor.) .... II 161 

deeeptoria Sc. (Er.) I 224 

deeeptricula Hb. (Br.) .... 1 188 

decora Hb. (Agr.) I 178 

decorata Bkh. (Ac.) II 129 

defessaria Frr. (Boarm.) ... II 179 

defoliaria Cl. (Hyb.) II 174 

degenerana Hb. (Sarr.) . ... II 193 

degeneraria Hb. (Ac.) .... II 126 

delphinii L. (Char.) I 222 

demacnlatus Frühst. (Parn.) . I 89 

denotata Hb. (Tephr.) .... II 157 

dentimacula Hb. (Epis.) ... I 193 

dentina Esp. (Ma .) I 185 

deplana Esp. (Lith.) II 204 

depuneta L. (Agr.) I 206 

depunet* Schultz (Spil.) ... II 195 

derasa L. (Hahr.) II 116 

derivalis Ht. (Herrn ) .... I 233 

designata Rott. (Sar.) .... II 145 

destrigaria Hw. (Bo.) .... II 177 

detersa Esp. (Rhiz.) 1 197 

detrita Esp. (Ocn.) I 158 

deversaria H. S. (Ac.) .... II 126 

dia L. (Arg.) I 111 

dietaeoides Esp. (Pheos.) ... I 149 

dietynna Esp. (Mel.) 1 110 

didyma F. (Mel.) I 106 



366 



didymata L. (Lar.) II 143 

diffinis L. (Cal.) I 209 

dilectaria Hb. (Steg.) .... II 164 

dilucidaria Hb. (Gnoph.) ... II 181 

diluta F. (Pol.) II 117 

dilutana Hb. (Sarr.) II 193 

dilutaria Hb. (Ac.) II 125 

dilutata Bkh. (Lar.) II 146 

dimidiata Hufn. (Ac.) .... II 123 

diniensis B. (Lept.) I 92 

dipsacea L. (Hei.) I 221 

dispar L. (Lym.) I 157 

dissimilis Knoeli. (Mam.) ... I 184 

ditrapezium Bkli. (Agr.) ... 1 175 

divisa Stgr. (Zyg.) II 207 

dodonaea Hb. (Drym.) .... I 148 

dolabraria L. (Eur.) II 170 

doleschalli Rühl (Zyg.) . . Ij 209 

dominula L. (CalJ.) II 201 

dorilis Hufn. (Chrys.) .... I 127 

dotata L. (Lar.) ...... II 189 

dromedarius L. (Not.) .... I 149 

dryas Scop. (Sat.). ..... I 118 

dubitata L. (Tripb.) II 137 

duraetata Tr. (Gnoph.) .... II 180 

dumi L. (Lern.) I 164 

duplaris L. (Cyna.) II 117 

E. 

ectypa Hb. (Leuc.) I 202 

edusa F. (Col.) I 95 

edusoides Skala. (Col.). ... II 354 

egerides Stgr. (Par.) I 119 

electa Bkb. (Cat.) I 229 

elinguaria L. (Croc.) II 169 

elocata Esp. (Cat.) 1 229 

elpenor L. (Choer.) I 145 

emarginata L. (Ac.) II 126 

emortualis Schiff. (Zand.) . . I 232 

empiformis Esp. (Ses.). ... II 222 

ephialtes L. (Zyg.) II 209 

epiphron Kn. (Er.) I 114 

ereptricula Tr. (Br.) I 188 

ericetaria Vill. (Sei.) II 182 

eris Meig. (Arg 1 .) I 112 

erminea Escf. (Dicr.) .... I 147 

erosaria Hb. (Enn.) II 167 

eruta Hb. (Agr.) I 179 

erysimi Bkh. (Lept.) .... I 92 

erythia Hb. (Sat ) I 118 

erythrocephala F. (Orrh.) . . I 214 

erythrostigma Hw, (Hydr.) . . I 199 

cumedon Esp. (Lyc.) .... I 129 

euphemus Hb. (Lyc.) .... I 134 

euphorbiae L. (Deik) .... I 144 

euphorbiae F. (Acr.) I 170 

euphrosine L. (Arg.) ..... I 111 

europcme Esp. (CoJ.) .... I 93 

eurjale Esp. (Er.) I 115 



evidens Hb. (Leuc.) I 203 

evonymaria Schiff. (Ther.) . . II 168 

exanthemata Sc. (Deil.) ... II 165 

exclamationis L. (Agr.) ... I 178 

exiguata Hb. (Tephr.) .... II 160 

exoleta L. (Cal.) I 216 

expallidata Gn. (Tephr.) ... II 156 

F. 

fagi Scop. (Sat.) I 116 

fagi L. (Staur.). ...... I 147 

faillae Stef. (Col.) II 354 

f-album Esp. (Pol.) I 104 

falcataria L. (Drep.) I 166 

farinata Hufn. (Lith.) .... II 134 

fascelina L. (Das.) I 156 

fasciana L. (Er.) I 224 

fasciata Skala (Mel.) ... I 107 

fasciata Skala (Lyc.) .... I 135 

fasciata Tutt. (Miana) .... I 187 

fasciata Gillm. (Croc.) .... II 179 

favillacearia Hb. (Scod.) ... II 184 

fenestrella Sc. (Thyr.) .... I 168 

ferrugata Cl. (Lar.) II 144 

festucae L. (PJ.) I 227 

filicata Hb. (Ac.) II 125 

filipendulae L. (Zyg.) .... II 208 

fimbria L. (Agr.) I 172 

fimbrialis Sc. (Thal.) .... II 120 

firmata Hb. (Lar.) II 142 

fissipuncta Hw I 210 

flaccidaria Zell. (Ac.) .... II 129 

flammatra F. (Agr.) I 177 

flava Husz. (Col.) I 93 

flava Aign. (Arct.) II 199 

flava Robson (Zyg.) II 208 

flavago F. (Xanth.) I 213 

flavescens Garb. (Col.) .... II 354 

flavescens Esp. (Xanth.) ... I 213 

flavicaria Hb. (Caust.) .... II 171 

navicincta F. (Pol.) I 194 

flavicinctata Hb. (Lar.) ... II 146 

flavicornis L. (Pol) II 117 

flavidaria Ev. (Eub.) .... II 184 

flexula Schiff. (Lasp.) .... I 231 

fluctuata L. (Lar) II 143 

fluctuosa Hb. (Cym.) II 116 

fluviata Hb. (Lar.) II 145 

forcipula Hb. (Agr.) I 178 

fontis Thnbg. (Bom.) .... I 234 

formicaeformis Esp (Ses.) . . II 221 

fragariae Esp. (Orrh.) .... I 214 

fraterna Ar. (Nou.) I 200 

fraudatricula Hb I 188 

fraxini L. (Cat.) ...... I 229 

frustata Tr. (Lar.) II 147 

fuciformis L. (Hem.) I 146 

fugax Tr. (Agr.) I 177 

f uligin aria L. (Par.) I 231 



3t>7 



fuliginosa L, (Phrag.) .... II 196 

fulminea Scop. (Cat.) .... I 230 

fulva Hb. (Tap.) I 201 

fulvago L. (Xanth.) I 213 

fulvata Forst. (Lar.) II 139 

fumata Stph. (Ac.) II 128 

funesta Esp (Aed.) I 228 

furcifera Hufn. (Xyl.) .... I 216 

furcula Cl. (Cer.) . . . • . I 146 

furva Hb. (Had.) I 190 

furvata Schiff. (Gnoph.) ... II 180 

fusca Gilim. (Chrys ) . . . . I 127 

fusca Thnbg. (Pygm.) .... II 181 

fuscantaria Hw. (Enn.) .... II 167 

fuscata Hw. (Taen.) I 207 

fusconebulosa D. G. (Hep.) . . II 226 

fusculana Schmid (Sarr.) ... II 193 

fylgia Spgb. (Lyc.)' I 130 

G. 

galatea L. (Mel.) I llo 

galii Rott. (Deil.) 1 144 

galiata Hb. (Lar.) II 147 

gallicus Ld. (Hep.) II 226 

gamma L. (PJ.) 1 227 

gartaeri Skala (Co].) .... I 9G 

gemina Hb. (Had.) I 192 

geminipuncta Hatcb. (Non.). . I 200 

gemmaria Brahm (Bo.). ... II 177 

gemmea Tr. (Had.) I 191 

genistae Bkb. (Mam.) .... I 184 

gilvago Esp. (Xanth.) .... I 213 

gilvaria Esp. (Asp.) II 185 

giraffina Hh. (Loph.) .... I 152 

glabra Hb. (Orrb.) I 214 

glarearia Brahm (Phas.) ... II 184 

glauca Hb. (Mam.) I I85 

glaucata Sc. (CiL) I I67 

glaucina Esp. (Epis.) .... I 193 

glaucinaria Hb. (Gnoph.) ... II 180 

globulariae Hb. (Ino) .... II 212 

glyphica L. (Euch) I 228 

gnapbaiii Hb. (Cuc.) I 22() 

gonostigma F. (Org.) .... I 155 

gothica L. (Taen.) I 20(3 

gracilis F. (Taen.) I 207 

graminis L. (Char.) I 18l 

grisealis Hb. (Zand.) .... I 23*_> 

griseata Schiff. (Lith.) .... II 134 

griseola Hb. (Lith.) II 204 

griseomargina'a Berger (Co).) . 1 9ß 

griseovariegata Goeze (Pan.) . I 208 

grossmanni Rubi (Zyg.) ... II 2O7 

grossulariata L. (Ahr.). ... II I63 

gruneri Gn. (Agr.) I I73 

gutta Gn. (PJ.) I 227 

H. 

halterata Hufn. (Lob.) .... II 136 

harpagnla Esp. (Drep.) ... I 167 



hastata L. (Lsr.) II 149 

hebe L. (Arct.) II 200 

hecta L. (Hep.) ....... II 22G 

helice Hb. (Col.) I 96 

helix Sieb. (Apt.) II 215 

hellmanni Ev. (Tap.) .... I 201 

helma Geest. (Col.) I 96 

helvola L. (Orth.) I 211 

hepatica Hb. (Had ) I 192 

herbariata F. (Ac.) II 124 

hermione L. (Sat.) I 121 

hero L. (Coen.) I 121 

hiera F. (Par.) I 119 

hippomedusa O. (Er.) .... I 115 

hippothoe L. (Chrys.) .... I 126 

hirsutella Hb. (Sterrh.) ... II 215 

hirtaria CJ. (Bist.) II 175 

hispidaria F. (Bist.) II 175 

hoffmanni Skala (Mel.) ... I 107 

höfneri Skala (Coen.) .... I 122 

honoraria Schiff. (Metr.) ... II 166 

hospita Schiff. (Par.) II 198 

humiliata Hufn. (Ac.) . . . . II 125 

humilis F. (Orth.) I 212 

humuli L. (Hep.) II 226 

hutchins ni Robson (Pol.) I 104 

hyale L. (Col.) I 9ä 

hyalinata Chr. (Ac.) II 126 

hybrida O. (Sat.) I 165 

hydrata Tr. (Lar.) II 150 

hylaeiformis Lasp. (Bemb.) . . II 223 

hylas Esp. (Lyc.) I 131 

hyperanthus L. (Aphant) ... I 120 

hyperici F. (Chi.) I 197 

I. 

icarus Rott. (Lyc.) I 130 

ichneumoniformis F. (Ses.) . . II 221 

icterica Ld. (Zyg.) ..... II 210 

ilia Schiff. (Ap.) I 98 

ilicana F. (Sarr) II 193 

iiieifolia L. (EpieD.) I 162 

ilicis Esp. (Th.) I 124 

imbecilla F. (Myth.) I 20ä 

immaculata Ckl. (Pier.) ... I 90 

immaculata Fuchs (Call.) . . I 125 

immaculata Stgr. (Luc.) ... I 201 

immaculata Stgr. (Taen.) ... I 208 

immaculatus Schultz (Pap.) . . I 87 

immanata Hw. (Lar.) .... II 142 

immorata L. (Ac.) II 127 

immutata L. (Ac.) II 128 

impudens Hb. (Leuc.) .... I 202 

impuneta Courv. (Lyc. bell.) . I 132 

impunetata Röher (Pier.) ... I 91 

impunetata Spul. (Orrh.) ... I 214 

impura Hb. (Leuc.) I 202 

impurata Hb. (Tephr.) .... II 159 

incanata L. (Ac.) II 128 



368 



incerta Hufn. (Taen.) .... I 207 

incominoda Krul. (Erastriu) . . I 224 

incursata Hb. (Lar.) II 144 

indigata Hb. (Tephr.) .... II 155 

infausta L. (Agl.) II 212 

infidaria Lah. (Lar.) II 147 

infuscata Gmpphg. (Lar.). . . II 152 

ingrica H. S. (Xyl.) I 216 

intiotata Hufn. (Tephr.) ... II 160 

ino Rott. (Arg.) I 111 

inornata Hw. (Ac.) ..... II 126 

mnuba Tr. (Agr.) I 173 

insigniata Hb. (Tephr.). ... II 156 

interjecta Hb (Agr.) .... I 173 

interjectaria Hb. (Ac.) .... II 125 

intermedia Grund (Pap.). . . I 86 

intermedia Tutt. (Col.) .... I 93 

intermedia Tutt. (Gon.) ... II 355 

intermedia Gillm. (Arg.) ... I 112 

interrogationis L. (PI). ... I 227 

ioterrupta Stgr. (Zyg.) .... II 207 

inturl ata Hb. (Tephr.) .... II 160 

iphimedia Esp. (Synt.) .... II 195 

iphis Schiff. (Coen.) 1 121 

iris L. (Ap) I 98 

irriguata Hb. (Tephr.) .... II 155 

irrorella Ol. (Endr.) II 203 

isogrammaria H. S. (Tephr.) . II 159 

J. 

jachontowi Krul. (Pier.) ... I 91 

jakobaeae L. (Hip.) ..... II 202 

janthina Esp I 172 

jasilkowskii Horm. (Lyc.) . . I 135 

jo L. (Van) I 102 

jodina Aign. (Lyc.) I 128 

joides O. (Van.) I 102 

jole Schiff (Ap.) I 98 

jota L. (PI.) [227 

jubata Thnbg. (Bo.) II 178 

juliaria Hw. (Sei.) II 167 

juncta Spul. (Scopel.) .... I 215 

juncta Tutt (PI.) I 226 

juniperata L. (Lar.) II 141 

jurtina L. (Ep.) I 121 



K. 

klemensiewiczi Schille (Pyr.) 



I 101 



L. 

lacertinaria L. (Drep.) .... I 167 

lactearia L. (Thal.) II 121 

lactucae Esp. (Cuc I 220 

laeta Hb. (Zyg) II 210 

laevigata Sc. (Ac.) ... . . II 124 

laevis Hb. (Orth.) I 212 

1- album Esp. (Van )..... 1 102 



1-album L (Leuc.) I 202 

lanceata Hb. (Tephr.) .... II 160 

lanestris L. (Er.) I 160 

lapponaria B. (Bist.) II 175 

laquearia H. S. (Tephr.) ... II 155 

lariciata Frr. (Tephr.) .... II 157 

latens Hb. (Agr) I 178 

lateritia Hufn. (Had ) .... I 191 

lathyri Hb. (Lept ) I 92 

latonia L. (Arg.) I 112 

latiuncula Hw. (Miana) ... I 177 

lavaterae Esp. (Carch ) . . . I 138 

leineri Frr. (Mam.) I 184 

lenta Tr (Car.) I 205 

lepidii Rbr. (Pier) I 90 

leporina L. (Acr ) I 169 

leueographa Hb. (Pachn.) . . I 181 

leucomelas Esp. (Mel.) .... I 114 

leueophaea View. (Mam ) . . . I 182 

leueophaearia Schiff. (Hyb.) . . II 173 

leueopsiformis Esp (Ses.) . . II 223 

leueostigma Esp. (Had.) ... I 193 

leueostigma Hb (He 1 .). ... I 199 

leueotera Stef. (Pier.) .... I 91 

levana L (Ar) I 205 

libatrix L (Scol.) I 125 

lichenaria Hufn. (Bo.) .... II 178 

ligea L. (Er) I 115 

ligula Esp. (Orrh) I 115 

ligustri L. (Sph.) I 143 

ligustri F. (Cran.) I 171 

limacodes Hufn. (Cochl ) ... II 213 

limitata Sc. (Orth.) ..... II 132 

linariata F. (Tephr.) II 155 

linearia Hb. (Cod.) II 131 

lineata Sc. (Scor.) II 185 

lineola O. (Ad.) I 137 

linogrisea Schiff. (Agr.) ... I 172 

lithargyria Esp. (Leuc.) ... I 203 

lithoxylca F. (Had.) I 191 

litura L. (Orth.) I 212 

liturata Cl. (Sem.) II 172 

livida Klem. (Mel.) I 107 

livida F. (Amph ) I 206 

livornica Esp. (Deil ) . . . . I 144 

]-nigrum (Mueller (Arct.) ... I 157 

lobu)ina Esp. (Seh) I 162 

lonicerae Scheven (Zyg ) . ; . II 208 

Iota Cl. (Orth.) I 211 

lubrieipeda L. (Spil.) .... II 196 

lucida Hufn. (Ac.) I 222 

lucifuga Hb. (Cuc.) I 220 

lucilla F. (Nept.) I 100 

lucioa L. (Nem.) I 123 

lucipara L. (Eupl.) I 198 

Jucipeta F. (Agr.) I 177 

luctuata Hb. (Lar.) II 149 

luctuosa Esp. (Ac.) I 222 

ludicra Hb. (Eccr.) I 230 

ludifica L. (Trich.) ..... I 168 



36y 



lugubrata Stgr. (Lar.) .... II 149 

lunaria Schiff. (Sei.) II 167 

lunaris Schiff. (Pseud.) .... I 228 

lunigera Esp. (Sei.) I 162 

lunula Hufn. (Cal.) I 217 

lupulina L. (Hep.) II 226 

luridata Bkh. (Bo.) II 179 

lurideola Zink. (Lith.) .... II 205 

lusoria L. (Tox.) I 230 

lutarella L. (Litb.) II 205 

lutea Car. (Lyc.) I 128 

lutea Gilm (Euchl.) I 92 

lutea Skala. (Col.) I 94 

lutea Zel. (Col. myrm II 354 

lutea Ström (Xanth.) .... I 213 

lutea Hufn. (Spil.) II 196 

luteago Hb. (Dianth.) .... I 186 

lutearia Stgr. (Lyth.) .... II 132 

lutearia F. (Cleog.) II 185 

luteata Schiff. (Lar.) II 152 

luteolata L. (Op.) II 170 

lutescens Stgr. (Call.) .... II 201 

lutosa Hb. (Cal.) I 201 

lutulenta Bkh. (Apor.) .... I 193 

lycaon Eott. (Ep.) 1 121 

lychnitis Rbr. (Cuc.) .... I 218 

lynceus Hb. (Thecla) .... I 123 

ML 

machaon L. (Pap.) . . 
macilenta Hb. (Orth.) . 
macularia L. (Ven.) 
maculata Wallg. (Dil.) 
maculosa Gern. (Arct.). 
maera L. (Par.) . . . 
magnolii B. (Dianth.) . 
major O. (Sat.). . . . 
malvae L. (Hesp.) . . 
margaritata L. (Metr.) . 
margaritosa Hw. (Agr.) 
marginaria Bkh. (Hyb.) 
marginata Skala (Mel.) 
marginata L. (Abr ) . . 
marginepunctata Goeze (Ac 
maritima Tausch (Senta) 
marmorinaria Esp. (Hyb. 
marmorosa Bkh. (Mam.) 
masariformis O. (Ses.) . 
matronalis Frr. (Par.) . 
matronula L. (Per.) . . 
matura Hufn. (Cel.) . . 
maturna L. (Mel.) . . 
maura L. (Man.) . . . 
medicaginis Bkh. (Las.) 
medusa F. (Er ) . . . 
medusa Pall. (Zyg.) . . 
megacephala F. (Acr.) . 
megaera L. (Par.) . . 
megillaeformis Hb, (Ses.) 

Verhandlungen des naturf. Vereines in Brünn 



I 


86 


I 


211 


II 


171 


I 


143 


II 


200 


I 


119 


I 


186 


I 


165 


I 


139 


II 


166 


I 


180 


II 


173 


I 


107 


II 


163 


II 


127 


I 


201 


II 


173 


I 


185 


II 


222 


II 


198 


II 


201 


I 


190 


I 


105 


I 


198 


1 


161 


I 


114 


II 


210 


I 


169 


I 


119 


II 


221 



melaena Spul. (Arg.) . . 
melagona Bkh. (Ochr.) . 
melaleuca View. (Xyl.) . 
melanaria L. (Ar.) . . . 
melanoptera Brabm (Cosc.) 
meleager Esp. (Lyc.) . . 
meliloti Esp. (Zyg.) . . . 
mendica L. (Spil.). . . . 
mendicaria H. S. (Gnoph.) 
menthastri Esp. (Spil.). . 



menyanthidis View, 
mesomella L. (Cyb 
meta Meig. (Thais) 



(Acr.) 



meticulosa L. (Brot.) 
noetra Steph. (Pier.) . 
mi Cl. (Eucl.) . . . 
miata L. (Lar.) . . . 
micans Rbr. (Col.) . 
micacea Esp. (Hydr. 
milhauseri F. (H'opl. 
millefoliata Rössl. (Tephr.) . 
miniata Forst. (Milt.) . . . 
minima Fuessl. (Lyc.) . . . 
miniosa F. (Taen/ 
minor Skala (Col. 
minor Rebel (Hesp). 
minorata Tr. (Lar.) . 
mixta Stgr. (Orrh.) . 
mnemosyne L. (Parn.) 
modesta Hb. (PI.) . . 
moeniata Sc. (Orth.) . 
moerens Fuchs (Cat.) 



monacha L. (Lyrn.) . . . 

moneta F. (PI.) 

moniliata F. (Ac). . . . 

monochroma Esp. (Dr.) . 
monoglypha Hufn. (Had.) 

montanata Schiff. (Lar.) . 

morio L. (Hyp.) . . . . 

morpheus Pall. (Het.) . . 

morpheus Hufn. (Car.) . . 

multangula Hb. (Agr.) . . 

munda Esp. (Taen.) . . . 

mundana L. (Nud.) . . . 

muralis Forst (Br.) . . . 

muricata Hufn. (Ac.) . . 

murinaria F. (Eub.) . . . 

murinata Sc. (Min.) . . . 

musauaria Frr. (Lygr.) . 
muscaeformis View. (Ses.) 

muscella F. (Oreop.). . . 

muscerda Hufn. (Pel.) . . 

musculosa Hb. (Tap.) . . 

musiva Hb. (Agr.) . . . 
myopaeformis Bkh. (Ses.) 

myrmidone Esp. (Col.). . 

myrtilli L. (An.) . . . . 

LI. Band. 



I 


112 


I 


151 


I 


217 


II 


162 


II 


202 


I 


131 


II 


208 


II 


195 


II 


181 


II 


196 


I 


170 


II 


203 


I 


87 


I 


91 


I 


198 


I 


90 


1 


228 


II 


141 


II 


354 


I 


200 


I 


148 


II 


158 


II 


203 


I 


133 


I 


207 


I 


94 


I 


139 


II 


151 


I 


215 


1 


89 


I 


226 


II 


132 


I 


229 


II 


149 


I 


171 


I 


158 


I 


226 


II 


122 


I 


196 


I 


191 


II 


144 


I 


155 


I 


135 


I 


204 


I 


176 


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208 


II 


202 


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188 


II 


123 


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184 


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133 


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II 


214 


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206 


I 


201 


I 


177 


II 


220 


I 


96 


I 


221 


24 





370 



N. 



nana Stgr. (Mel.) I 109 

nana Rott. (Dianth.) I 186 

nanata Hb. (Tephr.) II 160 

napi L. (Pier.) I 91 

navarina Selys (Mel.) ... I 110 

navarina Spuler (Mel.) ... I 110 

nebu'osa Hufn. (Mam.) . ... I 183 

neglecta Hb. (Agr.) I 174 

nelamus Boisd. (Er.) .... I 114 

nerii L. (Daphn.) I 143 

nervosa F. (Sim.) I 171 

neustria L. (Mal.) I 159 

ni Hb. (Plusia) I 227 

nictitans Esp. (Had.) .... I 193 

nictitans Bkh. (Hydr.) .... I 199 

nigerrima Piesz. (Col.) .... II 354 

nigra Hw. (Ap.) I 193 

nigricans L. (Agr.) I 179 

nigricornis Vill. (Agr.) ... I 180 

nigrita Skala (Mel.) I 107 

nigrofa3ciaria Goeze (Lar ) . . II 153 

niobe L. (Arg.) I 112 

nitida F. (Orth.) I 212 

nitidata H. S. (Ac.) II 125 

notata L. (Sem.) II 172 

nothum Hb. (Br.) II 118 

novarae Obthr. (Parn.) ... I 88 

nubeculosa Esp. (Brach.). . . I 195 

nudella O. (Beb.) II 216 

nupta L. (Cat.) I 229 

nymphagoga Esp. (Cat.) ... I 230 

o. 

obelisca Hb. (Agr.) I 179 

obeliscata Hb. (Lar.) .... II 140 

obliterata Hufn. (Lar.) t ... II 151 

oblongata Thnbg. (Tephr.) . . II 154 

obscura Skala (Col. chrys.). . I 94 

obscura Skala (Col. myrm.) . I 97 

obscura Seitz (Sat.) I 118 

obscura Tutt (Par.) I 120 

obscura Rühl (Chrys.) .... I 127 

obscura Frey (Lyc.) I 135 

obscura Skala (Het.) I 136 

obscura Brahm (Agr.) .... I 173 

obscura Hb. (Agr.) I 178 

obscura Cock. (Arct.) .... II 199 

obscuraria Hb. (Gnoph.) ... II 180 

obscurata Skala (Ac.) .... II 127 

obscurata 8tgr. (Lar.) .... II 146 

obsoleta Tutt (Col.) I 93 

obsoleta Tutt (Coen.) .... 1 122 

obsoleta Tutt (Lyc. ergiad.) . I 128 

obsoleta Tutt (Lyc. cor.) ... I 132 

obsoleta Hb. (Lenc.) I 202 

obsoleta Burrows (Euchl.) . . II 119 

obsoleta Skala (Thal.) .... II 120 



occulta L. (Agr.) I 181 

ocellaris Bkh. (Xanth I 214 

ocellata L. (Smer.) I 142 

ocellata L. (Lar.) . . . ... . II 139 

ochracea Hb. (Gort.) .... I 200 

ochraceata Stgr. (A.c.) . . . . II 127 

ochrata Sc. (Ac.) II 122 

ochrea Tntt (Euchloe) .... I 92 

ochroleuca Esp. (Had.) ... i 190 

octogesima Hb. (Cym.). ... II 116 

oleagina F. (Val.) I 189 

oleracea L (Mam.) I 183 

olivata Bkh. (Lar.) II 142 

onobrychis Schiff. (Zyg.) ... II 211 

ononaria Fuessl. (Apl.) ... II 118 

ononis F. (Hei.) . I 221 

oo L. (Die.) I 209 

opacella H. S. (Acanth.) ... II 214 

ophiogramma Esp. (Miana) . . I 187 

optilete Knoch I 129 

opima Hb. (Taen.) ..... I 207 

orion Pall I 129 

or F. (Cym.) II 116 

orbona Hufn. (Agr.) I 173 

ornata Wheeler (Pap.) .... I 86 

ornata Skala (Sat.) I 118 

ornata Sc. (Ac.) II 129 

ornitopus Rott. (Xyl.) .... I 216 

orobi Hb. (Zyg.) II 208 

oxalina Hb. (Mes.) I 208 

oxyacanthae L. (Mis.) .... I 195 

P. 

pabulatricula Brahm (Had.) . . I 193 

palaemon Pall. (Pamph.) ... I 136 

paleacea Esp. (Cosm.) .... I 209 

palleago Hb. (Xanth) .... I 213 

pallens L. (Leuc.) I 202 

palleola Hb. (Lith.) II 205 

pallida Tutt (Pap.) I 87 

pallida Skala (Mel.) I 107 

pallida Skala (Sat.) I 117 

pallida Tutt (Agr.) I 178 

pallida Stt. (Taen.) I 208 

pallida Lampa (Taen.) .... I 207 

pallidata Bkh. (Ac.) II 123 

pallidior Tutt (Polyg.) .... I 104 

pallidior Horm. (Spat.). ... I 150 

pallidior Skala (Ac.) II 127 

pallifrons Z. (Lith.) II 205 

palpina L. (Pter.) I 152 

pamphilus L. (Coen.) .... I 123 

pandora Schiff. (Arg.) .... I 113 

paphia L. (Arg.) I 113 

papilionaria L. (Geom.) ... II 119 

parallelaria Schiff. (Ep.) ... II 171 

parthenias L. (Br ) II 117 

parthenie Bkh. (Mel.) .... I 110 

parvipuneta Strand (Chrys.) . I 127 



371 



pastinum Tr. (Tox.) ...... I 230 

paucipuncta Fuchs (Spil.) ... II 196 

pavonia L. (Sat.) I 166 

pectinella F. (Psych.) .... II 216 

pedaria F. (Phig.) II 174 

pendularia Cl. (Cod.) .... II 130 

pennaria L. (Him.) II .169 

perflua F. (Amph.) I 206 

perfuscata Hw. (Lar.) .... II 411 

perla F. (Bryoph.) I 189 

persicariae L. (Mam.) .... I 183 

perversa Schultz (Lyc.) ... I 130 

peszerensis Aign. (Sat.) ... 1 118 

petasitis Dhld. , Hydr.) .... I 200 

petraria Hb. (Phas.) II 183 

peucedani Esp. (Zyg.) .... II 210 

pfluemeri Wacqu. (Synt.) ... II 194 

phegea L. (Synt.) II 194 

phlaeas L. (Chrys.) I 127 

phoebe Knoch. (Mel.) .... I 106 

phoebe Sieb. (Not.) I 149 

picata Hb. (Lar) II 148 

pictaria Curt (Bapta) .... II 164 

pigra Hufn. (Pyg.) I 154 

pimpinnellata Hb. (Tephr.) . . II 156 

pinastri L. (Hjl.) I 144 

pini L. (Dendr.) I 163 

piniarius L. (Bup.) II 182 

pisi L. (Mam.) I 184 

pistacina F. (Orth.) I 211 

plagiata L. (An.) Ii 135 

plantaginis L. (Par.) .... II 198 

plecta L. (Agr.) I 177 

plumbaria F. (Orth.) .... II 132 

plumbearia Stgr. (Gnoph.) . . II 181 

plumbeolata Hw. (Tephr.) . . II 159 

plumifera O. (Oreops ) .... II 214 

plumigera Esp. (Phil.) .... I 153 

pluto O. (Zyg.) II 207 

podalirius L. (Pap.) I 85 

polita Hb. (Orrh.) I 215 

pollutaria Hb. (Abr.) .... II 163 

polychloros L. (Van.) .... I 103 

polyccmmata Schiff. (Lob.) . . II 135 

polygalae Esp. (Zyg.) .... II 207 

polygona F. (Agr.) I 172 

polygrammata Bkh. (Phib.) . . II 161 

polymita L. (Pol.) I 194 

polyodon Cl. (Chi.) I 197 

polyphemua Esp. (Lyc.) ... I 130 

polysperchon Bgstr. (Lyc.) . . I 127 

polyxena Schiff. (Thais) ... I 87 

pomoeriaria Ev. (Lar.). ... II 145 

pomonaria Hb. (Bist.) .... II 175 

popularia F. (Epin.) I 171 

populata L. (Lygr.) II 138 

populeti Tr. (Taen.) 1 207 

populi L. (Lim.) I 99 

populi L. (Smer.) I 142 

populi L. (Poec.) I 160 



populi F. (Taen.) 

populifolia Esp. (Gastr.) . . 
porata F. (Cod.) ..... 
porcellus L. (Met.) .... 

porima O. (Ar.) 

porphyrea Esp. (Had.) . . 
porrinata Z. (Nem.) .... 
posteromaculata Rev. (Pier.) 
potatoria L. (Cosm.) .... 

praecox L. (Agr.) 

praeformata Hb. (An.} . . . 

prasina F. (Agr.) 

prasinana L. (Hyl.) .... 
prasinaria Hb. (EH.). . . . 
prenanthis B. (Cuc). . . . 
primulae Esp. (Agr.) . . . 
proboscidalis L. (Hyp.) . . 
procellata F. (Lar.) .... 
processionea L. (Thaum.) 
promissa Esp. (C»t.). . . . 
pronuba L. (Agr.) .... 

prorsa L. (Ar.) 

pi-osapiaria L. (EU.) . . . . 
proserpina Pall. (Pter.). . . 

protea Bkh. (D>.) 

proxima Hb. (Dianth.) . . . 
pruinata Hufn. (Pseud.) . . 
prunaria L. (Ang.) .... 
prunata L. (Lygr.) .... 
pruni L. (Thecla.) . . 

pruni L. (Od.) 

pruni Schiff. (Ino) .... 
pseudonomion Christ (Farn.) 

psi L. (Acr.) 

psodea Hb. (Er.) 

pudibunda L. (Das.). . . . 
pudica Stichel (Mel.) . . . 
pulchella L. (Deiop.j. . . . 
pulchrina Hw. (PO . . . . 

pulla Esp. (Ep.) 

pullata Tr. (Gnoph.). . . . 
pulmonaris Esp. (Car.) . . . 
pulveraria L. (Num.) . . . 
pulvere ta Thnbg. (Ep.). . . 
pulverulenta Esp. (Taen.) . 
pumilata Hb. (Tephr.) . . . 
punctaria L. (Cod.) .... 
punctata Aign. (Sat.) . . . 
punctata Skala (Lyc.) . . . 
punctularia Hb. (Bo.) . . . 
punctum O. (Zyg.) .... 
punica Bkh. (Orth.) .... 
purpuralis Brünn. (Zyg.) . . 
purpuraria L. (Lyth.) . . . 
purpurata L. (Rhyp.) . . . 
purpureofasciata Pill. (Call.) 
purpurina Hh. (Thalp.) . . 

pusaria L. (Deil.) 

pusilla Stich. (Pol.) .... 
pusilla View. (Er.) .... 



I 


207 


I 


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212 


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tl 


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II 


165 


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207 


II 


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II 


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I 


223 


II 


164 


I 


104 


I 


224 


24* 





372 



pusillata F. (Tephr.) . 
pustulata Hufn. (Euchl.) 
pntata L. (Thal.) . . . 
putris L. (Agr.) . . . 
pygmaea Slevogt (Van.) 
pyralina View. (Cal.) . 
pyramidea L. (Amph.) . 
pyri Schiff. (Sat.) . . . 
pyrina L. (Zeuz.) . . . 



[I 155 

II 119 

II 121 

I 178 

I 106 

I 209 

I 206 

I 165 

II 225 



Qu. 

quadra L. (Oeon.) .... 
quadrifasciaria Ol. (Lar.) . . 
quadrimaculata Hatch. (Ven.) 
quadripunctaria Poda (Ca 1.) 
quadripunctata F. (Car.) . . 
quercifolia L. (Gast*-.) . . .■ 
quercimontaria Bastlbg. (Cod 
quercinaria Hufn. (Eni).) . . 
quercus L. (Zepli.) .... 
quercus Schiff. (Smer.) . . 

quercus L. (Las.) 

querna F. (Drym.) .... 



radiata Aign. (Mel.). . . 
radiata Skala (Arg.) . . 
radiata Courv. (Lyc. bell.) 
radiatalis Hb. (Hyp.) . . 
radiosa Esp. (Chi.) . . . 
ramosa Esp. (Lith.) . . . 
rapae L. (Pier.) .... 
raptrieula Hb. (Br.) . . . 
ravula Hb. (Br.) .... 
receptricula Hb. (Br.) . . 
rectalis Ev. (Simpl.). . . 
rectangula F. (Agr.) . . . 
rectangulata L. (Chlor.) . 
rectilinea Esp. (Hyp ) . . 
remutaria Hb. (Ac ) . . . 
renago Hw. (Die.) . . . 
repandata L. (Bo.) . . . 
respersa Hb. (Car.) . . . 
reticulata Vill. (Main.). . 
reticulata F. (Lygr ) . . . 
retusa L. (Plast.) .... 
revayana Sc. (Sarr.) . . 
rhamnata Schiff. (Scot.) . 
rhamni L. (Gon.) .... 
ribeata Cl. (ßo.) .... 
ridens F. (Pol.) .... 
riguata Hb. (Lar.) . . . 
rimicola Hb. (Er.) . . . 
rivata Hb. (Lar.) .... 
roboraria Schiff. (Bo.) . . 
roraria F. (Fid.) .... 
rosacea Newh. (Sat) . . 
roscida Esp. (Endr.) . . 



II 


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II 


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II 


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II 


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160 


II 


148 


II 


177 


II 


182 


I 


166 


II 


203 



rotaria F. (Lyth.) 



rubescens Garb 
rubi L. (CM.) 



(Deil.) 



rubi View (Agr.) 



rubricosa F (Pachn.) . . . 
rubrirena Tr. (Had.) . . . 
rufa Tutt. (Agr) . . . 

rufaria Hb. (Ac.) 

rufata F. (Ches ) 

rufa-unicolor Tutt. (Mal.) . 
rufescens Obth. (Thais) . . 
rufescens Selys (Smer.) . . 
rufescens Tutt. (Agr.) . . . 

ruficollis F. (Pol.) 

rufopunetata Wheel r (Pap ) 

rumicis L. (Acr.) 

rupieapraria Schiff. ( <yb.) . 
rurea F. (Had.) ..... 

ruris Hb. (Agr ) I 

rusticata F. (Ac.) . . , 
ruticilia Esp. (Orth.) . . 
rutilus Wernbg. (Chrys.) . 

s. 



salicalis Schiff. (Mad.) . 
salicata Hb. (Lar.) . . 
Salicis L. (Stilpn ) . . 
^ambucaria L. (Our.) . 
sanio L. (Diacr.) . . . 
sao Hb. (Hesp.) . . . 
satellitia L. (Scop.) . . 
satoryi Zel. i. 1. (Er.) . 
satyrata Hb. (Tephr.) . 
saucia Hb. (Agr.) . 
scabiosae Z. (Hern.). . 
scabiosae Scheven. (Zyg 
scabiosata Bkh. (Tephr.) 
scabriuscula L. (Dipt.) . 
schlosseri Voelsch. (Ep.) 
scita Hb. (Phlog.) . . 
scoliaeformis Bkh. (Ses.) 
scolopacina Esp. (Had.) 
scopariae Dorfm. (Cuc.) 
scoriacea Esp. (Ep.) . . 
scrophulariae Cap. (Cuc.) 
scutosa Schiff. (Hei.) . 
sebrus B. (Lyc.) . . . 
secalis L. (Had.) . . . 
secunda Stgr. (Th <lp.). 
secundaria Schiff. (Bo.) 



II 


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177 



373 



segetum Schiff. (Agr.) .... I 179 

selenaria Hb. (Bo.) II 178 

selene Schiff. (Arg.) I 111 

selenitica Esp. (Das.) .... I 156 

semele L. (Sat.) I 117 

semialba Br. (Ep.) I 121 

semiargus Eott. (Lyc.). ... I 133 

semibrunnea Hw. (Xyl.) ... I 216 

S€migraphata Brd. (Tephr.). . H 159 

senex Hb. (Com.) II 203 

sepiaria Hufh. (Tephr.) ... II 179 

sepium Spr. (Bac.) II 217 

Serena F. (Mam.) I 185 

sericealis Sc. (Riv.) I 224 

serratilinea Tr. (Mam.) ... I 182 

serratulae Rbr. (Hesp.) .... I 139 

sertata Hb. (Lob.) II 135 

sexalätä Retz (Lob.). .... II 136 

sibilla L. (Lim.) I 100 

sieversi Men. (Od.) I 151 

signaria Hb. (Sem.) II 172 

signifera F. (Agr.) ...... I 178 

Signum F. (Agr.) I 172 

silaceata Hb. (Lar.) II 153 

silenatä Stndf. (Tephr.) ... II 158 

similatä Thnbg. (Ac.) .... II 122 

similis Fuessl. (Porth.) . ... I 157 

simulans Hufn. (Agr.) .... I 177 

sinapis L. (Lept.) I 92 

sireciformis Esp. (Troch.) . . II 218 

siterata Hufn. (Lar.) .... II 141 

smaragdaria F. (Euch!.) ... II 119 

sobrinata Hb, (Tephr.). ... II 160 

socia Rott. (Xyl.) I 216 

sociaria Hb. (Syn.) II 176 

sociata Bkh. (Lar.) II 148 

solidaginis Bb. (Cal.) .... I 216 

sophiae Favre (Zyg.) .... II 210 

sordiäta Fuessl. (Ang.). . . . H 170 

sordidata F. (Lar.) II 152 

sordida Bkh. (Bad.) I 191 

sordida Hb II 197 

sororcula Hufn. (Lith.) . . . II 206 

spadicea Hb. (Orrh.) .... I 215 

spadicearia Bkh. (Lar.) ... II 145 

sparganii Esp. (Non.) .... I 200 

sparsata Tr. (Coli.) II 161 

speciosa Hb. (Agr,) I 175 

speyeri Husz I 130 

spheciformis Gern. (Ses.). . . II 219 

sphinx Hufn. (Brach.) . . . . I 195 

sphyrus Hb. (Pap,) ..... I 87 

spini Schiff. (Th.) I 123 

spini Schiff. (Sat.) I 165 

spinosae G-erh. (Zeph.). ... I 125 

spoliata Stgr. (Ac.) H 126 

sponsa L. (Cat.) I 229 

stabilis View. (Taen.) .... I 207 

standfussi H. S. (Sterrh.) . . H 215 

statices L. (Ino) II 212 



statilinus Hufn. (Sat.) .... I 118 

steevenii Tr. (Lyc.) I 131 

steinerti Casp. (Acr.) .... I 169 

stelidiformis Frr. (Ses.) ... II 223 

stellatarum L. (Macr.) .... I 145 

stigmatica Hb. (Agr.) .... I 175 

stomoxyformis Hb. (Ses.) . . II 221 

strabonariä Z. (Cod.) .... II 131 

stragulata Hb. (Lär.) .... II 140 

strambergensis Skala (Parn.) \ I 88 

straminata Tr. (Ac.) II 123 

straminea Tr. (Leuc.) .... II 350 

strataria Hufn. (Bist.) .... II 175 

striata L. (Cosc.) II 202 

strigäria Hb. (Ac.) II 129 

strigata Müll. (Hern.) .... II 121 

strigilis Cl. (Miana) I 187 

strigillaria Hb. (Ac.) .... II 129 

strigosä F. (Acr.) I 169 

strigula Thnbg. (Agr.) .... I 171 

strigulä Schiff. (Nola) .... II 192 

strobilata Bkh. (Tephr.) ... II 155 

suavis Schultz (Lyc.) .... I 132 

subfulvata Haw. (Tephr.) . . II 158 

subhastata Nolck. (Lar.) . . . II 149 

Miblustris Esp. (Had.) .... I 192 

subnotata Hb. (Tephr.) ... II 158 

subtusa F. (Plast.) ..... I 210 

succenturiäta L. (Tephr.). . . II 158 

sudetica Stgr. (Er.) I 114 

suffumata Hb. (Lar.) .... II 144 

suffusa Tutt. (Lyc. cor.) ... I 133 

suffusa Tutt. (Acr.) I 169 

suffusa Tutt. (Chrys.) .... I 127 

sulphurago F. (Xanth.) ... I 212 

sulphurea Stgr. (Die.) .... I 209 

superstes Tr. (Lar.) I 204 

surientella Brd. (Reb.) ... II 215 

saspecta Hb. (Dysch.) .... I 210 

sylvanus Esp. (Aug.) .... I 137 

sylvata Sc. (Abr.). ..... II 163 

sylvina L. (Hep.) II 226 

syngraphä Kef, (Lyc.) .... I 132 

syringaria L. (Hygr.) .... II 168 

T. 

tabaniformis Rott. (Sciapt.) . . II 219 

tages L. (Than.) I 140 

tanaceti Schiff. (Cuc.) .... I 219 

taraxaei Esp. (Lern.) .... I 164 

taraxäci Hb. (Car.) I 205 

tarsicrinalis Knoch. (Zand.) . I 232 

tarsipennalis Tr. (Zand.). . . I 232 

tarsiplumalis Hb. (Zand.) . . I 232 

tau L. (Aglia) I 166 

temerata Hb. (Bapta) .... II 164 

tenebrata Sc. (Hei) I 221 

tenebrioniformis Esp. (Troch.). II 218 

tentacularia L. (Herrn.) ... I 233 



374 



tenuiata Hh. (Tephr.) .... II 159 

tenuisignata Skala (Mel. did.) . I 107 

tenuisignata Skala (Mel. triv.). I 109 

tersata Hb. (Phib.) II 162 

testacea Tr. (Ap.) I 189 

testaceata Don. (Lar.) .... II 151 

testata L. (Lygr.) II 138 

testudo Esp. (Van.) I 103 

tetra F. (Amph.) ...... 1 206 

tetralunaria Hufn. (Sei,) ... II 108 

thalassina Rott. (Main.) ... I 184 

thapsipbaga Tr. (Cuc.) .... I 219 

thaumas Hufn. (Ad.) .... I 137 

tberinaria Bastlbg. (Cod.) . . II 130 

thersamon Esp. (Chrys.) ... I 125 

tiliae L. (Dil.) I 142 

timon Hb. (Pyg.) I 153 

tincta Brabm (Mam.) .... I 182 

tiphon Rott. (Coen.) I 123 

tiphys Esp. (Lyc.) I 133 

tipuliformis Cl. (Ses.) .... II 219 

tithonus L. (Ep.) ...... I 121 

tityus L. (Hera.) I 146 

togata Hb. (Tephr.) II 156 

togatulalis Cl. (Nola) .... II 191 

torva Hb. (Not.) I 150 

trabanta Huene (Sco(>.) ... I 215 

trabealis Sc. (Emm.) .... I 225 

tragopoginis L. (Amph.) ... I 206 

trapezina L. (Cal.) I 209 

tremula Cl. (Pheos,) I 149 

tremulae Esp. (Lim.) .... I 100 

treraulifolia Hb. (Epicn.) . . . I 162 

trepida Esp. (Kot.) I 150 

triangulum Hufn. (Agr.) ... I 174 

triannuliformis Frr. (Ses.) . . II 222 

tricolor Obthr. (Zyg.) .... II 211 

tridens Schiff. (Acr.) I 170 

trifolii Esp. (Las.) I 161 

trifolii Rott. (Mam.) I 185 

trifolii Esp. (Zyg.) II 208 

trigeminata Hufn. (Ac.) ... II 224 

trigonellae Esp. (Zyg.). ... II 210 

trigrammica Hufn. (Gram.) . . I 204 

triiineata Sc. (Ac.) II 121 

trimacula Esp. (Drym.) ... I 148 

triops Fuchs (Par.) I 120 

tripartita Hufn. (Abr.) ... I 225 

triplasia L. (Abr.) I 225 

tristata L. (Lar.) II 149 

tritici L. (Agr.) I 179 

tritophus Esp. (Not j . . . . I 150 

tri via Schiff. (Mel.) I 109 

truncäta Hufn. (Lar.) .... II 141 

turbaria Stph. (Lar.) .... II 150 

turbata Hb. (Lar.) II 143 

turca L. (Leuc.) I 203 

turritis O. (Euchl.) I 92 

typhae Thnbg. (Non.) .... I 200 

typica L. (Naen.) I 199 



u. 

uhli Ko\ats (Col.) I 93 

ulmi Schiff. (Ex.) I 148 

ulula Bkh. (Dysp.) II 225 

umbellaria Hb. (Ac.) .... II 129 

urabra Hufn. (Pyrrh.) .... I 222 

umbratica Goeze (Rus.) ... I 205 

umbratica L. (Cuc.) I 229 

umbrosa Hb. (Agr.) .... I 175 

unangulata Hw. (Lar.). ... II 148 

unanimis Tr. (Had.) j|I 192 

uncula Cl. (Er.) I 224 

undecimlineatus Eim. (Pap.) .1 86 

undulata L. (Eue.) II 137 

unicolor Tutt. (Coen.) .... I 123 

unicolor Stgr. (Mam.) .... I 183 

unicolor Tutt. (Orth.) .... I 211 

unicolor Tutt. (Hyp.) .... I 234 

unicolor Hufn. (Pach.). ... II 214 

unidentaria Hw. (Lar.) ... II 145 

unifasciata Hw II 151 

unimaculata Tutt. (Col.) ... I 93 

unimaculata Aur. (Cym.). . . II 116 

unita Hb. (Lith.) II 205 

urticae L. (Van.) I 102 

urticae Esp. (Spil.) II 196 

urtieoides F. d. W. (Van.) . . I 102 

V, 

vaccinii L. (Orrh.) I 215 

valerianata Hb. (Tephr.) ... II 159 

vales na Esp. (Arg.) I 113 

vangelii Aign. (Zyg.) .... II 214 

variabilis Pill. (PI.) I 226 

variata Schiff. (Lar.) .... II 140 

variegata Tutt. (Pol.) .... I 104 

variegata Tutt. ( Byp.) .... I 234 

vaupunetatum Esp. (Ochr.). . I 214 

velitaris Rott. (Ochr.) .... I 150 

venosata F. (Tephr) .... II 156 

veratraria H. S. (Tephr.). . . II 158 

verbasci L. (Cuc.) I 218 

verberata Sc. (Lar.) II 147 

vernana Hb. (Ear.) II 193 

vernaria Hb. (Geom.) .... II 119 

veronicae Hb. (Orrh.) .... I 214 

versicolora L. (Endr.) .... I 164 

vespertaria Bkh. (Lar.) ... II 143 

vespertilio Esp. (Deil.) .... I 144 

vespiformis L. (Ses.) .... II 220 

vestigialis Rott. (Agr.). ... 1 180 

vetulata Schiff. (Scot.). ... II 138 

vetusta Hb. (Cal.) ..... I 216 

vibicaria Cl. (Rhod.) . . . . II ' 131 

vieiae Hb. (Tox.) I 231 

viciae Hb. (Zyg.) II 208 

viciella Schiff. (Ps.) II 214 

viertli Skala (Arct.) ..... II 200 

villica L. (Arct.) II 199 



375 



vinula L. (Dier.) . 
viretata Hb. (Lob.) 
virgata Tutt. (Mal.) 



virgaureata Dbld. (Tephr.) 

virgularia Hb. (Ac). . . 

viridana Walch. (Char.) . 

viridäria Cl. (Proth.) . . 

-viridaria F. (Lar.) . . . 

viridata L. (Nem.) . . . 
vitalbata Hb. (Ph 



vittata Bkh. (Lar.) 



w. 

w-album Kn. (Th.) . . . 
wauaria L. (Tham.) . . . 
wutzdorffi Hirschke (Zyg.) 



II 


214 


X. 






I 


187 








I 


147 


xanthocyinea Hb. (Dianth.) 


I 


186 


II 


136 


xanthographa F. (Agr.) . . 


I 




T 


159 


xanthomelas Esp. (Van.) . 


I 


103 


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xanthomista Hb. (Pol.) . . 


. I 


i 


I 


201 


xerampelina Hb. (Cirrh.) . 


I 


210 


I 


125 






II 


157 








II 


123 


Y. 






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195 






I 


224 




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137 


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II 








II 


157 




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ziegleri Stichel (Mel ) . . . 


I 


107 








I 


190 


I 


124 
183 




n 


175 


II 


zonata Thnbg. (Lob.) . . . 


ii 


136 


II 


210 









Index der Gattungen (Microlep.). 



Acanthophila Hein 305 

Acalla Meyr 258 

Acentropus Curt 234 

Achroia Hb 229 

Acompsia Hb 305 

Acrobasis Z 239 

Acrolepia Curt. 340 

Actenia Gn 241 

Adela Latr 345 

Agdistis Hb 257 

Aglossa Latr 240 

Agrotera Schrk 244 

Alabonia Wlsgh. ........ 316 

Alispa Z 235 

Alucita Wlsgh 255 

Amphisa Curt 260 

Anacampsis Hein 306 

Anarsia Z 310 

Anchinia Hb 315 

Ancylis Hb 287 

Ancylosis Z 235 

Anisotaenia Stph 267 

Aphomia Hb 229 

Argyresthia Hb. . . 29^ 

Argyritis Hein 307 

Asthenia Hb 279 

Ateliotum Z 341 

Atemelia H. S 295 

Atychia Latr 340 



B. 

Bactra Stph 279 

Blastodacna Wck 320 

Borkhausenia Hb 316 

Brachmia Meyr 308 

Bryotropha Hein 301 

Bucculatrix Z 337 

c. 

Cacoecia Hb 261 

Capua Stph 260 

Carcina Hb 316 

Carpocapsa Tr 287 

Carposina H. 8 271 

Cataclysta Hb 242 

Catastia Hb 237 

Cedestis Z 297 

Cemiostoma Z 337 

Cerostoma Latr 299 

Cheimatophila Stph 267 

Chilo Zk 233 

Chimabache Z 311 

Chrysopora Clem 308 

Cledeobia Stph 241 

Cnephasia Curt 266 

Coleophora Hb 322 

Conchylis Ld 267 

Coriscium Z 331 

Crambus F 230 



376 



Cryptoblabes Z 240 

CyDaeda Hb 247 

Cyphophora H. S 314 

D. 

Dasystoma Curt 311 

Depressaria Hw 312 

Diasemia Gn 246 

Dichelia Gn. 260 

Dicbrorampha Gu 289 

Dioryctria Z 238 

Doloploca Hb 267 

Donacaula Meyr 234 



Eidophasia Stph 298 

Elachista Tr 327 

Endotricha Z 240 

Eudrosis Hb. . . . 310 

Enicostoma Stph 315 

Epermenia Hb 319 

Ephestia Gn 235 

Epiblema Hb 281 

Epigrapbia Stph 311 

Epischnia Z 237 

Epithectis Meyr 307 

Eriocrania Z 347 

Evergestis Hb 245 

Evetria Hb 271 

Etiella Z 237 

Eulia Hb 263 

Euplocamus Latz 341 

Eurrhypara Hb 243 

Euxanthia Meyr 270 

Euzophera Z 236 

G. 

Galleria F 229 

Gelechia Z 301 

Glyphipteryx Hb 293 

Gracilaria Z 330 

Graph olitha Hein 284 

Gypsonoma Meyer 278 

H. 

Harpella Schrk. 316 

Heliodines Stt. 321 

Heliothela Gn 251 

Hernimene Hb. .. , 289 

Herculia Wik. . 241 

Heterographis Rag 235 - 

tioloscolia Z 310 

Homoeosoma Curt 234 

Hypereallia Stpb 315 

Hyphantidium Scott. ....... 236 

Hypochalcia Hb 236 



Hypsopygia Hb 241 

Hysterosia Stph 271 

I. 

Incurvaria Hw 343 

L. 

Laspeyresia Hb 284 

Lipoptycha Ld 290 

Lita Tr 303 

Lithocolletis Z 332 

Lobesia Gn 277 

Lozopera Stph 267 

Lyonetia Hb 336 

ML 

Mecyna Gn 247 

Meessia Hofm 343 

Megasis Gn 237 

Melissoblaptes Z 229 

Mesophleps H. S 308 

Metasia Gn 247 

Metzneria Z 300 

Micropteryx Hb 347 

Millieria Rag 293 

Mompha Hb 321 

Monopis Hb. 341 

Myelois Hb 240 

N. 

Narycia Stph 340 

Nemophora Hb 344 

Nemotois Hb 345 

Nephopteryx Z 238 

Nepticula Z 338 

Nemophila Hb 245 

Nothris Hb 309 

Notocelia Meyr 280 

Nymphula Schrk 242 

o. 

Ochsenheimeria Hb 340 

Ocnerostoma Z 297 

Oecophora Latr 316 

Oegoconia Stt 310 

Oenophthira Dup. . ... . . . 261 

Olethreutes Hb 272 

Orneodes Latr 257 

Ornix Z 332 

Oxyptilus Z 253 

P. 

Paltodora Meyr 308 

Pamene Hb 286 



Pandemis Hb. ... . 262 

Pempelia Hb 235 

Perinephila Hb 243 

Phlyctaenodes Hb 246 

Phtheocbroa Stph 270 

Phycita Rag 239 

Phyllocnistis Z 337 

Pionea Gn 247 

Platyedra Meyr 301 

Platyptilia Hb 253 

PJatytes Gn 233 

Pleurota Hb 310 

Plodia Gn 234 

Plutella Schrk 300 

Polychrosis Rag 276 

Psacophora II. S. ....... 321 

Psammotis Hb 243 

Psecadia Hb 312 

Pselnophorus Wallgr 255 

Pterophorus Geoffr . 255 

Pyralis L 241 

Pyrausta Schrk 249 

R. 

Recurvaria H. S 307 

Rhinosia Tr 308 

Rhodophaea Gn 239 

Rhopobota Ld 289 

Rhyacionia H. S 279 

Röslerstammia Z 340 

s. 

. Salebria Z 237 

Scardia Tr 341 

Schoenobius Dup 233 

Schreckensteinia Hb 319 

Scoparia Hw. 243 

Scythris Hb 319 

Scythropia Hb 294 



377 



Selagia Z 237 

Semasia H. S. . . 279 

Semioscopis Hb. 311 

Simaethis Leach 293 

Solenobia Z 339 

Sophronla Hb 309 

Spermatophthora Ld 235 

Stagmatophora H. S 321 

Steganoptycha Stph. 277 

Stenia Gn. . . 242 

Stenolechia Meyr 307 

Stenoptilia Hb 256 

Swammerdamia Hb 295 

Sylepta Hb 244 

T. 

Tachyptilia Hein 305 

Talaeporia Hb 339 

Talis Gn 233 

Teleia Hein 301 

Theristis Hb 300 

Tinagma Z 294 

Tinea Z 342 

Tineola H. S 343 

Tischeria Z 335 

Titanic- Hb 247 

Tmetocera Ld 287 

Tortrix Meyr 264 

Trachonitis Z 238 

Trichophaga Rag 342 

X. 

Xystophora Hein 306 

Y. 

Yponomeuta Latr 294 

Ypsolophus Z 309 



Druck Ton W. Barkart in Brünn. 





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